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Gelöst: Yamaha RX-V 2700 lässt sich nicht mehr einschalten

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Joketowner
Neuling
#1 erstellt: 08. Mai 2014, 11:39
Hallo,

mein AV-Receiver Yamaha RX-V 2700, der bisher jahrelang tadellos lief, hat seit ein paar Tagen plötzlich Einschaltprobleme. Der Fehler stellt sich folgendermaßen dar:

- Aus dem Standby lässt sich der Receiver (meistens) nicht einschalten, weder über FB noch am Gerät.

- Hin und wieder klappt es aus unerfindlichen Gründen doch.

- Ist der Receiver einmal an, funktioniert alles wunderbar.

- Schalte ich nach dem Ausschalten in den Standby sofort wieder ein, funktioniert es in der Regel.

- Warte ich ca. eine Minute ab, geht es nicht mehr.

- Zuverlässig einschalten lässt sich der Receiver nur, indem ich
1. komplett ausschalte (Netzschalter),
2. den Netzstecker abziehe und wieder einstecke und
3. mit dem Netzschalter wieder einschalte.

Weiß jemand Rat?

(Einen feinen Lötkolben habe ich und habe auch schon hin und wieder Sachen zusammengelötet, aber von elektronischen Bauteilen habe ich keinen blassen Dunst.)

Danke im Voraus - Christian


[Beitrag von Joketowner am 08. Mai 2014, 11:43 bearbeitet]
PBienlein
Inventar
#2 erstellt: 08. Mai 2014, 12:37
Hallo Christian,

das könnte ein Yamaha Serienfehler sein und ist hier schon häufiger behandelt worden. Häufig ist es ein kleiner Kondensator, der seinen Geist aufgegeben hat. Wenn ich Zeit habe, schaue ich später mal in die Unterlagen.

Alternativ könntest Du schon mal die Suchfunktion hier bemühen. Stichworte: Yamaha, Einschaltprobleme

Gruß
PBienlein
PBienlein
Inventar
#3 erstellt: 08. Mai 2014, 15:59
Also das Board ist bezeichnet mit "POWER 4". Es ist das, auf dem sich der kleine Standby-Trafo befindet.
In der Vergangenheit war des öfteren mal der Kondensator C4 (0.047µF/630V) der Übeltäter:

Yamaha Standby Netzteil

ACHTUNG! Diese Bauteile liegen alle im sog. Primärkreis und führen z.T. hohe Spannungen oder gar Netzspannung! Bei Arbeiten an dieser Platine ist äußerste Vorsicht ist geboten und auf jeden Fall den Netzstecker vorher ziehen!

Gruß
PBienlein
Joketowner
Neuling
#4 erstellt: 09. Mai 2014, 14:56
Schon mal vielen Dank für die Antworten!

Also, ich habe jetzt mal den Receiver aufgeschraubt und ein Bild von der fraglichen Platine gemacht. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der Hauptverdächtige das rot eingekreiste Bauteil. Es ist mit 223K und darunter 630HI beschriftet.

Power-Platine Yamaha RX-V 2700

Nun habe ich leider keine Ahnung, wie ich z.B. in der Datenbank von Reichelt oder Conrad ein passendes Bauteil finden soll. Ich finde zwar Kondensatoren, die so ähnlich aussehen und von den Werten her einigermaßen zu passen scheinen (z. B. das hier), aber ob das nun das Richtige ist? Keine Ahnung.

Außerdem weiß ich ja noch nicht genau, ob dieser Kondensator nun wirklich der Schuldige ist. Welche anderen Möglichkeiten kommen in Frage? Könnt ihr mir die anderen Verdächtigen auf dem Bild zeigen und mir helfen, eine Einkaufsliste zusammenzustellen, die alle Möglichkeiten abdeckt?

Übrigens, lustige Randnotiz: Nachdem ich den Receiver für das Foto aufgeschraubt und bei der Gelegenheit eine ordentliche Staubwolke rausgepustet habe, scheint er im Moment erstmal wieder normal zu funktionieren!

