SX S30DAB Netzteil defekt

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Udo007
Neuling
#1 erstellt: 29. Apr 2020, 22:19
Hallöchen,
Bei meinem Pioneer SX S30DAB Receiver scheint das Netzteil defekt zu sein. Ich habe bereits die Sicherung auf der Netzteilplatine getauscht. Nachdem ich den Receiver erneut unter Spannung genommenen habe, ist diese Sicherung erneut abgeraucht. Woran kann das liegen? Was kann ich tun?
Herzlichen Dank für schnelle Hilfe. VG
CarlM.
Inventar
#2 erstellt: 29. Apr 2020, 22:54
Leider gibt es zu diesem Gerät keine Serviceunterlagen zum Download. Deshalb wäre es hilfreich, wenn Du hoch aufgelöste Photos mit der IMG-Funktion bereitstellen könntest.
Udo007
Neuling
#3 erstellt: 30. Apr 2020, 08:15
Hallo,
Anbei ein Bild von der Netzteilplatine mit der fehlenden abgerauchten F901 Sicherung.
Herzlichen Dank nochmals.
VG
Netzteil Sicherung F901
IMG_20200430_081654


[Beitrag von Udo007 am 30. Apr 2020, 08:19 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#4 erstellt: 01. Mai 2020, 01:06

Leider gibt es zu diesem Gerät keine Serviceunterlagen zum Download


Mir scheint es als ob in der Bzng eine Ziffer fehlt

Zum Problem:
Da anscheinend das Gerät unter der angegebenen Bzng nicht existiert, bist du nun auf ein Replika reingefallen

Ernsthaft:
Wenn F901 durchgebrannt ist, die ich übrigens als primäre Hauptsicherung vermute, sollten als Erstes die Folien-Kondensatoren C90(1?) (schlecht erkennbar), C902, D901, der Elko (220µF / 400V) und auch Q903 geprüft werden. Der linke der drei Optokoppler sieht mir auch etwas "rauchig" aus.
Udo007
Neuling
#5 erstellt: 01. Mai 2020, 09:47
vielen Dank für die Hilfe.

Ein Replika hoffe ich nicht. Habe den Receiver 2017 von CSMusiksysteme.net gekauft. Ich konnte mit der Nummer allerdings auch kein Netzteil finden

Hast du mir vielleicht noch eine gute Internetadresse, von wo ich solche Elektronikbauteil beziehen kann?

Ich habe nochmals versucht ein paar bessere Bilder zu machen. Vielleicht helfen diese weiter.

 Bild1 Netzteil SX 30 DAB defekt Bild2 Netzteil SX 30 DAB defekt Bild3 Netzteil SX 30 DAB defekt Bild4 Netzteil SX 30 DAB defekt Bild5 Netzteil SX 30 DAB defekt Bild6 Netzteil SX 30 DAB defekt Bild7 Netzteil SX 30 DAB defekt

Herzlichen Dank
VG
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 01. Mai 2020, 13:40
Mit "Replika" war es auch nur ironisch gemeint


Hast du mir vielleicht noch eine gute Internetadresse, von wo ich solche Elektronikbauteil beziehen kann?


Nein (noch nicht), denn die defekten Bauteile müssen mit Messungen gefunden werden und auf ihnen stehen dann jeweils die Bauteile-Nummern oder Farbcodes, sodass danach das passende Bauteil besorgt werden kann. Einige Bauteile lassen sich aber so gut wie gar nicht oder nur erschwerend messtechnisch prüfen. Einfach einen Bauteiletausch ohne Messungen vorzunehmen ist sinnbefreit, da man das defekte Bauteil nur durch Glück finden kann (spielst du Lotto und hast da mal etwas gewonnen? ).
Zudem können auch mehrere Bauteile defekt sein und falls man nur ein einziges davon nicht erneuert hat, können wiederum die anderen neuen Bauteile durchbrennen (Schutzbrille tragen!).

Ich vermute aber schon einen satten Kurzschluss im Primärkreis. Die Bauteile hatte ich ja zuvor schon aufgezählt, die du (erstmal) spannungslos(!) messen solltest. Zumindest sind das meine ersten "Verdächtigen".
Bedenke aber dabei, dass sich noch längere Zeit eine tödliche Gleichspannung von ca 300 bis 400 V auf der Platine befinden kann, nachdem der Netzstecker gezogen wurde!
Daher unbedingt den 400 V - Elko entladen! (wobei er aber auch schon durch den vorhandenen Kurzschluss entladen sein könnte )
Uwe_1965
Inventar
#7 erstellt: 01. Mai 2020, 14:38

Rabia_sorda (Beitrag #6) schrieb:
Mit "Replika" war es auch nur ironisch gemeint



Könnte ja auch ein "Onkyo" sein
Udo007
Neuling
#8 erstellt: 01. Mai 2020, 23:08
Hallo,
Der grosse Elko 400V 220mF ist i.O.
Der MOSFET Q903 ist defekt.
Was kann die Ursache dafür sein? Eventuell die Optokoppler? Diese habe ich noch nicht geprüft.
VG
Rabia_sorda
Inventar
#9 erstellt: 02. Mai 2020, 02:04

Der grosse Elko 400V 220mF ist i.O.


