MP3 - Frage bezüglich Bitrate und Qualität

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CWM
Inventar
#1 erstellt: 30. Jan 2008, 22:36
Hallo,

kenne mich mit MP3 bisher leider gar nicht aus, beschäftige mich erst seit kurzem damit seit Kauf eines MP3 Players von Samsung, YP-P2.

Dabei war ein Programm zum rippen und erstellen von MP3, "Samsung Media Studio". Reicht mir aus, alles läuft so weit. Scheinbar nutzt das Programm den "Lame-Codec" oder so.

Standardvorgabe beim rippen ist 128kps, klingt auch soweit ganz OK, habe allerdings auch keine ausführlichen "Original vs. MP3" Hörversuche gemacht. Bitrate liesse sich auch höhersetzen in weiteren Stufen bis max. 320kps. MP3 braucht dann natürlich mehr Speicherplatz.

Ich bin sicherlich nicht der audiophile Enthusiast (eher "Normalverbraucher"), aber WENN ich meine Original CDs schonmal ins MP3 Format rippe, dann will ich sie auch umfassend nutzen. Sprich: Wiedergabe nicht nur auf dem Samsung-Player, sondern auch auf CD gebrannt im Autoradio, am PC mit MediaPlayer, oder über Audioreceiver an der Anlage.

Daher hätte ich gern den brauchbarsten Kompromiss aus Komprimierung (Speicherplatz sparen), aber dennoch möglichst wenig hörbarem Verlust.

Welche Bitrate wäre da angebracht? Ist 128kps ausreichend (für den MP3 Player sicherlich schon), oder führt das auf "höherwertigem" Equipment wie einem 5.1 AV Receiver zu hörbarer Verschlechterung gegenüber dem Original?

Habe sicherlich nicht das beste Audioequipment, aber Sony Autoradio mit MP3 CD, PC mit XFi Karte und Teufel Concept G THX 7.1 System, sowie Yamaha AV-Receiver mit Elac 5.1 Boxen. Dafür sollte die MP3 Qualität möglichst genügen.

Was würdet ihr empfehlen? Welche Mindestbitrate, und welche ist Unsinn weil zu hoch? Oder ggf. sogar anderen Codec?



Für Hilfe bereits im Voraus danke

CWM
Andreas67
Inventar
#2 erstellt: 30. Jan 2008, 23:16
Da hat sicher jeder seine individuelle Grenze. Ich denke bei Lame ist V 2 --vbr-new, also Bitrate zwischen 170-210 eine gute Einstellung.

Hängt sicher auch davon ab, wie viel Songs auf den Player sollen und was einem da wichtiger ist - Qualität oder Quantität.

Mit OGG wirst Du vermutlich Probleme mit den verschiedenen Abspielgeräten haben, ansonsten ist das als Codec noch eine gute Alternative.
CWM
Inventar
#3 erstellt: 30. Jan 2008, 23:32
Danke erstmal für die Antwort.

Du meinst also, 128kps wäre grundsätzlich zu wenig?

Nächste wählbaren Stufen wären 160, 192 und 224.

Welche würdest Du empfehlen, falls Dir 128 tatsächlich zu niedrig erscheint?

CWM
horstd
Stammgast
#4 erstellt: 30. Jan 2008, 23:37
Ne Faustregel besagt ja mindestens 192 kbit/s bei mp3s. Ich würde aber auf jeden Fall über 200 kbit/s wählen. Zu hoch gibts aber (fast) nicht-> bei entsprechendem Equipment.


[Beitrag von horstd am 30. Jan 2008, 23:37 bearbeitet]
CWM
Inventar
#5 erstellt: 30. Jan 2008, 23:43

horstd schrieb:
Ne Faustregel besagt ja mindestens 192 kbit/s bei mp3s. Ich würde aber auf jeden Fall über 200 kbit/s wählen. Zu hoch gibts aber (fast) nicht-> bei entsprechendem Equipment.


