LS Canton LE 900, defekte Frequenzweiche

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jaboo
Neuling
#1 erstellt: 22. Okt 2010, 08:15
sehr geehrte Forummitglieder,

vielleicht könnt ihr mir mit Rat und Tat beiseite stehen.

ich bin im Besitz eines frisch revidierten Revox A78 Verstärkers. Um den Genuss zu vollenden, wollte ich meine, lange Jahre im Keller verschollenen, Canton LE 900 Bj.75 wieder aktivieren.

Leider ist die Frequenzweiche des einen LS defekt.
die Höhen klingen fürchterlich.
Ein Folienkondensator von ITT ist durch.

Ich bin absolut nicht mit elektronischen Bauteilen vertraut, daher kann ich mit den Angaben auf den Bauteilen wenig anfangen.
Möchte mir auch nicht irgendein Halbwissen aneignen. dafür gibt es Profis. meine Stärken liegen halt woanders.

Auf dem defekten Bauteil konnte ich folgendes Entziffern:
ITT
PM T/2a
15/100S
FKP 10/73 oder (FKF 10/75) nicht ganz deutlich zu lesen.


da es den Hersteller nicht mehr gibt, wollte ich gern an beiden Frequenzweichen dieses Bauteil gegen neue austauschen.Wenns not tut.
Nur, was wird da ausgetauscht? worauf muss ich da achten?
hat dieses Bauteil Einfluss auf die Klangeigenschaften?
was für Hersteller sind zu empfehlen? oder ist es egal.

Gern kann ich Fotos der Weiche zur besseren Darstellung zur Verfügung stellen.

Gibt es Leute im Forum, die FW auch gegen Bezahlung reparieren würden?

wenn die Chancen gut stehen, würde es sich lohnen die LE900 optisch wieder fein aufzuarbeiten. (das kann ich wenigstens, gelernt ist gelernt).

würde mich über eure Hilfe sehr freuen.
Granuba
Inventar
#2 erstellt: 22. Okt 2010, 08:18
Hi,

sicher, daß der Kondensator defekt ist und nicht der Hochtöner?

Harry
jaboo
Neuling
#3 erstellt: 22. Okt 2010, 12:20
Bin bis jetzt davon ausgegangen,
da das Bauteil an der Frequenzweiche auffällige schmorrspuren aufweist.
werde heute Abend mal die Bilder hochladen
Granuba
Inventar
#4 erstellt: 22. Okt 2010, 12:23
Hi,

eigentlich sind in der Praxis Kondensatoren voll funktionsfähig oder eben kaputt: Da kommt schlicht kein Ton mehr aus dem Hochtöner. Irgendwie "schlecht" klingen hört sich eher nach defektem Hochtöner an.

Harry
jaboo
Neuling
#5 erstellt: 22. Okt 2010, 19:53
vielen Dank für die ersten Antworten.

hier kommt nun der Link mit den Bildern der FW.
erstes Bild: Komplettansicht
http://img831.imageshack.us/i/fwgesamt1.jpg/

zweites Bild: defekter Baustein 1
http://img246.imageshack.us/i/fwdefekt1.jpg/

drittes Bild: evtl. defekter Baustein 2
http://img512.imageshack.us/i/fwdefekt2.jpg/

vielleicht können sie die Bilder mit meiner dürftigen Beschreibung zu einem Ergebnis kombinieren.

vielleicht Weiche kaputt und ein Töner?

bin gespannt.
Manni_L.
Stammgast
#6 erstellt: 23. Okt 2010, 10:53
Der Kondensator auf dem ersten Bild ist von außen verschmort weil der Keramikwiderstand daneben heiß geworden ist. Der Widerstand ist dort wo er sitzt schlecht positioniert weil die Wärme schlecht weg kann.
Der Elektrolytkondensator auf dem dritten Bild ist wahrscheinlich ausgelaufen, was bei den Teilen schon mal passieren kann wenn sie älter sind.
jaboo
Neuling
#7 erstellt: 23. Okt 2010, 11:50
vielen Dank,
ich nehme an, das beide Bauteile ausgetauscht werden sollten.
haben sie einen Tip, wo ich vergleichbaren Ersatz erhalten kann? vermutlich gibt es da unterschiede zwischen den Herstellern.

