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Erfahrungen mit SPL Vitalizer MK II

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Autor
Beitrag
Benares
Inventar
#1 erstellt: 08. Feb 2013, 16:50
Hallo,

ich interessiere mich für den SPL Vitalizer MK II. Besitzt jemand eigene Erfahrungen mit diesem Gerät, von denen er oder sie berichten kann?


Und kann mir jemand sagen, ob etwas dagegen spricht, den Vitalizer vor einen Lautsprecher-Controller mit Frequenzweichenfunktion wie den Behringer DCX 2496 oder einen Xilica-Ctrl zu schalten, so dass auch ein 2.1-System von dem SPL noch profitieren kann?

Vielen Dank für alle Antworten!
matz64
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 08. Feb 2013, 20:37
Hallo Benares,

hab zwar keine Erfahrungen mit dem SPL (benutze eine Aphex 204). Aber den hatte ich in meinem damaligen vollaktiven 2.2 Setup auch direkt vor der Aktiv-Weiche. Hat alles problemlos funktioniert.
Benares
Inventar
#3 erstellt: 09. Feb 2013, 08:45
Ich nehme an eine Aphex 204 ist auch ein Psychoakustik-EQ? Wie hast du den eingestellt? Einmal einstellen und gut wie bei einem EQ oder passt du die Einstellungen je nach Quellmaterial deinen Vorlieben an?
matz64
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 09. Feb 2013, 12:00

Ich nehme an eine Aphex 204 ist auch ein Psychoakustik-EQ?

Genau, das ist sowas wie das "Orginal". Hier gibts mehr Infos dazu: Thomann

Mit den Einstellungen hab ich erst etwas gespielt/hin und her probiert, bis es allgemein gepasst hat. Seitdem steht er "unberührt" im Lowboard.
Je nach Reglerstellung kann man schon einiges verändern, aber moderate Eingriffe sind hier "allgemein verträglicher" - wird auch so von den meisten Herstellern empfohlen.
Apalone
Inventar
#5 erstellt: 09. Feb 2013, 12:08

Benares (Beitrag #3) schrieb:
.....oder passt du die Einstellungen je nach Quellmaterial deinen Vorlieben an?


Das ist so gut wie unmöglich. Allein die halbwegs taugende Grundeinstellung wird Tage in Anspruch nehmen.
Benares
Inventar
#6 erstellt: 09. Feb 2013, 12:11
Ach so, von dem Gerät hatte ich schon gehört, kannte es aber nur unter der Bezeichnung "Aural Exciter". Der SPL soll demgegenüber ein leicht anderes Konzept verfolgen, mit selbstentwickelter Filtertechnik und ohne die Addition eigener Signale zum Ausgangsmaterial. Im Prinzip verfolgen aber beide dasselbe Ziel. Kannst du etwas zu den klanglichen Veränderungen sagen, die der Aphex bei dir bewirkt hat?


@Apalone: Warum soll das unmöglich sein? Eine schlechte analoge Aufnahme aus den 60ern z.B. erfordert sicherlich weitgehendere Eingriffe als eine gute digitale aus den 90ern.


[Beitrag von Benares am 09. Feb 2013, 12:14 bearbeitet]
matz64
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 09. Feb 2013, 12:31

Kannst du etwas zu den klanglichen Veränderungen sagen, die der Aphex bei dir bewirkt hat?

Tja, schwierig, das vernünftig in Worte zu fassen.
Ich benutze lediglich die Regler für den Hoch/Mittenbereich, die Bassregler sind bei mir alle auf "Null".
Der Klang wird durch den Aphex heller/luftiger/besser durchhörbar, auch etwas räumlicher.
Hoffentlich kannst Du mit diesen Adjektiven was anfangen Ist nicht einfach, sowas "ungeschwurbelt" zu erklären.

Würde aber auch empfehlen, eine passende Grundeinstellung zu suchen, die für möglichst viel Musik passt.
Jeweils neue Einstellungen für jede CD ist echt zu kompliziert, da die Regler ja in Abhängigkeit zueinander stehen. Das heisst in der Praxis: ändere ich einen Regler (von Drei für den jeweiligen Bereich), muss ich auch die beiden anderen nachjustieren. Und das kann dauern.
Apalone
Inventar
#8 erstellt: 09. Feb 2013, 12:49

Benares (Beitrag #6) schrieb:
....
@Apalone: Warum soll das unmöglich sein? Eine schlechte analoge Aufnahme aus den 60ern z.B. erfordert sicherlich weitgehendere Eingriffe als eine gute digitale aus den 90ern.


