Lautsprecher geht erst nach antippen

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keba
Stammgast
#1 erstellt: 17. Nov 2020, 17:51
Hallo.
Ich betreibe insgesamt zwei Tangband W6-2144 an einer Denon POA800. Seit einigen Wochen habe ich das Problem, das einer der Treiber regelmäßig, der andere sporadisch erst dann losspielt, wenn man ihn kurz antippt. Die Lötkontakte am Treiber sehen OK aus. Kann so etwas an der Endstufe oder noch weiter vorn (AV Receiver, Mini DSP) liegen?
Das die Treiber quasi zeitgleich einen Defekt bekommen haben, halte ich für unwahrscheinlich.
Vielleicht habt ihr eine Idee.
CarlM.
Inventar
#2 erstellt: 17. Nov 2020, 18:58
Wo und wie tiippst Du an? Meine Frage mag unverständlich erscheinen ... beim Druck auf die Lautsprechermembran wird aber durch die Bewegung der Spule der Spule ein elektrischer Impuls generiert, der unter bestimmten Bedingungen eine Rückwirkung auf den Verstärker haben könnte.

Wenn ich es richtig sehe, handelt es sich um ein Breitbandsystem ohne Frequenzweiche ... korrekt?


[Beitrag von CarlM. am 17. Nov 2020, 19:00 bearbeitet]
keba
Stammgast
#3 erstellt: 17. Nov 2020, 19:45
Ich bewege die Membran ein wenig. Breitbänder ohne Frequenzweiche ist korrekt.
CarlM.
Inventar
#4 erstellt: 17. Nov 2020, 20:30
Wenn es tatsächlich diese seltsame bzw. seltene Rückwirkung vom Lautsprecher auf den Verstärker geben sollte, müsste das Antippen einer Membran ausreichen, um beide Lautsprecher zu starten, denn beide Endstufen wirken über dieselbe Leitung auf die Relaisschaltung. Zudem müsste man im Denon das Lautsprecherrelais klicken hören.

Andernfalls müsste es doch an den Lautsprechern liegen. Wenn sie z.B gleichermaßen stark strapaziert wurden, kann es sein, dass an beiden Schwingspulen die isolierende Lackierung weich geworden ist und klebrige Reste hinterlassen hat.
Am aussagekräftigsten wäre es natürlich, wenn Du die Lautsprecher an einen anderen Verstärker anschließen könntest.

p.s.
Der obligatorische Link zum Service Manual des Denon:
https://www.hifiengine.com/manual_library/denon/poa-800.shtml


[Beitrag von CarlM. am 17. Nov 2020, 20:36 bearbeitet]
keba
Stammgast
#5 erstellt: 17. Nov 2020, 20:41
In der Endstufe ist nichts zu hören. Das mit den Kleberesten klingt interessant, auch wenn ich mich an keine tatsächliche Überlastung erinnern kann. Mal ein, zwei Lieder über Zimmerlautstärke mussten die Treiber schon leisten, aber davon gleich Defekt? Ich werde in den nächsten Tagen Mal sehen, wie es an einem anderen Verstärker ist.
Könnte man gegen das Problem was tun?
CarlM.
Inventar
#6 erstellt: 17. Nov 2020, 20:48
Wie gesagt ... der Verstärker käme als Ursache nur dann infrage, wenn das Antippen einer Membran auch den zweiten Lautsprecher startet. Zudem müssten entweder beide LS oder keiner von beiden ausfallen. Beide Lautsprecher werden über dasselbe Relais betrieben.
Es könnte dann bestenfalls noch sein, dass die Relaiskontakte stark abgenutzt sind (Abbrand).

Gegen Überlastschäden an Schwingspulen kann man aus meiner Sicht wenig unternehmen. Bei sehr teuren Lautsprechern werden schon einmal die Schwingspulen ausgetauscht. Aber in dem Bereich sind hier andere Foristen kompetenter.
keba
Stammgast
#7 erstellt: 27. Nov 2020, 11:41
Mittlerweile habe ich die Anlage zu Testzwecken umgebaut. Der betroffene BB hängt jetzt direkt am AVR. Interessanterweise läuft er seitdem 4 Tage ohne Probleme.
Die betroffene Endstufe bedient jetzt im gebrückten Modus einen Subwoofer. Ebenfalls ohne Probleme.
So richtig schlauer bin ich jetzt noch nicht, aber wenigstens habe ich jetzt ohne Zusatzkosten wieder einen normalen Betrieb.

Positiver Nebeneffekt: Durch den Umbau hat sich der Klang verändert und es war Mal wieder nötig sich intensiv mit Einmessen, Trennfrequenzen und dem Hobby Hifi auseinanderzusetzen. Positiv auch, ein moderner AVR ist durchaus im Stande einen ordentlichen Breitbänder mit sehr ordentlichen Klang anzusteuern. Die internen EQ Möglichkeiten sind hier tatsächlich ausreichend. Am Mini DSP können jetzt alle EQ Bänder zur Subwooferkorrektur genutzt werden.
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