die Chassis werde ich jedenfalls an der heilen FW mal ausprobieren.( werde ich wohl kurz an die entspr. Anschlussstelle halten können, ohne das was passiert).Hoffe das die noch i. O. sind.

würde mich freuen, wenn sie mir betreffs der FW noch beraten beiseite stehen könnten. was die nächsten Schritte wären,
oder ob ich das gesamte Projekt lieber sein lassen sollte.

die LS passen halt sehr gut zu dem guten alten Verstärker.

freue mich auf Antwort.
jaboo
Neuling
#8 erstellt: 23. Okt 2010, 18:28
leider hatten sie recht.
der hochtöner ist definitiv defekt. plus die teile an der Frequenzweiche...naja. dafür binich leider doch nicht experte genug um mich dieser Sache anzunehmen.

Vielen dank für die bemühungen, werde mich wohl ieber nach neuen umschauen.
vielleicht wird es eine von nubert..

Gruß und dank aus Hamburg
jaboo
Neuling
#9 erstellt: 03. Jan 2011, 21:34


Hallo zusammen.
eigentlich galt dieser Beitrag meinerseits bereits als abgeschlossen.
da ich mich aber gegen jede Vernunft nun doch für eine Instandsetzung der alten LE900 entschieden hatte und viele Wochen mit der Wiederherstellung der Gehäuse und den technischen Bauteilen beschäftigt war, möchte ich nun gern auch das Ergebnis hier aufzeigen. Anbei befinden sich auch Bilder zum Ergebnis weiter unten.

Zusammenfassend die Fakten zum IST-Zustand vor der Reparatur:
-Die Gehäuse aus Nussbaumfurnier waren stark ramponiert.
-Ein Frontgitter war stark beschädigt und nicht mehr verwendbar.
-ein Hochtöner war defekt.
-auf beiden Frequenzweichen waren die Elkos teils stark angeschmorrt. Vermutlich durch die starke Hitzeentwicklung der Betonwiderstände (genaue Bezeichnungen der Bauteile kenne ich nicht).

Die Instandsetzung.
Die Gehäuse wurden ordentlich geschliffen, gefüllert (Füllgrund) und gespachtelt, Grundiert und Seidenglanz weiß endlackiert.
Bei Modulor konnte ich ein sehr ähnliches Lochblech auf Maß bestellen. Noch von Hand gekantet passt es nun wieder sauber auf die Lautsprecherfront. Als Untergrund unter dem Lochblech (im Original eine Art Leinen- oder Textilgewebe) habe ich Buchbinderleinen verwendet.
So sind die Lautsprecher in der Frontansicht wieder nahezu identisch.
Als Hochtöner dient nun einer aus der GL40 (?)Serie. Die Abmessungen sind gleich, lediglich der Magnet ist etwas kleiner. Vom Klang gefällt mir dieser sogar fast besser als das Original.
Bei den Frequenzweichen ging es lange mit Canton hin und her. Sie waren sehr bemüht mir mit entsprechenden Ersatzteilen auszuhelfen.Kostenfrei. Jedoch konnten wir uns bei der Typbezeichnung der auszutauschenden Bauteile nicht einig werden. Ging soweit, dass sie mir einen Bauplan der Weiche zugesandt haben und ich nur noch die entsprechenden Bauteile ankreuzen brauchte. Hier wurde sehr schnell klar, das bei Canton die LE900 erst ab BJ. 1976 archiviert wurde. Meine jedoch aus 1975 stammen und völlig anders bestückt waren. Merde, keine Ersatzteile umsonst, da Bauteile nicht bekannt. Wie daraufhin von Canton angeboten die FW`s hingeschickt und-tatsächlich- nach wenigen Tagen erhielt ich zwei völlig überholte FW´s zurück. Kosten - etwa 40.- Euro.
Egal. Nun alles eingebaut, noch ein paar Polklemmen gegönnt und fertig waren die neuen alten LE900.
Anbei nun die Links zu den Bildern.
http://img259.imageshack.us/i/ansichtneu.jpg/
http://img593.imageshack.us/i/rckansichtneu.jpg/
http://img266.imageshack.us/i/detailfrontgitter.jpg/

das wars, nun wir wieder Musik gehört.
Gruß
Jaboo
berdy86
Neuling
#10 erstellt: 26. Sep 2015, 12:43
Hi,

ich habe auch alte Canton LS mit dem Frequenzweiche "Canton LE900/75"

Brauche einen Schaltplan :/

Bei mir sind die beiden 0,68R Widerstände durchgebrannt.
Zwischen den 10uF und 15uF ist noch ein weiterer Widerstand der komplett abgeraucht ist, man erkennt keine Kennzeichnung sowie ist kein Messwert mehr möglich

Den Aufdruck unter dem Bauteil sieht man auch nicht mehr, alles verbrannt.