Solange das so bleibt, mache ich natürlich nichts daran. Trotzdem möchte ich mich schon mal für den Fall der Fälle präparieren.

Gruß und danke,

Christian
detegg
Inventar
#5 erstellt: 09. Mai 2014, 15:06
Hi Christian,

Es ist mit 223K und darunter 630HI beschriftet.

Das sind 22nF / 630V.
Ob da jetzt 22nF oder 47nF verbaut sind, ist ziemlich schnuppe. Den MKT von Conrad kannst Du nehmen.

Detlef
PBienlein
Inventar
#6 erstellt: 09. Mai 2014, 16:55
Hallo zusammen,

22nF waren auch in der Stückliste als Alternative angegeben. Es passt also sicherlich beides, wie schon Detlef schrieb.

Gruß
PBienlein
Joketowner
Neuling
#7 erstellt: 09. Mai 2014, 20:25
Schade, zu früh gefreut. Jetzt fäng der Receiver auf einmal an, sich dauernd selbst aus dem Standby ein- und wieder auszuschalten ... mir schwant Übles.
PBienlein
Inventar
#8 erstellt: 09. Mai 2014, 20:49
Wurde der Kondensator denn schon getauscht?

Gruß
PBienlein
Joketowner
Neuling
#9 erstellt: 09. Mai 2014, 21:08
Nein, den muss ich mir ja erst mal schicken lassen.
Joketowner
Neuling
#10 erstellt: 10. Mai 2014, 14:30
Hallo PBienlein,

du erwähntest in einem Post die Stückliste. Wo kann ich die finden?

Gruß und danke - Christian
Joketowner
Neuling
#11 erstellt: 10. Mai 2014, 18:55
So, ich habe mir jetzt erst mal ein Multimeter besorgt und die Kondensatoren auf der Platine durchgeprüft. Ergebnis: Anscheinend ist nur ein einziger Kondensator in Ordnung, nämlich C9. C6,
C7 und C10 lösen keinen Signalton aus, aber es wird ein Messwert von 1553 (C6) bzw. 868 (C7) bzw. 1515 (C10) angezeigt. Bei allen anderen Kondensatoren zeigt das Multimeter überhaupt keine Reaktion.

Bei dem Schaltplan fällt mir übrigens auf, dass bei einigen Kondensatoren das Symbol eine Schraffierung zwischen den beiden parallelen Linien hat. Was hat das zu bedeuten?

Jedenfalls muss ich mir jetzt also das ganze Zeug besorgen und ersetzen. Die Frage ist nur, was muss ich kaufen (bzw. wonach muss ich in den Datenbanken suchen)? Bei der Einkaufsliste könnte ich Hilfe gebrauchen. Die einzelnen Kondensatoren sind folgendermaßen beschriftet:

C1: B0716 PET - 2,2 µF 50 v
C2: B0713 PET - 2,2 µF 50 v
C3: F74 - 103J
C4: 223K - 630HI
C5: B0709 PET - 1 µF 50 v
C6: F74 - 472J
C7: S2J473J - 072W
C8: außer "MKP" nichts wirklich zu entziffern
C9: 103J - 2A V
C10: H0533 PET - 3300 µF 25 v
C75: F74 - 103J

Die nächste Frage ist dann: Wie stehen die Chancen, dass mein Receiver wieder läuft, wenn ich das alles ersetzt habe? Und wenn nicht, was sind die nächsten Schritte?

Außerdem frage ich mich, was die Ursache dafür sein könnte, dass da so viel kaputt ist. Ist das alles auf einmal passiert?

Danke für alle Mithilfe!

Gruß - Christian


[Beitrag von Joketowner am 10. Mai 2014, 19:16 bearbeitet]
PBienlein
Inventar
#12 erstellt: 10. Mai 2014, 19:18
Hallo Christian,

so viele Kondensatoren werden mit Sicherheit nicht defekt sein. Ich denke immer noch, dass es nur der eine, weiter oben genannte ist. Die Frage ist vielmehr, ob du sie richtig misst. Normale Kondensatoren lassen sich eigentlich nur mit einem Kapazitätsmessgerät überprüfen und je nach Einbausituation ergibt sich nur im ausgelöteten Zustand ein korrektes Messergebnis.

