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Suche (bombastische) Orchestermusik

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Autor
Beitrag
Winterwolf
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Nov 2010, 19:37
Hallo liebe Hifi-Gemeinde.

Nachdem ich jetzt zwei neue Standlautsprecher gekauft habe, erlebe ich insbesondere Klassik und Orchestermusik völlig anders. Es ist ein purer Genuss geworden.

Auf der Suche bin ich vorallem nach Orchestermusik mit etwas bombast, gerne auch tragisch bis schön.
Ganz genau bin ich nicht festgelegt, aber der Armageddon Soundtrack "The Score" ist z.B. etwas, was ich immer wieder gerne höre.

Wo kann ich mich halbwegs gezielt über Werke informieren, die es bestimmt geben müsste?
Meines Zeichens Metal Fan, hörte ich auch schon immer durchaus andere Sachen dabei. Aber ich finde keinen Anfang, da ich keine echte Klassik suche (Obwohl mir Grieg z.B. auch gut gefällt - Aber das ist mir dann insgesamt zu sanft).

Wolf
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 10. Nov 2010, 20:27
Hallo!

Auch wenn es erstaunlich ist, es gibt wenig klassisch Werke die ausgesprochen Bombastisch daherkommen, am ehesten würde ich einigen der Werke von Richard Strauss dieses Attribut zuerkennen, aber auch das nur zögerlich, durchgehender Bombast gibt es auch hier nicht.

Eher Fündig wirst du auf jeden Fall bei Filmmusik, insbesondere die Musik der alten Sandalen- und Piraten-Hollywoodschinken sollte deinen Vorstellungen entprechen.

Auch Operettenovertüren und die eine oder andere Opernovertüre könnte eventuell deine Kiterien erfüllen, Franz von Suppé http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Supp%C3%A9 wäre hier wohl eine Hörprobe wert.

MFG Günther
voivodx
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 10. Nov 2010, 20:32
Darf man fragen, welche LS das sind?

"Die Planeten" von Gustav Holst könnte dir gefallen und vielleicht "Star Wars: Episode V Soundtrack".
Winterwolf
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 10. Nov 2010, 20:41
Es sind Infinity Primus 360 Standlautsprecher.

Natürlich nichts für ganz betuchte, aber ich bin sehr zufrieden :-)

Nie wieder Satelliten als Frontspeaker und auch die Jamo Standlautsprecher zuvor waren ein gutes Stück schlechter als die Primus von Infinity.

Edit:

@Hörbert
Und vielen dank auch für Deinen Beitrag.
Durchgehenden bombast suche ich auch nicht dringend, aber diese Momente sind einfach das i-Tüpfelchen :-)

Z.B. auch der ruhige Opener von "Star Trek 8", find ich super.
Oder "Theme from Armageddon" vom Armageddon-Soundtrack (allein der Anfang direkt ist klasse - auf den neuen Boxen zumindest).
Sowie die Stücke 1, 2 und 9 auf dem Armageddon-Score.

Edit 2:
Und auch auf dieses Thema hier kam ich, als ich bei Amazon vorhin las, dass der Armageddon Soundtrack "The Score" nicht von Trevor Rabin stamm, sondern von der Idee her von Harry-Gregson Williams (bzw. die Stücke von ihm aus Lizenzgründen rausgenommen wurden).
Ich mag solche Musik sehr gerne, habe aber nur wenig derartiger Sachen. Und da draußen muss es noch vieles geben.


[Beitrag von Winterwolf am 10. Nov 2010, 20:52 bearbeitet]
voivodx
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 10. Nov 2010, 21:00
Kennst du denn schon die Star Wars Soundtracks?
Mit das Beste, was je an Filmmmusik komponiert wurde.
Am besten sind imo die Soundtracks für die Episoden IV-VI.
Winterwolf
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 10. Nov 2010, 21:03
Mit Star Wars 4-6 sind die alten Star Wars Filme gemeint?

Die Neuen kenne ich nämlich nicht, aber den Soundtrack vom zweiten Teil "Das Imperium schlägt zurück" habe ich auch. Vorallem wegen dem Vader-Theme :-)
Beziehungsweise Teil 5, in der neuen Reihenfolge :-)
voivodx
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 10. Nov 2010, 21:04

Mit Star Wars 4-6 sind die alten Star Wars Filme gemeint?


Die meinte ich.
Winterwolf
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 10. Nov 2010, 21:08
Ja die finde ich auch sehr gut.

Kennt jemand von euch Anlaufstellen für Werke dieser Art? Oder kauft ihr euch solche Soundtracks "nur" nach eigenen Erfahrungen (Film geguckt z.B.) oder nach Mund-zu-Mund Propaganda?
Martin2
Inventar
#9 erstellt: 10. Nov 2010, 21:11
Hallo Wolf,

mein Problem ist, daß der Begriff "Bombast" für mich ein wenig negativ besetzt ist. Dinge, die in diese Richtung gehen, könnte ich Dir aber einige empfehlen.

Richard Wagner könnte für Dich etwas sein, am besten zum Einstieg ein guter Sampler mit den besonders einprägsamen Stücken wie "Ritt der Walküren".

Bruckner ist anspruchsvolle Musik, trotzdem könnte man mal in die 5. oder 8. Sinfonie rein hören.

Nicht so anspruchsvoll, aber teilweise schon recht bombastisch und auch klangprächtig: Glieres 3. Sinfonie.

Wenn's auch was älteres sein kann: Georg Friedrich Händels Feuerwerksmusik, klingt durch die große Bläserbesetzung sehr bombastisch.

Auch für ein großes Bläserorchester Janaceks Sinfonietta.

Mahlers 3. Sinfonie, bombastisch schon in ihren Ausmaßen.

Prokoviews 5. Sinfonie, sehr populäres Werk.

