Möchte mir Röhrenverstärker kaufen , aber welchen!

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Tommes_Tommsen
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 03. Mrz 2007, 09:05
Tachchen zusammen

Wie im Titel geschrieben möchte ich mir einen guten aber nicht mordsmegamäßigen teuren Röhrenverstärker zulegen. Ich habe mich mal bei einigen Herstellern kundig gemacht.
TAC
Shanling
Vincent

Ich habe ca. 1300 euros zur Verfügung . Wäre auch ein Röhren CD Player angebracht oder ein andere Marke Player???
Ich bin da nochnicht so erfahren im bereich Röhre!!

MfG
China
Inventar
#2 erstellt: 03. Mrz 2007, 09:26
Als erstes hoer dir mal ein paar Roehren-Verstaerker an. Bei deinem Budget wird es wohl entweder auf einen Voll-Verstaerker mit EL34 oder KT88 herauslaufen.
Die klingen unterschiedlich und auch nicht jeder Amp klingt gleich.

Als Neuling mit deinem Budget wuerde ich dir raten es mit einem ordentlich eingespielten Gebrauchten zu versuchen.
Wichtig dabei ist dass du dir erklaeren laesst welche Roehren passen und wie sie eingestellt werden (und wie lange sie denn schon in Gebrauch waren).

Alles in allem aber kein Hexenwerk


[Beitrag von China am 03. Mrz 2007, 09:27 bearbeitet]
Tommes_Tommsen
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 03. Mrz 2007, 09:56
Das ich mir erstmal was anhören muß , das ist mir schon klar. Warum sollte ich mit einem gebrauchtem anfangen ??Wenn das mit der einspielzeit zu tun hat , das kann ich doch auch machen - oder nicht?? Vielleicht könnte mir jemand erzählen welche Marke die in mein Buget passen würde, ein guter Firmenhersteller, das ich eventuell gezielt mir bestimmte Geräte anhören kann.

MfG Thomas
China
Inventar
#4 erstellt: 03. Mrz 2007, 10:13
www.es-audio.de bzw. http://www.innovative-audio.de/index.htm

http://www.reussenzehn.de/

Beide haben gute und zuverlaessige Verstaerker in deinem Preissegment.

Ansonsten steht im Roehrenbereich ja noch jede Menge (auch mit Empfehlungen) dazu, auch warum "gebraucht" vielleicht keine so schlechte Idee zum Einstieg ist
olibar
Stammgast
#5 erstellt: 17. Mrz 2007, 21:33
Hallo Thomas,

ich grab den Thread nochmal aus. In einem anderen Thread hatte ich schonmal eine Empfehlung abgegeben

Am Dienstag habe ich einen TwinSound CS 100 gehört, ausgestattet mit KT88 Röhren. Der sollte 1.100 Eur kosten, der gleiche Amp mit EL 34 heißt dann TwinSound CS 80 und kostet 1.000 Eur -evtl. etwas günstiger bei Verhandlungsgeschick.

Das Gerät (CST 100) hat vier Eingänge und klang sehr charmant und warm, der CST 80 soll (nach Auskunft des Verkäufers, ich hab ihn nicht gehört!) etwas trockener, weniger warm klingen.

Was mir im direkten Vergleich mit einem Opera Audio Consonance aufgefallen ist: der TwinSound klang etwas gemächlicher, langsamer, bei schnellen Stücken vielleicht zu langsam. Allerdings fand ich ihn bei dem Preis ansonsten sehr gut, klanglich gefiel er mir besser, als der tags zuvor gehörte Cayin A50T.

Es kommt natürlich darauf an, was Du für Musik hörst. Für Jazz und Klassik sehr gut geeignet, bei SEEED hatte er so seine Probleme, ohne allerdings wirklich schlecht zu sein. Im direkten vergleich mit einem Naim Nait5i (Transe) gelang es ihm aber, den Sinn der Musik besser zu transportieren.