Das hilft doch schonmal weiter.

Eine Faustregel, das hatte ich gemeint.

Bin nicht Highend-Audiophil, will aber wenigstens den Standard für Normalos.

Werde dann wohl 224 versuchen. Mal schauen, wie viele Standard CDs dann auf einen CD-Rohling passen als MP3.

Danke nochmal

CWM
razputin
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 31. Jan 2008, 00:32
Ich benutze auch lame mit -v2 --vbr-new (wird auch empfohlen).
Die durchschnittliche Bitrate liegt zwischen 190 bis 210kbit/s.
Mit v1 oder v0 kann ich nichts anfangen, da ich auf meinm DAP (eigentlich DMP => Sony NWZ A81) keinen Unterschied zu v2 höre.
Jedoch sollte man für einen transparenten Klang nicht unter 170kbit/s gehen.
Andreas67
Inventar
#7 erstellt: 31. Jan 2008, 00:40

CWM schrieb:
Eine Faustregel, das hatte ich gemeint.


V2 war auch als Faustregel zu sehen, weil darüber die meisten Leute keine Verbesserung mehr hören. Zudem hat eine variable Bitrate m.E. Vorteile hinsichtlich Dateigröße.

Schau mal bei Google unter EAC Bundle, dann hast Du auch gleich eine gute Software.
realsyntech
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 31. Jan 2008, 00:45
Ich bin mal so frei

http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=47

http://www.mpex.net/info/eac.html

Damit sollte man schon recht weit kommen.
markus3
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 31. Jan 2008, 01:05

CWM schrieb:
..
Nächste wählbaren Stufen wären 160, 192 und 224...


wenn bei deiner software "v2" o.ä. nicht geht, dann probier lame und razorlame .. afair auf der letzten eingabeseite von
razorlame wirds interessant: da gibst du die empfohlene kompression ein.

habe die ehre, markus
CWM
Inventar
#10 erstellt: 31. Jan 2008, 01:39

Andreas67 schrieb:

CWM schrieb:
Eine Faustregel, das hatte ich gemeint.


V2 war auch als Faustregel zu sehen, weil darüber die meisten Leute keine Verbesserung mehr hören. Zudem hat eine variable Bitrate m.E. Vorteile hinsichtlich Dateigröße.

Schau mal bei Google unter EAC Bundle, dann hast Du auch gleich eine gute Software.


Erstmal:

Vielen Dank @all

Was ich inzwischen gelernt habe: 128kps sind deutlich zu niedrig. Eine Vorgabe des "Samsung Media Studio", um einfach Speicherplatz auf dem Player zu sparen.

Das Programm gefällt mir trotzdem ganz gut, weil es schlank und einfach die CDs rippt, und sich Infos zu Titeln und Künstlern von "Gracenote" holt. Habe jetzt die Bitrate auf 256 hochgesetzt.

Jetzt neue Frage:

Wie kann ich feststellen, WELCHE Version von "LAME Codec" eigentlich bei mir vorliegt?

Der Codec wurde bei der Installation des Programmes mit installiert, aber keine Ahnung welche Version.

Wie und wo kann ich das herausfinden? In der Samsung Software jedenfalls nicht.

Laut Euren Aussagen ist ja wohl "V2" die aktuellste/beste Version.

Wie und wohin installiere ich die aktuellste Version?

Danke nochmals, sorry für die DAU Fragen, aber ist mein erster Kontakt mit MP3 überhaupt...

CWM
Andreas67
Inventar
#11 erstellt: 31. Jan 2008, 02:04
V2 ist ein Parameter für die Qualität im Lame Codec.

Folge einfach den bisher gemachten Links und verweisen für weitere Infos. Schau dir auch mal das EAC Bundle an, da sind die üblichen Werte bereits voreingestellt bzw. in der Doku erklärt.
realsyntech
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 31. Jan 2008, 02:08

CWM schrieb:
Laut Euren Aussagen ist ja wohl "V2" die aktuellste/beste Version.


