Hochtöner gibt keinen Ton - könnt ihr was erkennen? - Was bzw wo soll ich messen?

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PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 06. Mrz 2020, 17:42
Hallo Leute.

Ich bin ein kompletter Noob was die Technik eines Lautsprechers betrifft, würde gern aber mein bestes geben, den Hochtöner und somit den Lautsprecher zu reparieren.

Es handelt sich um einen JBL JRX100, welcher nicht mehr der jüngste ist.
Der Subwoofer klingt gut und funktioniert.

Ich weiß ich sollter mir einen Multimeter besorgen, mach ich auch, um alles zu messen und abzuklären.
Aber da bitte ich auch um TIPPS wie und wo ich genau messe.
Auch was ich am Multimeter einstellen muss.

Anbei einige Fotos.

Ich danke euch vielmals und freu mich über Infos.

Lg. PlattenSpielerer


Treiber/Membran/Schwingspule:

Treiber ohne Membran/Schwingspule
Treiber
Membran/Schwingspule
Membran/Schwingspule 2
Membran/Schwingspule 3

Platine/Motherboard:

Platine - Anschlüsse des HT und SW
Platine 1
Platine 2
Platine 3

Platine/Motherboard von unten:

Unten 1Unten 2Unten 3

Unterseite Platine
sealpin
Inventar
#2 erstellt: 06. Mrz 2020, 17:48
in jedem Fall mal die beiden Glassicherungen auf der Platine mit dem Multimeter auf Durchgang checken.
Dann auch beim Hochtöner die Schwingspule durchmessen, und den gemessenen Ohm Wert hier posten.

Anhand der Fotos kann ich nicht erkennen, ob etwas defekt ist. Die Anschlusslitzen an der Schwingspule des Hochtöners sehen noch ok aus, die Schwingspule selber ist auch nicht verfärbt.

Daher besser messen und nach den Ergebnissen können wir hier weiter schauen.

ciao
sealpin
Rabia_sorda
Inventar
#3 erstellt: 06. Mrz 2020, 23:19

Anhand der Fotos kann ich nicht erkennen, ob etwas defekt ist


Echt nicht?!
Hier ist der Elko geplatzt (C1):

unten-2_998802

Dieser muss definitiv erneuert werden.
Dazu würde ich ihn aber auch in beiden Lautsprechern erneuern.

Es muss aber nicht heißen das dadurch der HT wieder spielen muss. Der HT kann dennoch auch kaputt sein.
Daher ein Multimeter besorgen und es auf 200 Ohm einstellen. Nun beide Messspitzen an die beiden Anschlüsse des HT halten. Es dürfen dabei keine anderweitigen Kabel angeschlossen sein! Nun sollte sich der gemessene Widerstand im Bereich von um 8 Ohm befinden.
Falls er weitaus niedriger oder höher ist, ist er defekt.
Einen Ersatz findet sich dann hier.


[Beitrag von Rabia_sorda am 06. Mrz 2020, 23:21 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#4 erstellt: 06. Mrz 2020, 23:27
Ist da Anschlussdraht da weg?

unten-3_998804b


[Beitrag von CarlM. am 06. Mrz 2020, 23:28 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#5 erstellt: 07. Mrz 2020, 00:05

CarlM. (Beitrag #4) schrieb:
Ist da Anschlussdraht da weg?]


Kann da nichts auffälliges entdecken
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 08. Mrz 2020, 20:11
Danke für die Antworten!



Hier ist der Elko geplatzt (C1):

unten-2_998802

Dieser muss definitiv erneuert werden.
Dazu würde ich ihn aber auch in beiden Lautsprechern erneuern.


Danke, um den Kümmer ich mich gleich mal.
Also den blauen daneben auch gleich?



Daher ein Multimeter besorgen und es auf 200 Ohm einstellen. Nun beide Messspitzen an die beiden Anschlüsse des HT halten. Es dürfen dabei keine anderweitigen Kabel angeschlossen sein! Nun sollte sich der gemessene Widerstand im Bereich von um 8 Ohm befinden.
Falls er weitaus niedriger oder höher ist, ist er defekt.


Danke für die Erklärung.
Ich habs aber noch nicht ganz raus, die Anwendung. haha

Ich habe mit 200 Ohm den Treiber, die Lichtschranken und die Widerstände gemässen.
Da mach ich irgendetwas falsch denke ich denn:
Ich hab bei den Glassicherungen und bei dem Treiber kein Ergebnis.
Bei der Anzeige des Multimeter änderte sich nichts.

