5998 Doppeltriode wo bekommen?

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rorenoren
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 24. Apr 2007, 19:50
Hallo,

ich habe vor etwa einem Jahr 2 Röhren 5998 auf dem Flohmarkt gefunden. (eine innen mit Glasscherben vom Quetschfuss, aber OK!)

Wusste zwar nicht, was das genau für Röhren waren, sah aber nach Doppeltriode á la 6AS7G aus, also mitgenommen.

Im Netz habe ich dann (spärliche) Daten gefunden, auch, dass die Sockelschaltung und Verlustleistung die selbe ist, wie bei der 6AS7G.
Einfach eingesteckt, funktionierte, und wie!

Die Verstärkung (oder µ) scheint etwas grösser zu sein, so dass sie deutlich lauter spielen und der Ruhestrom geringer ist.
Treiber ist eine einzelne 6SL7, bei der 6AS7G etwas knapp, bei der 5998 völlig ausreichend.
(CD Direktanschluss über 470k Poti)

Komisch ist, dass auch die Maximallautstärke deutlich grösser ist. (mehr Ausgangsleistung?)

Nun muss ich dazu sagen dass die 6AS7G völlig fehlangepasst an Rema Übertragern mit 7 kOhm laufen.
(ein System pro Kanal)
Für die 5998 scheint das besser zu passen.

Im Klang unterscheiden sie sich nicht sehr.

Die 5998 klingt minimal heller und frischer.(in der Kombination)

Die Schaltung habe ich nicht verändert und höre mit viel Genuss. (Rk ist 800 Ohm)




So genug Bla Bla:

Wer hat welche zu verkaufen, oder weiss, wo es diese Röhren noch gibt?

Auch Gebrauchte wären OK.

Wäre doch schade, wenn ich eines Tagen keine mehr habe.

Interessant wären für mich auch Erfahrungen anderer mit diesen Röhren.

Viele Grüsse,

Jens



Edit:

hier gibt´s etwas dazu:

http://www.mclink.it/com/audiomatica/tubes/5998.htm


[Beitrag von rorenoren am 24. Apr 2007, 20:05 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 25. Apr 2007, 23:35
Hallo.

Hier noch ein Bild der Röhre im Betrieb:





Gruss, Jens
sidolf
Inventar
#3 erstellt: 26. Apr 2007, 20:34

rorenoren schrieb:
Hallo.

Hier noch ein Bild der Röhre im Betrieb:





Gruss, Jens


Hallo Jens,

eine 5998; noch nie gehört! Ist es die kleine- oder die grosse Röhre auf Deinem Bild?

Liebe Grüße
rorenoren
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 26. Apr 2007, 22:27
Hallo Sidolf,

es ist die grosse Röhre.

Die kleine ist eine 6SL7.

Die 5998 entspricht in einigen ihrer Daten der 6AS7G oder 6080.

Also 6,3V 2,5A Heizung, max Anodenstrom 125mA je System, 13 W Anodenverlustleistung.

Sie scheint aber ein e grössere Verstärkung zu haben. (µ)

Leider scheint sie recht selten zu sein.

Ich denke, dass sie als Stabilisator oder Längsreglerröhre eingesetzt wurde, ebenso wie 6AS7G und 6080.

Edit: zu früh abgeschickt.

Detailaufnahmen im nächsten Beitrag......

Gruss, Jens


[Beitrag von rorenoren am 26. Apr 2007, 22:30 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 26. Apr 2007, 22:38
So, weiter mit den Bildern von der Röhre:





Mit der 6c19P geht der Verstärker auch ganz brauchbar. (Adaptersockel/Fassung)

Im Link im ersten Beitrag gibt es sogar Kennlinien zur 5998.

Oder mache ich gerade einen Fehler, das JAN vor der 5998 wegzulassen?

