Nachfolger der Crown K-Serie?

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rodriguez69
Neuling
#1 erstellt: 30. Sep 2013, 15:42
Hallo zusammen,

ich lese mich gerade ein wenig ins Thema Endstufen etc. ein und wollte mal nachfragen, ob jemand weiß, ob es einen unmittelbaren Nachfolger der Crown K-Serie gibt, also lüfterlos, Class D (ist doch Class D oder?*) und mit ähnlichen Leistungswerten.

(Ist für Class D nicht der Trafo etwas sehr groß? Immerhin ist er das dominierende Bauteil und die Endstufe ist auch schwerer als manche anderen digitalen.)

Baut jemand was vergleichbares? Wer hat die Schaltungen kopiert? Wem fällt noch was dazu ein?
*xD*
Moderator
#2 erstellt: 30. Sep 2013, 18:11
Hi


(Ist für Class D nicht der Trafo etwas sehr groß? Immerhin ist er das dominierende Bauteil und die Endstufe ist auch schwerer als manche anderen digitalen.)


Die K-Serie brachte die ungewöhnliche Kombination von Ringkerntrafo und "Digitalendstufe". Aus diesem Grund kamen die Modelle auch ohne Lüfter und Gehäuseschlitze aus, da in einer übliche Class D Endstufe der deutlich größere Verlustwärmeanteil auf das Schaltnetzteil entfällt. Die 90% Wirkungsgrad, die ein Trafo der 1,5KVA-Klasse durchgehend spielend schafft (viele Modelle liegen da in der Region 90-95%) ist für Schaltnetzteile meist nur in bestimmten Leistungsregionen erreichbar, das Mittel liegt eher 10-20% niedriger.
Ich schätze mal das Konzept hat sich wegen des hohen Gewichtes nicht so richtig durchgesetzt - auch wenn die absolute Wartungsfreiheit der Geräte auch ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist.

Vom Konzept her gibt es wie gesagt keinen Nachfolger. Leistungsmäßig vergleichbar mit der K2 ist die XLS 2500 mit 4,9kg Gewicht und temperaturgeregeltem Lüfter (ist unhörbar).
ohne_titel
Inventar
#3 erstellt: 30. Sep 2013, 18:24
vergleichbares ist mit nicht bekannt. die 2he sind eigentlich in der praxis eher 3he, weil die k2 drunter und drüber ordentlich durchzug brauchten, um nicht zu überhitzen. in vielen verleihracks landete dann doch wieder ein lüfter, nur diesmal außerhalb des amps...
und lüfterlose 3he amps klassischer bauart (sprich: class ab) gibts ja einige, angefangen bei der zeck a-serie über den kandidaten in deiner signatur bis zu den ganzen studioamps wie glockenklang bugatti etc.
ich stelle allgemein fest, dass die meisteren neueren amps lautere und aufgrund der größe nervigere lüfter haben als ältere modelle. in unserem bereich ist das oft sehr entscheidend, da wir leise akustische musik und verwöhntes publikum haben. während unsere alten camco dx24 eigentlich immer unproblematisch waren, kommt es jetzt schon mal vor, dass ich amps aus (lüfter-)akustischen gründen anders positioniere - und in der preisklasse unter 600,- pro kanal habe ich auch nichts gefunden, was so richtig leise wäre. das ist der preis der gehäuseminiaturisierung.
rodriguez69
Neuling
#4 erstellt: 30. Sep 2013, 20:10
Danke für die zwei hilfreichen Antworten.


ungewöhnliche Kombination von Ringkerntrafo und "Digitalendstufe"
Vielen Dank für die Aufklärung, das hilft bei der historischen Einordnung. Sowas wird also nicht mehr gebaut anscheinend. Und diese Ringkerntrafo-Geschichte war dann quasi der Kniff, weshalb man die komplett geschlossen bauen konnte - und weshalb man der Stufe einen Soft-Start-Modus spendiert hat.

Das mit dem Miniaturisierungswahn zeigt sich wohl auch z.B. in der Lab Gruppen IPD 2400, die auf 1 HE ähnlich viel Leistung bringen soll wie die Crown K2 oder die XLS 2500, oder? Habt ihr die schonmal in die Hände bekommen? Auf dem Papier klingt das ja sehr verlockend. 1 HE und doppelt so viel Leistung wie meine Yamaha P2200 (das ist die, die in der Sig am Themenerstellungsdatum stand und die übrigens 4HE hoch ist statt 3 ) und dabei nur ein Fünftel an Gewicht. Und ein DSP ist auch noch integriert.

Wahrscheinlich würde auch jede passiv gekühlte AB-Endstufe irgendwann schlapp machen, wenn sie im Rack dicht gedrängt neben anderen Geräten eingebaut und getreten wird, oder sehe ich das falsch? Die Yamaha P2200 wird, obwohl sie relativ frei steht, gut warm. Eigentlich möchte ich nicht unbedingt Alternativen zu dem, was ich habe, erörtern, obwohl sich natürlich die Frage stellt, was kommt, wenn die abraucht. Ich bin nur interessiert an dem, was es so gibt. Deshalb hab ich es auch in "Allgemeines" und nicht in die "Kaufberatung" rein.

Und wenn ich z.B eine XLS 2500 nie richtig ausfahre, bleibt der Lüfter dann aus? Die hat "nur" eine digitale Frequenzweiche eingebaut, kein DSP. (?)

Auch nicht, was am billigsten ist. Die K2 war ja wohl auch mal eher für 2000€ in den Läden unterwegs. Daher die Frage zu:

und in der preisklasse unter 600,- pro kanal habe ich auch nichts gefunden, was so richtig leise wäre
Was ist möglichst kompakt und stark und geräuschlos möglich?
ohne_titel
Inventar
#5 erstellt: 01. Okt 2013, 06:03
nachfolger für eine p2200 gibt es eigentlich nicht - da müssen nach 30 jahren vielleicht mal neue elkos rein, aber das ding ist wesentlich beständiger als neuere modelle. im studiobereich gibt es durchaus auch leistungsstarke modelle, aber die sind teuer.

für den veranstaltungsbereich ist die lösung, die ja eigentlich recht effizienten class d - amps in großen, vernünftig gekühlten gehäusen zu betreiben: in den boxen... die meisten aktivmodule in lautsprechern kommen problemlos mit passiver kühlung aus; das liegt daran, dass genug platz ist und dass zumindest in ventilierten boxen auch genug luftaustausch herrscht.
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