Richard Strauss Alpensinfonie.

Schostakowitschs 7. Sinfonie.

Orffs Carmina Burana

Das sind so ein paar Werke, die ich bombastisch im positiven Sinne nennen würde oder die ein bißchen in diese Richtung gehen. Empfehle Dir mal rein zu hören bei Youtube oder eventuell Amazon/ JPC Soundschnipsel.

Gruß Martin
Winterwolf
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 10. Nov 2010, 21:25
Ich verstehe was Du mit Deiner Sichtweise zu "Bombast" meinst.

Ich weiß aber kaum, wie ich es nennen soll, wenn die Stücke etwas "stolzer" und "dramatischer" sein können. Ich denke, Du hast es aber richtig verstanden und ich werde mich einfach mal bei YouTube reinhören.
Das Beste ist bei den Vorschlägen ist, dass man einen Faden bekommen kann, sobald einem was gefällt. Ich bin also neugierig.

Die "Ouvertüre zu Egmont" von Beethoven gefällt mir auch sehr gut, um ein weiteres Beispiel zu nennen.

Während ich bei der Suche nach tragischen/traurigen Stücken auch auf Beethovens "Mondscheinsonate" gestoßen bin, die meinem Anspruch in dieser Richtung aber nicht wirklich entspricht.

Bei "Interview mit einem Vampir" spielt Claudia z.B. im Film ein trauriges Klavierstück, dass leider nicht auf dem Soundtrack zum Film zu finden. Das fand ich sehr schade.
Jetzt dehne ich den Topic aber wohl zu sehr aus. Aber Vorschläge zu melancholischen Klavierstücken nehme ich immer gerne entgegen. Danach "suche" ich schon länger. Die Klassik-Bereich sind sie aber meistens immer sehr vergnügt unterwegs (was aber sicher auch an meiner modernen geschmacks-sichtweise liegen könnte, dass ich das so empfinde).

Auch im extremen Metalbereich werden solche Klavierstücke immer wieder eingestreut. Ein Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=DoYPNYuSCSM


[Beitrag von Winterwolf am 10. Nov 2010, 21:33 bearbeitet]
Martin2
Inventar
#11 erstellt: 10. Nov 2010, 22:28

Winterwolf schrieb:


Die "Ouvertüre zu Egmont" von Beethoven gefällt mir auch sehr gut, um ein weiteres Beispiel zu nennen.

Während ich bei der Suche nach tragischen/traurigen Stücken auch auf Beethovens "Mondscheinsonate" gestoßen bin, die meinem Anspruch in dieser Richtung aber nicht wirklich entspricht.


Hallo Wolf,

ja gut, dann würde ich in Bezug auf den Beethoven auch am Ball bleiben. Mondscheinsonate ist halt ein Klavierwerk; Klavierwerke haben keine orchestrale Farbenpracht und sind vom Charakter her schon intimer. "Bombastisch" - und dabei großartige Musik - ist bestenfalls Liszts H Moll Sonate wenn es um Klaviermusik geht.

Aber wenn Dir die Egmontouvertüre gefällt, dann sollten Dir zumindestens einige der Beethovensinfonien auch gefallen wie insbesondere die 3., 5. und 9. und vielleicht auch die 7. Nicht, daß nicht eigentlich alle Beethoven Sinfonien gut wären.

Gruß Martin
Winterwolf
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 11. Nov 2010, 09:07
@Martin2

Kannst Du mir auch noch 1-2 Beispiele nennen, die Dir als "intime" Klavierwerke ein gutes Beispiel wären?

Ich verstehe, was Du dmait meinst und solche Stücke interessieren mich auch.
Kreisler_jun.
Inventar
#13 erstellt: 11. Nov 2010, 09:55
Von Wagner noch die Ouverturen/Vorspiele zu "Fliegender Holländer", "Tannhäuser" und "Meistersinger" sowie die üblichen Ausschnitte "Rheinfahrt" und "Siegfrieds Tod" aus Götterdämmerung.

Wenn Dir die Egmont-Ouverture gefallen hat, noch Beethovens Coriolan-Ouverture (düster, aber etwas karger als Egmont) und evtl. auch die Ouverture zum "Freischütz" von C.M. v. Weber sowie die "Hebriden"-Ouverture von Mendelssohn (eher romantisch-schottisch-neblig) und seine "Schottische Sinfonie".

Tschaikowsky: 4.,5.,6. Sinfonie, "Francesca da Rimini", "Romeo und Julia"

Klaviermusik von Chopin: Nocturnes, Ballade Nr. 1, 2. Klaviersonate
Liszt: Mephisto-Walzer, Totentanz (gibt es sowohl als Klavier wie auch als Orchesterversionen?)

viele Grüße

JK jr.
voivodx
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 11. Nov 2010, 13:31

Klavierwerke haben keine orchestrale Farbenpracht


Was ist mit Klavierkonzerten?
Das von Tschaikowsky ist schon ziemlich bombastisch.


Während ich bei der Suche nach tragischen/traurigen Stücken auch auf Beethovens "Mondscheinsonate" gestoßen bin, die meinem Anspruch in dieser Richtung aber nicht wirklich entspricht.



Daran gefällt mir der erste Satz am besten.
Ich vermute mal, du suchst eher eingängige Musik.
Winterwolf
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 11. Nov 2010, 13:53

voivodx schrieb:

Ich vermute mal, du suchst eher eingängige Musik.


Ja, Du hast recht. Das tue ich. Zu verspielt darf es jedenfalls nicht sein, damit die Musik wirken kann.
Martin2
Inventar
#16 erstellt: 11. Nov 2010, 17:11
Hallo Wolf,

ja ich denke, jetzt hast Du genug Stoff, um bei Youtube zu suchen. Youtube ist ja sowieso klasse und erspart Enttäuschungen.