Gruss, Jens
pragmatiker
Administrator
#6 erstellt: 27. Apr 2007, 23:19

rorenoren schrieb:
So, weiter mit den Bildern von der Röhre:





Mit der 6c19P geht der Verstärker auch ganz brauchbar. (Adaptersockel/Fassung)

Im Link im ersten Beitrag gibt es sogar Kennlinien zur 5998.

Oder mache ich gerade einen Fehler, das JAN vor der 5998 wegzulassen?

Gruss, Jens


Servus Jens,

den entscheidenden Hinweis gab's in dem ersten Bild: "JAN"5998. Das ist eine Militärröhre (JAN = Joint Army Navy). Da existiert mit einiger Sicherheit auch ein ziviles Äquivalent mit (wahrscheinlich) total anderer Typenbezeichnung dazu....nur bräuchte man dazu eine Röhrentabelle (am besten aus der Zeit), um das herauszufinden.

Was ich noch an Äquivalenztypen gefunden habe: "421A" - hierzu liegen mir keinerlei Daten vor, kann ich also nichts dazu sagen - und eine "7236":

http://www.mif.pg.gda.pl/homepages/frank/sheets/127/7/7236.pdf

Sockelkompatibel, aber mit leicht anderem Kennlinienfeld (verglichen mit dem in Deinem ersten Beitrag eingestellten) - könnte von der Tendenz her aber passen.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 27. Apr 2007, 23:53 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 28. Apr 2007, 07:31
Hallo Herbert,

vielen Dank für die Information und deine Mühe!

Die Seite von Frank kenne ich natürlich auch, nur zur JAN 5998 hatte ich da ebenso wie im Netz nichts gefunden.

Mit der (W) 421A und der 7236 gibt es ja schon weitere Alternativen für die Suche.

Die scheinen allerdings, wenn es sie überhaupt gibt, recht teuer zu sein.

Aber vielleicht laufen die mir ja mal über den Weg....

Viele Grüsse, Jens
EL3010
Stammgast
#8 erstellt: 28. Apr 2007, 10:25
Hallo Jens ,
so selten ist die 5998 garnicht , ich habe 19 oder 20 Stück NOS davon . Ist eine ähnliche Geschichte wie mit 6336 und 6528 , nahezu gleiche Röhre , aber höheres µ . Verbastelt habe ich sie allerdings noch nicht , kommt aber noch und ob auf allen JAN draufsteht , muß ich erst nachschauen .
Datenblatt ist auch kein Problem , gibt es hier :

http://www.pmillett.com/tubedata/5998_TS.PDF

Verstärkungsfaktor ist 5,5 im Gegensatz zu 2 bei der 6AS7 plus doppelter Steilheit der 5998 .
Die 6336 ist die "große" 6AS7 , während die 6528 die "große" 5998 ist .
Daten zu den "Großen" gibt es hier :

http://frank.pocnet.net/index.html

In der Ex - DDR gab es noch die EC360 in einem EL34 Kolben als Einzeltriode , allerdings etwas kräftiger als ein einzelnes 6AS7/6080 System . Das hilft dir zwar auch nicht weiter , ist aber vielleicht interessant für Selberbauer .
MfG , Rudolf

P.S.: Nein , ich verkaufe keine Röhren ;-) .
P.S.2: Sorry , habe gerade erst gemerkt , daß du ja von einem Eigenbau sprichst , dann paßt die EC360 natürlich mit Adapter .


[Beitrag von EL3010 am 28. Apr 2007, 10:33 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 28. Apr 2007, 16:24
Hallo Rudolf,

schön, dass du noch welche hast, grrr.

Macht nix, ist ja nicht dringend.

Danke für den Link zur 5998, ist unter Favoriten gespeichert!

Mit der EC360 hatte ich auch schon geliebäugelt.

Aber erstens habe ich keine und zweitens soll die, aus welchen Gründen auch immer, nicht so toll für NF sein.
(würde es trotzdem ausprobieren)

Das mit dem Adaptersockel ist immer nur eine Krücke, um ohne einen ganzen Verstärker zu bauen, einen groben Eindruck von der Röhre zu bekommen.