Wo wohnst Du? Vllt kann ich Dir den Händler nennen (per pn).

Hier mal ein Bild vom TwinSound CST 160:



Der CST 100 hat statt einem Vierer-Block EL 32 nur zwei KT88 pro Kanal, sieht imo ausgewogener aus, auch wegen der größeren Form der Röhren. Ein Bild habe ich leider nicht gefunden.


[Beitrag von olibar am 17. Mrz 2007, 21:35 bearbeitet]
Ghostwriter1
Stammgast
#6 erstellt: 18. Mrz 2007, 13:48
Hey wie siehts aus mit nem Cayin A-50 oder A-55? Die sind klanglich wirklich atemberaubend und über den A-50 gibt es auch im Inet auf der Cayinseite einen Test. Hier mal der Link:

http://www.cayin.de/index_haupt.htm

Das ist nicht der genaue Link aber dann gehst du auf Testberichte und dann auf A-50 T!

Wie gesagt ich habe ihn gehört und er klingt wirklich sehr sehr gut und einfach luftig!
Tulpenknicker
Inventar
#7 erstellt: 18. Mrz 2007, 15:28
Na ja, anhören muss jeder sich die Verstärker sowieso, die klangliche Empfindung unterscheidet sich ebenhalt von Mensch zu Mensch, ich für meinem Teil bin beim Cayin A50-T geblieben, die anderen klangen eher wie Opas Musiktruhe, angestaubt und brummig, wenn auch nicht ganz ohne Charme und Seele....toll diese sujektive Beschreibungen, nicht wahr?

Gruß,

Nils
dr.morton
Stammgast
#8 erstellt: 18. Mrz 2007, 16:48
Ich habe den Shanling STP-80 und bin damit sehr zufrieden.
Ich habe mir das Gerät hauptsächlich der Optik halber zugelegt und weil ich das Teil recht günstig aus der Bucht fischen konnte. Die meisten Shanling Produkte sind echte Hingucker.

Durch die Preisanpassung der dt. Shanling Produkte, haben sich die Marrktpreise ordentlich nach unten verschoben. Der STP-80 wird derzeitig auchgebraucht bei ebay angeboten, da kann man schon mal überlegen.
Ghostwriter1
Stammgast
#9 erstellt: 19. Mrz 2007, 22:50
Es ist natürlich jetzt auch so das jeder einen anderen vorschlagen wird aber das ist eigentlich einer der wenigen Nachteile (teils auch vorteilhaft) in einem Forum!

Das gute Wäre wenn er sagt in welchem Raum er wohnt und dann kann ihm einer nen tip geben wo es denn gutes Fachgeschäft für Röhrenverstärker gibt in dem er sich dann ein paar anhören kann!
sonnemann
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 25. Mrz 2007, 20:38
spare noch ein wenig und kauf dir einen Lua 4545C, CD Player Lua Cantilena Mk. 2, Lua Con Anima Boxen und Lua Blue Reference Kabel und Lua Blue Magic NF-Kabel. Lies das letzte Audio da wurde diese Superkette getestet.
Von Twinsound lass die Finger, habe gerade damit (TS 200) Ärger gehabt und der Kundendienst ist sehr dünn, Geräte werden zur Reparatur in die Schweiz geschickt
hifi-oldtimer
Stammgast
#11 erstellt: 07. Apr 2007, 23:16
Thema Lua:
Ich hatte einen 4040C, der hat klar gegen einen Jadis Orchestra verloren.
Ausserdem kommen LUA´s Geräte aus China, was an sich nicht
zu verurteilen ist, aber der Preis gegenüber den China-Originalen ist doch etwas abgehoben.

Bei Deinem Budget kauf Dir einen T.A.C 34 z.B. gerade bei ebay
oder einen Cayin A88T, der importiert wurde. (Suche mal im Forum roehren-und-hoeren).

