Welchen Röhrenverstärker würdet ihr WIRKLICH kaufen?

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pragmatiker
Administrator
#1 erstellt: 27. Jul 2012, 03:09
Servus Leute,

im Röhrenbereich geht's ja häufig - egal ob Fertigprodukte oder Selbstbau - hoch her. Und nicht immer sind die Argumente der (zuweilen sehr heftig und kontrovers) miteinander diskutierenden Parteien nach einiger Zeit noch gut auseinanderzuhalten.

Deswegen würde mich mal - abseits aller ideologischen Grabenkämpfe usw. - interessieren, welchen Röhrenverstärker Ihr WIRKLICH kaufen oder bauen würdet - und zwar dann, wenn innerhalb der nächsten sechs Monate REALER Bedarf nach einem solchen Gerät vorhanden ist und die Kohle zur Finanzierung eines solchen Kaufes auch WIRKLICH (ohne Kreditfinanzierung oder ähnliches) ohne Klimmzüge vorhanden ist. Der Hintergrund meiner Fragerei ist einfach: Speziell in den letzten Monaten wurde hier wieder über allerlei "abgefahrene" Schaltungstechniken - häufig im Kleinleistungsbereich - diskutiert, die aufgrund der kleinen Leistungen wahrscheinlich Hochwirkungsgradlautsprecher (Hörner?) erfordern, um einigermaßen akzeptable akustische Resultate hervorzubringen. Auf der anderen Seite war von Usern zu lesen, daß ihr Hörraum (ich finde den Link leider nicht mehr) irgendwas in der Gegend um 100[m²] betragen würde. Beide (willkürlich herausgegriffenen) Beispiele gehen mit überdurchschnittlichem Aufwand an Platz und / oder Geld einher, von dem ich nicht glaube, daß er repräsentativ für die Mehrheit der Röhrengeräte- und Musikinteressierten ist. Die diversen Beispiele der Szenarien erscheinen mir zu unwahrscheinlich, um allgemeingültig zu sein. Extrem viel Geld und / oder extrem großer Hörraum erscheinen mir nicht die Kategorien zu sein, welche auf die Mehrheit des an einer ordentlichen Stereo-Musikwiedergabe interessierten Personenkreises zutreffen.

Aus diesem Grund würde ich Euch bitten, in lockerer Form und in freier Rede (als Umfrage läßt sich dieses komplexe Thema hier im Forum leider nicht aufziehen) auf folgende Punkte einzugehen - da dies keine Umfrage im klassischen Sinn ist, können Punkte weggelassen oder erweitert beantwortet werden.....ganz nach Belieben.

