Dynavox VR70E, Test in High-End Kette

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sipuri
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 17. Sep 2005, 13:22
Hallo Dyna-Gemeinde,
besitze einen VR70E mit ca 120 Betriebsstunden und hatte jetzt Gelegenheit, das Teil im direkten Vergleich in einer High-End-Kette vergleichs-zu-testen. Zugegen war noch ein langjähriger HiFi-Spezi aus einem renommierten High-End-Laden und ein Musiker (Jazz).
Original-Anlage:
JBL TI250 + MCIntosh C22 (Vor-) + Octave (Röhrenendstufe) + Music Fidelity CD-Player (getuned), Spezialverkabelung vom High-End-Studio.
Wir haben dann den C22/Octave durch den VR70E ersetzt und mit diversen CDs (Elektr./ Akustische Instrumente, Stimmen usw) vergleichsgehört. BIAS hatt ich vorher auf 360mA nachjustiert.
Hier unsere gemeinsamer subjektiver Eindruck:
Akustische Instrumente: sehr authentisch, z. B. Piano, Gitarre. Sehr schnelles Ansprechen, d. h. Anblasgeräusche oder angeschlagene Saiten, Kontrabass-Holz kommt sehr präzise, detailliert und genau. Klangfarben: sehr gut, Klavierpassagen, flüssig und angenehm. Stimmen: gut, etwas dünner als mit C33/Octave.
Schwach: räumliche Abbildung instabil/nervös, Bass-Fundament eher kraftlos/dünn (z. B. beim E-Bass) Mitten: bei komplexen Passagen und elektrischer Musik eher vorlaut, stellenweise sogar nervig, es fehlte im direkten Vergleich die Ruhe, Übersicht, Gelassenheit. Der Amp wurde nach etwa 15-30 Minuten etwas ruhiger und ausbalancierter im Klang. Unterschiede am 4 bzw. 8 Ohm-Ausgang waren minimal.
Geamteindruck: Ergo: Fürs Geld sensationell gut, da er ja nur ein Bruchteil kostet. Hat vermutlich noch Potential. Ich war dennoch ziemlich ernüchtert, da er in meiner Mittelklasseanlage (IQ Ted IV, mit TASCAM-Studio- CDPlayer direkt am VR70E, Kimber-Verkabelung) im Vergleich zu meinen Transistorenamps für meine Ohren eher warm, bass-stark und nie lästig klang/klingt. Jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt!
Ich beginne jetzt mal mit einigen Modifikationen (Tausch: Röhren, Poti, Kondensatoren) und bin gespannt, wo sich meine "Esspresso-Maschine (klein, schwarz, stark) hinentwickelt.
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 17. Sep 2005, 20:05
Hallo sipuri

Und herzlich Willkommen hier im Forum

Schöner Einstandsbericht, wird sich die sehr große Fangemeinde dieses Amps drüber freuen, an Gleichgesinnten wirds Dir hier nicht fehlen Entsprechend stehen die Chance für ein paar g´schoite Modifikationen doch recht gut

Wünsch Dir noch viel Spaß am Amp/am basteln.. man sieht sich bestimmt
Gruß Ralph
speedikai
Inventar
#3 erstellt: 17. Sep 2005, 20:10
wie?

röhren noch nicht gewechselt.

aber ran, und dann nochmal gegenhören

kai
sipuri
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 18. Sep 2005, 08:51
Hallo - und danke für Euer freundliches Feed-Back!
Habe als erste Maßnahme die Röhren getauscht: E84L von JJ Electronic, die ich noch hatte. Gibt es hier von Euch eine eindeutige Empfehlung bzw. Erfahrung auch für die Vorstufe ?

In den nächsten Tagen kommt noch ein Alps High-Grade Poti RK40312 25k/log und Mundorf Folien-Kondensatoren rein.

Dann wird wieder gegen die McIntosh/Octave-Kombi getestet. Ich halte Euch gern auf dem laufenden! Vielleicht gelingt es ja, mit überschaubaren Aufwand ne kleine Wunderkiste draus zu machen... die den grossen Paroli bieten kann!

