Umstieg / Aufstieg vom Sennheiser HD565

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CWM
Inventar
#1 erstellt: 27. Jul 2007, 19:13
Hallo,

habe hier einen etliche Jahre alten Sennheiser HD565 Ovation. War bisher ganz zufrieden, möchte aber aufsteigen.
Der 565 hat mittlerweile Kabelprobleme (gelegentlicher Ausfall einer Hörmuschel, Wackelkontakt), und übersteuert Bässe bei hohen Lautstärken (Filmexplosionen "knarzen").

Was mir am 565 gut gefällt, und was ich wieder haben möchte:

offenes System (ich will/muss Umgebungsgeräusche mitbekommen)

Tragekomfort (kein hoher Anpressdruck, längliche, große Muscheln - ich habe Riesenlöffel ), eben Spieflimlängentauglich bis zu 3 Stunden am Stück.

Einsatzzweck: vornehmlich Heimkino Surround (Dolby Headphone) vom Yahama Receiver RXV530, Philips SBC HD1500U, XFi Fatality Soundkarte, sowie Spiele von Konsole oder PC. Eine optimale räumliche Darstellung von Dolby Headphone und ähnlichen Simulationen wäre also schön. Ebenso Pegelfestigkeit für basslastige Effekte.

Musik spielt eine untergeordnete Rolle, wenn dann Pop/Rock von den gleichen Quellen. Ist aber keine Priorität.

Lohnt sich bei diesem Profil überhaupt was "Highendiges", oder wäre das Perlen vor die Säue? Ein gleichzeitig klangtechnischer Aufstieg vom 565 wäre nicht verkehrt.

Preis ist erstmal egal. Ich zahle gern mehr, wenn sich das für meine o.g. Anforderungen lohnt. Bis 300 Euro NP dürfens sein.

Probehören schlecht möglich, will per Versand bestellen.

Welchen KH würdet ihr mir empfehlen? Welcher aktuelle Sennheiser würde meinen Anforderungen am nächsten kommen?

Danke für jeden Tip

CWM
Nickchen66
Inventar
#2 erstellt: 27. Jul 2007, 22:23
300€ für basslastige DVD Beschallung ist glaube ich etwas übertrieben, zumal KH dieser Preisklasse dazu neigen, sich mehr auf neutral-unspektakulären Klang hin zu kaprizieren.

Außerdem solltest Du mit einrechnen, daß in den vergangenen 10 Jahren technisch viel passiert ist am KH-Sektor, so daß ein Budget-KH von heute u.U. schon deutlich besser klingen kann als ein Highender aus der Helmut Kohl Periode.

Untergrenze wäre meines Erachtens ein Senn HD485 (~65€, recht ausgewogen aber bass-stark), Obergrenze ein Beyer DT440 (mehr Kick- als Tiefbass) oder besser noch ein AKG K240 S (HD485 auf höherem Niveau), beide ~120€. Klanglich/räumlich ideal ein AT A900, aber der ist zu teuer und außerdem geschlossen. Außenseitertip wäre der Denon D1000 (~120€, sehr "spaßig), der ist zwar auch geschlossen, isoliert aber so gut wie gar nicht. Anprobieren da evtl. zu klein.

In der Summe seiner Eigenschaften gefällt mir der AKG für Dich am besten, aber sollte Deine X-fi ohne Frontinterface sein, kriegst Du ihn u.U. nicht laut genug am PC.
malchuth
Stammgast
#3 erstellt: 28. Jul 2007, 20:59
Hallo CWM,

der HD565 Ovation war damals kein ganz schlechter Hoerer von Sennheiser. Ich bezweifle das Du da mit einem DT440 gluecklich werden wuerdest, der ist naemlich ziemlich lahm im Bass.
Bei Sennheiser wuerde ich mal den HD600 anhoeren. Bei Beyer evtl. einen DT990 pro oder einen DT860. Der AT A900 Tip von Nickchen scheint mir auch gut zu sein. Von AKG's wuerde ich fuer Deine Zwecke eher die Finger lassen.

