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Nietzsche, Spengler, May

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voivodx
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 13. Nov 2010, 17:17

Hörbert schrieb:
Als Beispiel: Nizsche und Oswald Spengler wirken, -heute gelesen-, teilweise unerträglich Pathetisch bis Schwülstig, -ja genau genommen nachgerade Kitschig.


Nietzsche würde ich nie als kitschig bezeichnen.
Da verstehe ich nicht mal die Hälfte.
Also kann ich es nicht so herabwerten.

Die Berlioz-Symphonie müsste ich mir erstmal anhören.


[Beitrag von kptools am 13. Nov 2010, 18:25 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 13. Nov 2010, 17:30
Hallo!

Ich werte Nitzsche ja gar nicht herab, ich beziehe mich ja nicht auf den Inhalt sondern auf den Schreibstil, ich könnte genau so gut auch etliche andere Autoren des 19 und frühen 20 Jahrundert für das Beispiel heranziehen, zum Beispiel Felix Dahn oder Karl May, allerdings kommen bei Nitzsche und Spengler diese Aspekte besonders deutlich zur Geltung.

MFG Günther
voivodx
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 13. Nov 2010, 17:40
Kitschig würde ich schon als Herabwürdigung bezeichnen.

Und Karl May kann man ja wohl weder vom Schreibstil noch vom Inhalt her mir Nietzsche vergleichen.
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 13. Nov 2010, 18:19
Hallo!

Kitschig ist nicht weiter als eine Bzeichnung geradeso wie Pathetisc odr Bombastisch. Wenn du das so siehst ist das deine persönliche Sicht der Dinge, ich sehe das eben aus miner Perspektive.

Zudem dürfte dir im Grunde klar sein das ich hier überhaupt keinen direkten Vergleich zwischen Karl May und Nitzsche angestrebt haben kann. Eigentlich kann man den Sinn meines diesbezüglichen Textes ja kaum mißinterpretieren:

Ich werte Nitzsche ja gar nicht herab, ich beziehe mich ja nicht auf den Inhalt sondern auf den Schreibstil, ich könnte genau so gut auch etliche andere Autoren des 19 und frühen 20 Jahrundert für das Beispiel heranziehen, zum Beispiel Felix Dahn oder Karl May,]


Was soll das also?

MFG Günther


[Beitrag von kptools am 13. Nov 2010, 18:24 bearbeitet]
Martin2
Inventar
#5 erstellt: 13. Nov 2010, 18:46
Hallo Günther,

sorry, aber schon daß Du Nietzsche zweimal "Nitzsche" geschrieben hast, seine richtige Schreibweise also nicht kennst, zeigt mir, daß Du diesen Autoren offensichtlich überhaupt nicht kennst.

Werke wie "Menschliches Allzumenschliches" sind überhaupt nicht pathetisch, sie schließen offensichtlich an die französischen Moralisten und ihren kühlen Sprachstil an.

"Also sprach Zarathustra" ist allerdings pathetisch. "Unerträglich pathetisch" liegt sehr im Auge des Betrachters. Eine Kultur, die grundsätzlich ans Pathetische gewöhnt ist, wird sich an dieses gewöhnt haben.

Übrigens fand ich den Artikel bei Wikipedia über Pathos sehr gut und differenziert.

Karl May ist Trivialschriftsteller - das hat mit Nietzsche nicht das geringste zu tun.

Wie ich schon an anderer Stelle sagte: Man mag das Pathos oder mag es nicht, man mag ein gewisses Pathos oder man mag es nicht. Ich persönlich lese gerne alte Literatur, insofern liegt mir das Pathetische nahe und moderne Literatur langweilt mich nur weitestgehend. Und ich bleibe dabei: Pathos lexikalisch negativ zu bewerten ist vollkommen daneben. Pathos oder Nichtpathos ist ein uralter ästhetischer Streit, wie man ja auch dem Wikipediaartikel entnehmen konnte. Wer lexikalisch den Begriff negativ definiert und dann auch noch falsch wie der Duden, der verdummt einen heutigen Menschen schon derart, daß er eine positive Leseweise wie bei Nietzsches "Pathos der Distanz" schon gar nicht mehr zuläßt. Dann kann man am Ende Nietzsche oder Schiller schon gar nicht mehr verstehen.