20150926_14263520150926_142639

Wer kann mir weiterhelfen?
Rabia_sorda
Inventar
#11 erstellt: 26. Sep 2015, 12:54
An beiden FW kann man nichts mehr lesen und messen?...sh*t!
Andererseits werden garantiert die LS auch defekt sein.
berdy86
Neuling
#12 erstellt: 26. Sep 2015, 20:30
ja, an beiden Frequenzweichen ist derselbe Widerstand komplett verbrannt.

Die Lautsprecher funkionieren noch soweit. Wenn ich die Leitungen direkt an meine Endstufe anschließe dann hören die sich noch gut an. Wie das sich dann unter volllast verhält kann ich nicht sagen, aber einen Versuch wäre es wert. Wenn ich doch nur den Widerstandswert herausbekomme

Von der Größe her sollten es max 5W sein.
berdy86
Neuling
#13 erstellt: 26. Sep 2015, 21:39
habe im internet ein Bild von der Weiche gefunden:
http://images1.fotosik.pl/306/de1de149ba85490e.jpg

Leider ist es an der Stelle überbelichtet ... ich meine erahnen zu können dass der Widerstand links zwischen den beiden gelben Kondensatoren 22 Ohm hat. Genauso wie der mittlere.
Rabia_sorda
Inventar
#14 erstellt: 26. Sep 2015, 21:49
Hab es etwas verdunkelt und passend gedreht. Wenn man heranzoomt, kann man doch schon 22ohm lesen
de1de149ba85490e
berdy86
Neuling
#15 erstellt: 26. Sep 2015, 21:56
Vielen Dank!
Hab das schon selber mit Photoshop probiert, muss ich nächste Woche mal gleich zum Conrad gehen und bestellen.

Der eine Elko ist bei meiner Weiche auch schon etwas ausgelaufen, hat aber noch seinen Wert.

Es steht drauf

Elyt 46 yF
35/40V
A L R/U
bipolar/Z
9F


kann ich da einen beliebigen Elko mit 46μF 40V nehmen oder muss der zwingend Bipolar sein?
Rabia_sorda
Inventar
#16 erstellt: 26. Sep 2015, 22:02
Zwingend Bipolar!
An LS-Ausgängen kommt Wechselspannung heraus. Bei Verwendung eines Polaren Elko´s, wird dieser sich wie Popcorn verhalten.
Tipp:
Tausche bitte auf beiden FW die Bauteile, damit es keine Klangunterschiede zwischen den LS gibt.


[Beitrag von Rabia_sorda am 26. Sep 2015, 22:08 bearbeitet]
berdy86
Neuling
#17 erstellt: 26. Sep 2015, 22:06
dann muss ich die alten wohl drinlassen. Bipolare Elko's sterben wohl aus. hab da bei conrad nix passendes gefunden.

Werde berichten was der ausstausch der Widerstände gebracht hat und ob noch alles funkioniert.
Rabia_sorda
Inventar
#18 erstellt: 26. Sep 2015, 22:12
Nein, nicht drinnen lassen! Die Bipolaren Elko´s musst du unter Tonfrequenz Elko´s suchen.

conrad.de
berdy86
Neuling
#19 erstellt: 26. Sep 2015, 22:19
Danke.
jetzt bin ich aber verwirrt. Dort gibt es auch extra Hochlastwiderstände die über 10W haben.

