Empfehlung für Lautsprecherkabel

+A -A
Autor
Beitrag
bat2.111
Stammgast
#1 erstellt: 08. Jan 2026, 16:15
Hallo zusammen,

ich habe eine Hifi-Anlage Dedon/Canton im mittleren Segment, allerdings hatte ich die Lautsprecherkabel damals im Baumarkt gekauft, daher gehe ich von verkupfertem Alu aus.
Nun erwarte ich keine esoterischen Klangerlebnisse mit reinen Kupferkablen, aber ich möchte gerne meine jetzigen tauschen.
Was (ausser dass ich keine sehr teuren Kabel möchte) sollte ich hier beachten?
Beim Suchen habe ich z.B. das hier gefunden:
Oehlbach SP-40 10m
Nakamichi FanLook Excel Serie 24 10-18 AWG

Habt Ihr Vorschläge?

Danke & Gruß
Pat
DerHilt
Inventar
#2 erstellt: 08. Jan 2026, 16:45
Die Tatsache, dass du im Baumarkt gekauft hast, bedeutet nicht zwangsläufig, dass es CCA ist. Ich habe häufig im Baumarkt (veschiedene) gekauft und habe den Begriff des CCA später mal im Netz gefunden. Kommt wohl aus der DDR.
Lässt sich aber einfach testen: einfach mal einen sauberen Schnitt einer Ader machen, geht ja auch mit der Schere. Dann siehst du direkt, ob dich da Alu oder Kopfer anlacht.
bat2.111
Stammgast
#3 erstellt: 08. Jan 2026, 16:50
Hatte ich schon gemacht, als ich die Bananenstecker angeschlossen hatte – es ist verkupfertes Alu.
Der_Weihnachtsmann
Inventar
#4 erstellt: 08. Jan 2026, 17:20
Kupfer ist Kupfer. Da braucht man keine Unsummen für Marken bezahlen. Ich habe meine auch aus dem Baumarkt (ist aber Vollkupfer). Sonst halt irgendwelche aus dem Internet bestellen, aber eben genau drauf achten, ob CCA oder nicht. Die Beschreibungen sind da z.T. falsch, wenn man sich Rezensionen durchliest. Kabeldirekt u.ä. werden gerne empfohlen.
dan_oldb
Inventar
#5 erstellt: 08. Jan 2026, 17:22
https://www.thomann.de/de/the_sssnake_spk225.htm
2* 2,5mm², 100% Kupfer, 1,70 Euro pro Meter. Schlicht schwarz, tun was sie sollen bzw. nichts was sie nicht sollen, und ich bestelle gerne bei Thomann.
der_Lauscher
Inventar
#6 erstellt: 08. Jan 2026, 17:31
ein 4 qmm wie das vorgeschlagene Oehlbach SP-40 ist sicher nicht notwendig. Ein 2,5 qmm genügt vollkommen, entweder das Oehlbach SP-25, oder das Oehlbach SP-25 Silverline, wenn es ein "Markenprodukt" sein soll. Ansonsten genügt jedes OFC 2x 2,5 qmm, wie z.B. das Thomann-Kabel

Wenn es bereits fertig konfektioniert sein soll, also mit Bananas, dann ein Dynavox Perfect Sound oder das sehr ähnliche Lautsprecherkabel 3.0 Krüger&Matz
bat2.111
Stammgast
#7 erstellt: 08. Jan 2026, 19:08
Danke.

2,5 qmm reichen aus? Mein jetziges hat 4 qmm. VS hat 2 x 70 Watt an 4 Ohm zw. 2 x 40 W an 8 Ohm.

Und was meint ihr zu den Nakamichi FanLock? Ich habe Bananenstecker, aber ich weiß nicht mehr, obs No-Name war etc.


[Beitrag von bat2.111 am 08. Jan 2026, 19:16 bearbeitet]
der_Lauscher
Inventar
#8 erstellt: 08. Jan 2026, 20:07
da fühlen sich die Elektronen nur "gekitzelt"
Ein 2,5 qmm Kabel ist für ca. 20 A spezifiziert, es ergibt sich dabei eine Leistung=4 Ohm x 20A x 20A = 1600 W. Es genügt also locker für deine "paar" Watt

Was erwartest du von den Nakamichi, sind halt der Einstieg und recht "billig". Die Befestigung der FanLock gefällt mir nicht, da das Kabel so aufgedröselt (nur ein kurzes Stück) geklemmt wird. Das hatte mein Denon von 1986 auch so, du kannst halt nicht alle Kabel daran anschließen

