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Teufel US 2110/1SW Defekt?

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trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#101 erstellt: 11. Feb 2024, 21:26
Ach das sind die Railspannungen... ja, die sind da. Dann habe ich das falsch verstanden, sorry...
Was also konkret fehlt sind die 15V, die @PBienlein hier beschrieben hat:


PBienlein (Beitrag #89) schrieb:
Dass da jetzt iwo Spannungen nicht vorhanden sein sollen, habe ich diesem Fred bislang nicht entnehmen können. Auf dem Amp-Board (das mittlere) sitzen zwei Festspannungsregler im TO-220-Häuschen. An deren Eingängen sollten etwa +20V und -20V messbar sein, an den jeweiligen Ausgängen +/-15V. Da man da sehr schnell ein Desaster beim Messen anrichten kann, kann man die Spannung auch sicherer an der linken Steckerleiste messen (steht auch auf dem Platinenaufdruck daneben). Da gibt's einmal +15V und einmal -15V. Diese müssen zwingend vorhanden sein, damit da was rauskommt. Gemessen wird gegen Ground, also Rückwand des Moduls oder besser eignet sich eine der Schrauben vom Class-D-Heatsink, bzw. die blanke Fläche auf die er aufliegt, sofern der kleine Kühlkörper ausgebaut sein sollte.


Diese sind nicht vorhanden, alle andere Spannungen sind vorhanen, wie beschrieben.

Ich habe die Spannungen jetzt auch mal sehr vorsichtig an den TO-220er gemessen - die werden nur mit ca. 2V versorgt, das müsste also das Problem nochmal näher eingrenzen. Wo sollten die 20V her kommen? Sollen die vom Gleichrichter DB107 (das ist ein Gleichrichter, oder?) kommen? Wenn ja, habe ich auch schonmal die Wechselspannungen dahinter gemessen, die sind in einer ähnlichen Größenordnung - von 20V sind wir sehr weit entfernt.
PBienlein
Inventar
#102 erstellt: 11. Feb 2024, 22:12
Wenn diese beiden +/-15V Spannungen fehlen, könnte einer oder beide 2R22, 2R23 (je 1 Ohm) neben dem kleinen Brückengleichrichter hochohmig geworden sein. Ebenfalls möglich: Brückengleichrichter, einer der Siebelkos oder einer der beiden Festspannungsregler (7815, 7915) defekt.

Gruß
PBienlein
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#103 erstellt: 11. Feb 2024, 22:25
Eigentlich wollte ich für heute Feierabend machen, aber meine Neugierde hat dann doch gewonnen

Ich habe jetzt nochmal das Board an der Stelle genauer angeschaut, und folgendes habe ich verstanden. Bitte korrigieren, wo ich falsch liege!

Sowie ich es verstehe, kommen die 20V Gleichstrom vom Gleichrichter DB107. Dieser wird wiederum gespeist vom Trafo. Zwischen dem Gleichrichter und der Einspeisung vom Trafo ist jeweils ein 1 Ohm Wiederstand geschaltet. Nochmal bildlich:
Unterseite der Platine:
Unterseite Platine kommentiert
Oberseite der Platine, an der Ecke:
Platine Oberseite kommentiert

Ich habe dann mal den Wiederstand der Wiederstände (Braun-Schwarz-Gold-Gold, das müsste ja 1 Ohm sein) bemessen, und der Wiederstand ist deutlich höher als 1 Ohm - ich habe 95kOhm und 73kOhm gemessen. Solange ich da nichts falsch gemacht oder angenommen haben, stimmt das vorne und hinten nicht.

Meine erste Reaktion: Wiederstände ersetzen. Allerdings macht mich das Ganze etwas stutzig. Sind meine Annahmen richtig? Wie gesagt, bitte korrigieren, wenn nicht. Und wenn die Annahmen richtig sind: weswegen betrifft es beide Wiederstände? Dass es an den Wiederständen liegt wundert mich schon so oder so ein bisschen, aber beide auf ein Mal? Oder ist das durchaus etwas, was man erwarten kann?

P.S. Ich kann gerne auch ein Foto ohne Anmerkungen hochladen, falls das weiterhilft.


