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Tonträger verlustfrei archivieren

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Kakapofreund
Inventar
#1 erstellt: 09. Okt 2007, 18:12
Welche Möglichkeiten bieten sich, eine digitale Tonträgersammlung bestehend aus ca. 3000 Tonträgern (CDs, DVD-As, SACDs) am Besten zu archivieren, sodass man auch noch nach dem nächsten Atomkrieg Freude an seiner Musik haben kann?

Mir schwebt da eine verlustfreie Archivierung vor.

Welches Equipment braucht man dafür?

Genauer gefragt:

Mit welchen Geräten sollten die Medien eingelesen werden? (evtl. spezielle CD-Spieler?), auf welche Medien sollten die Daten übertragen werden (Magnetbänder, Festplatten, ???)

Vielen Dank für jede Antwort.
edin71
Inventar
#2 erstellt: 10. Okt 2007, 08:58

Frank_P schrieb:
Welche Möglichkeiten bieten sich, eine digitale Tonträgersammlung bestehend aus ca. 3000 Tonträgern (CDs, DVD-As, SACDs) am Besten zu archivieren, sodass man auch noch nach dem nächsten Atomkrieg Freude an seiner Musik haben kann?

Mir schwebt da eine verlustfreie Archivierung vor.

Welches Equipment braucht man dafür?

Genauer gefragt:

Mit welchen Geräten sollten die Medien eingelesen werden? (evtl. spezielle CD-Spieler?), auf welche Medien sollten die Daten übertragen werden (Magnetbänder, Festplatten, ???)

Vielen Dank für jede Antwort. :prost


Erstmal ist das Wort "verlustfrei" fragwürdig.
Analog speichern über längere (oder sogar kürzere) Zeit ist unmöglich.

Digital ist schon mal besser, abgesehen davon dass eine A/D Wandlung NIE verlustfrei ist (Quantisierungsfehler).

Es gibt heutzutage Wege die digitalen Daten zu schützen.
Schon mal was RAID-Systeme der Festplatten gehört.
Wird in Servern benutzt.
Werden die Daten z.B. in einem höheren RAID Level gespeichert so ist mach sicher dass selbst wenn mehrere Festplatten kaputtgehen (egal welche), man die Daten immer noch Verlustfrei hinbekommt.

Ob man so ein Aufwand teiben will um seine Musik zu speichern ist fragwürdig.
Eidolon-Airmotion
Stammgast
#3 erstellt: 10. Okt 2007, 10:38
hallo Frank_P,

was das "verlustfreie" Archivieren angeht... mit kleinen Abstrichen "Quantisierungsfehlern" ist das zumindest bei CD´s problemlos möglich. Dazu braucht es meier Meinung nach zum Auslesen auch keine spezielle Hardware. Ich würde dazu z.B. die Software ExactAudioCopy benutzen. Bei DVD´s sehe ich das eigentlich auch so - nur weiß ich nicht ob die erwähnte Software hier auch zum Einsatz kommen kann.

Bei den SACD´s wird´s dann aber schwer. Um diese verlustfrei zu archivieren würde man die entsprechende Studio-Hardware benötigen meiner Meinung nach, da ja um Verluste zu vermeiden im DSD-Format kopiert werden müsste. Diese Geräte sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aber zu teuer um das mit reinem Gewissen empfehlen zu können. Da ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit billiger sich die entsprechenden SACD´s nochmal zu kaufen um somit auch eine Kopie zu haben. Des weiteren ist mir auch noch kein Heim-SACD-Brenner bekannt.

Als Medium für deine Archivierung böten sich die aus der Computer-Welt bekannten Backup-System an. Also CD, DVD, Magneto-optisch-System, Bandlaufwerke, Festplattenarray´s.

Für den atomaren Ernstfall müsstest du dann nur noch auf allen 5 Kontinenten Kopien deiner Archive anlegen in atomsicheren Bunker-Tresoren. Was das kostet kann ich dir allerdings nicht sagen. Fraglich allerdings ist in diesem Zusammenhang ob es nach dem atomaren Krieg noch Strom geben wird um deine Archive noch geniesen zu können.

