Centerlautsprecher am Stereoverstärker

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radko
Neuling
#1 erstellt: 04. Mai 2004, 07:47
Hallo HiFI-Forum Gemeinde

Ist mein erster Beitrag und weil ich von Elektronik sehr wenig weiß brauche ich Hilfe.

Ich möchte einen Centerlautsprecher an meinen Stereoverstärker anschließen.
Ich weiß dass für so etwas man 5.1 Verstärker erfunden hat, ich will aber kein Heimkino aufbauen, ich will nur lediglich bessere Sprachverständnis beim Fernsehen schauen erreichen.
Mein Verstärker hat Klemmen für zwei Boxenpaare.
An Klemmen A sind meine Stereo Boxen.
An Klemmen B soll Center angeschlossen werden. Nun kann ich es entweder am linken oder rechten Kanal anschließen.
DIE FRAGE IST: Wie kann ich dass ganze so anschließen, dass das Center die Signale aus beiden Kanälen wiedergibt?
Einfacher wäre es mit einer paar kleiner Regallautsprechen die ich neben Fernseher platzieren wurde, da ich aber in besitz einen Jamo 40 Center bin wollte ich wissen ob es geht.

Danke für alle Vorschläge!!!
LX44
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 04. Mai 2004, 17:15
Schließ die Centerbox einfach am linken und am rechten Kanal an. Einfach an jedes Kabel mit Lüsterklemmen 2 Kabel dranklemmen und an beide Kanäle (L+R) anschließen.
Du musst aber bei beiden Kabeln eine Diode dazwischenschalten damit sich durch die zusammenschaltung nicht der Stereoeffekt eliminiert. Wenn du die Diode weglässt ist es so als würdest du die beiden Kanäle über einen Widerstand zusammenschalten und daraus ergäbe sich dann fast Monosound.

mfg

LX44
jaywalker
Stammgast
#3 erstellt: 04. Mai 2004, 17:41
LX44: Was? Ich verstehe das nicht. Wie soll die Diode verschaltet werden und was soll sie bewirken?
LX44
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 04. Mai 2004, 17:54
Die Dioden musst du einfach in Reihe mit den beiden Leitungen schalten. Da du den LS an den Kanälen L und R anschließt verbindest du die beiden Kanäle über den CenterLS ja miteinander. Dadurch würdest du ohne die Dioden auch auf den Boxen Links und Rechts nur noch Mono hören da beide Kanäle miteinander vermischt wären.
radko
Neuling
#5 erstellt: 05. Mai 2004, 05:19
Hallo LX44,

Das war auch mein erster Gedanke, ich war nur nicht sicher ob dadurch der Verstärker oder LS nicht beschädigt wird, man verbindet schließlich zwei Leitungen über die Strom fliest.
Wenn ich das zuerst ohne Dioden anschließen dann wird der LS auch lauter als sonst, der bekommt die doppelte Spannung, oder sehe ich dass Falsch?
Was für Diode musste ich benutzen-technische Parameter?
jaywalker
Stammgast
#6 erstellt: 05. Mai 2004, 06:16
LX44: Sind Dioden nicht nur in eine Richtung durchlässig?
Bei einem Wechselspannungs-Musiksignal heißt das ja dann, daß ich nur noch die obere bzw. untere Halbwelle hören kann und den Rest schneidet die Diode raus?

Grüße
Heiner
radko
Neuling
#7 erstellt: 05. Mai 2004, 07:17
Ja, die Dioden sind auf jeden Fall in nur eine Richtung durchlässig.
Ich hatte nur bedenken, dass wenn ich beide Kabel am einen LS anschließe etwas kaputt machen könnte. Aber wenn das funktionieret werde ich es heute Abend ausprobieren, ohne Dioden nur das Kabel.
jaywalker
Stammgast
#8 erstellt: 05. Mai 2004, 07:30
Da wäre ich vorsichtig. Wenn gegenphasige Signale anliegen, werden die über die Verbindung kurzgeschlossen, das ist sicher nicht gut für den Verstärker.
Oder täusche ich mich da?

Grüße
Heiner
zucker
Moderator
#9 erstellt: 05. Mai 2004, 09:57
Hallo

das geht so nicht. Man kann nicht einfach einen Verbraucher an beide Kanäle hängen. Damit würde die Endstufen gebrückt werden und dafür sind nicht alle ausgelegt. Die Diode lass sein, der Ls bekommt dann Gleichspannung und die Endstufe einen Kurzschluß.
Beide Kanäle sind als separat zu betrachten.
Für den Center wird es wohl eine zusätzliche Endstufe brauchen.
Andreas_Müller
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 05. Mai 2004, 15:21
Könnte man nicht einfach eine Tri-mode-Schaltung basteln, wie bei Carhifi, nur, dass man die Weiche weglässt?

Mfg Andreas Müller
LX44
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 05. Mai 2004, 18:25
Die beiden Dioden wären ja dazu da gewesen das es zu keinem Kurzschluss zwischen den beiden Kanälen kommt.
Das mit dem Wechselstrom stimt nicht, die Diode lässt zwar nur eine Phase des Wechselstroms durch (dazu ist sie ja auch gedacht)aber bei einem Musiksignal handelt es sich ja auch nur um ein einphasiges Wechselstromsignal, sprich es kommt zu keiner Spanungsumkehr.
Trotzdem funktioniert mein Lösungsvorschlag doch nicht so ganz,da eine Diode erst ab einer Spanung von ca 0,7 Volt (jenachdem ob Silizium oder Germanium) durchlässig wird, sie würde also leise und damit schwache Signale die unter 0,7 Volt liegen abschneiden.
Tja, sorry wegen dem falschen Lösungsvorschlag.
zucker
Moderator
#12 erstellt: 05. Mai 2004, 18:50
Hallo, ich weiß ja nicht wie Du die Dioden einbringen willst, Du kannst es aber drehen und wenden wie Du willst, es läuft auf eine Brückung und Abschneidung des Signales hinaus. Zudem wird es ein Kurzschluß in der Endstufe, da durch die verschiedenen Ue~ eine Öffnung der nicht komplementären End-T geben wird.