Die Ausnahme bilden hier Elektrolytkondensatoren (Elkos), welche eine bestimmte Polarität haben und auch korrekt gepolt eingebaut werden müssen! In diesem Schaltplan sind die Elkos mit einer Schraffierung gekennzeichnet.

Die Stückliste findet sich im Servicemanual und das kann ergoogelt werden - kleiner Tipp: Bildersuche

Gruß
PBienlein
Joketowner
Neuling
#13 erstellt: 11. Mai 2014, 00:46
Okay, vielen Dank für die Hilfe bis hierher! Service Manual gefunden, mithilfe der Stückliste Zeug bestellt. Ich melde mich dann wieder und erstatte Bericht.

Grüße,

Christian
Joketowner
Neuling
#14 erstellt: 14. Mai 2014, 22:30
Hier der versprochene Bericht: Es war offenbar tatsächlich nur dieser eine Kondensator C4. Nach dessen Austausch läuft mein Receiver wieder wunderbar. Gesamte Materialkosten der Reparatur: 58 Cent.

Nochmals danke für alle Hilfe!

Gruß, Christian
PBienlein
Inventar
#15 erstellt: 15. Mai 2014, 08:06
Hallo Christian,

Glückwunsch . Schön, dass wir helfen konnten.

Gruß
PBienlein
Poetry2me
Inventar
#16 erstellt: 16. Mai 2014, 23:07
Ha !! Wieder der Serienfehler!

Gratulation auch von meiner Seite

- Poetry2me
Oskarn
Stammgast
#17 erstellt: 04. Sep 2014, 15:28
Unglaublich, das scheint sich ja durch die ganze neue Yamaha Generation durchzuziehen!?
bukongahelas
Inventar
#18 erstellt: 05. Sep 2014, 05:45
Ja , und es braucht leider Foren um das festzustellen .
Yamaha könnte auch mal was dazu sagen bzw den Fehler offenbaren .
Im KFZ Bereich bedeutet das Rückruf und kostenlose Nachbesserung .
Hier spekuliert man wohl auf einen Neukauf .
Absicht ?
Ein ähnlicher Yamaha Serienfehler sind geplatzte Netz Entstörkondensatoren .
Die wurden soweit ich weiß (prophylaktisch) kostenlos ausgetauscht .
Man sollte eine kollektive Anfrage an Yamaha richten mit Bitte um Stellungnahme
zu diesem Standby Netzteil Kondensator Problem .
Das wird zeigen ob Yamaha den Kunden als Partner oder nur als Geldquelle sieht .
bukongahelas
Berlinprofi
Neuling
#19 erstellt: 07. Dez 2014, 15:15
Moin,
ick habe jetzt endlich meinen Hörraum fertig,alle Geräte angeschlossen und nun schmiert mein 2700 genauso ab!
Nun hab ick die Platine raus,werde mir nen Lötkolben besorgen und auf Verdacht den Kondensator wechseln..................
Mal sehn,wat passiert,und danke für die Tipps..................
wie macht Ihr dat bloss alle?

Schönen Sonntach noch
denbec
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 27. Dez 2014, 17:49
Liebes Forum,

dafür liebe ich das Internet! Einmal gesucht, Lösung gefunden, auf gut Glück versucht und siehe da, der RX V-2700 läuft wieder und geht normal an, nach dem ich den oben genannten Kondensator bei Conrad gekauft habe. Ich habe keine Ahnung von Elektronik, aber wenn man schon mal einen Lötkolben benutzt hat, ist das kein Problem (selbst wenn nicht, findet sich dafür bestimmt eine Lösung).

Vielen Dank, mit 1€ und 30 Minuten ein 600€ Gerät repariert.

Schönes weißes Wochenende!

