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desmobertl
Neuling


   erstellt: 24. Dez 2003, 15:17
Hallo zusammen,
ich bin neu im Forum und komme auch gleich mit einem Problem:
Ich besitze einen älteren ONKYO Tuner der Integra Serie T 4650. Seit einiger Zeit kann der Tuner die eingestellten Sender nicht mehr länger abspeichern. Nach dem Einschalten ist der Senderspeicher leer. Man kann dann einen Sender manuell einstellen, der auch weiterhin gespeichert bleibt und in der Anzeige erscheint. Alle weiteren Sender, die man abspeichert, sind nach dem Ausschalten wieder gelöscht. Ich habe das Gerät einmal geöffnet und nach einer Batterie oder Ähnlichem gesucht, aber eine solche nicht gefunden. Angeblich ist dieses Problem ein altes ONKYO Problem. Vielleicht gibt es hier Jemanden, der sich damit auskennt und Tipps geben kann.
Ich wäre für jeden Tipp dankbar
und wünsche Euch ein Frohes Fest.
Gruß
desmobertl
Oliver
Hat sich gelöscht
   erstellt: 25. Dez 2003, 10:34
Hallo,
ich habe den gleichen Tuner mit dem gleichen Problem.
Als Ursache denke ich mal, das als Senderspeicher-Stromquelle sogenannte Goldcap verbaut sind. Evtl. sind diese etwas veraltet. Frage mich aber bitte nicht wo diese auf der Leiterplatte sind.
above2m
Neuling
   erstellt: 02. Jan 2004, 05:44
Goldcaps sind im Grunde Elektrolyt Kondensatoren, jedoch mit einer deutlich höheren Kapazität. So ca 1 Farad. Also ihr könnt ja nach einem Kondensator suchen der solch eine Kapazität aufweist, meist haben Goldcaps auch eine goldene Schrift/Lackierung und sind Flach und dafür breit. Viel Spass beim suchen

________
Klug ist, wer nichts sagt, obwohl er nichts weiss.
Sir_Dandy
Schaut ab und zu mal vorbei
   erstellt: 05. Mai 2004, 15:55
Die Anleitung sagt zwar, daß zum Erhalt des Speicherinhalts der Tuner mehrmals im Monat eingeschaltet werden muß (soll also nur 1-2 Wochen halten; 3 stromlose Wochen hat meiner (T-4670) bisher ohne Ausfall überstanden). Die Daten werden in einem 2048bit-EEPROM (µPD6252C) gespeichert, der auch ohne Stromversorgung seine Daten behalten sollte; es gibt keine Stützbatterie.

Es gibt zwar einen (Super-)Elko hoher Kapazität (im T-4670: C707: 0,1F) nahe bei dem EEPROM, allerdings so über eine Diode verbunden, daß mir eine Versorgung davon unwahrscheinlich erscheint.

Gold-Caps bzw. kleine Elkos noch größerer Kapazität gabs vor ca. 15 Jahren wohl noch nicht. (Erste Tests des T-4670 in Fachzeitschriften wurden im Sept '89 gefahren)

MfG Sir_Dandy
thommy68
Neuling
   erstellt: 29. Apr 2005, 05:54
Hi,

der Goldcap sitzt beim 4670 unter dem Vakuum- Fluoreszenzdisplay, also auf dem Bedienteil. Ich schätze beim 4650 ist das genauso. Um ihn zu wechseln muß man das Display ablöten. Ein größerer Cap lässt sich dort nicht einbauen.
Abhilfe: größeren Cap von hinten her einbauen und mit Drähten verbinden an die Anschlußpunkte des alten. Der Alte muß auf jeden fall raus, weil sein Leckstrom auch den neuen Gold Cap schnell leersaugen würde.
Tip: Nach den Lötarbeiten die Ansachlußpunkte am Gold Cap und auf der Platine sauber mit Isopropanol reinigen und am besten zusätzlich mit Plastikspray gegen Feuchtigkeit schützen. So gibts keine Leckströme wenn sich die Luftfeuchtigkeit mit dem Flussmittel verbindet
stedenon
Schaut ab und zu mal vorbei
   erstellt: 11. Jan 2009, 20:42
man kann ich auch auslöten ohne das display zu entfernen.
das ganze geht aber nur mit "sanfter" gewalt.

mfg
oldiefan1
Stammgast
   erstellt: 14. Jan 2009, 01:59
Anleitung zum Austausch des Goldcaps gibt es detailliert im Onkyo Forum:

http://www.gardi.de/onkyo_forum.htm

Der T-4670 hat einen zusätzlichen Transistor zum Abschalten des Mikroprozessors, so dass der Goldcap lange funktionsfähig bleibt.

Beim T-4650 wurde von Onkyo dieser wichtige Transistor gespart. Man kann ihn natürlich nachrüsten und die Lebensdauer wesentlich erhöhen. Die Anweisung dazu findet Ihr hier:

(mehrfach hintereinander auf das Bild klicken, dann wird es Bildschirmgroß!

Gruß,
Reinhard

________
-Wer Ohren hat zu hören, der höre!-

[Beitrag von oldiefan1 am 14. Jan 2009, 02:01 bearbeitet]

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