Sicher. Aber willst du bei jeder Platte stundenlang Einstellungen vornehmen?!?

Wenn man das Gerät sinnvoll einsetzt, erfordert die Grundeinstellung recht lange Zeit - Erfahrung in der Bedienung von EQs und/oder ähnlichen Geräten vorausgesetzt. Da dreht man nicht mal eben am Potie und es passt!
Benares
Inventar
#9 erstellt: 09. Feb 2013, 13:54
@matz64: vielen Dank für deinen Bericht, das hört sich sehr gut an.


@Apalone: EQs haben einen Nachteil - sie sind nur in Verbindung mit Messequipment sinnvoll einsetzbar. Psychoakustik-Optimierer dagegen sind rein nach Gehör einstellbar. Außerdem muss man sich nicht zwingend mit Begriffen wie Nachhall, Sprungantwort oder Phaseneinstellungen und den dahinter stehenden Gesetzmäßigkeiten auskennen. Insofern ist ein Aural Exciter oder ein Vitalizer sogar einfacher einzustellen als ein EQ und erfordert weniger Hintergrundwissen. Natürlich kann man sich auch damit lange beschäftigen. Aber auch in allen mir bekannten Tests des SPL wird darauf hingewiesen, dass das Gerät durchaus auch für weniger Versierte geeignet ist.


Kann denn noch jemand persönliche Erfahrungen mit dem SPL beisteuern?
Apalone
Inventar
#10 erstellt: 09. Feb 2013, 14:15

Benares (Beitrag #9) schrieb:
.....Psychoakustik-Optimierer dagegen sind rein nach Gehör einstellbar.....


Und das soll einfach sein und schnell gehen?!?
matz64
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 09. Feb 2013, 14:43
@Benares

Wenn Du des öfteren/regelmäßig nachregeln möchtest. würde ich Dir eher so ein Gerät empfehlen:
BBE 382i
Lediglich zwei Regler, das geht dann deutlich einfacher/schneller. Allerdings auch dementsprechend weniger Feinjustage möglich.

Hatte mir den BBE auch mal zugelegt, extra wegen der simplen Regelmöglichkeit. Klanglich ist der Aphex (und ziemlich sicher auch der SPL) allerdings das bessere Gerät.
Benares
Inventar
#12 erstellt: 09. Feb 2013, 15:23
Danke für den Hinweis. Allerdings hatte ich gar nicht gemeint, dass ich dauernd nachregeln wollte. Ich wollte nur von jemandem mit eigenen Erfahrungen mit so einem Gerät wissen, ob er nachregelt oder die einmal gesetzten Einstellungen immer verwendet. Ständiges Nachregeln wäre ziemlich nervtötend und würde von mir wohl auch nur in besonders schweren Fällen (d.h. schlechte Aufnahemn, die ich glücklicherweise kaum besitze) praktiziert werden.

@Apalone: Von einfach und schnell habe ich nichts gesagt. Ich versuchte lediglich, deine Aussage zu relativieren, dass die Bedienung eines Vitalizers Vorkenntnisse mit EQs voraussetze.
günni777
Stammgast
#13 erstellt: 28. Jul 2013, 12:27
Hallo Allerseits,

weis nicht, ob Thema bzw. Frage vom Februar noch aktuell ist, ich hab seit kurzem jedenfalls nen SPL Vitalizer MK2-T (Sovtek 12AX7) an meinem alten Creek 5250SE eingeschliffen, überleg aber noch, ob es sich für mich lohnt. Das Teil hat vor und Nachteile. Ist halt nicht unbedingt für HiFi konzipiert, sondern für PA, Remastern und solche Sachen. Man kann schneller und einfacher als mit EQs Anpassungen vornehmen. Kabel braucht man 2 Paar Mono Klinken auf Chinch oder XLR auf Chinch; symmetrisch oder unsymmetrisch.