Dazu dann Audioplan Kabel, die haben ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.
waiting_for_wind
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 08. Apr 2007, 11:24
Hallo

ich würde mich auf jede Fälle mit Herrn Barton in Verbindung setzen. Der baut folgende Verstärker http://www.jogis-roe...aus-SE-Neu/SEneu.htm

ich bin im Besitz der Vorgängermodells seit ca 5 Jahren und immer noch begeistert, der Preis müsste auch in Deinem Rahmen liegen. Die Tel Nr von Klaus Barton bekommst Du über Jogi, einfach mal anmailen.
IMHO ist das einer der Röhrenverstärker, mit dem besten Preis Leistungs Verhältnis, such mal im Vergleich andere Verstärker mit der 6c33c und vergleiche Schaltung und Aufbau. Zudem wird
der Verstärker in Deutschland von Hand aufgebaut und nicht in Fernost zusammengebrutzelt. Die Röhren kosten auch nicht die Welt, 6c33c so ca 18€ , 5u4g 10€ und die 12SL7GT sind oft für nen 5er zu haben.

viele Grüße
Martin
kirchenmann
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 12. Apr 2007, 21:15
Hallo Martin,
wo kriegst du ne´ 6C33c für 18,- €. Da die Röhren sehr unterschiedlich in der Produktion sind, ist es wichtig, Paarungen wirklich auszumessen.
50-60 € für ein Paar ist schon ok.
Gruß
Volker
Schoschi
Stammgast
#14 erstellt: 13. Apr 2007, 18:13
Hallo Thomas,

wichtigste Grundlagen fehlen, welche Musikrichtung, welche Lautsprecher, welcher Raum ? (in dieser Reihenfolge)

Ansonsten sind alle Empfehlungen Schall und Rauch.

Röhren sind sehr empfindlich bzgl. der Lautsprecher und des Hörgeschmackes, solltest Du z.B. Heavy-Hardrock-Bassfetischist sein, würden fast alle Bemühungen nur in Enttäuschung und Unzufriedenheit enden.

Also als erstes Grundlagenermittlung, dann steht das Grundgerüst, anschließend darauf aufbauend weiter ermitteln.

Gruß

Georg
olibar
Stammgast
#15 erstellt: 14. Apr 2007, 00:42
Hallo Georg,

also Deine Empfehlung würde ich in Frage stellen: warum sollten Röhrenverstärker nicht zu Heavy Metal passen? Die Musikrichtung halte ich für die Fragem ob Röhre oder Transistor für völlig nebensächlich - im Gegenteil, was Schnelligkteit und Präzision der Wiedergabe angeht, kenne ich keinen Transistor, der guten Röhren das Wasser reichen könnte! Sicherlich gibt es Röhren-Amps, die bei Heavy Metal ihre Probleme haben (siehe mein vorheriges Post) aber andere wiederumg sind da sehr gut geeignet. Hast Du schon mal Unison oder Opera Audio mit KT88 gehört? Sag mir bitte nicht, dass da keine Bässe zu vernehmen sind! Wenn Du keine Bässe gehört hast, wird das wohl eher an den LS gelegen haben. Ähnliche Erfahrungen habe ich mit Lua und Octave gemacht.

Auch die Frage des Raumes im Zusammenhang mit einer Röhre zu stellen - sorry, aber wo ist da der Zusammenhang?

Der Zusammenhang mit dem Lautsprecher ist allerdings unfraglich. Da kann man schnell an die Grenzen eine Röhre stoßen - oder besser umgekehrt, die Röhre zeigt schnell die Grenzen des LS auf - Ansichtssache.
Dynacophil
Gesperrt
#16 erstellt: 14. Apr 2007, 11:48
Originalgetreu neu aufgelegt:

http://www.dynakitparts.com/store/


[Beitrag von Dynacophil am 14. Apr 2007, 11:56 bearbeitet]
Zidane
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 21. Apr 2007, 03:24
Ich habe eine Spark/Cayin 765 die bei Techno z.b träger wirkt als eine Transe. Gut ich höre auch sowas, so gut wie gar nicht. Aber es ist mir eben aufgefallen. An den Lautsprechern "Monitor Audio Silver 8i" liegts nicht.
Topfenstrudl
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 28. Apr 2007, 10:23
Du könntest vielleicht bei einem oder mehreren User hier anfragen, ob sie dir für gutes geld nicht eine gute Eigenbau-Röhre verkaufen. Ich denke die sind auf jedenfall durchdacht und auch sehr gut da braucht sich keine verstecken.