Wie finde ich heraus wieviel watt meine Widerstände vertragen?

es steht drauf (zumindest auf dem einen 22R)

KKA5 22OHM 5% 4G
Rabia_sorda
Inventar
#20 erstellt: 26. Sep 2015, 22:23
5Watt. Ich würde eine Leistungsklasse höher nehmen...
scauter2008
Inventar
#21 erstellt: 26. Sep 2015, 22:23
4W-5W
Wen platz ist kann man auch 7W oder 9W nehmen.
berdy86
Neuling
#22 erstellt: 26. Sep 2015, 22:28
mit 0,68 bzw 22 ohne gibt es nur die 5 oder 11 Watt widerstände.

die 11 Watt sind mit 5cm viel zu groß. Oder stell ich mich wieder zu blöd an mit der suche?

Rastermaß hab ich jeweils ca 30mm
Rabia_sorda
Inventar
#23 erstellt: 26. Sep 2015, 22:31
Tipp:
Wenn du die neuen Widerstände einlötest, bitte Abstand zur Platine halten. Dadurch kommt es später nicht wieder zu einem Hitzestau.
Rabia_sorda
Inventar
#24 erstellt: 26. Sep 2015, 22:34

berdy86 (Beitrag #22) schrieb:
mit 0,68 bzw 22 ohne gibt es nur die 5 oder 11 Watt widerstände.

die 11 Watt sind mit 5cm viel zu groß. Oder stell ich mich wieder zu blöd an mit der suche?

Rastermaß hab ich jeweils ca 30mm


Da kann man doch ein wenig flexibel um die Ecke denken. Wenn du die Anschlußdrähte der Widerstände passend biegst...
Rabia_sorda
Inventar
#25 erstellt: 27. Sep 2015, 00:06
Die verbrannten/angebrannten MKT´s tauscht du doch wohl auch noch....nehme ich an.
berdy86
Neuling
#26 erstellt: 27. Sep 2015, 17:51
ja die tausche ich natürlich auch noch, da wars ja nicht weiter schwierig ersatz zu finden
berdy86
Neuling
#27 erstellt: 28. Sep 2015, 18:21
20150928_17195920150928_171708


die Weichen sind repariert. Hab erstmal nur die Widerstände getauscht. Den Rest hatte mein örtlicher Händler nicht da, müsste ich wohl doch zum Conrad.

Leider ist der Tieftöner bei einem LS defekt. (den anderen LS hab ich noch nicht getestet)

Beim ersten Bass kratzt der Lautsprecher und die Membran bleibt "hängen". Scheint also die Wicklung durchgebrannt zu sein.

Schade. Einen Ersatz wird es wohl nicht geben. Hab dennoch mal bei Canton angefragt.


Oder habt ihr noch einen Tipp?


[Beitrag von berdy86 am 28. Sep 2015, 18:23 bearbeitet]
seychellenmanus
Inventar
#28 erstellt: 28. Sep 2015, 18:44
Auch Schwingspulen lassen sich austauschen, es gibt ein Paar Anbieter die dies können. Einfach mal googeln.
berdy86
Neuling
#29 erstellt: 29. Sep 2015, 17:37
Der zweite LS ist wohl auch defekt, knarzt etwas unter volllast, steigt aber nicht aus.
Canton macht mir nen kostenlos KVA wenn ich die Teile einschicke. Das lohnt sich aber nicht für mich/meine Zwecke.
Verkaufe die Teile nun.
PeterPetersson
Neuling
#30 erstellt: 10. Mrz 2016, 09:25
Hallo jaboo,

ich habe ein ähnliches Problem mit schönen alten LE 900.
Sie schreiben:


Ging soweit, dass sie mir einen Bauplan der Weiche zugesandt haben...


mir schreibt der Canton-Kundendienst aber:
zu diesen alten Artikelnummern [denen auf den Kondensatoren] haben wir nach eingehender Rücksprache leider keine Daten mehr verfügbar.

Auf der Weiche steht LE 900/75.
Wenn das die ist, von der Sie den Schaltplan haben, dürfte ich den dann von Ihnen bekommen?
Das wäre sehr nett, denn ich muss die Kondensatoren ersetzen und will sicher gehen, dass ich die Richtigen nachkaufe.

Vielen Dank!
Mwf
Inventar
#31 erstellt: 10. Mrz 2016, 11:12
Hi,
PeterPetersson (Beitrag #30) schrieb:
Hallo jaboo,...

-- "jaboo" ist hier im Forum seit 5 Jahren nicht mehr aktiv.

