Cyrus Phono Signature mit Störspektrum

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"physman"
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Jun 2019, 22:01
Hallo Leute.
Meine neue Phonovorstufe sollte einen Schritt nach vorn machen. Nur leider musste ich feststellen, dass die Cyrus Phono
zwar einen Hauch weniger rauscht als meine Sony Vorstufe, dafür vor allem bei angeschlossenenm Tonabnehmer ein leises Störspektrum einfängt.
Ich habe schon einen Kabeltausch versucht. Erfolglos. Schraube ich Headshell samt TA ab ist Ruhe.
Den Spaß habe ich bei zwei Plattenspielern erprobt, die zudem nicht einmal unter Strom standen.

Ich habe mal die Spektren von Cyrus Phono und der Sony Vorstufe beigefügt.
Jeweils einmal mit offenem Input und einmal mit angeschlossenem Plattenspieler.
Es lässt sich sehr gut erkennen, dass die Sony im Vergleich deutlich störarmer ist.
Der dB Scala links muss man keine absolute Beachtung schenken.
Da es nur um das Spektrum geht habe ich die Vorstufen nicht einheitlich ausgepegelt.
Für den Test war der SL 1200 G mit AT ART9 im Einsatz. Sah aber beim TD2001 mit Benz ACE L auch nicht anders aus.
Störende Geräte sind nicht im Umfeld, jedoch scheint das Störspektrum aus dem Netz zu kommen.
Wenn ich mich mit dem offenen Ende des Chinchkabels vom Cyrus den Netzleitungen nähere, steigt das Störspektrum an.
Hat jemand noch eine gute Idee wie ich den Lattenzaun aus dem Cyrus Phono herausbekomme?
Gruß. Jörg

Cyrus Phono Vergleich

Sony TA E 90 Vergleich


[Beitrag von "physman" am 25. Jun 2019, 22:02 bearbeitet]
burki111
Inventar
#2 erstellt: 26. Jun 2019, 08:14
Mir fällt da nur das externe Netzteil PSX-R2 ein (vorallem wenn ich die Bilder vom Innern des Signature sehe).
"physman"
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Jun 2019, 20:50
Hallo Burki111. Ja, ein Versuch mit dem PSX-R wäre nicht verkehrt. Leider habe ich keine Leihmöglichkeit.
Andererseits sagt mir mein Bauchgefühl, dass das nicht zielführend würde. Es scheint, dass der Cyrus das Störsignal über den nichtgeschirmten Bereich des Anschlusssettings bezieht (Headshellkabel/TA).
Ich möchte dem erfahrenen Hersteller auch nicht unbedingt unterstellen, dass er nicht fähig ist Stromversorgung, Steuerung und Signalverarbeitung störarm in einem Gehäuse zu integrieren. Immerhin wir in allen Tests dem Phono Signature ein sehr guter Störabstand bescheinigt. Und, nicht alle Tests waren mit dem PSX R2.
Warum nun die Sony, die übrigens auch alles in einem Gehäuse hat, so viel störarmer als die Cyrus ist weiß ich auch nicht.
Ich habe noch keine Schaltungsunterlagen zur Phono Signature gefunden.

Gruß. Jörg
burki111
Inventar
#4 erstellt: 26. Jun 2019, 21:49
Nun, wenn das externe NT nicht testbar ist (könnte mir schon vorstellen, dass sich hier bzgl. Störimpulsen etwas tut), so würde ich mich zunächst mit Holger (hier primär in Plattenspielerbereich tätig) kurzschließen, da er vor ein paar Tagen den Cyrus gekauft und sicher alle vier Eingänge belegt hat.
Ansonsten zurück mit dem Teil.
Der Cyrus war auch in meiner engeren Auswahl, doch da ich nur zwei Systeme anschließen möchte, habe ich mich für den Goldnote PH-10 entschieden, der (bei mir) keinerlei Störungen zeigt, wie such schon all die Vorgänger...
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#5 erstellt: 26. Jun 2019, 22:12
Hallo

mit welchem Verstärkungsfaktor wurde denn gemessen?