Funktioniert soweit problemlos , hatte allerdings auf tel. Anfrage bei Thomann zuerst Power-Amp In und Pre Out eingeschliffen. Fast tödlicher Tip, bloss nicht, kann (je nach Verstärker?) übel ausgehen. Bin froh, das meine fast neuen Dynas DF-8 und mein Creek keinen Sudden Death erlitten haben. Hohes Grundrauschen und von der neutralen Grundeinstellung aus bei ca. 30-50 % Klanganpassungen je nach Funktion heftiger Piepston und ohne Pieps bei vorsichtiger Erhöhung der Lautstärke urplötzlich fast Herzschlag. Zum Glück hab ich gute Reflexe, also max 1/10 Sekunde, echt heftig.

Aber da ich ja nicht komplett feige bin, hab ich mir überlegt, die Vorstufe ganz aus´m Spiel zu lassen . Der alte Creek kann nämlich auch als Endstufe mit Lautstärkeregelung arbeiten, also Quellen Power-Amp In stöpseln.

So hab ich auch vorher immer gehört, weils noch nen Ticken besser kommt. Grundrauschen weg aber Pegel sofort auf ordentlicher Zimmerlautstärke (für spät abends schon zu laut), sobald der Vitalizer eingeschaltet wird. Leiser als Null bis Anschlag geht halt nicht. Vitalizer kann aber auch ausgeschaltet und verkabelt bleiben, Musikwiedergabe funktioniert dann ganz normal.

Beim Schreiben kam mir eben die Idee, den Vitalizer nicht über Endstufe mit LS-Regelung, sondern normal über Vorstufe/Hochpegelquelle zu verbinden. Funktioniert ausgezeichnet, Problem mit der zu hohen Grundlautstärke weg; Null-Ton Pegelung kein Problem. Lautstärke-Veränderung Vitalizer An/Aus minimal wahrnehmbar, also auch ganz andere Reaktion als ohne Vorstufe, eigenartig aber nix schlechtes.

Aktueller Anschluss: vom CDP Out zum Vitalizer In - - - vom Vitalizer Out zum Vollverstärker CD In, thats all.

Oder noch simpler erklärt: Vitalizer direkt zwischen Quelle und Vorstufe einschleifen.

Jemand schrieb, über Tape in/out anschliessen. Wird wohl evtl. auch funktionieren?, aber bei meinem Schreck über Power-Amp In und Pre Out lass ich das lieber. Ausserdem find ich es sinniger, die Signale direkt von der Quelle als erst über die Vorstufe beeinflussen zu können. Oder mach ich da einen Denkfehler bzw. gibt´s keinen Unterschied? Zumindest hat man sich 1 Kabel gespart.

Schlechte analoge Aufnahmen kann man recht schnell peppen (z. B. Stereo Expander grössere offenere Bühne, Höhen kommen deutlicher - lauter, vordergründiger) , auch Bässe, soweit ordentlich vorhanden deutlich weicher (mehr Vibrato, organischer, Vibrations im Boden und Möbeln, Body usw.) oder eben straffer, knackiger und weniger Vibrations. Nach einiger Zeit Effekte regeln und studieren funktioniert das alles recht einfach, fast selbsterklärend. Spieltrieb wird jedenfalls angeregt. Höre gerade Bass soft, muss mal eben etwas neutraler regeln.

Dynamikverbesserung nein, bei dyn. sehr schlechten, dünnen Aufnahmen scheint sich auch die Dynamik zu verbessern, kann auch ein Psych-Effekt sein. Allerdings hab ich null Probleme ausser bei sehr wenigen ganz schlimmen Ausreissern mit der Dynamik, Creek/Dyna DF-8 (94 Db 6 Ohm) dynamisch excellent und auch musikalisch schon auf ziemlich gutem Level. Rythmus, Takt, Timing sowieso, absolut stimmig und immer spannend zu hören. (Klar, noch besser geht immer).

Ob sich das musikalische Niveau bei entsprechend anspruchsvoller Musik spürbar verschlechtert, kann ich im Moment noch nicht beurteilen, zuwenig normal entspannt gehört, bin nur am Spielen. Ich denke, wenn man ne richtig gut funktionierende Anlage/Raumakustik hat, muss man das Teil zum Musikhören nicht zwingend haben und 700 Euronen sind ja auch Geld. Hol ich mir vielleicht lieber ´n Keyboard für?