Bei den zwei Widerständen hatte ich einmal 4.5 Ohm und bei dem anderen 1,5 Ohm.

Muss ich den Multimeter noch kalibrieren?
Oder fehlt da eine Einstellung?
Oder bin ich einfach nur ungeschickt?
Rabia_sorda
Inventar
#7 erstellt: 09. Mrz 2020, 00:07
Tjaaa....wenn du die Messspitzen jeweils an die Beinchen der Bauteile und des HT gehalten hast und es dann keine Messwerte gibt, sind all diese Bauteile kaputt.
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 09. Mrz 2020, 21:39
Ich meinte bei meiner Antwort natürlich nicht "Lichtschranken" sondern die Glassicherung.


Rabia_sorda (Beitrag #7) schrieb:
Tjaaa....wenn du die Messspitzen jeweils an die Beinchen der Bauteile und des HT gehalten hast und es dann keine Messwerte gibt, sind all diese Bauteile kaputt.


Aber das kann doch nicht sein, denn der Subwoofer funktioniert noch...
Wenn beide Glassicherungen und beider Widerstände kaputt wären würde doch niemals ein Ton aus dem Subwoofer kommen?

Bei Betrieb des Lautsprechers klingt es nur so als wäre der HT kaputt.
Rabia_sorda
Inventar
#9 erstellt: 10. Mrz 2020, 09:51
Ich dachte wir sprechen hier über die Frequenzweiche....
Diese ist doch teildefekt (mindestens der Elko).
Zudem habe ich mich auf deine Messungen bezogen.
Wenn du mit Glassicherungen die Glühlampen meinst, dann müssen sie auch einen ohmschen Widerstand besitzen, vorausgesetzt sie sind nicht kaputt.


[Beitrag von Rabia_sorda am 10. Mrz 2020, 10:01 bearbeitet]
Mwf
Inventar
#10 erstellt: 10. Mrz 2020, 14:16
Hi,
PlattenSpielerer (Beitrag #8) schrieb:
... Aber das kann doch nicht sein, denn der Subwoofer funktioniert noch...
Wenn beide Glassicherungen und beider Widerstände kaputt wären würde doch niemals ein Ton aus dem Subwoofer kommen?
Bei Betrieb des Lautsprechers klingt es nur so als wäre der HT kaputt.

Du hast uns oben doch zwei verschiedene Weichenplatinen gezeigt.
Die mit den 2 Glühlampen als Sicherung wird IMHO ausschließlich zum Hochtöner gehören.

Gruss,
Michael


[Beitrag von Mwf am 10. Mrz 2020, 14:17 bearbeitet]
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 10. Mrz 2020, 15:26
So ich habe dazugelernt und den Multimeter richtig angewendet.

Hier nun die Ergebnisse:

Übersicht 1

1. : Widerstand - 10W16Ω JH - Ergebnis: 1,6 Ohm
2. : Glassicherung/Glühlampe - Ergenis: 1,0 Ohm
3. : Glassicherung/Glühlampe - Ergebnis: 1,0 Ohm
4. : Widerstand - 10W4Ω JF - Ergenis: 4,5 Ohm

Auf der Unterseite der Platine befindet sich auch noch ein Widerstand.

Unterseite

25W10Ω JF - Ergebnis 10,5 Ohm

Zudem habe ich auf dem Lautsprecher selbst gelesen, dass die Impendanz des Lautsprechers 8 Ohm sein sollte.

Aufklener JBL

Hier habe ich dann die Anschlüsse gemessen:

NL4 Klinke

Der NL4 Anschluss hat 7 Ohm
Der Klinken-Anschluss ebenso 7 Ohm.

Der Treiber des Hochtöner zeigt kein Ergebnis an und ist wohlmöglich defekt.
Muss ich hier tatsächlich den ganzen Treiber austauschen oder reicht das Teil aufdem sich die Schwungspule/Membran befinden?

Dieses hier:
Membran/Schwingspule


Rabia_sorda (Beitrag #9) schrieb:
Ich dachte wir sprechen hier über die Frequenzweiche....
Diese ist doch teildefekt (mindestens der Elko).


Der Elko ist aufgebläht und mit sicherheit zu tauschen,
Das werde ich auch als erstes machen.