  1. Was dürfte für Euch ein Stereo-Röhrenverstärker (also 2.0), der innerhalb der nächsten 6 Monate zu beschaffen ist, maximal kosten (da wir ein Forum auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland sind: inklusive 19% Mehrwertsteuer)?
  2. Gilt dieser Preis für ein betriebsbereites Fertiggerät oder für einen Bausatz?
  3. Wäre die Herkunft des Gerätes / Bausatzes aus Asien (z.B. China) ein Problem oder ein "mir scheißegal" für Euch?
  4. Legt Ihr Wert auf die lückenlose und dokumentierte Einhaltung europäischer Produkt- und Sicherheitsnormen? Ein Stichwort wäre hier eine möglicherweise vorhandene Gebäude- (Feuer-) Versicherungspolice (und deren Auflagen / Einschränkungen).
  5. Welche Maximalleistung pro Kanal benötigt Ihr?
  6. Wie weit runter muß der Baß bei voller Ausgangsleistung gehen? Bis 40[Hz]? Bis 30[Hz]? Bis 20[Hz]? Oder bis zum tiefsten Orgelton - also bis 16[Hz]?
  7. Seid Ihr auf bestimmte Schaltungsprinzipien fixiert? Wenn ja, welche? (z.B.: Eintakt-A-Triode, Eintakt-A-Pentode, Ultralineargegenkopplung zulässig ja / nein, Gegentakt-Triode, Gegentakt-Pentode, Ultralineargegenkopplung ja / nein, nur Triode ist wirklich gut / nicht gut, nur durchgehender Klasse-A-Betrieb ist wirklich gut / nicht gut, nur Betrieb ohne Gegenkopplung ist wirklich gut / nicht gut usw).
  8. Seid Ihr auf bestimmte Röhrentypen fixiert?
  9. Dürfen's auch neue Röhren aus chinesischer / russsischer / slowakischer etc. Produktion sein oder müssen es NOS-Röhren sein ("ich zahl jeden Preis, Hauptsache auf dem Preßfußboden ist die Telefunken-Raute zu sehen")?
  10. Wieviele Signalquellen mit welchem Signalpegel und welchem Innenwiderstand wollt Ihr an den Röhrenverstärker anschliessen?
  11. Wieviele Schallplattenspieler mit welchen Tonabnehmersystemen (MM / MC) wollt Ihr an den Röhrenverstärker anschliessen?
  12. Ist wirklich professionelle, symmetrische Studio-Schaltungstechnik ("XLR" oder "Studiotechnik") - die sich dann auch an den externen Anschlüssen ("XLR" statt "Cinch", erdfeie Anschlüsse) zeigt, für Euch ein Thema?
  13. Welche Lautsprecher (ein Paar oder zwei Paare) wollt Ihr an den Röhrenverstärker anschliessen?
  14. Spielt eine über mindestens 10 Jahre gesicherte Ersatzröhrenbeschaffbarkeit eine Rolle?
  15. Hört Ihr in der Quintessenz eher leise (= auch auf Wohnungsniveau nachbarschaftsverträglich), mittel (= teilweise wird's schonmal lauter) oder richtig laut (= freistehende Einfamilienhütte mit ordentlich Grund drumherum, bei der mir niemand was zu sagen hat)?
  16. Welche maximale Größe (L * B * H) darf das Gerät denn haben?
  17. Welches maximale Gewicht darf das Gerät denn haben?
  18. Muß es der heutzutage übliche "Röhrenaltar" (mit gut sichtbaren Röhren, spiegelnd verchromten Gehäusen oder Gehäuseteilen sowie wertigen, massiven und spiegelnden "Gold"knöpfen") sein oder darf es auch ein schlichtes Gerät mit Gehäuse und dezent zurückhaltender Bediengalerie sein, in dem die Röhren schlicht und ergreifend "versteckt" sind? Also quasi die Verwirklichung der Bauhaus-Botschaft: "Form follows Funktion"?
  19. Wieviel Platz oberhalb des Gerätes ist denn für die Wärmeabfuhr frei?
  20. Ist die vollständige Bedienbarkeit des Gerätes über eine drahtlose (auf optischer oder auf Funkbasis) Fernbedienung für Euch ein wesentliches Kriterium (remember: es geht um Röhrengeräte)? Wenn ja: Erforderliche minimale Fernbedienungsreichweite (auch durch Fenster hindurch)?
  21. Legt Ihr Wert darauf, daß die von Euch erworbene, höchstqualitative Audio-Ausrüstung aus Exklusivitätsgründen nur in einer garantierten, limitierten Auflage von a.) 100 Stück b.) 200 Stück c.) 500 Stück d.) 1.000 Stück e.) 2.000 Stück f.) 5.000 Stück innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland unter die Leute gebracht wird? Wenn ja, bitte nochmals intensiv die Antwort auf Frage 1 überdenken und ggf. korrigieren.
  22. Es kann nicht ausbleiben - deswegen ganz zum Schluß die "Mädels"frage: Was wünschen sich den Eure Frauen, Freundinnen, Lebensabschnittsgefährtinnen, Damen usw. von einem solchen Gerät? Form, Farbe, Gewicht, "Versteckmöglichkeit", "Präsentiermöglichkeit", "Quietschfaktor" - was ist da derzeit angesagt? Und in welcher Altersgruppe der Mädels ist da was genau angesagt?
  23. Für die absolut alternativen Freaks: Wenn's blöd läuft, verbraucht so ein Röhrenverstäkrer zur Wiedergabe von 2 *20[W] an mittlerer Leistung (was an durchschnittlichen Lautsprechern einer fast gehörschädigenden Lautstärke eines Rockkonzertes entsprechen dürfte) eine Eingangsleistung aus dem Stromnetz in der Gegend von 600[W]. Nur: diese 600[W] können bei dem durchschnittlichen, politisch sehr engagierten Alternativen - der ja auch 8 Stunden am Tag arbeiten muß und dann noch ca. 3 Stunden am Tag für irgendwelche Politaktionen braucht (zuzüglich 1 Stunde am Tag für Aufstehen / Waschen / in's Bett gehen sowie 8 Stunden für Schlafen - Sex noch gar nicht mitgerechnet (je besser der Sex, desto geringer die Stromrechnung)) höchstens 4 Stunden täglich ausmachen. Und wenn dann 4 Stunden täglich (jahrein / jahraus) mit voller Kanne und im A-Betrieb bei 600[W] Leistungsaufnahme Musik gehört wird......tja, dann fallen ca. 1.460 Stunden zu 600[W] an....macht ca. 876[kWh] zu je EUR 0.24 (ziemlich teurer Stromtarif.....besseren Anbieter suchen) - mithin also ca, EUR 210,-- pro Jahr. Für das Privileg, jahrein / jahraus einen Röhrenverstärker im Klasse-A-Betrieb für 4 Stunden am Tag mit 600[W] Leistungsaufnahme zu betreiben, sind also ca. EUR 210,-- im Jahr an Stromkosten fällig. Das ist - gemessen an der extensiven Nutzung und am energievernichtenden Schaltungsprinzip ein durchaus moderater und für den in Frage kommenden Nutzerkreis absolut akzeptabler Jahresbetrag, wie ich meine......zumindest solange, bis mir hier absolut sachlich, ideologiefrei, stichhaltig und schriftlich das Gegenteil bewiesen wird (leerlaufende Kraftwerke sind nämlich auch nicht so der Hit, die Dinger brauchen Grundlast)..... :D..... ich werfe hier präventiv mal für den deutschen Durchschnittshaushalt mindestens zwanzig Handyladegeräte, Standby-Glotzen etc. in die Diskussion, die man allesamt abstecken könnte - wenn man's nicht tut, verbraten diese Teile allein ca. 100[W] - (5[W] je Komponente) macht: 876[kWh] pro Jahr. Das heißt: Den (völlig zugestandenen) Mehrverbrauch des Stromfressers Röhrenverstärkers kann man (bei extensiver - und unrealistischer - Nutzung von vier Stunden am Tag) problemlos durch eine nicht komtorfeinschränkende Änderung des Stromverbrauchsverhaltens anderswo kompensieren.

