Subwoofer schwingt unkontrolliert - "Plop"

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Herr_der_Augenringe
Neuling
#1 erstellt: 23. Mai 2017, 12:29
Hallo Community,

ich betreibe in eine Subwoofer-Eigenbau (Bauvorschlag aus Hobby Hifi 5/2006), bestehend aus einem Tieftöner Mivoc awm 124 und einem Verstärkermodul Detonation DT 80. Der Subwoofer wurde über die Hochpegelausgänge (Lautsprecherausgänge) eines Nait 3 Vollverstärkers angesprochen, die Satelliten (KEF IQ 7SE) über die Hochpegelausgänge des DT 80. Alles hat mehrere Jahre problemlos funktioniert.

Als der Nait sich vor wenigen Wochen per Rauchzeichen verabschiedete, war ein neuer Vollverstärker fällig. Die Wahl fiel dabei auf einen Arcam A29 :D. Mit dem neuen Verstärker wollte ich den Subwoofer über Niederpegel (cinch) ansprechen, die Satelliten direkt über die Hochpegelausgänge des A29. Also ein mehrfach abgeschirmtes Cinch-Kabel besorgt, angeschlossen, eingeschaltet und alles war ok – für ca. 5 Minuten. Dann fing der Mivoc-Tieftöner an, unkontrolliert zu schwingen und laute „Plop“ Geräusche von sich zu geben. Diese Geräusche gingen auch noch weiter, wenn die Verbindung zum A29 unterbrochen wurde.

Zu Testzwecken habe ich den Subwoofer über den Hochpegelausgang des Vollverstärkers angeschlossen = gleiches Problem.

Wechsel der Netzsteckerleisten oder Umpolen der Netzstecker hatten keinen Effekt. Der DT 80 hat sich schließlich gestern Abend verabschiedet, vermutlich ist eine interne Sicherungsschaltung angesprungen (das Einschalt-LED bleibt rot und wechselt nicht auf grün, auch nicht bei Anschluss einer Quelle).

Könnte es ein Erdungsproblem sein? Wäre ein Mantelstromfilter sinnvoll?
Ich bin für jeden Hinweis dankbar.
Rabia_sorda
Inventar
#2 erstellt: 24. Mai 2017, 23:37

Könnte es ein Erdungsproblem sein? Wäre ein Mantelstromfilter sinnvoll?


Ich denke nicht.

Vmtl. ist die Sub-Endstufe defekt. Warum und Was, liesse sich nur durch eine optische Begutachtung, und/oder Messtechnisch ermitteln.


(Geiler Nickname )


[Beitrag von Rabia_sorda am 24. Mai 2017, 23:37 bearbeitet]
PBienlein
Inventar
#3 erstellt: 25. Mai 2017, 06:23
Hallo zusammen,

ich sehe das genauso wie Karsten. Zunächst muss ja ohnehin das Subwoofer-Modul repariert oder ersetzt werden. Denkbar wäre, dass es durch das Sterben des Naim Nait 3 geschädigt wurde.

Gruß
PBienlein
Herr_der_Augenringe
Neuling
#4 erstellt: 25. Mai 2017, 10:35
Danke für eure Kommentare - In der Tat haben Mantelstromfilter nix gebracht (konnte mir welche ausleihen).
Werde den dt80 mal aufschrauben und nach dem defekten Bauteil suchen, kann ausser einem Multimeter und wenig bis gar keiner Ahnung nichts aufweisen. Wenn mir also kein offensichtlich verschmorter Baustein ins Auge fällt, der sich einfach wechseln lässt, dann muss ich wohl oder übel in den sauren Apfel beissen und mir eine neues Verstärkermodul anschaffen. Den dt80 gibt es ja nicht mehr, hat jemand irgendwelche Alternativvorschläge von Verstärkermodulen ähnlicher Leistung (und im Idealfall gleicher Einbaugrösse)?
PBienlein
Inventar
#5 erstellt: 25. Mai 2017, 11:19
Mach doch bitte ein paar scharfe Fotos von der Elektronik des Moduls. Eventuell kann man etwas mehr aus der Ferne dazu sagen.

