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Reckhorn Basserweiterung vs Behringer DEQ 2496

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Autor
Beitrag
Daiyama
Inventar
#1 erstellt: 30. Mrz 2007, 22:04
Hallo,
in inem anderen Thread ging meine Frage etwas unter, deshalb mache ich doch noch mal einen eigenen Thread auf.

Ich habe einen DEQ2496 nutze ihn aber eigentlich nur zum Bassmanagement, also Anhebung unter 60 Hz Absenkung unter 20 Hz. Mir gefällt irgendwie nie der Gedanke, dass das analoge Signal 2 mal gewandelt wird (ist evtl. reine Psychologie, weil versucht habe ich mal einen Unterschied zu hören und konnte nichst hören). Wie auch immer, ich habe ihn auch nur über tape out eingeschleift, so dass ich auch noch einen völlig unbeeinflusssten Signalweg habe ohne umstöpseln zu müsssen. Lange Rede kurzer Sinn: Wäre für meine Anwendung eine Reckhorn Basserweiterung (Link) nicht besser und günstiger?
Das ich mit einem DEQ2496 noch viele andere tolle Dinge machen kann, weiß ich auch, nur interessieren die mich nicht sonderlich.

Danke

Gruss

Knut

P.S. Evtl. erspare ich mir unten stehende Suche


[Beitrag von Daiyama am 30. Mrz 2007, 22:07 bearbeitet]
detegg
Administrator
#2 erstellt: 30. Mrz 2007, 22:36
Moin Knut,

was Du mit einer Reckhorn B-1 machen - bzw. nicht machen kannst, steht hier!
Die Mühe des Lesens wird belohnt werden
Einen DEQ habe ich auch, wird wg. DCX aber selten benötigt.

Gruß
Detlef
richi44
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 31. Mrz 2007, 06:07
Wenn Du eine kleinere, geschlossene Box hast, so ergibt sich eine relativ hohe Grenzfrequenz. Unterhalb dieser fällt der Pegel mit 12dB / Oktave ab.
Mit einem entsprechenden EQ kannst Du nun den Pegel ab dem einstellbaren Punkt mit konstant 12dB/Okt. anheben Zusätzlich ist dann aber noch das Subsonic-Filter nötig.

Normale Klangregler haben eine Steilheit von 6dB/Okt. was also nicht ausreicht. Übliche EQ haben entweder eine Steilheit von 6dB an den Bereichsenden (parametrische EQ) oder sie haben eine "Glockenform". Das bedeutet, dass das Signal mit unterschiedlicher Stärke angehoben wird und nachher in spielegbildlicher Form wieder abgesenkt wird. Diese Form ist natürlich nicht brauchbar.
Und so ähnlich sieht auch die Form der Übertragungskurve des B-1 laut Internet (Bedienungsanleitung) aus. Du kannst damit eine einzelne Frequenz anheben aber niemals den ganzen Bassbereich, um den Abfall der Box auszugleichen.

Wenn Du eine Bassreflexbox hast, ist der Abfall 18dB pro Oktave und eine Korrektur ist sinnlos, weil unterhalb der Grenzfrequenz die Bassreflex-Geschichte nicht mehr funktioniert und Du den Lautsprecher mechanisch zerstören könntest.

Wenn also Bass-EQ, müsste es eine Eigenkonstruktion sein, weil es meines Wissens nichts vernünftiges fertig zu kaufen gibt.
detegg
Administrator
#4 erstellt: 31. Mrz 2007, 09:18
Moin Knut,

in Ergänzung zu richi - die einzig sinnvolle "Korrektur" einer sonst korrekt abgestimmten BR-Box ist ein steilflankiges Subsonicfilter.

Wird die elektrische Filterung bereits bei der Entwicklung der BR-Box mit einbezogen, ergeben sich bei geeigneten Chassis kleinere Gehäuse mit definiertem Schalldruckverlauf inkl. Subsonicfilter. (z.B. Feedforward-Entzerrung).

Geschlossene Gehäuse lassen sich auch nachträglich entzerren. Entweder durch spiegelbildlichen Ausgleich des 12dB-Abfalls unterhalb f3 (das ginge mit einem EQ wie dem DCX) oder durch gezielte Entzerrung des Systems Chassis/Gehäuse über die Systemgüte Qs (Bsp.: Linkwitz-Entzerrung) - das wiederum geht mit einem DEQ nicht.

