Lüftertausch McGrey PA-350BT Verstärker

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Agilolfinger
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 07. Sep 2020, 07:00
Hallo Zusammen,

ich habe einen McGrey PA-350BT Verstärker gekauft.
Leider ist der Lüfter ziemlich laut. Daher würde ich diesen gerne gegen einen 60mm Noctua o.ä. tauschen.

Um den Lüfter auszubauen, muss ich leider die Platine ausbauen. Wie man mit Platinen umgeht, wo man sie anfässt usw. weiß ich.
Auf was sollte ich achten, um keinen Stromschlag zu bekommen? (Spulen, Kondensatoren usw.)

Die einfachste Möglichkeit, wäre den Lüfter einfach auszustecken, aber ich weiß nicht ob der dann zu heiß wird. Ich kenne andere 200W Verstärker, die haben gar keinen Lüfter und es funktioniert auch.


Grüße
Agilolfinger


PS.: Ich weiß die Community hier reagiert immer ein bisschen Toxic auf "billige" HiFi Hardware. Hier mal bitte ein Auge zudrücken:)
PBienlein
Inventar
#2 erstellt: 07. Sep 2020, 08:52
Hallo,

nun, jeder sollte nach seiner Fasson glücklich sein können. Wenn Du das mit dem hier genannten Verstärker bist - bitteschön

Gerade in diesem Gerätesektor, wo es bei der Produktion auf jeden Cent ankommt, kann man davon ausgehen, dass da nichts verbaut wird, was nicht wirklich nötig ist. Der Lüfter gehört mit Sicherheit dazu, weil man sich dadurch einen großen und noch teureren Alukühlkörper sparen konnte. Will man auf den Lüfter verzichten, müsste man einen entsprechend ausreichend großen Kühlkörper einbauen, was der Platz im Gerät sicher nicht zulassen wird. Also muss ein Lüfter zwingend benutzt werden. Ebenfalls sollte peinlich genau darauf geachtet werden, dass der neue Lüfter auch mindestens die gleiche Luftmenge bewegt, weil es sonst ebenfalls schnell zu Problemen kommen kann.

Zum Thema Platine ausbauen: Gerät stromlos machen, also Netzstecker ziehen und das Gerät mindestens zwei Stunden unberührt lassen. Danach sollten alle Elkos entladen sein, sodaß man hoffentlich keine Kurzschlüsse mehr fabrizieren kann. Um ganz sicher zu gehen, kann man die Spannungen an den großen Ladeelkos noch mal mit dem Multimeter überprüfen, bevor man mit den Griffeln in die Kiste fasst.

Gruß
PBienlein
Rabia_sorda
Inventar
#3 erstellt: 07. Sep 2020, 08:56
Hallo


Auf was sollte ich achten, um keinen Stromschlag zu bekommen? (Spulen, Kondensatoren usw.)


Auf die Elkos musst du aufpassen. Daher solltest du sie vorher entladen, aber womöglich entladen sie sich von selbst, sobald das Gerät etwa 15 min vom Netz genommen wurde (nachmessen).


Die einfachste Möglichkeit, wäre den Lüfter einfach auszustecken, aber ich weiß nicht ob der dann zu heiß wird. Ich kenne andere 200W Verstärker, die haben gar keinen Lüfter und es funktioniert auch.


Die anderen Geräte sind mit einer reinen passiven Kühlung ausgestattet, die dann auch dafür berechnet wurde. Auch sind dann die Lüftungsöffnungen für eine gute Konvektion ausgelegt.
An deinem Gerät ist dies wohl alles eher suboptimal.
Der Lüfter in deinem Gerät wird in der Herstellung günstiger gewesen sein, denn Alu ist teurer. Daher muss es eine aktive Kühlung bleiben, sonst stirbt er womöglich an einem Hitzetod.

Kannst du einmal Bilder vom Innern hochladen?

Edit:
Zu langsam.
Aber doppelt hält besser


[Beitrag von Rabia_sorda am 07. Sep 2020, 08:58 bearbeitet]
Agilolfinger
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 07. Sep 2020, 17:28
Danke für die Antworten.
Was wird denn tendenziell am wärmsten?


Verstärker inneres
Hier das Bild
PBienlein
Inventar
#5 erstellt: 08. Sep 2020, 06:06
Am wärmsten wird es je nach Leistung am Kühlkörper der Class-D Endstufen und daneben an den beiden Ausgangsfilterspulen. Die Position des Lüfters ist also korrekt. Ebenfalls warm kann es auch an den Primär-MosFETs werden, wenn die Kiste ordentlich aufgedreht wird (orange markiert):

verstarker-inneres_1039241

Tendenziell arbeiten Class-D Endstufen relativ verlustarm, was im Vergleich mit herkömmlichen AB-Endstufen mit weniger Erwärmung einher geht. Nur wenn der Verstärker länger an seiner Leistungsgrenze betrieben wird, sollte es nennenswerte Temperaturen auf den Kühlkörpern geben. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Endstufen-ICs (hier nicht sichtbar unter dem linken Kühlkörper) eine relativ kleine Auflagefläche für den Kühlkörper haben, über die der Temperaturaustausch in möglichst kurzer Zeit erfolgen muss. Daher würde ich einen Betrieb ohne Lüfter auf keinen Fall empfehlen, da sonst Schäden auch im moderaten Betrieb durchaus wahrscheinlich sind.

Gruß
PBienlein


[Beitrag von PBienlein am 08. Sep 2020, 06:07 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 08. Sep 2020, 08:51
Auf den ersten Blick würde ich den Lüfter eher noch etwa 2 cm weiter zur Gerätefront versetzen, so das er eher mittig vor dem Kühlkörper sitzt
Aber ich bin da nicht der Ingenieur gewesen und konnte keine Berechnungen / Test´s durchführen
Agilolfinger
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 08. Sep 2020, 10:58
Danke für die Antwort und auch noch für das markieren auf dem Bild.
Also komme ich um den Lüfter wohl nicht drumrum.

Einen anderen 200W Verstärker mit eingebautem Netzteil (kein externer Power Brick) und Bluetooth habe ich in der Preisklasse leider nicht gefunden.

Dann wirds wohl ein besserer Lüfter:)
Mechwerkandi
Inventar
#8 erstellt: 09. Sep 2020, 11:59

Rabia_sorda (Beitrag #6) schrieb:
Auf den ersten Blick würde ich den Lüfter eher noch etwa 2 cm weiter zur Gerätefront versetzen, so das er eher mittig vor dem Kühlkörper sitzt

Keine gute Idee.
Dann sitzt der Kühlkörper im Windschatten von dem Lüftermotor.
So, wie das da montiert ist, das völlig ok.
Rabia_sorda
Inventar
#9 erstellt: 09. Sep 2020, 12:12
Das war ja nur eine Idee, weil ich nur dieses eine Bild kenne. Da hier schräg fotografiert wurde, kommt da auch noch täuschender Weise ein leichter Parallaxenfehler hinzu. Ich müsste es also hier stehen haben, um genauere Rückschlüsse zu gewinnen.
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