Rabia_sorda (Beitrag #7) schrieb:
Tjaaa....wenn du die Messspitzen jeweils an die Beinchen der Bauteile und des HT gehalten hast und es dann keine Messwerte gibt, sind all diese Bauteile kaputt.


Ja wie gesagt der Treib bzw Schwingspule+Membran (siehe oben) sind bestimmt kaputt.

Danke an alle.

LG. PlattenSpielerer
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 10. Mrz 2020, 15:49

Mwf (Beitrag #10) schrieb:

Du hast uns oben doch zwei verschiedene Weichenplatinen gezeigt.
Die mit den 2 Glühlampen als Sicherung wird IMHO ausschließlich zum Hochtöner gehören.

Gruss,
Michael


Nein das sind nicht zwei verschiedene sondern die mit dem grünen Untergrund ist die Unterseite.
Befindet sich alles auf einer Platine, sprich alles auf einer Frequenzweiche.

LG.
Mechwerkandi
Inventar
#13 erstellt: 10. Mrz 2020, 16:22

PlattenSpielerer (Beitrag #11) schrieb:

Muss ich hier tatsächlich den ganzen Treiber austauschen oder reicht das Teil aufdem sich die Schwungspule/Membran befinden?

Ersatzschwingspulen sind an sich gängige Handelsware.
Das geht sogar so weit, das sich die Ersatzteile für Produkte verschiedener Hersteller 1: 1 austauschen lassen.
Beispielhaft: https://www.amazon.c...driver/dp/B00DYWBI52


[Beitrag von Mechwerkandi am 10. Mrz 2020, 16:24 bearbeitet]
Mwf
Inventar
#14 erstellt: 10. Mrz 2020, 16:56

PlattenSpielerer (Beitrag #12) schrieb:
... die mit dem grünen Untergrund ist die Unterseite.
Befindet sich alles auf einer Platine, ...

oooops,
sorry, hab ich übersehen,
und selbst jetzt, nochmal gekuckt .... ?,
Rabia_sorda
Inventar
#15 erstellt: 10. Mrz 2020, 17:42

1. : Widerstand - 10W16Ω JH - Ergebnis: 1,6 Ohm


Dazu müsste er ausgelötet werden um die 16Ω messen zu können. Da werden noch weitere Bauteile parallel geschaltet sein, weil dort nur 1,6Ω messbar sind. Defekt vermute ich ihn aber erstmal nicht. Aber weiß......auslöten und messen!


2. : Glassicherung/Glühlampe - Ergenis: 1,0 Ohm
3. : Glassicherung/Glühlampe - Ergebnis: 1,0 Ohm
4. : Widerstand - 10W4Ω JF - Ergenis: 4,5 Ohm


Sieht gut aus.
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 10. Mrz 2020, 18:10
Danke Rabia Sorda!
Bist mir eine große Hilfe.

Also jetzt mal ELKO austauschen und neue Schwingspule für den Treiber.

Wenn es dann noch was hat, dann heißt es weitersuchen.

Aber das mit dem ELKO wird für mich eine sehr große Aufgabe als völliger Anfänger im Elektro-Bereich.
Denn der ELKO ist genau an eine Kupferspule gelötet die sich auf der anderen Seite der Platine befindet...

ELKO

Für mein Verständnis (denn ich möchte ja dazulernen und nicht nur ausführen).

Der 16Ω Widerstand ist mit was parallel geschalten?
Und wie verliert er dann fast das 10-fache an Widerstand?

Besten Dank und liebsten Gruß!
Rabia_sorda
Inventar
#17 erstellt: 10. Mrz 2020, 18:23
In welchem PLZ-Bereich wohnst du denn?
Manchmal hat man ja Glück, man wohnt nicht so weit auseinander und man kann sich helfen.


Denn der ELKO ist genau an eine Kupferspule gelötet die sich auf der anderen Seite der Platine befindet.


Dazu die Spule ablöten damit man an die Lötstellen des Elkos gelangt.


Der 16Ω Widerstand ist mit was parallel geschalten?


Das lässt sich schwer nur anhand eines Bildes ausmachen. Dazu müsste man schon das Ding selbst in der Hand haben oder einen Schaltplan (von dir) bekommen.


Und wie verliert er dann fast das 10-fache an Widerstand?