[Beitrag von trainman261 am 11. Feb 2024, 22:27 bearbeitet]
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#104 erstellt: 11. Feb 2024, 22:29

PBienlein (Beitrag #102) schrieb:
Wenn diese beiden +/-15V Spannungen fehlen, könnte einer oder beide 2R22, 2R23 (je 1 Ohm) neben dem kleinen Brückengleichrichter hochohmig geworden sein. Ebenfalls möglich: Brückengleichrichter, einer der Siebelkos oder einer der beiden Festspannungsregler (7815, 7915) defekt.


So, den Beitrag habe ich erst nach dem Posten gesehen...

OK, also ist es doch nicht so abwägig, dass beide hochohmig geworden sind. Dann werde ich mal kommendes Wochenende mir ein paar Wiederstände kaufen und die mal ersetzen. Mal hoffen, dass das klappt...

Gibt es noch irgendwas, was ich beim Kauf beachten soll? (1 Ohm wiederstand ist klar, möglichst auch mit
<5% Abweichung, aber muss ich noch mit Leistung o.Ä. etwas beachten?)

Vielen Dank schonmal für die Hilfe!


[Beitrag von trainman261 am 11. Feb 2024, 22:31 bearbeitet]
PBienlein
Inventar
#105 erstellt: 11. Feb 2024, 22:39
Beide Widerstände sind ziemlich sicher defekt und müssen ersetzt werden (1 Ohm, 5% Toleranz, Max 1/4 Watt). Normalerweise gehen die aber nicht grundlos kaputt. Du könntest DB107 mit der Diodenfunktion auf einen Kurzschluss prüfen. Wie bereits geschrieben, gibt es noch mehrere Fehlermöglichkeiten.


[Beitrag von PBienlein am 11. Feb 2024, 22:45 bearbeitet]
PBienlein
Inventar
#106 erstellt: 12. Feb 2024, 08:38
Moin,

ich habe mir Deine Messungen nochmals angeschaut:


Endstufenplatine
Eingang aus dem Trafo: 50 V~
Am Gleichrichter: ca. 34,8V


Das kann ich irgendwie nicht zuordnen. Egal wie man es dreht und wendet: die Spannungen wären zu hoch.

Auch hier

trainman_1237514

wären die beiden Endstufen-Rails mit etwas über 34V zu hoch. Man beachte, dass die zugehörigen Siebelkos dahinter gerade einmal 35V Spannungsfestigkeit haben.

Ich hoffe, dass es sich schlicht um Messfehler handelt, denn laut Trafoaufdruck liefert dieser 2 x 16VAC und 2 x 21VAC. Rein rechnerisch ergäben sich daraus in etwa 2 x +/-28V. Möglicherweise wurde der Massebezugspunkt falsch gewählt.

IMG_4220

EDIT:

Hier nun die Messergebnisse an einem baugleichen Modul. Gemessen wurden alle in den Bildern eingetragenen Werte JEWEILS gegen den gemeinsamen Massebezugspunkt auf der Standbyplatine!

IMG_4218

Folgende Werte wurden gemessen:

IMG_4219

Ich hoffe, dass das jetzt etwas Klarheit in den Thread bringt.

Ich bitte zu beachten, daß es sich um unterschiedliche Messarten handelt. VOR den Gleichrichtern muss das Messgerät auf VAC (Wechselspannung) gestellt werden; für Messungen HINTER den Gleichrichtern entsprechend auf VDC (Gleichspannung)! Sonst kommt Blödsinn bei den Messungen raus. Und natürlich muss der Betriebsartenschalter auf "ON" stehen, damit das Modul das Relais hörbar einschaltet.

Gruß
PBienlein


[Beitrag von PBienlein am 12. Feb 2024, 11:03 bearbeitet]
hifibastler2
Stammgast
#107 erstellt: 12. Feb 2024, 15:50
Hallo, wie schon oben von mir geschrieben, haben wir railmäßig hier 26 und nicht 21V AC. Ich muss es wissen, denn ich habe ja den neuen Amp dementsprechen herausgesucht und gekauft und betreibe ihn erfolgreich seit ? Monaten, Jahren?
Also sind die gemessenen Railspannungen von trainman nicht so daneben, wenn man bedenkt, dass durch die irren Einspeisungen von Photovoltaik die erlaubte Netzspannung innerhalb der Spezifikation, wo man dem Energieversorger keinen Prozess an den Hals hängen kann inzwischen tatsächlich 2 5 0 V AC beträgt !!! (Da fangen bereits alte Dehnrails an einzugreifen!)