So. legt los - jetzt bin ich sehr auf Eure Antworten gespannt.

Und, ja, es ist mir durchaus bewußt: ich hab' wahrscheinlich fast kein Klischee ausgelassen - ich weiß. Aber: Die reale Welt folgt Klischees - sonst gäbe es die Klischees nicht.

Herzlichen Dank!

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 27. Jul 2012, 03:42 bearbeitet]
E130L
Inventar
#2 erstellt: 27. Jul 2012, 07:56
Hallo Herbert,

ich würde ein preiswertes China-Gerät (<1000€) als Basis für Modifikationen nehmen, bevorzugt PP mit EL34 wegen vorhandener NOS-Röhren. Garantie und Service spielen keine Rolle, da ich selbst reparieren kann.

Alternativ einen gebrauchten Klassiker (auch Receiver) aus D, US oder Japan, sollte aber auch preisgünstig sein.
Traum wäre McIntosh evtl. auch Marantz oder Quad.Ich bkönnte mir einen leisten, bin aber zu sparsam.

MfG
Volker
max130
Stammgast
#3 erstellt: 27. Jul 2012, 08:43
Servus Herbert,
ich kann Dir nur sagen, welchen Röhrenverstärker ich WIRKCHLICH gekauft habe:

Den, den ich vorher hören konnte und für mich für gut befunden habe.
In meinen Ohren beeinflusst der Verstärker den "Klang" der Anlage, in meinem Fall positiv.

Ein paar zusätzliche Infos für Dich:
Unter 1000€
aus China
unrepräsentativ schwarz (kein Chrom) und mit montiertem Röhrenschutzgitter
EL34
Reine Endstufe, Vorverstärker ist ein Transistor (vermutlich Class A)

Demnächst werde ich aber nochmal gegen einen hoffentlich sehr guten alten klassischen Transistorverstärker gegenhören.

VG
Stefan

PS.: das ganze Prinzipiengereite geht mir auf den Senkel, das Messinstrument der Wahl müssen die eingenen Ohren sein
PeHaJoPe
Inventar
#4 erstellt: 27. Jul 2012, 10:18
Moin,

schreibe aus dem Krankenhaus und habe viel Zeit im Forum zu stöbern.

ich habe es gerade hinter mir.

Mein bezahlbares Limit waren ca. 1000,-€. Kriterrien waren es muss ein CE ( ) haben kann auch aus Fernost kommen, muss nicht viel Leistung haben. habe mich dann im Netz sehr lange (nagut 2 Mon.) schlau(dumm) gelesen. Ach ja es sollte kein PushandPull sein. Bin dann auf einen Chinesen(?) aufmerksam geworden, der in einem Nachbarforum sehr kontrovers ausdiskutiert wurde. Der sollte es dann sein (Red Dragon mit 211er Ausgangsröhren),

ich kann nur sagen, wenn man sich nicht auskennt und auch nicht besonders fähig ist mit dem reparieren an solchen Geräten, sollte man die Finger von einem Gebrauchtgerät unbedingt lassen. Man spart nicht einen Cent, denn meine ist seit geraumer Zeit zur Kernsanierung bei einem Forenmitglied.

Achja ich hatte mir keine Vorgaben gemacht zwecks Farbe und und und.......

Für mich war nur wichtig das er zu meinen Hörnern passt.
Wolfgang_K.
Inventar
#5 erstellt: 27. Jul 2012, 10:27
zu Punkt drei
Wäre die Herkunft des Gerätes / Bausatzes aus Asien (z.B. China) ein Problem oder ein "mir scheißegal" für Euch?


So ganz egal ist das für mich nicht - mich würde interessieren ob bei der Produktion in China auch soziale Mindeststandards für die Arbeiter eingehalten werden? Leider geben sich die meisten Firmen hier sehr bedeckt - im Zweifelsfall kaufe ich mir lieber ein Gerät aus europäischer Produktion.

Gruß Wolfgang
selbstbauen
Inventar
#6 erstellt: 27. Jul 2012, 13:02
Hallo Herbert,
auf mich wird es wohl zutreffen, dass ich aus dem Rahmen falle. Aber grad beschaffe ich mir was neues. Eigentlich war die Anlage komplett und genügte höchsten Ansprüchen. Lautsprecher aktiv mit 8 Endverstärkern und Röhrenweiche. Ich bevorzuge die EL84 im PP-Betrieb, genauer gesagt die russische Variante 6P14P-EV. Die Lautsprecher haben einen Konusmitteltöner, der im neuen Wohnzimmer - es ist das mit den 100m² - stehende Wellen mit einer großen Auslöschung im unteren Mittenbereich produziert. Also entweder das Zimmer aufwändig dämmen oder neue Laustprecher mit gerichteter Abstrahlcharakteristik - Elektrostaten. Ich konnte ein Paar Re-Quest günstig als Einstiegsdroge ersteigern, und dafür brauche ich nun neue Röhrenverstärker.