Es kommt hier immer auf die Verschaltung der Bauteile an und falls dort eine Spule, ein Widerstand und/oder eine Lautsprecher-Schwingspule parallel geschaltet ist/sind, ist der gemessene Widerstandswert (natürlich) geringer. Daher muss man den Widerstand auslöten und ihn messen. Ansonsten misst man nämlich alle parallelen Bauteile mit.
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 10. Mrz 2020, 19:24

Rabia_sorda (Beitrag #17) schrieb:
In welchem PLZ-Bereich wohnst du denn?
Manchmal hat man ja Glück, man wohnt nicht so weit auseinander und man kann sich helfen.


Ich wohne in Österreich.
Oberösterreich um genau zu sein.
Aber danke für das Angebot.


Rabia_sorda (Beitrag #17) schrieb:

Dazu die Spule ablöten damit man an die Lötstellen des Elkos gelangt.


Super, danke.
Das schaffe ich denk ich.


Rabia_sorda (Beitrag #17) schrieb:



Der 16Ω Widerstand ist mit was parallel geschalten?


Das lässt sich schwer nur anhand eines Bildes ausmachen. Dazu müsste man schon das Ding selbst in der Hand haben oder einen Schaltplan (von dir) bekommen.


Und wie verliert er dann fast das 10-fache an Widerstand?


Es kommt hier immer auf die Verschaltung der Bauteile an und falls dort eine Spule, ein Widerstand und/oder eine Lautsprecher-Schwingspule parallel geschaltet ist/sind, ist der gemessene Widerstandswert (natürlich) geringer. Daher muss man den Widerstand auslöten und ihn messen. Ansonsten misst man nämlich alle parallelen Bauteile mit.


Ah okey, na gut.
Vielleicht finde ich es raus wenn ich mir das ganze genauer ansehe.
Aber das ist jetzt mal nebensächlich.

Vl löte ich den Widerstand auch mal aus.

Danke nochmal!

ich informiere hier über den Fortschritt meiner Reperatur.
Kann eine Weile dauern, Ersatzteile benötigen Zeit.
Mwf
Inventar
#19 erstellt: 10. Mrz 2020, 19:51

Rabia_sorda (Beitrag #17) schrieb:
... Dazu die Spule ablöten damit man an die Lötstellen des Elkos gelangt. ...

Dazu der Tip für die Faule und Clevere

Es reicht 1 Pol (egal welchen) von 2-poligen Bauelementen (Spule, Kondensator, Widerstand) abzulöten /aufzuknipsen.
Damit ist das Bauteil von der übrigen Schaltung getrennt und kann gemessen werden (mit Batterie-betriebenem oder sonstwie "Erd-freien" Instrument).
So kann das Element meist auf der Platine bleiben, und die evtl. Wiederinbetriebnahme ist einfach.
Rabia_sorda
Inventar
#20 erstellt: 10. Mrz 2020, 20:35
Sind ja nur 850km.
Da habe ich aber absolut überhaupt kein Problem mit...........wenn du zu mir kommst.
Hier gibt es auch ein paar Berge und könntest dich hier wie zu Hause fühlen 🤗

Ja, einseitig abloeten reicht zur Messung.
Aber es ging ja um die Lötstellen des Elkos. Dazu musst du dir aussuchen, ob nur eine Seite der Spule zu lösen reicht oder ob die komplette Spule entnommen werden muss.

Nochmal was zu dem Elko:
Dieser muss zwingend ein bi-polarer sein. Ein polarer geht sonst kaputt, da hier eine Wechselspannung anliegt.
Die Kapazität (mikroFarad) und die Spannungsfestigkeit (V =Volt) steht auf dem Gehäuse. Da er aber geplatzt ist, sollte besser eine höhere Spannungsfestigkeit gewählt werden. Die Kapazität sollte aber unbedingt beibehalten werden.
Mwf
Inventar
#21 erstellt: 10. Mrz 2020, 22:55

Rabia_sorda (Beitrag #20) schrieb:
... Nochmal was zu dem Elko:
Dieser muss zwingend ein bi-polarer sein. Ein polarer geht sonst kaputt, da hier eine Wechselspannung anliegt.
Die Kapazität (mikroFarad) und die Spannungsfestigkeit (V =Volt) steht auf dem Gehäuse. Da er aber geplatzt ist, sollte besser eine höhere Spannungsfestigkeit gewählt werden. Die Kapazität sollte aber unbedingt beibehalten werden.