Dennis

P.S.: Macht es irgendwie Sinn, Yamaha damit zu nerven, damit die sehen, dass das Problem anscheinend häufiger auftritt?
---

Ich schreibe noch mal in zwei Sätzen mein Problem, damit google noch ein paar Schlagworte aufnehmen kann und das höher ranken kann ;). Mein Yamaha RX-V2700 lässt sich seit ein paar Tagen nicht mehr einschalten. Am Anfang ging es komischerweise nach einem Steckdosen-Wechsel wieder, dann am nächsten Tag auch noch mal - irgendwann dann gar nicht mehr. Es gab kein Klicken mehr und auch den Main-Schalter auf on oder off stellen hat nichts gebracht. Wenn der Receiver einmal lief, blieb er ohne Probleme an.
bukongahelas
Inventar
#21 erstellt: 28. Dez 2014, 10:00

Macht es irgendwie Sinn, Yamaha damit zu nerven, damit die sehen, dass das Problem anscheinend häufiger auftritt?

Habe ich schon gemacht , analog zu einem anderen Serienfehler wo kostenfrei Netzentstör-Kondensatoren erneuert werden .
Mein Vorschlag , diesen Netzteil-Kondensator-Serienfehler für Yamaha zu servicen , rief allenfalls Heiterkeit hervor .
Für alle Fälle mal meine Kontaktdaten hinterlassen , bis dato ohne Reaktion .
Meine Folgerung: Yamaha hat keinerlei Interesse diesen Kondensator-Netzteil-Serienfehler zu beheben
bzw beheben zu lassen .
Was sagt Good-Old-Hifi als Yamaha Reparateur zu diesem Thema ?
bukongahelas
Variantenfreund
Neuling
#22 erstellt: 12. Mrz 2015, 23:45
Liebes Forum,

auch von mir ein dickes Lob für die guten Hinweise zum Netzteil-Kondensator C4 (sogar mit Foto zur schnellen Identifikation). Hab' gerade bei einem Gläschen Rotwein den Kondensator C4: 223K - 630HI (22nF / 630V) frisch eingelötet (ging sogar, ohne die Platine auszubauen -also wirklich nur den Deckel abgeschraubt). Das erneute Anschließen von Boxen und Geräten dauert fast länger .
- Und dat Ding (Yamaha RX-V2700) läuft, Hurra!

Nochmals, vielen Dank, insbesondere an PBienlein und Joketowner
Mike-Nürnberg
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 29. Jul 2015, 08:30
Liebe Leute

Nachdem sich mein RX-V 2700 vor kurzen wie von Geisterhand sporadisch immer wieder selbstständig eingeschaltet, ging er dann gar nicht mehr.
Dank eurer Hilfe habe ich mir gestern bei Conrad den Kondensator geholt, und siehe da - das Ding läuft wie am ersten Tag!

Ich möchte mich deshalb mal ganz herzlich bei euch für die Mühe, und inverstierte Zeit hier im Forum bedanken!

Gruß
Mike
bukongahelas
Inventar
#24 erstellt: 29. Jul 2015, 14:48
Hier könnte Yamaha Kundendienstpunkte sammeln ,
in der Autoindustrie heißt sowas (kostenloser) Rückruf .
Stattdessen muß dieses Forum einspringen und der User selbst reparieren .
Yamaha weiß auch schon lange (nicht nur durch mich) von diesem Serienfehler ,
unternimmt aber nichts dagegen (obwohl ich meine Hilfe angeboten hatte) .
Ich finde daß man durchaus Fehler machen kann und darf ,
aber wenn bewiesen ist daß nur man selbst schuld daran hat ,
sollte man auch so konsequent (bzw kundenfreundlich) sein und nachbessern .
Schlimm ist wenn einen das überhaupt nicht interessiert ,
denn daraus kann man nur folgern daß einem die Kunden egal sind .
Dies würde ich beim Neukauf eines Yamaha Gerätes berücksichtigen .
bukongahelas
Bertl100
Inventar
#25 erstellt: 29. Jul 2015, 16:59
Hallo zusammen,


in der Autoindustrie heißt sowas (kostenloser) Rückruf .

