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Wer kennt Canton CLE 600

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Beitrag
DeCan
Stammgast
#1 erstellt: 08. Feb 2010, 22:28
Hallo,

ich besitze seit knapp 2 Jahren ein Paar Canton CLE 600 und war damit sehr zufrieden. Heute habe ich jedoch durch Zufall bei dem HiFi-Laden meines Vertrauens ein Paar Yamaha NS555 günstig bekommen. Da ich hier nur positives gelesen habe, habe ich sie gekauft. Nun sind die Canton über. Kann mir jemand sagen, was man dafür bekommen kann? Ich meine, dass ich vor zwei Jahren an die 500 Euro für bezahlt habe. Ich konnte weder bei google noch unter abgelaufenen ebay-Verkäufen etwas finden. Es ist alles vorhanden, sprich OVP, Verpackungsmaterial, "Gebrauchsanweisung",...

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Besten Dank vorab
Riker09
Stammgast
#2 erstellt: 09. Feb 2010, 08:26
Erik030474
Inventar
#3 erstellt: 09. Feb 2010, 14:17
Autsch!

Bemerkungen

Exklusiv-Modell für diverse Handelsketten wie z.B. Conrad Elektronik
Hüb'
Inventar
#4 erstellt: 09. Feb 2010, 15:36
Hi,

max. 200 € / Paar wäre meine Vermutung. Vermutlich weniger (150 €?).

Grüße
Frank
Passat
Moderator
#5 erstellt: 11. Feb 2010, 20:44

Erik030474 schrieb:
Autsch!

Bemerkungen

Exklusiv-Modell für diverse Handelsketten wie z.B. Conrad Elektronik


Das muß nichts heißen.

Die CLE 600 basiert auf der LE 107, Canton hat da nur den 2. Tieftöner weggelassen.

Grüsse
Roman
Erik030474
Inventar
#6 erstellt: 11. Feb 2010, 20:48

Passat schrieb:

Erik030474 schrieb:
Autsch!

Bemerkungen

Exklusiv-Modell für diverse Handelsketten wie z.B. Conrad Elektronik


Das muß nichts heißen.

Die CLE 600 basiert auf der LE 107, Canton hat da nur den 2. Tieftöner weggelassen.

Grüsse
Roman


Muss nicht, kann aber. Ist nicht meine persönliche Erfahrung, aber ein Kumpel war mit im Boot:

Stereo
Heft 5 Mai 1998 Leitartikel

"Angeschmiert"