Nein. V2 ist keine Version sondern ein Uebergabeargument an das Programm lame (= MP3 Encoder) zur Qualitaetseinstellung.

Lies dir bitte mal die Links durch bzw. auch die Beschreibung zu lame.

Hier der Kurzauszug aus der lame hilfe (lame --help)

LAME 32bits version 3.97 (http://www.mp3dev.org/)

usage: lame [options] <infile> [outfile]

    <infile> and/or <outfile> can be "-", which means stdin/stdout.

RECOMMENDED:
    lame -V2 input.wav output.mp3

OPTIONS:
    -b bitrate      set the bitrate, default 128 kbps
    -h              higher quality, but a little slower.  Recommended.
    -f              fast mode (lower quality)
    -V n            quality setting for VBR.  default n=4
                    0=high quality,bigger files. 9=smaller files
    --preset type   type must be "medium", "standard", "extreme", "insane",
                    or a value for an average desired bitrate and depending
                    on the value specified, appropriate quality settings will
                    be used.
                    "--preset help" gives more info on these

    --priority type  sets the process priority
                     0,1 = Low priority
                     2   = normal priority
                     3,4 = High priority

    --longhelp      full list of options


lame kann auch von der shell aus gestartet werden. Mit den Uebergabeparametern (wie z.B. -V 2 --vbr-new) steuert man dann, wie lame die MP3 kodiert. Und diese Parameter koennen auch von einigen Programmen an lame geschickt werden. Man muss sie nur eingeben koennen.

Dein Progamm braucht also die Moeglichkeit, einen externen Encoder aufrufen zu koennen. Wenn das nicht moeglich ist bzw. wenn du an den Encoder keine Argumente uebergeben kannst, wird dir das aber nicht recht viel helfen (wobei, wenn du z.B. 192 oder 224 kbps auswaehlen kannst, tut es das auch).

In dem Fall waere dann als erstes EAC (Exact Audio Copy) oder CDEX (beides Freeware) geeigneter, weil es fuer diese Programme
a) genug Anleitungen im Netz gibt (siehe die 2 Links die ich dir gepostet habe) und
b) diese Programme externe Encoder ansteuern koennen.

Aussserdem koennen beide Programme deine CD Inhalte aus dem Netz laden. Aber das kennst du ja von deinem aktuellen Programm schon.
Gelscht
Gelöscht
#13 erstellt: 31. Jan 2008, 03:08
Der Aufrufparameter V bedeutet: Schalte variable Bitrate an, die Zahl dahinter von 0 (=beste Qualität) bis 10 (Kleinste Dateigröße) gibt die Qualität vor. Die Bitrate richtet sich dann nach der Komplexität des Stückes. V2 ist eine relativ hohe Qualität.

Mein Media-Studio 5.1.4.3 bringt Lame 3.96.1 mit. Der Installer informiert über die Verwendung von Open Source, und installiert den Lame separat und nach GPL, für ein Multimediaprogramm vorbildlich. Es ist vor einem Monat mit einem YP-UB gekauft worden. Wenn 3.97 jetzt state of the art ist, ist das noch relativ aktuell.

Die Frage ist, ob bei den geschilderten Ansprüchen ein Upgrade des Lame überhaupt notwendig ist.
backmagic
Inventar
#14 erstellt: 30. Nov 2009, 01:15
Hi, mein Radio spielt leider nur MP3, keine WAV.

Aber Speicherplatz ist mir echt egal....

Wie hochwertig kann man ne MP3 machen, gleichwertig zur WAV? Also ca 40MB für ne MP3? Mein Prog. geht nur bis 320

Passen immer noch genug auf ne zb 8GB Karte....