Das ist wohl wahr.
Aber generell gibt es so grob in der Elektronik folgende Abstufungen:
- Consumer (wie der Yamaha)
- Industry
- Automotive

Was für Automotive Kunden gilt, gilt halt noch lange nicht für Consumer.
Zudem wird der Kondensator ja ein X2 Typ sein. Dann hätte in der Yamaha-Entwickler richtig ausgewählt.
Der schwarze Peter dürfte eher beim Kondensator-Hersteller zu suchen sein. X-Kondensatoren mit teils erheblichem Kapazitätsverlust sind heute keine Seltenheit mehr - dem Preisdruck geschuldet ....
Zudem hängt es halt auch davon ab, wie oft auf dem heimischen 230V Netz ein Überspannungspuls daher kommt, der den Kondensator zum Ausheilen zwingt.

Gruß
Bernhard
kraglwatz
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 12. Aug 2015, 22:47
Hallo zusammen,

ich hatte seit ein paar Tagen dasselbe Problem mit dem sich nicht mehr einschaltenden V2700.
Den angegebenen Kondensator bei Conrad geholt, eingebaut, lüppt!

Danke an Euch alle, Ihr seid suuuper!
DaRobn
Neuling
#27 erstellt: 28. Aug 2015, 03:06
Hallo zusammen,

ich habe einen Yamaha RX V 861 der sich nicht mehr einschalten lässt.
Kann es sich bei mir auch um den besagten Kondensator C4 handeln oder ist der nur beim V2700 eine Schwachstelle?

Liebe Grüße
DaRobn
Poetry2me
Inventar
#28 erstellt: 31. Aug 2015, 20:51
Natürlich ist das sehr wahrscheinlich der gleich Serienfehler

Ich mache für Deinen Yamaha RX-V861 einen eigenen Thread auf, OK?

- Johannes
genschnipsler
Neuling
#29 erstellt: 09. Nov 2015, 12:32
Herzlichen Dank! Bei mir war`s der gleiche Fehler. C4 auf Verdacht mit Conrad Kondensator getauscht, läuft wieder. Puuh, bin ich erleichtert, wo ich das Teil das so liebe.... Nochmal DANKE
Poetry2me
Inventar
#30 erstellt: 09. Nov 2015, 22:20
__GRATULATION__ so muss Forum !
Ice-Ice
Stammgast
#31 erstellt: 13. Dez 2015, 10:45
So, auch von mir vielen Dank an alle.


Hatte das selbe Problem, und nun mit diesem Beitrag gelöst. TOP!
Poetry2me
Inventar
#32 erstellt: 13. Dez 2015, 19:52
und wieder ein Fall:

__GRATULATION__ zur gelungenen Reparatur !
andi8086
Neuling
#33 erstellt: 19. Feb 2016, 23:43
DANKE DANKE DANKE DANKE DANKE DANKE :DD

*HÜPF HÜPF HÜPF*

Dreimal dürft ihr raten.... Kondensator C4 ausgetauscht - und ER GEEEEHT.

Und nebenbei: Es gibt einen großen Weicheisenkern, der ist mit mit einem Kabelbinder
am Gehäuse befestigt. Der war bei mir so locker, dass der Kern direkt an die Kontakte
der nebenliegenden Platine gekommen ist. Stell ich mir nicht gesund vor.

Ihr habt meine Geburtstagsparty gerettet
Rabia_sorda
Inventar
#34 erstellt: 20. Feb 2016, 02:34

ER GEEEEHT


Glückwunsch


Es gibt einen großen Weicheisenkern, der ist mit mit einem Kabelbinder
am Gehäuse befestigt. Der war bei mir so locker, dass der Kern direkt an die Kontakte
der nebenliegenden Platine gekommen ist. Stell ich mir nicht gesund vor.


Deine Vorsicht in Ehren....war aber nicht nötig, da Ferrit sehr hochohmig ist, fast nichtleitend, auch wenn es sich ähnlich wie Ferrum anhört...


Ihr habt meine Geburtstagsparty gerettet


Wann und wo müssen wir denn hin?