Dennoch je nach Equipement, Mucke, LS und Akustik dicke Empfehlung wert, zum Remastern für Leute, die sich auskennen, bestimmt auch brauchbar, also insgesamt von über bis

Grüße Günni


[Beitrag von günni777 am 28. Jul 2013, 14:18 bearbeitet]
Benares
Inventar
#14 erstellt: 28. Jul 2013, 12:36
Hallo Günni,

vielen Dank für deinen schönen Bericht. Das Thema ist für mich durchaus noch aktuell, man findet ja so wenige Besitzer dieses Geräts. Wenn ich dich richtig verstehe, kam das Grundrauschen bei dir von der Vorstufe, nicht vom Vitalizer, oder?

Was genau meinst du mit macht für dich weniger Spass? Ich interpretiere das so, dass der Vitalizer deinen Hörgewohnheiten nicht so richtig entgegenkommt, liege ich da richtig?

Gruß

Marco
günni777
Stammgast
#15 erstellt: 28. Jul 2013, 13:44
Hallo Marco,

danke für (zu) schnelle Rückmeldung, hab nämlich noch mal überarbeitet, nach dem mir beim Schreiben die Idee kam, den Vitalizer ganz normal über Vorstufe/Hochpegel zu fahren. Lies vielleicht nochmal insbesondere mittleren Abschnitt, kommt insgesamt schon wieder ´n anderes Ergebnis raus. Teil ist auf jeden Fall sehr interessant.

Was genau meinst du mit macht für dich weniger Spass? Ich interpretiere das so, dass der Vitalizer deinen Hörgewohnheiten nicht so richtig entgegenkommt, liege ich da richtig?

Es kam mir am Freitag bei 1, 2 Aufnahmen so vor. Aber beim Teststress ist man in einem anderen Zustand als beim entspannten ,normalen Hören. Vergess am besten meine Aussage erstmal, ist eigentlich noch zu früh, da irgendwelche eindeutigen Aussagen zu machen.

Ausserdem hab ich am Freitag nur über Endstufe gehört, jetzt normal als Vollverstärker. Auch die andere Reaktion/Anschluss bzgl. Lautstärke-Unterschiede lässt den Vitalizer offenbar wieder etwas anders funktionieren, kann ich aber alles jetzt noch nicht genauer beschreiben.

Du kannst das Teil bei Thomann ordern, zu Hause ausprobieren und bei Nichtgefallen auch wieder Retour schicken, kein Problem. Das Teil ist nicht für HiFi konzipiert, ich würde sagen, trotzdem u. U. sehr brauchbar.

Gruß Günni


[Beitrag von günni777 am 28. Jul 2013, 14:12 bearbeitet]
günni777
Stammgast
#16 erstellt: 28. Jul 2013, 14:00
Hallo Marco, da rauscht auch jetzt nix mehr, absolut Null.

Gruß Günni
Benares
Inventar
#17 erstellt: 28. Jul 2013, 18:14
Hi Günni,

das hört sich in der Tat an, als müsste man sich mit dem Gerät erstmal eingehend beschäftigen, was aber auch den Aussagen vieler Tests des SPL entspricht. So wie du es jetzt angeschlossen hast, macht das auch mehr Sinn als anfangs. Es hätte mich überrascht, wenn der Vitalizer Rauschen produzieren würde, von solchen Problemen hatte ich bislang noch nicht gehört. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was deine weiteren Versuche ergeben und freue mich, von deinen Eindrücken zu hören.

Gruß

Marco
günni777
Stammgast
#18 erstellt: 29. Jul 2013, 08:26
Moin Marco,

hab wieder neue, ganz erstaunliche Erfahrungen mit Vitalizer AnschlussvarianteTape 1 In/out gemacht. CDP normal über Hochpegel CD-Eingang angeschlossen, also zusätzlich wie immer mit meinem ordentlichen Chinchkabel.

Voraussetzung für Wirkung des Vitalizers sind die Quellenwahlschalter richtig zu positionieren.
Quelle Input auf Tape 1 schalten (also nicht auf CD - funktioniert zwar, aber ohne bzw. sogar neg. ? Einwirkung des Vitalizers)
Record auf CD schalten. (im Prinzip auch logo, muss man trotzdem in der Testphase erstmal drauf kommen bei den vielen Anschlussvarianten).

