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Beethoven Klavierkonzert Nr. 5

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cr
Inventar
#1 erstellt: 13. Nov 2003, 20:04
Welcher Interpretation gebt ihr den Vorzug.
Ich habe es mit
Radu Lupu/Metha
Brendel/Haitink
Michelangeli/Guilini
Mir ist die Aufführung mit Brendel am liebsten.


[Beitrag von cr am 13. Nov 2003, 21:07 bearbeitet]
Oliver67
Inventar
#2 erstellt: 13. Nov 2003, 20:45
Claudio Arrau!

Oliver
der_graue
Stammgast
#3 erstellt: 13. Nov 2003, 23:26
Meine Favoriten :

Brendel / Rattle Wiener Philharmoniker

und

Maurizio Pollini / Karl Böhm Wiener Philharmoniker


Brendel spielt mit grosser Weisheit, Pollini ungestühm.
Dazu der Orchesterklang der Wiener Philharmoniker, allem voran die Holzbläser.

Viele Grüsse
Stephan
Albus
Inventar
#4 erstellt: 14. Nov 2003, 13:56
Tag,

ich halte es wie Oliver, wenn Oliver mit 'Claudio Arrau' meint: Schallplatte, Claudio Arrau, Concertgebouw Orchester, Haitink (Philips). Nicht die recht alten Arrau (EMI), ich hab' den Dirigenten längst vergessen, passend, nicht die neueren Arrau, mit Colin Davis, Staatskapelle Dresden.

Eine Steigerung der Arrau-Aufnahme mit Haitink und dem Concertgebouw ist noch die NDR-Aufzeichnung von Arrau, NDR-Sinfonie-Orchester unter der Leitung von Vaclav Neumann.

MfG
Albus
drbobo
Inventar
#5 erstellt: 16. Nov 2003, 13:11
Hallo,

als Historische Aufnahme sehr interessant (interpretatorisch, klanglich noch akkzeptabel)


Ausserdem besitze ich die Kompletteinspielung von Barenboim, ist aber m.e. nicht heraussragend.
AH.
Inventar
#6 erstellt: 16. Nov 2003, 17:05
@ Albus:

Ist der NDR-Mitschnitt Arrau/Neumann noch irgendwo erhältlich bzw. war er je veröffentlicht?
Auf die Schnelle habe ich nichts gefunden.
Sonst würde ich mal direkt beim NDR anfragen......

Gruß

Andreas
Albus
Inventar
#7 erstellt: 17. Nov 2003, 11:55
Morgen Andreas,

die Arrau/Neumann Aufzeichnung ist sicherlich unveröffentlicht. Der NDR sendet diesen Konzertmitschnitt etwa alle vier Jahre ein Mal. Man hält es dort so, wie mit anderen Pretiosen auch.

MfG
Albus
Markus
Inventar
#8 erstellt: 17. Nov 2003, 12:01
Wenn wir schon bei Brendel sind, dann sollte nicht die Aufnahme mit Brendel/Levine/CSO vergessen werden: eine ungemein spannende Live-Aufnahme, die sich, angesichts des Aufnahmedatums (frühe 80er), durch eine ungewöhnlich frische, durchsichtige und natürliche Aufnahmetechnik auszeichnet.

Gruß,

Markus.

P. S. Die Studio-Aufnahme mit Rattle ist ebenfalls sehr gut. Ich liebe ebenfalls die Wiener Bläser. Wenn ich noch keine der Aufnahmen hätte, wüsste ich nicht, für welche ich mich entscheiden sollte. Möglicherweise würde im Endeffekt dann der Preis den Ausschlag zu Gunsten der CSO-Aufnahme geben.
embe
Stammgast
#9 erstellt: 18. Nov 2003, 16:35
Hallo,
mir gefallen Ashkenazy und Solti auf Decca sehr gut,
von den Historisierenden mag ich die Levin / Gardiner Aufnahme,
von den Historischen Fleisher / Szell.
Die Brendel / Haitink Aufnahme habe ich auch, finde ich auch OK.
Arrau, Rubinstein oder auch Horowitz muss ich bei Beethoven nicht haben.
Gruß
embe
AH.
Inventar
#10 erstellt: 18. Nov 2003, 18:19
@ Albus:

Wenn der NDR die Bänder wenigstens nicht löscht, ist schon einiges gewonnen. Es gibt aus den "schlechten Zeiten" doch herbe Verluste zu vermelden, viele Aufnahmen des Geigers Gerhard Taschner z.B......
Vielleicht sollte man mal zusammentragen, was man aus den Rundfunkarchiven gerne hätte und an den NDR herantreten?
Ich verfolge die Konzerte in der Musikhalle seit vielen Jahren, auch heute bin ich da.

Gruß

Andreas
martin
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 18. Nov 2003, 18:27
Hi AH,


Vielleicht sollte man mal zusammentragen, was man aus den Rundfunkarchiven gerne hätte und an den NDR herantreten?


meinst Du mit 'zusammentragen' die sauteuren Mitschnittdienste monetär erträglich zu gestalten?