Die Cyrus ist nicht gerade bekannt irgentwelche Störungen zu verursachen und wird von vielen benutzt. Klanglich wunderbar. Ich vermute wirklich, daß es von den Plattenspieler selbst eingestreut wird. Gerade im Bereich der Headshell-Pins wird schnell was eingefangen. Würde die Kontake mal leicht anschleifen .

Als PSU kann man auch den Vorgänger PSX-R verwenden was ab 250,- erhältlich ist

lg Carsten


[Beitrag von Fan_großer_Schwingspulen am 26. Jun 2019, 22:19 bearbeitet]
"physman"
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 27. Jun 2019, 06:33
Hallo Carsten und vielen Dank. Die Kontakte würde ich jetzt nicht anschleifen wollen, TA und Plattenspieler sind neu. Alle Kontaktflächen glänzend vergoldet.Da sehe icht nichts Korrosieves zum wegschleifen. Dem gegenüber steht weiterhin die Störfreihet des Sony im selben Setup, das gleiche Resultat bei einem anderen Plattenspieler und die Emissionsfreiheit.der stromlosen Plattenspieler.
Zum Verstärkungsfaktor. Die obigen Spektren sind mit 60dB am Cyrus aufgenommen. Das passt so zum Pegelmesser des Cyrus und den Spezifikationen ds AT ART-9.
Würde ich den Pegel von Rauschen und Störungen relativ mit der Sony vergleichen wollen, müsste ich am Cyrus 50 dB einstellen. Dann wäre die Abhöhrlautstärke in etwa identisch mir der Sony Vorstufe.
Allerdings habe ich das überprüft und außer dem 10 dB geringerem Signal/Rausch/Störpegel ändert sich leider nichts am Störspektrum.
Aufgefallen ist mir das, weil ich das Rauschen der beiden Geräte akustisch vergleichen wollte. Also am Cyrus 50 dB eingestellt und mit der Sony im Wechsel bei aufgedrehter Lautstärke gegengehört.
Dabei schien die Cyrus einen Tick weniger zu Rauschen jedoch leider mit dem eingelagerten Störspektrum.
Ab da begann die Suche nach dem Übel.
Vor der PSX-R scheue ich mich noch ein bisschen. Die Phono Signature habe ich auch gebraucht gekauft. Wenn ich mir noch ein PSX danebenstelle welches im Zweifelsfall den Empfang des Störspektrum auch nicht beseitigt, habe ich dann zwei Geräte die wieder verkauft werden wollen( ggf. mit Verlust). Denn so gut die Cyrus auch sein mag, wenn sie sich in meinem Umfeld gegen die Sony nicht absetzen kann muss sie wieder gehen.
Bis zu diesem Extremfall, will ich aber versuchen das Übel in den Griff zu bekommen.

Viele Grüße. Jörg


[Beitrag von "physman" am 27. Jun 2019, 20:10 bearbeitet]
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#7 erstellt: 27. Jun 2019, 22:51
schon seltsam. Vielleicht mal das Erdungskabel direkt an eine Chichmasse des Verstärkers anklemmen und nicht an der Cyrus Erdung. Hatte so einen Effekt mit meinem ganz frisch intergiertem Übertrager. Ohne Ihn mußte meine Plattenspielererdung an die Phonostufe und mit Übertrager die Erdung an eine Chinchmasse des Vollverstärkers klemmen. Erst dann war es wieder so schön ruhig wie vorher.
Schon seltsam manchmal.