mfg
topfen
berndotto
Stammgast
#19 erstellt: 16. Mai 2007, 19:06
Topfenstrudlschrieb:

Du könntest vielleicht bei einem oder mehreren User hier anfragen, ob sie dir für gutes geld nicht eine gute Eigenbau-Röhre verkaufen. Ich denke die sind auf jedenfall durchdacht und auch sehr gut da braucht sich keine verstecken.

mfg
topfen


Bei wem denn ?
Und was ist gutes Geld ?

Bernd
Amperlite
Inventar
#20 erstellt: 16. Mai 2007, 19:13

Schoschi schrieb:
Hallo Thomas,

wichtigste Grundlagen fehlen, welche Musikrichtung, welche Lautsprecher, welcher Raum ? (in dieser Reihenfolge)

Ansonsten sind alle Empfehlungen Schall und Rauch.

Ausserdem wurde nicht gefragt, warum es ein Röhrenverstärker sein soll.

Ich hab das Gefühl, dass einige Einsteiger durch diesen Trend einfach meinen, eine Röhre kaufen zu müssen, aber gar nicht wissen, welche Vor- (und vor allem) Nachteile sie sich damit erkaufen.
wastelqastel
Inventar
#21 erstellt: 16. Mai 2007, 19:34
Hallo

Ich hab das Gefühl, dass einige Einsteiger durch diesen Trend einfach meinen, eine Röhre kaufen zu müssen, aber gar nicht wissen, welche Vor- (und vor allem) Nachteile sie sich damit erkaufen.

Das gefühl habe ich leider auch
Aber ich werde einen Teufel tun anderen zusagen wie sie ihr Geld ausgeben sollen
Denn nach dem Verstärker kommt der Lautsprecher
Und Davor......
Ich kann nur jedem Raten sich alles anzuhören (Am besten Zuhause ) wegen der Raumakkustik
Ich darf Schoschi und Amperlite zu allem uneingeschränkt Recht geben
Grüsse Peter
PS: Ich höhre mit beidem Röhre und Transe


[Beitrag von wastelqastel am 16. Mai 2007, 19:35 bearbeitet]
andisharp
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 16. Mai 2007, 19:41
Der Threadstarter hat sich eh verabschiedet und sich wohl für ne öde Denon-Transe entschieden
Schoschi
Stammgast
#23 erstellt: 16. Mai 2007, 19:46
Hallo Amperlite,

Du sprichst mir aus der Seele !!

Es geht nur nur noch um "Pegel" und "Druck", "Lautstärke", "Leistung" und sonstige dem Röhrer eigentlich atypischen Eigenschaften, da werden 80db-Kleiderschränke an Röhren angeschlossen und dann wird moniert, daß man im Auto mehr Kick hat....

Als Antwort werden dann gebetsmühlenartig irgendwelche Bauteiltauschaktionen mit Koppelkondensatoren und Impedanzlinearisierungen empfohlen, was bei solchen Totgeburten von Anfang an zu nichts führt.

Einfach als Grundtipp zur Röhrenentscheidung:

Röhre hören an einem Breitbänder, ob als Horn oder OB, oder eine FAST-Konstruktion, mit den verschiedenen Musikrichtungen, der wird schnell erkennen, wo die Vorzüge, aber u. U. auch die Nachteile sind.

Für mich kommt nur noch Röhre, in allen Variationen, in Frage.....