Mfg
Eidolon-Airmotion
cr
Moderator
#4 erstellt: 11. Okt 2007, 01:12
Zum Archivieren von DVDs ist kein EAC nötig. Das sind ganz normale Dateien, wie man sie am PC verwendet und werden genauso gehandhabt. Nur, auf legale Weise kannst du keine DVDs archivieren wegen des Kopierschutzes.

CDs Archivieren: Ich würde mir einen Plextor Premium 2 oder Px 755 oder 760 kaufen und sie auf Festplatte überspielen. Wenn du das beiliegende Plextools zum Extrahieren nimmst, kannst du auch auf EAC verzichten.

SACDs: Ja das geht in der Tat nicht. Hier müßte man einen hochauflösende gute Soundkarte oder Mehspur-Profi-Digitalrekorder (zB Tascam) nehmen und analog aufnehmen.
turritus
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 11. Okt 2007, 08:16

Welche Möglichkeiten bieten sich, eine digitale Tonträgersammlung bestehend aus ca. 3000 Tonträgern (CDs, DVD-As, SACDs) am Besten zu archivieren, sodass man auch noch nach dem nächsten Atomkrieg Freude an seiner Musik haben kann?

Ich würde sagen, da musst du die Tonträgersammlung atombombensicher einlagern und im Alltag von Kopien hören, entweder selbstgebrannte CDs oder von der Festplatte. Audio-CDs dürften beständiger sein als Computer-Datenträger.
cmoss
Inventar
#6 erstellt: 11. Okt 2007, 08:20
Wetten, daß wir nach dem nächsten Atomkrieg ganz andere Sorgen haben werden, als Musik zu hören ......
Außerdem muß man sich damit abfinden, daß es niemals eine Garantie dafür gibt, daß etwas ewig abspielbar ist. Nimm' eine 5 1/4 Zoll Diskette, die 10 Jahre alt ist und auf der wichtige Daten sind - bloß Laufwerke findest Du nicht mehr.
Das äußerste Ziel kann nur sein, daß man anstrebt, die Musik so lange zu konservieren, bis man tot ist und das kann früher eintreten, als man denkt.
Claus
Bilderspiele
Inventar
#7 erstellt: 11. Okt 2007, 08:51

Frank_P schrieb:
Welche Möglichkeiten bieten sich, eine digitale Tonträgersammlung bestehend aus ca. 3000 Tonträgern (CDs, DVD-As, SACDs) am Besten zu archivieren, sodass man auch noch nach dem nächsten Atomkrieg Freude an seiner Musik haben kann?


Zu viel Heimkino geschaut

Hey Mann, nach dem nächsten Atomkrieg bis du tot
DB
Inventar
#8 erstellt: 11. Okt 2007, 09:15

edin71 schrieb:
Analog speichern über längere (oder sogar kürzere) Zeit ist unmöglich.


Nun, damit wäre ich vorsichtig. Immerhin lassen sich Bänder aus der Anfangszeit der Magnetbandtechnik (von vor ca. 70 Jahren) noch abspielen.

Wie sieht es gleich mit der prognostizierten und tatsächlichen Lebensdauer von CDs aus und weshalb wird empfohlen, alle 2-3 Jahre wichtige Daten zu kontrollieren / umzukopieren?

MfG

DB
edin71
Inventar
#9 erstellt: 11. Okt 2007, 10:11

DB schrieb:

edin71 schrieb:
Analog speichern über längere (oder sogar kürzere) Zeit ist unmöglich.


Nun, damit wäre ich vorsichtig. Immerhin lassen sich Bänder aus der Anfangszeit der Magnetbandtechnik (von vor ca. 70 Jahren) noch abspielen.

Wie sieht es gleich mit der prognostizierten und tatsächlichen Lebensdauer von CDs aus und weshalb wird empfohlen, alle 2-3 Jahre wichtige Daten zu kontrollieren / umzukopieren?

MfG

DB


Ich habe häufiger in Diskusionen analog contra digital mitgemacht.
Natürlich kann man einer Technologie nicht alle Vorteile zuschreiben.

Klar lassen sich die Magnetbänder abspielen.
Aber mit welchem Verlust ?
Das Erdmagnetfeld übt ständig Einfluss auf die Bänder.
Und genau wie bei einer CD gibt es auch hier natürlcihes Zerfallprozes des Materials.