Grüße
martin
Albus
Inventar
#12 erstellt: 18. Nov 2003, 18:50
Tag Andreas,

ich bin ein einfacher Mensch, schon zufrieden, wenn ich gelegentlich die Freude des Wiederhörens genießen kann. Die Programmgestaltung im NDR, Drittes Programm, ist auf Erweiterung des (schließungsbedrohlichen) geringen Hörerkreises aus, seit einigen Jahren, verstärkt, nach jeder neuen Medien-Umfrage. Früher hatte ich mich mit Briefen an die Hauptabteilung Musik, auch den Herrn Wirth, von der Kammermusik, gewandt.
Heute bin ich - siehe oben. - Du gehst in das Konzert, Haydn und Bruckner, schön.

MfG
Albus
mefisto
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 11. Jun 2004, 15:40
Meine Nr.1 in Sachen Beethoven,5.Klavierkonzert:WALTER GIESEKING/Orchester des Reichssenders Berlin/Artur Rother,Sept.1944(STEREO!!):hier geben zwei Musiker alles!!-Gruss Guido
Alfred_Schmidt
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 11. Jun 2004, 23:15
Hallo,
wenn ich diesen alten Thread durchgrase, muß ich mich wundern, wie wenige Einspielungen eigentlich angeführt wurden.

Das Werk lernte ich kennen, da war ich noch keine 20.
Die erste Aufnahme die ich besaß war jene mit Wilhelm Backhaus unter Schmidt-Isserstedt. Backhaus war zu jener Zeit die unangefochtene Kapazität in Sachen Beethoven,
gelobt wurde vor allem seine "zeitlose Eleganz", damals ein Positivattribut.
Er spielte für die Decca ein, soweit ich weiß auf einem Bechstein.

Sein "Konkurrent" war Wilhelm Kempff. Kempffs romantisierende Darstellung war schon auf dem Gipfelpukt seiner Karriere nicht unumstritten, er vermochte zu polarisieren. Die heutigen Stereoaufnahmen aus den sechziger und siebziger Jahren entstanden zu einem Zeitpunk als er seinen Zenith schon längst überschritten hatte. Dennoch sind sie IMO beachtlich.Zum Hineinhören empfehle ich "The Originals", wo das Klavierkonzert Nr 4 und 5 gekoppelt ist. So gesehen wird die CD richtig preiswert. Interessant auch die eigenen Kadenzen von Kempff im Klavierkonzert Nr 4.

Meine persönlichen Favoriten sind jedoch Pollini und Arrau, trotz ihrer Verschiedenheit, oder vielleicht gerade deshalb.
Auf der Pollini Aufnahme kann man übrigens gut hören, wie energisch (aber keinesfalls agressiv)und straff Karl Böhm das Werk dirigierte. Interessant auch der unterschiedliche Klang der Wiener Philharmoniker gegen über der neuen Einspielung mit Brendel und Rattle (Letztere kenne ich, besitze ich aber nicht)

<img src="http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4931647.jpg" width=200 heigth=200><img src="http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5024157.jpg" width=200 height=200><img src="http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7287325.jpg" width=200 height=200 border=1>

Schwergewichtig, aber trotzdem wunderbar durchhörbar, die Aufnahme mit Claudio Arrau und Sir Colin Davis, wenngleich Kleingeister mich darauf hinwiesen, daß Arrau früher besser war. Ich konnte oder wollte das nicht hören, erinnert mich jene CD immer wieder an ein unvergessliches Konzert mit selbem Programm, das im im Wiener Musikverein mit diesem Pianisten erleben durfte.

Vielleicht regt mein Beitrag einige von Euch zu weiteren Stellungnahmen an.

Freundliche Grüße aus Wien
Alfred


[Beitrag von Alfred_Schmidt am 11. Jun 2004, 23:20 bearbeitet]
cr
Inventar
#15 erstellt: 11. Jun 2004, 23:51
Unter den von mir genannten drei Aufnahmen ziehen die meisten Leute, denen ich alle drei lieh, Radu Lupu vor.
Daher würde mich interessieren, wie Radu Lupu in der Kritik gesehen wird.
Norbert2
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 11. Jun 2004, 23:53
Hallo Alfred (natürlich auch Hallo, alle anderen ),

Arrau und Davis zählen ebenfalls zu meinen Favoriten. Davis läßt die Staatskapelle Dresden wie die von Wagner beschworene "Zauberharfe" spielen. auch ist die Klangqualität der Aufnahme herausragend gut. Arrau ist altersgemäß zwar nicht mehr "so fix", aber daß er sich ein wenig mehr Zeit läßt, schadet dem 5. Klavierkonzert nicht, im Gegenteil, dadurch wird das Majestätische des Konzerts noch hervorgehoben.

Pollini/Böhm sind beim 4. Klavierkonzert meine Referenz, das 5. gefiel mir hingegen nicht so gut.

Aus der Erinnerung war ich von Fritz Reiner/Van Cliburn (RCA Victor) und von Kurt Sanderling/Emil Gilels (Eurodisc/Melodia) sehr angetan. aber bevor ich zu beiden Einspielungen etwas schreibe, muß ich mal wieder hineinhören...

Ebenfalls sehr schön spielen Seiji Ozawa/Christoph Eschenbach (DG Resonance). Feines Orchesterspiel und sehr gut aufeinander eingestellter Solist und Dirigent.
Markus_Berzborn
Gesperrt
#17 erstellt: 12. Jun 2004, 01:10
Sehr beeindruckend finde ich auch die Kombination Michelangeli/Celibidache.