Das PSX R hilft hier nicht aber es klingt trotzdem ein wenig besser. Höre auch mit einem PSX R allerdings an einer Cyrus Vorstufe.
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#8 erstellt: 27. Jun 2019, 22:57
würde testweise auch mal am Plattenspieler die Netzphase tauschen. Vielleicht entsteht hier ein hoher Ausgleichstrom wegen dem Schaltnetzteil des 1200 G
MOS2000
Inventar
#9 erstellt: 28. Jun 2019, 00:44
Dass der Cyrus hinten noch einen zusätzlichen “Ground Lift“ Schalter hat hast Du gesehen und ausprobiert?
Der war bei meinem “off“ und die Betätigung desselben hat das gesamte Rauschspektrum nochmal deutlich runtergestuft.
Mein Cyrus Signature ist die mit Abstand “ruhigste“ Phonostufe die ich bisher besessen habe. Aber eben auch erst nachdem ich diesen Switch betätigt hatte...

Liebe und Grüße
MOS2000
"physman"
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 28. Jun 2019, 17:48
Hallo ihr beiden. Sowohl Cyrus als auch Plattenspielerphase hatte ich unabhängig voneinander schon erfolglos getauscht.
Dabei ist zu beachten das ich den SL1200G auch ohne Netzkabel getestet habe und der getestete Thorens TD2001 sowohl mit linearem als auch ohne Netzteil zu Testzwecken herhalten musste. immer ein identisches Bild.

Den Lift/Ground Schalter muss ich auif "LIFT" stehen lassen. In Stellung " GND " empfängt der Cyrus ein noch viel unruhigeres Spektrum.

Den Versuch das Massekabel mit der Chichmasse zu verbinden teste ich demnächst mal aus. Bin gerade am Umsortieren.

Ich habe mal einen Spektrumplot hochgeladen, bei dem die dB Skalierung an die Realität angepasst ist.
0 dB auf diesem Plot entspicht einem 300 Hz (67µm Horizontalschrift) Sinus der am CYRUS 0 dB auf dem Levelmeter erzeugt (GAIN 60 dB)
Das Levelmeter meiner Messeinrichtung zeigt -77 dB RMS bzw -66dB Peak für das Grundgeräusch an, bezogen auf 0 dB@300 Hz.
VG. Jörg

Cyrus RMS -77dB_Peak -66dB Noise 60 dB Gain_Bezug  0dB  DHFI 60 um horizont UFX 25db MicAmp


[Beitrag von "physman" am 28. Jun 2019, 17:58 bearbeitet]
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#11 erstellt: 28. Jun 2019, 21:25
Hallo

Hört man das Störgeräusch wirklich so laut heraus das es nervt? Gerade die 60db Verstärkung sind ja auch noch relativ leise. Kommen beim Art 9 am Ende gerade mal 500mV heraus.

Glaube dir schon deine Meßwerte aber bedenke, daß die 90er Jahre Geräte wie Sony usw eigentlich mehr auf gute Meßwerte hin entwickelt worden aber klanglich schnell mal müde klingen. Sie Cyrus ist schon ein edles Gerät.
Wenn du mal zu mit kommen magst, könnten wir das PSX R testen. Vielleicht kommt damit wirklich noch die Ruhe rein und Cyrus schreibt ja darüber das es Gleichstrom in Accu-Qualität ist.

Oder dein Gerät hat doch eine Macke
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#12 erstellt: 28. Jun 2019, 21:28
eigentlich ist der Störabstand immer noch bei ca Minus 80db und dies sogar bei Phono MC
"physman"
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 28. Jun 2019, 22:51
So, ich habe mal den Test gemacht und die Plattenspielermasse mit der Chinchmasse verbunden. Bleibt leider alles wie es ist.