Bei digitalen Daten ist es ein bisschen anders.
Klar geht eine 50 Cent selbstgebrannte CD nach spätestens 5 Jahren von selbst kaputt.
Wie sieht es aber gekauften CDs die nicht im Brenner mit Laser sondern komerziell hergestellt werden.

Warum überhault optisch speichern ?
Eine Festplatte kann aber schon länger die Daten verlustfrei behalten.
Ich bin es mir nicht sicher, eine SD Karte kann bestimmt noch länger als CD oder Festplatte aushalten (Wenn wir in 10 es nicht anders feststellen).

Die digitalen Daten haben den entscheidenden Vorteil dass sie sich verlustfrei kopieren lassen, obwohl es hier einen oder anderen High-Endisten gibt der die Unterschiede von kopierten CDs raushören kann.

Dies ist aber auch gleichzeitig der Nachteil: Die digitalen Daten können entweder verlustfrei gelesen/kopiert werden oder überhaupt nicht. Da wird nicht wie bei den analogen Daten zwischen mehr oder weniger Verlust unterschieden.

Aus dieser Sicht gesehen: Wer seine digitalen Daten immer wieder kopiert verliert selbst nach 1000 Jahren nicht mal ein Bit.

Rein als Technik gesehen hat digital mehr Vorteile. Es kommt nur noch dass bessere Technologien gefunden werden um die Technik auszuschöpfen.

Aber schliesslich muss man nach analog zurückwandelt.
Mensch kann digital nicht hören, obwohl es uns die Werbung einredet dass es "digitale Kopfhörer" gibt.
turritus
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 11. Okt 2007, 10:12
Selbstgebrannte CDs können nch wenigen Jahren hinüber sein. Für industriell gefertigte Audio-CDs gilt das nicht. Mit Ausnahme einiger fehlerhafter Serien aus der Anfangszeit gibt es da bis jetzt keine Probleme. Deshalb eignen sie sich auch besser zur Archivierung as selbsterstellte Kopien.
cr
Moderator
#11 erstellt: 11. Okt 2007, 10:42

Ich bin es mir nicht sicher, eine SD Karte kann bestimmt noch länger als CD oder Festplatte aushalten


Halbleiter(speicher) werden durch den Elektromagnetischen Impuls einer Atombombe zerstört (drum bleiben in dem Film The Day After auch alle Autos stehen, außer die primitiven ohne Elektronik)
Dancer_in_the_Dark
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 11. Okt 2007, 10:54
Zum Thema auf Festplatten speichern: Wenn die Platte nicht regelmässig !!!! ( alle 3 Monate in etwa ) genutzt wird werden auch da mechanische Defekte eine Langzeitarchivierung verhindern. Aber es gäbe noch die Möglichkeit die Platten auf Backupcassetten aus der Datentechnik zu sichern....
Immerhin garantieren sie 30 Jahre lesbarkeit.......

Die Kosten solcher Massnahmen dürften aber bei weitem den nutzen (rein privat gesehen) übersteigen. Solch eine Anlage kostet ca. 4.000 € ohne Medien....

Aber wenn es einem das Wert ist....
Kakapofreund
Inventar
#13 erstellt: 11. Okt 2007, 13:20
Wenn ich bisher richtig verstanden habe, wäre es wohl am sinnvollsten für mich, zumindest meine CDs auf CD-Rs zu sichern.

Dazu hätte ich dann folgende Fragen:

1. Mit welcher maximalen Geschwindigkeit sollte man die CDs brennen?

2. Welche Rohlinge könnt ihr empfehlen? Bisher habe ich immer Plextor-Rohlinge genommen, die bei Taiyo Yuden Japan hergestellt wurden. Aber die Qualitätsunterschiede sind da von Spindel zu Spindel verschieden, auch wenn die Rohlinge wirklich sehr hochwertig anmuten! Das stört mich etwas. Wie sieht es mit z.B. Verbatim oder anderen aus? Ist die Kratzfestigkeit der Oberfläche auch ein Kriterium, auf das man achten sollte?

