"Störsender" im Funk-Kopfhörer

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Anselm_Rapp
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Jun 2017, 16:11
Hallo,

vielleicht kann mir jemand helfen. Ich hatte lange Zeit einen einkanaligen Funkkopfhörer zum Fernseher, mit dem ich ganz zufrieden war, nur musste man zum Laden immer anstöpseln und er rauschte öfters etwas. Also wollte ich mir etwas Gutes tun, und habe mir einen Thomson WHP3311BK mit Ladeschale und 3 Kanälen gekauft, sicher, dass das Rauschen damit endgültig der Vergangenheit angehört.

Denkste. Ich kann nun zwischen drei Kanälen wählen, aber ich kann nur mehr oder minder starke Störungen einstellen. Bevor ich die Auto-Tune-Taste betätigt habe, wirkt das Ding manchmal wie ein lautes Radio. Ich höre einen Ton, der garantiert nicht vom Fernseher kommt und muss dann eben einen weniger gestörten Kanal suchen - und das Restgeräusch oft durch meine Körperhaltung minimieren.

Natürlich wüsste ich gerne, ob und was man dagegen tun kann, aber zunächst einfach mal, woher das Signal kommen kann? CB- oder sonstiger Sprechfunk ist es nicht, das hört man. Ich habe mich schon gefragt, ob jemand in unserem Mehrfamilienhaus einen Radiosender betreibt. Gibt es noch andere Möglichkeiten? Oder hat einfach jemand auch einen Funkhörer, der mir da reinspuckt?

Bluetooth hat mein Fernseher leider nicht.

Danke im Voraus und Gruß, Anselm
Rabia_sorda
Inventar
#2 erstellt: 16. Jun 2017, 17:01
Dazu müsste man sich das mal anhören, denn es macht Unterschiede, ob es sich dabei um ein Rauschen, eine Art "Radio", oder mehr so ein Alien-Gepiepse ist.

Babyphone sind da gerne Störquellen, aber auch W-Lan Router und Schnurrlose Telefone.
Anselm_Rapp
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 16. Jun 2017, 18:58
So deutlich hatte ich das wohl noch nie. Eindeutig Radio. Vorher war von Bismarck die Rede, also kaum ein persönliches Gespräch.

Gruß, Anselm

Halt, die halbe Antwort fehlt ja: Kein Babyphon, LAN/WLAN-Router (FRITZ) ist im entfernten Arbeitszimmer, aber der Internetzugang des Fernsehers funktioniert über LAN (bei mir) und WLAN, und ein DECT-Telefon steht in der Nähe.

Hm. Noch eine Besonderheit: Mein LAN-Anschluss geht im Wesentlichen über dLAN, und der Adapter ist direkt bei der Lade-/Sendestation des Fernsehers. Ob der eine Störquelle sein kann, weiß ich nicht.


[Beitrag von Anselm_Rapp am 16. Jun 2017, 19:44 bearbeitet]
eckibear
Stammgast
#4 erstellt: 16. Jun 2017, 21:31
Also wenn das Teil nicht nur Störgeräusche sondern auch noch interpretierbare Musik/Sprache einfängt kann man eigentlich alle digitalen Störquellen wie DSL, WLAN, DECT usw. ausschließen, denn deren Protokoll ist irgendetwas, was kein "fremdes" System wieder einfach zusammensetzen kann.

Bleibt noch eine analoge Störqelle oder einfach ein sehr schlechtes Empfangsteil mit Nebenempfangsstellen. Die können durch entsprechend schlechte Selektion im Vorkreis oder im ZF Teil entstehen, aber manchmal auch durch parasitäre Schwingungen, die neue Mischprodukte erzeugen.

In jedem Fall ist das nichts, was eine Nachforschung oder gar Raparatur lohnt, denn allein die Tatsache, dass solche Störungen auftreten ist ein Zeichen dass das Gerät überhaupt nichts taugt und die geforderte Störfestigkeit nicht einhält. A.K.A. China-Müll.
Also am besten ab damit zum Verkäufer und Geld zurück verlangen wegen Nichterfüllung der gesetzlichen Anforderungen.
Anselm_Rapp
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 17. Jun 2017, 12:59
Hallo,

das sind für mich wesentliche Erkenntnisse. Bei Amazon gibt es Funkkopfhörer bis 3000 Euro. Vielleicht muss ich etwas höher als bisher einsteigen.

Dank und Gruß, Anselm
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 17. Jun 2017, 13:22
Auch wenn es heutzutage viele asiatische Funkkopfhörer gibt, kann man sich mal bei Philips umschauen/hören. Die sind zwar mittlerweile auch aus China, aber es ist noch Markenware und das sogar zu humanen Preisen. Zudem klingen sie sehr gut.

Empfehlen würde ich den Philips Shd9200.


[Beitrag von Rabia_sorda am 17. Jun 2017, 13:24 bearbeitet]
Anselm_Rapp
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 17. Jun 2017, 14:05
Der sieht gut aus, danke. Und unter 15 Kanälen ist vielleicht ein störungsfreier.