Ich baue mehr nach Gefühl (messe dann die Spannungen nach) und lege daher nicht so viel Wert auf Kennlinien und Behauptungen anderer.

Durch den Link von Herbert habe ich tatsächlich einen Beitrag in einem Forum gefunden, in dem ein Bild eines Verstärkers mit der JAN 5998 zu sehen ist. (allerdings ein Kopfhörerverstärker)

Gruss,

Jens
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 02. Apr 2008, 23:19
Hallo zusammen..

Länger her, ich weiß, aber die WE 421A wurde angesprochen, hier mal die pdf dazu: http://www.westernelectric.com/spec_sheets/421A.pdf

Und eine kleine Übersicht der Protagonisten:
TUBE__ : _Mu : _Ra : Transcond: __Ip : Vx : __Heater(6.3V)
WE421A : 6.1 : 305 : 20000 : : 125mA : 250V : 2.4A
6080__ : 2.0 : 250 : _8200 : : 125mA : 250V : 2.4A
5998__ : 5.4 : 350 : 15000 : : 100mA : 250V : 2.4A
6AS7G_ : 2.0 : 280 : _7000 : : 125mA : 250V : 2.5A

Nachdem mir der liebe Jens so bereitwillig Auskunft gegeben hat, werde ich ein Paar der seltenen wie teuren Western Electric 421A in meinem Parallel-Single-Ended Amp versuchen.
Nach langer Sucherei habe ich ein eng selektiertes NOS Paar gefunden und bestellt, werden nächste Woche hier ankommen

Gruß Ralph
rorenoren
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 03. Apr 2008, 18:34
Moin Ralph,

da würde ich mich über einen kleinen (oder grossen) Bericht freuen!

Gruss, Jens
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 03. Apr 2008, 19:29
Hallo Jens..

Aber sicher doch, bin schon ganz heiß & fettig auf die Edeltuben

Überlege noch an einem Adapter zur Kontrolle der Ruheströme, das Prinzip der TubeTown DIY Sets sollte funzen, muß ich nur mit einem Mess-R mehr ausstatten und etwas anders belegen.

Ok, das OT, bin schon ruhig

LG Ralph
rorenoren
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 03. Apr 2008, 19:43
Moin Ralph,

du kannst dir auch stramm passende Ösen aus dünnem Draht mit Anschluss biegen.

Die isolierst du schön zwischen Öse und anderem Ende.

Dann steckst du die Teile auf die entsprechenden Stifte an der Röhre und kannst dran messen.
(im eingesteckten Zustand und in Betrieb)

Der Draht sollte so dünn sein, dass kein Kurzschluss zwischen den Stiften passieren kann, aber dick genug, das er sich nicht von selbst auf das Chassis biegt.

Das ist billig und relativ sicher.
(es liegen max, ca 70V an, bei der 421 eher so um die 35V, könnte bei Verkettung unglücklicher Umstände tödlich sein usw. bla...)

Anstelle eines Adapters oder der Drähte, kannst du auch Bananenbuchsen ins Chassis einbauen, die mit Kabeln an den Katoden der Röhre hängen.

Das ist eleganter als so ein Stecksockel, finde ich.

Ach so, Mess-R brauchst du nicht.

Die Katodenwiderstände sind doch schon welche.
(gemessene Spannung in Volt geteilt durch Widerstand in Ohm ergibt Strom in Ampere,

z.B.

70 V : 820 Ohm= 0.085 A= 85 mA)

Gar nicht so OT.

Gruss, Jens
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 03. Apr 2008, 20:31
Hi Jens

Messbuchsen hab ich sogar noch, das wäre recht leicht zu realisieren, ich spring nachher mal in meine Wühlkisten

Die Idee mit den gebogenen Drähten ist mal genial, so einfach und praktisch, manchmal steht man echt auf dem Schlauch, überlegt sich wund wo eine Lösung so einfach ist

Gruß Ralph
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