Bei normaler Abhörlautstärke hört man die Störungen nicht. Aufgefallen sind diese halt beim Quercheck mit der Sony, wo mit erhöhtem Pegel abgehört wurde. Das ist aber soweit ich weiß das probate Mittel um das Rauschen,. als ein Qualitätskriterium von PhonoPreamps, zu vergleichen. Da wo die Sony halt nur rauscht gibts in der Cyrus ein leises aber auffallendes Störgeräusch zum Rauschen dazu. Nur um der Sache auf den Grund zu gehen habe ich die Messtechnik bemüht.
Wenn man sich das Schaltungsdesign und die Bauelementeauswahl der Sony-Vorstufe anschaut, erkennt man übrigens sehr schnell, dass das keine der üblichen, trivialen Alibiphonozugaben vieler Vollverstärker ist. Was mir dort alledings fehlt, ist die Anpassbarkeit der Phonoeingänge. Allerdings hat sich Sony vorbildlich an den Goldstandard für MC und MM gehalten.

An einer Erprobung mit dem PSX-R bin ich grundsätzlich interessiert. Da müsste ich mal per PM erfahren in welche Region du zu hause bist.

Gute Nacht. Jörg
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#14 erstellt: 28. Jun 2019, 23:03
Jörg, ich komme Leipzig

Gibt auch im Analogforum gerade ein PSX R2 allerdings kosten diese noch deutlich über 600,-. Und vom Aufwand her war das PSX R doch keinen Deut schlechter.

lg Carsten
MOS2000
Inventar
#15 erstellt: 29. Jun 2019, 02:49
Das externe Netzteil bringt schon noch einen kleinen Vorteil was den Abstand zum Flockati angeht.
Schwierig wird es mit der "Hörbarkeit" dieser Änderungen.

Anbei mal ein Gif - was sieht man da? (in Vollansicht darstellen - die Preview beschneidet das Gif irgendwie...)
Die letzten knapp 1'30'' eines sehr(!) ruhigen Tracks - 2 mal aufgenommen in 96/24. Direkt hintereinander, identische Aussteuerung, zwischen den beiden Sessions nur das PSX R "eingebaut", sonst nix - Aufnahme ist unkorrigiert was das Rauschen/Subsonic angeht, nur die Knackser wurden rausgeworfen.
Die ersten 2 Sekunden des Bildes sind die Aufnahme -ohne- PSX R - die nächsten 2 Sekunden -mit- PSX R (...das alte Modell, steht bei mir genau auch zu Testzwecken gerade rum; konnte ich glücklicherweise von einem guten Freund auf unbestimmte Zeit leihen...)

Aufnahme mit und ohne Cyrus PSX R

Bei der Darstellung des Spektrums in dem Kostenlosen Viewer "Spek" erkennt man jetzt vermeintlich (deutlich) weniger Rauschen bei der Aufnahme -mit- PSX R. Die Darstellung dieses "mehr" oder "weniger" ist aber sehr stark abhängig davon wie der Spektrum Viewer seine Energieverteilungen darstellt. Man kann in besseren Tools meist die Auflösung der Darstellung recht weit anpassen, sodass man vermeintlich immer noch "was sehen kann".
"Spek" ist insofern (für mich) ein guter Referenz-Punkt, als dass ich da immer die Anzeige mit standardisierten Werten präsentiert bekomme.

Ich musste die Aufnahme selbst ungefähr 20 bis 30 mal hören, bevor ich tatsächlich einen Punkt gefunden habe, an dem ich in einem Blindtest die beiden Takes auseinanderhalten kann - und das funktioniert nur bei Musik die sehr, sehr, sehr kleine Details in leisen Passagen enthält. Von den "aufgehenden Sonnen", "weggezogenen Vorhängen" und "einem nicht wiedererkennbaren" Cyrus Signature Phono ist man da weit weg. Der Gewinn (an Rauschabstandsverbesserung) ist marginal - aber eben bei hoher Konzentration irgendwann feststellbar. Wollte ich meine eigenen Hörerfahrungen nochmals nachvollziehen, dann müsste ich mich wieder bestimmt 15 bis 30 Minuten auf die Takes einhören. Mal so eben aus der Hüfte geht das quasi nicht. Die Aufnahme Session ist schon gute 3 Monate her...bei moderner Pop-Musik die sowieso ständig auf einem Klangteppich rumeiert halte ich eine Unterscheidung im Blindtest für fast unmöglich. Ein zusätzlicher Effekt - wenn die Platte nicht gut gepresst ist, das Vinyl zum Beispiel etwas höhere Laufgeräusche hat - dann kann man diese eben durch das "saubere" Signal bei wenig Pegel noch klarer wahrnehmen - das externe Netzteil zeigt dann die Schwächen der physischen Vinyl-Reproduktion noch deutlicher.

