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Wechsel von Transistoramp auf Röhre ?

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Beitrag
Wotanstahl
Inventar
#1 erstellt: 08. Jun 2007, 10:33
Hallo,

bei fast allen Highender steht ne Röhre im Wohnzimmer.
Überall wo ich meine gebrauchten Geräte abhole, wird von Transistor auf Röhre gewechselt.
Letzerer von einer Mark Levinson ML-323 ( hab ich Jetzt )
auf ne Röhrenendstufe.
Wo ich meine LS abgeholt habe, von Accuphase auf Röhre.
Was ist dran an den Dingern ?
Liegt das nur am Musikgeschmack, ich höre Metal und das am liebsten laut.
Die obengenannten Herren Jazz und Klassik.
Fuktionieren Transistoramps mit bestimmter Musik nicht - oder anderum ?

Gruss Wotan
WenigWatt
Stammgast
#2 erstellt: 08. Jun 2007, 11:16
Hallo Wotanstahl
hier mal eine Darstellung zum Thema aus technischer Sichthier
Meiner Meinung nach ist die Frage zunächst mal,was eine Hifianlage für den Anweder überhaupt darstellt. Wer lediglich ein taugliches Mittel zur Wiedergabe von Musik haben will,braucht sich für die Frage Röhre oder Transistor nicht zu interessieren,weil er nämlich keine Röhrengeräte braucht. Sieht man aber Hifi als Hobby und die Geräte als Spielsachen,so z.B. ich auch,dann ist es durchaus interessant auch mit Röhrengeräten,oder auch anderen nicht ganz zeitgemässen Konstruktionen umzugehen.
Ich für mein Teil mag Röhrengeräte,Plattenspieler,Analogtuner etc.,wenns mir aber nur ausschließlich um Musikwiedergabe ginge,dann hätte ich Aktivlautsprecher am Rechner hängen.
Gruß Micha


[Beitrag von WenigWatt am 08. Jun 2007, 11:17 bearbeitet]
Vinni
Stammgast
#3 erstellt: 08. Jun 2007, 11:45
Ich denke es liegt einfach an diesem ganz bestimmten, wenn auch nicht ganz reinen Klang, einer SET...wie zum Beispiel einer 805,845 oder 300B.
Dazu kommt dann noch das stimmungsvolle Glühen/Leuchten und fertig ist der wohlfühl Hörgenuss
-scope-
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 08. Jun 2007, 12:10

bei fast allen Highender steht ne Röhre im Wohnzimmer.

Wo hast du denn das her?


Überall wo ich meine gebrauchten Geräte abhole, wird von Transistor auf Röhre gewechselt.

Nun....Da du in der letzten Zeit vermutlich unter 2145 Gebrauchte abgeholt hast, würde ich das nicht so eng sehen.


Was ist dran an den Dingern ?


Röhren sind "schick" und vermitteln eine sehr gemütliche Atmosphäre. Sie versprühen besonders in den Abendstunden von Transistorgeräten unerreichbare visuelle Emotionen, die für den Hörgenuss zweifellos mitverantwortlich sind.
Zudem können sie (je nach Modell) "anders" als perfelt konstruierte Transistorverstärker "klingen".
Dieses "anders" wird oft als angenehm empfunden.
Ausserdem sind "prächtige" Röhrenendstufen Blickfang und Imageträger zugleich.

Mit zwei "fetten" Röhrenmonos (mindestens 100 Watt und 2 ohm Abgriff) könnte ich mich auch bei 1,5% THD sofort anfreunden

Ups zu spät ...Vinni...wir verstehen uns


[Beitrag von -scope- am 08. Jun 2007, 12:14 bearbeitet]
andisharp
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 08. Jun 2007, 12:15
WenigWatt hat den Nagel auf den Kopf getroffen

Neben solchen Leuten gibt es allerdings auch Hifi-Esoteriker, die natürlich ausschließlich des Klanges wegen, oder das was sie dafür halten, auf Röhren und allerlei sonstigen Schnickschnack stehen. Mit dieser Spezies gibt es allerlei lustige Wortgefechte in diesem Forum.
zeinerling
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 08. Jun 2007, 12:18
Hallo,

ein Transistorverstärker ist im Grunde genommen doch nichts anderes als ein Stromverstärker. Er nimmt seine Aufgabe sehr ernst insofern, dass mehr oder weniger das aus den Boxen herauskommt, was als Eingang geliefert wird. Also quasi 1:1. Jegliche Versuche einem Transistoramp einen Röhrensound mittels irgenwelcher Filter und ähnliche Dinge hat bisher noch niemand geschafft.

Der Grund warum Röhrenverstärker einfach "besser" klingen ist der, weil ein Röhrenamp die harmonischen Oberschwingungen erzeugt und auch gleichzeitig verstärkt. Die Transistorfreaks bezeichnen das als Klirrfaktor. Die Röhrenfreaks hingegen bezeichnen das als angenehmes Klangerlebnis.

Quelle: Gerhard Haas, High-End mit Röhren. ISBN 3-928051-63-6.

MfG. Zeinerling
-scope-
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 08. Jun 2007, 12:24

Der Grund warum Röhrenverstärker einfach "besser" klingen ist der...usw...


Na...sowas liebe ich ja.
Wotanstahl
Inventar
#8 erstellt: 08. Jun 2007, 18:09
Hey Scope,
klangunterschiede bei Kabeln gibt es bei Dir nicht,
aber wohl klangbeinflussendes " Muschi Bu Bu " Licht.
Na das erklär mal.

Nochmal zurück zu Thema.
Wenn ich mir " Metallica - Enter Sandman "
Über nen schwachen Röhren Amp reinziehe,
kann der doch nur in die Knie gehen.
Und jetzt kommt nicht mit wirkungstarken LS.
Also muss ich mir die Musi nach der Anlage kaufen,
oder wie ?
Nur noch Weichspüler Mucke, das kann es ja wohl auch nicht sein.