VG
Steve Sipuri
speedikai
Inventar
#5 erstellt: 18. Sep 2005, 12:06
????

e84l

hoffe du meinst e34l

vorstufe, valvo, mullard, ei, telefunken

kai
sipuri
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 18. Sep 2005, 15:47
Hallo Kai,
... na klar die E34L, sorry.


Bzgl. der Vorstufe denke ich an die ECF82/6U8A von EI!?

VG
Steve
Andi...
Neuling
#7 erstellt: 29. Mai 2007, 12:54
Hallo alle miteinander,

bin seit ca. einer Woche stolzer Besitzer eines VR70E.
Leider sind noch die original Röhren drinnen.
Neue werd ich die Woche bestellen, kann mich aber nicht entscheiden zwischen KT77 und 6CA7 von EH.

Aber egal das gehört nicht hierher.

Gestern hab ich den Amp bei einem guten Freund in seiner Anlage gehört:
Oktave V50 mit BlackBox(war abgeklemmt), Vincent CD6, Dali Helicon 400

Als wir wieder seinen Amp angeschlossen haben und haben uns die ganzen Lieder erneut angehört war ich schon ein bischen Traurig.

Die Musik löste sich nicht so richtig von den Lautsprechern und auch die Höhen waren nicht so plastisch. Ganz zu schweigen von der Basswiedergabe.(mit dem VR70E) Bei leiser Lautstärke konnte er ja noch mithalten. Aber als wir dann etwas aufgedreht hatten konnte man klar hören das die Bässe einfach unkontrollierter rüberkamen.
(Bei der mickrigen Siebung hatte ich mir auch nix anderes erwartet)

Aber für die 230€ die er mich in Ebay gekostet hat klingt er sehr gut!!!

Davor hatte ich einen NAD C350. Dieser konnte zwar im Bass mithalten aber bei den Stimmen von z.B. Nora Jones hab es kein halten mehr. Da legte der Dynavox so richtig los! Zartschmelzend und eine Detailgetreue wo der NAD nie im Leben mithalten konnte!!!

Wenn ich dann die alten ChinaBöller rausgeworfen hab erhoff ich mir auch deutlich mehr Raumtiefe und bessere Höhenwiedergabe.
hargi
Stammgast
#8 erstellt: 29. Mai 2007, 19:18
Sipuri, Du bringst vieles auf den Punkt, was den Dynavox ausmacht! Gut geschrieben, ohne jemals in den Hifipostillen-Jargon abzudriften. Klasse!

Allerdings ist das, was jetzt an Verbesserungen an einem VR70-E2 durch Röhrentuning noch kommen mag, längst kein solches Aha-Erlebnis mehr wie der Umstieg von einem (auch hochwertigen) Transistor auf Röhre. Durch Röhrentausch tut sich wirklich nur noch im Nuancen-Bereich was.

Auf den Bericht nach den geplanten Tuningmaßnahmen bin ich gespannt.

Wobei ich hier nur den Ratschlag wiederholen kann, den Sidolf hier schon öfters gegeben hat: Probiert es mal - und sei es nur zum Spaß - mit einem deutlich höheren Ruhestrom, so ca. 45mA. Damit wird der Klang - in meinen Ohren - wesentlich aufgeräumter, authentischer und ruhiger. Ich fahre ihn schon einige Zeit so. Neulich hab ich mal wieder runtergedreht, auf 35mA. Das habe ich grad mal eine halbe Stunde ausgehalten.

@Andi...:
eine bessere Höhenwiedergabe habe ich gegenüber den China-Endröhren nicht festgestellt. Auch eine gewisse Kratzigkeit in den Höhen ist IMO eher über höheren Ruhestrom wegzukriegen.

Auf den Punkt bringst Du aber auch, was "über" dem VR 70 noch kommen kann: Eine gewisse Lässigkeit und Autorität, die der Dyna einfach nicht bringt. Dennoch, und zum 1000. Mal: Für dieses Geld ist er klasse. Meinen NAD C372 hab ich jedenfalls verkauft!