Ich ringe mit mir, ob mir der Zugewinn den Preis wert ist - ein gebrauchtes PSX R für 200 - 300 EUR - vielleicht ja, ein neues PSX R2 für 600++ auf keinen Fall.

Ebenfalls gewonnene Erkenntnis aus meinem Test : Wenn man beide optisch schön zusammenstellt, dann streut das Netzteil des PSX R in die Vorstufe...es beginnt zu brummen (sehr leise!). Auseinanderschieben ist angesagt, was leider wegen des sehr kurzen Verbindungskabels nicht so weit geht wie ich es gerne hätte (15 cm mehr wären toll...). Alles in allem glaube ich nicht dass Du Deine Störimpulse alleine durch das externe Netzteil weg bekommst. Das scheint irgendwelche anderen Ursachen zu haben...

Liebe und Grüße
MOS2000
.JC.
Inventar
#16 erstellt: 29. Jun 2019, 06:37
Moin,


"physman" (Beitrag #1) schrieb:
Störende Geräte sind nicht im Umfeld, jedoch scheint das Störspektrum aus dem Netz zu kommen.


vielleicht ein DLan ?
"physman"
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 29. Jun 2019, 10:01
Hallo Leute.

@MOS2000

Ebenfalls gewonnene Erkenntnis aus meinem Test : Wenn man beide optisch schön zusammenstellt, dann streut das Netzteil des PSX R in die Vorstufe...es beginnt zu brummen (sehr leise!).


Hm. Wenn ich das so höre, scheint die Phono Signature doch ein kleines Sensibelchen zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein linear-geregeltes Netzteil so einen Lattenzaun erzeugt. Optisch zumindest sieht sowohl das intergrierte Netzteil der Phono Signature als auch das PSX-R (2) nicht nach Schaltnetzteil aus.
Eventuell könntest du ja mal ein Spektrum welches mit meinem vergleichbar ist aufzeichen.
Die von mir verwendete Software "Audiotester" von U. Müller ist, glaube ich, als eingeschränkte Variante auch kostenlos nutzbar.
Alternativ gibt es weitere kostenlose Programme z.B. AudioAnalyzer von softsolutions/sedutec für das Spektrum.
Wichtig ist dabei, dass die max. FFT Blockgröße wenigstens eine Auflösung von mind. 1-1,5 Hz gestattet.
Für einen Vergleichbaren Test einfach ggf. einen Screenshoot des FFT machen.
Den Plattenspieler dabei ausgeschaltet lassen um eventuelle Störungen seinerseits auszuschließen.
Eine externe, saubere Soundkarte ist selbstredend.

@Carsten
Vielen Dank für dein Angebot. Leipzig ist jetzt nicht ganz ausgeschlossen. Würde diese Variante aber nach hinten schieben.

@JC
Ich muss mal die Cyrus und den Rest des Messaufbaus in eine andere Häuslichkeit schleppen. Im Mehrfamilienhaus macht ein einfacher Zimmerwechsel auch keinen Sinn . Eventuell klappt das noch am WE.