Gruss Stefan
andisharp
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 08. Jun 2007, 18:15
Wer sagt denn, dass Röhren schwach sein müssen? Es gibt da ganz ordentliche Exemplare, nur verzerren die leider nicht so, wie von einigen erwünscht.
-scope-
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 08. Jun 2007, 18:46

aber wohl klangbeinflussendes " Muschi Bu Bu " Licht.
Na das erklär mal.


Du bist schleichtweg zu ****, um das zu verstehen.

Ich schrieb übrigens nicht von "Klangbeeinflussung", (die ist nachweisbar)sondern von "visuellen Emotionen", die den Hörgenuß beeinflussen.
Der Hörgenuss ist etwas emotionales. Klangbeeinflussungen finden hingegen schon ausserhalb des Gehirns statt.

Komprende?...Nö...wie auch
Wotanstahl
Inventar
#11 erstellt: 08. Jun 2007, 19:25
Scope,
und Du bist zu d*** zwischen den Zeilen zu lesen.
Was soll die Anmache, und das von jemanden der eh nix glaubt was was nicht irgendwie messbar ist.
Irgenwelche Messdaten aus diversen Zeitschriften zusammen zu tragen und damit rum Klugscheissern kann ich auch!
Hat aber nix mit dem gehörten zu tun.
Natürlich kann man sich gedämmten Licht besser auf die Musik konzentrieren.
Ich finde so Leute wie Du sollten Ihren Sachverstand sinnvoll nutzen und Hifi-Einsteigern zu Rat und Tat stehen.

Und unser schönes Hobby hat sehr wohl etwas mit Kabelexperimenten oder Feintuning etc. zu tun.
Das ist ja der Spass an der ganzen Sache + dem hören natürlich.
Sonst würde sich ja jeder eine Anlage vom Fachmarkt holen anschliessen fertig.

Man könnte sich das Forum hier sparen.

Wotan
Curd
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 08. Jun 2007, 22:01

Wotanstahl schrieb:
Hallo,

bei fast allen Highender steht ne Röhre im Wohnzimmer.


Hab auch noch ´ne uralte Braunsche Röhre klingt aber eher so lala...


Wotanstahl schrieb:
Überall wo ich meine gebrauchten Geräte abhole, wird von Transistor auf Röhre gewechselt.


Überall wo ich meine gebrauchten Geräte abhole, wird von Eigenheim auf Altersheim gewechselt.


Wotanstahl schrieb:
Liegt das nur am Musikgeschmack, ich höre Metal und das am liebsten laut.


Metal + Laut= >>>Lösungsansatz>>>> PA


Wotanstahl schrieb:
Fuktionieren Transistoramps mit bestimmter Musik nicht - oder anderum ?


Ja ganz genau oder doch besser andersrum?

Solche Fragen wie Deine lassen sich mit einem Probehören ganz individuell für Dich beantworten!
freibürger
Inventar
#13 erstellt: 08. Jun 2007, 23:28

rollo1 schrieb:


Hab auch noch ´ne uralte Braunsche Röhre klingt aber eher so lala...





Meinst du jene, wäre aber schwer OT

Gruß Peter
pegemeka
Neuling
#14 erstellt: 15. Jun 2007, 19:41
Moin moin Lüüd,

dieser Fred gehört zu denen, die mich veranlasst haben, hier seit geraumer Zeit mitzulesen... .... und mich dann auch noch zu registrieren. Herrlich, machen wir weiter so!

Musik hören, die meisten nutzen ja ihre Anlage dafür, ist 'ne emotionale Angelegenheit. Gut so! Aber die Diskusionen darüber eben auch!

Grüße
Peter
DB
Inventar
#15 erstellt: 16. Jun 2007, 18:03

Wotanstahl schrieb:

Wenn ich mir " Metallica - Enter Sandman "
Über nen schwachen Röhren Amp reinziehe,
kann der doch nur in die Knie gehen.


Was hindert Dich, Dir einen starken Röhrenverstärker zu kaufen?

MfG

DB


[Beitrag von DB am 16. Jun 2007, 18:03 bearbeitet]
WalterD
Stammgast
#16 erstellt: 16. Jun 2007, 23:42

Hallo,

bei fast allen Highender steht ne Röhre im Wohnzimmer.



Juchu...ich bin ein Highender..ich schmeiss ´ne runde Champagner....


Also ehrlich gesagt habe ich auch CD´s quer durch die Bank...von Klassik, über Jazz bis Pop, Rock und Heavy...und ich muss sagen, seit ich den Röhri habe, verstauben meine "harten" Scheiben alle im Regal.

Gruß
Walter
rorenoren
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 17. Jun 2007, 09:32
Moin,

ich bin zwar, was Röhrenverstärker angeht etwas voreingenommen, möchte trotzdem etwas dazu beitragen.

Es gibt Röhrenverstärker, die genauso frech rotzige Gitarren und knallharte Bässe in die Lautsprecher drücken können wie Transistorverstärker.

Da ist der einzige Unterschied vielleicht, dass die Empfindlichkeit auf schwankende Impedanzen der LS bei Röhrenverst. grösser ist.

Bei den richtigen Boliden dürfte auch das völlig ohne klangliche Nachteile abgehen.

Allerdings bin ich der Meinung, dass Röhrenverstärker ab einer bestimmten Grösse nicht mehr viel Sinn machen.

Das faszinierende ist für mich gerade die Tatsache, wie wenig Leistung (Watt) der Mensch braucht, um mit wirkungsgradstarken LS grosse Lautstärken zu erzeugen. (bei gutem Klang)

Bei mir haben sich ca. 5 Watt als ausreichend erwiesen. (1,5W geht auch, aber ohne Reserven)

Die LS haben etwa 95 dB Wirkungsgrad an 1W.
(ca. 50- 18000Hertz, plusminus ?dB)

Wer "Subsonische Bassgewitter" bei höchsten Pegeln sucht, sollte allerdings besser beim Transistor bleiben.