Alles Gute und viel Spaß mit dem "Party"-Verstärker (sollte man ja nicht mit "Hifi" machen )
friesengeistno1
Neuling
#35 erstellt: 21. Feb 2016, 10:52
Liebes Forum,
Danke für Eure Unterstützung!
Gestern den Kondesator getauscht — jetzt schaltet er wieder richtig ein!

Vielen vielen Dank!!!

LG,
Marco
Poetry2me
Inventar
#36 erstellt: 22. Feb 2016, 22:47
@andi8086:
@friesengeistno1:

Na, das nenne ich doch mal gute Nachrichten

____GRATULATION___ zur gelungenen Reparatur !!

Werner.tr
Neuling
#37 erstellt: 03. Mrz 2016, 12:52
Liebe Leute,

Vieeeelen Dank euch allen. Damit konnte ich meinen Yamaha RX-V2700 selbst reparieren, es war nur der kleine rote Kondensator C4 auf dem Board "POWER 4".
Ohne die Hinweise besonders von Joketowner (Themenersteller) und PBienlein (Inventar) hätte ich den Fehler nicht gefunden. Doch mit dem Schaltplan und dem Foto habe ich es verstanden und es ging ganz einfach. Den Schaltplan darf man sich übrigens bei elektrotanya.com downloaden.

Ich möchte mich deshalb mal ganz herzlich bei euch für die Mühe, und inverstierte Zeit hier im Forum bedanken! Ich wünsche Euch weiterhin tollen Klang mit eurem RX-V2700.

LG,
Werner
*HIFI-Mann*
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 03. Mai 2016, 11:08

Hallo,
ich klinke mich hier mal ein,
da ich durch einen Hinweis von Mister Bienlein auf diese Diskussion gestoßen bin.
Es handelt sich bei dieser Art von Yamaha - Netzteilen um primär getaktete Schaltnetzteile.
Die Gleichspannung für das IC und die weiteren In diesem Schaltkreis verbauten
Teile wird durch C405, R412 und D405.aus dem Netz generiert.
Da hier immer wieder Probleme auftreten, von denen ich auch schon betroffen war,
habe ich mir die Dimensionierung mal genauer angeschaut.
C405 und R412haben bei einem Wert von 22 nF bzw 2k2 und 50Hz einen Widerstand von ~ 145 kOhm.
Bei einer Netzspannung von 230 V fließen also max. 1,5 mA eff.
Das reicht mit Ach und Krach bei der Einweggleichrichtung über D406, um C406
auf den Wert der Zenerdiode (10V) aufzuladen.
Da die restlichen Bauteile auch ein wenig Strom ziehen, bricht die 'geglättete' Spannung
nach jedem Aufladevorgang ziemlich ein.
Das habe ich mit dem Oszilloskop gut nachvollziehen können.
Wenn C405 dann ein wenig schwächelt, gerät der ganze Regelkreis außer Tritt,
der Prozessor registriert 'Power-Fail' und schaltet ab.
Warum die Kiste dann allerdings von selbst wieder einschaltet, ist mir immer noch ein Rätsel.
Da hat der Entwickler die Kiste so 'auf Kante genäht', daß dieser Fehler wohl über kurz oder lang
bei allen Geräten auftritt.
Wenn man bedenkt, dieser ganze 'Sch...' wird nur veranstaltet, um lächerliche 10V Gleichspannung
zu machen.
Ich habe noch nicht ausgerechnet, wie viel Strom der glorreiche Entwickler durch diese Schaltung
gespart hat, aber viel kann's nicht sein.
Haben die Kisten dadurch 'n blauen Engel gekriegt?
Wie dem auch sei, ich baue beim nächsten Mal sofort 'n 47 nF ein,(oder n simplen 10V-Trafo)
vielleicht dauert's dann etwas länger bis zur nächsten Grätsche.
Soweit meine Anregungen zu diesem Thema.
Freue mich auf Reaktionen.
Ciao
deddy
Poetry2me
Inventar
#39 erstellt: 03. Mai 2016, 15:19
Danke, deddy, dass Du diesen Mechanismus des Versagens mal analysiert und dokumentiert hast

Schon spannend, dass diese Ausfälle immer erst nach einigen Jahren (ca. drei Jahre?) auftreten.