-- Du kannst doch die hier veröffentlichenten scharfen Bilder und Infos genau auswerten, und falls noch etwas unklar ist, hier fragen.

-- die beiden Elkos (bipolar bzw. "Tonfrequenz") sind hinsichtlich Nennkapazität mit 46 bzw. 72 µF identifizierbar.
Mit 47 sowie 68 + 3.9 od. 4.7 µF parallel in 100 V- (Elko rauh) oder 50 ggfs. 35 VAC (Elko glatt) sollte dieses Thema erledigt sein.

Gruss,
Michael


[Beitrag von Mwf am 10. Mrz 2016, 11:14 bearbeitet]
PeterPetersson
Neuling
#32 erstellt: 11. Mrz 2016, 11:31
Hallo Michael!

Danke für die schnelle Antwort. Das bringt mich schon mal weiter.
Wie siehts mit den anderen (FKF) aus?
Die sehen bei mir auch nicht mehr so gut aus.

Hier im Forum hab ich von Mwf vom 30. Nov 2015 über den FKF 12/75 gelesen:


MKT-Folienkondensator 10 µF 100 V- (braucht nicht getauscht zu werden)


Wenn die nicht unnötig teuer sind würde ich sie aber gerne doch tauschen...

Jetzt sind auf meinen Weichen noch

FKF 10/75
und dann auf einer FKF 3/75
und auf der anderen an selber Stelle FKF 1/75

Würde mich sehr freuen, wenn du mir das entziffern und vielleicht aus reiner Neugier
erklären könntest, warum da zwei verschiedene an der selben Stelle verbaut sind.
Vielen Dank schonmal,
Gruß

Peter
Mwf
Inventar
#33 erstellt: 11. Mrz 2016, 11:47

PeterPetersson (Beitrag #32) schrieb:
...Jetzt sind auf meinen Weichen noch

FKF 10/75
und dann auf einer FKF 3/75
und auf der anderen an selber Stelle FKF 1/75

Würde mich sehr freuen, wenn du mir das entziffern und vielleicht...

...Würde mich sehr freuen, wenn du hier bisher unbekannte Bauteile mit scharfen Fotos zeigen würdest, damit wir nicht raten müssen.

Die Ziffern hinter FKF zeigen ziemlich sicher das Fertigungsdatum.


[Beitrag von Mwf am 11. Mrz 2016, 11:48 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#34 erstellt: 11. Mrz 2016, 11:48

warum da zwei verschiedene an der selben Stelle verbaut sind


Es scheint als ob dort schonmal einer einen Tausch vorgenommen hat. Wenn du dir die Lötseite anschaust, könntest du Rückschlüsse ziehen.


[Beitrag von Rabia_sorda am 11. Mrz 2016, 11:49 bearbeitet]
PeterPetersson
Neuling
#35 erstellt: 11. Mrz 2016, 14:28
Hallo!

Schon wieder was gelernt, danke!
Also hier sind mal Bilder von den Dingern.
Wenn das x/75 das Datum ist, ist der andere Wert (10/100s) wohl, wie schon von dir
geschrieben 10 µF 100 V.
Ist das dann bei den anderen auch immer µF?
Und hat das s dahinter oder das PMT / 2T bzw PMT / 2A darüber was zu bedeuten?

LE 900/75LE 900/75LE 900/75LE 900/75LE 900/75LE 900/75

Wenn ich die Weichen abmontiere zum Löten schau ich mal ob da schonmal jemand dran war...
Aber wenn bei den zwei unterschiedlichen (1/75 und 3/75) die anderen Zahlen die gleichen sind,
dürften die Werte der Kondensatoren ja auch die gleichen sein.
Rabia_sorda
Inventar
#36 erstellt: 11. Mrz 2016, 14:58
Es scheinen doch die gleichen C´s zu sein. Auf dem Bild sah es danach aus, als wäre ein C mit flacher Bauform, und einer mit runder Bauform verbaut. (Optischer Fehler).
Mwf
Inventar
#37 erstellt: 12. Mrz 2016, 01:58

PeterPetersson (Beitrag #35) schrieb:
...Also hier sind mal Bilder von den Dingern...

...aach so,
das sind die MKT-Folien-Cs von ITT, wie sie hier doch auch auf den anderen Bildern zu sehen sind,
die -- in deinem Fall -- nicht von benachbarten Widerständen verschmurgelt wurden und dich daher nicht interessieren müssten...