Gruß

Schoschi
Amperlite
Inventar
#24 erstellt: 17. Mai 2007, 13:41

Schoschi schrieb:
Für mich kommt nur noch Röhre, in allen Variationen, in Frage.....

Dieser Entscheidung ist sicherlich ein langer Prozess vorausgegangen.

Ein einfaches "hinstellen und funktioniert" ist bei dieser Technik einfach nicht möglich und das sollte bei der Beratung betont werden, wenn erkennbar ist, dass ein Einsteiger fragt.
berndotto
Stammgast
#25 erstellt: 17. Mai 2007, 20:05
Dann will ich mal den Ersatzmann für Igeltöter spielen.

Schoschischrieb:

Für mich kommt nur noch Röhre, in allen Variationen, in Frage.....


Ich suche zwar auch einen Röhrenverstärker, aber hier unterscheiden wir uns fundamental.

Ich will mich unter keinen Umständen auf irgendeine Technik reduzieren (lassen)!
Warum auch.
Wir sind doch in keinem religiösem Forum.

Unbestreitbar haben die drei Techniken (nehmen wir noch die D-Technik dazu) ihre Vor -und Nachteile.

Warum kann und sollte man nicht entsprechend den Anforderungen reagieren bzw. handeln.
Es käme doch auch keiner auf den Gedanken mit einem tiefergelegten Auto ins Gelände zu fahren oder doch ?

Ich, sehr alt, bin in der Röhrenzeit groß geworden und habe sie zu "hassen" gelernt!
War froh über den "genialen" Klang der Transen.
Es konnte oben herum gar nicht genug "zischen".
Und kein Gebrummele unten herum und und und.
Von dem leidigen Röhrentausch ganz zu schweigen.

Aber wie so vieles im Leben relativiert sich einiges im Laufe der Zeit.
Vielleicht werde ich auch nur sentimental.

Also ich habe mir vor ein paar Monaten in der Bucht einen Röhren KHV von Audiovalve ersteigert.
Meine erste und auch erleichternde Reaktion nach dem ersten Hören:
Der klingt ja nicht schlechter , als meine Transen.
Was zu diesem Zeitpunkt ein großes Kompliment war.
Um es kurz zu machen, ich habe feststellen müssen, daß die Qualität eine andere, als die von mir in Erinnerung gebliebene ist!
Ich habe Appetit auf mehr bekommen!

Soll ich nun ein englisches, chinesisches, deutsches... Produkt; neu oder gebraucht und .....
Bauen werde ich mir auch einen (habe schon die Platinen und Baupläne), aber das dauert ja
und bis dahin möchte ich schon Hör/Bastelerfahrungen sammeln.
Ich möchte eine leistungsstarken Amp.
Ich schwärme nun mal von meinen Maggies und die benötigen nun mal mehr als 3 -5 Watt.

Was nun die Konstellation eines guten Verstärkers mit der Musikrichtung zu tun hat ist mir nicht klar.

Ich ging/gehe immer davon aus, daß ein guter Amp eben ein guter für alle Richtungen ist.

Ok, das soll es erst mal sein.

Bernd
andisharp
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 17. Mai 2007, 20:14
Die schlechten Erfahrungen mit Röhren stammen bei vielen halt noch aus den 60ern, da vor allem mit den damals üblichen Dampfradios. Es gab damals echtes Hifi mit Röhren, aber fast nur aus dem Ausland, meist Amerika, und sehr teuer. Diese Geräte sind auch heute noch gut und mittlerweile für erträgliches Geld zu haben. Ich habe mir mittlerweile so einiges aus dieser Zeit zugelegt und bin sehr zufrieden damit. Vor allem die Optik dieser Geräte ist von keinem Neugerät zu erreichen.
Wolf_II.
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 18. Mai 2007, 00:24
Hallo nette Leut'

