Weichenbauteile - Qualität vs. Einsatzzweck

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Granuba
Inventar
#1 erstellt: 17. Jul 2005, 12:00
Ok Leute, mein nächstes Projekt befindet sich ja in Planung: Wir nannten ihn "Fluffi". Fluffi ist ein FAST und wird wegen Geldmangel erstmal passiv gebaut werden! Dazu hätte der Breitbandfetischist einige Fragen zu den F.-Weichenbauteilen:

Impedanzlinearisierung

Fluffi kriegt nen 30er Bass, getrennt wird mit 12Db (15mH/100µf), da brauch ich aber ne Impedanzlinearisierung. Grobe Bauteilwerte sind 18mH, 220µf und 6,8Ohm. Brauchts da Highendbauteile? Speziell die Spule wird teuer, oder darfs da auch was günstiges sein, solang der interne Widerstand nicht zu groß ist etc.? Spricht da was gegen eine Pilzkern-/Rollenkernspule oder dergleichen? Ich lese immer, daß man bei bei der Impedanzlinearisierung nicht die teuersten Sachen verbauen muss....

Hochpass/Tiefpass

Beim Tiefpass will ich auf eine Trafokernspule zurückgreifen mit ordentlich Drahtdurchmesser, z.b. von Intertechnik? Spielt es da eine wichtige Rolle von wegen Sättigung etc.?
Beim Hochpass: Elko´s sind günstig, aber auch gut?

Erstmal genug Fragen, jetzt gibts Kaffee...

Murray
V.I.B
Stammgast
#2 erstellt: 17. Jul 2005, 13:19
Bei der IL reichen günstige Bauteile. Ein rauer Elko ist schon zuviel des guten
Nutzt du einen Röhrenamp ? Ansonsten wäre eine IL für mich rausgeschmissenes Geld wenn man nur mit Transis arbeitet. Belastet nur den Verstärker zusätzlich.

Hochpass:
Bei einem Chassis für 10€ würde ich mich auf Gut&Günstig beschränken. Bei Sachen die auch vernünftig Klingen kann man die 2€ für MKP/MKT ruhig investieren, vor allem weil die Toleranzen kleiner sind.
Granuba
Inventar
#3 erstellt: 17. Jul 2005, 13:23
Nein, Röhre ist nicht vorhanden, sondern eine Transe! Allerdings: Ich trenne tief und es ist eine Bassreflexkonstruktion, deswegen sollte ich da wohl eine IL vornehmen, oder?
Und nein, die Chassis sind etwas teurer... Trotzdem: 100u in MKT/MKP sind etwas teuer!

Murray
V.I.B
Stammgast
#4 erstellt: 17. Jul 2005, 13:33
Mir hat man letztens noch erzählt das eine IL für die eigene Box unnötig ist wenn man nicht vorhat eine Röhre vorzuschalten. Dabei ging es auch um eine BR-Konstruktion.
Da ich aber nicht alles glaube was mir erzählt wird hatte ich trotzdem eine IL eingesetzt und zu meinem erstaunen keinen Unterschied feststellen können.
Bei Strassacker ist folgendes zu lesen:
Sie haben eine Lautsprecherbox mit 8 Ohm, die beispielsweise bei 1000 Hz ein Impedanzmaximum von 16 Ohm hat. Diese Impedanzerhöhung ist für konventionelle Verstärker nicht von Bedeutung.

Schließen Sie diese Box jedoch an einen Röhrenverstärker an, so führt diese Impedanzerhöhung beim Röhrenverstärker zu einem überhöhten Pegel bei der Frequenz von 1 kHz. Daher möchte man die erhöhte Impedanz in der Weiche ausgleichen.


100µ als MKT ist in der Tat kein Schnäppchen
Dabei kann man aber 60-70µF als Elko glatt ausführen und dann den Rest parallel als MKP/MKT. So wird es deutlich günstiger.
eBernd
Stammgast
#5 erstellt: 17. Jul 2005, 13:33
Die Spule in der IL kann den zusätzlichen Widerstand (6,8 Ohm) "auffressen". D. h. sie kann relativ dünnen Drahtdurchmesser haben und die Reihenschaltung aus Spule und Widerstand sollte dann zusammen auf die 6,8 Ohm kommen.

