Lautsprecher am PC. Knacken bei Stromaussetzung?

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emteedee
Neuling
#1 erstellt: 17. Feb 2016, 21:41
Hallo,

Ich hoffe hier findet sich jemand, der die Lust hat sich Zeit für mein Problem zu nehmen. Ich wäre ihm sehr dankbar

Ich habe, seitdem ich meinen alten Stereo Pioneer Verstärker an meiner Mbox2mini USB Soundkarte von Digidesign angeschlossen habe, das Problem, dass ..

wenn der PC läuft und der Verstärker eingeschaltet ist

und ich DANN meine USB Festplatte (die ein eigenes Netzteil zur Stromversorgung nutzt) an den USB Port anschliesse,

meine Lautsprecher einmal knacken. und dann nach einen Moment kommt ein Bumm. Es ist wie, die Verbindung ist weg (Knack) und die Verbindung ist wieder da(bumm).

Der Computer hängt an einer Mehrfachsteckdose.
Die USB Festplatte hängt an der selben Mehrfachsteckdose wie der PC.
Der Verstärker hängt an einer Mehrfachsteckdose, welches wiederum an der selben Mehrfachsteckdose wie auch der Computer hängt.

Die USB Soundkarte hängt an einen meiner USB Anschlüsse hinten am Motherboard.
Die externe Festplatte stecke ich bei Bedarf in einen der USB Anschlüsse an der Front an. Dieser "hub"(?) des Towers ist wiederum an den vorhergesehenen USBFRONT PIN-Anschluss am Motherboard angeschlossen.

Wenn ich normale USB Sticks an die vorderen USB Ports anschliesse, dann kommt dieses Problem aus den Lautsprechern nicht. Die Soundkarte bietet auch einen Kopfhörerausgang. Aus den Kopfhörern ist das Bumm auch nicht zu hören.

Ich dachte erst es liegt vielleicht an irgendeinem Masseproblem oder ähnliches.
Aber alle Geräte befinden sich oszusagen afu der selben Mehrfachsteckdose. Allerdings erreicht den Verstärker auf zwei Wegen "Strom". Einmal über das Stromkabel und einmal über die Audiokabel von der Soundkarte. Da muss halt irgendwas "strommäßig" passieren sobald ich die Festplatte anschliesse...

Wenn ich die Festplatte ABZIEHE, dann geschieht das ganze nochmal, sofern ich an USB 2 hänge.
Sonst geschieht nichts, wenn ich die Festplatte aus einem usb3 port abziehe.

Ich hoffe mir kann jemand helfen.
Warum ist das so? Wie kann ich das umgehen? Kann dadurch irgendein Schaden entstehen?


Ich bin gerne gewillt auch irgendwas auszutesten, wenn euch das weiterhilft. Habe aber natürlich Angst um meine Daten...

Liebe Grüße

emteedee


[Beitrag von emteedee am 17. Feb 2016, 21:42 bearbeitet]
Con-Hoolio
Inventar
#2 erstellt: 18. Feb 2016, 23:28
Hehe, deine Daten wird das nicht kratzen! Allenfalls deine Nerven..

Das Problem ist hier eine schlechte Schirmung, bzw. schlechte Konstruktion des Mainboards. Das kannst Du eigentlich gar nicht abstellen. Ich würde Dir zu einem neuen Verstärker und einer neuen USB-Soundkarte mit Toslink (LWL-Verkabelung) raten, weil sich so das Problem zuverlässig umgehen lässt. Zumindest solange es sich um Brummschleifen auf Grund von Potenzialunterschieden handelt.

Als Soundcard könntest Du eine Behringer U-Control UCA202 nehmen (ist günstig und funktioniert einwandfrei als reine Schnittstelle), falls dein PC keinen optischen Ausgang besitzt. Sollte ein optischer Ausgang bereits vorhanden sein, kannst Du den auch direkt verwenden - da hier keine Analog-Digital-Wandlung stattfindet ist auch die Qualität des Onboarsoundchips völlig gleichgültig.

Beim Verstärker müsstest Du dich halt mal selber etwas umschauen. Es sollte halt ein gescheiter DAC darin verbaut sein, damit Du auch Spaß am musikhören hast.
emteedee
Neuling
#3 erstellt: 18. Feb 2016, 23:38
Danke dir vielmals für deine Antwort! Auf das Mainboard wäre ich niemals gekommen...

Ob das Borad wirklich die Problemquelle ist, ließe sich nur testen, wenn ich den Signalweg bis zum Verstärker wirklich digital gestalte. Richtig? Sozusagen deine Lösung direkt anwende...
Mit Hausmitteln nicht zu testen...

Aber ich habe deine Lösung des Problems verstanden. Danke für dein Input.:)

Es beruhigt mich zumindest, dass meine Festplatten und mein Mainboard keinen Schaden davon tragen....