- Johannes
Bertl100
Inventar
#40 erstellt: 03. Mai 2016, 15:24
.... es ist nicht immer nur der Entwickler schuld ...

Gruß
Bernhard
*HIFI-Mann*
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 03. Mai 2016, 18:00

Hi,
es ging mir nicht um die Unschuld des Entwicklers.
Die Schaltung funktioniert ja,
solange alle Bauteile sich an ihre Grenzen halten.
Ärgerlich ist allerdings. daß Yamaha es nicht nötig hat,
durch eine kleine Änderung in der Schaltung die Lebensdauer ihrer Geräte zu erhöhen.
Ich habe meinen Beitrag verfaßt, weil ich es immer gut finde, die Ursachen für Fehler
zu verstehen und das mit anderen Interessierten zu teilen.
So long, nieder mit der Wegwerfindustrie.
Greetings to Mr. Poetry and Mr. Bienlein.
Ciao
deddy
Bertl100
Inventar
#42 erstellt: 03. Mai 2016, 22:14
Hallo deddy,

ich bin da ja ganz Deiner Meinung.
Ich will auch Yamaha gar nicht verteidigen. Aber nicht alles muß konkrete Absicht sein. Der Kaufmann sagte, "bitte noch etwas billiger", der Entwickler hat sich zu nah an die Grenzen begeben, der Projektleiter sagte "morgen gehen wir in Serie" - egal ob ihr fertig seid oder nicht ...
Und dann noch etwas Pech mit den Elkos ....

Es war vielleicht in den anderen 50 Produkten in derselben Zeit von Yamaha das alles fast ganz genauso... Nur etwas mehr Glück :-)
Ist halt Consumer ....

Gruß
Bernhard
Poetry2me
Inventar
#43 erstellt: 04. Mai 2016, 14:14
Natürlich habt Ihr recht:
Es kann so gewesen sein, dass bei Yamaha dem Qualitätsmanagement etwas durchgerutscht ist.
Gerade bei langfristigem Verschleiß von Bauteilen passiert so etwas nicht selten, dass er in der Entwicklung unentdeckt bleibt.
Man muss keine Absicht unterstellen, solange es auch ein normaler Fehler gewesen sein könnte.

- Johannes
*HIFI-Mann*
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 04. Mai 2016, 23:08

Hi,
lassen wir doch den Entwickler mal außen vor.
Ich habe selbst mal für die Industrie Hard - & Software-Entwicklung betrieben
und es wäre sicherlich niemand auf den Gedanken gekommen, mich für alternde
Bauteile zur Rechenschaft zu ziehen.
Mich wundert ja auch nur, wieso Yamaha das so am Arsch vorbeigeht.
Bauen die in ihren neuen Kisten immer noch die gleichen Netzteile ein?
Was steckt da für eine Philosophie hinter?
Vieleicht klinkt sich hier mal ein moderner Sales-Manager ein,
der sowas erklären kann.
Der Ruf, langlebige Geräte zu bauen, wirft heutzutage wohl keine Kohle mehr ab.
Ich höre ja selbst öfter Sätze wie 'Was mühst du dich mit dem alten Scheiß ab,
heute kriegste 2 *200 Watt an jeder Ecke hinterhergeschmissen.
Mußt dir ja sowieso alle 3 Jahre was Neues kaufen, um up to date zu sein.'
So ändern sich die Zeiten.
Aber was nützt das Jammern, Ärmel hoch und weiterreparieren!.
In diesem Sinne, Lötkolben an und auf geht's.
Ciao
deddy
pragmatiker
Administrator
#45 erstellt: 10. Jun 2016, 18:37
amazon.de

Grüße

Herbert
53peterle
Stammgast
#46 erstellt: 10. Jun 2016, 19:27
Hallo.
Der Fehler betrifft auch die x5x Serie.
Poetry2me
Inventar
#47 erstellt: 11. Jun 2016, 09:26

53peterle (Beitrag #46) schrieb:
Hallo.
Der Fehler betrifft auch die x5x Serie.