Grosse Röherverstärker können das auch, sind dafür aber schon sehr aufwändig und teuer, abgesehen davon, dass die (angeblichen) Tugenden der Röhre immer mehr verwässert werden.
(Straffe Gegenkopplung, viele Bauteile im Signalweg, riesige Übertrager....)

Ein Verstärker nach dem Muster des Dynavox (weil den alle kennen) aber besseren Übertragern, der damit auch unter 30 Hertz noch seine echten 30 Watt leistet, sollte zu einem gleichstarken Transistorvertärker keine Nachteile aufweisen.

Dass Röhrenverstärker á la 300B oder 2A3 (Trioden- Eintaktverstärker) möglicherweise aufgrund ihrer sanften Wiedergabe für Metal nicht unbedingt geeignet sind, liegt auf der Hand.

Aber auch hier gibt es sicherlich Ausnahmen.

Es ist nicht per se so, dass ein bestimmter Röhrentyp einen unverrückbar spezifischen Klang aufweist.

Auch Endtrioden können richtig rocken, wenn das Umfeld stimmt.

Meiner Meinung nach macht ein Röhrenverstärker nur Sinn, wenn das Umfeld (Lautsprecher, Raum) entsprechend angepasst wird oder ist.

Also einfach den "Dynavox" an die Hecos "geknotet" und "fertig Röhrenklang", kann ganz schön nach hinten losgehen. (muss aber auch nicht zwingend)

Wer es wissen will, sollte mal durch entsprechend bestückte Hifiläden wandern und schauen/ hören, ob ein Röhrenverstärker mit allen Vor und Nachteilen für ihn/ sie passst.

Es gibt kein Pauschalurteil:

passt oder passt nicht,
da es etliche verschiedene Vertärker und ebensoviele verschiedene Abstimmungen gibt.

Die Eingangsfrage war aber sowieso eher provokant formuliert, so dass eigentlich die Diskussion hier schon die Antwort sein dürfte.
(bzw. genau das Erwartete erfüllt hat)

Aber interessant ist es immer wieder.


Gruss, Jens


[Beitrag von rorenoren am 17. Jun 2007, 09:41 bearbeitet]
Wolfgang_K.
Inventar
#18 erstellt: 17. Jun 2007, 21:08
Röhren,- oder Transistoramp - beides hat seine Daseinsberechtigung. Hier Glaubenskriege und Grabenkämpfe anzuzetteln ist völlig überflüssig. Das sich die Röhre einer solchen Beliebtheit erfreut liegt zweifellos an der optischen Haptik. Diese Kisten schauen einfach gut aus, das alleine ist schon ein nachvollziehbares Argument für eine solche Anschaffung. Man stelle sich vor die Röhren in so einem Verstärker wären unsichtbar verbaut, die Fans hätten an so einem Gerät auch nicht unbedingt ihre Freude.

Auf der anderen Seite wenn man mal einen leistungsstarken Transistorboliden mit einer Sinusleistung von 2 * 150 Watt besitzt und dieses Teil auch noch äußerst gut klingt - warum sollte ich das jetzt gegen einen Röhrenverstärker tauschen wollen?? Diese Leistungsreserven die so ein Transistoramp mit sich bringt, das ist doch auch was. Außerdem entfällt bei den Halbleitern jedweder Röhrenwechsel - gut eingestellte Transistorschaltungen sind nahezu unkaputtbar (wenn ich mit dem Gerät sinnvoll umgehe).

Auf der anderen Seite kann man ja froh sein daß diese Röhrentechnik nicht ausstirbt, und daß auf dem Markt inmmer noch eine gewisse Nachfrage herrscht.

Eine wirklich sinnvolle Ergänzung zu einem Transistoramp sind für mich auch zum Beispiel Röhrenvorverstärker für Plattenspieler, Röhrentuner, CDP's mit einer Röhrenausgangsstufe.
Wotanstahl
Inventar
#19 erstellt: 19. Jun 2007, 20:32
Vielen Dank für die tollen Antworten.

Gut, Gefühl hin Otptik her,
der eigene Geschmack spielt dann auch noch ne Rolle.

Aus rein technischer sicht welche Amps sind besser ?
Oder besser, welche Amps beeinflussen den Klang weniger.

Es nützt ja nichts sehr viele Eus für klangneutrale Kabel auszugeben und der Verstärker mogelt dann was dazu oder lässt was weg.
Dafür gibst ja dann noch die Klangregler.

Walter schrieb:

"Also ehrlich gesagt habe ich auch CD´s quer durch die Bank...von Klassik, über Jazz bis Pop, Rock und Heavy...
und ich muss sagen, seit ich den Röhri habe, verstauben meine "harten" Scheiben alle im Regal."

Das kann ja wohl auch nicht das gelbe vom Ei sein.
Ich suche mir die Musik doch nicht nach der Anlage aus.

Gruss Wotan
norm_al
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 19. Jun 2007, 20:48
mal wieder ernsthaft beim Thema bleiben:

aber wohl klangbeinflussendes " Muschi Bu Bu " Licht.


Komprende?...Nö...wie auch

sehr gut!
wird's wieder lustig?
Elos
Inventar
#21 erstellt: 19. Jun 2007, 20:59
Wenn die Röhrenkistchen halt nicht so teuer wären, könnte man sich auch mal einen schönen Highender leisten
Reset
Gesperrt
#22 erstellt: 20. Jun 2007, 19:18

Wolfgang_K. schrieb:
(...) Auf der anderen Seite wenn man mal einen leistungsstarken Transistorboliden mit einer Sinusleistung von 2 * 150 Watt besitzt und dieses Teil auch noch äußerst gut klingt - warum sollte ich das jetzt gegen einen Röhrenverstärker tauschen wollen?? Diese Leistungsreserven die so ein Transistoramp mit sich bringt, das ist doch auch was. Außerdem entfällt bei den Halbleitern jedweder Röhrenwechsel - gut eingestellte Transistorschaltungen sind nahezu unkaputtbar (wenn ich mit dem Gerät sinnvoll umgehe). (...)


