Woran erkenne ich das Schwache Glied in der Kette: AMP oder Boxen

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Ralfii
Inventar
#1 erstellt: 06. Jul 2004, 10:16
Hallo

Habe gestern einige Messungen an meinen Verstärkern durchgeführt, da ich vermute,das es an meinem Pio-A550R etwas an Dampf fehlt.

In dem Bereich, indem hörbare Verzerrungen auftreten habe ich folgendens mit dem Oszi gemessen:

-Die Versorgungssapnnung bricht von 90V auf 75V ein
-Die Spannung an den lautsprechern ist aber maximal bei 30-35V ss, was bei durchschnittlichen 6 Ohm ca. (P = U² / R) ca. 200W ergibt.

Frage: Haut die Berechnug so hin ?

Wie sehe ich im Oszi, wann der AMP verzerrt ?

Bisher nutze ich halt nur normale Musik zum testen, deshalb auch die Anfrage nach einem Sinusgenerartor.

Ist mein AMP evtl. zu klein für die Canton RC-L
Gis_cmp
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 08. Jul 2004, 19:45
Hallo,
ob dein Amp wirklich zu klein ist kann ich dir nicht sagen.
Deine Berechnung hat aber einen Fehler. Die Leistung wird nicht mit Uss sonder Uef berechnet. Wenn du es mit Uef rechnest kommst du leider auf einen Wert der nicht so gut ist, danach hätte der Verstärker eine Leistung von 18,75Watt.
Wie hast du eigentlich die Messung durchgeführt? Hast du den Lautsprecher dran gelassen oder einen Ohmschenwiderstand rangehangen? Wenn du die Messung mit ein LS gemacht hast kannst das diese Wert vergessen, da ein LS eine induktive Last ist und seine Impedanz nicht diese 6Ohm entspricht.
Das die Versorgungsspannung zusammenbricht ist nicht gut. Messe mal nach wie hoch der AC-Anteil denn ist.

Gis
Gis_cmp
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 08. Jul 2004, 19:48
doch noch was vergessen.
Ein Hardware-Sinusgenerator ist so nicht umbedingt nötig. Es gibt da auch andere Lösungen. Eine Möglichkeit ist den Rechner als Funktionsgenerator zu verwenden (Soundkarte). Eine ander Möglichkeit ist eine CD zu erstellen mit einem reinem Sinussignal.

Gis
steve65
Stammgast
#4 erstellt: 09. Jul 2004, 15:09
Hi

die Messung, die Du mit dem Oszi gemacht hast, bringt zwar kein direktes Ergebniss der aktuellen Leistung, läßt aber sehr gut Rückschlüsse auf das Leistungsvermögen der Endstufe zu. Die Grenze des Amp ist errreicht, wenn die Amplitude der Musik bei Bass Drum schlägen nicht mehr ansteigt und abgeflacht wird (Achtung das ist Clipping).
Diese Spannung (Peakspannung) /Wurzel 2 (Effektivspannung), das zum Quadrat, dann durch R ergibt die maximal mögliche Leistung. Es ist aber nicht die Sinusleistung sondern die Musikleistung. Der Einfluß des komplexen Widerstand würde ich in dieser Stelle mal nicht überbewerten. Der Impedanzverlauf selbst, ist über die Frequenz schlimmer. Bei Musik sind aber alle Frequenzen dabei, das ergibt eine gute Näherung der Nennimpedanz.

Maximalpegel messen, mit den LS und Sinustönen würde ich lassen, da schrottest Du die Hoch- und Mitteltöner schneller als Du glaubst.

Waren die 35 V wirklich Peak Peak oder nur Peak. Bei Peak wären das ja so ca 150 W an 4 Ohm. Bei 70 V Versorgungsspannung waren es aber eher so 30 V peak.

Gruß
Steve
Gis_cmp
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 09. Jul 2004, 19:18
Hallo,

Kannst du mir mal sagen wo der Unterschied zwischen der Imedanz und dem komplexen Widerstand (Kupferwiderstand + Widerstand der Spule xl) sein soll? Für mich sind beide gleich. Wenn man sich den Verlauf der Impedanz von sollchen LS anschaut, kann bei sollchen Messungen doch schon was anderes rauskommen. Eine LS-Box kann ein min. Widerstand von 1 bis 4 Ohm bei niedriegen Frequenzen haben und bei höheren Frequenz 30 Ohm locker erreichen, bzw. bei den Resonanzfrequenzen.
Es ist mir schon klar das es meist nicht so einfach ist einen passenden Lastwiderstand zu haben. Theoretisch könnte man den Widerstand über einen Leistungstransistor (MosFET) darstellen und den so ausregen das er eine dementsprechende Last ist. Aber eins ist dabei ganz wichtig, gut Kühlen.


Gruß
Gis
steve65
Stammgast
#6 erstellt: 10. Jul 2004, 05:22
Hi


Kannst du mir mal sagen wo der Unterschied zwischen der Imedanz und dem komplexen Widerstand (Kupferwiderstand + Widerstand der Spule xl) sein soll?


Hm, da habe ich mich unglücklich ausgedrückt, ist ja das selbe und auch wieder nicht. Der Ls ist ein elektrodynamisches System, dessen einzigster Zweck es ist mechanische Arbeit zu leisten. Für mechanische Arbeit braucht man aber Wirkleistung.
Ohne diesen Einfluß und ohne Frequenzweiche wäre es am Ls einfach. Die Impedanz würde über die Frequenz konstant ansteigen, tut sie aber nicht. Sie steigt an bis zur Resonanzfrequenz, fällt wieder ab auf irgend ein Minimum, damit wäre xl mit steigender Frequenz wieder kleiner obwohl die Kapazitäten in der Frequenzweiche erst bei viel höherer Frequenz wirksam werden, usw,usw.

Es ist mir klar, daß man mit dem Oszi keine Aussage treffen kann wie, die Leistung bei 100 Hz Sinus ist x W.
Man kann aber sagen, daß bei der Belastung mit einer Box mit 4 Ohm Nennimpedanz, die tritt über den Frequenzbereich mehrmals auf, die Maximal mögliche Ausgangsspannung auf eben 30 V peak absinkt, oder ob die mögliche Ausgagnsspannung von Leerlauf (Messung ohne Boxen) bis Maximallast konstant bleibt.
Nützlich ist natürlich für die Beurteilung des Ergebnisses, wenn man den Impedanzverlauf seiner Box kennt. Hat man die Messung mit einer Kappa 8 irgendwas mit 0,8 Ohm Mindestimpedanz gemacht, tut man seinem Verstärker sonst unrecht, wenn er zusammenbricht.

Aber nochmal ausdrücklich erwähnt, es ist nur eine Abschätzung wie der Verstärker sich verhält. Wer genaue Daten haben möchte, der braucht Ohmische Widerstände, einen Sinusgenerator und neben dem Oszi noch 2 Digitalmultimeter um Strom und Spannung TrueRMS zu messen.

Gruß
Steve
Ralfii
Inventar
#7 erstellt: 14. Jul 2004, 07:22
Die Mesung war mit angeschlossenen LS gemacht, und ich vergas, Uss ist ja kein effektivwert (eigwentlich bin ich ja elektrotechniker, aber die formeln habe ich auch nicht mehr alle im kopf...)

vielleicht werde ich mal einen passenden lastwiderstand und mit einem frequenzgenerator messen.
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