3. Wie sieht es mit "güldenen" Rohlingen, d.h. CD-Rs mit einer Goldschicht statt aus? Die gibt es auch von Taiyo Yuden. Oder bieten die als "speziell für Audio-CDs" gekennzeichneten Rohlinge von z.B. Sony irgendwelche Vorteile?


[Beitrag von Kakapofreund am 11. Okt 2007, 13:25 bearbeitet]
12search
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 11. Okt 2007, 13:31
1. Die CDs als RIFF-WAVE auf die Platte bringen.
2. Die Waves in einen HEX-Editor laden und ausdrucken.
3. Die ausgedruckten Dateien in mühevoller Handarbeit in Stein meißeln.
4. Die Steintafeln mit einer NASA-Sonde zum Planeten High End schicken, wo sie in einer geeigneten Umlaufbahn verlustlos im Weltraum existieren können.



Edit: Oh, du hast ja schon geantwortet.

Echte Taiyo Yuden werden immer wieder empfohlen. Aber, du verdoppelst deinen Datenträgerbestand, ohne einen Mehrwert zu erzielen.
Gegen eine geeignete Festplattenlösung spricht eigentlich nicht wirklich etwas. Tausende (Millionen?) User sind jedenfalls zufrieden. Eine Datensicherung ist natürlich obligatorisch.


[Beitrag von 12search am 11. Okt 2007, 13:44 bearbeitet]
cr
Moderator
#15 erstellt: 11. Okt 2007, 13:47
Die einzigen Rohlinge, die bei mir zuverlässug über nunmehr fast 10 Jahre halten sind die TY, die ich seit drei Jahren nur mehr unter dem Label Plextor kaufe. Welche Qualitätsunterschiede meisnt du, ich kenne keine. Ob die durchschnittlichen c1-Fehler 1,0 oder 2,0 sind, ist Jacke wie Hose, andere hatte ich bisher nie. Einen ordentlichen Brenner und mit max 16x brennen. Mit Verbatim CDRs habe ich auch schon alles möglicher erlebt, einige wurden defekt, im großen und ganzen gehört Verbatim aber zu den guten Anbietern. Als das allerzuverlässigste Spechermedium halte ich die Verbatim CDRW 2-4x (haltbarer als CDRs, keine UV-Empfindlichkeit). Dauerhaft speichere ich daher nur auf folgenden drei Medien:

Mitsui Gold (gibts nicht mehr)
Plextor (Taiyo Yuden)
Verbatim CDRW 2-4x (vielleicht ist die 8-10x genauso haltbar, kann ich nicht sagen)

Im übrigen wurde das Thema CDRs schon in aller Breite und Länge durchgekaut (siehe Suchfunktion: Haltbarkeit).
Zudem muß ich den Thread nun zu HiFi und PC verschieben, wo er eher paßt.
edin71
Inventar
#16 erstellt: 11. Okt 2007, 14:05

Frank_P schrieb:

1. Mit welcher maximalen Geschwindigkeit sollte man die CDs brennen?


Je niedriger die Schreibgeschwindigkeit desto sind die benachbarten Bits (bzw. Schreibstellen, die heissen auf einer CD eigentlich anders) besser voneinander zu unterscheiden.

Sicher gibt es Minima unter der es keine Unterschiede macht ob Du so oder so brennst.
Die Angaben kenne ich nicht.

Generell gilt schon: Je höher die Schreibgeschwindigkeit desto anfälliger ist eine CD oder DVD.

DVD ist natürlich da noch empfindlicher da sie mehr Information pro Quadratmilimeter trägt.
shiosai
Stammgast
#17 erstellt: 11. Okt 2007, 14:13

Dancer_in_the_Dark schrieb:
Zum Thema auf Festplatten speichern: Wenn die Platte nicht regelmässig !!!! ( alle 3 Monate in etwa ) genutzt wird werden auch da mechanische Defekte eine Langzeitarchivierung verhindern.

Hast du für diese Theorie (regelmäßige Nutzung) Belege?

Archivierung auf Festplatten ist meiner Meinung nach der beste Weg, dabei sollte man aber ein paar Sachen beachten:

1. Ein quelloffener Losless-Codec ist Pflicht (damit man die Datei auch in vielen Jahren noch Nutzen kann). Alternativ (und unkomfortabel) wav.