Klangbeeinflussungen scheinen dezenter zu sein (hängt wohl auch ein wenig von den jeweiligen Aufnahmen ab?).

Aber der Knaller ist, sobald ich den Tube Schalter einschalte, klingts dezent frischer, offener; ein kleiner Vorhang wird weggezogen (wichtig für gute Live-Sachen). Das erstaunt mich sehr, das das musikalische Niveau nur durch Aktivierung der Röhre(n) sofort angehoben wird ohne Klangeffekte oder sonstiger Veränderungen/Pegel.

Es sind keine Weltwunder (für meinen Creek Vollverstärker schon ), ich krieg langsam den Eindruck, das Teil könnte ein "must have" sein. Gibt´s ja auch als Software-Version. Soll genau so gut funktionieren mit noch grösseren Möglichkeiten. Ist für mich aber kein Thema, bin kein Computer-Hörer. Wär mir auch zu aufwendig, da noch einzusteigen.

Hab gerade nochmal DeeDee Bridgewater Live at Joshi´s verglichen. Meine bisherige Variante CDP ohne Vorstufe direkt in die Endstufe kann ich jetzt nicht mehr als "besser", also durchhörbarer, dynamischer, musikalischer, liveähnlicher oder was auch immer unterscheiden. Bässe wirkten auch schon hier und da etwas zu fett und beim Dauerhören (3-5 Std. Hochton) machen die Öhrkes dann irgendwann auch ´n bißchen zu.

Zumindest mach ich aus meinem Creek Amp mit der Vitalizer Röhre sowas ähnliches wie aus ner Transe nen Hybrid, aber auch nur mit der Tape In/Out Variante (meine ich zumindest). Echt geile Kiste, bin sehr erstaunt und schwer am überlegen, ob ich das Teil wirklich Retour schicken soll.?

Können in ner anderen Anlage/Raum natürlich auch ganz andere Ergebnisse rauskommen, ausprobieren!!!

Schönen Wochenstart und Gruß

Günni
Benares
Inventar
#19 erstellt: 29. Jul 2013, 14:39
Das wird ja immer interessanter, offenbar hängt das Ergebnis mit dem Vitalizer von der jeweiligen Ansteuerung ab? Wie ist das zu erklären, die einzelnen Quellen unterscheiden sich doch allenfalls im Pegel, oder? Und wie kann ein Wechsel des Eingangs am Verstärker zu einer Klangbeeinflussung führen, wenn der Vitalizer vor dem Verstärker hängt? Fragen über Fragen, ich weiß, aber hoffentlich keine, die unberechtigt oder meinem mangelnden Verständnis deiner Beschreibung geschuldet sind.

Auch die Röhre weckt nun mein Interesse, Bisher dachte ich, problemlos auf die verzichten zu können, da ich ausschließlich elektronische Musik über aktive Studiomonitore höre, und deshalb kein Bedürfnis nach dem typischen warmen Röhrenklang verspüre. Allerdings fehlen mir bezüglich der Wiedergabe von elektronischer Musik über Röhrenamps auch die Erfahrungswerte, man korrigiere mich also, wenn ich mit meiner Meinung, da keinen Mehrwert rausziehen zu können, falsch liege.
günni777
Stammgast
#20 erstellt: 30. Jul 2013, 17:56
Hi Marco,

also heute mal ohne viel Männekes und ganz nüchtern erklärt:

Der Vitalizer hängt bei den von mir probierten Anschlussvarianten eben nicht immer vor dem Verstärker, besser gesagt vor der Vorstufe. Ich hab insgesamt 3 funktionierende Varianten speziell mit meinem Creek, den ich ja auch noch als reine Endstufe mit Laustärkeregelung nutzen kann. Dabei ist die Vorstufe wohl aus dem Spiel. Merke ich schon am anderen Pegel bei in etwa gleicher Lautstärke. Ohne Vorstufe 7.30-8.00 Uhr, mit Vorstufe 9.00 - 9.30 (nur so in etwa als bildliche Vorstellung). Ausserdem hat VV-Platine nen Schalter Verstärkungsfaktor 3 Db, 6Db, 10 Db. Damit kann ich anhand der Lautstärke eindeutig feststellen (Verstärker z. Zt. ohne Abdeckung), ob VV (Platine) gerade aktiv oder inaktiv ist.

