Wo Messe ich den Ruhestrom?

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Stereoteufel
Stammgast
#1 erstellt: 04. Jan 2008, 18:30
rorenoren
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 04. Jan 2008, 19:00
Moin,

an P2 und P3.

Gruss, Jens
Stereoteufel
Stammgast
#3 erstellt: 04. Jan 2008, 19:12
Hallo Jens!

Also + an P1 und P2 und wo setze ich das - Kabel an?

Gruß Mark
DB
Inventar
#4 erstellt: 04. Jan 2008, 20:02
Hallo,

der Ruhestrom läßt sich bei dieser krautigen Widerstandsschaltung überhaupt nicht gescheit messen, da sich beim Verstellen der Potis nicht nur der Ruhestrom, sondern auch der Widerstandswert der Katodenkombination verändert.

Mein Rat: R11, R12 weglassen und P2, P3 auf 200 Ohm verkleinern, das müssen belastbare (Draht-)Potis sein.
Dann kannst Du den Ruhestrom ganz bequem per Spannungsmessung über R9, R10 ermitteln.

MfG

DB
rorenoren
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 04. Jan 2008, 20:18
Moin,

normalerweise misst du die Spannung an der Katode.

8V kommt dafür in Etwa hin.
Wobei die angedeuteten Messpunkte zwischen Gitter und Katode etwas merkwürdig sind.

Inwieweit jetzt durch die Potis auch noch die Symmetrie beeinflusst wird, kannst du nur mit einem Oszilloskop sehen.

Der Katodenwiderstand für EL84 in AB Betrieb soll 130 Ohm betragen.
(an 300 Volt Betriebsspannung, lt. Valvo Taschenbuch 1963)

Du könntest das Poti so einstellen, dass beide Katodenwiderstände 130 Ohm sind.
(Verstärker aus, Röhren raus, zwischen Katodenanschluss der Röhre und Masse mit dem Ohmmeter messen und auf 130 Ohm einstellen)
Wenn die Röhren gleich sind, stimmt die Einstellung so.

Der Ruhestrom lässt sich nicht richtig messen, weil das Poti den Katodenwiderstand dauernd verändert.

Du kannst es dir aussuchen, entweder stellst du auf 8 Volt an den Katoden ein (wie eingezeichnet), oder auf 130 Ohm Katodenwiderstand.

Was besser ist, müsstest du "oszilloskopieren".

Bei fest eingestellten 130 Ohm könntest du den Ruhestrom messen, der ohne Signal bei ca 40mA liegen soll.
(Spannung am Katodenwiderstand : 130= Katodenstrom,
bei 40mA wären das z.B. 5,2 Volt)

Umgekehrt könntest du auf 8V einstellen, dann Röhren raus und Katodenwiderstand messen.

Bei 8V müsste der Widerstand etwa 200 Ohm betragen, um den im Röhrenbuch angegebenen Strom zu haben.

Gundsätzlich müsstest du nach der Einstellung einmal die gesamte Leistung errechnen, die jede EL84 "verbraten muss".
(zwischen Katode und Anode die Spannung messen, wie vorgeschlagen den Strom errechnen und miteinander mutipizieren, 12 Watt wäre grob das Maximum (die +2Watt G2 unterschlage ich mal))

Gruss, Jens

Da war DB schon fertig:

Um diesen ganzen Mumpitz zu umgehen, kannst du natürlich den von DB vorgeschlagenen Weg gehen, oder gleich feste 130 Ohm 5 Watt (ist reichlich dimensioniert, 2 W reicht auch schon) Widerstände als Katodenwiderstände einsetzen.
(Autobias )
Stereoteufel
Stammgast
#6 erstellt: 04. Jan 2008, 20:26
Hallo.
Wenn ich R11 und R12 durch die 130 Ohm Wiederstände ersetze dann brauch ich ja P1 und P2 nicht mehr oder?

Gruß Mark
Stereoteufel
Stammgast
#7 erstellt: 04. Jan 2008, 20:27
Ich meine P2 und P3
rorenoren
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 04. Jan 2008, 21:06
Mein Fehler!

Ich habe nochmal genauer nachgeforscht
.

Die Angabe 130 Ohm war für beide Röhren zusammen.
(stand nicht so eindeutig im Buch, habe noch ein " genaueres Werk")
Das heisst, die Katoden beider Röhren würden verbunden und der Punkt ginge dann über 130 Ohm an Masse.
Das ist aber nicht so schön, daher:


Wenn du R8 und R9 sowie P2 und P3 einfach weglässt, müsstest du R10 und R11 durch 260 Ohm ersetzen.
(in der Normreihe gibt´s glaube ich, 270 Ohm, das geht auch)

Dann hättest du für beide Röhren "Autobias".