Gruß,
Markus
BigBerlinBear
Stammgast
#18 erstellt: 12. Jun 2004, 12:41

Sehr beeindruckend finde ich auch die Kombination Michelangeli/Celibidache.

Gruß,
Markus



ja, da waren zwei "Verrückte" am Werken; vielleicht deshalb der auch von mir bestätigte Referenzcharakter dieser Einspielung !
zoe
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 12. Jun 2004, 14:55
Hi,

Da hatte ich doch vor einigen Monaten die Brendel Rattle Gesamtaufnahme gekauft und war sehr beeindruckt von Nr 1 und 2, war aber nie zu Nr 5 vorgedrungen. Aufgrund der Diskussion habe ich sie aufgelegt und
war enttäuscht: zu pompöser Auftakt, langsame Tempi und Brendel vielleicht auch nicht auf der Höhe der Form, schwer bis zum Ende durchzuhalten.
Dann habe ich die Celebidache/Michelangeli Aufnahme mit dem RTF Orchester gesucht (Arkadia): Klarheit, Spritzigkeit, Michelangeli hat die heroische Pranke, (mehr als Fleisher/Szell) kein Pomp, ich kann nur das bereits gesagte bestätigen; eine Referenz.
Später mit Guilini hat es ja erhebliche Divergenzen gegeben, die zu einem Stop der Gesamtaufnahme geführt haben.
P.S. Dann gibt es noch das Konzert (EMI References) Edwin Fischer mit Furtwängler (Philharmonia) und obwohl ich ja ziemlicher Furtwängler und Fischer (Bach, Beethovensonaten) Fan bin sind meine Erwartungen enttäuscht: verschwommenes Klavier, unklare Diktion, ziemlicher Pomp weit von der Virtuosität eines Michelengeli weg.

Grüsse aus Strasbourg
zoe
Markus_Berzborn
Gesperrt
#20 erstellt: 12. Jun 2004, 16:27

Dann habe ich die Celebidache/Michelangeli Aufnahme mit dem RTF Orchester gesucht (


Es gibt noch zwei weitere Aufnahmen des 5. Konzerts mit Celibidache und Michelangeli: eine ältere mit dem schwedischen Rundfunkorchester (sehr gut) und eine aus den 80er Jahren mit einem Londoner Orchester, die ich allerdings nicht kenne.

Gruß,
Markus
zoe
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 12. Jun 2004, 18:49
Und noch eine Aufnahme,
die beiden hatten wohl eine Affinität für die Seinestadt, was man verstehen kann und ABM hatte eine Affinität zum 5ten,
mit dem Orchestre Symphonique de Paris
Label: Music & Arts
ASIN: B000001OEJ
Kann man kaufen bei
http://www.musicandarts.com


Dan Davis in The Absolute Sound:
"Michelangeli sweeps proudly to the summit of this most majestic and most "pianistic" of the Beethoven concertos. The authority of the playing is tremendous and all-embracing. Michelangeli has the power to make other Emperor readings seem puny."
Von dem, was ich aus den mp3 Beispielen bei M&A (mit aller Vorsicht) hören kann, scheint wir die RTF (Orchestre de la Radio Télévision Française) mit mehr Autorität, endgültiger gespielt, dagegen singt das Klavier im 2. Satz mehr bei der Orchestre Symphonique Aufnahme.


dann: eine Sammleraufnahme
Klavierkonzerte
Celibidache, Michelangeli
Alle Angebote ab EUR 149,00!!!!
bei Amazon.de, die ich nicht kenne. M&A ist da mit 9$99 interessanter

daneben habe ich noch eine Aufnahme von Michelangeli mit dem RAI Roma unter Freccia (Fonit Cetra), die man vergessen kann.

Grüsse aus Strasbourg

zoe





Es gibt noch zwei weitere Aufnahmen des 5. Konzerts mit Celibidache und Michelangeli: eine ältere mit dem schwedischen Rundfunkorchester (sehr gut) und eine aus den 80er Jahren mit einem Londoner Orchester, die ich allerdings nicht kenne.

Gruß,
Markus
Kakapofreund
Inventar
#22 erstellt: 14. Jun 2004, 14:58
Ich besitze drei Versionen der gesamten Klavierkonzerte Beethovens.

1. Kempff/Leitner, DGG
2. Klemperer/Barenboim, EMI
3. Aimard/Harnoncourt, Teldec

Zu meinem Erstaunen wundere ich mich, dass es sich bei allen drei Aufnahmen tatsächlich um die selben Werke handelt!

Unterschiedlicher kann man sie wohl kaum interpretieren...!?

Einen Favoriten habe ich hingegen nicht.

Zu gerne würde ich einmal die Rattle/Brendel Aufnahme mit den Wienern hören...
Klassikliebhaber
Stammgast
#23 erstellt: 09. Sep 2004, 11:54
levine/Brendel Philips
Arrau (allgemein)
vanrolf
Inventar
#24 erstellt: 14. Sep 2004, 01:44
Hallo,
persönlich besitze ich Arrau/Haitink/Concertgebouw (Phillips, Aufnahme von 1964) und Barenboim/Klemperer/Philharmonia Orchestra (EMI, von 1968), habe aber noch ca. 15 andere Versionen mit anderen Interpreten gehört, weil meine Mutter die No.5 quasi gesammelt hat. Arrau/Haitink ist insgesamt mein Favorit, ich habe sowohl eine Vinyl- als auch eine CD-Ausgabe. Eine erstaunlich gute, sehr transparente Klangqualität, würde mich nicht wundern, wenn sie für einige Referenz wäre. Barenboim gefällt mir aber auch, wenngleich man merkt, daß er und Klemperer aus völlig verschiedenen Hölzern geschnitzt sind.