Intimer ist Klaviermusik schon deshalb, weil sie sich in vielen Fällen nicht an ein großes Publikum richtet. Man redet ja auch von "Kammermusik" ( wozu Klaviermusik streng genommen nicht gehört und drückt damit aus, daß diese Musik nicht in einem großen Konzertsaal, sonder einer "Kammer" gespielt wird). Schade, daß Dir die Mondscheinsonate nicht gefällt, ich finde sie toll.

Übrigens "bombastisch". Ja das Wort hat einen gewissen abfälligen Beigeschmack, wer den vermeiden will, sollte eher "momumental" sagen. Allerdings bezieht sich dieser immer auch auf die Länge eine Stückes. Monumental meint aber auch den Ausdrückscharakter und in diesem Sinne sind wohl alle hier genannten Stücke "monumental" im besten Sinne.

Gruß Martin
voivodx
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 11. Nov 2010, 17:45

Zu verspielt darf es jedenfalls nicht sein, damit die Musik wirken kann.


Auch atonale Musik oder Freejazz wirken.
Irgendwie.
Ich weiß natürlich was du meinst.

@ Martin2
Interessante Tipps.
Da sind manche Sachen dabei, die ich noch nicht kenne.
Werde ich auf jeden Fall mal antesten.
Ich sprach von Klavierkonzerten, nicht von "Kammermusik".


Ja das Wort hat einen gewissen abfälligen Beigeschmack, wer den vermeiden will, sollte eher "momumental" sagen.


Eine besonders negative Konnotation hat das Wort "pathetisch".
Wieso fällt mir das nur immer wieder bei diversen Metalbands ein?
Martin2
Inventar
#18 erstellt: 11. Nov 2010, 17:52
Also pathetisch und Pathos sind meiner Meinung nach nicht "negativ konnotiert". Es gibt ja sogar Werke, die diesen Namen tragen wie die von Beethoven und Tschaikovski. Dessen ungeachtet mag das Pathos im moment nicht sehr in hohem Kurs stehen - das ist aber etwas anderes.

Gruß Martin
voivodx
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 11. Nov 2010, 18:03
Heißt pathetisch nicht auch "übertrieben feierlich"?
Ich meine so im Sinne von gefühlsduselig.
Wir könnten uns ja darauf einigen, dass das Wort zumindest eine negativ besetzte Bedeutung haben kann.
Martin2
Inventar
#20 erstellt: 11. Nov 2010, 18:16
Nein "gefühlsduselig" heißt pathetisch wohl nicht. Der Begriff hat eine lange Tradition. Man kann ihn abwertend benutzen, klar, muß sich aber darüber klar sein, daß er eine lange Tradition hat, die in die Antike reicht, von Schiller in bestimmten Sinne mit Bedeutung belegt wurde und auch die Expressionisten sprachen damals vom "neuen Pathos". Schiller rückt den Begriff in die Nähe des Erhabenen.

Ich finde es falsch, diesen Begriff abwertend zu benutzen. Pathetisch ist letzlich etwas anderes als "sentimental". Solche Bedeutungsunterschiede sollte man nicht einebnen.

Gruß Martin
Winterwolf
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 11. Nov 2010, 20:08
Hallo!

Ich habe mich jetzt wirklich mal auf YouTube durchgehört und ein paar Sachen waren mir auch schon bekannt. Wenn ich auch nicht wusste, von wem das ist. Sind aber wirklich ganz berühmte Melodien dabei :-)

Hängengeblieben bin ich bei Chopin und zwar vorallem bei "Nocturne 20".
Von meiner Seite aus können Stücke solcher Art noch viel "schwerer" und hoffnungsloser daher kommen.

Bei den bombastischen Stücken muss ich sagen, dass wenig für mich dabei ist. Wo ich moderne Filmmusik teilweise gerade in den bombastischen Momenten gerne mag (Beispiel Armageddon Score), könnten mir böse Zungen jetzt wohl einen gewissen Anspruch absprechen.

Leider sind die Sony Sachen auf YouTube in Deutschland gesperrt. Wer also nicht über sein Handy YouTube gucken kann (da gibt es diese Sperre irgendwie nicht), kann sich das mit dem Gerede des Präsidenten dabei anhören ;-)
http://www.youtube.c...0F97C5082CBD&index=3
Martin2
Inventar
#22 erstellt: 11. Nov 2010, 21:25
Hallo Wolf,

es ist immer interessant, wie jemand eine Musik beschreibt. Als "schwer und hoffnungslos" hätte ich Chopin nicht empfunden. Sondern eher als verträumt, bestenfalls melancholisch. Obwohl natürlich auch der Chopin eine breite Spannweite hat.

Schade, daß Dir die Empehlungen, die ich Dir gegeben habe, alle nicht bei Dir gezündet haben. Aber auch das mag irgendwann anders aussehen. Aber probiere auch mal das 2. Klavierkonzert von Rachmaninov, auch das könnte in die von Dir anvisierte melancholische Richtung gehen.

Gruß Martin
Winterwolf
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 11. Nov 2010, 21:44
Hallo Martin!

Ich wollte Chopin selbst auch nicht mit diesen Prädikaten bekleiden. Aber das genannte "Nocturne 20" hat etwas von dieser Schwerfälligkeit, die ich suche. Auch wenn es zwischendurch immer wieder verspielt ist.
Musik zum "in sich kehren" und unbewusst wegträumen, während man eigentlich entspannt-gebannt zuhört.

Beim nächsten Clip von "Nocturne 2" war ich nicht mehr so angetan, obwohl mir der Stil insgesamt sympathisch ist.