Variante 1 und 2 vor der Vorstufe ohne zusätzliches Chinchkabel: Quelle (CDP) Out zum Vitalizer In - - - Vitalizer Out entweder Endstufe power Amp In oder Variante mit Vorstufe Standard CD Hochpegeleingang In.

Variante 3 nach der Vorstufe jetzt aktiv (würd ich als für mich am richtigsten bezeichnen) mit zusätzlichem (Wireworld Eclipse 6) Chinchkabel: Quelle (CDP) Out zur Vorstufe Hochpegel CD In (mit Wireworld Chinch) --- von Vorstufe Tape Out zum Vitalizer In --- Vitalizer Out zur Vorstufe Hochpegel Tape In. Danach landen die erst durch Vorstufe und anschliessend durch Vitalizer aufbereiteten Signale in die Endstufe.

Da insbesondere bei der Vorstufe die klar und eindeutig hörbaren Unterschiede (mit, ohne VV) die Eingangssignale nicht 1 : 1 den Ausgangssignalen entspricht, ist es auch logo, das der Vitalizer unterschiedlich auf Einstellungen reagiert, mehr oder weniger starke Effekte je nach Funktion.

Insgesamt ist das Niveau bei Variante mit Vorstufe mit Vitalizer zumindest bei mir "besser" als ohne Vitalizer.
Als warmen bzw. typischen Röhrenklang würd ich den Klang nicht bezeichnen, schwer zu beschreiben.

Meine Dynas DF-8 haben Bändchenhochtöner mit Kalotte. Die können schon ein wenig. Hervorragende Ablösung vom LS und hohe Auflösung. Das kann je nach Raumakustik Vor- und Nachteile haben. Auch der Bass ist nicht ganz schlecht, vor allem ohne Vorstufe.

Ich würd den Vitalizer noch nicht mal als Psychoakustik-Effekt Gerät bezeichnen (LS und Raumakustik haben m. E. noch viel stärkere Auswirkungen, ebenso unterschiedliche Vorstufen und je nach Klasse/Typ auch Endstufen).

Es gibt m. E. keine Stereoanlage, wo die Ausgangssignale des Tonträgers 1 : 1 identisch mit den Ausgangssignalen der LS + Hörraum beim Hörer ankommen werden (Ausser man hat genügend Grossgeld?). Ob man diesem "Ideal" mit dem Vitalizer näher kommt, weis ich nicht, aber so verstehe ich mittlerweile die Funktion des Teils.

Zum Sounden ist er auch gar nicht gedacht, sondern kann helfen, Klangprobleme zu "verbessern" bzw. zum Optimieren der Akustik des Hörraums/saals und der Aufnahmen, wobei die Röhre scheinbar keine Nachteile bringt. Bißchen übertreiben kann man natürlich auch, kommt aber bei meinen Versuchen nicht gut. Der "erzieht" einen eher zum richtigen Optimieren. That´s all.

Meine Fragen an Dich wären: Hörst Du Deine Aktiv-Monitore mit oder ohne Vorstufe und in welcher Liga spielen die Teile? Und welche Problematik hast Du bzw. welche Absicht verfolgst Du bzw. versuchst Du zu erreichen? Sounding, Dynamik, Emotionalität (Electronic-Musik Kick)? Für Bass Soft - Hard und Stereo Expander (Bühne grösser) ist der Vitalizer je nach Aufnahme sehr brauchbar, ob der Effekt bei Deinen Aktiv-Monitoren auch so eintritt, kann ich natürlich gar nix zu sagen. Und ob mit Vitalizer Musikhören auf Dauer wirklich mehr Spass macht, eher nein, aber man kann div. Störeinflüsse pos. beeinflussen bzw. entschärfen und natürlich schlechte Aufnahmen "pimpen".

Gruß Günni


[Beitrag von günni777 am 30. Jul 2013, 18:03 bearbeitet]
Benares
Inventar
#21 erstellt: 31. Jul 2013, 12:17
Alles in allem ist der Vitalizer offenbar ein schönes Forschungsobjekt, in das man jede Menge Zeit investieren und dafür jede Menge Spaß erhalten kann, wenn man sich eingehend damit beschäftigt.