Der Elko ist schon mit 200 V- (!) spezifiziert, da geht serienmäßig nichts mehr drüber, im Gegenteil, bipolar sind für DIY max. 100 V- beschaffbar,
also Umstieg auf MKT- oder MKP-Folie (250 oder 400 V-) und die stehende Montage muß gebastelt werden (zweiten Anschluß über die Seite nach unten verlängern), der Platz wird allerdings knapp.
Für 8 µF nimmt man den Standardwert 8.2 µF.
Rabia_sorda
Inventar
#22 erstellt: 10. Mrz 2020, 23:06
Oha.....die 200V habe ich übersehen. Ja, da geht nicht viel mehr bei Elektrolyt

Man könnte ja zur Not zwei neue 100V-Elkos in Serie verschalten, wenn man dazu die Kapazität verdoppelt. Somit hätte man wieder die gleiche Kapazität, aber die doppelte Spannungsfestigkeit. Ob das aber günstigster als ein MKT wird....?


[Beitrag von Rabia_sorda am 10. Mrz 2020, 23:17 bearbeitet]
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 11. Mrz 2020, 17:39
Phu, jetzt haben wir wohlmöglich einen Punkt erreicht an dem es kompliziert wird.

Also ich habe mir die letzten drei Posting durchgelesen, verarbeitet, recherchiert.

Mwf (Beitrag #19) schrieb:

Dazu der Tip für die Faule und Clevere

Danke, das werde ich versuchen, mal sehen ob es reicht.

Rabia_sorda (Beitrag #20) schrieb:
Sind ja nur 850km.
Da habe ich aber absolut überhaupt kein Problem mit...........wenn du zu mir kommst.

Danke für das Angebot, aber ich denke ich versuchs mal selbst.

Rabia_sorda (Beitrag #20) schrieb:
Nochmal was zu dem Elko:
Dieser muss zwingend ein bi-polarer sein. Ein polarer geht sonst kaputt, da hier eine Wechselspannung anliegt.
Die Kapazität (mikroFarad) und die Spannungsfestigkeit (V =Volt) steht auf dem Gehäuse. Da er aber geplatzt ist, sollte besser eine höhere Spannungsfestigkeit gewählt werden. Die Kapazität sollte aber unbedingt beibehalten werden.


Mwf (Beitrag #21) schrieb:
Der Elko ist schon mit 200 V- (!) spezifiziert, da geht serienmäßig nichts mehr drüber, im Gegenteil, bipolar sind für DIY max. 100 V- beschaffbar,
also Umstieg auf MKT- oder MKP-Folie (250 oder 400 V-) und die stehende Montage muß gebastelt werden (zweiten Anschluß über die Seite nach unten verlängern), der Platz wird allerdings knapp.
Für 8 µF nimmt man den Standardwert 8.2 µF.

So ich hab versucht zu verstehen, was ihr mir zu erklären versucht.


Also ich habe folgendes gefunden...


ELKO

Rubycon LLE, THT Alu Kondensator, Elko 10μF ±20%, 200Vdc, Ø 8mm hier

Elko, bipolar - 8,2 µF - 100 V - 105 °C - RM 5 (zwei in Serie verschalten wie vorgeschlagen) hier


Rabia_sorda (Beitrag #22) schrieb:
Man könnte ja zur Not zwei neue 100V-Elkos in Serie verschalten, wenn man dazu die Kapazität verdoppelt. Somit hätte man wieder die gleiche Kapazität, aber die doppelte Spannungsfestigkeit.

Ist die doppelte Spannungsfestigkeit schlimm?

Nichicon LD, THT Alu Kondensator, Elko 8,2μF ±20%, 450Vdc, Ø 10mm hier


MKT-Folienkompensator bzw. MKP-Folienkompensator (Was ist der Unterschied?)


Mwf (Beitrag #21) schrieb:
also Umstieg auf MKT- oder MKP-Folie (250 oder 400 V-) und die stehende Montage muß gebastelt werden (zweiten Anschluß über die Seite nach unten verlängern), der Platz wird allerdings knapp.
Für 8 µF nimmt man den Standardwert 8.2 µF.

