Air- Motion richtig bedämpfen??

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schandi
Stammgast
#1 erstellt: 18. Feb 2005, 03:04
Hallo,

Ihr kennt ja den Air-motion Wandler von eton.
hab in eine forum gelesen das es auf die richtige bedämpfung ankommt, im HH Heft empfehlen sie filz als bedämpfung.
in dem forum (das ich nicht mehr find) sagen sie kein filz sonder 50mm dickes irgendwas.
soll besser sein den frequenzgang zu glätten der mit filz, echt nicht sehr linear verläuft.
hab es heute nachgemessen, weiß jemand was für ein material gemeind ist??

gruß a.
donhighend
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 18. Feb 2005, 11:05
Hallo Schandi,

nun, der ER4 reagiert in der Tat relativ launisch, was die Bedämpfung angeht. Dennoch denke ich, ist es nicht ganz so einfach, Deine Frage pauschal zu beantworten. Ich selbst betreibe die "Duetta", welche vor einiger Zeit in der "Klang&Ton" vorgestellt wurde. In ihr arbeitet im Hochtonbereich besagter ER4, welcher mit Trittschalldämmung für Laminat bedämpft ist. Es handelt sich um die grüne Standardware, die in jedem Baumarkt in Form von Platten erhältlich ist. Hinter den ER4 werden 2 passende Stücke dieser Platten gelegt und durch das Festschrauben des Hochtöners zusammengepresst. In der "Duetta" stellt sich, im Zusammenspiel ihrer Chassis und Weiche, ein linearer Frequenzgang ein. Ich habe einmal experimentiert, indem ich eine Lage durch Filz ersetzt habe. Es wurde schlechter. Das dürfte aber, sofern meine Sachkenntnis mich nicht im Stich lässt, nur in dieser Anwendung stimmen. Bei der Auswahl anderer Spielpartner für den Mitteltonbereich und entsprechend anderer Weichentopologie kann es widerum ganz anders aussehen. Es kann durchaus sein, dass ein anders gearteter Frequenzgang des ER4 im Zusammenspiel mit anderen Mitteltönern, oder auch Tiefmitteltönern, durchaus wünschenswert ist und zu einem insgesamt glatten Amplitudenfrequenzgang führt. Es ist also viel Hör-, Mess- und Abstimmarbeit vonnöten...


Viel Spass beim Probieren wünscht


[Beitrag von donhighend am 18. Feb 2005, 11:07 bearbeitet]
schandi
Stammgast
#3 erstellt: 18. Feb 2005, 15:55
Danke,
eine pauschallösung wäre da nicht schlecht, um mir das hin und her zu sparen.
kannst du noch genauere angaben zu dem material machen?
trittschalldeämmung, ist das nicht so eine art störopor?
donhighend
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 18. Feb 2005, 16:12
Hallo,

wie gesagt, eine Pauschalllösung gibt es definitiv nicht, da es von zu vielen Faktoren abhängt. Den glattesten Einzelfrequenzgang erhälst Du nach meinen Messungen mit der trittschalldämmung. Es gibt zu dieser keine Markenbezeichnung. Es handelt sich um grüne Platten, etwa 70x70(geschätzt) groß, mit einer faserigen Struktur. Zumeist ist ein Umweltzertifikat auf die Packung gedruckt. Der Frequenzgang wird bei diesem Material am unteren Übertragungsbereich ein wenig "unterstützt". Solltest Du aber den ER4 erst ab einer höheren Trennfrequenz nutzen, ist dies eventuell nicht von Bedeutung...

Gruß
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#5 erstellt: 18. Feb 2005, 16:52
Hallo Andreas,
die Antwort auf deine Mail stelle ich hier hinein, da es auch andere interessieren könnte. Bevor ich den ER4 in Boxen eingesetzt habe, machten Walter Fuchs und ich eine ganze Messserie mit verschiedenen Gehäusen und Bedämpfungen. Einen Teil davon habe ich beim Duetta-Artikel in K+T 1/02 veröffentlicht. Als bestes Material erwies sich damals Bofoam, das heute in Deutschland nicht aufzutreiben ist. In der Duetta kamen zwei Weichfaserplatten in 5,5 mm Dicke, ein Naturprodukt und nicht aus Kunststoff(!), zum Einsatz. Heute benutze ich 6 mm Moosgummi mit einer Unterlage aus Reißwolle.

Gruß Udo
schandi
Stammgast
#6 erstellt: 18. Feb 2005, 18:18
Dankeschön,
genau, Bofoam das war es, leider nicht mehr zu bekommen (ausser österreich und schweiz).
der moosgummi wird wahrscheinlich unter vorspannung hinter den er4 gepresst oder sollte ein abstand zu der rückwand des HT bleiben?

gruß andi
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#7 erstellt: 18. Feb 2005, 23:38
Hallo Andreas,
das mit der Schweiz kann stimmen, denn ACR hat Bofoam vertrieben.
Das Moosgummi soll unter leichtem Druck platt am ER4 anliegen. Dafür sorgt eine Lage Reisswolle, die bei Intertechnik Muhwolle heißt.
Lustig ist die Entstehung des Namens. Er stammt von Anselm Andrian, vielen CarHifi-Fans durch seine Entwicklungen bekannt. Er füllte Gehäuse mit der Wolle und rief laut "Muh" hinein. Wenn dann kein dröhnendes Echo mehr aus der Kiste zu hören war, stimmte die Füllmenge. Wer jetzt an einen Scherz glaubt, sollte es selbst probieren.

Gruß Udo
schandi
Stammgast
#8 erstellt: 19. Feb 2005, 12:52
Hallo Udo,

Danke für die infos, die kann ich gut brauchen für meine e-motion. wer weiß schon was da am bessten wirkt.
zu der kuh geschichte fällt mir gerade nix mehr ein.

grüße meinerseitz
markusred
Inventar
#9 erstellt: 21. Feb 2005, 12:14
Hallo Udo,

zeigt die glatte oder die rauhe Seite des Bofoams in Richtung Membran? Wie unterscheiden sich Bofoam und Weichfaserplatte im Frequenzgang und/oder Klang?

Ich habe bei der Duetta Top Weichfaserplatte genommen und es ist mir immer noch zuwenig Präsenzbereich vorhanden. Und das obwohl der Frequenzgang auf dem Ultracurve ausgeglichen aussieht.


[Beitrag von markusred am 21. Feb 2005, 12:15 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#10 erstellt: 21. Feb 2005, 13:46
Hallo Markus,
die glatte, luftundurchlässige Seite liegt am ER4 an. Zur fehlenden Präsenz kann ich nur soviel sagen: Vordergründig ist die Duetta Top nicht abgestimmt. Sie ist halt ein Lautsprecher für entspanntes Musikhören, ohne irgendwann lästig oder gar aufdringlich zu werden.

Gruß Udo
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