Vielen Dank und Grüße Jörg


[Beitrag von "physman" am 29. Jun 2019, 10:03 bearbeitet]
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#18 erstellt: 29. Jun 2019, 11:28
Moinsen

ein PSX R2 kostet neu sogar heftige 1000,- Euro und dagegen sind die ca 250,- für ein gebrauchtes PSX R doch ein Schnäppchen. Die silbernen kosten etwas mehr weil seltener. Neu waren sie damals mit 600,- Euro aber günstiger wie die 700,- teuren schwarzen PSX R. Man sollte aber das Neuere PSX R mit dem Kunstoffboden wählen. Schon wegen dem Alter. 10 -15 Jahre sollten kein Problem sein .

Und gerade bei Phono wie hier bis zu 72db Verstärkung, ca 3000 fache Verstärkung oder mehr, würde ich nur mit dem besten Gleichstrom hören wollen. Mit MC hört man das eher heraus wie bei einem leisen MM. Keine Verstärkerart muss mehr leisten !!!,

Nebenbei gesagt mag ich mein AT33PTG2 jetzt doch mit einem Übertrager noch lieber hören. Das Rauschen beim reinen MC Betrieb mit über 66db Verstärkungsfaktor war doch deutlich wahrnehmbar und ist jetzt mit Übertrager praktisch verschwunden. Auch klingt alles kräftiger und Details kommen noch besser zur Geltung. Als wenn man 1 -2 Meter näher an den LS sitzt.
Ob das beim Art 9 auch so ist, müsste man natürlich noch testen.
Das PTG2 ist ja auch ein wenig leiser und da macht der Übertrager doch eher Sinn.

schönes Wochenende
Carsten
"physman"
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 30. Jun 2019, 11:24
Hallo Leute. Ich habe noch einmal den direkten Vergleich zwischen der Sony und der Cyrus gemacht.
Die Eingangsempfindlichkeit meines Audiointerface so angepasst, dass beide Vorstufen bei 300Hz einen identischen Pegel von -1dB daran erzeugen.
Beide Vorstufen wurden in ihrer brummärmsten Konfiguration betrieben.
Danach das Spektrum des Noise Floor aufgezeichnet und die zugehörigen Werte am Levelmeter abgelesen die sich jeweils aus dem -1 dB Bezug ergeben.

Sony TA E 90 vs Cyrus Phono Signature Noise floor conparison

Die betonten ungeradzahligen Oberwellen im Cyrus scheinen nach meinen www Recherchen typisch für das Spektrum einer verklirrten Netzspannung zu sein.

Das wird im Cyrus Phono anscheinend entweder nicht gut im Netzteil gefiltert oder anderweidig empfangen. Letztlich ist ja auch die Grundwelle etwas stärker vorhanden.
Die Sony zeigt jedenfalls, dass das auch anders gehen kann, selbst wenn die Netzspannung etwas verklirrt ist

Was das PSX-R (2) angeht liest man allerdings auch öfter mal, dass es bei dessen Verwendung gern mal brummt.
Gruß. Jörg
Albus
Inventar
#20 erstellt: 30. Jun 2019, 11:55
Tag,

hier einmal zum Vergleich, der PLUTO mit ähnlicher Problematik: https://www.audiosci...-phono-preamps.3457/

Freundlich
Albus
DB
Inventar
#21 erstellt: 30. Jun 2019, 12:20
Das kann (!) auch ein Designfehler in der Masseführung im Gerät sein.
"physman"
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 30. Jun 2019, 13:36
@Albus

Ja, mal im 60 Hz Umfeld. Schönes Beispiel.
Wenngleich der Pluto eher die geradzahligen Oberwellen zu betonen scheint - grob geschätzt. Kann vom Design der Gleichrichtung kommen.

Der ART Pre II zeigt vom Obertonspektrum wieder die ungeradzahligen der 60Hz Fundamentalwelle.
Das könnte das leidige Stromnetzproblem sein.

Wenn das Netz das Problem ist, müsste man eher mit einem Powerkonditionierer statt dem PSX-R experimentieren.
Sowas hat in meinem Umfeld allerdings auch keiner zum proben.