LX44
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 05. Mai 2004, 18:57
So wie in der Zeichnung war es ja auch nicht gedacht.
Den Positiven Pol vom Center an die beiden positiven des Verstärkers, und den Minus-Pol des Centers an die beiden Minus-Pole vom Verstärker.
Dann kommt es auch zu keiner brückung, da es sich um eine Paralellschaltung handelt, die Dioden deswegen damit sich die beiden Signale nicht vermischen.
Das Ganze funktioniert nur aufgrund der Durchlasspanung von 0,7 Volt der Dioden nicht.
zucker
Moderator
#14 erstellt: 05. Mai 2004, 19:27
Hallo, das geht auch nicht, da ein Kanal mit der halbierten Impedanz belastet wird.
Zudem fehlt in jedem Fall eine Halbwelle des jeweiligen Signales.



Hast Du den soetwas schon versucht?
LX44
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 05. Mai 2004, 19:43
Nein noch nicht, sonst wäre ich auf den Fehler mit den 0,7 Volt Vorspanung gekommen.
Das mit dem Phasen abschneide versteh ich nicht.
Es handelt sich bei dem Signal doch nur um "einphasigen Wechselstrom" da gibt es keine Phase die abgeschnitten wird. Die Diode würde nur eine Phase abschneiden wenn ein zweiphasige Signal anläge. Tut es aber nicht. Es kommt bei dem Signal ja zu keiner Phasenumkehr.
Die Polung wird nie geändert. Schließlich richtet eine Diode nur Phasen gleich und keine Spanungsänderung in einer Phase.
Sorry, vielleicht täusche ich mich ja, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
zucker
Moderator
#16 erstellt: 06. Mai 2004, 08:34
Hallo, die Ua ist eine Wechselspannung, die einmal positiv und einmal negativ gegenüber Masse ist. Beim Einbau einer Diode A > K zum LS wird der untere Teil der Amplitude weggeschnitten, da die Diode die negative sperrt. Wenn die Diode gedreht wird, sperrt sie die positive Halbwelle.
Das ist nun mal so.

Du kannst ja versuchsweise einen Oszi an den Rlast nach Deinen Dioden anklemmen und ein Sinussignal als Ue~ anlegen - die untere oder obere Kurve ist weg.
analog_doktor
Neuling
#17 erstellt: 06. Mai 2004, 09:20
man nehme 2 mitteltöner und schraube sie in eine kiste dann kann man beide kanäle vom zweiten lautsprecheranschluss verwenden ohne das es zu einem kurzschluß kommt.

möglichkeit zwei: günstger, gebrauchter vollverstärker vom ebay

die diodenlösung ist definitiv eine bastellösung; sie beeinflusst die hauptkanäle und runiert unter umständen die endstufe.

lg
michael
zucker
Moderator
#18 erstellt: 06. Mai 2004, 10:05
Die Diodenlösung geht definitiv nicht. Es kommt nur eine Halbwelle zum LS. Zum Kurzschluß kann es bei unterschiedlichen Öffnungen der End T auch kommen.

Es geht nicht ohne zusätzliche Endstufe.

Mit den Mitteltönern ist eine Realiesierung möglich,
Je 1 LS parallel zu den ersten kann funktionieren. Dabei ist aber die zulässige Abschlußimpedanz nicht zu unterschreiten.
Voraussetzung ist ein Bandpass in Form einer passiven Weiche, um eben nur den Sprachbereich hervorzuheben.

Ich würde ja mal auf dem Trödel nach einer billigen Endstufe oder Vollverstärker suchen. Da hat es manchmal tolle Sachen für wenig Geld.
micha_D.
Inventar
#19 erstellt: 06. Mai 2004, 13:54
Hallo

Lautsprecher mit Doppelschwingspule wär eine Möglichkeit...dazu 2 Hochtöner...z.b...

Diode geht DEFINITIV NICHT.


Micha
micha_D.
Inventar
#20 erstellt: 06. Mai 2004, 13:59
Selbst mit einer extra- Endstufe haben wir noch kein zusätzliches Mono-Signal.


[Beitrag von micha_D. am 06. Mai 2004, 14:00 bearbeitet]
highfreek
Inventar
#21 erstellt: 06. Mai 2004, 16:45
Hallo Leutle, also ich habe Früher, zum Beispiel im Auto folgende Schaltung gemacht, die auf Jahre ohne Defekt gearbeitet hat!

Man nehme je die Pluspole des linken und rechten Kanales und klemme die an den Plus und Minus Pols des Centers! (also beaufschlage den Center mit 2 mal Plus) dann hat man ein Differentz- signal aus dem L und R Kanal bei dem sich Teile der Musik auslöchen und andere Teile hervorgehoben werden! klingt wirklich interessant!
Hat wie gesagt jahre lang auch bei voller Leistung funktioniert! = Its not a trick, its a .... Denon Auto Radio!


[Beitrag von highfreek am 06. Mai 2004, 16:47 bearbeitet]
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