Gruß Thomas

„Die Herrschaft des Niemand, die eigentliche Staatsform der Bürokratie.“ Hannah Arendt (1906-1975)
PBienlein
Inventar
#108 erstellt: 12. Feb 2024, 18:05
OK, mein Fehler. Ich habe gerade gesehen, dass ich hier nur einen US 2108/1 zur Hand hatte. Das erklärt vermutlich die Unterschiede in den Endstufenrails. Aber dennoch halte ich die Konstruktion für extrem gewagt! +/-34V Rails bei Elkos mit 35V Spannungsfestigkeit...
Da sollte man auf jeden Fall am Ende welche mit 50V reinschrauben. Aber erst muss die Kiste mal wieder laufen.

Gruß
PBienlein
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#109 erstellt: 17. Feb 2024, 16:17
Danke nochmal für die Antworten!
Ich habe nochmal die Festspannungsregler und den Gleichrichter auf Kurzschlüsse überprüft, da scheint alles i.O. zu sein (Widerstand > 400 Ohm). Bei den Kondensatoren habe ich geprüft, dass keine Kurzschlüsse vorhanden sind. Und die Kondensatoren zwischen den Festspannungsreglern und dem Gleichrichter speichern auf jeden Fall eine Ladung, da habe ich einfach mal nach dem Trennen vom Stromnetz (natürlich sehr vorsichtig) die Spannung bei den Widerständen gemessen, und die speichern auf jeden Fall eine Ladung. Ob es genau richtig ist, kann ich damit natürlich nicht erkennen, aber die Wahrscheinlichkeit von einem großen Fehler müsste da wohl doch nicht so groß sein.
Was natürlich immer noch die Frage offen lässt, warum sind beide Widerstände ähnlich hochohmig geworden... ich bestelle jetzt erstmal ein paar Ersatzwiderstände und ersetze die dann. Dann mal schauen, ob es wieder funktioniert, da berichte ich hier nochmal.
Und stimmt, bei mir haben die Elkos auch 35V Spannungsfestigkeit... das ist schon eine verdammt knappe Sache. Das wundert mich jetzt auch ein bisschen, dass die nicht durchgebrannt sind, sondern, dass das Problem woanders ist.


[Beitrag von trainman261 am 17. Feb 2024, 16:22 bearbeitet]
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#110 erstellt: 02. Mrz 2024, 14:59
Irgendwie ist da ein Post verschwunden, keine Ahnung, was da los ist
Die Widerstände sind angekommen, leider hatte ich nicht die Zeit dafür gefunden, da ich letzte Woche einen Notfall hatte was auch noch ein paar Kreise gezogen hat, da hatte ich erstmal andere Prioritäten.
Ich berichte auf jeden Fall hier nochmal, wenn ich dazu komme.


[Beitrag von trainman261 am 02. Mrz 2024, 14:59 bearbeitet]
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#111 erstellt: 10. Mrz 2024, 19:23
So, es gibt ein Update, nicht ganz so erfolgreich.
Die Widerstände habe ich eingebaut. Und jetzt sind die Spannungen, die vorher gefehlt haben, wieder vorhanden. Sprich: die Spannungen sind wie bei @PBienlein gemessen
PBienlein (Beitrag #106) schrieb:
(mit Ausnahme der Railspannung, die ja wie bekannt höher ist). Auch die +15V sowie -15V liegen an der Verbindung zwischen dem Amp-Board und dem oberen Board:

trainman261 (Beitrag #98) schrieb:


  • Pin +5V: +5V
  • Pin TH: +2,75V
  • Pin STANDBY: 0V
  • Pin MUTE: +5V
  • Pin -15V: 0V => hier liegen jetzt -15V an
  • Pin +15V: 0,03V => hier liegen jetzt +15V an
  • Pin SIN+: beim Einschalten -0,6V, bewegt sich wenn eingeschaltet Richtung -0,3V
  • Pin SIN-: analog Pin SIN+