Ich habe die Hoffnung das jemand Stücke kennt, die wie beschrieben, noch weiter gehen in ihrer Stimmung.
Martin2
Inventar
#24 erstellt: 11. Nov 2010, 22:13
Hallo Wolf,

ich weiß nur nicht, was Du mit diesem Nocturne 20, bzw. 2 meinst. An sich haben diese Nocturnes Opus Nummern. Ich bin übrigens sehr zufrieden mit dieser Box.

amazon.de

Na ja, für eine wirkliche Empfehlung ist es in diesem Stadium natürlich noch zu früh. Die Aufnahmen sind zwar berühmt, aber älter. Ich mag einiges in dieser Box: Die Nocturnes ( vor allem die frühen), die Klavierkonzerte, Balladen und Scherzi, teilweise die Mazurkas, teilweise die Sonaten, die Walzer habe ich lange nicht gehört.

Aber wiegesagt: Es ist zu früh, Dir in diesem Stadium wirklich was zu empfehlen.

Aber auch bei dem Beethoven würde ich mal am Ball bleiben.

Aber wie gut, daß es heutzutage Youtube gibt!

Gruß Martin
voivodx
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 12. Nov 2010, 14:01
Hast du dir schon Die Planeten angehört?

Wenn dich eingängige klassische Musik interessiert, solltest du dich mal mit Programmmusik befassen.
Die Planeten zählen dazu oder auch die 4 Jahreszeiten.


Ich finde es falsch, diesen Begriff abwertend zu benutzen. Pathetisch ist letzlich etwas anderes als "sentimental". Solche Bedeutungsunterschiede sollte man nicht einebnen.


Der Duden übersetzt pathetisch mit "übertrieben feierlich, gespreizt".
Zumindest "übertrieben" hat eine negative Konnotation würde ich sagen.
Aber vielleicht liegt auch das nur im Auge des Betrachters.

In der Wiki werden im Zusammenhang mit der negativen Auslegung des Begriffes Pathos die Bruckheimerfilme erwähnt.
Ich hätte dabei auch zuerst an Filme wie Pearl Harbor und Armageddon gedacht.
Die finde ich einfach furchtbar pathetisch.
Aber das wirklich Schlechte an den Filmen ist ja vielleicht gar nicht der Pathos an sich, sondern diese naive und dümmliche Machart der Filme.
Die Musik finde ich übrigens auch nicht der Rede wert.



Als "schwer und hoffnungslos" hätte ich Chopin nicht empfunden.


Das ist wie dieses Klischee, dass alles von Mozart fröhlich sei.
Martin2
Inventar
#26 erstellt: 12. Nov 2010, 14:20
Ja der Duden ist für mich auch nicht die einzige Informationsquelle, auch Wikipedia nicht. Ich besitze auch den großen Brockhaus ( in einer allerdings schon etwas älteren Fassung). Was dort zum Begriff "Pathos" steht, ist für mich eher maßgebend. Nur habe ich jetzt keine Lust, den ganzen Artikel abschreiben.

Meiner Meinung nach hat das Pathos immer seine Zeiten, wo es angesehen ist und andere, wo man ihm ablehnend gegenüber steht. Wir leben heute in einer Zeit, wo es als ausgesprochen schick gilt, "cool" zu sein. Da hat das Pathos und das pathetisch sein natürlich keine Chance. Das halte ich aber alles nur für kulturelle Moden. Irgendwann wird das "Coolsein" auch mal wieder aus der Mode kommen und das "pathetisch sein" als die neuste Sommermode auftreten. Der Begriff hat jedenfalls eine enorme Tradition, vom Pathos der altgriechischen Tragödie, über Schiller, Nietzsches "Pathos der Distanz", das "neue Pathos" der Expressionisten. In einer kurzen Duden Begriffsdefinition ist das wohl kaum zu fassen. Meiner sagt "( übertrieben) feierlich". Wobei die altgriechische Sprachwurzel eher im Begriff "Leiden" liegt, was meiner Meinung nach im Begriff auch immer durchschlägt.

Gruß Martin
voivodx
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 12. Nov 2010, 14:43

In einer kurzen Duden Begriffsdefinition ist das wohl kaum zu fassen.


Volle Zustimmung.
Es gibt ja auch noch Synonym-Wörterbücher.

Ich bin mir auch selber nicht sicher, ob der Begriff immer so negativ zu werten ist(wenn überhaupt).

Vielleicht ist man sich auch heute im Zeitalter der "Coolness" besser darüber im Klaren, was Emotionen eigentlich sind und das man sie kontrollieren kann.
Ich vermute, das war vor 2-oder 300 Jahren noch anders.
Früher wurden überschwängliche Gefühlsausbrüche vielleicht mystifiziert oder nicht kritisch hinterfragt.
Man wußte ja noch nix über Neurologie und Stoffwechselvorgänge im Gehirn.
Martin2
Inventar
#28 erstellt: 12. Nov 2010, 17:03
Die Dudendefinition ist einfach ärgerlich, weil sie den Begriff bis zur Unkenntlichkeit verkürzt und verfälscht. Also erst einmal würde ich die Feierlichkeit als Definition nicht gelten lassen, zweitens den Begriff "Übersteigerung", weil der wertend ist. Meinem Empfinden nach ist jede in irgendeiner Form "hoch gesteigerte" Rede pathetisch. Wenn jemand zu seiner Geliebten sagt "Ich hol dir vom Himmel die Sterne" ( höchst abgegriffen), wäre das pathetisch, aber nicht feierlich. Wenn Gregor Gysi eine Bundestagsrede mit den Worten begänne "Wacht auf, Verdammte dieser Erde" wäre das pathetisch, aber auch nicht unbedingt feierlich. Kohls "Gott segne unser Vaterland" war pathetisch.

Wagners Opernlibretti sind sehr pathetisch, Nietsches "Also sprach Zarathustra ist pathetisch.