Nicht zu vergessen die bessere Alltagstauglichkeit des Transistors. Wer nur abends beim Nachhausekommen die Röhre anschaltet und dann zwei Stunden Musik hört und wieder ausschaltet, für den ist die Röhre geeignet. Wer jedoch seine Geräte öfters mal ein- und ausschaltet, z.B. weil er ein etwas aufwändigeres Setup hat und/oder Aufnahmen macht und richtig damit "arbeitet", bleibt ihmo besser beim Transistor.

Ich persönlich habe das "Röhrenexperiment" bereits hinter mir. Hätte ich mir gleich sparen können, war ein Irrweg.
striepi
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 20. Jun 2007, 19:50
...für die jenigen, die nun völlig verwirrt sind gib's ja schliesslich auch noch Hybriden.

Glaubt aber ja nicht das damit von Metal über Rock/Pop bis Klassik alles erste Sahne klingt.

Ich denke das gerade mit steigenden Ausgaben die 'Spezialität' der Kette steigt.
Aus dem Küchenradio klingt eh alles gleich...obwohl Oma's Nordmende Röhrenradio ....


Gruss, Striepi
_axel_
Inventar
#24 erstellt: 20. Jun 2007, 20:09

Reset schrieb:
Wer jedoch seine Geräte öfters mal ein- und ausschaltet, z.B. weil er ein etwas aufwändigeres Setup hat und/oder Aufnahmen macht und richtig damit "arbeitet", bleibt ihmo besser beim Transistor.

Das verstehe ich nicht. Auch einen Röhrenverstärker kann man mehrmal täglich ein- und ausschalten. Nur geht an/aus eben etwas auf die Röhren-Lebensdauer. Ich habe nicht verstanden, warum Du für Aufnahmen den Verstäker aus/einschalten musst, aber die allermeisten User werden kaum regelmäßig(!) 5x täglich schalten.
Gruß
Curd
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 20. Jun 2007, 20:57
Wer schaltet denn seine Geräte aus

Kann ja wohl kein echter Mukke-Junkie sein
Reset
Gesperrt
#26 erstellt: 20. Jun 2007, 21:11

_axel_ schrieb:
Das verstehe ich nicht. Auch einen Röhrenverstärker kann man mehrmal täglich ein- und ausschalten.


Natürlich kann man. Man kann vieles.


_axel_ schrieb:
Nur geht an/aus eben etwas auf die Röhren-Lebensdauer.


Genau das meinte ich.


_axel_ schrieb:
Ich habe nicht verstanden, warum Du für Aufnahmen den Verstäker aus/einschalten musst, aber die allermeisten User werden kaum regelmäßig(!) 5x täglich schalten.
Gruß


Die "allermeisten User" haben - wie hier täglich ersichtlich - auch keine wirklichen Ansprüche an die Geräte. Wenn ich sehe, mit welchen Bastelgeräten die meisten zufrieden sind

Bei mir läuft wenn ich zu Hause bin immer Musik und wenn ich für ein paar Minuten weg gehe, schalte ich wieder aus. Mit einem Transistor ist das kein Problem, bei der Röhre schon. Zudem habe ich zwei Hifi-Systeme mit Wohnzimmer. Da kommt es durchaus vor, dass ich die Geräte einige Male ein- und ausschalte. Mit der Röhre war das immer schwierig.
_axel_
Inventar
#27 erstellt: 20. Jun 2007, 21:37

Reset schrieb:
wenn ich für ein paar Minuten weg gehe, schalte ich wieder aus.

Für ein paar Minuten schalte ich weder Röhre noch Transistor aus. Für eine Stunde schon.


Reset schrieb:
Da kommt es durchaus vor, dass ich die Geräte einige Male ein- und ausschalte. Mit der Röhre war das immer schwierig.

"es kommt vor", "einige Male": Ich sehe immer noch nicht, was da "schwierig" sein soll. Könnte sein, das Du Dir das Problem hauptsächlich selbst gemacht hast. Hast gelesen, dass Einschaltvorgänge Röhren etwas belasten und fortan bei jedem Einschalten ein schlechtes Gewissen gehabt (ich spekuliere natürlich nur).
Ich nehme mein Auto auch mal für Kurzstrecken. Kommt vor. Tut ihm nicht wirklich gut (im Vergleich zur Langstrecke), wird gesagt. Macht nichts.

Nur dass ich nicht falsch verstanden werde: Natürlich ist das ein(!) Aspekt. Kann einer sein. Ein K.O.-Kriterium aber kaum.

Gruß
rorenoren
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 20. Jun 2007, 21:48
Moin,

die Haltbarkeit und Schaltfestigkeit von Röhren wird hier stark unterschätzt.

Für "Bei mir läuft wenn ich zu Hause bin immer Musik"
sind wohl die Ansprüche tatsächlich nicht zu hoch.

Beim Musikhören, das sich allein auf die Musik beschränkt und nicht nur so nebenbei geschieht, kann der Röhrenverstärker ein kleines Glück bedeuten.

Selbst mit "Bastellösungen" lässt bei angemessener Umgebung (Lautsprecher, Raum) Musikgenuss mit "Glücksgefühl" erreichen.

Es geht insgesamt bei HiFi nicht um die "Grösse" der Ansprüche, sondern um die "Richtung".

Ein wenig Gefühlssache ist Musik schon, oder?