Ob es sich lohnt fuer Deine Anwendungen einen richtig guten Kopfhoerer zu kaufen kannst nur Du oder Dein Geldbeutel entscheiden.

Dirk
CWM
Inventar
#4 erstellt: 29. Jul 2007, 20:41
Danke für Eure bisherigen Tips.

Eigentlich tendiere ich zum HD600 oder sogar HD650.

Erstens ist die ovale Paßform der HD Sennheiser für mich persönlich deutlich bequemer als andere (runde) Formen.
Insbesondere der 650 soll ja recht ausgewogen klingen. Falls ich mich unklar ausgedrückt habe: der KH soll keinesfalls grundsätzlich basslastig sein, sondern einfach nur etwas pegelfester als der 565 für kräftige Bässe bei höheren Lautstärken.

Zweitens kann ja "Klangreserve" an und für sich nichts schaden, zumal mir der Spaß wie gesagt durchaus bis 300 Euro wert wäre. Auch wenn ich das Potential eines HD650 mit den o.g. Anwendungen sicherlich nicht ausreize, kann das ja durchaus noch kommen.

Kauf eines höherwertigen Receivers mit HDMI und einstellbarem Audiodelay ist ohnehin irgendwann fällig. Und Musikhören ist zwar derzeit keine Priorität, kann aber durchaus noch kommen.

Ist der 650 denn so deutlich besser als der 600? Der Aufpreis gerechtfertigt?

CWM
m00hk00h
Inventar
#5 erstellt: 29. Jul 2007, 20:47

CWM schrieb:
Insbesondere der 650 soll ja recht ausgewogen klingen.


Kommt drauf an, wen du fragst.


CWM schrieb:
Ist der 650 denn so deutlich besser als der 600? Der Aufpreis gerechtfertigt?


Kommt drauf an, wen du fragst.

Generell denke ICH, dass der Aufpreis nicht gerechtfertigt ist, weil der HD650 deutlich wärmer als der HD600 spielt. In meinen Ohren ist der HD600 der linearere bzw. ausgeglichenere.

m00h
NoXter
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 29. Jul 2007, 20:52

CWM schrieb:

Ist der 650 denn so deutlich besser als der 600? Der Aufpreis gerechtfertigt?


Nicht besser, anders! Welchen man bevorzugt ist Geschmackssache...
Der HD650 ist allerdings neueren Datums und hat Flaggschiff-Status und daher ist er teurer.
CWM
Inventar
#7 erstellt: 29. Jul 2007, 21:16

m00hk00h schrieb:

Generell denke ICH, dass der Aufpreis nicht gerechtfertigt ist, weil der HD650 deutlich wärmer als der HD600 spielt. In meinen Ohren ist der HD600 der linearere bzw. ausgeglichenere.

m00h



Ist mit "wärmer" eine Betonung der unteren Frequenzen gemeint?

Linear/Ausgeglichen würde ich als positiv ansehen.

Zum Vergleich des HD565 habe ich ja hier noch den zum Philips Receiver mitgelieferten kabellosen SBC HD1505U.

Der Philips ist m.E. deutlich basslastiger und weniger ausgeglichen, weswegen ich ja auch meist den HD565 an diesem Receiver verwende. Außerdem ist der Philips geschlossen, hat hohen Anpressdruck und kurze Akkulaufzeit. Der Tragekomfort ist beim Senn deutlich besser, beim Philips bist Du froh, ihn nach einem Spielfilm wieder absetzen zu können.

Haben der 600 und der 650 den gleichen Ohm-Widerstand?


CWM
malchuth
Stammgast
#8 erstellt: 29. Jul 2007, 22:22
Ja, beide haben eine Nennimpedanz von 300 Ohm. Das sagt aber gar nichts, denn der 650er ist lt. Datenblatt 6db lauter, also 50%.