Also Feierlichkeit ist Quatsch und Übersteigerung ist in gewisser Hinsicht richtig, jedoch nicht in einem wertenden Sinne.

Ich denke in der deutschen Kultur ist das Pathetische eben wegen der Nazivergangenheit ein besonderes Problem, denn auch Hitlers Reden waren sicher sehr pathetisch. Also wünscht man sich den nüchternen Politiker, den nüchternen Journalisten, den nüchternen Menschen überhaupt und verabscheut jede Form von Pathos. Trotzdem in meinen Augen eine Verarmung der Kultur. Ob ich mir in der Politik so viel Pathos wünsche, ist die eine Sache - wahrscheinlich nicht - aber das Pathos ist für mich ein Teil der Kultur und es sollte zu neuem Leben erweckt werden.

Und mit der Coolness als heutigem "gesellschaftlichen Wert" habe ich eben meine Probleme, weil die Coolness sehr souverän tut, aber im Grunde genommen nur ängstlich auf den Augenschein eigener Souveränität bedacht ist. Von diesem Gesichtspunkt betrachtet, finde ich gerade das Coole äußerst uncool. Gefühle zu zeigen, sogar "gesteigert" zu zeigen, pathetisch zu werden, finde ich dagegen äußerst cool, weil ich alles cool finde, was keine Angst davor hat, sich lächerlich zu machen.

Gruß Martin
Kings.Singer
Inventar
#29 erstellt: 12. Nov 2010, 20:34
Hallo zusammen!

Juhu, kritisieren wir den Duden - eine sprachwissenschaftliche Institution!

Das war jetzt pathetisch, oder?

Es schreit nach Differenzierung: (Und schon wieder!)

Wenn pathetisch eurer Meinung nach nichts Negatives an sich hat, dann würde ich gerne mal wissen in welchem Zusammenhang man es so benutzen kann, dass es vollkommen(!) positiv zu deuten ist.
Bitte, ihr seid dran!

Ihr stellt ja selbst fest, dass pathetisch immer etwas mit Übetreibung und Überhöhung zu tun hat. Selbst das ist schon gewertet (zumindest wird abgewogen), denn man vergleicht das eine mit dem anderen. Eine Übertreibung ist immer lächerlich, es sei denn sie geschieht im entsprechenden Kontext. Dann ist pathetisch aber nicht positiv, sondern in diesem Fall ist pathetisch dann normal (weil es auf der Norm liegt, an der gemessen wird)!


Martin2 schrieb:
Gefühle zu zeigen, sogar "gesteigert" zu zeigen, pathetisch zu werden, finde ich dagegen äußerst cool, weil ich alles cool finde, was keine Angst davor hat, sich lächerlich zu machen.


Und wer sich nicht scheut sich lächerlich zumachen ist dann pathetisch?
Irgendwie scheint es so als käme man um eine negative Konnotation des Pathetischen nicht herum.

Viele Grüße,
Alexander.


P.S. Ich weiß sehr wohl, dass der griechische Ursprung "Pathos" eine andere semantische Richtung aufweist als es bei uns im Deutschen zuletzt der Fall ist. Aber Wörter anderer Sprachen zu entlehnen und ihnen eine leicht veränderte Sinnrichtung zu geben ist absolut legitim, weil es eben passiert. Sprache gehört zu den wandelbarsten Dingen überhaupt - von daher ist es gut, wenn Definitionen (egal ob gut oder schlecht) exisiteren und festgehalten werden. Es ermöglicht einen Nachvollzug der Etymologie und verhindert, dass Wörter völlig verfremdet werden (was grundsätzlich aber auch legitim wäre).
Martin2
Inventar
#30 erstellt: 12. Nov 2010, 21:30
Hallo Alexander,

der eine mag Pathos, der andere mag es nicht - ich mag es gelegentlich.

Der Begriff Übersteigerung kann doppelt gemeint sein: Einmal als sachliche Feststellung, dann aber auch als Wertung.

Warum man um eine "negative Konnotation" "nicht herumkommen" soll verstehe ich nicht. Gerade in der Literatur, speziell in der Lyrik, aber auch im Drama, ist das Pathos ein gängiges sprachliches Mittel. Man kann es ablehnen, sicherlich, aber man sollte es doch wertfrei definieren.

Sonst könnte ich auch alle möglichen anderen sprachlichen Mittel ablehnen. Ich könnte ein Oxymoron ablehnen, weil es keinen Sinn ergibt, ich könnte eine Tautologie ablehnen, weil sie "inhaltsleer" ist, ich könnte semantische Wiederholungen ablehnen, weil sie überflüssig sind, man könnte "Zuspitzungen" ablehnen, weil sie vielleicht auch "übertrieben" sind, man könnte pars pro toto Wendungen ablehnen, weil die Sache zu "rhetorisch" ist und man sowieso die Sache selber sagen könnte. Wenn man über die Sache länger nachdenkt, fielen einem sicher noch mehr Dinge ein.

"Uneingeschränkt positiv"? Viele Dinge würden ohne ihr Pathos verlieren, wobei ich die Beispiele Wagner und Nietzsche gemeint habe. Man kann das Pathos Wagners lächerlich finden ( und auch ich finde es gelegentlich lächerlich), aber sicher lebt meinetwegen der Ring des Nibelungen vom Pathos. Ziehe das Pathetische ab und es bleibt vermutlich nicht viel übrig. Nietzsches Prophetensprache im Zarathustra ist pathetisch, schon dieser Begriff des "Übermenschen" ist pathetisch - man findet es großartig oder lächerlich, möglicherweise aber auch beides.