Das mit den 8.2 µF gilt für MKT/MKP? Dann hab ich die hier gefunden:

Wima MKP-X2 8,2uF 10% 305V RM 37,5 1 St. MKP-X2-Funkentstör-Kondensator radial bedrahtet 8.2 µF 305 V/DC 10 % 37.5 mm hier

ECQE2825JFB - DC-Folienkondensator, 8.2 µF, 250 V, Metallisiertes PET, ± 5%, ECQE(F) Series hier

Na war hier was dabei das gut passen würde?

Danke.


[Beitrag von PlattenSpielerer am 11. Mrz 2020, 17:48 bearbeitet]
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 11. Mrz 2020, 17:42

Rabia_sorda (Beitrag #3) schrieb:

unten-2_998802

Dieser muss definitiv erneuert werden.
Dazu würde ich ihn aber auch in beiden Lautsprechern erneuern.


Hey Rabia Sorda,
Meintest du hier eigentlich den blauen ELKO gleich daneben.

MerciDankeGrazie
Rabia_sorda
Inventar
#25 erstellt: 11. Mrz 2020, 20:58
Au.......da bringst du vieles durcheinander.

Nimm aus deinen verlinkten Kondensatoren bitte nur den Wima, denn alle anderen sind falsch.

Eine höhere Spannungsfestigkeit ist natürlich besser. Weil ja ein 200V-Elko verbaut ist und du nur an 100V-Elkos gelangst, können zur Not auch zwei 100V in Reihe geschaltet werden. Dies wäre dann wie ein Elko mit 200V.
Da sich aber hier durch eine Reihenschaltung die Kapazität halbiert, müssen nun (rechnerisch) zwei Kondensatoren mit 16,4mikroFarad verschaltet werden, damit es am Ende wieder 8,2mikroFarad werden.

Info:
16,4mikroFarad gibt es nicht und du musst dann zwei mit annähernder Kapazität verwenden.
Aber das nur zur Theorie, denn der obige Wima ist passend!


Meintest du hier eigentlich den blauen ELKO gleich daneben.


Nein.
Damit es "klanglich" mit der anderen Lautsprecherbox passt, sollte darin dann der identische Aufbau mit auch identischen Kondensatoren vorgenommen werden.
Zudem könnte der Elko in der anderen Box auch schon gelitten haben, auch wenn man es ihm nicht ansehen sollte.


[Beitrag von Rabia_sorda am 11. Mrz 2020, 21:00 bearbeitet]
Mwf
Inventar
#26 erstellt: 11. Mrz 2020, 23:15

PlattenSpielerer (Beitrag #23) schrieb:
... So ich hab versucht zu verstehen, was ihr mir zu erklären versucht...

Das hat leider noch nicht so gut geklappt.
Wie schon gesagt, deine Elkos sind allesamt ungeeignet da nicht bipolar (Rubycon, Nichicon) bzw. nur 100 V- (Pollin).

Die Folien-Kondensatoren sind soweit o.K., jedoch unnötig teuer (WIMA) bzw. nicht in kleinen Stückzahlen zu bekommen (Panasonic), von langer Lieferzeit ganz abgesehen.
Guck lieber bei den Lautsprecher-Spezis, z.B.:
https://www.lautsprechershop.de/hifi/jantzen-kondensatoren.htm
https://www.intertec...250_1768,de,275,3972
https://www.intertec..._1768,de,8115,674829
https://www.reichelt...l?ARTICLE=36871&&r=1
https://www.monacor.com/products/mkpa-82/

Dein Hauptproblem ist jedoch der defekte Hochtöner bzw. ein neues Schwingteil dafür.


[Beitrag von Mwf am 11. Mrz 2020, 23:16 bearbeitet]
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#27 erstellt: 03. Apr 2020, 11:19
So einige Wochen sind vergangen. Meine Bestellung des Ersatzteils für den ELKO ist schon angekommen.

Mwf (Beitrag #26) schrieb:
Die Folien-Kondensatoren sind soweit o.K., jedoch unnötig teuer (WIMA) bzw. nicht in kleinen Stückzahlen zu bekommen (Panasonic), von langer Lieferzeit ganz abgesehen.
Guck lieber bei den Lautsprecher-Spezis, z.B.:

Ich habe mir den via Reichel bestellt, den du mir Empfohlen hast.
Die Empfehlung von Rabia_Ssorda hat sehr ähnliche Abmessungen.
Wäre egal gewesen welchen von den beiden ich bestelle.

Beim Auspacken musste ich überrascht feststellen, dass der ja viel größer als der ELKO ist.