Da ich vom Prinzip "aktiv" überzeugt bin und die Re-Quest zwei Zweige hat (Konus-Bass und Elektrstat ab 200 Hz) sollen es also zwei pro Kanal werden. Da diese etwas wirkungsschwächer sind 2 x 25 Watt pro Kanal - also die Version mit 4 EL84 pro Stufe.

Geld spielt nur insoweit eine Rolle, als ich nicht bereit bin, in Woodoo zu investieren. Aber mit etwas Geduld kann man schon beste Zutaten preiswert ergattern. Und ein guter Kondensator mag schon 2 Euro kosten - aber keine 20. Schließlich will ich nicht ewig grübeln, ob sich nicht vielleicht mit besseren Bauelementen noch ein Quäntchen mehr herausholen ließe. Insoweit investiere ich schon so viel, dass man auch beim Selbstbau in eine Preisregion kommt, mit der man auch gutes kaufen könnte - aber eben nicht sehr gutes.

Die ersten beiden Röhrenverstärker sind fertig - ich hatte noch zwei V333 im Keller und habe sie restauriert. Die gleiche Schaltung wird jetzt nochmals erstellt mit Übertragern aus neuer Fertigung.

Die Altanlage steht im Arbeitszimmer. Das ist soeine, die 600 Watt aus dem Netz zieht. Bei deiner Stromrechnung kann ich aber die eingsparte Raumheizung im Winter abziehen, denn 500 Watt gehen in Wärme und der Raumthermostat schaltet nach kurzer Zeit ab.

Die Verstärker müssen 20 Hz bis 20 kHz linear übertragen. Die Begrenzungen im Bass sollen nicht vom Verstärker kommen. Viel Geld habe ich in Messtechnik investiert. Ich glaube, dass mit Berechnungen nur eine Größenordnung ermittelt wird. Das Feintuning kommt dann durch die Messung - insbesondere eine Klirrfaktormessbrücke und ein Oszilloskop für die Ruheströme und die Gegenkopplung. Jetzt kommt noch ein Spektrumanalyser dazu.

Geräte dürfen nicht brummen - und damit meine ich, dass die Fremdspannung am Ausgang allerhöchstens 0,3 mV betragen darf. Entsprechend aufwändig werden die Netzteile aufgebaut. Die Elektrostaten, die sich automatisch mit dem Anlegen von einem Musiksignal einschalten, bleiben auch nach dem Einschalten der jetzigen V333-Lösung stumm. Auch bei PP ist ein CLCRC-Aufbau im Netzteil pflicht. Elektronische Drosseln sind eine sehr gute Alternative - im Preis, Platzbedarf und im Ergebnis.

Ich höre sehr laut - sagt meine Frau. Ich meine, jede Musik hat eine optimale Laustärke und hätte ich ein Schlagzeug im Wohnzimmer, dann wäre das meiner Frau auch zu laut. Gleichwohl reichen 2 x 10 Watt auch für 100 m² lässig aus. Den Rest zu den 4 x 25 Watt wird man nicht als deutlich lauter wahrnehmen.

Die Signalquellen sind CD, Platte und später wohl auch Internetradio/Streamer. Der Vorverstärker hat einen zuschaltbaren RIAA-Entzerrer mit ECC83. Ansonsten tun je eine C3g ihren Dienst. Irgendwann habe ich vor, einen kompletten Verstärker ab dem DA-Wandler symetrisch mit den C3g aufzubauen - also ohne Phasenumkehrstufe für PP. Der DW-Wandler in meinem CDP liefert ein stromgesteuertes symetrisches Signal. Bislang wird es mit Übertragern in ein einfaches Signal transformiert. Dieser dient auch gleichzeitig als Hochtonfilter und Strom/Spannungswandler.

Die Optik der Geräte ist mit völlig wurscht. Form folgt der Funktion. Da Röhrentechnik immer auf Holz geschraubt sein muss (doch!), um alle Vibrationen zu dämpfen, werden es meist recht einfache Kästen mit einer obenliegenden Gittermatte. Es beeindruckt unsere Gäste viel mehr, dass so einfach gestrickte Kästen so schöne Musik zaubern können. Von etwas, was schon nach High-End aussieht, erwartet mach nichts anderes.

Nun zu den Frauen: Meine Frau hat gelernt, dass es nunmal mein Hobby ist und dass es einen großen Nährwert für die Familie bringt. Für Kinder ist es wichtig, mit Musik aufzuwachsen. Außerdem hat sie gestanden - unter Einfuss von Alkoholischem - dass es bei uns besser klingt als bei allen Nachbarn und Freunden. Die beiden Töchter haben Selbstgebautes von mir zu Hause. Wenn aber andere Frauen zu besuch sind und sich entzückt über die Anlage äußern, wird meine Frau kribbelig - gute Musik macht sexy, auch wenn man nur die Anlage dafür stellt. Früher war mir der Sonnenschein wichtig, mit dem Alter wird man weiser und weiß, auch wenn es sexy macht, sowas trägt eine Beziehung nicht.

Anlagen, die ich für befreundete Paare baue - er will das Röhrending, sie lässt sich überzeugen - sollen immer sehr dezent aussehen. Möglichst wenig Knöpfe.