Die Diskutiererei ueber ausgeglichener oder waermer, etc... hat auch nicht viel Hilfreiches. ICH wuerde an Deiner Stelle hoeren gehen um mir selbst einen Eindruck zu verschaffen.

Gruss,
Dirk
m00hk00h
Inventar
#9 erstellt: 29. Jul 2007, 22:44

malchuth schrieb:
Ja, beide haben eine Nennimpedanz von 300 Ohm. Das sagt aber gar nichts, denn der 650er ist lt. Datenblatt 6db lauter, also 50%.


Ist mir nie aufgefallen, dass die das schreiben (liegt wohl daran, dass ich techn. Daten grundsätzlich ignoriere). Stimmen kann das jedenfalls nicht, mein HD580Jubile eist original genauo laut wie mein HD650, ich kann mit der linken Hörmuschel des einen und der rechten des anderen lauschen, ohne das eine Seite lauter wäre als die anderen...

m00h
malchuth
Stammgast
#10 erstellt: 29. Jul 2007, 23:04
Ich hab es auch nur eben auf den Sennheiser HP gelesen. Schaetze Deine Erfahrung zeigt was von Datenblaettern zu halten ist.
Ich hab die beiden noch nie an der gleichen Quelle gehoert, daher waere mir das nicht aufgefallen.

Dirk


[Beitrag von malchuth am 29. Jul 2007, 23:06 bearbeitet]
m00hk00h
Inventar
#11 erstellt: 29. Jul 2007, 23:17

malchuth schrieb:
Ich hab es auch nur eben auf den Sennheiser HP gelesen. Schaetze Deine Erfahrung zeigt was von Datenblaettern zu halten ist.
Ich hab die beiden noch nie an der gleichen Quelle gehoert, daher waere mir das nicht aufgefallen.

Dirk


Ich meinen HD650 zusammen mit den Jubilees vor einem Meet noch ein paar Stunden eingespielt, mit Y-Adapter am Aria.


m00h
audiophilanthrop
Inventar
#12 erstellt: 30. Jul 2007, 15:50
Der HD565 war damals (1994-1999) das größte Serienmodell unter dem HD580. Es soll sogar die eine oder andere Zeitschrift gegeben haben, die ihn dem 580er deutlich vorzog. In Baß und oberen Höhen ist er wohl eher etwas zurückhaltend, ziemlich das genaue Gegenstück zum nachfolgenden HD590.

Als Budget-Lösung würde ich vorschlagen:

0. Prüfen, ob irgendwo softwareseitig per EQ die Bässe hochgezogen werden. Das kann nämlich ebenfalls für Clipping sorgen. Zur Kompensation den zugehörigen Input-Gain runterziehen oder EQ gleich so einstellen, daß kein Regler oberhalb der 0dB-Linie liegt.
1. Wenn es das nicht war, Ohrpolster abziehen und Schaumstoffeinlagen auf Haare prüfen und selbige entfernen. Auch die Treiber inspizieren, auch wenn es nicht allzu wahrscheinlich ist, daß da was reinkommt (der HD590 ist da erheblich anfälliger).
2. Die Kontaktprobleme sollte man mit einer HD650-Strippe ganz gut in den Griff bekommen; es könnte allerdings trotzdem noch eine Operation zwecks Nachbiegen der Kontaktfedern erforderlich werden (die Treiber sind mechanisch exakt genauso aufgebaut wie die von HD580/600/650, nur die Hörerkapsel ist anders zu öffnen).

Falls trotzdem ein neuer Hörer angeschafft wird - den HD565 wollte ich schon immer mal haben...