Da spielt die Technik an sich nicht die grosse Rolle, sondern eben das Gefühl, das die Musik beim Hörer erzeugt. (ist kein Freifahrtschein für Voodoo!)

Natürlich ist für "HiFi" ein gewisser Grundanspruch anzunehmen.

Wie hoch dieser liegt, bzw. in welche Richtung der geht ist eben einfach nur Geschmackssache.

Ich kann mich an Kassettenaufnahmen ebenso erfreuen, wie an Schallplatten und CDs.
(beim Klang der meisten Ghettoblaster oder Kleinradios wird mir allerdings übel)

Jede Technik hat ihre Reize, und wenn es nur nostalgische Erinnerungen sind.

Die Röhrentechnik ist einfach ein Weg von vielen, Musik erleben zu können, nicht mehr nicht weniger.

Die technischen Vor- und Nachteile sind nicht so ausgeprägt, als dass es sich nicht damit leben liesse.

Ob ein Verstärker 5% oder 0,000001% Klirrfaktor hat, sagt nichts über seinen wirklichen Klang aus.

Beide können grauenhaft oder hervorragend klingen.

Noch ein kurzes Beispiel zur Haltbarkeit von Röhren:

Ich habe vor einigen Jahren (2-3)ein altes Grundig- Röhrenradio an einen Bekannten verkauft (10 Euro).

Dieses Radio spielt seitdem täglich etwa 10 Stunden!
Und das mit der originalen Röhrenbestückung von 1963! (Baujahr geschätzt, aber alle Röhren mit Werksstempel!)
Bei 2 Jahren sind das schon ca. 7300 Stunden!

Klar, Transistoren sind nicht direkt Verschleissteile, dafür geht eine Reparatur, wenn dann mal etwas ist, richtig ins Geld.

Gut, man hört es: Ich mag Röhren!

Aber auch Transistoren können glücklich machen!

Wer die Frage stellt, warum er seinen Transistorverstärker gegen einen mit Röhren tauschen soll, hat einfach keinen Grund dazu. (zu wechseln)

Wer Röhre hört und gefangen ist von ihrem Charme, der muss tauschen, ob er will oder nicht, das ist zwanghaftes Handeln.

Mit Messwerten oder Rechenbeispielen über Halbarkeit und Ausgangsleistung kommt man dabei nicht weiter.

Wer den Unterschied zwischen Röhre und Transistor hört (sei er nun da, oder nicht), der wird nicht eher ruhen, als bis er die richtige Kombination gefunden hat.

Röhre oder Transistor, egal, Hauptsache die Musik macht Spass damit.

Gruss, Jens
Reset
Gesperrt
#29 erstellt: 20. Jun 2007, 22:08

_axel_ schrieb:

Reset schrieb:
wenn ich für ein paar Minuten weg gehe, schalte ich wieder aus.

Für ein paar Minuten schalte ich weder Röhre noch Transistor aus. Für eine Stunde schon.


Siehst du, so unterscheidet man sich.


_axel_ schrieb:
"es kommt vor", "einige Male": Ich sehe immer noch nicht, was da "schwierig" sein soll. Könnte sein, das Du Dir das Problem hauptsächlich selbst gemacht hast. Hast gelesen, dass Einschaltvorgänge Röhren etwas belasten und fortan bei jedem Einschalten ein schlechtes Gewissen gehabt (ich spekuliere natürlich nur).


Ich hatte ja mehrere solcher Röhrendinger (3 Bastel-Luas, irgendwas von Octave etc.) und letztlich hat mich keines befriedigt. Irgendwie waren das - um bei deinem Autovergleich zu bleiben - irgendwelche Rostlauben bei denen man schon auf der Autobahnauffahrt Angst haben musste, nicht aus eigener Kraft wieder davon runter zu kommen.


_axel_ schrieb:
Nur dass ich nicht falsch verstanden werde: Natürlich ist das ein(!) Aspekt. Kann einer sein. Ein K.O.-Kriterium aber kaum.


Für dich vielleicht nicht, für mich schon. Ich will nur Rundumsorglospakete und dazu gehören die Röhrengeräte die ich hatte, nicht. Ich sehe nicht ein, warum ich ein zuverlässiges und absolut praxistaugliches Transistorgerät gegen ein anachronistisches Gerät austauschen soll, das zudem noch weniger alltagstauglich ist. So einfach ist das.
Der Threadopener hat nach Meinungen gefragt. Ich habe ihm meine kundgetan. Wenn du damit ein Problem hast, ist das deines, nicht meines. Ende der Diskussion.
Reset
Gesperrt
#30 erstellt: 20. Jun 2007, 22:12

rorenoren schrieb:
(...) Für "Bei mir läuft wenn ich zu Hause bin immer Musik"
sind wohl die Ansprüche tatsächlich nicht zu hoch.





rorenoren schrieb:
Beim Musikhören, das sich allein auf die Musik beschränkt und nicht nur so nebenbei geschieht, kann der Röhrenverstärker ein kleines Glück bedeuten.


Das mache ich natürlich auch. Aber manchmal mache ich auch Aufnahmen, schaue fern etc. Dazu sind diese puristischen Bastel-Röhren-Dinger mit Trafobrumm, wenig Leistung, ohne sinnvolle Fernbedienungsmöglichkeit und dergleichen nicht geeignet. Nur zum Musikhören hingegen schon. Das meinte ich mit nicht besonders hohen Ansprüchen.

Über die Diskussion des "Verstärkerklanges" bin ich sowieso längst drüber hinweg und bei meinen Anlagen sind die Endverstärker in den Lautsprechern drin.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 20. Jun 2007, 22:23
Naja, Trafobrumm ist ja zum Glück nicht röhrenspezifisch.

Solche "Basteldinger" sind einfach nur Fehlkonstruktionen.

