Denon AVR X1100 brummt

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FabMue
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 10. Feb 2018, 01:35
Hallo zusammen,

seit einiger Zeit brummt mein Denon AVR X1100. Das Brummen kommt direkt aus dem Verstärker und tritt auf, sobald das Gerät eingeschaltet wird. Unabhängig vom Kanal. Manchmal ist das Brummen lauter, selten leiser.

Habe den Verstärker schon an unterschiedliche Steckdosen angeschlossen, aber das Brummen ist immer vorhanden.

Hat jemand eine Idee? Hier im Forum habe ich leider keine Lösung gefunden. Bin für jeden Tipp dankbar.

Grüße
Fabian
jehe
Inventar
#2 erstellt: 10. Feb 2018, 03:27
um was für eine Art brummen geht es denn ? - das typische 50Hz Netzbrummen oder ist es mehr Rauschen und Fiepen ?

hast du das Gerät schon mal komplett ohne Zuspieler, Netzwerkverbindung und Antennenkabel getestet ? - also einfach nur zwei Lautsprecher dran und sonst nichts.
Sind irgendwelche potentiellen Störquellen wie Router, Repeater, Handy, Funktelefone bzw. deren Basis in der Nähe ?
FabMue
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 10. Feb 2018, 12:57
Ich habe das Gerät gerade noch einmal separat an eine andere Steckdose angeschlossen (ohne Lautsprecher und ohne sonstige Netzteile in der näheren Umgebung). Das Brummen scheint aus dem Trafo zu kommen.

Ich kenne das "typische 50 Hz Netzbrummen nicht", würde dieses hier als tief und monoton beschreiben. Es kommt diesem Brummen hier https://www.youtube.com/watch?v=6GMh0QetSos ziemlich nah.

Werde den Receiver jetzt mal auf Werkseinstellungen zurücksetzen und aus dem (Wlan) Netzwerk nehmen.

Für den Fall, dass der Trafo defekt ist: kann man sowas reparieren lassen?

Grüße
jehe
Inventar
#4 erstellt: 10. Feb 2018, 14:36
das scheint tatsächlich der Trafo zu sein. Ist harmlos aber nervig.
Ursache könnte eine sich gelockerte Trafo-Befestigung oder ein ungünstig über dem Trafo liegendes Kabel sein.
Falls du dich dazu in der Lage fühlst, könntest du das Gerät mal aufschrauben und versuchen das Brummen genauer zu lokalsieren. Ist es, wie angenommen, der Trafo, solltst du die Befestigung mal überprüfen und gegebenen Falls die Schrauben nachziehen.
Falls ein anderes Bauteil die Quelle ist, einfach mal ein Foto machen und hier reinstellen.
GoesLikeHell
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 11. Feb 2018, 14:55
eine Frage, ist dieses "50hz"-Brummen normal und bei jedem AVR vorhanden ?

habe das Brummen bei meinem neuen x3400 nämlich auch festgestellt

man kann es auch deutlich aus 2m Entfernung wahrnehmen während der Receiver an ist, ist er aus dann brummt es nicht mehr

jetzt nach dem ich es kenne, höre ich es natürlich ständig

klar, schaut man einen Film ist es nicht mehr hörbar

trotzdem, hatte ich bei meinem alten x1200 nicht so ausgeprägt


[Beitrag von GoesLikeHell am 11. Feb 2018, 22:43 bearbeitet]
FabMue
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 13. Feb 2018, 03:46
@jehe

Werde den Receiver morgen öffnen und den Ursprung des Rauschens weiter erforschen. Danke für den Tipp
FabMue
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 13. Feb 2018, 19:37
Gesagt, getan. Ich konnte das Brummen definitiv beim Transformator lokalisieren. Habe die Kabel, die sich in der näheren Umgebung befinden, testweise mal etwas weiter weg gedrückt, aber keine Veränderung.

Anbei noch ein wenig Bildmaterial und ein kurzes Video (im Video hört man deutlich, dass das Brummen lauter wird, je näher man an den Trafo kommt)

Denon AVR X1100 Übersicht

Denon AVR X1100 Detail 1

Denon AVR X1100 Detail 2


Danke für die Hilfe
DieselTuner
Stammgast
#8 erstellt: 14. Feb 2018, 07:20
Au, der brummt aber sehr laut.