@DB

Das ist auch gut möglich. Allerdings wäre das keine gute Arbeit bei CYRUS.
Irgendwie habe ich mir ja das Teil gekauft, weil in Tests andere Geräte die mich interessierten durch Störgeräusche aufgefallen sind und beim CYRUS Phono angeblich Stille sei, wo andere Säuseln.
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#23 erstellt: 30. Jun 2019, 18:52
oder vielleicht mal eine anständige Siebdrossel ins Netzteil einfügen so wie es früher Standard war.
DB
Inventar
#24 erstellt: 30. Jun 2019, 20:20
Hallo,


Fan_großer_Schwingspulen (Beitrag #23) schrieb:
oder vielleicht mal eine anständige Siebdrossel ins Netzteil einfügen so wie es früher Standard war.

So sieht das Gerät von innen aus. Da läßt sich nicht mal eben eine Siebdrossel reinbauen, aufgrund der beiden Spannungsregler ist das auch unnötig.

@TE: der Cyrus ist SK1. Welche Schutzklasse haben Dein Verstärker bzw. der Sony-Vorverstärker?


MfG
DB
"physman"
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 30. Jun 2019, 22:56
Die Sony Kombi hat keinen Schutzleiter - soviel kann ich sagen.
Die Sony spielt übrigens, mit geringem Unterschied, am ruhigsten wenn man das Plattenspielermassekabel weglässt.
Bei der Cyrus macht das keinen merklichen Unterschied.
Ich habe mir mal den Spaß gemacht. die Stärke des Brummens akustisch zu beschreiben. Ist natürlich recht subjektiv.
Also, gegenüber etwas lauterer (Genuss-)Abhörlaurtstärke muss ich den Pegel ca 10dB anheben.
Ab da wird aus Lautsprecher oder Kopfhörer das Brummen, ohne sich die Ohren zu brechen, wahrnehmbar.
Wie gesagt - sehr subjektive Darstellung.

Gut`s Nächtle.


[Beitrag von "physman" am 01. Jul 2019, 06:22 bearbeitet]
monophonic
Stammgast
#26 erstellt: 03. Jul 2019, 13:49
Hallo,

hast Du schon die Phonoeingangsbuchsen deiner Cyrus mit eingesteckten Cinch - Kurzschlußsteckern beurteilt?

Wenn es dann immer noch brummt ist es ein Problem deiner Cyrus. Wenn nicht, liegt das Problem im Zuzsammenspiel mit dem Plattenspieler Tonarm/Headshell.

Gruß
monophonic


[Beitrag von monophonic am 03. Jul 2019, 13:50 bearbeitet]
"physman"
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 03. Jul 2019, 18:25
Hallo monophonic. Vielen Dank. Ja hab ich gemacht. Der besseren Übersicht wegen habe ich die beiden Kanäle zum Vergleich auseinander gelegt. Daher ohne dB Scala.
Rot ist kurzgeschlossen und Blau sind offene Chinchbuchsen.
ich habe das Gerät auch mal geöffnet und versucht die Kunststoffbodenplatte durch geerdete, doppellagige Alufolie zu ersetzen. Keinerlei Wirkung. Die meisten Geräte mit Einstrahungsproblematik reagieren uch sensiebel wenn man sich mit den Fingern den kritischen Strukturen nähert. Diesbezüglich ein Lob an Cyrus. Im Bereich der Kleinsignalverarbeitung konnte ich nichts finden, was auf meine "Annäherungsversuche" mit erhöhtem Störpegel reagiert hätte. Es scheint mir wirklich so, als ob in der Stromversorgung die Grundwelle nicht gut gefiltert ist. Wobei ich von einem Defekt nicht ausgehe, da letztlich der Brumm doch diskret genug ist und das Gerät sonst klanglich keine negativen Auffälligkeiten zeigt.
Deswegen habe ich immer gehofft, dass jemand anderes mal ein vergleichbares Spektrum von seinem Cyrus liefern könnte.