Für mich ist dies aber letzlich nichts weiter als eine Form der ästhetischen Zensur, indem man das, was man nicht mag, am besten gleich lexikalisch als negativ definiert.
Und selbstverständlich ist der Duden kritisierbar, auch der große Brockhaus ist kritisierbar ( den Walt Whitmanartikel fand ich lausig) Nicht kritisierbar ist allerhöchstens die Bibel für einen orthodoxen Christen. Und mehr gibt es dazu denke ich auch nicht zu sagen.

Gruß Martin
Hörbert
Moderator
#31 erstellt: 13. Nov 2010, 13:59
Hallo!

@Martin2

Eine nüchtene,präzise Sprache ohne Schnörkel hätte doch auch ganz gewiß ihren Reiz? Nicht nur das hier Raum für neue Ausdrucksformen geschaffen würden auch viel von dem ganzen alten und überflüssigen Schrott der Jahrunderte könnte über Bord geworfen werden da er nach zwei-drei Generationen einfach so unverständlich würde wie heuzutage die Ehrbegriffe oder tife Frömmigkeit des Mittelaters oder die Germanische "Vertragstreue" der Spätantike.

Aber zuück zum Thema:

@Winterwolf

Hector Berlioz wäre noch ein Vertreter einer etwas Bombastischen Richtung in der Klassik, insbesondere seine Symphonien wären unter Umständen des reinhörens wert, dann noch Jean Sibelius, hier solltest du insbesondere einmal in die 4. und 5. Symphonie reinhören.

MFG Günther
voivodx
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 13. Nov 2010, 14:43
Bombastische klassische Musik finde ich eigentlich nie lächerlich.
Bei Filmmusik oder Schlagermusik ist das völlig anders.
Solche Musik ist (meistens) halt viel einfacher gestrickt und stellt weniger Ansprüche an den Geist.

Klassische Musik hat immer was Erhabenes weil sie eine komplexere, geistreichere Form hat.
Auch im Bombast kann viel Feingeist stecken.
Während Schlagermusik meist auf plumpe Art Gefühle zu wecken versucht.

Pathos kann leicht ins Lächerliche gleiten, muss aber nicht.
Vielleicht hängt das einfach von der Qualität der Werke ab?
Hörbert
Moderator
#33 erstellt: 13. Nov 2010, 16:01
Hallo!

@voivodx

Einer der Gründe warum ich mit diesen Begriffen eher zögerlich umgehe ist eben der das man Bombastik und Pathos im Kontext ihrer Entstehung sehen solle.

Als Beispiel: Nizsche und Oswald Spengler wirken, -heute gelesen-, teilweise unerträglich Pathetisch bis Schwülstig, -ja genau genommen nachgerade Kitschig.

Bei der Musik vergangener Jahrhunderte gibt es ähnliches, als Beispiel möchte ich nur einmal die Symphonie "funebre et triomphale von Hector Berlioz anführen, ohne Kenntniss ihrer Entstehungsgeschichte und des kulturellen Umfeldes in dem sie entstanden ist hört man in der Haupsache einen der bombastischten Militärmärsche aller Zeiten und sonst nichts.

Kennt man aber die Französische Geschichte um 1830-1840 und die Entstehunsgeschichte der Symphonie hört man das Werk mit völlig anderen Ohren.

MFG Günther
kptools
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 13. Nov 2010, 18:27
Diese Nachricht wurde automatisch erstellt!

Das Thema wurde aufgeteilt und einige themenfremde Beiträge wurden verschoben. Das neue Thema lautet: "Nietzsche, Spengler, May"
teleton
Inventar
#38 erstellt: 14. Nov 2010, 01:29
Hallo Winterwolf,

ich denke Duhast einfach fürt den Zugang zur Klassik einfach noch nicht den richtihgen Komponisten gefunden.
da lese ich in den vergangenen beträgen Chopin , da wirst Du keinen mitreissenden Bombast finden.

Versuch es doch mal bei den Russen ... die gehen teils ab wie die Post mit Gefühl und Seele.

Ich empfehle Dir Tschaikowsky: Sinfonie Nr.5 (mit Solti, Bernstein oder Karajan der Wahnsinn).

Auch wenn es ein Komponist des 20.Jhd ist - Khatchaturian hat so einiges zu bieten, das gerade den Neuling umhaut.
So war es bei mir:
Ich hatte mir in den 70ern die Nussknacker-Suite von Tschaikowsky mit Roshdestwensky (Polydor-LP) gekauft. Auf der 2.LP-Seite war Khatchaturian´s Gayaneh-Suite drauf.
Ich war hin und weg und habe mir daraufhin jede ,enge weitere Werke von Khatchaturian besorgt (Klavierkonzerte Cellokonzert, Violinkonzert, die 3 Sinfonien, Spartcacius-Ballett)- seitdem bin ich großer Khatchaturian-Fan.

Wenn es um Bombastik geht, so ist die Sinfonie Nr.3 für Orgfel und Orchester ohnehin so ziemlich das bomnbastischste Werk in der gesamten Musikgeschichte - derr absolute Wahnsinn. Die Aufnahme mit Kondraschin (Melodiya) muß man gehört haben !

Wenn es um weiteres melodischges Feuer geht, so ist auch
Bernstein: Sinfonische Suite aus West Side Story allererste sahne um den Neuling für Klassik zu begeistern.


@Winterwolf
Ich könnte die ganze Nacht weiterschreiben und diesen Beitrag aufs unendliche mit weiteren Empfehlungen füllen .... ich wünsche Dir einen guten Klassikanfang.
Wenn es dich einmal gepackt hat, wird es Dich nie wieder los lassen !