Leser Michael Sch. war schon ganz zappelig. Hatte er doch soeben in der zwölfseitigen Zeitungsbeilage eines großen Elektro-Handelshauses den Knüller des Jahres entdeckt. Die Dreiwege-HiFi-Standbox, in der Anzeige geschmückt mit einem bekannten Herstellernamen, sollte doch tatsächlich pro Stück nur 99 Mark kosten. Und das bei einer unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers von - Donnerwetter - deftigen 699 Mark. 600 Mark gespart, propagierte der Prospekt noch für alle, deren Taschenrechner-Batterien gerade schlappgemacht hatten. Also nichts wie hin und zugeschlagen, bevor das Super-Schnäppchen weg ist. Bereits an der Warenausgabe kamen Herrn Sch. erste Zweifel am Super-Deal. Lautsprecher der 700-Mark-Klasse hatte er eigentlich für schwerer gehalten. Der leise Zweifel steigerte sich zu Hause zur ernüchternden Gewissheit. Vom Karton befreit, entpuppten sich die früher angeblich teuren Standboxen als Brüllwürfel der Sondermüll-Klasse. Drei Billigst-Chassis im arg dünnen Spanplattengehäuse, verblendet mit popeliger Folie. Für 99 Mark war der Klang gerade noch hinnehmbar, für 199 Mark wäre er bereits inakzeptabel gewesen, und für die avisierten 699 Mark hätte man ihn mit viel Wohlwollen als katastrophal bezeichnen können. Hatte sich das renommierte Handelshaus bei der ehemaligen Preisempfehlung womöglich vertan? Ein Anruf beim Hersteller sollte Gewissheit verschaffen. Michael Sch. traute seinen Ohren nicht. Die nette Dame am Telefon der bekannten Boxenschmiede bestätigte die Preisempfehlung von 699 Mark pro Stück. Herr Sch. verstand die Welt nicht mehr. So richtig betrogen wurde er eigentlich nicht. Für 99 Mark kann man eben nicht mehr Lautsprecher erwarten. Doch belogen wurde er natürlich schon. Der angeblich reguläre Preis von 699 Mark ist völlig aus der Luft gegriffen. Seine Bestätigung durch den Hersteller war Teil eines abgekarteten Spiels. Und das funktioniert zum Beispiel so: Handelshaus X braucht mal wieder Futter für dem Schnäppchenwahn verfallene Kunden und ordert beispielsweise 3000 Boxen beim Markenhersteller Y. Einzige Bedingungen: Einkaufspreis 69 Mark und der Markenname auf dem Gehäuse. Der gut vermarktbare bekannte Name des Produzenten ist der einzige Grund für dessen Einbeziehung in den Deal. Ansonsten könnte der Anbieter die Boxen gleich selbst in China ordern und bekäme sie für 60 Mark frei Haus. Der Klang interessiert niemanden, das Produkt war auch niemals im normalen Programm des Herstellers. Spot-Business heißt das auf Neudeutsch. Weiterer entscheidender Bestandteil des Geschäfts ist die an den Haaren herbeigezogene exorbitante Preisempfehlung des Herstellers, die ihm vom Händler gleich in die Bestellung diktiert wird. Der angeblich reguläre Preis richtet sich nach der gerade aktuellen Fieberkurve des Schnäppchenwahns - 50 bis 60 Prozent Nachlass sind ja mittlerweile schon kalter Kaffee. Der einzige, der bei dem Deal noch gutes Geld verdient, ist der Verkäufer. Der Hersteller hat bestenfalls etwas Kleingeld in der Link zu Zitat John Ruskin Kasse, aber den unbezahlbaren Vorteil, in der Stückzahlen-Hitliste einen der vorderen Plätze zu belegen, was wiederum den Einkäufer des Handelshauses freundlich stimmt, wenn es um reguläre Serienware des Herstellers geht. Großanbieter kaufen halt nur bei Marktführern ein. Unterm Strich reiben sich alle Beteiligten die Hände. Angeschmiert sind nur der Kunde und der seriöse Fachhändler, der gute Ware zum angemessenen Preis anbietet, den ihm allerdings wegen der verlogenen Streichpreis-Politik der Großen niemand mehr glaubt. Also, Hände weg von vermeintlichen Superschnäppchen! Enttäuschungen sind vorprogrammiert.

Herzlichst Ihr
Heinz Schmitt
CHEFREDAKTEUR
Passat
Moderator
#7 erstellt: 11. Feb 2010, 20:55
Stimmt, so etwas gibt es.
Das habe ich bei Canton aber noch nie erlebt.

Grüsse
Roman
Erik030474
Inventar
#8 erstellt: 11. Feb 2010, 21:02

Passat schrieb:
Stimmt, so etwas gibt es.
Das habe ich bei Canton aber noch nie erlebt.

Grüsse
Roman


Ich wollte auch nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen, nur einen Hinweis geben. Auch mit dem Weglassen eines Chassis ist das so eine Sache, weiß man, ob die Frequenzweiche entsprechend angepasst wurde?
Passat
Moderator
#9 erstellt: 11. Feb 2010, 21:38

Erik030474 schrieb:

Passat schrieb:
Stimmt, so etwas gibt es.
Das habe ich bei Canton aber noch nie erlebt.

Grüsse
Roman


Ich wollte auch nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen, nur einen Hinweis geben. Auch mit dem Weglassen eines Chassis ist das so eine Sache, weiß man, ob die Frequenzweiche entsprechend angepasst wurde?