Ein Trafo hat seinen Dienst lautlos zu verrichten, sonst taugt er nichts. (Umspannwerke der Sromlieferanten mal ausgenommen)

Netzbrummen aus den Lautsprechern gibt es bei halbwegs vernünftig aufgebauten Geräten auch nicht.

Aber natürlich ist der Transistorverstärker, der mal eben schnell in den Keller getragen wird, auf den man etwas draufstellen kann, ohne dass es schmilzt oder der auch einfach mal zur Party mitgenommen wird um ordentlich Rabatz zu machen nicht sooo gut mit Röhren hinzubekommen.

Etwas anders sind sie halt schon.

Ein Sportwagen ist auch kein Transportwunder.
(oder meinetwegen: ein Mofa ist auch kein Sportwagen )


Gruss, Jens
Schili
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 20. Jun 2007, 22:23
Guten Abend aus Köln.

Ich höre Röhre. Ich höre Transistor. Meistens Röhre. Manchmal Transe. Gut klingen tun beide(natürlich nur meiner bescheidenen Ansicht nach und natürlich nur relativ...).

Ich käme aber weder beim Röhrling noch bei der Transe ernsthaft auf die Idee, sie bei wenige Minuten dauernder Abwesenheit auszuschalten. Da wird der Player gestoppt. Und gut ist. Aber selbst wenn: na ja - wenn die Röhren halt mal kaputt sind, dann kommen neue her. Nicht, weil ich zu viel Geld hätte oder mir das egal wäre, aber da wäge ich schlicht den Kosten/Nutzen/Nerv/Geiz-ist-geil-Faktor ab. Und ich mache mich nicht zum mentalen Sklaven einer mglw. kaputt gehenden Röhre, wenn ich sie diverse Male ein- oder ausschalten müßte.

Aber - um wieder 100 % zum Topic zu gelangen: nichts ist einfacher, als beide Geräte gemeinsam in fiedlicher Coexistenz zu betreiben. Ich hab also Beides. Und das wird so bleiben.



[Beitrag von Schili am 20. Jun 2007, 22:49 bearbeitet]
_axel_
Inventar
#33 erstellt: 21. Jun 2007, 09:59
Ach Reset,
natürlich darfst Du Deine Meinung kund tun. Wenn Du aber etwas als Fakt darstellt, was (meiner Vermutung und Deinen bisherigen Ausführungen nach) eher ein "psychologisches Problem" zu sein scheint, dann wird man das --im Interesse des Threadöffners-- ja noch anmerken dürfen.
Wie sagst Du so schön: "Wenn du damit ein Problem hast, ist das deines, nicht meines."
Gruß


[Beitrag von _axel_ am 21. Jun 2007, 09:59 bearbeitet]
Wotanstahl
Inventar
#34 erstellt: 21. Jun 2007, 10:04
Hallo,

ausserdem gibt es ja Geräte die eine intelligente Standbyschaltung besitzen.

Meine Mark Levinson 332 hält auf standby, alle Fuktionen ausser der Ausgangstufe im Wachschlaf.
Das hat den Vorteil das Sie direckt nach dem einschalten auf den Punkt spielt.

Der unerfreuliche Nebeneffekt ist aber die Leistungsaufnahme von 117 Watt im standby.
Aber sie kühlt nie vollständig aus, dadurch erhoffe ich mir eine höhere Lebenserwartung.

Mark Levinson 332:






Gruss Wotan
guycalledfrank
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 21. Jun 2007, 11:01

-scope- schrieb:
Röhren sind "schick" und vermitteln eine sehr gemütliche Atmosphäre.(...)Zudem können sie (je nach Modell) "anders" als perfekt konstruierte Transistorverstärker "klingen".
Dieses "anders" wird oft als angenehm empfunden.


FAST! richtig - Du hast da nur etwas verwechselt - richtig ist:

Transistorverstärker können (je nach Modell) "anders" als perfekt konstruierte Röhrenverstärker "klingen". Vor allem aber der Verlauf der Meßwerte sieht anders aus. Dieses "anders" wird oft als angenehm empfunden.


Nichts für Ungut ;-)
Gruß
Frank
P.S.: Bei mir arbeiten in einem Gerät Transistoren mit Röhren zusammen - das hatte mich nach einem Hörvergleich überzeugt...
-scope-
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 21. Jun 2007, 15:12

Transistorverstärker können (je nach Modell) "anders" als perfekt konstruierte Röhrenverstärker "klingen". Vor allem aber der Verlauf der Meßwerte sieht anders aus. Dieses "anders" wird oft als angenehm empfunden.


Ich freue mich ja mit dir, wenn du meine sachlich richtigen Sätze so umstellst, dass sie dir gefallen. Einer technischen Diskussion (ohne Wischiwaschi, Emotionen und "Meinungen") wird dein umgestellter Satz aber nicht standhalten können.


[Beitrag von -scope- am 21. Jun 2007, 15:13 bearbeitet]
Maestro
Neuling
#37 erstellt: 21. Jun 2007, 16:55
Hallo aus Bayreuth, mal zur Frage zurück... Gesucht wird ja eine Empfehlung. Für überwiegend Heavy-Musik. Also in dem Fall ist sicherlich ein Transistoramp besser. Zum Beispiel aus der PA-Ecke und entsprechende LS. Und irgendwann, wenn Miles Davis oder Suzanne Vega, Tom Waits oder Lampchomp interessant werden und 120 dB Orgien nicht mehr als sooo megageil angesehen werden (dazu muß man nicht erst im Altersheimalter kommen), dann empfehle ich eine Röhre. Weil dann kommen auch die letztgenannten richtig gut.
Zur Zeit ist es eben auch halt Mode mit Röhren zu hören. Aber nicht ganz grundlos. Ein bißchen langweilig sind die Transen, so wie ein CD-Spieler im Gegensatz zur LP. Eine Röhre hat etwas ganz eigenes. Und wer nur auf Meßprotokolle schielt, statt seinen Ohren zu trauen, soll sich eben ein 300Watt Monster ins Zimmer stellen.
Als Junge habe ich auch Comics gelesen, doch dann bin ich irgendwann auf Bücher umgestiegen.
Es gibt selbstverständlich Transistoramps, die richtig gut sind, aber die kosten...
Na ja, wie gesagt für Heavy Metal: PA! Da hilft nur Druck!
Schili
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 21. Jun 2007, 17:01

Es gibt selbstverständlich Transistoramps, die richtig gut sind, aber die kosten...