Edit:
Eine weitere USB PCI Karte... müsste die nicht auch das Problem lösen?


[Beitrag von emteedee am 18. Feb 2016, 23:40 bearbeitet]
Con-Hoolio
Inventar
#4 erstellt: 18. Feb 2016, 23:52
Nein, das löst nur die Ziffern auf deinem Konto!

Ein PC ist kein Audiogerät und wird auch nie als solches konstruiert - zumindest was das Mainboard angeht. Daher ist ja auch die Audioausgabe bei den meisten Onboardchips eher mittelmäßig - was allerdings vielen Leuten nie auffallen wird, da die verwendeten Boxen oder Headsets noch viel schlechter sind..

Zum zocken brauch ich keine super Audioqualität. Und wenn ich ernsthaft Musik damit hören will, wird es dann sowiso eine externe Lösung.

Die Musik muss in digitaler Form deinen PC verlassen und dann erst durch deinen Verstärker - genauer durch den integrierten DAC - ins analoge gewandelt werden. Das kannst Du theoretisch über verschiedene Wege tun. Allerdings hast Du halt bei der Datenübertragung mittels Toslink den Vorteil, dass diese komplett ohne eletrische Verbingung zum PC auskommt! Daher machen hier Potenzialunterschiede im PC keine Probleme, da sie sich nicht auf die Verbindung zum Verstärker auswirken können.

Gut, Du könntest jetzt auch noch ein paar andere USB-Kabel versuchen und diverse andere Verzweiflungsversuche anstellen.. Aber wenn Du es wirklich lösen willst, mach es über Toslink.

EDIT: Das Mainboard ist kein Problem. Es ist auch nicht zwingend kaputt oder so. Du brauchst Dir auch um deine Daten keine Sorgen machen. Es ist halt einfache ein Phenomen das öfters auftritt.


[Beitrag von Con-Hoolio am 18. Feb 2016, 23:55 bearbeitet]
emteedee
Neuling
#5 erstellt: 19. Feb 2016, 00:06
Okay das interessiert mich...
Also korrigier mich bitte wo ich falsch liege.

Zurzeit gehe ich mit USB an meine Soundkarte. Die vollzieht die DA Wandlung und geht weiter mit Cinch Kabeln zum Verstärker. Dadurch dass der Weg ab Soundkarte bis Verstärker jedoch elektrisch erfolgt, jetzt sehr falsch ausgedrückt, "nutze" ich den Rückkanal der CinchKabel. Dieser elektrische Stromkreis widerum der selbstverständlich durch meinen ganzen PC fließt kann Potenzialunterschiede haben, welches sich widerum als Brummen auf den Lautsprechern darstellt. Richtig?

Eine LWL Leitung von der USB Soundkarte zum Verstärker hat diesen "Rückkanal" nicht und ist deswegen nicht anfällig für solche Probleme. Richtig?

Dass du da meine Onboard Soundkarte mit reingebracht hast, hat mich verwirrt, weil ich diese doch gar nicht nutze.
Con-Hoolio
Inventar
#6 erstellt: 19. Feb 2016, 00:19
Du hast es fast verstanden.

Ich habe deine Onboard-Soundkarte nur deshalb mit erwähnt, weil ich mal eben nebenbei nach deiner USB-Soundkarte gegooglet habe und gesehen habe, dass diese über keine Toslink-Schnittstelle verfügt. Und bevor Du jetzt noch eine weitere USB-Soundkarte kaufst, könnte es ja sein, dass dein PC bereits einen Soundchip mit Toslink-Ausgang besitzt.

LWL (Lichtwellenleiter, Toslink bei Audioanwendungen) hat den immensen Vorteil, dass er ohne elektrische Verbindung auskommt. Daher spielen Potenzialunterschiede keine Rolle und es muss auch das Kabel nicht geschirmt werden! Ein ganz billiges Toslink-Kabel ist vollkommen ausreichend. Du solltest lediglich darauf achten, dass Du ein LWL-Kabel nicht abknicken darfst! Aber die zulässigen Biege-Radien stehen normalerweise immer mit auf der Packung. Toslink-Kabel sollstst Du übrigen immer online kaufen, weil sie da deutlich billiger sind als in den Fachmärkten, nur mal so als Tip.
darkphan
Inventar
#7 erstellt: 19. Feb 2016, 13:35
Ich hab das Knacken, wenn ich den Lichtschalter betätige und den Phonoeingang gewählt habe - und ich habe die Behringer-Box, die das nicht verhindern kann. Sie ist aber sehr effektiv gegen jede andere Art von Störgeräuschen.
Con-Hoolio
Inventar
#8 erstellt: 19. Feb 2016, 16:10
Die Behringer U-Control sollte das ja in meinem Beispiel auch gar nicht verhindern. Sie sollte ja nur einen optischen Ausgang bereit stellen. Mehr aber auch nicht.
emteedee
Neuling
#9 erstellt: 22. Feb 2016, 09:51
Ich bedanke mich vielmals!!
Con-Hoolio
Inventar
#10 erstellt: 22. Feb 2016, 22:16
Und hast Du das Problem jetzt endich los? Hast Du die Verbindung über Toslink gemacht?