BTW, zwischen HD600 und 650 sind es nur 3 dB - wobei es natürlich gut sein kann, daß Sennheiser da heutzutage etwas weniger konservativ bewertet. Hier war der Unterschied in der Empfindlichkeit zwischen HD580 und HD650 auch nicht furchtbar groß.
CWM
Inventar
#13 erstellt: 30. Jul 2007, 19:01

audiophilanthrop schrieb:
Der HD565 war damals (1994-1999) das größte Serienmodell unter dem HD580. Es soll sogar die eine oder andere Zeitschrift gegeben haben, die ihn dem 580er deutlich vorzog. In Baß und oberen Höhen ist er wohl eher etwas zurückhaltend, ziemlich das genaue Gegenstück zum nachfolgenden HD590.
...


Hut ab vor diesen fundierten Kenntnissen. Hätte den Kaufzeitraum gar nicht mehr so exakt gewußt, aber ca. ´98 kann schon stimmen. Hatte seinerzeit gleich 2 Paar HD565 gekauft, zum "Lucas" Surround System von Senn.

Nach Deinen Angaben ist ein echter Aufstieg also tatsächlich eher in Richtung HD600/650 zu suchen, so schlecht ist der 565 wohl bis heute nicht, als daß man ihn mit einem 515 oder noch darunter gleichwertig ersetzen könnte.

Ich bin auch deshalb so auf Sennheiser fixiert, weil ich die ovale Passform und auch den Tragekomfort des 565 als für mich perfekt empfinde. Die HD Nachfolger scheinen sich da zum Glück nicht verschlechtert zu haben.

Für den ausschliesslich mobilen Einsatz (am DVD-Portable, Notebook oder Gameboy DS) hatte ich mir den 515 ausgesucht. Der sollte für diese Zwecke reichen.

Bin jetzt noch am schwanken, ob es für den doch anspruchsvolleren Heimgebrauch der 600 oder 650 werden soll, zumal für die nahe Zukunft kein KHV angeschafft wird. Oder gilt der Philips HD1500U schon als brauchbarer KHV?

B.t.w.: schade, daß "Headzone" scheinbar nur einen KH-Anschluß hat. Lucas und HD1500U hatten jeweils zwei. Mit Headzone ist diskretes Heimkino wohl nur was für Solisten ohne (Ehe)partner...

CWM
kani
Stammgast
#14 erstellt: 30. Jul 2007, 20:25

CWM schrieb:
Für den ausschliesslich mobilen Einsatz (am DVD-Portable, Notebook oder Gameboy DS) hatte ich mir den 515 ausgesucht. Der sollte für diese Zwecke reichen.
Dir ist bewusst, dass der HD515 offen ist? Der ist nicht wirklich für den mobilen Einsatz geeignet. Zumindest wenn "mobil" lautere Umgebungen einschließt.

Da wäre ein AKG K518, ein HD25-1, oder ein AT *ich-weiß-nimmer-wie-der-hieß* mist... Aber Nickchen66 weiß das
hAbI_rAbI
Inventar
#15 erstellt: 30. Jul 2007, 20:27
SJ5
CWM
Inventar
#16 erstellt: 30. Jul 2007, 20:59
Er soll sogar offen sein.

Mobil bedeutet in meinem Fall: für den Urlaub und ähnliche Gelegenheiten.

Ich will Umgebungsgeräusche möglichst gut wahrnehmen, ohne die Umgebung mit den integrierten Lautsprechern der Geräte zu nerven.

Spricht sonst etwas gegen den 515 für diesen Zweck? Ist der für die genannten Geräte geeignet?

In-Ear oder Mini-KH kommt dafür auf keinen Fall in Frage, minimal soll nur die Schallemission sein, maximal aber der Tragekomfort.

CWM


[Beitrag von CWM am 30. Jul 2007, 21:01 bearbeitet]
Nickchen66
Inventar
#17 erstellt: 30. Jul 2007, 21:03
Nimm für diesen Zweck lieber den AKG K530 oder den Senn HD485. Klanglich um Längen besser als der blöde 515er. Das schließt auch den HD555 (und teilweise sogar den HD595) mit ein.
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