Ich würde mir "gefüllte" Hohlbananas suchen, bei dem das Kabel per Hülse mit mind. 2 Madenschrauben fixiert wird. Aber da geht es meist bei ca. 5-7 € pro Stecker los, das wird dir zu teuer sein und wäre vermutlich "überdimensioniert" Verwende halt einfach die, die bei dir rumliegen (außer, es sind solche), oder besorge dir das Kabel mit Bananas
dan_oldb
Inventar
#9 erstellt: 08. Jan 2026, 20:16
Bananenstecker erfüllen neben einer anderen Optik nur den Sinn das man sie leichter umstecken kann. Ansonsten erhöhen sie nur die Anzahl an Übergängen und damit an potentiellen Übergangswiderständen.

Der Unterschied zwischen 2,5 und 4mm² beträgt bei 3m Kabellänge 0,0214 Ohm zu 0,0134 Ohm. Auf Zehntel-Ohm gerundet also 0,0.
*hannesjo*
Inventar
#10 erstellt: 08. Jan 2026, 22:04

dan_oldb (Beitrag #9) schrieb:
Bananenstecker erfüllen neben einer anderen Optik nur den Sinn das man sie leichter umstecken kann.
Ansonsten erhöhen sie nur die Anzahl an Übergängen und damit an potentiellen Übergangswiderständen.

Ohne Zweifel, das ist wohl wirklich " Gewissheit " , mir ging ES auch nur um optische " vergoldete " Aufwertung.
Mit Oehlbach Silverline SP- 25 wurde ES dann perfekt für mich - fürs ach soo kritische Auge , die Ohren hatten
aber ... letztendlich - definitiv " nix " davon .


[Beitrag von *hannesjo* am 08. Jan 2026, 23:09 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#11 erstellt: 09. Jan 2026, 00:02

dan_oldb (Beitrag #9) schrieb:
Der Unterschied zwischen 2,5 und 4mm² beträgt bei 3m Kabellänge 0,0214 Ohm zu 0,0134 Ohm. Auf Zehntel-Ohm gerundet also 0,0.

Hat ein Lautsprecherkabel nicht aber einen Hin- und eine Rückleiter und muss man daher nicht mit 2 x 3m also 6m rechnen

Hat der TE nicht etwas von 10m geschrieben und ergibt sich dann immer noch 0,0 Ohm

Nun, trotzdem reicht meist bei 10m eine Kupferquerschnitt von 2,5mm² aus. Dennoch sollte die Berechnung stimmen, denn was hier steht, könnte sonst weitergegeben werden und demjenigen um die Ohren gehauen werden.



Gruß

Uwe


[Beitrag von Uwe_Mettmann am 09. Jan 2026, 00:07 bearbeitet]
dan_oldb
Inventar
#13 erstellt: 09. Jan 2026, 09:35

Uwe_Mettmann (Beitrag #11) schrieb:
Hat ein Lautsprecherkabel nicht aber einen Hin- und eine Rückleiter und muss man daher nicht mit 2 x 3m also 6m rechnen


Vermutlich schon. Also 0,0428 Ohm zu 0,0268 Ohm. Runden wir auf Zehntel Ohm: Nanu, immernoch 0,0


Uwe_Mettmann (Beitrag #11) schrieb:
Hat der TE nicht etwas von 10m geschrieben


Hat er. Aber vielleicht gibt es das Kabel nur in 10m Länge, wahrscheinlich will er zwei Lautsprecher anschliessen und hat daher 2* 5m, vielleicht stehen die Lautsprecher so nah das er aus den 10m 2* 3m macht: Wir wissen es nicht. Es spielt aber auch keine Rolle.


Uwe_Mettmann (Beitrag #11) schrieb:

Nun, trotzdem reicht meist bei 10m eine Kupferquerschnitt von 2,5mm² aus.


Dafür hast du aber eine Menge Text geschrieben.


Uwe_Mettmann (Beitrag #11) schrieb:
Dennoch sollte die Berechnung stimmen, denn was hier steht, könnte sonst weitergegeben werden und demjenigen um die Ohren gehauen werden.


Meine Berechnung ist in jedem Fall falsch, da sie nur stimmt wenn das Kabel genau und perfekt 3m lang ist, und nur stimmt wenn der TE dafür sorgt das seine Lautsprecherkabel immer perfekt auf 20 Grad Celsius temperiert sind.