Anbei einige Bilder.
Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich den so auf diePlatine bekomme.
Das wird vom Platz her sehr knapp werden und auch die Löcher vom ELKO selbst sind für den Folienkondensator doch viel zu nahe beinander.

MKP1
Bild abrufbar auf: https://www.bilder-upload.eu/bild-ed2a00-1585912981.jpg.html
MKP2
Bild abrufbar auf: https://www.bilder-upload.eu/bild-2e18c3-1585913089.jpg.html
MKP3
Bild abrufbar auf: https://www.bilder-upload.eu/bild-89cdda-1585913109.jpg.html

Wie immer, vielen Dank für eure Hilfe und Tipps wie es nun weitergeht.

Lg. Plattenspielerer


Ps: Häckchen bei "HF-Code aktivieren?" ist gesetzt. Jedoch zeigt er Zitat und Bilder nicht an.
Echt seltsam. Hab sie jetzt wo extern geladen.


EDIT: HF-Code durch die Moderation korrigiert.
Ursächlich hierfür war ein bei der Beitragserstellung fehlerhaftes Zitat.


[Beitrag von OSwiss am 03. Apr 2020, 12:45 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#29 erstellt: 03. Apr 2020, 12:34
Da du den Foko eh schon da hast, dann solltest du ihn auch verwenden.
Dazu liessen sich evtl passende Löcher in die Platine bohren, oder er wird halt neben der Platine fixiert und mit Litzen an die vorgeschriebenen Kontakte gelötet.
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 03. Apr 2020, 12:38
Das wird eine Bastelei.

Löcher bohren würde funktionieren.
Da muss ich dann aber auch eine Verbindung zu den Löchern herstellen für die der Kondesator gedacht wäre oder? Vermutlich auch mit Litze vom neuen zum alten Loch?

Benötige ich eine spzielle Litze?

LG
Rabia_sorda
Inventar
#31 erstellt: 03. Apr 2020, 12:58

Löcher bohren würde funktionieren.
Da muss ich dann aber auch eine Verbindung zu den Löchern herstellen für die der Kondesator gedacht wäre oder? Vermutlich auch mit Litze vom neuen zum alten Loch?


Nein, nicht so!
Das wird nur gemacht, wenn man den Foko so platzieren kann, dass darunter auch die passenden Leiterbahnen erwischt werden können.
Ansonsten einfach den Foko mit 0,75mm2 oder 1mm2 Litzen verlöten und ihn hinterher in das Gehäuse der Box, neben der FQW ankleben (Pattex, Sikaflex, o.ä.. und nicht mit Heißkleber).
Die vorhandene Löcher brauchst du dazu aber nicht zwingend verwenden. Dazu kannst du die Litzen auch einfach unten auf die Leiterbahnen löten.


[Beitrag von Rabia_sorda am 03. Apr 2020, 13:01 bearbeitet]
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 03. Apr 2020, 13:06
Super!
Danke Rabia_sorda.

Dann besorge ich mir jetzt nochmal Litze und suche einen geeignetten Platz für den Folienkondensator.

Mal sehen, ob ich mich auf der Platine zurechtfinde..
Falls ich noch fragen habe, dann melde ich mich einfach hier wieder.

Ganz lieben Gruß und viel Gesundheit.
Rabia_sorda
Inventar
#33 erstellt: 03. Apr 2020, 14:08
Musstest du nicht die blaue Spule auf der Unterseite lösen?!
Mache davon mal ein Bild, dann könnte ich dir die Stellen der Bohrungen einzeichnen.
Mwf
Inventar
#34 erstellt: 03. Apr 2020, 22:03

PlattenSpielerer (Beitrag #27) schrieb:
... Beim Auspacken musste ich überrascht feststellen, dass der ja viel größer als der ELKO ist...

Das Problem wurde vorhergesehen:
Mwf (Beitrag #21) schrieb:
... Umstieg auf MKT- oder MKP-Folie (250 oder 400 V-) und die stehende Montage muß gebastelt werden (zweiten Anschluß über die Seite nach unten verlängern), der Platz wird allerdings knapp ...

... aber wg. der geforderten 200 V- wäre die Elko-Alternative (2 x 100 V- a´ 16 µF in Reihe) weder einfacher, noch direkt beschaffbar (16 µF).