Gruß Martin
Hüb'
Moderator
#6 erstellt: 13. Nov 2010, 20:02

sorry, aber schon daß Du Nietzsche zweimal "Nitzsche" geschrieben hast, seine richtige Schreibweise also nicht kennst, zeigt mir, daß Du diesen Autoren offensichtlich überhaupt nicht kennst.

Wie ging noch mal der Spruch mit dem Glashaus und den Steinen, Martin?
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 13. Nov 2010, 23:09
Hallo!

@Martin2

Nicht nur das ich Nietzsche recht gut als Autor kenne, (der Fall Wagner, Götterdämmerung, Also sprach Zarathustra habe ich seinerzeit gelesen) kenne ich ihn auch als einen erfolglosen Komponisten ( Nachklang einer Sylvesternacht, Hymnus an die Freundschaft ) Ich fand ihn offen gesagt als Schriftsteller nicht wesentlich besser als als Komponisten. Aber das ist wohl das Urteil des Nachgeborenen.

Ach ja, ganz am Rande: Zur Zeit habe ic einige Probleme mit meiner Bluetooth-Tastatur, keine Ahnung ob sie gerade dabei ist sih endgültig zu vrabschieden oder ob etwas mit der USB-Prioriät nicht stimmt. Beim Schnellschreiben verschluckt sie ungewöhnlich viele Buchstaben. ( Da hatte sie eigentlich immer das eine oder andere Problem aber nie so drastisc wie z.Z.

MFG Günther
Martin2
Inventar
#8 erstellt: 14. Nov 2010, 00:14
Hallo Günter,

ja es ist ein Kreuz mit den Tastaturen. Ich hätte mein obiges Posting auch nicht so schreiben müssen, da hat Frank recht.

Über Nietzsche müssen wir uns auch nicht einigen. Über das "Pathos" müssen wir uns nicht einigen. Letzlich wurzelt alles im Geschmacksurteil des einzelnen.

Gruß Martin
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 14. Nov 2010, 10:57
Hallo!

@Martin2

Ganz klar, eigentlich haben wir genug Themen über die wir uns austauschen können. Es ist nicht notwendig über Nietzsche einen Konsens zu finden, aber dazu noch eines. Ein Vergleich zwichen May und Nietzsch habe ich gar nicht vorgenommen. Ich habe Nietzsche und Spengler als Beispiel dafür hergenommen das zu einer anderen Zeit ein Pathetischer Stil usus war der für gegenwärtige Leser, -also in einer Zeit in der Pathos eher als störend empfunden wird-, unfreiwillig komisch oder schwülstig, in einigen Fällen auch Kitschig sein kann.

Für mich persönlich war dieser Stil seinerzeit ein echtes Hindernis und mache es mir manchmal schwer Form und Inhalt trennen, vielen Menschen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis war dieser Stil dermaßen zuwieder daß sie ablehnten sich überhaupt jemals mit diesen Autoren zu beschäftigen.

Aber das ist alles schon 30 Jahr her, mittlerweile haben ich die Zeiten erheblich geändert, eventuell passt iser Sil ja mittlerweile wieder besser ins Bild.

MFG Günther
voivodx
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 07. Jan 2011, 20:58
Das englische Wort "pathetic" wird nicht selten falsch übersetzt(false friend), z.B. in Filmen oder Videospielen.
Die Bedeutung im Englischen lautet armselig und erbärmlich und wird gerne als "pathetisch" ins Deutsche falsch übersetzt.
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