Gruß Rolf
Albus
Inventar
#25 erstellt: 14. Sep 2004, 10:56
Tag,

und Tag Rolf - die älteren Arrau/Haitink/Concertgebouw sind der Beethoven für's Leben (die Philips-Kassette).

Schön.

MfG
Albus
palisanderwolf
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 14. Sep 2004, 11:38
Hallo vanrolf, hallo Albus,

vanrolf schrieb:

persönlich besitze ich Arrau/Haitink/Concertgebouw (Phillips, Aufnahme von 1964)...würde mich nicht wundern, wenn sie für einige Referenz wäre.


Albus schrieb:

und Tag Rolf - die älteren Arrau/Haitink/Concertgebouw sind der Beethoven für's Leben (die Philips-Kassette).

Schön.

MfG
Albus


genauso
MfG Bernd
pha
Stammgast
#27 erstellt: 14. Sep 2004, 15:02
Moin!

letzte Flohmarkt-Erwerbung:

Van Cliburn, Chicago SO, Fritz Reiner auf RCA, wohl frühe sechziger, dem Foto nach. Super Interpretation, und soweit ichs beurteilen kann (leider ist die Platte, obwohl optisch einwandfrei, völlig fertig) sehr gute Aufnahmequalität. Mal schauen, ob man die auf CD kriegt.

Tschö,
Peter


[Beitrag von pha am 14. Sep 2004, 15:03 bearbeitet]
ph.s.
Inventar
#28 erstellt: 30. Sep 2004, 17:38
ich mag eigentlich ganz gern Friedrich Gulda mit den Wiener Philiharmonikern unter Horst Stein.
Philipp
hemmi
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 30. Sep 2004, 23:10
hallo Forum,
darf ich mal was völlig unothodoxes in die Wagschale werfen?:
Clifford Curzon/Hans Knappertsbusch/Wiener Philharmoniker.
Vielleicht würdert Ihr staunen!

Ach ja der Tip von Philipp ist wirklich ein kleiner Geheimtip!

Grüße Hemmi


[Beitrag von hemmi am 30. Sep 2004, 23:18 bearbeitet]
Markus_Berzborn
Gesperrt
#30 erstellt: 01. Okt 2004, 12:56

hemmi schrieb:
hallo Forum,
darf ich mal was völlig unothodoxes in die Wagschale werfen?:
Clifford Curzon/Hans Knappertsbusch/Wiener Philharmoniker.
Vielleicht würdert Ihr staunen!


Ja, feine Aufnahme.
Aber: was ist daran "unorthodox"? Ich glaube doch, dass diese Version ziemlich bekannt ist. Kann man sogar noch ladenneu als LP erwerben (von Speakers Corner).

Gruß,
Markus
hemmi
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 01. Okt 2004, 21:04
Hallo Markus, hallo Forum,
das Wort "unorthodox" bezog sich auf die Art der Interpretation, nicht darauf, ob die Aufnahme gut zu kaufen ist. Vielleicht hätte ich besser geschrieben: "ist untypisch für Hans Knappertsbusch". Normalerweise ist "Kna" berüchtigt für seine breite Tempi (allerdings besonders bei "Ritschi" Wagner), ging meines Wissens auch nur ungern ins Studio und die Aufnahme stellt diese Vorurteile auf dem Kopf.

Entschuldigung, daß meine Zuschrift für ein Mißverständnis sorgte. Aber ich bin hier um zu lernen. Danke!

Liebe Grüße
Hemmi
Markus_Berzborn
Gesperrt
#32 erstellt: 01. Okt 2004, 21:19
Hallo Hemmi,

Ach so, jetzt habe ich es kapiert.
Jedenfalls eine Aufnahme, die man mal gehört haben sollte, da sind wir uns wohl einig.

Gruß,
Markus
ph.s.
Inventar
#33 erstellt: 02. Okt 2004, 16:43
Ich wollte einmal ausprobieren ein Bild zu posten , daher bringe ich jetzt zu meinem Beitrag von Gulda und dem Klavierkonzert folgendes Cover
amazon.de
Susanna
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 03. Okt 2004, 17:42

vanrolf schrieb:
habe aber noch ca. 15 andere Versionen mit anderen Interpreten gehört, weil meine Mutter die No.5 quasi gesammelt hat.


Hallo Rolf u. Alle,

dann ist die mit Christian Zacharias nicht dabei, oder? Eine klasse Aufnahme, auf der CD-Box zusammen mit den anderen KlKonzerten u. dem Tripelkonzert, die Dresdner unter Masur spielen.
Bei Zacharias gilt das Wort "Ein Prophet gilt nichts im eigenen Vaterland". Diesen Eindruck habe ich jedenfalls manchmal, was ihn betrifft.

amazon.de

Viele Grüße,
Susanna


[Beitrag von Susanna am 03. Okt 2004, 18:57 bearbeitet]
vanrolf
Inventar
#35 erstellt: 08. Okt 2004, 18:13
Hallo Susanna,

nein, die war noch nicht dabei, werde ich mir vormerken.
Danke für den Tip !!!