Nur gibt der Sub immer noch keine Geräusche her. Kontrolliert habe ich natürlich auch, dass die Lautstärke nach dem Messen wieder hochgedreht wurde.
Was mir auch noch aufgefallen ist, dass auf dem obersten Board zwei rote LEDs leuchten, diese sind allerdings nur zu sehen, wenn der Board ausgebaut ist. Auf dem Board steht kein Hinweis darauf, was sie zu bedeuten haben, es steht nur, dass sie jeweils rote LEDs sind. Könnte das ein Hinweis auf irgendwas sein?
Den Lautsprecher an sich habe ich auch überprüft, er hat immer noch ca. 4 Ohm widerstand. Und beim genauen Hinhören kann man beim Messen hören, dass die kleinen Spannungen vom Messgerät die Membran leicht zum Schwingen bringt. An einer defekten Membran o.Ä. wird es also nicht liegen.
Fazit: die Widerstände waren auf jeden Fall ein Fehlerpunkt, aber es gibt noch mindestens einen weiteren.
So wie ich es bisher rausgehört habe, wäre die wahrscheinlichste Fehlerquelle (ausgehend von den bisherigen Messungen) das IC. Gibt es da noch etwas, was spontan einfällt, was man gut überprüfen könnte?
Ansonsten würde ich nochmal genauer das Datenblatt des ICs durchlesen und schauen, ob ich die Wege auf der Platine nachvollziehen kann und evtl. dadurch schlauer werde.
Viele Grüße,
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#112 erstellt: 27. Jul 2025, 19:18
So, es kam mal wieder das Leben dazwischen, daher kam ich nicht dazu, das Ganze mir näher anzuschauen... ja, ist länger her.
Ich habe mir erstmal das Datenblatt von der TDA8950 recht genau durchgelesen, und mich relativ intensiv mit der Schaltung der Platine beschäftigt, um nachzuvollziehen, was genau wie passiert. Soweit ich erkennen konnte, bekommt die TDA in meinem Fall alles, was sie braucht, mit einer Ausnahme: es kommt nicht ansatzweise genug Spannung bei dem MODE-Pin an. Dieser Pin soll mindestens 4,2V bekommen, damit die TDA8950 in Betrieb geht - tut er aber nicht. Dabei kommen definitiv 5V vom Filterboard an. Also habe ich mir die Schaltung genauer angeschaut, und vor allem genauer mit den Empfehlungen aus dem Datenblatt zur TDA8950 verglichen. Vor allem habe ich die Schaltung mal aufgemalt (so gut, wie ich sie nachvollziehen kann - enthält evtl. Lücken und Fehler, also ohne Gewähr!). Irgendwie kann ich das Bild hier nicht richtig hochladen, daher habe ich es anderswo hochgeladen: Schaltplan MUTE-/MODE-Schaltung.
Dabei bekommen die Pins MUTE und STANDBY vom Filterboard beide ca. 5V, wenn das Ding im Standby-Modus ist, und wenn das aus dem Standby-Modus raus ist, dann kommen nur noch von dem MUTE-Pin 5V an, von dem STANDBY-PIN nichts. Aus meiner Sicht ist das logisch - wenn der STANDBY-Pin 5V bekommt, bekommt der Emittor vom rechten Transistor Spannung, somit erdet der Transistor die Spannung, die sonst zum MODE-Pin gehen würde. Damit ist die TDA8950 abgeschaltet. Wenn der STANDBY-Pin keine Spannung bekommt, ist diese Erdung weg - somit geht die Spannung direkt zum MODE-Pin und schaltet die TDA8950 (mit einer Verzögerung durch den Kondensator) ein.
Auf allen drei Transistoren (zumindest gehe ich davon aus, dass das alles Transistoren sind, etwas Anderes leuchtet mir nicht ein) steht "D9D". Wenn ich mich nicht irre, ist das dieser hier. Wenn ich den Widerstand bei den messe, fällt mir auf, dass sie beim im Schaltplan linken Transistor ganz anders sind als bei den anderen beiden. Vor allem: der Widerstand zwischen Collector und Emittor ist im ausgeschalteten Zustand bei ca. 550 Ohm - das kommt mir viel zu niedrig vor, zumindest wenn zwischen Base und Emittor keine Spannung besteht. So wie ich es sehe, ist der Transistor kaputt. Mit der Folge, dass zwischen der Spannung, die eigentlich zum MODE-Pin gehen soll und der Erdung nur diese besagten 550 Ohm sind, also kommt im Prinzip nichts beim MODE-Pin an. Sprich, wenn ich den Transistor ersetze, müsste die MODE-Spannung richtig ankommen (nur ärgerlich, dass die Dinger wohl nur in 50er-Packungen zu bestellen sind...)
Könnte das passen oder bin ich gerade auf dem falschen Dampfer?
Viele Grüße,
hifibastler2
Stammgast
#113 erstellt: 27. Jul 2025, 21:28
Hi, würde mir als erstes mal so einen: "LCR-T7 Transistor Tester Diode Triode TFT Capacitance Meter" für unter 20 Euro beschaffen, alles andere ist bei Halbwissen stochern im Nebel ...
VG Thomas
PBienlein
Inventar
#114 erstellt: 28. Jul 2025, 06:56
Den NPN-Transistor solltest Du auf jeden Fall auslöten und nochmals im ausgebauten Zustand überprüfen. Hat er dann immer noch die gleichen Messwerte, ist er defekt und muss ersetzt werden. Das muss auch nicht exakt der gleiche Transistor sein. Hauptsache er hält die Spannungen aus und ist ein NPN-Transistor. Ideal wäre natürlich ein SMD-Transistor im SOT23-Häuschen, wie auch auf der Platine. Zu Versuchszwecken kann man da aber auch einen "normalen" bedrahteten NPN-Transistor nehmen, sollte sowas zufällig in der Grabbelkiste liegen.