[Beitrag von backmagic am 30. Nov 2009, 01:20 bearbeitet]
Intraaural
Inventar
#15 erstellt: 30. Nov 2009, 01:46

backmagic schrieb:
Wie hochwertig kann man ne MP3 machen, gleichwertig zur WAV? Also ca 40MB für ne MP3? Mein Prog. geht nur bis 320

Mehr als 320 kBit/s gibt es nicht bei MP3. Deshalb geht das Programm auch nicht höher. Wer mehr will, aus welchen Gründen auch immer, muss Ogg Vorbis nehmen und Ogg Vorbis kompatible-Geräte haben. Dort geht es bis ca. 500 kBit/s. Mehr macht sowieso keinen Sinn, weil man dann gleich bei FLAC als Lossless-Format bleiben könnte.

Ob 320-MP3 gleichwertig zu WAV ist, muss jeder für sich entscheiden. Ohne persönlichen Hörtestvergleich geht da gar nichts.
Franz2
Inventar
#16 erstellt: 30. Nov 2009, 22:34
Mein Tipp:
Wenn du dir schon die Mühe machst, dann rippe gleich verlustfrei (meine Empfehlung: FLAC).
Sonst rippst du irgendwann nochmal (ich spreche aus Erfahrung).

Die Umwandlung nach MP3 (meine Empfehlung: V2) kann dann automatisiert erfolgen.
b.mo
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 18. Jan 2010, 23:31
mal eine etwas andere frage,

warum klingen die mp3 files die beim Kauf (zb sony geräten) vor ab drauf sind, viel klangvoller als zu meinen cd-rips (320 kbps). wurden die vorher normalisiert?


greetz!


[Beitrag von b.mo am 18. Jan 2010, 23:46 bearbeitet]
Kharne
Inventar
#18 erstellt: 18. Jan 2010, 23:37
Wahrscheinlich.
Dann aber nicht mit Mp3gain, sondern einem *echten* Normalisierer, der einfach sämtliche Dynamik rauspresst und das ganze Lied gleich laut macht.

Gruß
Kharne
Accuphase_Lover
Inventar
#19 erstellt: 18. Jan 2010, 23:49
Normalisieren bedeutet erst mal nur, den Pegel (meist den Peaklevel) auf einen gewünschten Wert zu bringen. Dabei muß es nicht zwangsläufig 0.0 dBFS sein !

Wenn man den RMS-Wert normalisiert um eine Lautheitsanpassung vorzunehmen, funktioniert das aber nur bei Tracks, die in ihrer Pegelverteilung (Waveform !) sehr ähnlich sind.

Dann kann es je nach eingestelltem Wert, ggf. tatsächlich zu einer Dynamikeinengung kommen, nämlich dann, wenn man um Übersteuerungen zu vermeiden, den Peaklevel mit einem Brickwalllimiter gegen die Wand fährt !
Accuphase_Lover
Inventar
#20 erstellt: 18. Jan 2010, 23:52

b.mo schrieb:
mal eine etwas andere frage,

warum klingen die mp3 files die beim Kauf (zb sony geräten) vor ab drauf sind, viel klangvoller als zu meinen cd-rips (320 kbps). wurden die vorher normalisiert?


Mach mal bei einem Download-Track den du auch selbst gerippt hast, einen Pegelvergleich.

Wenn der RMS-Level des Downloads höher ist als der des selbstgerippten Tracks, erklärt das Einiges.
backmagic
Inventar
#21 erstellt: 20. Jan 2010, 02:36
Also wenn ich ne Audio CD mit meinem DVD Player rippe und auf Stick speichere ist die Qualität auch zum

Aber über Lame oder Super 2008 ist die Qualität schon deutlich besser
Accuphase_Lover
Inventar
#22 erstellt: 20. Jan 2010, 03:23
Die DVD-Player Rip-Funktion ist auch nicht die richtige Methode.

Wer weiß, was da für ein Encoder zum Einsatz kommt.
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