Zu deinen Fragen: Ich höre mit der Event Opal, einem bassstarken und sehr pegelfesten Zweiweger mit neutraler Klangcharakteristik, hohem Auflösungsvermögen und sehr guter Räumlichkeit. Auch eine sehr breite Bühne und ein hervorragendes Stereobild sind schon vorhanden. Der Paarpreis liegt bei 2800€, es handelt sich also nicht mehr um die Einsteigerklasse. Angesteuert wird sie nicht über eine Vorstufe, sondern über ein DJ-Mischpult, bin nämlich seit langem als Plattendreher im Bereich Elektronik unterwegs. Die potentiellen Einsatzgebiete des Vitalizers wären bei mir zum einen die klangliche Verbesserung schlechter Aufnahmen (solche kann ich seit der Anschaffung der Monitore nicht mehr hören, da diese nun gnadenlos entlarvt werden) und zum anderen die punktuelle Akzentuierung bestimmter Bestandteile von Elektronik-Tracks, wie z.B. den Kick bei Basslines, aber auch die Korrektur allzu basslastiger Tracks (falls das mit dem Vitalizer so möglich ist). Allgemein stehe ich auf trockene und präzise Bässe und verspreche mir dabei vom Vitalizer zumindest bis zu einem gewissen Punkt Abhilfe. Die Verbreiterung der Bühne ist natürlich auch willkommen, auch wenn meine Monitore da schon ziemlich gut sind. Schließlich kann die gar nicht breit genug sein . Dasselbe gilt natürlich auch für die Dynamik und das Stereobild. Zusammengefasst soll der SPL im Rahmen seiner Möglichkeiten die Schwächen bestimmter Tracks ausgleichen und die Stärken von Tracks und Monitoren noch besser machen.
matz64
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 31. Jul 2013, 19:26

zum einen die klangliche Verbesserung schlechter Aufnahmen (solche kann ich seit der Anschaffung der Monitore nicht mehr hören, da diese nun gnadenlos entlarvt werden) und zum anderen die punktuelle Akzentuierung bestimmter Bestandteile von Elektronik-Tracks

Das kann aber in 'ne ganz schöne Fummelei ausarten. Du müsstest dann ja bei jedem Track aufs Neue die beste/passendste Einstellung finden. Und das bei all den Reglern, die zudem auch noch in Abhängigkeit zueinander stehen!

Bei meinem Aphex (der bedeutend weniger Regelmöglichkeiten anbietet) habe ich eine "mittlere" Einstellung gewählt, die dann eigentlich immer passst - kein dauerndes Nachjustieren nötig.
Bei dem einen oder anderen Track verschenkt man dann zwar eventuell etwas Potential, muss aber dafür auch nicht beim nächsten Song schon wieder zurück regeln.
Benares
Inventar
#23 erstellt: 01. Aug 2013, 20:54
Da hast du natürlich recht, den Vitalizer auf jeden Track hin anzupassen wäre wohl kaum praktikabel. Ich meinte es auch eher so, wie du geschrieben hast, also eine mittlere Einstellung, die einen für mich guten Kompromiss darstellt.
günni777
Stammgast
#24 erstellt: 03. Aug 2013, 12:03
Hi Marco,

hört sich interessant an, dann bist Du also Professionell/Semiprofessionell unterwegs unter völlig unterschiedlichen Raumakustik-Bedingungen.? Dafür ist der Vitalizer u.a. prädestiniert. Plattendreher hab ich übrigens auch noch, Funk firm Vector III (1150 €) mit modifiziertem Rega-Arm (1500) und Super OM 40 MM (nur 300) und Pure Sound ECC 83, 82 Triodenvorstufe (700). Auch ne Klasse Kombi, aber noch nicht mit Vitalizer gecheckt, zu wenig Zeit. Zu Deinem Equipement kann ich gar nichts sagen, schätze aber, das das schon ne ganz brauchbare Liga sein wird. Nach so´n paar Tüten wird den Leuten wohl die Hirnschale etwas woanders hingerückt.?

Den Vitalizer hab ich immer noch, nach 3 x Hin und Her, Retoure oder doch nicht?, hab ich mich entschieden ihn doch zu behalten trotz immerhin 700 Euronen. Die Vorteile wiegen den einzigen von mir gehörten Nachteil auf (musikalischer, dynamischer Ausdruck bei anspruchsvolleren Sachen), aber auch nur speziell mit meinem Creek als Endstufe mit Ls-Regelung. Die Variante ist fast schon puristisch und wird auch weiterhin so genutzt werden ausser bei speziellen müden, schlechten Aufnahmen. Und warum dieser Nachteil bei der Variante mit Vorstufe nicht auftritt, eher sogar das Gegenteil, ist mir auch völlig unklar. Aber ich hab´s auch noch nicht intensiv über einen längeren Zeitraum gehört, da fehlt mir noch die Sicherheit zur endgültigen Beurteilung.