Gruß, Anselm
Anselm_Rapp
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 17. Jun 2017, 15:02
P. S. Die Kundenrezensionen bei Amazon sind ja ein Auf und Nieder ...
Rabia_sorda
Inventar
#9 erstellt: 17. Jun 2017, 15:10

Anselm_Rapp (Beitrag #8) schrieb:
P. S. Die Kundenrezensionen bei Amazon sind ja ein Auf und Nieder ...


Denen sollte man auch nie zu viel Aufmerksamkeit schenken.
Menschen beschweren sich auch eher, als das sie ihre Zufriedenheit mitteilen.

Du musst aber auch jetzt nicht auf den Philips beharren und kannst dich noch woanders umschauen. Wobei Sennheiser, AKG und Bayerdynamic doch "etwas" teurer sind.
eckibear
Stammgast
#10 erstellt: 17. Jun 2017, 15:53
Bei analoger Funkübertragung würde ich immer von "Verlusten" ausgehen. Das Problem dürfte vorwiegend auf der Empfangsseite bestehen, denn ein halbwegs guter Empfang erfordert Einiges an Aufbereitung, egal wie kurz die Ü-Strecke ist. Wahrscheinlich wird da gespart, denn es geht schnell auf Batterie/Gewicht etc.
Schon ein guter KH Verstärker braucht etwas Spannung/Strom, denn wirklcih gute KH Syteme sind in aller Regel solche mit relativ hoher Impedanz der Membransysteme. Billigteile erkennt man oft schon an den "32 Ohm", gut genug für plärrig tönende Blech- oder Plastikbüchsen. Mit ein Paar Völtchen aus einer Li+ Zelle kommt man bei guten "600 Öhmern" halt nicht weit.

Digitale Systeme sind übertragungstechnisch besser, aber auch sie brauchen immer noch einen guten KH Verstärker mit ausreichender Batteriespannung, von (hoffentlich) anspruchsvollen AD/DA Wandlern abgesehen.

Es kommt m.Mn.n. immer ein fauler Kompromiss zwischen Gewicht/Preis und akustischer Qualität heraus.
Nichts ist daher besser als ein Kabel, selbst wenn beim Vergleich einfacher "Klingeldraht" eingeschlossen wird.

Aus eigener Erfahrung empfehle ich beim KH unbedingt einen Hörtest vor dem Kauf. Achte dabei auf eine ruhige Umgebung und eine Auswahl verschiedener Musik (eigene CDs etc. mitbringen, gute Fachgeschäfte machen dabei problemlos mit).
Anselm_Rapp
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 17. Jun 2017, 16:27
Danke für alle Tipps. Natürlich soll die Qualität des Kopfhörers in vernüftiger Relation zu der des Fernsehers stehen. Zumal mein Gehör kaum noch DIN 45500 entspricht , kommt es mir mehr auf störungsfreie Übertragung als auf optimalen Klang an. Obwohl laut einem Bewerter bei Amazon Digitalverbindung vom Fernseher zur Kopfhörerbasis den Klang um Welten verbessere. Das will ich gegebenenfalls probieren.

Gruß, Anselm
rockig
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 18. Jun 2017, 10:46
Ich ärgerte mich auch immer mit den Störsignalen meines Funkkopfhörers herum. Von spanischen Radiosender, rauschen bis Porno war alles dabei

Dann habe ich mir den da geholt https://www.amazon.d...bellos/dp/B004W71902
Seitdem sind Störsender-Geräusche vergangenheit. Habe den jetzt schon über 3 Jahre und hatte noch nie Störungen. Wenn ich den Raum verlasse habe ich aber öfters Aussetzer. Im selben Raum aber noch nie passiert. Die Station steht genau neben einem TP-Link Wlan Router. Verträgt sich problemlos.
Leider scheint es den aber nicht mehr zu geben.
Der hier scheint aber unter anderem Namen baugleich zu sein. (ohne Garantie) https://www.amazon.d...Silber/dp/B00JQLUEZK


[Beitrag von rockig am 18. Jun 2017, 10:53 bearbeitet]
Anselm_Rapp
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 18. Jun 2017, 11:31
Danke für die Empfehlung. Eines habe ich noch nicht geschrieben: Wenn ich eine Fernsehsendung mit "noch erträglichem" Rauschen angesehen habe, lege ich den Hörer jeweils in die Ladestation. Nehme ich ihn am nächsten Tag wieder heraus, ist ohne Einstellungsveränderung fast immer der/ein "Störsender" zu hören - und zwar in - verglichen mit dem Fernsehton - brüllender Lautstärke. Ich muss fast immer Auto-Tuine-Taste betätigen und manchmal einen besseren Kanal suchen. Die hohe Lautstärke des Störsignals irritiert mich, lässt mich doch an eine Störquelle in unmittelbarer Nähe denken.

Gruß, Anselm
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