Was mich an diesem Thread stört, ist einfach die Tatsache, dass einige hier zu wissen scheinen was für unseren um Hilfe bittenden Kollegen gut ist. Sofort zerreißt man sich das Maul darüber ob er denn überhaupt eine Ahnung habe warum er einen Röhrenverstärker wolle.
Es wird einem auch immer schnell das Gefühl vermittelt, dass man sich das Recht einen Röhrenamp besitzen zu dürfen erst irgendwie verdienen muss. Nun, nicht jeder ist mit der Röhre aufgewachsen und nicht jeder ist ein Elektronikgenie, trotzdem ist nichts Verwerfliches daran sich für diese Technologie zu begeistern. Die Gründe dafür müssen nicht nur oder ausschließlich mit dem Klang eines solchen HiFi-Equipments zu tun haben.

Ist es falsch zu sagen, dass man auch von der Optik eines solchen Gerätes in seinen Bann gezogen wird? Es spielt auch keine Rolle ob ein Röhrenverstärker besser klingt als ein Transistorverstärker oder umgekehrt, oder ob der Kaiser von China lauter furzen kann als Luis in den außerirdischen Kohlköpfen. Derlei klangliche Erfahrungen sind ohnehin rein subjektiv und werden von jedem anders wahrgenommen.
Ich z.B. bin weder so alt, dass ich die Entwicklung der Röhre miterlebt habe, noch reichen meine elektronischen Kenntnisse aus um einen Verstärker vollkommen zu verstehen und analysieren zu können.
Trotzdem fühlte ich mich zur Röhre hingezogen von dem Tage an als ich das erste Mal einen solchen Verstärker in der Auslage eines hier ansässigen HiFi-Laden bewundern konnte.
Und das Auge hört schließlich mit. Naaaaa, is’ es nicht so? Und ob ich recht habe, Weißgott.

Aber eine Röhre ist durchaus noch mehr. Es ist auch die Art wie man Musik hört. Es unterscheidet sich ganz einfach vom Junkmusik-Konsum.
Du schaltest den Verstärker ein und dann dauert es erst einmal. Man muss sich Zeit nehmen um Musik genießen zu können. Man nimmt sich die Zeit auch. Die Röhren beginnen allmählich zu glühen. Der CD-Player wird eingeschaltet – Warm UP – steht am Display zu lesen. Nun, die kleinen Vorverstärkerröhren des CD-Players überholen den Verstärker locker, man hat noch Zeit.
Man könnte sich jetzt eine Zigarette anstecken. Die Endstufenröhren glimmen immer mehr und man spürt die Wärme die von ihnen ausgeht, aber man hat immer noch Zeit bis der blaue Dunst in den Glaskolben beginnt dem orangefarbenen Glühen vollends zu weichen. Aber dann, nach einer angemessenen Aufwärmphase, ja dann ist es soweit.
Man legt die erste Scheibe ein und gibt sich dem Genuss hin.
Tja, auch das ist Teil der Röhre. Man zelebriert das Musikhören und jeder Handgriff wird zum Ritual und Teil des Erlebten. Und um all das genießen zu können muss ich kein Röhrenexperte sein.

@Igeltöter:
Wenn du einen Röhrenverstärker willst, lass dich nicht von uns abhalten oder abschrecken. Da es aber den Anschein hat, dass du ein Neueinsteiger in Sachen Röhren bist empfehle ich dir gehe in einen guten HiFi-Laden – sofern du die Möglichkeit dazu hast - und lasse dir ein paar RöhrenAmps vorführen.
Mache dich mit den Eigenarten dieser Gerätschaften vertraut bevor du vorschnell so ein Teil im Internet ersteigerst. Die Enttäuschung könnte groß sein wenn du deine Kaufentscheidung nur auf Grund irgendwelcher technischen und klanglichen Beschreibungen und ein paar Bildern auf einer Webseite triffst welche deine Erwartungen in Natura vielleicht nicht erfüllen.
Das ist meine persönliche Meinung.