Soweit das, Gruß
Felix
Ingor
Inventar
#7 erstellt: 27. Jul 2012, 15:20
Für micht die wichtigsten Punkte:

Preis bis 1000 Euro, Herkunft egal, wenn die Qualität stimmt und die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Die Leistung ab 2 x 15 Watt, das Aussehen eher schlicht, am liebsten in einem schicken Gehäuse, in das man hineinsehen kann, aber kein Röhrenaltar. Ich würde ein normale Schaltung ohne SRPP in der Vorstufe bevorzugen mit Ultralinear-Schaltung und Gegenkopplung. Der Frequenzgang sollte zeitgemäß sein. Unter 30 Hz geben meine Boxen keinen ernsthaften Pegel wieder, dafür habe ich einen Subwoofer. Eine Fernbedienung der Lautstärke wäre gut. Der Ruhe-Energieverbrauch sollte 200 W nicht überschreiten.
Die Röhren sollte alle noch produziert werden und auch noch in 10 Jahren zur Verfügung stehen. Auf diesen ganzen Raute-Zauber stehe ich nicht, der Verstärker muss auch mit den üblichen neuen Röhren gut arbeiten. Die Größe sollte nicht über 40 cm Breite, 50 cm Tiefe und 30 cm Höhe.
gshelter
Stammgast
#8 erstellt: 27. Jul 2012, 18:41
Für mich gibt es nur einen Aspekt - das subjektive Klangerlebnis.

Egal ob PP oder SET, egal welche Optik und für mich noch bezahlbar.

Habe viele, völlig unterschiedliche Verstärker, durchprobiert und bin nach 2 Jahren und über 10 verschied. Geräte endlich am Ziel.
Ronken
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 25. Aug 2012, 21:52
1. Western Electric 43A
2. Western Electric 86A
3. Western Electric 92B
4. Western Electric 91A
pragmatiker
Administrator
#10 erstellt: 26. Aug 2012, 00:24
OK, mein Fehler - ich habe mich bei der Frage für den einen oder anderen ganz offensichtlich nicht klar genug ausgedrückt. Mir ging's bei der Fragestellung auf alle Fälle nicht um Exoten aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg, die heute - wenn sie denn in ordentlichem und betriebsbereitem Zustand zur Verrfügung stehen - höchstens als Einzelstück zu mörderischen Preisen hergehen (und dann umgehend in der Sammlervitrine landen und nicht mehr eingeschaltet werden). Nein, mir ging es um Geräte und Entwürfe, die auch heutzutage reproduzierbar und in absehbarer Zeit beschaffbar sind und die dann auch konstant zum normalen Musikhören verwendet werden.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 26. Aug 2012, 00:28 bearbeitet]
Stefanvde
Inventar
#11 erstellt: 26. Aug 2012, 11:49
Nunja,er sollte preislich nicht zu hoch liegen (Röhren sind ja eh etwas teurer wie Transen),die Verarbeitung gut sein,die Sicherheit (CE) gegeben sein und ein Service in D ist ein Muss,wo montiert eig. egal.
Daher meine Favoriten bisher :Magnat RV-1 oder RV-2

Genügend Leistung auch für größere LS vorhanden,Service gegeben und preislich akzeptabel,nicht der Günstigste aber auch nicht der Teuerste.

Wenn doch überraschend etwas mehr Geld vorhanden wäre,dann auch gern ein Reußenzehn "Tube Slave S",komplett hier gefertigt.Aber nur wenn das Geld da ist und nicht finanziert werden müßte,dann wäre mir das den Aufpreis wert.
tubescreamer61
Inventar
#12 erstellt: 26. Aug 2012, 23:43
Hallo,
ich besitze (und habe einen weiteren "geschenkt" bekommen) eine Grundig NF 20 - die Frage, die sich mir diesbezüglich stellt: Welche Lautsprecher sollte ich dazu kaufen.
Ergebniss: Ich habe gar keine gekauft, sondern mir direkt die passenden Boxen selbst gebaut (dazu habe ich selbstverständlich den entsprechenden Produktionszeitraum berücksichtigt) - weil man entsprechendes nur sehr selten als "Fertiglautsprecher" kaufen kann (und wenn doch, dann aufgrund der Tatsache das ein "Nischenprodukt" für horrende Summen).
Meine Erkenntnis ist folgende: Auch alte Technik ist durchaus noch "Zeitgemäß" - es kommt nur auf die harmonische Zusammenstellung mit der entsprechenden Peripherie an.
Wenn man dieses weitestgehend berücksichtigt, ist der Fortschritt (der zumindest in der Röhrentechnik recht zweifelhaft ist - aus hinreichend bekannten Gründen) größtenteils vernachlässigbar.

Ihr könnt und dürft euch natürlich kaufen, was ihr wollt (wenn ihr euch dadurch besser fühlt).
Ob`s wirklich besser ist?

MfG
Arvid
theMic
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 06. Sep 2012, 17:52
Hallo, ich mische mich mal in die Unterhaltung ein.
Was halten die Röhrenprofis denn hiervon:
http://www.destiny-a...rie/el34-deluxe.html
?