Grüße,
Rolf
s.bummer
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 12. Okt 2004, 20:54
Es ist schon interessant, wie vielfältig die Aufnahmen vom 5.Klavierkonzert sind.
In meinem Plattenschrank stehen an die 15

Fleisher/Szell,
Kempff/Leitner
Backhaus/Schuricht
Backhaus/Knappertsbusch
Schnabel/Sargent
Gould/Stokowski
ABM/ Giulini
ABM/Celibidache
Gilels/Masur
Gulda/Stein
Curzon/Knappertsbusch
Barenboim/Klemperer
Gilels/Szell

Dennoch sollten meines Erachtens zwei Aufnahmen nicht fehlen, auf die ich aufmerksam machen möchte:
Solomon mit Herbert Menges am Stab und .....
nun kommt es,
Arrau mit Klemperer.
Jawohl, diese Aufnahme wurde ausgegraben aus dem BBC Fundus von Life Konzerten im November 1957, als Old Klemp "seinen" berühmten Zyklus in London vorstellte. Alle 9 Sinfonien, sämtliche Klavierkonzerte und als Fülsel auch noch die Ouvertüren wurden binnen einiger Wochen gegeben.
Bisher wurde meines Wissens nur die 9. live veröffentlicht, nun folgten vor wenigen Wochen die Klavierkonzerte 3,4 und 5.
Der Klang ist ordentlich und Arrau und Klemperer passen erheblich besser zueinander als die Opa und Junior Paarung, Klemperer und Barenboim.
Eigentlich waren die beiden für Ende der 50iger fast das ideale Interpretenpaar, wenn auch Klemperer wohl Backhaus noch lieber gehabt hätte.
Doch Arrau und Klemperer konnten einander nur in Konzerten sich nähern, die Gräben der Plattenfirmen waren wohl zu tief.


[Beitrag von s.bummer am 12. Okt 2004, 21:05 bearbeitet]
vanrolf
Inventar
#37 erstellt: 13. Okt 2004, 00:53

Arrau mit Klemperer.
Jawohl, diese Aufnahme wurde ausgegraben aus dem BBC Fundus von Life Konzerten im November 1957,...


Hallo s.bummer,
kannst Du uns mitteilen, ob und wo diese Aufnahme erhältlich ist?

danke sehr und viele Grüße,
Rolf
s.bummer
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 13. Okt 2004, 19:41
Klaro,
die Aufnahme ist zum 01.09. bei Testament erschienen.
Bestellnr. SBT2 1351.
Meine CD Händlerin hat die CD binnen zwei Tagen rangeschafft, es gibt also keinerlei Beschaffungsprobleme oder Wartezeiten.
Neben den drei Konzerten befinden sich noch Aufnahmen der Klaiviersonaten 24 und 31 auf der zweiten CD.
Ansonsten kann man im Paradies mancher historischer Aufnahmen stöbern unter www.testament.co.uk

Beste Grüße
vanrolf
Inventar
#39 erstellt: 13. Okt 2004, 22:40
Hallo,

danke für die Info, bei amazon habe ich sie auch gefunden (lieferbar innerhalb 24 Std., allerdings für über 30 €).

Grüße,
Rolf
Deukalion
Inventar
#40 erstellt: 18. Jan 2009, 19:02
Deukalion schrieb in einem anderen Thread:




Hallo!





Ludwig van Beethoven
Klavierkonzerte Nr. 4 & 5

Arthur Schoonderwoerd Dirigent
Künstler: Arthur Schoonderwoerd (Hammerklavier),
Ensemble Cristofori



Eigentlich habe ich ja nun wirklich genügend Einspielungen dieser beiden Klavierkonzerte, warum da noch eine Hochpreis- Aufnahme kaufen!?
Nun, ich wurde neugierig aufgrund einiger sehr enthusiastischer Rezensionen dieser Aufnahme im Netz.

Und ich muß sagen: Die Aufnahme ist wirklich außergewöhnlich:
- Kammermusikalische Besetzung (die Größe des Orchesters wurde wohl angepasst an die Raumdimensionen des Ortes der Uraufführung: "Eroica- Saal" des Palais Lobkowitz in Wien);
- dadurch sind die orchestralen Begleitstimmen durchhörbar wie bei einem Tripelkonzert o. ä.
- Das Pianoforte (Johann Fritz, Wien) hat einen ungeheuer klangfarbenstarken, mal fast harfenartig perlenden, dann tief warmen, dann wieder fast perkussiven, immer aber abwechslungsreichen und überraschend neuen Klang.
- Es ist zudem in der Positionierung und Lautstärke sehr gut mit den Orchestergruppen ausbalaciert, so dass im Besten Wortsin ein "concertare" entsteht. Letzteres ist bei Originalklang- Aufnahmen bekanntermaßen ja nicht selbstverständlich (unbefriediegendes Gegenbeispiel: Tan + Norrington + London Classical Players: In deren Aufnahme der beethovenschen Klavierkonzerte geht das Pianoforte oft im Orchestergetümmel unter!)
- schließlich errreicht auch die Klangqualität wahrlich audiophile Höhen.
- hier gilt also wirklich die oft benutzte Formulierung: Bekanntes hören, als sei es vollkommen neu: Ich hatte beim ersten Hören oft die Assotiation: Die Passage, diese Nebenstimme kenne ich ja noch gar nicht - da muß ich mal gleich die andere, bekannte Aufnahme hören, wie dort die gleiche Passage klingt!