Schöne Grüße
Harald
wieder_singel
Stammgast
#9 erstellt: 29. Mai 2007, 19:27
Hallo Andi.
Ich muss noch schnell hier posten, was man nicht vergessen sollte. Und zwar müssen sich die Röhren auch noch einspielen, so ca. 50-100 Stunden. Da Du den Amp ja auch erst eine Woche hast, mache den Vergleich bei Deinem Freund doch in zwei Wochen nochmal...

Gruss vom Den
Sehrlauthörer
Stammgast
#10 erstellt: 29. Mai 2007, 23:16

hargi schrieb:


Auf den Bericht nach den geplanten Tuningmaßnahmen bin ich gespannt.



Hallo Harald,

schon mal geguckt wann der Thread aufgelegt wurde ???.

Ich sags Dir !!!!

#1 erstellt: 17. Sep 2005, 13:22

Lang, lang ist her

Gruß

Michael
hargi
Stammgast
#11 erstellt: 30. Mai 2007, 09:05
Hoppla...
Andi...
Neuling
#12 erstellt: 31. Mai 2007, 13:26
@hargi

da hab ich mich ein wenig zu ungenau ausgedrückt.
Den Amp hab ich gebraucht gekauft. War schon ca. ein 3/4 Jahr alt.
Die Röhren sind schon gut eingespielt, da das Getter (die metallerne Abdeckung) auch schon fast komplett abgebrannt ist und man kann von oben schon die glühende Heizung sehen.

Aber die neuen Röhren sind schon bestellt. Bin schon gespannt drauf.

Bis dann!
hargi
Stammgast
#13 erstellt: 31. Mai 2007, 16:47
Hallo,

kaputt dürften die Röhren nach 9 Monaten eigentlich wirklich nicht sein, eher nach 4 Jahren oder so. Ob das Phänomen eines durchsichtigen Getterspiegels normal ist, das werden Dir vielleicht die Erfahreneren hier beantworten.

Ein Wechsel der EL34 kann allerdings wirklich nicht schaden. Mir ist jedenfalls schnell eine abgeraucht, und somit war der Fall klar. Berichte doch, ob der Wechsel Dir klanglich was bringt.
Viele Grüße
Harald
Bierbauch2000
Stammgast
#14 erstellt: 01. Jun 2007, 20:52
Hallo Andi,

die Siebung braucht nicht größer zu sein, die hat mit dem Bass recht wenig zu tun.

Wenn der Bass schwächelt kann es an der Netztrafo Dimensionierung liegen - die Stromlieferfähigkeit ist dann zu klein.

Siebung bedeutet nicht viele Kondensatoren helfen viel, das mag vielleicht bei Transen so sein aber nicht bei Röhren.

Ich würde folgendes Tunnining empfehlen:

C13 und C20 auf 47pf ändern
den Eingangskondensator auf 0,33µF ändern (senkt die untere Grenzfrequenz)
und schon hast Du schöne Höhen und einen starken Bass.


Lies dir das alles auch mal im Tunning Thread durch.

Dann noch die KT77 in den Verstärker stecken und ab geht die Post.

Gruss
Bernd
FloGatt
Inventar
#15 erstellt: 01. Jun 2007, 23:40
Hi,

bin durch Glückliche Umstände auch in den Besitz eines kleinen Dynavox gekommen

Eine frage:


Bierbauch2000 schrieb:
Dann noch die KT77 in den Verstärker stecken und ab geht die Post.


Als Ersatz für die 6F2 oder wie?

Gruß,
Florian
dkoschuch
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 02. Jun 2007, 11:24
Nein, als Ersatz für die EL 34.
FloGatt
Inventar
#17 erstellt: 02. Jun 2007, 12:10

dkoschuch schrieb:
Nein, als Ersatz für die EL 34.


Achso, nein das lohnt für mich dann nicht. Ich habe sowieso noch ein Paar Valvo-EL34 hier, die werde ich erstmal austesten.