Strom kontrollieren!
(max ca 45mA Ruhestrom, normal 40mA, Gitter 2 Strom ist schon mit inbegriffen, bei Messung an der Katode)

Heisst, max. 12,15V, normal 10,8V V.
(bei 270 Ohm Katodenwiderstand je Röhre)



Wenn du in der originalen Schaltung einfach 8V einstellst, sollte die aber auch laufen.

Eine Strommessung ist dann nur möglich, wenn du die Anodenleitung auftrennst und dort misst, Risiko, dass dir das Gitter verglüht, wenn du die Verbindung trennst!

Also bleibt Vertrauen, oder Nachmessen der Katodenwiderstände und Ausrechen des Stroms.

Ist blöd, aber das ist die Schaltung nun mal.

(was noch ginge, wäre ein 10 Ohm 2Watt Widerstand in die Masseleitung der Widerstände zu legen.
Die 10 Ohm bleiben konstant und du kannst darüber den Spannungsabfall messen und den Strom errechnen)

Gruss, Jens


Letzteres meine ich so:



das natürlich für beide Röhren.
hf500
Moderator
#9 erstellt: 04. Jan 2008, 21:30
Moin,
der Ruhestrom laesst sich messen, auch mit einstellbaren Widerstaenden in der Katodenleitung.
Einfach das Amperemeter parallel zur Primaerwicklung des Ausgangsuebertragers anschliessen.
Also an Speisepunkt +Ub und Anode der betreffenden Endroehre.

Das funktioniert, weil der Strommesser weit niederohmiger als die Wicklung ist, der Strom fliesst also durch das Instrument.
Siehe auch Stromteiler.

73
Peter
rorenoren
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 04. Jan 2008, 21:37
Auch nicht schlecht!

aber wäre es dann nicht möglich, den Gleichstromwiderstand des Übertragers als Messgrundlage zu verwenden?
(und mit dem Voltmeter darüber zu messen)

Die ca 10V, die sonst am AÜ abfallen würden ja durch den Kurzschluss mit dem Amperemeter auf die Röhre gegeben.
(ok, Spannung ist bei Pentoden nicht sooo kritisch)

Gruss, Jens
Stereoteufel
Stammgast
#11 erstellt: 05. Jan 2008, 13:27
Habe jetzt mal genauer hingeschaut!
In der Endstufe sind 4 stück 6P15P als Vorstufe 2 stück 6N1P.
Geändert wurde für diese Röhren folgendes:

R9,R10 = 200 Ohm
P2,P3 = 500 Ohm
R7,R8 = 470 K
R3 = 15 K
R4 = 80 K
V2,V3 = 6P15P ( ER )
V1a/b = 6N1P
TR1 = MOB 1
TR2 = NTB

Ich denke mal das der Ruhestrom genauso ist wie für eine EL84?
Habe nichts gefunden.

Gruß Mark
Stereoteufel
Stammgast
#12 erstellt: 05. Jan 2008, 13:52
Stereoteufel
Stammgast
#13 erstellt: 05. Jan 2008, 13:57
Die Bilder sind nicht so toll schlechte Cam.

Auf Bild zwei kommen vom Trafo jeweils zwei schwarze Kabel ( Heizung ? ) Die sind gebrückt mit zwei Wiederständen 100K für was?

Gruß Mark
Bertl100
Inventar
#14 erstellt: 05. Jan 2008, 15:58
Hallo!

ja, das ist die "Standard-Methode". Strommesser einfach parallel zur Primärwicklung. Und schnell!

Klar kann man auch den Spannungsabfall über der Wicklung messen, aber dann muß man ja nochmal ausschalten, um die Widerstand messen zu können :-)

Gruß
Bernhard
hf500
Moderator
#15 erstellt: 07. Jan 2008, 22:00
Moin,
es macht auch nichts, wenn der Spannungsabfall ueber der Primaerwicklung kurzgeschlossen wird.
Der Anodenstrom wird sich dadurch kaum aendern, denn Pentoden sind im Prinzip gesteuerte Konstanstromquellen.
Solange die Schirmgitterspannung konstant bleibt, ist der Anodenstrom von der Anodenspannung in weiten Grenzen ziemlich unabhaengig.

73
Peter
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