2. Backups machen! Am besten in Form von wo anders gelagerten Festplatten (weil am einfachsten) - dazu:
Ein RAID-Array ersetzt kein Backup! Werden Daten versehentlich oder böswillig gelöscht hilft dir das RAID gar nichts. Außerdem ist es immer im selben Rechner... somit gehen einfach alle Platten flöten bei gewisser, höherer Gewalt (Blitzschlag, Diebstahl etc)

3. Alle paar Jahre (je nach Bedarf) auf neue Festplatten umkopieren! Sollte kein großes Problem sein.. auch finanziell. Mit neueren Rechnern kommen meist auch automatische neue Festplatten(systeme). Der Aufwand des Kopierens ist ja minimal....


Sicherung auf CD-R halte ich für einen schlechten Witz bei großen Datenmengen, von der Zukunftssicherheit mal ganz zu schweigen.
Ein richtiges zentrales Musikarchiv hat ja noch ganz andere Vorteile als nur die Sicherung der Musik.


[Beitrag von shiosai am 11. Okt 2007, 14:15 bearbeitet]
12search
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 11. Okt 2007, 14:39
@Frank P

Mach doch mal gedanklich eine einfache Kostenrechnung auf. Wie teuer sind gute Rohlinge? Wie hoch sind die reinen Materialkosten im Endeffekt? Wie teuer sind die Stunden, die du mit dem Brennen verbringst, um dann schließlich ein Spiegelbild deiner Musikdaten zu haben, das mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals zum Einsatz kommt?
cmoss
Inventar
#19 erstellt: 11. Okt 2007, 16:35
Also, was für Daten, ausgenommen irgendwelche Firmendaten, die eh auf einem gesicherten Server liegen, sind denn sooo wichtig. Glaubt mir, es ist völlig wurscht, wenn eine CD, die ich eh schon 10 Jahre lang nicht gehört habe, sich nicht mehr abspielen läßt.
Das ist so wie bei alten Dias, man muß das eben hinnehmen.
Aber im Ernst, 20 Jahre alte Tonbänder und auch Compactkassetten lassen sich ohne weiteres noch anhören und den Höhenverlust erkennt man mangels Vergleichsmöglichkeit eh nicht. Videobänder mit PCM bespielt halten auch sehr lange. Anlog hat halt den Vorteil: Es ist immer noch irgendwas da. Bei CD's kann es passieren, daß nix mehr auszulesen geht.

Festplatten sind zwar eine gute Lösung, aber die müssen auch gesichert werden, und wenn man außer Musikhören auch noch was zum Lebensunterhalt beitragen muß, hat man für diese Spielereien schlicht keine Lust, da gibt viel höhere Prioritäten.
Die ganze Diskussion ist so überflüssig wie ein Kropf !
Claus
shiosai
Stammgast
#20 erstellt: 11. Okt 2007, 16:58
Glauben kann man in der Kirche...

EDIT: Geld verschenken auch


[Beitrag von shiosai am 11. Okt 2007, 17:03 bearbeitet]
DB
Inventar
#21 erstellt: 12. Okt 2007, 06:41
Es gibt evtl. doch eine Möglichkeit: von den CDs Glasmaster herstellen lassen und die dann archivieren.

MfG

DB
cmoss
Inventar
#22 erstellt: 12. Okt 2007, 09:30
Das mit den Glasmasters ist eine gute Idee, man kann dann vielleicht bei der Republik einen Lagerraum in einem atomsicheren Bunker mieten und die dort unterbringen. Die Musik muß es offensichtlich wert sein.
Claus
Kakapofreund
Inventar
#23 erstellt: 12. Okt 2007, 11:19

cmoss schrieb:
Das mit den Glasmasters ist eine gute Idee, man kann dann vielleicht bei der Republik einen Lagerraum in einem atomsicheren Bunker mieten und die dort unterbringen. Die Musik muß es offensichtlich wert sein.
Claus


Und ob! Die Aufnahmen der Wiener Philharmoniker sind es zweifelsohne,... und dann noch ein bisschen alter Jazz. Viele andere Aufnahmen, Pop, Rock, etc. gebe ich mit Freuden der nuklearen Nihilisierung preis...
cmoss
Inventar
#24 erstellt: 12. Okt 2007, 13:23