Wie gemessen? Kondensatoren prüft man mit einem Kapazitätsmessgerät. Wenn er aber bei einer ohmschen Messung zumindest keinen Kurzschluss erzeugt dann würde ich ihn erstmal als i.O. bezeichnen. Wenn er einfach nur keine Kapazität mehr besitzen sollte, sollte dazu das Netzteil einfach nicht mehr funktionieren, aber keinen Kurzschluss in diesem Ausmaß erzeugen.


Der MOSFET Q903 ist defekt.


Fet´s lassen sich nicht wie "normale" Transistoren messen. Daher: wie wurde das festgestellt? Dazu sollte er mindestens ausgelötet sein.


Was kann die Ursache dafür sein?


Schlecht zu sagen.


Eventuell die Optokoppler? Diese habe ich noch nicht geprüft.


Hat der eine linke OK denn eine "rauchige" (verußte) Oberfläche wie ich es auf dem Bild gesehen habe oder ist das nur eine optische Täuschung?

Da ich das Platinenlayout nicht kenne, könnte der Auslöser aber auch noch weiter "hinten" im Netzteil oder der nachfolgenden Platinen (z.B.: Endstufe) vorhanden sein.
Oft kann aber durchaus der "Zerhacker"-IC einen Defekt aufweisen. Hier wäre es der IC mit den 8-Pins.
Dieser wäre dann so ein Kandidat, den man nicht so ohne weiteres messen kann.

Die Transistoren auf den anderen Kühlkörpern würde ich auch mal auf Kurzschluss prüfen.
Bollze
Inventar
#10 erstellt: 02. Mai 2020, 06:57
Mal den Brückengleichrichter prüfen, ist der durchgegangen gibt es spätestens im Zusammenspiel mit dem dicken Elko einen fetten Kurzschluss, die Sicherung fliegt dadurch heftig raus.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 02. Mai 2020, 06:58 bearbeitet]
Udo007
Neuling
#11 erstellt: 02. Mai 2020, 08:32
Elko habe ich ausgelötet und zunächst Widerstand gemessen. Widerstand hat sich langsam aufgebaut und auch nach dem Klemmenwechsel. Anschließend mit einer 9V Spannung geladen und gemessen. Diese war da und hat sich langsam abgebaut. Daher vermute ich, dass der Elko i.O. ist.

Den Fet habe ich ausgelötet und mit dem Datenblatt Source und Drain gemessen und einen Kurzschluss festgestellt trotzdem dass ich diesen zuvor entladen hatte. Daher die Vermutung, dass dieser durch ist. So zumindest für mich als Laie

Die anderen beiden Dioden auf den Kühlkörpern hatte ich auch ausgelötet und mit Diodenmessgerät geprüft. Scheinen auch I.O. zu sein.

Ich werde nun Mal zunächst mein Glück mit dem Fet versuchen R6520. Sollte der wieder durchbrennen, dann mit dem Opto EL648 weiter machen.

Vielen Dank an alle.
Rabia_sorda
Inventar
#12 erstellt: 02. Mai 2020, 12:20
Wie Carl es gerade schrieb und ich es auch schon erwähnte, sollte D901 unbedingt noch geprüft werden.


Ich werde nun Mal zunächst mein Glück mit dem Fet versuchen R6520.


Die beiden Folien-Kondensatoren wurden auch auf Kurzschluss geprüft?
Dann viel Glück und trage unbedingt eine Schutzbrille bei der ersten Inbetriebnahme!
Bollze
Inventar
#13 erstellt: 02. Mai 2020, 20:16
Es kommt schon mal vor, dass nur der FET defekt ist. Um den neuen FET nicht gleich zu zerstören, statt der Sicherung zum Test einen Glühlampe so um die 40 Watt plusminus reinbauen. Funzelt die Lampe nach den Einschalten hell und das Netzteil gibt sekundär keine Spannung ab, dann kann davon ausgehen, dass was nicht stimmt was nicht. Der FET bleibt dabei heile.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 02. Mai 2020, 20:17 bearbeitet]
Udo007
Neuling
#14 erstellt: 02. Mai 2020, 20:26
Hallo,
Habe den neuen Fet bestellt. Wird kommende Woche kommen. Vorab werde ich die beiden Folienkondensatoren prüfen.

Den Vorschlag mit der Glühbirne werde ich ebenfalls probieren und die Ausgangsspannungen am Sekundärkreis messen. Bin schon gespannt.

Besten Dank nochmals für die vielen Ideen zur Fehlersuche.
VG
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