Einen passenden NPN-SMD für Schaltzwecke hätte ich sicherlich zur Hand. Falls Interesse bestünde, melde Dich per PM bei mir.

Gruß
PBienlein
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#115 erstellt: 29. Jul 2025, 16:14
Danke für die Antworten!
Ich habe jetzt versucht, den Transistor abzulöten, merke aber, da ich noch nie SMD-Komponenten entlötet habe, habe ich auch das passende Werkzeug dazu nicht... also habe ich das erstmal bestellt, dann kann ich das auslöten und nochmal genauer testen.
Und danke @PBienlein für das Angebot - nachdem ich das gepostet hatte hatte ich nochmal geschaut, wo man die bestellen kann und die Lieferzeiten gesehen... dabei habe ich dann was gefunden, wo ich dann doch nur 10 Stück für ein paar Euro bestellen konnte, Versandkosten inklusive, also habe ich das schonmal bestellt. Sollte der Transistor doch in Ordnung sein sind es nur ein paar Euro Verlust. Die Heißluft-Lötstation, die ich bestellt habe, hat auf jeden Fall wesentlich mehr gekostet (auch wenn das für andere Projekte nützlich sein wird).
Viele Grüße,
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#116 erstellt: 01. Feb 2026, 16:15
So, kleines Update.
Mal wieder kam bei mir das Leben dazwischen, aber ich habe dieses Wochenende etwas mehr Zeit gehabt. Den Transistor hatte ich ausgetauscht (sicherheitshalber gleich alle 3, ich hatte eh 10 bestellt). Leider alle an die Platine geklebt, was das Auslöten nicht besonders erleichtert hat, aber Hauptsache, ich habe sie auslöten können, ohne was zu zerstören - zumindest, soweit ich erkennen kann.
Damit wurde es besser - aber gelöst war das Problem nicht, ich hatte dann ca. 3,4V auf dem Mode-Pin, also der Bereich, wo die TDA im Standby sein sollte. Also habe ich mich auf die Suche gemacht, warum ich immer noch nicht auf >4,2V komme. Hab das Ganze nochmal in einem Stromkreis-Simulator nachgebaut, und nach dem sollten 4,4V rauskommen - definitiv genug, um die TDA in den eingeschalteten Modus zu bekommen. Also den Soll-Zustand werde ich vermutlich richtig aufgezeichnet haben.
Nach einer genaueren Analyse ist mir aufgefallen, dass der Spannungsabfall über die zwei Widerstände (5,6 kΩ - das ist übrigens auf meiner vorherigen Zeichnung falsch, ich hatte die Zahlen auf dem Kopf gelesen, es soll heißen "562" und nicht "295" - und 470 Ω) direkt vor dem Mode-Pin auffällig höher war, als er sein sollte. Eine Erklärung konnte ich nicht finden. Also habe ich den letzten Transistor vor dem Mode-PIN mal ausgebaut um das als Fehlerquelle auszuschließen (der Transistor soll, soweit ich erkennen kann, nur als Überstromschutz dienen), Strom kurz angeschlossen - immer noch dasselbe. Also habe ich den 470 Ω-Widerstand, die letzte mir bekannte Verbindung zum MODE-Pin entfernt, wieder Strom angeschlossen, und gemessen. Erst hat mein Strommesser irgendwas komisches gemacht, irgendwann habe ich dann plötzlich am MODE-Pin -7V gemessen :O
Eine Zeitlang gesucht, irgendwann habe ich die eine Seite vom TDA, wo der MODE-Pin dran ist, entlötet, wieder kurz Strom angeschlossen, und die Zufuhr zum MODE-Pin ist plötzlich bei 0V. Der MODE-Pin selbst steht unter ca. -32V. Au weia...
Ich warte gerade, bis die Spannung aus den Kondensatoren entladen ist (das dauert bei dem Ding eine ganze Zeit), dann werde ich die TDA komplett ablöten und überprüfen, ob ich da irgendwas noch finde, was faul ist und ein letztes Mal die Spannung auf den Zuführungen zur TDA prüfen. Ansonsten gehe ich von einem internen Kurzschluss in der TDA aus.
Das war's erstmal. Falls ich auf dem falschen Dampfer bin, sagt gerne Bescheid

P.S. Falls jemand anders auf diesen Post trifft und selber ähnliche Probleme hat: in diesem Stromkreis-Simulator habe ich das gemacht, und ihr könnt den Text dazu importieren:

$ 1 0.005 1.2182493960703473 76 5 43 5e-11
R 464 208 544 208 0 0 40 5 0 0 0.5
g 496 352 560 352 0 0
R 496 256 560 256 0 0 40 5 0 0 0.5
R 464 288 544 288 0 0 40 5 0 0 0.5
w 464 208 464 64 0
w 464 64 288 64 0
w 432 256 432 176 0
r 432 176 368 176 0 10000
r 368 176 288 176 0 470000
w 288 176 288 64 0
w 368 176 368 240 0
r 336 256 336 320 0 5600
w 336 368 464 368 0
w 464 352 464 368 0
w 336 224 288 224 0
w 288 224 288 368 0
w 288 368 336 368 0
w 288 176 240 176 0
r 240 176 240 96 0 470000
r 240 176 176 176 0 10000
r 176 96 176 176 0 10000
w 240 96 176 96 0
w 240 288 400 288 0
r 400 288 464 288 0 10000
w 176 240 176 368 0
w 176 368 288 368 0
w 112 80 112 368 0
w 112 368 176 368 0
w 144 160 144 416 0
w 288 64 32 64 0
w 144 160 96 160 0
r 96 160 64 160 0 470
r 64 160 32 160 0 5600
w 32 64 32 160 0
w 32 160 32 240 0
w 336 320 64 320 0
w 64 320 64 160 0
w 32 368 112 368 0
w 320 416 464 368 0
c 336 320 336 368 4 0.000047 4.452101407457402 0.001 0.1
w 144 416 208 448 0
w 208 448 272 416 0
c 32 240 32 368 4 0.000047 5 0.001 0.1
t 176 96 144 96 1 1 -4.277089316126022 0.13355205009585688 100 default
w 144 80 112 80 0
w 144 160 144 112 0
w 240 288 240 224 0
t 240 224 176 224 0 1 0.5734959401023751 0.6035065024356768 100 default
w 176 176 176 208 0
t 368 240 336 240 0 1 0.4754667925525186 -3.9227252600446905 100 default
w 464 352 496 352 0
p 272 416 320 416 3 0 0 50000
s 432 256 496 256 0 1 false
hifibastler2
Stammgast
#117 erstellt: 02. Feb 2026, 15:08
Ich habe einen Input Overflow und blick nicht mehr durch was Du so machst
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#118 erstellt: 02. Feb 2026, 16:43
OK, sorry, da habe ich mich eventuell zu sehr im Erzählen verloren... hier mal eine Kurzfassung:
Wie im Post davor erwähnt, war mir aufgefallen, dass ein Transistor nicht ganz richtig funktioniert hat. Den habe ich ersetzt - gleich alle 3, um sicher zu gehen. Dabei kamen aber trotzdem nur 3,4V beim MODE-Pin an, was mehr war als vorher, aber auch nicht ausreichend, damit die TDA richtig funktioniert. Nach langer Analyse habe ich festgestellt, dass wenn man den MODE-Pin von der restlichen Schaltung trennt (sprich, dass der MODE-Pin 0V bekommen sollte, also komplett abgeschaltet bleibt), sich stattdessen rausstellt, dass der MODE-Pin ca. -30V ausgibt. Also aus meiner Sicht ist daher die TDA im Eimer und muss ausgetauscht werden.
Wie gesagt, sollte ich da auf dem Holzweg sein, gerne Bescheid sagen.
hifibastler2
Stammgast
#119 erstellt: 03. Feb 2026, 11:15
Aha, schon verständlicher. Man könnte natürlich noch zwangsweise den Mode-Pin mit der richtigen Spannung versorgen.
Trotz alledem ist es am wahrscheinlichsten, dass das TDA8950 defekt ist, schon alleine rein statistisch ;-)
VG
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#120 erstellt: 03. Feb 2026, 20:28