Es ist ja nicht so, dass ich neugiering wäre - ich wills halt nur wissen..
emteedee
Neuling
#11 erstellt: 24. Feb 2016, 14:19


ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich jetzt ein USB DAC mit optischen Ausgang wie der von dir vorgeschlagene Behringer in Kombination mit einem Verstärker mit optischen Eingang mir zulege
oder ob ich doch vielleicht direkt einen Verstärker mit USB Eingang wähle...

Ich muss auch berücksichtigen, dass der jeweilige USB DAC schliesslich Hackintosh kompatibel sein muss. Andererseits habe ich noch den Gedanken ob ein USB DAC mit externer Stromversorgung aber trotzdem analogen Wege zum Verstärker auch schon das gewünschte Ergebnis bringen würde.

Und wenn ich dann ganz viel Zeit mit Denken verbracht hab merke ich dass das nur ein Luxusproblem ist..

Also ich bin mir noch unschlüssig und möchte mir die kopfschmerzen woh ldoch erst zu einem späteren Zeitpunkt antun.
Con-Hoolio
Inventar
#12 erstellt: 24. Feb 2016, 23:48
Obacht!

USB ist auch eine elektische Verbindung und stellt keine Entkopplung dar!

Ich würde mir an deiner Stelle einen einfachen Yamaha Reciever kaufen. Die haben gleich mehrere optische Eingänge (es gibt auch reine Stereoreciever) und sind vom Preis-/Leistungsverhältnis echt interessant. Ich höre seit Jahren selbst mit einem Yamaha A-S500 (der leider keine digitalen Eingänge besitzt) und bin mit dem Klang sehr zufrieden.

Nochmal: Ob du das optische Signal von deiner Onboard-Soundkare oder von einer externen Soundkarte abgreifst, ist völlig egal weil es sich noch um digitale Daten handelt. Die Digital-Analog-Wandlung findet ja erst im Verstärker statt. Daher brauchst Du dir auch keine Gedanken um die Qualität der Soundkarte zu machen.
emteedee
Neuling
#13 erstellt: 07. Mrz 2016, 18:27
Entschuldige bitte die späte Rückmeldung.

Es scheint wohl darauf hinauszulaufen dass ich meinen USBDAC und meinen alten Stereoverstärker verkaufe.. und ich libäugle auch schon mit einem Yamaha RN-301

Ein gebrauchter AV Reciever wääre wohl günstiger, aber ich hab die Angst dass die schlechter klingen als mein Pioneer a207r...

EDIT: Habe soeben ein Angebot für ein gebrauchten Onkyo TX SR 706 bekommen. ich denke der wäre dem alten pioneer in sachen Stereo gleich auf...oder?

Vorher muss ich jedoch erstmal meine onboard Soundkarte unter Hackintosh zum laufen bekommen


[Beitrag von emteedee am 07. Mrz 2016, 20:46 bearbeitet]
emteedee
Neuling
#14 erstellt: 09. Apr 2016, 08:38
kuriose neuinformation:

Immernoch das gleiche Setup: Pioneer Stereoanalage läuft über mbox2 mini USB DAC an meinem PC. Während ich darüber Musik höre, stecke ich meine externe Festplatte, die im gleichen Stromkreis angeschlossen ist, an einen Laptop ... Komischerweise setzt der Sound auch in diesem Fall aus!
Also meine Anlage setzt aus! Die an meinem PC dran ist...Die einzige Verbindung zwischen PC und Laptop war, dass die externe Festplatte an der gleichen Steckdose wie der PC hing....
audiophilanthrop
Inventar
#15 erstellt: 11. Apr 2016, 10:37
Drolliges Problem. Das muß irgendwie mit einer Masseschleife im Aufbau zusammenhängen, die quasi als Antenne fungiert.

Kannst du mal bitte testweise wirklich alles außer Strom, Lautsprecher und PC-Audioverbindung vom Pioneer-Receiver abklemmen und dann prüfen, ob das immer noch auftritt? Wenn nein, dürfte wohl ein Trennübertrager (à la Monacor FGA-40) am Eingang des Receivers das Problem lösen.
emteedee
Neuling
#16 erstellt: 03. Mai 2016, 15:02
Hey es hat leider lang gedauert bis ich das ausgiebig testen konnte. Ich bitte um Entschuldigung.

Am Pioneer Receiver hängt nur der Computer und es passiert... Es passiert sogar wenn der PC aus bzw neustartet...
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