Das muß sie in diesem Fall, denn die CLE 600 ist eine 2-Wege-Konstruktion, die LE 107 dagegen eine 2 1/2-Wege Konstruktion.

Grüsse
Roman
Erik030474
Inventar
#10 erstellt: 11. Feb 2010, 21:50
Dann erscheint es mir aber seltsam, dass durch das Weglassen eines Chassis und Überarbeitung der FW für eine Sonderserie die UVP von 690 € auf 200 € gesenkt werden konnte.
CarstenO
Inventar
#11 erstellt: 12. Feb 2010, 09:19

Passat schrieb:
Stimmt, so etwas gibt es.
Das habe ich bei Canton aber noch nie erlebt.


Hallo zusammen,

die CLE 600 (steht das "C" wohl für Conrad? ) wurde ebenso wie LE 50, LE 100 (um einen TT reduzierte LE-109) oder Nestor (im "Detail" reduzierte Fonum-Reste) nur über Handelsketten vertrieben und waren für "normale" Fachhändler nicht bestellbar, weil angeblich verhältnismäßig große Bestellmengen die Bedingung waren.

Der Unterschied zwischen dem 1998 in der STEREO beschriebenen Sachverhalt - es betraf die Marken Heco und Magnat - und den Canton-Modellen ist aber, dass es sich bei den Canton-Boxen immer noch um Produkte handelt, die von Canton entwickelt und die verwendeten Teile aus deren Baukasten stammen. Ob es sich bei diesen Teilen sogar um Ausschuss handelt, weiß vermutlich nur der Hersteller selbst.

So gibt es aktuell in einigen Elektrofachmärkten Canton-Boxen, die eine Mischung aus "Chrono" (Konus-Chassis) und "GLE" (Kalottenchassis) darstellen.

Aber Canton fiel mir aus anderem Grund nicht wirklich positiv auf. Da wurden Lautsprechermodelle (Ergo 900 für 399 EUR) ewige Zeiten lang als stark preisreduzierte Auslaufware in Mengen angeboten, die laut Händler selbstverständlich noch nachbestellbar waren. Obwohl die recht ähnlichen Nach-Nachfolger auch schon ihren Zenit überschritten hatten. Selbstverständlich verhieß auch hier die Preisgegenüberstellung verschäften Schnäppchenalarm. Waren vielleicht die Nachfolger ihr Geld nicht wert?

Die von Mitte bis Ende der 90er verkauften "Schnäppchen" von Heco, Magnat, aber auch von Jensen hatten nie irgend etwas mit dem eigentlichen Sortiment der Hersteller zu tun, manche "Relaunches" wie z.B. Heco Mythos auch nur wenig.

(Die Menge der auf diesem Weg angebotenen Autolautsprecher war aber viiiel größer.)


Bezogen auf Deine Anfrage, se.hartwig würde ich einfach den Verkauf über Ebay probieren. Dort haben die LE 50, die quasi zur Produktionbezeichnung passend 49,00 EUR/Stück bei Saturn kosteten, einen Paarpreis von knapp 65 EUR erzielt. So groß finde ich diesen Verlust jetzt nicht ...

Gruß, Carsten


[Beitrag von CarstenO am 12. Feb 2010, 09:22 bearbeitet]
DeCan
Stammgast
#12 erstellt: 12. Feb 2010, 19:56
Hallo Carsten.

Danke für die Ausführungen. Bei einem Anschaffungspreis von 500 Euro vor zwei Jahren, hatte ich mir erhofft, dass sie zumindest 200 Euro Restwert haben. Bei 65 Euro für ein Paar, behalte ich sie und stelle sie in die Garage oder schließe sie an die Anlage an, die bei mir die Carports (sind geschlossene mit Tor) beschallt.

Ich habe sie seiner Zeit bei expert gekauft und es war KEIN besonderes Schnäppchen. Ich meine, sie sollten regulär 600 Euro oder so kosten. Bin jetzt auch kein Schnäppchenjäger. Es heißt schließlich nicht ohne Grund, wer billig kauft, kauft teuer weil er zweimal kaufen geht...

Gruß,
Sebastian
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