Na ja. Ne "gute" Röhre bekommt man i.d.R. auch nicht im Tausch gegen ein Linsengericht....



[Beitrag von Schili am 21. Jun 2007, 17:07 bearbeitet]
guycalledfrank
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 21. Jun 2007, 17:49

-scope- schrieb:
Ich freue mich ja mit dir, wenn du meine sachlich richtigen Sätze so umstellst, dass sie dir gefallen. Einer technischen Diskussion (ohne Wischiwaschi, Emotionen und "Meinungen") wird dein umgestellter Satz aber nicht standhalten können. ;)


Das ist doch schön, wenn Du Dich freust - dann freuen wir uns ja sogar zusammen. Aber Du hast Recht: Eine technische Diskussion würde ich vielleicht nicht bestehen - wenn ich mich mit "Fachleuten" beider Fronten unterhalte, klingt meistens beides sehr plausibel.

Im Zweifelsfall ist deshalb hören angesagt. Und bei diesem Hören ist mir aufgefallen, daß beider Lager Fachleute mal Recht und mal Unrecht haben. So manche Röhrenschwärmerei konnte ich ebensowenig nachvollziehen, wie die meßwertgläubigen Techniker. Und dann ist ja jedes Gehör wieder unterschiedlich - nicht nur Biologie, sondern auch auditive Sozialisierung spielen da eine Rolle.

Aber man sollte sich bewußt sein, daß wir derzeit einen wissenschaftlichen Stand haben, der zwar sehr fortgeschritten ist - aber doch immer noch nicht vollständig. Daher sollte man sich nicht zu sehr auf technische Argumente verlassen...


Puh - jetzt klingt das ja tatsächlich wie so´n esoterisches Wischiwaschi. Dann halt doch noch ein bisserl mehr polarisieren:
Ich liebe Röhren, weil sie klarere Klangfarben haben als Transistoren.

Gruß
Frank
andisharp
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 21. Jun 2007, 19:09

Ich liebe Röhren, weil sie klarere Klangfarben haben als Transistoren.


Da kann ich jetzt aber so gar nichts mit anfangen.

Ich liebe Röhren, weil sie so hübsch leuchten, die alten Geräte Charme haben und ich leider ein Nostalgiker bin.
Reset
Gesperrt
#41 erstellt: 21. Jun 2007, 19:46

_axel_ schrieb:
Ach Reset,
natürlich darfst Du Deine Meinung kund tun. Wenn Du aber etwas als Fakt darstellt, was (meiner Vermutung und Deinen bisherigen Ausführungen nach) eher ein "psychologisches Problem" zu sein scheint, dann wird man das --im Interesse des Threadöffners-- ja noch anmerken dürfen.
Wie sagst Du so schön: "Wenn du damit ein Problem hast, ist das deines, nicht meines."
Gruß


Willst du nun behaupten, die kürzere Lebensdauer von Röhren sei ein "psychologisches Problem"?

Mir geht es nicht um die paar Kröten welche die Röhren kosten wenn ein Ersatz fällig wird, sondern um den allgemeinen, systemimmanenten Nachteil, DASS sie anfälliger sind als Transistoren. Ein weiterer Punkt weshalb Transitorgeräte in der Summe besser sind als Röhrengeräte. Oder andersrum: Röhren in Verstärkern zu verwenden, ist - rational betrachtet - unsinnig.

Diese Röhrengeräte sind ein weiterer "Hype" wie z.B. die "LP-Renaissance" welche dauernd herbeigeredet wird. DAS ist übrigens ein psychologisches Problem: In unsicheren Zeiten, in Zeiten sich auflösender Gewissheiten, zieht sich der Mensch ins Häusliche zurück und greift auf's altbekannte zurück. Stichwort Retro und "mein Röhrenverstärker leuchtet so schön". Eine solche Neo-Biedermeier-Bewegung gibt es seit einigen Jahren. Die naiv-verklärte dümmliche Romantik welche im Zusammenhang mit Röhren, LPs etc. oft als Argument angeführt wird, ist ein starkes Indiz dazu.
Wotanstahl
Inventar
#42 erstellt: 21. Jun 2007, 19:53
Hi reset,

Die gute alte LP.

Da gab es noch die Analogfraktion die bei bestimmten Klavierkonzerten Hallartefakte zu hören glaubten, die der CDP dabei mischt.
Es stellte sich später heraus das der Klavierspieler lediglich leise mitgesummt hat.
Was die Analogfraktion auf der selben Aufnahme auf Vinyl nicht gehört hatt / hören konnte.


Halt von der Langspielplatte irgendwie garnichts.
Das gilt glaube ich nur für Leute die die Musik früher auf Platte hörten, denen gefällt dann die CD-Version überhaupt nicht mehr.
Hätten sie wie ich, immer nur CD gekannt würden Sie das wahrscheinlich nicht behaupten.


Gruss Wotan
_axel_
Inventar
#43 erstellt: 21. Jun 2007, 20:37

Reset schrieb:
Willst du nun behaupten, die kürzere Lebensdauer von Röhren sei ein "psychologisches Problem"?