Gruß. Jörg

Cyrus blue Chinchcable open_red cable shorted
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#28 erstellt: 03. Jul 2019, 18:46
ich würde immer noch eine Siebdrossel einfügen. Sie unterstützt die Spannungsregler wirklich gut und erst damit ist die letzte Restwelligkeit beseitigt.
Ich denke Cyrus hat dies mit Absicht so abgestimmt damit das PSX R auch überhaupt noch etwas verbessern kann. Und das tut es bei den Quellgeräten immer. Nur an den Cyrus Endstufen macht es am Wenigsten aus.
monophonic
Stammgast
#29 erstellt: 03. Jul 2019, 19:04
Rot ist kurzgeschlossen?

Hätte ich umgekehrt erwartet.

Das rote Spektrum hat doch deutlich mehr Peaks, besonders zwischen 500 HZ bis 2 KHZ rauscht es deutlich mehr. Das erwarte ich so von einenem offenen Eingang.

Mal zum Gehörmäßigen. Wenn Du mit Kopfhörer abhörst. Auf MC stellen und Verstärkung volle Pulle. Eingänge am Cyrus mit gebrückten Cinchsteckern verschließen.

Dann müsste die kurzgeschlossene Version deutlich weniger rauschen und brummen darf da nichts.

So teste ich meine Phonos in der Endabnahme als untrügliche Nagelprobe. Da brummt absolut garnichts.



Beim abhören mit Kopfhörer plus angeschlossenenm Tonarm muß der Arm natürlich auf der Armauflage liegen. Der Plattendreher darf nicht laufen. Dann hat man natürlichein Stück mehr Rauschen aber das tun offene Tonabnehmer nun mal.

Gruß
monophonic
"physman"
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 03. Jul 2019, 20:10
@monophonic

Ja, mehrmals so durchgetestet. Ich habe am Anfang des Themas die Spektren mit dB Scala in Relation zum Nutzsignalpegel.
Dort allerdings nicht mit Kurzschlussstecker sondern mit dem TA. Sieht aber erwrtungsgemäß nicht viel anders aus.
Das ART 9 hat ja auch nur 12 Ohm Gleichstromwiderstand.
Ich hatte den Eingang auch mal mit 50Ohm terminiert. Auch kein grundsätzlicher Unterschied zum Kurzschluss oder TA.
Wie schon beschrieben, tritt akustisch das Brummen im Rauschen bei ca 10dB über guter Abhörlautstärke langsam hervor. Sowohl über Kopfhörer als auch Lautsprecher. Bei voller Pulle (2 X 200 Watt Endstufe) im Raum gut wahrnehmbar..
Besonders in Relation zur Sony Vorstufe die halt nur rauscht - ohne Brumm.

@Fan_großer_Schwingspulen

Ich denke, wenn sich keine andere Lösung findet und ein PSX-R das nicht nachweislich beseitigen könnte, verkaufe ich die Cyrus wieder.
Das sollte natürlich unverbastelt sein -im originalen, neuwertigen Zustand. Wenn jemand ein saubereres Netz hat bliebe ja fast nur noch die Grundwelle. Zieht man den Pegel der Oberwellen ab, dürfte man zufrieden sein.


[Beitrag von "physman" am 03. Jul 2019, 20:35 bearbeitet]
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#31 erstellt: 03. Jul 2019, 20:45
kannst du das Gerät nicht reklamieren?
"physman"
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 03. Jul 2019, 20:52
Leider nein. Englandgerät, gebraucht gekauft.
monophonic
Stammgast
#33 erstellt: 03. Jul 2019, 21:06
Da bleibt letztlich nur eins.

Verkaufen und sich was anständiges kaufen.Eine Phonostufe, die man in Ruhe in der eigenen Kette ausprobieren kann um dann die Sicherheit der richtigen Entscheidung zu haben.

Gruß
monophonic
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