Mikrofon bedämpfen (nicht elektrisch)

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M5-Tim
Neuling
#1 erstellt: 30. Jan 2010, 22:08
Hallo zusammen,


ich habe ein kleines Problem:
Und zwar benutze ich im Rennauto ein Handy mit einem Headset Nokia HS-47.
Im Rennauto ist es aber so extrem laut, das dieses Mikrofon total überfordert ist und nur am Anschlag arbeitet.
Ich muss nun dieses Mikrofon so bedämpfen, das man mich versteht. Das kann ruhig schlecht aussehen, es muss nur funktionieren. Ich hatte schon überlegt irgendetwas um dieses Mikrofon zu wickeln.

Ein ordentliches Headset, das dafür geeigenet ist kostet ca. 800Euro und das will ich nicht ausgeben.

Die Höhen kann man ruhig dabei rausfiltern und auch den rest sehr stark dämpfen.

Hat jemand eine Ahnung was ich um das Mikrofon wickeln kann?
Oder jemand eine Idee was ich sonst verwenden könnte um dahin zu kommen?


Danke schön!


MfG Tim
M5-Tim
Neuling
#2 erstellt: 31. Jan 2010, 12:15
Ich habe das Headset zerlegt und fotografiert. Hoffentlich sieht man was:

http://img638.imageshack.us/img638/5999/p1050756.jpg

Dieses kleine Mikro kann ich auch auslöten und ein adäquates Mikro einlöten.
Kann mir jemand ein Mikro empfehlen was ich dort einlöten könnte?


MfG Tim
M5-Tim
Neuling
#3 erstellt: 31. Jan 2010, 12:55
Ich habe eine Idee.

Ich kaufe mir eine Mikrofonkapsel MCE101. Die hat eine Empfindlichkeit von -38dB. Alle anderen Mikrofonkapseln die ich gefunden habe, hatten eine höhere Empfindlichkeit.

Dieses Mikrofon werde ich dann in ein kleine Stück Rohr einkleben. Das Endteil werde ich mit Harz verschließen.
Das Rohr stopfe ich dann mit einem Stoff zu und umwickel das Rohr dann mit einem Frotte-Tuch.

Das wäre dann mein 1. Prototyp. Hat jemand eine Idee ob das klappen könnte oder einen besseren Vorschlag?


Danke schön!


MfG Tim
HiFi-Selbstbau
Inventar
#4 erstellt: 31. Jan 2010, 14:43
Hi M5-Tim,

laut MONACOR hat die MCE-101 eine ganz normale Empfindlichkeit von 5.6 mV/Pa (s. http://www.monacor.d...=2719&spr=DE&typ=u). Die laut MONACOR unempfindlichste wäre MCE-204NC mit 2.0 mV/Pa (s. http://www.monacor.d...=5188&spr=DE&typ=u). Die Elektretmikros streuen aber mit ihrer Empfindlichkeit z.B. +/- 4 dB, so dass eine leise MCE-101 genau so laut sein kann wie eine laute MCE-204NC.

Mein Rat: umwickle die Abdeckung/Öffnung des vorhandenen Mikros so lange mit TESA-Tape bis es nicht mehr übersteuert. Das senkt mechanisch die Empfindlichkeit.

Gruß Pico
M5-Tim
Neuling
#5 erstellt: 31. Jan 2010, 16:32
Hallo Pico,


danke für deine Antwort. Ich werde mir dann so ein Mikro bauen und testen wie gut das funktioniert.
An Tesa-Film hätte ich jetzt sogar als letztes dran gedacht.

Ich bau mir dann mal ein Mikro und im März wird das dann life getestet. Ich bin ja mal gespannt.



MfG Tim
HiFi-Selbstbau
Inventar
#6 erstellt: 01. Feb 2010, 16:26
Hi M5-Tim,

ich dachte an ein textiles Klebeband (z.B. von TESA).

Diese zugegebenermaßen recht hemdsärmelige "Lösung" würde ich zuerst ausprobieren. Du kannst das Headset ja z.B. ganz nahe an eine Lautsprecherbox legen um den "Krach" im Rennauto zu simulieren und dann gucken ob das Textilklebeband eine Verbesserung bringt.

Gruß Pico
M5-Tim
Neuling
#7 erstellt: 01. Feb 2010, 22:17
Jetzt verstehe ich. Danke!
Ich habe mir jetzt schon alles bestellt und werde nächste Woche mit dem "basteln" anfangen.
Wenn ich fertig bin und es wirklich funktioniert, fotografiere ich das auch einmal und stelle es hier online.

Die Idee mit den Lautsprechern ist super. Dadrauf wäre ich nicht gekommen.
Ich hätte jetzt 2 Versionen gebaut und im März auf der Rennstrecke getestet.


Danke schön!
Hmeck
Inventar
#8 erstellt: 03. Feb 2010, 23:28
Vielleicht solltest du es mal mit Kehlkopfmikrofonen probiere. Kann man evtl. auch billig aus alten Beständen von Feuerwehr oder so bekommen. Das Tragen soll allerdings sehr gewöhnungsbedürftig sein.
M5-Tim
Neuling
#9 erstellt: 04. Feb 2010, 21:59
Ein Kehlkopfmikrofon kannte ich bis dato nicht. Super interessant.
Die gibt es sogar relativ preiswert bei Ebay wenn man etwas sucht.

Wie sieht es denn mit diesen Mikrofonen aus? Was geben die an Signalstärke raus? Kann man die einfach da anschließen wo sonst ein Kondensatormikrofon angeschlossen ist.

http://cgi.ebay.de/M...?hash=item35a6c65d89
Hmeck
Inventar
#10 erstellt: 04. Feb 2010, 23:00
Schau dir das erstmal an:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kehlkopfmikrophon

Mikrofontechnisch tippe ich eher auf ein dynam. Prinzip, da Kondensatormikros bei Körperschall nicht machbar sind. An anderer Stelle habe ich mal gelesen, daß das Tragen sehr gewöhnungsbedürftig ist.
M5-Tim
Neuling
#11 erstellt: 05. Feb 2010, 20:38
Ein Kollege hat IRGENDWO ein Kehlkopfmikrofon. Mal sehen ob er es findet. Dann werde ich mich mit dem Oszilloskop mal hin setzen und schauen was es so von sich gibt.

Bis dahin baue ich meine normale Mikrofon-Version.

Im Reglement muss ich auch noch nachlesen ob ein Kehlkopfmikrofon erlaubt ist. ICh muss ja feuerfeste Kleidung tragen sowie feuerfeste Unterwäsche. Keine Ahnung ob ich dadrunter noch das Mikrofon tragen darf.


Am Montag werde ich mit der Arbeit beginnen. Ich freu mich drauf.
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