Einschätzung/Meinungen zu KEF CODA III / Sansui AU- D33

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Redphil
Neuling
#1 erstellt: 04. Mai 2009, 06:11
Habe mir gestern diese Kombi ersteigert. Es gibt leider wenig Infos im Netz, deshalb wäre ich sehr interessiert an Eurer Meinung/Einschätzung zu den KEF-Boxen und dem Sansui-Verstärker.

Bei KEF gibts immerhin schonmal paar Infos zu den Coda:
http://www.kef.com/history/1980/coda3.asp

Und in der engl. wiki unter Sansui:
"In the UK around 1982, the Sansui AU-D101 amplifier and its more powerful sibling the AU-D33, were highly acclaimed by audiophiles and were so well matched to a pair of KEF Coda III speakers that they could be bought as a set from some outlets. These amplifiers used a complex Feed-forward servo system which resulted in very low 2nd order harmonic distortion. Despite this success, Sansui completely failed to follow up with further mass market audiophile components."
Redphil
Neuling
#2 erstellt: 06. Mai 2009, 11:48
So, die KEFs sind schonmal angekommen. Zustand auf den ersten Blick ganz ok.
Werde dann mal meine Eindrücke wiedergeben, wenn der Sansui eingetroffen ist.
Bin allerdings auch weiter an eurer Einschätzung interessiert.
Redphil
Neuling
#3 erstellt: 13. Mai 2009, 16:28
So, Verstärker ist heute etwas verspätet auch eingetroffen.
Gleich Kabel organisiert und das Ganze an den LineOut meines alten Sony-Discmans gehängt.

Eins vorneweg: meine HiFi-Erfahrungen sind begrenzt. Hier läuft sonst ein Logitech Z-680, ein durchaus ordentliches PC-5.1-System, aber halt auch nicht mehr. Ansonsten gibts in der Familie ein paar Heco-Standboxen und beim Kumpel ein paar FineArts.
Die ersten Eindrücke des Sets aus Coda und Sansui sind davon ausgehend sehr positiv. Nach etwas 80er Jahre Rock, der kraftvoll und angenehm voluminös vorgetragen wurde, höre ich gerade die Moldau. Die Musikwirkung ist eine ganz andere als mit dem 5.1 Boxen sonst, die Codas eröffnen ein ganz anderes Klangpanorama. Daneben sind aber auch Feinheiten viel besser herausgearbeitet. Die Zimbeln (?) in der Moldau wirken so beispielsweise wirklich authentisch.
Für mich Laien schwer zu beschreiben, aber damit ist auf jedenfall schonmal klar, daß für die Zukunft ein ordentliches Stereosetup ein Muss ist.

Leider gabs sporadisch Probleme mit einem ausfallenden Kanal, dem muss ich noch auf den Grund gehen. Evntl. Vermutungen, woran das liegen könnte?
Schwergewicht
Inventar
#4 erstellt: 14. Mai 2009, 18:14
Hallo,

die üblichen Kontakt-/Potiprobleme, sind mit Kontaktspray zu beheben. Wenn das Problem dann nicht weg ist könnte es auch noch das Relay sein, ebenfalls zu reinigen.

Dass du ansonsten keine Resonanz bekommst, ist normal, diese Kombination Sansui AU-D 33 und Kef Coda III ist sicherlich extrem selten. Den AU-D 33 hatte ich auch mal, ein normaler, solider Verstärker, die Boxen kenne ich leider nicht.

Redphil
Neuling
#5 erstellt: 16. Mai 2009, 15:32
Freut mich, doch noch eine Antwort zu bekommen.

Nach etwas intensiverer Benutzung hat sich das Kanalproblem jetzt fast von selbst gelöst, nur noch selten gibts ein leichtes Knacken (lässt sich durch Drehen am Lautstärkeregler wegbekommen).
Vermutlich war der Verstärker beim Vorbesitzer länger nicht in Betrieb. Mal sehn, ob sich auch die letzten gelegentlichen Knarzer noch verflüchtigen, ansonsten werde ich mich wohl am Kontaktspray versuchen.

Zur Verbreitung von Coda und dem Sansui:
Ich war, nachdem ich die Kombination so auf wikipedia erwähnt fand, eigentlich davon ausgegangen, daß es eine recht gebräuchliche Zusammenstellung war. Vermutlich war das aber höchstens auf der Insel so und nicht hierzulande.
Boxen und Verstärker scheinen in den 80ern recht günstig vertrieben worden zu sein. Als damaligen Preis für die Boxen habe ich £108.43/Paar gefunden, für den Verstärker 350$. Also seinerzeit vermutlich günstiger Einstieg in die Hifi-Welt.

Anbei noch ein Bild:
http://s3b.directupload.net/file/d/1796/mbvwgxg4_jpg.htm
Schwergewicht
Inventar
#6 erstellt: 16. Mai 2009, 17:10
Der Verstärker hatte 1982 in Deutschland eine UVP von DM 800,--.