Ich würde mir gerna einen Röhrenamp kaufen. Hab einen Rega RP1, evtl kommen noch Dynavox Impulse dazu. Habe zur Zeit noch Bose 901 Serie II
Ich würde gern eure Meinung dazu hören.
Vielen Dank schonmal
henkerr
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 07. Sep 2012, 10:19
@theMic: als nächstes wird jemand auf www.frihu.com verweisen. Ja es sind Chinaprodukte, mit technischer Kontrolle(evtl auch mit eigenen Vorgaben) von Herrn Langer. Service und Geräte sind besser als vieles was ich sonst kennengelernt habe.
Nur für den Preis wird es schwer etwas vergleichbares zu finden, m.E..

Gruß
Justfun
Inventar
#15 erstellt: 08. Sep 2012, 00:03
Hallo,
eine Triode mit um die 40W sollte es sein.
Penthode hatte ich gekauft 6550 PP, ist zwar gut aber zu dicht am Transistor, nach meinem Geschmack.
Eine Triode habe ich selbst gebaut, deutlich mehr Schmelz und Details, wärmer, dichter an der Musik als die Penthode.
Es ist eine 6C33C-PP , könnte ebenso eine 211 oder 845 o.ä. sein, sollte schon so ca. 40 Watt bringen, möchte nicht zu sehr bei den LS auf hohen Wirkungsgrad achten müssen.

Gruß
Manfred
GorgTech
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 08. Sep 2012, 10:33
Hallo,

würde ich wirklich einen kommerziellen Verstärker kaufen ( und auch die entsprechenden finanziellen Mitteln haben ), würde ich mich wahrscheinlich nach einem Bausatz von Ritter + entsprechend gute Studio Übertrager umschauen. Ein Klassiker wie z.B. ein Braun CSV-13 wäre auch eine sehr gute Alternative, bei diesen Geräten wurden früher sehr gute Ausgangsübertrager verwendet die man laut heutiger Norm immernoch als "Hifi" bezeichnen kann ( nicht zu vergleichen mit manchen günstigen Chinaübertragern ).

Für meine Lautsprecher und Wohnumgebung reicht eine kleine SE Stufe mehr als aus

Gruß,

Georg
tubescreamer61
Inventar
#17 erstellt: 09. Sep 2012, 02:18
Hallo,
ich habe ein echtes Problem damit, das hier immer Leistungsangaben eines Röhrenverstärkers als Kriterium herangezogen werden.
Dieser Ansatz ist schlichtweg falsch. Wenn ihr mit Röhren glücklich werden wollt, dann versucht nicht 2 gleisig zu fahren, sondern entscheidet euch.
Entweder, oder - beides funktioniert nicht (allenfalls einigermassen zufriedenstellend - aber nicht 100%ig).
Gute Röhrenverstärker setzten, um ihr volles Potential zu entfalten, entsprechende Schallwandler voraus - basta - alles andere ist ein Kompromiss.
Leider werden heutzutage kaum mehr dieser Art Schallwandler produziert (siehe Eisenlose Endstufen in Geräten von Philips - 600 Ohm Abschlusswiderstand der Lautsprecher kann man heutzutage mit der Lupe suchen und finden wird man kaum etwas).
Nichts desto Trotz waren diese Schaltungsvarianten bei weitem nicht das schlechteste.
Auch hinsichtlich des Wirkungsgrades (ist ja klar - aufgrund der wesentlich geringeren Ausgangsleistung von Röhrenendstufen in aller Munde) der Schallwandler wird vieles übertrieben. Das ist aber nur die Hälfte der Wahrheit, da existiert noch einiges mehr.
Tatsächlich gab`s in der Blütezeit der Röhrentechnik genau so wie Heute auch Verstärker mit mehreren 100 Watt Ausgangsleistung (nur waren diese aufgrund der Materialkosten nahezu unbezahlbar).
Heute sieht das etwas günstiger aus - da lassen sich 100 Watt Ausgangsleistung auch mit Röhren relativ einfach realisieren (wenn es denn unbedingt sein muss).
Trotzdem: Es ist manchmal erstaunlich, wie gut auch simple Eintakt Röhrenverstärker an entsprechenden Lautsprechern - trotz nur "lächerlichen" Ausgangsleistungen - klingen (fast so wie Grünkohl aufgewärmt, nach dem ersten Frost schmeckt ) , das hat schon was. Wer`s ein mal "gekostet" hat, kommt möglicherweise nie mehr davon los (Achtung - höchstes Suchtpotential).
Voraussetzung ist aber dennoch, das man den Sprung ins kalte Wasser wagt und sich voll (kompromisslos) darauf einlässt.

Das ist wie (fast) immer im Leben, Sekt oder Selters (man könnte auch sagen "Barfusss oder Lackschuh").

MfG
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 09. Sep 2012, 02:20 bearbeitet]
Yahoohu
Inventar
#18 erstellt: 09. Sep 2012, 09:34
Hallo TheMic,

ich schreibe am laufenden Meter, das die Forenmitglieder ihren (reicht ja auch ungefähren) Standort angeben.

Bei mir in der Nähe hättest Du die Möglichkeit, Dir den Destiny EL34Plus zusammen mit den Dynavox Impuls III anzuhören. Fragen dazu beantworte ich gerne.