Gruß,
Florian
2A3_Maniac
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 04. Jun 2007, 21:31
Hallo Leute,
ich habe seit etwas über einem Jahr einen Dynavox VR-70E (bei Hornfabrik Eder erworben). Nach ca. 50 Betriebsstunden habe ich die Röhren gegen NOS ECF82 von VALVO und JJ E34L getauscht. Die Höhen wurden deutlich transparanter und der Bass tiefer und deutlich kontrollierter. Meines Erachtens hat der Röhrentausch schon eine Menge gebracht. Außerdem habe ich gute Erfahrungen mit Mikrofonie-Dämpfungsringen gemacht - das "Klingeln" durch Mikrofonie ist bei gehobenen Lautstärken doch erheblich! Stimmen werden viel sauberer (vor allem Frauenstimmen.) Diese Mikrofonie-Dämpfungsringe wirken vor allem bei Vorstufenröhren; Endstufenröhren sind da weniger empfindlich. Einfach mal zum Thema googlen, es gibt verschiedene Anbieter für solche Dämpfungsringe.

Zum Thema EL34 sowie zum Thema Mikrofonie von Röhren finden sich ein tolle Beitäge im Heft "Elektor Special Project Röhren 3" (derzeit im Handel).

Meine Anlage besteht aus einem Pro-Ject 6.1 mit Sumiko Blue Point No.2 + Pro-Ject Phonobox SE, Welter SB-VV1 Vorverstärker sowie Lautsprechern Dynavox 2.0 (die von der Music Connection, hat nix zu tun mit den Dynavox-Röhrenamps).

Gruß
Beteigeuze7


[Beitrag von 2A3_Maniac am 05. Jun 2007, 20:32 bearbeitet]
pragmatiker
Administrator
#19 erstellt: 05. Jun 2007, 17:44

Beteigeuze7 schrieb:
Allerdings verkaufe ich gerade meinen Dynavox VR-70E bei ebay wegen Umstieg auf 300B- oder 2A3-Eintakter.


Erstmal: Herzlich willkommen im Forum - und dann: Hinweise auf eigene eBay-Auktionen unterbleiben bitte in Zukunft. Du hast mit Deiner Anmeldung hier im Forum ohne wenn und aber unsere Nutzungsbedingungen akzeptiert, und das verstößt eindeutig dagegen.

Was natürlich jederzeit geht: Das Gerät hier im Forum im Biete-Bereich einzustellen - dann aber ohne eBay-Hinweis. Wenn Du möchtest, verschiebe ich Deinen Beitrag dahin.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 05. Jun 2007, 17:54 bearbeitet]
2A3_Maniac
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 05. Jun 2007, 20:39

pragmatiker schrieb:
Hinweise auf eigene eBay-Auktionen unterbleiben bitte in Zukunft.


Hallo Herbert,
sorry, war keine böse Absicht. Ich habe die entsprechende Zeile entfernt.

Gruß
Carsten


[Beitrag von 2A3_Maniac am 05. Jun 2007, 20:40 bearbeitet]
Andi...
Neuling
#21 erstellt: 08. Jun 2007, 13:09
Hallo,
hier bin ich wieder...

Hab nun die 6L6GC von EH und die ECF von Tungsram drinnen und schon gute 50Std. einspielen lassen.

Außerdem hab ich mir das ALPS Porti 10K log. RK40312 Stereo Poti gekauft.(schwarze Außenhülle)

Klanglich und von der Einstellbarkeit ist es Super aber der Einbau...
Um für die Kontakten noch Platz zu haben musste ich das Gehäuseblech etwas ausschneiden und das Loch größer machen.
Außerdem mußte ich ein paar Kondensatoren und Wiederstände so hinbiegen das ich zumindest 1mm Abstand zu den Bauteilen habe...

Aber nun zum Klang:

Die Röhren sind Spitze! Nie wieder Chinaböller!
Die Musik löst sich viel Besser als davor, der Hochtonbereich ist subjektiv besser geworden und natürlich das schöne blaue leuchten der Röhren bei Nacht ist eine Augenweide!

Nächster Punkt ist natürlich der Preis. Für ein gematchtes Quartett hab ich bei BTB nur 40€ bezahlt.
Für die ECF82 pro Stück 9,80€.

Hab ihn übrigens noch ein wenig Umgebaut. Der alte Blechkasten hat mir nicht gefallen.
Deswegen hab ich als Abdeckhauben für den Trafo und die AÜ aus einigen Resten Apfelholz mir selber welche gemacht.




Bis denn, Andi...
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