hifibastler2 (Beitrag #119) schrieb:
\Man könnte natürlich noch zwangsweise den Mode-Pin mit der richtigen Spannung versorgen.


Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass der Gedanke mir nicht auch durch den Kopf geschossen ist aber am Ende bin ich dann zu sehr vorsichtig/Schisser, ich will nicht, dass das ganze Ding mir deswegen abraucht. Wenn man +5V mit -30V zusammenschließt ist das meines Wissens ein Kurzschluss (könnte aber evtl. auch erklären, warum so viele andere Komponenten auch kaputt waren die ich inzwischen ersetzt habe - der Transistor und die beiden Widerstände hinter dem Gleichrichter)

Und selbst wenn nicht, braucht die TDA laut Datenblatt ein langsames Einschalten der 5V, wofür die ganze Schaltung vor dem Pin sorgt. Ansonsten knackt es laut Datenblatt beim Einschalten. Da weiß ich nicht, wie gut das für den Lautsprecher an sich ist, wenn das bei jedem einschalten knackt, ich weiß ja gar nicht, wie laut das Knacken sein soll. Davon abgesehen, könnte es auf Dauer recht nervig werden. Und den ganzen Stromkreis umzubauen, um das zu kompensieren... da ist eine neue TDA einfacher
hifibastler2
Stammgast
#121 erstellt: 05. Feb 2026, 15:21
Naja, ich würde im konkreten Fall ein Labornetzgerät nehmen, minus am Masse des Teufel und den Strom auf 100mA begrenzen und erst dann vom Labornetzgerät + 5V an den mode-pin. Viel passieren dürfte da nicht, aber ich kann natürlich auch daneben liegen ...
VG
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#122 erstellt: 15. Feb 2026, 21:32
So, hab die TDA ersetzt... aber das Ganze funktioniert immer noch nicht.
Es kommen jetzt 3,9V beim MODE-Pin an, mehr als vorher, aber immer noch keine 4,2V. Damit kommt eben auch nichts aus dem Lautsprecher raus. Aus Frust habe ich dann wirklich einfach mal die 5V an den MODE-Pin geschaltet, aber selbst dann kommt nichts aus dem Lautsprecher raus. Gar nicht mal das Knacken, was laut Datenblatt kommen soll, wenn man zu schnell von 0 auf 5V schaltet, was mich ehrlich gesagt recht stutzig macht. Vor dem Einbau der TDA habe ich nochmal überprüft, alle notwendigen Spannungen sind vorhanden.
Für das Wochenende reicht es jetzt erstmal. Wenn jemand noch eine Idee haben könnte, was Sache ist, gerne sagen. Nächstes Wochenende werde ich mir es nochmal anschauen. Ich hoffe, ich muss das Ganze nicht aufgeben...
PBienlein
Inventar
#123 erstellt: 16. Feb 2026, 08:20
Ich bin an diesen blöden Platinen auch schon das eine oder andere Mal fast verzweifelt. Was noch sein könnte: der elende Kleber, der zur Fixierung "schwerer" Bauteile verwendet wurde, zerfrisst wenn er alt wird gerne die Oberflächen von SMD-Bauteilen - vor allem bei Widerständen. Es empfiehlt sich, sämtliche Werte zu überprüfen und ggf. Widerlinge dann zu ersetzen.