[Beitrag von teleton am 14. Nov 2010, 01:31 bearbeitet]
KoiFanatic66
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 04. Feb 2011, 08:26
Ich denke hier kann man von den "jüngeren" Komponisten der Klassik auch Aaron Copland einordne. Die "Fanfare for the common man" hat schon was gewaltiges und die Paukenschläge testen die Bassfestigkeit jeder Box

amazon.de
plutperaucht
Stammgast
#40 erstellt: 04. Feb 2011, 08:50
Hallo

Ein Thread voller Bombast/Klassik/Filmmusik...und es kam noch keiner mit Erich Kunzel und Cincinnati Pops um die Ecke ??
Erstaunlich

Hier nochmal KLICK* und ganz besonders hier *Klick*

Frohes Geboller und stabile Töner


[Beitrag von plutperaucht am 04. Feb 2011, 09:14 bearbeitet]
Sir_Henry0923
Stammgast
#41 erstellt: 19. Jun 2011, 13:05
Hier mein Tip: Cockaigne-Ouvertüre von Edward Elgar. Bombast wird hier aber erholsam auch durch besinnliche Passagen ergänzt.

Henry
teleton
Inventar
#42 erstellt: 21. Jun 2011, 09:59
RE: Bombastische Orchestermusik

Wenn ich diesen Threadtitel und dann den Inhalt dieses Threads lese, kriege ich zuviel:
Die Namen Chopin (der hat überhaupt keine Orchestermusik geschrieben (bis auf die romantischen und alles andere als bombastischen Klavierkonzerte)) und Elgar, der nun für alles Andere, aber nicht bombastische Orchesterwerke steht.

Vereinzelt hat Elgar er mal "auf den Putz gehauen" kurz im ersten Satz der Pomp and Circumsdances und von mir aus etwas in der Cockaigne-Ouv. - das wars !
Elgar ist kein Komponist der in diesen Thread gehört; das würde ein verfälschtes Bild abgeben. Elgar ist IMO (für meinen Geschmack)- Sorry - ein Langeweiler !

------------------Schlussstrich--------------


Da möchte ich hier lieber geschätze Komponistennamen wie Schostakowitsch, Khatchaturian, Prokofieff, Strawinsky, Bartok, Sibelius, Nielsen (eine Auswahl) lesen.
Und um noch etwas moderener zu werden dann Tubin, Englund, Holmboe, Linde, Serebrier (auch nur als eine kleine Auswahl).
Die haben nämlich wirklich bombastische Orchesterwerke geschrieben !
Sir_Henry0923
Stammgast
#43 erstellt: 21. Jun 2011, 14:13
Na Wolfgang!

Soll ich dir einen Arzt rufen, damit du wieder von der Decke kommst? Ob man Elgar als Langeweiler empfindet, ist in der Tat Geschmackssache. Aber sich derartig echauffieren, hast wohl etwas zu hohen Blutdruck, oder was?

Gruß

Henry
Audiodämon
Inventar
#44 erstellt: 21. Jun 2011, 15:56
Hui, gute Frage.

Evtl. wären hier diverse Sampler ala

ReferenceRecordings

sinnvoll. Ich kann mir aber vorstellen, dass der ständige Bombast einem bald auf die Nerven geht, schließlich lebt Musik ja auch von wechselnder Stimmung und Dynamik.

Gerade habe ich Beethovens 4. mit dem RSO Berlin unter Janowski (Audio Pure Music CD Vol.5) gehört und ich zittere noch nach vor Wollust. Davon eine Gesamteinspielung und das Thema GA von Beethoven Sinfonien wäre für mich vorerst erledigt.

Auch vielleicht was für den TE könnte diese Camille Saint-Saens CD sein. Da freuen sich die LS.

Oder wie wäre es mit Stravinskys Le Sacre Du Printemps? Aber ufgeBASSt! Kann LS killen.

Es gibt natürlich noch massig entsprechende Vorschläge, vielleicht kommen ja noch welche hinzu.

Grüße
Joachim49
Inventar
#45 erstellt: 21. Jun 2011, 21:54

teleton schrieb:
[b]Elgar ist kein Komponist der in diesen Thread gehört; das würde ein verfälschtes Bild abgeben. Elgar ist IMO (für meinen Geschmack)- Sorry - ein Langeweiler !


Bei den wunderbaren Enigmavariationen kommt bei mir keine Sekunde Langeweile auf.
teleton
Inventar
#46 erstellt: 22. Jun 2011, 11:55
RE: Elgar

Hallo Joachim,

natürlich sind die Enigma-Variationen neben den Pomp and Circumsdances und den Ouvertüren Cockaigne und In the South genau die Werke, die ich von Elgar auch schätze. Natürlich ist hier die Bezeichnung "Langeweile" fehl am Platze. Da habe ich zuhehebener Weise etwas überreagiert, weil ich Elgar für das vom Themensteller gefragte Thema hier nicht sehe.
Die beiden Sinfonien hauen mich übrigens auch nicht so vom Hocker !

Ich sollte mich verbessern und schreiben:
Für das gesuchte Thema "bombastische Orchesterwerke" ist Elgar eher als Langeweiler zu sehen. Mit Ausnahme der o.g. ausgewählten Meisterwerke.

Für diesen Thread, wo es um bombastische Orchesterwerke gehen soll, da finde ich den Namen Elgar nicht angebracht, da dies ein völlig falsches Bild ergibt.


Audiodämon hat übrigens mit seinem Beitrag gut erfasst, worum es in diesem Thread gehen soll.


[Beitrag von teleton am 22. Jun 2011, 12:05 bearbeitet]
Sir_Henry0923
Stammgast
#47 erstellt: 30. Jun 2011, 09:47
Beitrag wurde gelöscht, da meine Musikempfehlung schon mal oben genannt wurde.