Haben wir jetzt genügend Erbsen gezählt?
Uwe_Mettmann
Inventar
#14 erstellt: 09. Jan 2026, 09:59

dan_oldb (Beitrag #13) schrieb:
Dafür hast du aber eine Menge Text geschrieben.

Nun ja, wenn jemand hier falsche Dinge behauptet, sollte man das schon korrigieren dürfen, meinst du nicht auch?


Gruß

Uwe
flexiJazzfan
Inventar
#15 erstellt: 09. Jan 2026, 12:48
Es ist einerseits extrem wichtig, wie dan_oldb es gemacht hat, die Größenordnung bestimmter real existierender physikalischer Effekte aufzuzeigen. Jeder muss dann für sich entscheiden, ob er an irgendeiner Stelle seiner Anlage eine Änderung/Optimierung im Prozent- oder Promillebereich durchzuführen. Über die Klangwirkung solcher Änderungen muss eine offene Diskussion allerdings möglich sein.

Anderseits ist bei Rechnungen und Messungen aller Art Richtigkeit und Ausführlichkeit= Reproduzierbarkeit äußerst wichtig – gerade gegenüber von Forenteilnehmern, die ihr eigenes Bauchgefühl oder dubiose Überlieferungen den exakten Wissenschaften gegenüberstellen.

Der überwiegende Teil der Diskussionen die hier über Kabeleigenschaften, Kondensatorwirkungen, Frequenzgangabweichungen, Lautsprecherausrichtungen, Plattentellermatten etc.etc. läuft im Gebiet der „Erbsenzählereien“ ab. Ich war selbst auf dem Trip, alle Lächerlichkeiten, die die Hifimagazine „getestet“ und empfohlen hatten, auszuprobieren – bis ich bemerkte und ausrechnete, dass es eigentlich konkret im besten Fall immer nur um Bruchteile von Promille von irgendeinem Wert gehen konnte.

Seitdem sehe ich vieles realistischer.

Gruß
Rainer
fplgoe
Inventar
#16 erstellt: 09. Jan 2026, 18:01

DerHilt (Beitrag #2) schrieb:
...den Begriff des CCA später mal im Netz gefunden. Kommt wohl aus der DDR. ...

Wie kommst Du denn darauf? Dort wurde aufgrund Sparmaßnehmen oft CCA verwendet, aber der Name kommt nicht von dort, denn 'bei uns' gab es das genauso.
flexiJazzfan
Inventar
#17 erstellt: 09. Jan 2026, 18:12
Bezogen auf das Gewicht und nicht auf das Volumen ist Aluminium der bessere Leiter! In vielen Bereichen, so auch beim Hantieren mit Kilometern von Kabeln ist dies ein wichtiger Faktor!

Gruß
Rainer
fplgoe
Inventar
#18 erstellt: 09. Jan 2026, 18:48
Aber gerade mechanische Belastungen, also das Biegen der Kabel, sorgt schnell für Brüche im Material. Alu ist eben deutlich spröder als Kupfer.
Yamahaphilist
Stammgast
#19 erstellt: 09. Jan 2026, 19:04
Ich nehme in letzter Zeit einfach 6mm2 Solarkabel verzinntes Kupfer von der 500m Rolle. Restbestand liegt noch in der Garage von der letzten Kletteraktion auf dem Dach. Klingt bahnbrechend gut. Und ist günstig. Sehr empfehlenswert.
Uwe_Mettmann
Inventar
#20 erstellt: 09. Jan 2026, 19:14
Das müssen aber Zwillingskabel sein, also beider Leiter direkt nebeneinander. Einzelne Leitungen sind nicht zu empfehlen.


Gruß

Uwe
fplgoe
Inventar
#21 erstellt: 10. Jan 2026, 04:55

Yamahaphilist (Beitrag #19) schrieb:
... Solarkabel [...] Restbestand liegt noch in der Garage von der letzten Kletteraktion auf dem Dach. ...

Ich hoffe aber, Du weißt, als Sicherungsseil ist sowas nicht geeignet...
Suche:

Anzeige

Aktuelle Aktion

Partner Widget schließen

  • beyerdynamic Logo
  • DALI Logo
  • SAMSUNG Logo
  • TCL Logo

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder930.634 ( Heute: 1 )
  • Neuestes MitgliedKlabautermann47
  • Gesamtzahl an Themen1.563.370
  • Gesamtzahl an Beiträgen21.823.558

Top Hersteller in Kabel, Adapter, Tuning, Zubehör Widget schließen