Nein, es geht darum, dass Du bei Röhren scheinbar ständig ein ungutes Gefühl hattest. Wer ständig "Angst" hat und aus-/einschalten "schwierig" findet ... nun, das sind dann hausgemachte Probleme.
Dass Röhren Verschleißteile sind ist natürlich real, wie ja hinreichend erklärt wurde. Das kann man einfach für sich akzeptieren oder nicht, macht jeder selbst.
Gruß
P.S.: Ich habe übrigens einen geschlossenen Röhrenverstärker und keine LPs.
Wotanstahl
Inventar
#44 erstellt: 21. Jun 2007, 20:41
Naja

um Verschleiss solls ja in erster Linie nicht gehen.

Wir fahren ja ( fast ) alle Auto und das ist es uns ja auch Wert.

Und erst recht nem Hifi infiziertem !

Der wechsel bestimmt seine Röhren öfter wie´s Öl.


Gruss Wotan
Taritan
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 21. Jun 2007, 20:43
Ich höre mit Röhre und Aktiv Subwoofer, also Röhrenklang mit Transistorpower, kombiniert. Ace of Spades kommt da schön nett.
Aber auch die Däfos kracht hübsch.
Es ist legitim als Röhrenfan Lärm zu mögen. lol.
Schili
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 21. Jun 2007, 20:51

Dass Röhren Verschleißteile sind ist natürlich real, wie ja hinreichend erklärt wurde.


Der Experte mag sich nun vielleicht mit der ausgestreckten Handinnenfläche vor die Stirn schlagen oder ob der (u.U. dämlichen) Anmerkung in die Tastatur beissen...aber...ich habe ein tadellos funktionierendes Röhrenradio von Blaupunkt aus den späten 50er Jahren. Soweit mir bekannt ist, wurden die Röhren dieses Gerätes seit ewigen Zeiten (oder evtl. sogar noch gar nicht)nicht mehr gewechselt. Mit stellt sich als Laie also die Frage, ob Röhren tatsächlich so viel anfälliger und lebenskürzer als Transistoren sind ? Oder läßt sich so etwas in Bezug auf Leistung & Lebensdauer mit einem Röhrenverstärker aus der heutigen Zeit überhaupt nicht vergleichen ?



-scope-
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 21. Jun 2007, 21:25

wenn ich mich mit "Fachleuten" beider Fronten unterhalte, klingt meistens beides sehr plausibel.


Welche greifbaren, technischen Vorteile bringen denn die Fachleute der sogenannten "Röhrenfront" mit?
Spektrale Verteilung der Oberwellen? "weicherer Übergang zum Clipping" ...etc?

Die Röhre hat -rein technisch gesehen- zu viele Nachteile in der Praxis.
Viele Nachteile werden mitunter als "schön" empfunden.
Das ist vergleichbar mit der Schallplatte.
Die gesamten "Rituale", die mit dem Abspielen einer Platte verbunden sind (also das ganze drumherum) hat einen gewissen Charme und eine Portion Extravaganz. In der heutigen Welt der MP-3 PLayer (2000 songs im kleinen Chip)
setzt man sich damit von dem was "alle" tun klar ab.

DAS alleine ist schon sehr viel wert.

Und so ist es auch kein Wunder, dass ich wunderschön gebauten Röhrenverstärkern und Fetten Plattenspielern sehr...sehr positiv entgegentrete.

...und das NICHT wegen ihrem "speziellen" Klang....Nein...Es ist eher die Summe vieler Einzelheiten.
Spass an der Technik, eine gewisse Extravaganz, Freude an (subjektiv) schönen Dingen, und natürlich dem lästigen "Drumherum"


[Beitrag von -scope- am 21. Jun 2007, 21:30 bearbeitet]
Boettgenstone
Inventar
#48 erstellt: 21. Jun 2007, 21:50
Naja viel Druck aus Röhren gibts doch is natürlich nicht billig.

Malvalve
ich find die Dinger geil.
andisharp
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 21. Jun 2007, 21:56
Sehe das ähnlich, wie Scope, nur dass ich eher alte bis sehr alte Hifi-Röhrengeräte mag, die meist auch ein Gehäuse haben, vorzugsweise aus Holz. Erstens sehen sie meist sehr gut aus, zweitens handelt es sich um Kulturgut. Den Charme, den so eine Kiste ausstrahlt, wird von kaum einer Transe übertroffen.
Vinni
Stammgast
#50 erstellt: 21. Jun 2007, 21:57
Also für mich -es sei gesagt FÜR MICH- klingt eine LP wirklich besser, da die CD zu sehr überspitzen Höhen neigt und ich auch noch eine überstarke Höhenwahrnehmung habe. Kurzum...ich kann eine LP lauter hören ohne das die Höhen nerven, dadurch ist der Mittelton und Tiefton viel presenter und stärker. Alles klingt irgendwie stimmiger und emotionaler...
des weiteren spricht der Bändchenhochtöner meiner AC erst ab einer gewissen Leistung wirklich gut an (im unteren Bereich)...das kann ich ihm mit ner LP besser liefern...
folge des ganzen ist:
mein 40€ Dreher + 250€ PhonoVV klingt um Welten näher an der Realität als es mein NAD C352 kann.
Es sei auch weiter gesagt, dass eine LP einfach eine höher Dämpfung von Haus aus hat, was in einem leicht halligen, glatten Raum wie dem meinen nur von Vorteil ist.
Du siehst...eine LP KANN SEHR WOHL besser klingen als eine CD..
praktischer jedoch wird immer die CD bleiben

All die genannten Einzelmerkmale sind der Grund, warum ich mir in näherer Zukunft einen teuren Dreher bauen lassen werde.
andisharp
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 21. Jun 2007, 22:01

Also für mich -es sei gesagt FÜR MICH- klingt eine LP wirklich besser, da die CD zu sehr überspitzen Höhen neigt und ich auch noch eine überstarke Höhenwahrnehmung habe. Kurzum...ich kann eine LP lauter hören ohne das die Höhen nerven,


Schlechten Tonabnehmer montiert, würde ich sagen.
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