Und ob! Die Aufnahmen der Wiener Philharmoniker sind es zweifelsohne,


die haben Ihre Glasmasters sicherlich sicher untergebracht und die Aufnahmen kriegst Du auch in 200 Jahren noch, wenn Du es bis dahin schaffst :).
Ich habe auch einige Wiener Staatsopernpremieren aus den 1980ern, die nur im österreichischen Rundfunk übertragen worden sind und die nie auf CD erscheinen werden, auf Tonband (Akai Spule) aufgenommen und die klingen immer noch gut. Das Umkopieren von ca. 100 Spulen auf CD ist mir aber schlicht zu mühsam, da gibts nettere Freizeitbeschäftigungen. Wenn sie mal hin sind, dann sind sie eben hin - basta.
Claus
Accuphase_Lover
Inventar
#25 erstellt: 13. Okt 2007, 15:10

cmoss schrieb:

Das Umkopieren von ca. 100 Spulen auf CD ist mir aber schlicht zu mühsam, da gibts nettere Freizeitbeschäftigungen. Wenn sie mal hin sind, dann sind sie eben hin - basta.
Claus



Dann kann Dir die Musik aber wirklich kaum was wert sein, wenn Du so argumentierst !

Und was heisst das bezüglich anderer Kulturgüter wie z.B. Bücher ?

Wenn die Bayerische Staatsbibliothek einem Brand zum Opfer fallen sollte wären halt 12 Millionen Bände weg.

Na und, dann sind sie eben weg ?


Sehr interessante Argumentation .
Kakapofreund
Inventar
#26 erstellt: 13. Okt 2007, 16:16

Accuphase_Lover schrieb:

cmoss schrieb:

Das Umkopieren von ca. 100 Spulen auf CD ist mir aber schlicht zu mühsam, da gibts nettere Freizeitbeschäftigungen. Wenn sie mal hin sind, dann sind sie eben hin - basta.
Claus



Dann kann Dir die Musik aber wirklich kaum was wert sein, wenn Du so argumentierst !

Und was heisst das bezüglich anderer Kulturgüter wie z.B. Bücher ?

Wenn die Bayerische Staatsbibliothek einem Brand zum Opfer fallen sollte wären halt 12 Millionen Bände weg.

Na und, dann sind sie eben weg ?


Sehr interessante Argumentation .


Um den Exkurs mal weiter zu spinnen:

Nun ja, Tonträger haben scheinbar nicht so einen Wert wie (alte) Bücher... vielleicht die Musik auch nicht, weil sie ja nichtstofflich ist?!

Die Originalnoten eines J.S. Bach werden wohl einen pekuniären Wert haben - aber nicht wegen der Musik, sondern eher weil sie eine auf Papier gebannte Seltenheit sind. Man müsste es halt immer wieder neu einspielen, wenn die Tonträger unwiederbringlich verloren sind.

Musik auf Tonträgern kann aber ja auch mal wertvoll werden:

Wenn es nur noch einen Tonträger mit einer bestimmten Aufnahme eines Werkes gibt. Man stelle sich vor: nur noch einmal Soltis Ring auf der ganzen Welt... hingegen bin ich auch sehr intolerant und meine, dass es kein Verlust wäre, würden alle Musikstücke von und mit Dieter Bohlen nicht mehr existieren... sicherlich würde aber für die letzte Aufnahme mit Dieters Musik im Endeffekt mehr gezahlt werden, als für die Wagner-Interpretation der Wiener Philharmoniker aus den 50er/60ern.

Die im Neudeutsch so genannten "Lyrics" sind dann nochmal mehr wert als Bücher und Musik zusammen. Ein Beispiel wäre da die Manessische Liederhandschrift in der Universitätsbibliothek Heidelberg... geschätzter Wert um die 50 Millionen Euro.

Der "kulturelle" Wert ist in unserer Welt nichts weiter als eine Nebensächlichkeit, so scheint es mir. Was selten ist, ist teuer und damit wertvoll... basta! Nicht das kulturell besonders Wertvolle. Aber ich bin noch jung und kann mich irren...