Fazit: Wer sich mal nach all den Sonderangeboten mal wieder eine Hochpreis- CD leisten möchte und wer HIP- aufgeschlossen ist, sollte den Kauf dieser CD erwägen - es lohnt sich!!!

Schönen Gruß
Hartmut



Ist in diesem Thread vielleicht auch von Interesse!
Hartmut
Schneewitchen
Inventar
#41 erstellt: 18. Jan 2009, 20:05
Ab und zu kaufe ich aus Neugier eine neue Aufnahme



und diese hat mich angenehm überrascht,sodaß ich sie öfter auflege.Vielleich liegt es auch an der Aufnahmetechnik,ich finde,der Klang kommt dem einer SACD nahe.Alles sehr luftig,perlend und schwungvoll.

Meine bisherigen Lieblingsaufnahmen sind
Gould/Stokowski
Fleisher/Szell
Ich habe auch noch einige andere aber (noch) nicht alle.
Das 5.Klavierkonzert ist mein Lieblingskonzert und ich bin manchmal enttäuscht,wenn ich eine weitere Aufnahme kaufe,weil sie langweilig klingt.
Joachim49
Inventar
#42 erstellt: 19. Jan 2009, 00:25

Schneewitchen schrieb:
A
Meine bisherigen Lieblingsaufnahmen sind
Gould/Stokowski
Fleisher/Szell
Ich habe auch noch einige andere aber (noch) nicht alle.
Das 5.Klavierkonzert ist mein Lieblingskonzert und ich bin manchmal enttäuscht,wenn ich eine weitere Aufnahme kaufe,weil sie langweilig klingt.


Bis du sie alle hast, wird es ein bisschen dauern, und ein teurer Spass. Da dich ältere Aufnahmen nicht abschrecken, solltest du unbedingt versuchen die Aufnahmen der Konzerte mit Rudolf Serkin und Eugene Ormandy zu ergattern. Das wird gewiss nicht langweilen. Und was speziell das 5. betrifft möchte ich noch empfehlen:
Benedetti Michelangeli mit Celibidache und einem Schwedischen Orchester, - und, jetzt wird's altersbedingt ein bisschen problematischer: Benno Moissevitsch mit Georg Szell und dem London Philarmonic (1938). Serkin-Ormandy sind mono - Aufnahmen aus den frühen fünfziger Jahren. Serkin-Bernstein ca. 10 Jahre später ist auch nicht übel, aber gewiss nicht besser als die früheren Aufnahmen.
Freundliche Grüsse
Joachim
Martin2
Inventar
#43 erstellt: 17. Jul 2010, 10:38
Ich habe heute mal was gemacht, was ich äußerst selten mache und zwar mir mal alle Aufnahmen des 5. Klavierkonzerts, die ich habe, nacheinander angehört.

Vier Aufnahmen habe ich. Mein Favorit nach dem heutigen Hören - aber das war irgendwie auch vorauszusehen: Ashkenazy, Chicago Symphony Orchestra, Solti ( Decca). Diese Aufnahme habe ich schon sehr lange und ich habe sie immer schon gerne gehört, aber heute beim konzentrierten Vergleichshören wurde mir auch klar, warum. Es ist einfach eine Klasseaufnahme, glanzvoll und klassisch und doch agil, nicht lethargisch, man hört Ritardandi und Accelerandi, aber nicht übertrieben, gerade im ersten Satz und ich finde die Aufnahme großartig.

Gewissermaßen doch überrascht hat mich Gulda, Wiener Philharmoniker, Stein. Da ich vor einiger Zeit flüchtig in den Gulda reinhörte, fand ich ihn weniger gut, aber jetzt beim Wiederhören fand ich ihn doch ganz ordentlich, auch eine Spitzenaufnahme, nur lange nicht so gut wie Ashkenazy.

Auch eine gute und zumindestens sehr interessante Aufnahme ist die Lifeeinspielung von Gilels, Staatliches Orchester der UDSSR, Masur. Der Klang ist nicht überragend und das Orchester nicht an allen Stellen so schönklingend wie die weiter oben genannte Aufnahmen, aber das Spiel ist phantasievoll und irgendwie hat man das Gefühl, das diese Musik den Musikern wirklich viel bedeutet, mehr als bei jeder anderen Aufnahme, und für mich ist dies eine Aufnahme, die ich neben der von Ashkenazy am liebsten höre. Erschienen bei Brilliant.

Und schließlich Bronfman, Tonhalle Zürich Orchester, David Zinman ( Sony). Das ist neben den drei oben genannten Aufnahmen dann schon ein Totalausfall. Ja gut, das ist schon ordentlich gespielt, aber der an sich großartige 1. Satz klingt hier einfach nur furchtbar langweilig, pedantisch, unpassend perlend, gelegentlich zierlich und alles klingt irgendwie nach Passagenwerk, die Intonation nicht immer sauber, das Schlagzeug klingt oft plump, besonders am Ende im Dialog mit dem Klavier. Das ist alles nicht schlecht, aber im Grunde eine ziemlich lieblose und leblose Aufnahme.