Gruß

Henry


[Beitrag von Sir_Henry0923 am 30. Jun 2011, 09:50 bearbeitet]
Squirl
Schaut ab und zu mal vorbei
#48 erstellt: 29. Aug 2011, 09:41
Also lieber ich weiss ja nicht was du genau unter bombastisch verstehst,

ist das zb. für dich bombastisch oder schon zu aggressiv und sprechen wir mehr über klassisches impostant?

http://www.youtube.com/watch?v=eVtaC2qMR0M&feature=related

Sag bescheid , denn wenn ja ist klar, dass die Filmmusik dein momentaner Favorit ist, mit starkem Mitwirken von Blasinstrumenten, Fanfaren, Posaunen, Trompeten, what ever

Viele verschreihen die modernen Werke der Filmmusik oft als zu stark für die Allgemeinheit und das ist zum Teil auch richtig. Am Anfang ist es grade für jüngere Menschen einfach spannender etwas mehr Action zu hören, mit der Zeit lässt man sich dann mehr und mehr auf Feinheiten und sanftere Gangarten ein die auch viel öfter zur Lebensstimmung passen

Ich persönlich kann zu den meisten Werken von John Williams nur applaudieren und lasse mich immer wieder gerne von den Titelwerken mitreißen wenn ich in der Stimmung für was aufbrausendes bin:

Superman: http://www.youtube.com/watch?v=5Mba8oZnI00

Hook: http://www.youtube.com/watch?v=c-0wghH4OL8

Summon the Heroes: http://www.youtube.com/watch?v=-zaEOuagWqQ

Hymn to the fallen: http://www.youtube.com/watch?v=3zQq1z7sm9E&feature=related

Schindlers List (melancholische Geige): http://www.youtube.c...3mZd&lf=list_related

uvm.


[Beitrag von Squirl am 29. Aug 2011, 10:36 bearbeitet]
Sumpfkraut
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 29. Aug 2011, 10:25
Falls du den finden solltest, versuch ma den Soundtrack von Warhammer: Mark of Chaos, gibt es meines Wissens aber nur als Beilage zur Sammleredition zu kaufen.

Ansonsten sind unter vielem anderen auch Shostakovichs 4. und 11., Dvořáks Requiem und 7. sehr eindrucksvoll zu hören. Sind aber natürlich nicht durchgängig bombastisch...


[Beitrag von Sumpfkraut am 29. Aug 2011, 10:27 bearbeitet]
lagu1
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 19. Dez 2011, 22:37
Basil Poledouris "Conan der Barbar" dürfte was "Bombast Orchester" angeht wohl zufrieden stellend sein. Ist als Vinyl aber nur noch schwer zu bekommen. Ist aber durchweg bombastisch und kommt als CD auch ganz gut.


[Beitrag von lagu1 am 20. Dez 2011, 18:35 bearbeitet]
sofastreamer
Inventar
#51 erstellt: 20. Dez 2011, 09:25
ich hatte vor einiger zeit die gleiche anforderung und man hat mir in diesem thread gut geholfen: http://www.hifi-foru...=540&back=&sort=&z=1

Seither meine Top Favoriten, wenn es krachen soll:

- Strauss: Also Sprach Zarathustra

- Holst: Planeten

- Alle Symphonien von Shostakovich

- Alle Symphonien von Mahler

- Alle Symphonien von Bruckner

Dazu kommen ein paar Filmmusiken:

- Inception
- Tron
- Last Samurai
- Da vinci Code
- Dark Knight

Empfehlenswert sind auch diverse Podcasts, die ich bei Bedarf gern raussuche.
mackimessa
Stammgast
#52 erstellt: 20. Dez 2011, 17:34

voivodx schrieb:
Darf man fragen, welche LS das sind?

"Die Planeten" von Gustav Holst könnte dir gefallen und vielleicht "Star Wars: Episode V Soundtrack".


Die fallen mir auch als erstes zu Bombast ein . Unbedingt anhören um deine Bass Boxen zu testen solltest du dir die Firebird Suite - Der Feuervogel von Stravinsky. Der ist zwar nicht durchweg bombastisch, hat aber was zwingendes Aufbrausendes - überhaupt die Russen - Korsakov und natürlich Tschaikovsky - mit der 5ten Symphonie ist Mravinsky / Leningrader Philharmoniker 1961 eine Referenz Aufnahme der 5ten gelungen und zusammen mit der 4ten und der Symphonie ' Pathetique' erhältlich als 2 CD Box von der DG.
Ebenso ein Muß '1812 ' mit den Kanonen Böllern auf Telarc.

Noch im weiteren Sinne zu Bombast rechnen kann man Hector Berlioz -Symphonique Fantastique...Davon gibt es reichlich gute Aufnahmen.

In Richtung Kitsch / Bombast gehen auch viele Soundtracks von Nino Rota. Mein Favorit ist eindeutig AMACORD. Gefolgt von LA STRADA.


[Beitrag von mackimessa am 20. Dez 2011, 17:37 bearbeitet]
pc-bsd-marco
Hat sich gelöscht
#53 erstellt: 09. Jul 2012, 08:50

sofastreamer schrieb:


- Holst: Planeten


dito:

Holst-The Planets Ph.O-Gardinger DG 445 860-2

&

Mussorgsky-Bilder einer Austellung/LeSacre du printemps RCO/CO Chailly Decca 448 070-2
Rachmaninov-Die Toteninsel/SymTänze RCO-Ashkenazy Decca 430 733-2

Das RCO Royal Concertgebouw Orchester, hat einfach einen tollen Klang
Jason_King
Inventar
#54 erstellt: 11. Dez 2012, 19:12
Der Thread ist zwar schon älter aber genau das, was ich eigentlich auch fragen wollte. Habe nun genug gelesen um zu hörern. Es wird übrigens meine erste Klassik-CD, die ich mir kaufen werde.
Ich versuche einfach mal, mich an die Klassik heranzutasten. (Das hat bei Jazz auch ganz wunderbar geklappt)
Besten Dank an alle, die hier wertvolle Hilfe geleistet haben.
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