Ein für mich ganz wichtiger Grund, ihn zu behalten, steht seit gestern in meiner Bude, ein Yammi PSR-E 433 Keyboard für 299 €. Null Problem, das Teil über Stereoanlage und KH Sennheiser HD 600 und 800 + Vitalizer laufen zu lassen. Geil, Geil, Geil. Der Sound vom Key ist nicht wirklich schlecht, voll OK, fehlt ohne Zusatzpower der Dampf (rauscht dann allerdings; vermutlich Netzteil?- hat da jemand nen Tip?), aber die Instrumente z.B. Saxophon, Konzertgitarre usw. und sofort klingen alles andere als wie natürlich, nur ansatzweise erkennbar.

Das kriegt der Vitalizer zwar auch nicht komplett hin, aber es klingt auf jeden Fall besser. Und vor allem die Manipulation der Bässe und Höhen macht nicht nur Spass, sondern gerade mit Kopfhörer fast schon zwingend erforderlich bei höheren Lautstärken.

Ich hab euren letzten Austausch gelesen und könnte mir zumindest vorstellen, das bei den vielleicht 5 - 7 ? stark unterschiedlich klingenden Aufnahmeverfahren ? brauchbare Abstimmungen mit ein bißchen Training keinen allzu grossen Aufwand erfordert.Und für unterschiedliche Hörbedingungen soll der Vitalizer ja gerade gegenüber herkömmlichen EQs grosse zeitliche Vorteile mit sich bringen. Das war ja ein Hauptaugenmerk bei der Entwicklung des Geräts.

Ich kenn den Aphex Exiter (für 299 € ?) nicht, aber habe bei der Tel.-Bestellung mit Peter Brennfleck von Thomann auch angefragt, er meinte der Aphex könnte dem Vitalizer in keinster Weise das Wasser reichen, der Vitalizer wäre ne ganz andere Liga. Ob dies auch tatsächlich so ist, kann ich nicht beurteilen, nur als Info.

Allerdings ist er ein HiFi Purist, irgendwas von Trioden 1-Takt Monoblöcke à 5 Watt von General Electric und selbstgebaute LS 100 Db, er meinte, da würde er den Vitalizer oder andere Psychoakustik-Effekt Geräte sowieso nicht einsetzen, wäre auch überflüssig und nicht vorteilhaft. Schätze, das für PA das Niveau des Equipements mit darüber entscheidet, mit welchem Klangeffekt-Gerät man besser bedient ist.?

Gruss Günni


[Beitrag von günni777 am 04. Aug 2013, 11:09 bearbeitet]
Benares
Inventar
#25 erstellt: 19. Aug 2013, 12:53
Hi Günni,

sorry für die verspätete Rückmeldung. Ich kam erst gestern von einem zweiwöchigen Sommerurlaub zurück und bin jetzt erstmal dabei, den Urlaubsrückstand auf der Arbeit aufzuholen.

Nur eine kurze Anmerkung: Ich bin schon seit Jahren nur noch hobbymässig und just for fun am Auflegen, meine aktive Zeit mit Bookings und Auftritten liegt schon ein paar Jahre zurück. Deshalb wären unterschiedliche raumakkustische Bedingungen für mich kein Entscheidungskriterium für den Vitalizer, er soll nur den Klang in meinem eigenen Raum optimieren. Das Angleichen unterschiedlicher Aufnahmequalitäten wäre dabei wie schon gesagt ein mögliches Einsatzgebiet.

Dass der Aphex kein echter Konkurrent für den Vitalizer ist, habe ich auch schon gehört. Alles andere wäre bei dem Preisunterschied auch nicht vertretbar.

Ansonsten bin ich immer an neuen Eindrücken vom SPL interessiert und freue mich, hier darüber zu hören. Dir weiterhin noch viel Spaß mit dem Schätzchen!

Gruß

Marco
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