Musik bis ans Ende der Menschheit zu konservieren ist eine gute Sache, aber falls selektiert werden muss, wer soll da entscheiden?

Die Musik hat einen größeren Wert, als - so glaube ich - vielen bewusst ist. Den Menschen dieses Forums scheint es aber bewusst zu sein,... sonst wären wir hier ja in keinem Hifi-Forum.
Accuphase_Lover
Inventar
#27 erstellt: 13. Okt 2007, 17:18

Frank_P schrieb:

Die Musik hat einen größeren Wert, als - so glaube ich - vielen bewusst ist. Den Menschen dieses Forums scheint es aber bewusst zu sein,... sonst wären wir hier ja in keinem Hifi-Forum. :)



Den meisten jedenfalls, so hoffe ich.

Aber es gibt noch einen Punkt zu berücksichtigen :
Manche hier, so auch und gerade ich, bearbeiten ihre Musik nach (Denoising, Decrackling, Dehumming, EQ'ing etc.). Dabei geht viel Zeit drauf, die Nachbearbeitung eines Albums kann schon mal 20h dauern !
Im Laufe der Jahre kommt hier ordentlich was zusammen an Arbeitsaufwand !
Sollte diese Arbeit, für die Andere noch bezahlt werden (Toningenieure !), umsonst gewesen sein ... .

Leider hat Musik wohl durch allgemeine Verfügbarkeit in den letzten Jahren deutlich an Wert verloren .

Das scheint mir der Grund zu sein, dass die Archivierung derselben für viele Menschen, genauso wie die vieler anderer Dinge, kaum ein Thema ist.

Die allgemeine Haltung scheint frei nach Adenauer, zu sein "Was interessiert mich der (mein!) Mist von gestern !".

Ich stosse bei meinen Archivierungen (Musik, Filme, Bücher, Zeitschriften, Programme, Websites etc.) auch regelmässig auf Unverständnis.

Gott sei Dank werden die Speicher immer grösser .

Der kristalline Yotta-Byte-Speicher muss her !




Grüsse
NewNaimy
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 16. Okt 2007, 23:29
Also, hier

http://www.hifi-foru...um_id=33&thread=9398

geht es um die Archivierung von 2500 CDs.

SACDs und DVD-A sichern? Ich befürchte, das geht so ohne Weiteres eh nicht oder willst Du Deinen DVD-A bzw. SACD Player über einen analogen Eingang an einen Rechner hängen?
Accuphase_Lover
Inventar
#29 erstellt: 17. Okt 2007, 11:05

NewNaimy schrieb:
Also, hier

http://www.hifi-foru...um_id=33&thread=9398

geht es um die Archivierung von 2500 CDs.

SACDs und DVD-A sichern? Ich befürchte, das geht so ohne Weiteres eh nicht oder willst Du Deinen DVD-A bzw. SACD Player über einen analogen Eingang an einen Rechner hängen?




Das ist in der Tat ein Problem, da es aber recht wenige SACDs & DVD-As gibt und ich keine habe, hab' ich damit auch kein Problem .

SACD & DVD-A waren sowieso "Semi-Flops", da diese kaum jemand brauchte, angesichts der Tatsache, dass die meisten Menschen auf diesem Planeten eine 192k-MP3-Datei eben nicht vom unkomprimierten Original unterscheiden können !
Nach Auskunft von Mediamarkt und Saturn (und Amazon wird da wohl kaum widersprechen !) war die Nachfrage nach HD-Audio-Medien äusserst gering. So gering, dass diesbezügliche "Ecken" bald wieder verschwunden sind.
Und 99% aller Hörer kaufen eben nicht beim High-Ender und haben keine 30.000 € - Anlage.

Die Masse interessiert sich nun mal nicht für High-Resolution-Sound, zumal dessen klangliche Überlegenheit von den meisten Menschen nicht nachvollzogen werden kann !

Wir werden sehen was die Zukunft bringt.
edin71
Inventar
#30 erstellt: 17. Okt 2007, 20:53

Accuphase_Lover schrieb:

NewNaimy schrieb:
Also, hier

http://www.hifi-foru...um_id=33&thread=9398

geht es um die Archivierung von 2500 CDs.