Mir hat das aber großen Spaß gemacht und gelegentlich werde ich solches bewußtes Vergleichshören mal wiederholen.

Gruß Martin


[Beitrag von Martin2 am 17. Jul 2010, 10:42 bearbeitet]
Klassikkonsument
Inventar
#44 erstellt: 17. Jul 2010, 19:21
Hallo Martin,

interessante Eindrücke. Schon länger suche ich gerade auch bei Beethovens Fünftem nach einer Alternative zu meiner einzigen Aufnahme (Gould/Stokowski). Die ist zwar schon recht gut, aber noch eine zügigere Interpretation wäre wohl nicht schlecht. Insofern fallen auch Bronfman/Zürich/Zinman in mein Beuteschema.
Bei der Gulda/Wiener/Stein-Aufnahme wird ja manchmal eine langweilige Orchesterbegleitung beklagt. Welchen Eindruck macht sie auf Dich?

Viele Grüße
Joachim49
Inventar
#45 erstellt: 17. Jul 2010, 20:07
Auf you tube gibt es eine faszinierende Aufnahme des Beethoven'schen 5ten mit Gulda (damals noch im Frack), Georg Szell uhd den Wiener Philharmonikern.
Joachim
Klassikkonsument
Inventar
#46 erstellt: 21. Jul 2010, 00:58
Hallo Joachim,

Danke für den Tip. Diesen Mitschnitt habe ich schon mal auf Franz' Hinweis hin vor einiger Zeit gesehen. Das hat mir sehr gefallen.

Viele Grüße
Martin2
Inventar
#47 erstellt: 30. Jul 2010, 19:26

Klassikkonsument schrieb:

Bei der Gulda/Wiener/Stein-Aufnahme wird ja manchmal eine langweilige Orchesterbegleitung beklagt. Welchen Eindruck macht sie auf Dich?

Viele Grüße


Ja, langweilig triffts für mich. Natürlich ist das von den Interpreten her eine Topaufnahme, nur das eigentümlich drängende der Beethovenschen Tonsprache, das sich bei Ashkenazy/ Solti/ CSo in vollkommenster Weise überträgt, fehlt in der Aufnahme mit dem Stein vollkommen. Wobei Ahkenazy langsamer ist als Bronfman, aber scheller als Gulda.

Und von dem Bronfman, soweit Du ihn nicht in einer Box, wie ich in der Sonybox hast, laß lieber die Finger. Der erste Satz mit dem Bronfman ist in der Tat trotz schnellerer Tempi vollkommen statisch. Der 2. und 3. Satz mag akzeptabel sein, der 1. Satz dagegegen ist vollkommen langweilig.

Die Ashkenazyeinspielung hat schlichtweg Qualitäten, die ich von einer wirklichen Topeinspielungen erwarte, Glanz. Die Züricher Einspielung hat dagegen nicht den geringsten Glanz, das ist alles sehr ordentlich, mehr nicht.

Gruß Martin
teleton
Inventar
#48 erstellt: 04. Aug 2010, 23:08
Die im Eingangsbeitrag von Schneewittchen genannte Aufnahme mit Gould/Stokowsky (SONY) schätze ich wegen ihrer überzogenen Länge überhaupt nicht. Ganz im Gegensatz zu den KK 1-4 mit Gould (dort mit Golschmann und Bernstein)in der gleichen SONY-GA, die zu meinen Favoriten gehören.

Vom KK Nr.5 unter Stokowsky hätte ich wahrlich eine packendere Orchesterbegleitung erwartet. Ich finde besonders den 1.Satz mit 21:58 viel zu ausgewalzt langsam - auch hier liegen mir die 19:22 bei Fleisher/Szell (SONY)und die 19:32 bei Gilels/Masur (Brillant), und insgesamt nicht nur vom Tempo her, eindeutig mehr. Das Finale empfand ich als OK.

Dazu diese interessante INFO:

Glenn Gould hat einmal in einem Interview berichtet, wie es zu diesem von Dir monierten sehr langsamen Tempo kam: Gould wollte auf gar keinen Fall eine "mainstream"-Aufnahme des Klavierkonzerts Nr. 5 machen in dem "üblichen" Tempo. Also stellte er Stokowski vor die Wahl: entweder machen wir es sehr, sehr schnell. Oder wir machen es sehr, sehr langsam. Stokowski entschied sich für die langsame Variante. Gould wäre, wie er sagte, beides recht gewesen.

Dazu kann ich nur sagen:
Was ist das für eine Interpretationsfrage ? Wenn ein Pianist eine Sichtweise für ein Konzert hat, dann kommt IMO nur ein Tempo in Frage, namlich das Tempo, mit dem man einen Konzertsatz bestmöglich wiederzugeben glaubt.
Aber dann hier Pokern: " Joooo, machen wir es halt langsam." Nein, so nicht !
Ich finde das Ergebnis beim KK 5 eindeutig daneben !
Beim KK Nr.5 hätte ich mir von dem Klangmagier Stokowsky für Beethoven einfach mehr gewünscht und erwartet. Und dann ermüdet das ständige Gefühl "anschieben zu müssen" beim Hören. Das ist einfach nicht meine Aufnahme !