Zum Thema:
Ein "haben wollen" wären die Teile von Christof Kraus (Silvercore). Diese wunderbaren Verstärker konnte ich auf der Analogmesse in Krefeld an Bastanis Mandala hören - die Lautsprecher habe ich jetzt. Erst einmal muß aber ein Yaqin300B reichen, der von Frihu perfekt überarbeitet wurde.

Gruß Yahoohu
E130L
Inventar
#19 erstellt: 09. Sep 2012, 12:09
Hallo,

Justfun schrieb:

eine Triode mit um die 40W sollte es sein.


Eine 211 schafft gerade eben 20W, die 845 wird ähnlich sein.

MfG
Volker
Justfun
Inventar
#20 erstellt: 09. Sep 2012, 16:50
Hallo Volker,

Eine 211 schafft gerade eben 20W, die 845 wird ähnlich sein.



Ist mir schon klar, dass es ein PP oder PSE Konzept sein müsste, hatte auch gar nichts von SE geschrieben.
Billig wird das auch nicht.

Wäre aber das was ich mir als Amp wünschen würde.
Für mich muss es eben eine Triode sein.

833 in SE wäre auch noch was.

Gruß
Manfred
tubescreamer61
Inventar
#21 erstellt: 11. Sep 2012, 22:55
Glücklicherweise lässt sich ja auch eine 6C33 in PSE betreiben (also pro Pro Röhre 2 Triodensysteme X 2 Röhren = 4 Systeme parallel)
Die Suche nach einem passenden AT dürfte dabei aber etwas aufwändiger ausfallen.
Allerdings würde ich persönlich mich mit geringerer Ausgangsleistung zufriedengeben (im Sinne einer möglichst wenig komplikativen Schaltung) und mein Hauptaugenmerk auf möglichst effiziente (und sowohl gutklingende) Schallwandler legen - da gibt`s einige, verhältnissmäßig wenig aufwändige, bezahlbare und gut funktionierende Konzepte im Net. Für den Mehrpreis eines entsprechend den nötigen Lastströmen bei dieser Ausgangsleistung dimensionierten Ausgangsübertragers - die Kosten für den entsprechenden Netztrafo, die Netzdrossel oder die nötigen Siebkapazitäten lasse ich hierbei mal unberücksichtigt - kann man schon einiges an Holz (für den möglicherweise aufwändigen Gehäusebau der Lautsprecher) zersägen.

MfG
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 11. Sep 2012, 23:09 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 15. Sep 2012, 12:13
Moin Herbert,

viele Fragen.
Ich versuche mal, die Punkte der Reihe nach aus meiner Sicht zu beantworten.

1: "noch bezahlbar" wäre für mich ca. 1000Euro komplett. (Endstufe, kein Vollverstärker!)
Wenn eine Vorstufe inkl. Phonoteil dazukommt, nochmal 500 Euro dafür
(würde extra aufgebaut werden, hätte Übertrager für MC)
2: es würde ein Bausatz, bzw. ein "Freestyle" Selbstbauprojekt mit hochwertigeren Bauteilen (spez. AÜ), als mein bisheriges Zeugs.
3: Bei der Herkunft würde ich schon schauen, dass die Wahrscheinlichkeit hoher Qualität gegeben ist.
China wäre da eher eine Notlösung, Japan, Europa und evtl. USA würden mir persönlich mehr Vertrauen geben.
4: Da ein sauberer Aufbau mit entsprechenden Sicherungen, sowie ein geeigneter Aufstellungsort vorhanden sein werden, ist trotz Selbstbau nur ein sehr geringes Risiko vorhanden. Zudem sollte man die Geräte nur nutzen/betreiben, wenn man im Hause ist.
(wobei man immer mal vergessen kann, auszuschalten)
Bei Fertiggeräten würde ich den Kennzeichnungen nur trauen, wenn der Importeur/Hersteller seriös zu sein scheint.
Beim "Gemeinen No- Name- Chinesen" würde ich eher auf Fälschung der Kennzeichnungen tippen.
5: Leistung spielt eher eine geringe Rolle, aber unter ca. 3 Watt würde ich nicht gehen wollen, eher so in Richtung 10 Watt.
6: Da die wenigsten infrage kommenden Lautsprecher tiefste Frequenzen unter etwa 40 Hertz abstrahlen können, würden mir ca. 30 Hz als fu genügen.
7: Ich mag Eintakter, Gegenkopplung würde ich bei Trioden nicht einsetzen, Pentoden sind ohne kaum brauchbar, Ultralinear habe ich nie ausprobiert, aber warum nicht?
8: Ich mag Trioden, aber auch Pentoden können sehr schön sein/klingen.
9: Die Röhrentype ist im Grunde egal, es sollte nur mit nicht zu grossem Aufwand eine Schaltung drumherum zu bauen sein.
Die Optik spielt aber auch eine Rolle, ausserdem der Preis.
10: 2 Plattenspieler (MM und MC), CD Player, CD- Recorder, Kassettendeck (fast nicht mehr benutzt), evtl. Tuner (Radio geht mir auf die Nerven) Innenwiderstand jeweils so niedrig, dass irrelevant, bei Phono MM ca. 47kOhm, MC 1kOhm/100 Ohm.
Vorstufe würde ich aber extra aufbauen, bzw. meine weiter benutzen.
Also 6 Eingänge wären ok. (habe ich jetzt auch)
11: MC Systeme: Denon DL103, Ortofon MC20,
MM Systeme: Shure V15III, sowie diverse andere, auch HO- MC (Denon DL110)
Eine anpassbare Vorstufe wäre/ist also für mich sinnvoll.
12: XLR muss nicht sein, Erdfrei ist auch nicht nötig, Brummprobleme hatte ich bisher fast nicht, Leitungen sind kurz.
14: Ersatzröhren dürfen keine (auch noch teuren) Exoten sein, also längerfristige Lieferbarkeit wäre mir wichtig, da Röhren durchaus verschleissen oder ausfallen
15: ich höre eher leise, drehe aber bei bestimmten Stücken je nach Laune und Tageszeit auch mal ziemlich laut.
16: Abmaße spielen keine grosse Rolle, aber eine Grundfäche von ca. 40x30 cm halte ich für ausreichend, Höhe mit Röhren max. ca. 30cm.
17: Gewicht sollte im Rahmen dessen bleiben, was ein einzelner Mensch "locker" tragen kann. (ca. 50kg?)
18: "Altar", weil sinnvoll in Bezug auf Abwärme und themische Belastung der Bauteile insgesamt, sowie optischer Reize wegen.
(keine Haustiere/Kinder, sonst halt Käfig....äh, für die Röhren! )
Chrom und Schickimicki- Kirmes Ausstattung darf nicht sein.
Eher nüchtern, Hammerschlag oder einfach grau/graumetallic mit schwarzen "Akzenten".
19: Stellplatz würde entsprechend eingerichtet. (aber ca. 30-50cm oberhalb des RV kein Problem, evtl. ganz freistehend)
20: Fernbedienbarkeit spielt für mich keine Rolle.
(wenn auch angenehm, so verkompliziert es die Sache m.E. zu sehr, Röhrenverstärker sollen "simpel" bleiben)
21: Fällt aus wegen Selbstbau, wäre mir beim Fertiggerät aber egal, ob´s davon Millionen gibt.
22: bin kein Mädel
23: Zum Stromverbrauch verwende ich ähnliche Argumente.
Ein grosser AV- Receiver mit Flachbildschirm braucht ebensoviel Strom.
Standby- Verbrauch kommt hinzu. (habe kein TV Gerät, ist bei mir sozusagen durch den RV ersetzt)
Ein AV- Receiver verbraucht vermutlich ähnlich viel Strom wie ein kleiner Röhrenverstärker. (z.B. 2xEL84 SE)
Dass andere Geräte ebenfalls dauernd Strom verbrauchen (z.B. Funktelefon, Radiowecker usw.) spielt hier keine Rolle, da diese vom Röhrenverstärker nicht esetzt werden.