Wolf II.
Amperlite
Inventar
#28 erstellt: 18. Mai 2007, 02:30

Wolf_II. schrieb:
Was mich an diesem Thread stört, ist einfach die Tatsache, dass einige hier zu wissen scheinen was für unseren um Hilfe bittenden Kollegen gut ist. Sofort zerreißt man sich das Maul darüber ob er denn überhaupt eine Ahnung habe warum er einen Röhrenverstärker wolle.

Was mich an deinem Beitrag stört, ist die Tatsache, dass du (vielleicht durch falsche Interpretation) gegen eine fundierte Beratung wetterst.

Was ist gegen die Hinweise auf Besonderheiten einzuwenden?

Wenn jemand genau das, was du in deinem Beitrag schreibst, nicht weiß, könnte er sich gehörig darüber ärgern, jedes mal minutenlang warten zu müssen, bis er Musik hören kann.


[Beitrag von Amperlite am 18. Mai 2007, 02:32 bearbeitet]
Wolf_II.
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 18. Mai 2007, 08:31
Hallo nette Leut'


Amperlite schrieb:
Was mich an deinem Beitrag stört, ist die Tatsache, dass du (vielleicht durch falsche Interpretation) gegen eine fundierte Beratung wetterst.

Also ich wettere garnicht. Ich finde es nur nicht ok, dass man einem Neueinsteiger in Sachen Röhren - es könnte sich auch um jede beliebige andere Technik handeln - vor den Kopf stößt, indem man ihm unterstellt dass er sich vielleicht garnicht im Klaren sei warum er denn überhaupt einen RöhrenAmp haben will. Er wird wohl seine Gründe haben und die müssen nicht unbedingt ausschließlich mit dem Klang zu tun haben. Wohl auch, aber eben nicht ausschließlich. Nur das wollte ich damit zum Ausdruck bringen.


Amperlite schrieb:
Was ist gegen die Hinweise auf Besonderheiten einzuwenden?

Na garnichts, was ich ja auch ausführlich getan habe indem ich den - wenigstens für mich - ritualen Ablauf einer Musikhörsitzung beschrieben habe.


Amperlite schrieb:
Wenn jemand genau das, was du in deinem Beitrag schreibst, nicht weiß, könnte er sich gehörig darüber ärgern, jedes mal minutenlang warten zu müssen, bis er Musik hören kann.

Na deshalb habe ich es ja beschrieben und meine persönliche Kaufberatung dahingehend abgegeben indem ich gesagt habe:

Ich selbst schrieb:
gehe in einen guten HiFi-Laden – sofern du die Möglichkeit dazu hast - und lasse dir ein paar RöhrenAmps vorführen.
Mache dich mit den Eigenarten dieser Gerätschaften vertraut bevor du vorschnell so ein Teil im Internet ersteigerst. Die Enttäuschung könnte groß sein wenn du deine Kaufentscheidung nur auf Grund irgendwelcher technischen und klanglichen Beschreibungen und ein paar Bildern auf einer Webseite triffst welche deine Erwartungen in Natura vielleicht nicht erfüllen.


Tja ich bin der Meinung, auch das ist eine Kaufberatung, denn gerade ein Neueinsteiger in einer Sache ist oftmals von der Flut an technischen Infos irritiert. Die sind natürlich wichtig und es ist gut dass es hier eine menge Leute gibt die mit dieser Technik derart vertraut sind dass einem der blanke Neid fressen könnte. Aber all diese technischen Gizmos sind eben nicht alles.
Nur das wollte ich zum Ausdruck bringen.

Wolf II.
Casper71
Stammgast
#30 erstellt: 18. Mai 2007, 18:31
Hallo Thomas,

ich würde den hier nehmen (schade nur, dass ich das Geld noch nicht zusammen habe, sonst hätte ich schon längst zugeschlagen )

Der passt genau in Dein Budget und ich denke, da haste was vernünftiges:

http://www.hifi-foru...hread=717&postID=4#4

Gruß
Frank
andisharp
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 18. Mai 2007, 18:38
Ich halte das Gerät für überteuert, leider. Dafür bekommt man gebraucht erheblich besseres.