Gruß
Detlef

PS: bei einem DEQ hast Du die Möglichkeit, Parameter gezielt einzustellen. Bei der B-1 ist das wie "Stochern im Nebel" - wir haben das nachgemessen (siehe Link oben)
Daiyama
Inventar
#5 erstellt: 31. Mrz 2007, 18:02
Hallo,
vielen Dank für den Link.
Uff, 27 Seiten voller Technikgerede
Nach dem Überfliegen ist mir nicht wirklich klar geworden, ob das Ding für meinen Anwendungsfall taugt.
Vielelicht kann es mir ja noch mal jemand per PM verklickern.

Danke

Gruss

Knut

P.S. Meine GS20 gehen halbwegs gescheit bis 28 hz runter (zumindestens nach meiner Messung), aber den Bereich von 28 bis 60 Hz würde ich gerne um ca. 6 dB anheben. Frequenzgang Messung (nicht so professionell wie eure ;)) kann ich online stellen, falls gewünscht.


[Beitrag von Daiyama am 31. Mrz 2007, 18:07 bearbeitet]
detegg
Administrator
#6 erstellt: 31. Mrz 2007, 18:15

Daiyama schrieb:
Frequenzgang Messung (nicht so professionell wie eure ;)) kann ich online stellen, falls gewünscht.

... machet, Atze!

Detlef
Daiyama
Inventar
#7 erstellt: 31. Mrz 2007, 18:47
Biddeschön:

Frequenzgang

Gemessen mit Testtönen und Pegelmessgerät. Anschliessend Messwerte (dBC) in dB umgerechnet.

Bitte nicht über meine Basserhöhung aufgrund von Raumakustik lästern; um die geht es hier nicht.

Thx

Gruss

Knut
detegg
Administrator
#8 erstellt: 31. Mrz 2007, 19:02

Daiyama schrieb:
...ist mir nicht wirklich klar geworden, ob das Ding für meinen Anwendungsfall taugt. :)

... Du wirst den gewünschten Bereich mit einer B-1 anheben können - allerdings solltest Du Dich bei den Reglerstellungen nicht nach den Angaben in der BA von Reckhorn richten!

Gemessen habe ich an 2 Exemplaren folgendes - vlt. gefällt Dir ja eine Kurve



Gruß
Detlef
richi44
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 01. Apr 2007, 07:08
Einfach mal generell: Wenn man eine Box mit einzelnen Sinustönen misst, bekommt man extreme Unregelmässigkeiten. Besser ist es, entweder mit rosa Rauschen zu messen und das Miksignal mit einem Terzbandfilter auszuwerten oder ein gewobbeltes Sinussignal zu verwenden, Wobbelbreite 1/3 Oktave.
Und generell sollte man niemals den Bass durch den ganzen Raum messen. Üblicherweise wird in einem Abstand von 1m bei Frequenzen über 200Hz gemessen. Unterhalb sollte man mit einem Abstand von 30cm messen (Pegel muss angepasst werden) um eben die Box und nicht den Raum auszumessen.

Wenn man Raummessungen durchführt, so kann man an den Überhöhungen und Einbrüchen nur ablesen,dass Handlungsbedarf besteht. Auf keinen Fall versuchen, die Sache mit einem EQ geradezubiegen. Das stimmt dann allenfalls für den einen Hörplatz bei der gleichen Anzahl Zuhörer wie im Test, aber es stimmt nur für den eingeschwungenen Zustand. Musikimpulse werde damit nur endgültig verfälscht.
Findet man Unregelmässigkeiten, muss man versuchen, die Raumdämpfung zu verändern und reflektierende Dinge wie Fenster oder Schrank- und Wandflächen zu entschärfen.
Daiyama
Inventar
#10 erstellt: 01. Apr 2007, 17:58
Hallo,

raumakustische Maßnahmen sind leider nicht möglich. Interessant fände ich es trotzdem zu erfahren wodurch es zu Einbrüchen im Bassbereich kommen kann? Ist aber hier eigentlich OT.
Und dass die "Messungen" semiprofessionell sind, sagte ich ja. Ich habe zwar ein ECM8000 aber mir fehlt ein Mik.-Verstärker, Software und die Geduld mich damit auseinander zusetzen; ich höre eigentlich lieber Musik als zu messen.

Nach den Frequenzgängen des Reckhorn würde ich eher beim DEQ bleiben, da man dort über einen weiteren Bereich anheben kann; oder dann doch ein Sub.

Gruss

Knut


[Beitrag von Daiyama am 01. Apr 2007, 22:09 bearbeitet]
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