Redphil
Neuling
#7 erstellt: 16. Mai 2009, 17:28
Danke für die Information.
Hatte ganz verdrängt, daß die Wechselkurse damals natürlich anders waren. War der Sansui also doch nicht ganz so günstig.
Schwergewicht
Inventar
#8 erstellt: 16. Mai 2009, 17:30
Solide Mittelklasse, es gab immerhin 2 bei Sansui, die unter dem 33er angesiedelt waren.

skr-172cc
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 14. Nov 2010, 12:22
den d33 hatt ich auch mal =) nettes teil
Redphil
Neuling
#10 erstellt: 17. Mrz 2011, 20:07
So, ich muss den Thread nochmal rauskramen.
Die Probleme mit aussetzendem Kanal habe ich auch nach vorsichtigem Einsatz von Ballistol nicht beheben können. Bei niedriger Lautstärke setzt zuverlässig ein Kanal aus. Mit etwas Rumdrehen gibt sich das dann wieder - ist aber halt nervig.
Ich wollte jetzt eigentlich den Sansui loswerden und habe günstig einen neuen, alten Verstärker erworben (JVC AX-550). Damit laufen zwar beide Kanäle durch, es gibt aber ein neues Problem - ein nerviges, hohes Grundbrummen aus den Boxen - davon gibts beim Sansui keine Spur. Da mir der JVC auch so nicht sehr gefällt (z.B. wg. Kunststoffreglern ...), würde ich doch den Sansui gerne wieder instand setzen. Irgendwie habe ich ihn auch etwas lieb gewonnen ... .
Also bitte ich um Hinweise, was ich noch probieren kann, um den Sansui flott zu bekommen.
Falls jemand eine Idee hat, was mit dem JVC los ist, wäre ich natürlich auch da für Hilfe dankbar.
stefan_4711
Inventar
#11 erstellt: 17. Mrz 2011, 20:26

Redphil schrieb:
Für mich Laien schwer zu beschreiben...


Kein Problem, die Vokalen für eine vernünftige Klangbeschreibung sind kein Geheimniss...

Audiophile Terminologie

... und das Gehör kann man auch schulen.

Wie kann ich mein Gehör schulen

Jeremy
Inventar
#12 erstellt: 18. Mrz 2011, 11:03
Also - es ist doch eigentl. ganz klar, was man in einem solchen Fall macht: Man gibt das entspr. Gerät zu einem Fachmann zur Überholung - das wird hier (zu Recht) doch oft genug erwähnt. Und in Frage kommen eben der hier: http://cgi.ebay.de/V...&hash=item45f941a5df
und Armin Kahn: www.good-old-hifi.de

Das laienhafte 'selberdranrumgebastel' bringt doch nix!

BG
Bernhard
kadioram
Inventar
#13 erstellt: 18. Mrz 2011, 14:42

Redphil schrieb:
So, ich muss den Thread nochmal rauskramen.
Die Probleme mit aussetzendem Kanal habe ich auch nach vorsichtigem Einsatz von Ballistol nicht beheben können.


Balistol ist auch ein Schmier- und kein Reinigungsmittel. Damit kriegst du die Potis nicht sauber, nur geschmeidig leichtgängig.

Spül die Potis am besten erst mal mit 99%igem Isopropanol durch. Danach ggf. ein Reinigungsspray und dann erst vll. Balistol.

Zum Thema Potireinigen benutz einfach mal die Suchfunktion, da gibt es haufenweise Tips und Tricks.


Grüße
Redphil
Neuling
#14 erstellt: 18. Mrz 2011, 18:04

kadioram schrieb:
Balistol ist auch ein Schmier- und kein Reinigungsmittel. Damit kriegst du die Potis nicht sauber, nur geschmeidig leichtgängig.

Ja, leichtgängiger liefen sie.
Ich hatte damals vor dem Ballistol-Versuch schon die SuFu genutzt, offenbar wurde es da öfters empfohlen. Na, dann muss ich mal in die Apotheke marschieren und Isoprop organisieren - auf zum nächsten Versuch.
Danke für den Tip.

@Jeremy: Fachmann kommt bei einem 30 Eus-Verstärker für mich leider nicht in Frage.
Jeremy
Inventar
#15 erstellt: 18. Mrz 2011, 23:42
Muß natürl. jeder selbst entscheiden, was er ausgeben möchte/kann; aber - im Grunde - ist das eigentl. nix Halbes und nix Ganzes. Bei einem Verstärker aus den frühen 80ern, bei dem zeitw./öfter ein Kanal ausfällt, liegt garantiert nicht nur selbiges im Argen, sondern da muß bestimmt auch mal der Ruhestrom neu eingestellt werden, da sind vermutl. etliche Kleinkondensatoren gealtert und weisen nicht mehr die vorgesehenen µF-Werte auf, vielleicht sind auch die Netzteilelkos nicht mehr 100%ig ok, vielleicht gibt's kalte Lötstellen, etc.

Die KEF-Coda würden unter anderen Voraussetzungen bestimmt viel besser klingen.

Also - ich hätt' keine Lust, so Musik zu hören - mit 2 Verstärker-Ruinen die eigentl. beide überholbedürftig sind.
Dann spar halt auf einen anderen Verstärker-Klassiker - am besten gleich v. Fachmann überholt.
Klar ist es momentan ".... aber halt nervig".

Der Ballistol-Versuch ist, wenn überhaupt, doch auch nur von kurzer Dauer erfolgreich.

BG
Bernhard


[Beitrag von Jeremy am 18. Mrz 2011, 23:44 bearbeitet]
marantzdohle
Stammgast
#16 erstellt: 19. Mrz 2011, 09:06
Hallo Jeremy,
Zu Deinem vorstehenden Kommentar:

Zutreffender und kürzer kann man es nicht auf den Punkt bringen !!!

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