PMT ist die ITT-interne Bezeichnung für MKT (jeder Hersteller nennt die anders),
FKF könnte ein Code für die Fertigungsstätte sein,
weitere Details erinnere ich nicht mehr (ITT hat die Fertigung solcher Bauteile schon in den 80ern aufgegeben).
Wichtig sind ausschließlich:
10 bzw. 12 oder 15 /100 stehend für 10, 12 oder 15 µF Kapazität mit jeweils 100 V- Spannungsfestigkeit.
Folien-Cs sind immer bipolar (braucht daher nicht angegeben werden).


[Beitrag von Mwf am 12. Mrz 2016, 02:02 bearbeitet]
PeterPetersson
Neuling
#38 erstellt: 13. Mrz 2016, 08:58
Super!
Tausend Dank für die ausführliche, freundliche Antwort mit all den
Hintergrundinfos (ich bin da doch immer sehr neugierig)!
Jetzt kann ich weiter an den Dingern arbeiten...

Die beiden 12/100 sind tatsächlich beide flach, das ist auf dem Bild
ein bissl schwehr zu erkennen.

Nochmal Dank an alle Beteiligten!
Gruß

Peter
jaboo
Neuling
#39 erstellt: 13. Aug 2016, 19:49
Moin Moin,

nach einiger Zeit habe ich mal wieder in diesen Thread geschaut und festgestellt, das hier noch fleißig an FW und Co gefeilt wird.
meine LE900/75er laufen seit der Überholung vor einigen Jahren recht zuverlässig.
die FWs habe ich damals von Canton direkt revidieren lassen. Die Ht, Mt, u. Tt. sind noch original.

die LS Gehäuse habe ich neu Lackiert, und mit Buchsen und neuen Gittern versehen.
zu guter letzt gab's noch eigens gestaltete Sockel dazu, da mir die Bodenaufstellerei nicht so gut gefiel.
Fotos hierzu lade ich mal mit hoch.
Fotos:
Sockel_le900_005, Sockel_le900_001, Sockel_le900_004Sockel_le900_005, Sockel_le900_001, Sockel_le900_004Sockel_le900_005, Sockel_le900_001, Sockel_le900_004
Canton le900 weißCanton le900 weiß

nun zu meinem Anliegen.
was mich allerdings seit einiger Zeit begleitet, ist ein nicht recht zuverlässig laufender HT.
ab einer bestimmten Lautstärke ist das zu hörende schnarren anstrengend. beim leisen Sofahören hat mich das meist nicht so gestört, doch nun möchte ich dem Schnarren den Garaus machen.
folgende Frage.
es scheint zwei verschiedene Modelltypen zu geben.
einmal die Modellreihe vor 1975 und nach 1975.
gehört habe ich öfter davon . bestätigt hat sich dies nach der FW Revision.
dort habe ich ein FW-Datenblatt erhalten mit Angaben zur LE900/77
die Angaben zu Modell und Bauteil wurden zum Teil geweißt und durch handschriftliche Angaben für das 75er Modell überschrieben.
beide Datenblätter könnt ihr hier einsehen.

bevor ich mich nun auf die Suche nach Ersatztönern mache,
wollte ich gern in Erfahrung bringen, was sich genau geändert hat.
sind die anfangs verwendeten Heco Töner auch im weiteren verwendet worden und es wurde nur die Bauteilnummer verwendet, oder gab es auch konstruktive Änderungen, die auch das Klangbild verwendet haben.
Anders gefragt. kann man ohne weiteres auch die Töner der zweiten Baureihe für die erste Baureihe verwenden, oder gibt es dort hörbare bzw. bauliche Abweichungen wodurch man hiervon absehen sollte?
hier die Stückliste im Vergleich.

(siehe auch Fotos)
Canton le900 FW schaltbild 77, 75Canton le900 FW schaltbild 77, 75

bis 1975
Mat-Nr. TT 2666MT 2346HT 2653
nach 1975
Mat-Nr. TT 2761MT 2762HT2927
Vielleicht hätte jemand einen Tipp für mich.
Danke euch im Voraus.

hoffe es klappt mit den fotos
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