Gruß
PBienlein
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#124 erstellt: 16. Feb 2026, 21:58
OK, guter Hinweis, danke! Das hat mich eh schon genervt, wie viel Kleber in dem Ding drin ist... die sind da sehr, ähm, großzügig damit gewesen. Hat mich schon beim Auseinanderbauen einige Kopfschmerzen verursacht.
Ich frage mich auch, ob die 3,9V am MODE-Pin reichen könnten. In den Tabellen steht immer, dass der eingeschalteter Bereich zwischen 4,2 und 6V liegt, allerdings sollte nach Tabelle 26 auch schon bei 3,9V die volle Lautstärke erreicht sein. Und wie gesagt, selbst, wenn ich die 5V direkt an den MODE-Pin anschließe passiert nichts, also muss irgendwo ein weiterer Problempunkt sein.
hifibastler2
Stammgast
#125 erstellt: 22. Feb 2026, 00:12
War wohl im Nachhinein gar nicht so dumm, sich mit der 200 Watt Monoendstufe von Reichelt solchen Frust vom Leib zu halten ...
trainman261
Schaut ab und zu mal vorbei
#126 erstellt: 22. Feb 2026, 14:07
So, das ging jetzt das Wochenende nicht ganz so wie geplant oder erhofft. Was ich auf jeden Fall geprüft habe ist, dass das Problem nicht irgendwo bei der Übertragung des Audiosignals an der TDA liegt. Diese kommt einwandfrei dort an. Dann viel mir irgendwann auf, dass die 35V versorgungsspannung an dem einen Pin (VSSA) nur bei ca. 7V lag. Wollte weiter messen, und war zwar mit meinen Fingern vorsichtig, aber mit meinem Messgerät nicht so sehr... und es hat geknallt. Jetzt sind die 100 Ω-Widerstände definitiv hochohmig (anderseits war es der einer Widerstand schon evtl. davor, also hätte das vermutlich eh ersetzt werden müssen). Die werde ich jetzt auf jeden Fall ersetzen.
Dann ist die Frage: es gibt zwei Kondensatoren bei den +35V und -35V-versorgung jeweils hinter den 100Ω, die gegen die Masse geschaltet sind. Diese sind zwar nicht geplatzt, sind jetzt aber dunkler als vorher, daher überlege ich mir aktuell, ob ich die gleich mit ersetze. Allerdings haben die keine Markierung, also keine Ahnung, was für welche das sein könnten?
Unterseite Platine mit IC
Es sind die mit der Bezeichnung 2C09 (was auf dem Bild wie 08 aussieht) und 2C10. Nicht wundern, das ist noch das alte Bild Weiß jemand, was die für welche sein könnten? Ansonsten schlägt das Datenblatt hier 220pF vor.
hifibastler2
Stammgast
#127 erstellt: 25. Feb 2026, 16:51
Sorry, ich glaub das wird nix mehr. Fehler nicht gefunden, weitere eingebaut durch vermutlich Abrutschen mit zu dicken und stumpfen Meßspitzen, entweder Schlachtgerät besorgen oder s.o.
VG
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