-----------------------------
nicht vergessen:
Mwf (Beitrag #26) schrieb:
... Dein Hauptproblem ist jedoch der defekte Hochtöner bzw. ein neues Schwingteil dafür.
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#35 erstellt: 06. Apr 2020, 11:10

Mwf (Beitrag #34) schrieb:

PlattenSpielerer (Beitrag #27) schrieb:
... Beim Auspacken musste ich überrascht feststellen, dass der ja viel größer als der ELKO ist...

Das Problem wurde vorhergesehen:
Mwf (Beitrag #21) schrieb:
... Umstieg auf MKT- oder MKP-Folie (250 oder 400 V-) und die stehende Montage muß gebastelt werden (zweiten Anschluß über die Seite nach unten verlängern), der Platz wird allerdings knapp ...



Ahja stimmt.

Na gut dann werde ich mir nun Litze besorgen und so den FOKO anlöten.
Muss mirnoch eine geeignette Stelle im Lautsprecher adfür suchen wo es nicht stört.

Das kann noch eine Weile dauern.
Corona macht das Leben ja derzeit etwas schwerer.


Rabia_sorda (Beitrag #33) schrieb:
Musstest du nicht die blaue Spule auf der Unterseite lösen?!
Mache davon mal ein Bild, dann könnte ich dir die Stellen der Bohrungen einzeichnen.


Wenn es soweit ist, melde ich mich hier noch einmal mit einem Bild.



nicht vergessen:
Mwf (Beitrag #26) schrieb:
... Dein Hauptproblem ist jedoch der defekte Hochtöner bzw. ein neues Schwingteil dafür.


Ja genau.
Auf das Ersatzteil warte ich noch.
Dann kann ich mich erst drannwagen an die ganze Sache, ;D

Ich muss jetzt erstmal etwas Löten üben bis da Ersatzteile (Spule/Membran) zu mir geliefert wird.
Max
Stammgast
#36 erstellt: 07. Apr 2020, 21:25
Mahlzeit,

wenn ich das richtig sehe, hast Du eine JRX 115. Damit das Löten ein wenig einfacher wird,
das Schaltbild der Weiche.

Gruß vom Küchentisch
Max

Nachtrag:

Komplettes Dokument


[Beitrag von Max am 07. Apr 2020, 21:48 bearbeitet]
PlattenSpielerer
Schaut ab und zu mal vorbei
#37 erstellt: 17. Aug 2020, 16:01
Hallo Leute.

Einige Monate sind vergangen.
Das liegt hauptsächlich daran, dass ich auf die Ersatz-Spule super lange warten musste.

Jetzt ist es soweit und ich gehe ans löten.

In erster Linie wirde der defekte ELKO ausgetauscht und durch den Folienkondensator ersetzt.
Die Spule selbst wird ja nur geschreaubt und geklemmt.

Jetzt hat der Folienkondensator (wie bereits beschrieben und auf den Bildern ersichtlich) keinen Platz auf der Platine und darum muss ich zu einer Litze greifen und den Folienkondensator extra befestigen.
Den werde ich dann an der Innenseite des Gehäuses/Resonanzraums festkleben.
Zb. mit einem doppelseitigem Klebeband.

Jetzt meine Frag zur Litze ...
Welche nehme ich da am besten?
Im Shop gibt es ja haufenweise verschiedene Stärken und Farben.

Ich hoffe ihr könnt mit weiterhelfen und anbei noch einmal die Bilder der Platine + Kondensator.'

Liebe Grüße PlattenSpielerer


PlattenSpielerer (Beitrag #27) schrieb:


MKP1
Bild abrufbar auf: https://www.bilder-upload.eu/bild-ed2a00-1585912981.jpg.html
MKP2
Bild abrufbar auf: https://www.bilder-upload.eu/bild-2e18c3-1585913089.jpg.html
MKP3
Bild abrufbar auf: https://www.bilder-upload.eu/bild-89cdda-1585913109.jpg.html


[Beitrag von PlattenSpielerer am 17. Aug 2020, 16:03 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#38 erstellt: 17. Aug 2020, 16:55
Hallo

Nimm am besten irgendeine CU-Litze mit 0,75 mm2. Die findet sich bei dir zu Hause bestimmt noch irgendwo.
Bis 1,5 mm2 geht auch noch, aber größer kann ich echt nicht empfehlen.

Nimm besser einen guten Klecks Silikon, anstatt doppelseitiges Klebeband.
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