Gruß
PBienlein
Herr_der_Augenringe
Neuling
#6 erstellt: 28. Mai 2017, 16:33
Hallo PBienlein,

habe das Modul mal aufgeschraubt, konnte aber keine verschmorten Bauteile o.ä. erkennen. Unten ein paar Fotos vom Innenleben,

Gruß Thomas


_B161925_B161928_B161931_B161932
PBienlein
Inventar
#7 erstellt: 29. Mai 2017, 06:09
Hallo Thomas,

b161928_777813 - A

zunächst würden mich noch zwei Dinge interessieren:
1. welche Bezeichnung hat das Endstufen-IC (gelber Pfeil)? Um das lesen zu können, musst Du die Haltelasche abschrauben.
2. der Bereich links vom Flachbandkabel (roter Pfeil) beinhaltet mit Sicherheit die beiden Spannungsregelungen für die +/-15V Spannungsversorgung der diversen Operationsverstärker. Kannst Du davon noch eine Aufnahme machen?

Unabhängig davon gäbe es meines Erachtens zunächst drei Möglichkeiten für das merkwürdige Verhalten des Subwoofers:
a) Endstufen-IC defekt
b) Kleinspannungsversorgung fehlerhaft. Hier gibt es leider mehrere Möglichkeiten. Häufig ist es aber einfach ein tauber Elko.
c) Operationsverstärker auf der großen Input-Platine defekt.

Vielleicht kommen wir so aber ein wenig weiter.

Gruß
PBienlein
Herr_der_Augenringe
Neuling
#8 erstellt: 29. Mai 2017, 19:44
M_B161934[thumb][/thumb]_B161936
Herr_der_Augenringe
Neuling
#9 erstellt: 29. Mai 2017, 19:54
Hallo PBienlein,

oben sind zwei Fotos, eines vom Endstufen IC, eines von der Platine, vielleicht hilft es ja weiter. Noch ein Hinweis: Ohne das Knister und die "Plop"-Geräuschen wäre der Subwoofer eigentlich noch funktionsfähig, d.h. das Modul verstärkt auch immer noch das Eingangmusiksignal und gibt es an den Tieftöner weiter.

Danke und Beste Grüße,
Thomas
PBienlein
Inventar
#10 erstellt: 30. Mai 2017, 09:06
Hallo,

wie vermutet, ist hier die Kleinspannungsregelung (+/-15V) realisiert und zwar mit "Bratwiderstand" (die beiden größeren 220 Ohm-Widerstände), Z-Diode und Längstransistor:

b161936_778095-AA

Was ich erkennen konnte, habe ich mal markiert; die zweite Z-Diode ist da auch irgendwo versteckt. Man sollte also zunächst am bunten Flachbandkabel messen, ob die beiden +/-15V vorhanden sind. Wenn nicht, ist möglicherweise ein Siebelko der Kleinspannungsregelung taub oder ein Längstransistor defekt. Die vier Siebelkos kosten nicht viel und könnten einfach auf Verdacht getauscht werden. ACHTUNG! Auf die korrekte Polarität achten.

Der TDA7293 beinhaltet die komplette Endstufe und könnte - wie schon geschrieben - ebenfalls defekt sein, auch wenn er im wesentlichen noch verstärkt. Das würde eine Signalverfolgung mit Sinuston und Oszi schnell an Tageslicht bringen. Der IC ist aber günstig zu bekommen (<5 Euro) und könnte zum Schluss auf Verdacht ebenfalls einfach getauscht werden. Die abgeknipsten Beinchen 5 und 11 sollten dann wieder entfernt werden, weil sie für dieses Schaltungskonzept nicht benötigt werden.

Gruß
PBienlein
Herr_der_Augenringe
Neuling
#11 erstellt: 01. Jun 2017, 07:24
Danke! Ich werde heute abend mal durchmessen, ob 15V am Kabel anliegen, und die entsprechenden Bauteile bestellen. Sobald dann alles verbaut ist, melde ich mich mit hoffentlich guten Nachrichten
Herr_der_Augenringe
Neuling
#12 erstellt: 06. Jun 2017, 15:18
Also, ich konnte +/- 13V an dem Flachbandkabel messen, allerdings keine +/-15V. Ich warte noch auf die Teile,
LG Thomas
PBienlein
Inventar
#13 erstellt: 06. Jun 2017, 17:42
Hallo,

die OpAmps werden wohl auch mit den +/-13V funktionieren, dennoch kommt mir das etwas wenig vor. Es scheint aber nicht das einzige Problem zu sein.
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