Katastrophaler Frequenzgang bei 100+ Techno Rave!

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Wester214
Neuling
#1 erstellt: 25. Okt 2025, 02:09
Moin,
ich war am Wochenende auf einem kleinen Techno-Rave (ca. 100 Leute) und die Tontechnik war leider eine absolute Katastrophe.
Die Anlage an sich war gar nicht so schlecht: T24N China-Nachbauten mit zwei 18”-Subs, welche grundsätzlich ordentlich Druck machen könnten.
Aber was da rauskam, war einfach nur grauenhaft.

In den Parts ohne viel Bass (z. B. Breaks mit Vocals oder Melodien) hat das Signal dermaßen übersteuert, dass man sich die Ohren zuhalten musste – total schrill und verzerrt.
Sobald dann der Drop mit viel Bass kam, war plötzlich nur noch Bass da – keine Mitten, keine Höhen, einfach nur dumpfes Wummern.

Ich habe ein paar Fotos vom EQ-Display gemacht (siehe Anhang), und da sieht man wirklich interessante Einstellungen:
Im Mittenbereich (ca. 150 Hz – 700 Hz) sind gleich mehrere starke Absenkungen – teilweise bis zu -9 dB mit recht schmalem Q-Faktor.
Dadurch fehlen natürlich genau die Frequenzen, wo Kick, Bassline und Vocals zusammenarbeiten. Kein Wunder, dass das so unausgewogen klingt.

Hier eine Dropbox mit Bilder und Videos vom Frequenzgang die ich nebenbei gemacht habe: https://www.dropbox....6bd&st=ptwky4rb&dl=0

Hat jemand eine logische Erklärung, warum man sowas tun sollte?


[Beitrag von Wester214 am 25. Okt 2025, 02:16 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#2 erstellt: 25. Okt 2025, 06:10
Oh, it's a Behringer

X32 am SD16 - wirkt ja eher nach Festinstallation als einem spontanen "Techno-Rave". Wer hat dich da überhaupt hinters Pult gelassen?

Die vielfachen oder halben der jeweiligen benachbarten Frequenz, an denen die Notchfilter sitzen, wären charakteristisch für Reflexionen, Moden, Resonanzen, ... Ich nehme aus dem Stegreif an, man hat da versucht, irgendeinen Raumeinfluss rauszuziehen. Ob das tatsächlich so auch sinnvoll gewesen ist, schwierig zu ferndiagnostizieren. Die Notches in Kombination ergeben wie man sieht auf jeden Fall auch eine generelle Absenkung in den Lowmids, wodurch dein Höreindruck schon plausibel erscheint.
DB
Inventar
#3 erstellt: 26. Okt 2025, 09:44
Dann macht es halt nicht stundenlang "utz-utz-utz", sondern "umsch-umsch-umsch". Wo ist das Problem?
Big_Määääc
Inventar
#4 erstellt: 26. Okt 2025, 22:10
aber iwie war da doch bestimmt nochn fieser Compressor drauf, oder ?!
Donsiox
Moderator
#5 erstellt: 27. Okt 2025, 21:14

aber iwie war da doch bestimmt nochn fieser Compressor drauf, oder ?!

Da gehe ich mit.



In den Parts ohne viel Bass (z. B. Breaks mit Vocals oder Melodien) hat das Signal dermaßen übersteuert, dass man sich die Ohren zuhalten musste – total schrill und verzerrt.
Sobald dann der Drop mit viel Bass kam, war plötzlich nur noch Bass da – keine Mitten, keine Höhen, einfach nur dumpfes Wummern.

Der Effekt ist mit dem EQ alleine nicht zu erreichen.
Hier ist - vermutlich - alles schief gelaufen.

Ggf. schlechte Quellen (miese Qualität der abgespielten Medien), übersteuerte Channels und Main-Ausgänge am DJ-Mixer, schlechte EQ-Einstellungen an diesem, ein unpassendes, ggf. überfordertes oder schlecht eingestelltes Soundsystem und ein FOHler, der einen (zu) harten Kompressor am Ein- oder Ausgang des Pultes einsetzte. Nur anhand deiner Beschreibungen und der Bilder ist es aus der Ferne nicht möglich festzustellen, an welcher Stelle genau der Fehler auftrat.
B-Bear
Stammgast
#6 erstellt: 27. Okt 2025, 21:18
Lass mich raten,
Du fragst für einenFreund
JULOR
Inventar
#7 erstellt: 01. Nov 2025, 17:39

Big_Määääc (Beitrag #4) schrieb:
aber iwie war da doch bestimmt nochn fieser Compressor drauf, oder ?!

War auch meine spontane Idee.

Mit einem Multibandkompressor, der Bass und Höhenbereich getrennt bearbeitet, wäre das vermutlich nicht passiert.
Sobald der energiereiche Bass einsetzt, wurde alles runtergeregelt. Wvtl. dann gegengesteuert mit dem Effekt, dass dann, wenn der Bass fehlt, alles übersteuert. So wäre meine These.
Bollze
Inventar
#8 erstellt: 05. Nov 2025, 12:46
Ist der Bass weg, warum auch immer, hört man so richtig was die Hoch- und Mitteltöner für ein Ton abstrahlen.

Ist mir z.B. auch bei meinen "HIFI" 2 Wege Boxen aufgefallen, mal den Tief/ Mitteltöner abgeklemmt und man hörte wie überfordert die Hochton-Kalotte aus der DDR der 80er/70er Jahre mit der heute typischen Dynamik und Frequenzen digitaler Tonquellen ist. Die Boxen liefen an einen Selbstbauverstärker ( 2 Conrad Mosfet-Bausätze) da war auch nicht gerade gut, in der Tonqualität. jedenfalls wurde es mit einen Technicsverstärker dann schon etwas besser. Paar moderne Canton-Boxen, sind eine andere Welt.

Bei minderwertiger Lautsprecher und Endstufen, dann kann man mit EQ oder anderen Effektgeräten kaum was gerade biegen.
Manche DJ stellen auch den Sound so ein, dass der Ton von ihren Arbeitsplatz gut klingt, dass es vor den Boxen für die Gäste ganz anders klingt, darauf muss man erstmal kommen.

Schon mehrere DJ haben mir ihre Abneigung gegenüber Klasse D Endstufen mitgeteilt, die Dinger werden höchstens für den Tiefton eingesetzt.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 05. Nov 2025, 13:23 bearbeitet]
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