Der letzte ist übrigens in der Bucht für 1160 Euro weggegangen.


[Beitrag von andisharp am 18. Mai 2007, 18:40 bearbeitet]
berndotto
Stammgast
#32 erstellt: 18. Mai 2007, 18:50
andisharpschrieb:

Ich halte das Gerät für überteuert, leider. Dafür bekommt man gebraucht erheblich besseres.

Der letzte ist übrigens in der Bucht für 1160 Euro weggegangen.


Das ist der angebotene!
Der ebay-Käufer hat ihn zurüchgegeben, weil er nicht zu seinen Boxen paßt.

Bernd


[Beitrag von berndotto am 18. Mai 2007, 21:09 bearbeitet]
andisharp
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 18. Mai 2007, 18:57
Kann ja sein, vielleicht waren sie zu wirkungsgradschwach. In der Bucht dümpelt z.Z. eine McIntosh MC240 für 1450 Euro. Vielleicht lässt sich der VK etwas runterhandeln. Meiner Meinung der erheblich bessere Deal, weil ohne Wertverlust wieder veräußerbar.
Justfun
Inventar
#34 erstellt: 22. Mai 2007, 21:36
Den MC 240 kann man nicht mit dem Barton vergleichen.
Wenn man auf vintage sound steht mag der McIntosh ja ganz ok sein.
Hier auch eine Beschreibung des MC 240

Upon close scrutiny, the MC-240's age becomes evident. Its weaknesses are one of omission. High frequency extension and bass solidity are missing. Sure there is bass, but it can sound flabby at times, especially with ported speakers. It does not have the authority and competent control that one would experience with the Classe' DR-9. It lacks the delicacy and high frequency extension exhibited by a VTL 120/50. The highs are rolled off and leading edges are masked. Lastly, listening can become a trifle bland and uninvolving. The pace is slower. It does not have the dynamism--that get up and go--and agility that one finds in a truly magnificent amp.

Und so sieht er innen aus
http://www.angelfire.com/falcon/fcai_hifi/photos/Mcintosh240
Das muss man schon mögen.
Gruß
Manfred
andisharp
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 22. Mai 2007, 21:40
Ich halte von solchen Beschreibungen sehr, sehr wenig. Auch glaube ich kaum, dass heutige Röhrenverstärker auch nur einen Deut besser sind, als alte, eher umgekehrt. Die Technik ist uralt und wurde damals weitaus besser beherrscht, als von den Bastelklitschen heutiger Tage.
Justfun
Inventar
#36 erstellt: 22. Mai 2007, 22:22

als von den Bastelklitschen heutiger Tage.

Damit kann Klaus Barton wohl nicht gemeint sein.
Was Quallität und know how angeht dürfte er wohl am oberen Rand der Scala zu finden sein.
Gruß
Manfred
RoA
Inventar
#37 erstellt: 23. Mai 2007, 09:07

andisharp schrieb:
Auch glaube ich kaum, dass heutige Röhrenverstärker auch nur einen Deut besser sind, als alte, eher umgekehrt.


Die Röhren und die Technik sind zwar gleich geblieben, aber bei den passiven Bauelementen liegen Welten zwischen den Teilen, die vor 50 Jahren verbaut werden mußten, und denen aus aktueller Produktion. Gleiches gilt für die Übertrager: Die Qualität aktueller (guter) Übertrager ist von wenigen Ausnahmen abgesehen etwa im Studiobereich gar nicht zu vergleichen. Die meisten Röhrenverstärker alter Bauart waren gerade mal dazu geeignet, eine Musiktruhe zu "befeuern", und das hat mit heutigen Ansprüchen an die Wiedergabequalität nun gar nichts mehr zu tun.
andisharp
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 23. Mai 2007, 11:06
Das mag sein, trifft aber mit Sicherheit nicht auf die Übertrager von McIntosh zu und generell nicht auf deren Geräte.
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