*** Meine drei Favoriten für das KK Nr.5 sind die forschen und packenden NON-HIPen-Aufnahmen mit:

Zimerman/Bernstein (DG, 1989, DDD)
Klanglich erste Sahne auf DVD. Orchestral eine der besten Aufnahmen der Beethoven-KK, die ich kenne.
Das man die Konzerte nun mit Bild und im ganz exqusiten DTS-5.1-Sound geniessen kann macht die Sache umso erfreulicher und die Beethoven-Klavierkonzerte zu eine der klangbesten Aufnahmen auf dem gesamten Musikmarktmarkt. Man sitzt qausi klanglich total natürlich eingebettet im Großen Musikveinssaal Wien ! Die Klavierkonzerte Nr.3-5 wurden mit den Wiener PH und Leonard im September 1989 aufgezeichnet. Sie gehören zu den drei letzten von Bernstein gemachten Live-Konzerten.
Bernstein mit Zimrman in einem seiner letzten Konzerte zu erleben - eine Wucht !

Aber nicht nur der Klang überzeugt.
Das Bernstein dem Pianisten kein flaches Orchester (wie die langweilige Stein-Aufnahme mit Gulda mit gleichem Orchester) zur Seite stellt, das ist fast selbstverständlich und davon hatte ich mich ja schon bei den Gould/Bernstein-Aufnahmen (KK 2-4) überzeugen können. Bernstein liefert einen zupackenden großvolumigen und trotzdem durchsichtigen sinfonischen Beethoven-Orchestersatz. Packend und fetzig mit einem Wahnsinnsfinale.
Zimermans kraftvoller Anschlag und bernsteins dramatischer Zugriff sind absolute Spitzenklasse.




Fleisher/Szell (SONY, 60er, ADD)
Orchestral eine der besten Aufnahmen der Beethoben-KK, die ich kenne. Pianistisch auch perfekt; aber seitdem ich Gilels/Masur (Brillant) kenne und schätze, sehe ich Gilels noch im Vorteil. (Leider sind die Aufnahmen mit Gilels/Szell (EMI)klangtechnisch auch nicht das, was man sich wünscht und interpretatorisch sollen diese sehr zahm sein !)
Von der Tempogestalltung sind Fleisher/Szell ebenfalls ganz auf meiner Geschmackslinie.


Gilels/Masur (Brillant, 1976, ADD)
Bei aller Einschränkung der klangtechnischen Wiedergabe des orchesters ebenfalls eine höchst packende Interpretation.
Selten habe ich die Beethoven-KK von der pianistischen Seite mit Gilels so elegant, detailreich und mit harter Pranke, wo es angebracht ist, gehört. Der Klavierklang ist zudem sehr natürlich und präsent eingefangen, während das Orchester etwas pauschal und weniger differenziert erscheint. So schlecht, wie ihn (Masur) alle machen ist er hier gar nicht. Sicher etwas derb (russisches Orchester halt) und weniger Elegant als die fabelhafte Orchesterbegleitung in der Aufnahme mit Fleisher/Szell (SONY, 1961); das ist Beethoven-Pur. Von pianistischen Standpunkt ist hier Fleisher sicher ohne Fehl und Tadel, aber die harte Pranke von Gilels kommt mir in der Masur-Aufnahme noch weit mehr entgegen.

Auch von der zügigen Tempogestaltung; ähnlich Szell, sagen mir die Masur/Gilels-Aufnahmen zu, wenn gleich das Orchester immer etwas undifferenziert klingt --- aber Gilels und dieser Anschlag - ein Traum !


[Beitrag von teleton am 04. Aug 2010, 23:12 bearbeitet]
kallix
Stammgast
#49 erstellt: 23. Dez 2010, 13:20
hallo,

ich habe einige aufnahmen die mir eigentlich alle gefallen( gould,perahia,brendel/haitink,kempff/leitner)- bisher am besten finde ich arrau/davies. ich suche noch eine aufnahme als SACD. wer kann mit etwas zu
Rudolf Serkin & Seiji Ozawa Telarc
Brautigam & Parrot
pizarro & Mackerras
sagen ?

gruss

kalli


[Beitrag von kallix am 23. Dez 2010, 13:29 bearbeitet]
Moritz_H.
Stammgast
#50 erstellt: 23. Dez 2010, 14:49

kallix schrieb:
… ich suche noch eine aufnahme als SACD. wer kann mit etwas zu
Rudolf Serkin & Seiji Ozawa Telarc
Brautigam & Parrot
pizarro & Mackerras
sagen ?


Hallo kallix,
hör doch mal in diese neue hinein (z.B. bei JPC): Mit diesem Interpreten macht man keinen Fehlgriff.

jpc.de

Brautigam mit Parrot ist glaube ich recht flott unterwegs … Wenn Arrau mit Davis deine Lieblingsaufnahme ist, wirds mit Brautigam ev. Anpassungsschwierigkeiten geben …
Die Pizarro & Mackerras wurde (weiß leider nicht mehr wo) lobend erwähnt.
kallix
Stammgast
#51 erstellt: 23. Dez 2010, 17:47
Danke !

die hörbeispiele machen einen guten eindruck, ich habe das hier dazu gefunden:
http://deutsch.getclassical.org/?p=235

ich warte mal noch ab ob hier noch jemand etwas dazu weiß....

frohes weihnachtsfest !

kalli
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