SACDs und DVD-A sichern? Ich befürchte, das geht so ohne Weiteres eh nicht oder willst Du Deinen DVD-A bzw. SACD Player über einen analogen Eingang an einen Rechner hängen?




Das ist in der Tat ein Problem, da es aber recht wenige SACDs & DVD-As gibt und ich keine habe, hab' ich damit auch kein Problem .

SACD & DVD-A waren sowieso "Semi-Flops", da diese kaum jemand brauchte, angesichts der Tatsache, dass die meisten Menschen auf diesem Planeten eine 192k-MP3-Datei eben nicht vom unkomprimierten Original unterscheiden können !
Nach Auskunft von Mediamarkt und Saturn (und Amazon wird da wohl kaum widersprechen !) war die Nachfrage nach HD-Audio-Medien äusserst gering. So gering, dass diesbezügliche "Ecken" bald wieder verschwunden sind.
Und 99% aller Hörer kaufen eben nicht beim High-Ender und haben keine 30.000 € - Anlage.

Die Masse interessiert sich nun mal nicht für High-Resolution-Sound, zumal dessen klangliche Überlegenheit von den meisten Menschen nicht nachvollzogen werden kann !

Wir werden sehen was die Zukunft bringt.


Brennen von DVD-A sollte doch kein Problem sein ?
Oder ?

SACD geht natürlich nicht zu Hause, es gibt im Gegensatz zu DVD keine SACD-Brenner.

Trotzdem traue ich mir der SACD eine größere Überlebungschance als der DVD-A zu prophezeihen. Die FLachpresse hat SACD mehr gelobt (ja ich weiss, voellig grundlos). DVD-A stammt sowieso aus dem Videobereich wo die Ansprueche auf dem Ottonormalverbraucherlevel liegen.
Accuphase_Lover
Inventar
#31 erstellt: 18. Okt 2007, 11:18

edin71 schrieb:

Brennen von DVD-A sollte doch kein Problem sein ?
Oder ?

SACD geht natürlich nicht zu Hause, es gibt im Gegensatz zu DVD keine SACD-Brenner.



Ich stimme bei beidem zu, was Anderes wollte ich auch nicht sagen.





Grüsse
cr
Moderator
#32 erstellt: 18. Okt 2007, 21:49
Kann eine DVD-A von einem Standardprogramm wie zB Nero einfach so kopiert oder gerippt werden wie eine normale DVD (wenn sie keinen Kopierschutz hat, mal angenommen) oder geht das nur mit Steinberg etc.? Bzw. überhaupt ohne ein Zusatzprogramm auf die Festplatte kopiert werden wie eine normale Daten-DVD (daß die Dateien damit ohne Software-Player nicht abspielbar sind, ist mir schon klar)?


[Beitrag von cr am 18. Okt 2007, 21:50 bearbeitet]
Paesc
Inventar
#33 erstellt: 18. Okt 2007, 22:29
Um es kurz zu machen: DVD-Audio und SACD sind physikalisch gesehen DVDs. Also würde jeder handelsübliche DVD-Brenner ausreichen, um sie auszulesen. So einfach, so gut. In der Praxis lässt sich insbesondere SACD leider weder rippen, kopieren noch sichern. Grund: Kopierschutz.

Was das Sichern anbetrifft kann man bei CD insbesondere EAC und Foobar2000 empfehlen, da sie die Ergebnisse mehrfach auslesen, miteinander Vergleichen und Fehler zu Protokoll melden.
Anleitung zu EAC:
Anleitung zu Foobar2000:

Zum Sichern ist aktuell bestimmt die gute alte Festplatte die effektivste Lösung. Flash-Speicher werden folgen, jedoch aktuell viel zu teuer zum Archivieren grosser Datenmengen. Wem es wirklich ernst ist, macht seine Sicherungen auf 2 HDDs, denn: die Festplatte ist bekanntlich mechanisch anfällig. Jedoch ist Sicherung auf CD-R nicht wirklich effektiv, abgesehen von ein paar wenigen supberben Rohlingen (cr und ich sprechen diesbezüglich auch aus eigenen leidtragenden Erfahrungen).

Greez
Paesc
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