Grundsätzlich bin ich bekanntermaßen kein Messwertefetischist.
Ich höre zwar nicht das Gras wachsen, aber es gibt einfach Geräte, die mir klanglich gefallen und andere, die das nicht tun.
Möglich, dass dabei alle möglichen anderen Reize überwiegen und das Hören gar nicht so ausschlaggebend ist.
Da ich aber in der Realität all diesen Reizen ausgesetzt bin, ist das Ergebnis auch davon abhängig.
Wenn also ein Gerät mit perfekten Messwerten für mich besser klingt, als dasselbe Gerät in anderer Optik, ist das für mich so.
Dass ich dabei die Optik und nicht den Klang "höre", ist dabei wurscht.
Ich bin allerdings sonst nicht anfällig für VooDoo, da ich prinzipiell eher zweifle als glaube.
Daher gefällt mir Schlichtes Gerät oft besser, als allzuschöne Chrom/Gold- glitzernde "High End Maschinen".
(nach wie vor Hut ab für diejenigen, die das im Selbstbau hinbekommen!)

Gut, genug geschrieben, habe ja auch lange nicht mehr geschrieben.

Gruss, Jens
DB
Inventar
#23 erstellt: 16. Sep 2012, 10:18
Hallo Herbert,

ganz ehrlich? Keinen einzigen. Die Kisten sind für mich einfach zu schmal ausgestattet (keine Klangregelung, ...) und von der Formgestaltung auch nicht umwerfend.

MfG
DB
pragmatiker
Administrator
#24 erstellt: 16. Sep 2012, 11:15
Zwischendrin mal ein Danke für Eure Beiträge. Wenn man mal einen Zwischenstand ziehen würde, dann könnte das heißen, daß einiges, was es derzeit am Markt gibt, mehr oder weniger an den Bedürfnissen der Interessenten vorbeigeht.

Warten wir mal auf weitere erhellende Beiträge.

Grüße

Herbert
WeisserRabe
Inventar
#25 erstellt: 16. Sep 2012, 22:30
vorerst sind für mich nur Endstufen interessant

ca. 5 bis 10 W SE DIY für meine Sabas
ca. 20 bis 60 W PP DIY für die Fostex und zukünftige LS (vermutlich mit den KT88 die bei mir noch rumliegen)

optisch gefallen mir die Reußenzehn Basic Monoblöcke is die Richtung würde mein selbst gebautes Zeug auch gehen, allerdings muss ich noch ne Weile dafür Sparen, zwischenzeitlich musste das Angesparte für was wichtigeres herhalten
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