In diesem Thread wurde das Thema auch schon behandelt:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-269-7509.html

Wie bereits richtig vermutet, dürfte der Trafo ursächlich sein. Leider sind die mittlerweile bei vielen Anbietern verbauten Blechtrafos oft von minderer Qualität aus Fernost-Produktion. Nach einiger Zeit schwingen sich die vernieteten/verschraubten/verklebten Kernbleche oder Wicklungsdrähte selbst lose und erzeugen dann dieses Netzbrummen.

Zunächst versucht man aber, die Trafo-Befestigung selbst nachzuziehen. Das wurde ebenfalls schon richtig gesagt. Abhilfe kann auch schaffen, indem man den Trafo mit Epoxy (Laminierharz) bzw. Trafolack oder Plastik 70 (auf Lösungsmittel achten) behandelt. Am besten natürlich im ausgebauten Zustand. Einpinseln oder einsprühen im eingebauten Zustand genügt aber oft auch schon.

Vor solchen Aktionen auf jeden Fall aber die Gleichrichterschaltung überprüfen. Es kann auch einfach nur eine Gleichrichterdiode defekt sein. In diesem Fall wird nämlich z.B. nur eine Halbwelle auf der Lastseite zur Gleichrichtung genutzt und selbst gute Trafo beginnen dann unter Last zu brummen. Da würde ich zuerst ansetzen.

Viel Erfolg.
FabMue
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 16. Feb 2018, 00:24
Könntest Du mir noch sagen, um welche Art von Trafo es sich bei meinem Trafo handelt und welche Teile genau besprüht werden müssen?
DieselTuner
Stammgast
#10 erstellt: 16. Feb 2018, 08:11
Es handelt sich um einen normalen Blechkerntrafo.

Da man nur an den äußeren Teil des Blechkerns zerstörungsfrei ran kommt, kannst du die grauen Blechteile neu einsprühen oder tränken. Eigentlich sehen die aber noch relativ gut aus.

Sinnvoller wäre die vorherige Überprüfung der Gleichrichterdioden.
Nick_Nickel
Inventar
#11 erstellt: 16. Feb 2018, 10:54
Du könntest versuchen den Trafo vom Gehäuse abzukoppen.
Das brummen wird mit sicherheit vom Gehäuse verstärkt.
GoesLikeHell
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 18. Feb 2018, 19:07
der Tipp mit dem Gehäuse ist Gold wert

hat mein brummen beseitigt
FabMue
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 22. Feb 2018, 17:56
Zum Beispiel, indem ich zwischen Trafo und Gehäuse eine Dämmmatte lege, die die Vibrationen abfängt?
GoesLikeHell
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 24. Feb 2018, 13:36
ich denke die größten Resonanzen wirst du über die Verschraubungen des Trafos ans Gehäuse eliminieren können
DieselTuner
Stammgast
#15 erstellt: 25. Feb 2018, 07:37
Alles schön und gut, die Ursache für das Brummen behebt das Entkoppeln aber nicht.

Und bitte nicht auf die Idee kommen, den Trafo lose auf eine Dämmmatte oder ähnliches zu legen, es wird neben einer evtl. Erdung des Trafos auch Temperatur ans Gehäuse abgeführt. Die Hausratversicherung zahlt diesen Brandschaden (z.B. Kurzschluss durch Verrutschen, Überhitzung des Trafos, usw.) nämlich nicht.

Wie bereits erwähnt, man sollte auf jeden Fall die Gleichrichterdioden durchmessen. Wenn auf der Lastseite nur noch eine Teilwelle zur Verfügung steht, kann es zu einem solch starken Brummen kommen. In dem Fall die Diode ersetzen.
GoesLikeHell
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 25. Feb 2018, 14:20
man könnte auch einen neuen Trafo kaufen, dürfte nicht die Welt kosten, oder nicht ?
FabMue
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 25. Feb 2018, 22:50
Ich habe leider nicht genügend Fachkenntnisse, um die Gleichrichterdiode zu checken. Werde mir aber Hilfe holen.

Zum Thema „Neuer Trafo“
Bekommt man sowas? Vermutlich nicht, oder?
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