Danke für die Rückmeldung!

Betroffen sind nach meiner Beobachtung fast alle Yamaha RX-Vxxx und RX-Exxx (PianoCraft) und einige DSP-Vxxx etc.

Also relativ umfassend bei den Receivern

Deswegen muss auch viele Jahre lang mit den falsch deminsionierten Kondensatoren produziert worden sein.

- Johannes


[Beitrag von Poetry2me am 11. Jun 2016, 09:50 bearbeitet]
heinzelmaus
Neuling
#48 erstellt: 22. Jul 2016, 12:13
Hallo zusammen!
Nachdem mein RX-V2700 sich auch nicht mehr einschalten ließ bin ich hier im Forum gelandet.
UND
nachdem ich wie o.a. den Kondensator getauscht habe (hab mir auch den vom Conrad bestellt) geht das Teil wieder perfekt!

Vielen vielen Dank für den super Lösungsvorschlag!!
Kostet paar Cent und die Arbeit ist in paar Minuten erledigt!!!

Heinz
53peterle
Stammgast
#49 erstellt: 22. Jul 2016, 15:59
Hallo.
Ich habe mir den auf Vorrat gekauft.
http://www.reichelt....74&SHOW=1&OFFSET=16&
MfG.
Poetry2me
Inventar
#50 erstellt: 23. Jul 2016, 13:31
@heinzelmaus: GRATULATION
und danke für die Rückmeldung


@53peterle: Das ist eine hochwertige Wahl als Ersatzkondensator 22nF 630V
Kapazität 22 Nanofarad,
Spannungsfestigkeit 630 Volt,
Hersteller WIMA,
Typ MKP10,
Rastermaß 10mm,
Preis ganze 0,21€ (bei Reichelt, Versandkosten glaube ich 6,00€).

Bei dem Rastermaß muss man sehen, dass es so "ungefähr" reinpasst.

Man könnte auch auf die Idee kommen, sogenannte X2 Entstörkondensatoren zu nehmen. Die haben einen Nennspannungsfestigkeit von z.B. 275 Volt Wechselspannung , wurden aber so entwickelt, dass sie Störungsspitzen aus dem Netz bis zu 1500V aushalten. Die gibt es auch mit 22nF. Achtung, manchmal sind diese Typen mit einem eingebauten Reihenwiderstand versehen, das wollen wir hier nicht unbedingt, aber das steht ggf. auch immer drauf.

- Johannes
denninjo
Neuling
#51 erstellt: 18. Sep 2016, 12:03
Guten Tag liebe Leut,

ich habe ein ähnliches Problem mit meinem Yamaha HTR 2064,

seit 2-3 Tagen schaltete er sich nach dem einschalten selbständig wieder aus.
So ca 30 sekunden später.
Nach mehrmaligen einschalten bekamm er dann doch irgendwann mal das Tv signal.

Doch heute morgen ging er schon eine Sekunde nach dem einschalten direkt wieder aus. ich schaltete ihn 5-6 mal nacheinander wieder ein, immer wieder direkt aus gegangen.
Dann plötzlich nix mehr, er lässt sich gar nicht mehr einschalten. Habe es auch an anderen Steckdosen versucht.

Daraufhin hab ich ihn aufgeschraubt und geschaut ob eventuell die Glassicherung defekt ist, scheint Augenscheinlich in Ordnung zu sein.
Allerdings bemerkte ich, dass auf der Platine an den Kühlrippen ein dicker grosser Elko an der Oberfläche gewölbt ist.

Kann es mit diesem zusammen hängen? Oder auch wie bei obrigen Meldungen eher der Folien-Kondensator auf der Netzteil Platine?

Ich hoffe ich kann auf eure Expertenmeinungen zählen
Schönen Sonntag euch


[Beitrag von denninjo am 18. Sep 2016, 12:43 bearbeitet]
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