Gruß, Bernd
bolandi
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 17. Jul 2005, 13:34
Hallöchen,

bei tiefen passiven Trennungen braucht´s eigentlich immer eine Entzerrung der Einbauresonanz des Tieftöners, es sei denn man steht auf Bläh und Wummer, die Wechselwirkung zwischen Imp und Tiefpass führt normalerweise zu mindestens 3-5dB Überhöhungen mit schlechtem Ausschwingen im oberen Bassbereich.
Aber ein Elko glatt darf´s für die Entzerrung schon sein.
Für den Hochpass eine Mischung aus Elko glatt und 1/5 bis 1/3 MKP oder MKT könnte als Preis-Leistungsempfehlung durchgehen...
Wenn´s vom Wert und Innenwiderstand her ausreicht empfehle ich die I-Punkt-Spulen von I.T. für den Tiefpass, billig und gut... Gegebenenfalls zwei in Reihe...?

Ciao, Günther
Granuba
Inventar
#7 erstellt: 17. Jul 2005, 13:41
Die Antworten helfen mir mal schon weiter:

- Kondensatoren also in Mischung Elko und MKT.
- Bauteile bei der IL können ruhig etwas günstiger sein, solange die Bauteilwerte stimmen.


bei tiefen passiven Trennungen braucht´s eigentlich immer eine Entzerrung der Einbauresonanz des Tieftöners, es sei denn man steht auf Bläh und Wummer, die Wechselwirkung zwischen Imp und Tiefpass führt normalerweise zu mindestens 3-5dB Überhöhungen mit schlechtem Ausschwingen im oberen Bassbereich.


Deswegen eine IL! Zudem dürfte das Teil als Nebeneffekt dann auch an einem Röhrenverstärker laufen, 93dB Wirkungsgrad sei Dank!
Granuba
Inventar
#8 erstellt: 17. Jul 2005, 13:54
Hier mal die Weiche, die teilweise (bis auf die Impedanzlinearisierung) schon erprobt ist:



Der Fostex läuft in kleinem Volumen (Um 5 Liter geschlossen), der Eminence in knapp 110 Liter Bassreflex.

Murray
bolandi
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 17. Jul 2005, 13:55
Hallöchen,
man sollte immer unterscheiden zwischen der Impedanz vor und nach der Weiche...
Trotz Entzerrung der Einbauresonanz, die für die Funktion der Weiche massgeblich ist, erzeugt deine Weiche ja wieder eine Impedanzerhöhung bei der Trennfrequenz, die für Verwendung eines Röhrenverstärkers mit niedrigem Dämpfungsfaktor dann wieder extra entzerrt werden muß um nicht zu Bläh auf der Trennfrequenz zu führen...
(Oder man baut eben eine evtra"Röhrenamp"-Weiche, die diese Effekte bewußt mit integriert und dann ohne Entzerrung auskommt...)

ciao, günther
Granuba
Inventar
#10 erstellt: 17. Jul 2005, 13:56

bolandi schrieb:
Hallöchen,
man sollte immer unterscheiden zwischen der Impedanz vor und nach der Weiche...
Trotz Entzerrung der Einbauresonanz, die für die Funktion der Weiche massgeblich ist, erzeugt deine Weiche ja wieder eine Impedanzerhöhung bei der Trennfrequenz, die für Verwendung eines Röhrenverstärkers mit niedrigem Dämpfungsfaktor dann wieder extra entzerrt werden muß um nicht zu Bläh auf der Trennfrequenz zu führen...
(Oder man baut eben eine evtra"Röhrenamp"-Weiche, die diese Effekte bewußt mit integriert und dann ohne Entzerrung auskommt...)

ciao, günther


Ok, vergessen wir das ganze mit dem Röhrenverstärker, ich höre eh mit Transe!

Murray
geist4711
Inventar
#11 erstellt: 17. Jul 2005, 17:50
ich habe hier selbst mit röhren-amp keine klanglichen nachteile ohne IL, im gegenteil, mit IL war der gesammt-wirkungagrad und das impulsverhalten schlechter.
wenn's nicht unbedingt nötig ist, baue ich sowas garnichtmehr ein.
zu den sonstigen weichenteilen, 'normale' 1mm-drahtspulen(ohne kern wegen sättigungsgefahr des selben)
und MKP's ab mittelton-zweig verbaue ich immer, genauso wie mir 1,5mm²für die innenverkabelung und auch überhaupt ausreicht, normalerweise fährt man ja nicht im kw-leistungsbereich....
mfg
robert
Granuba
Inventar
#12 erstellt: 17. Jul 2005, 18:01
Anscheinend verstehst du nicht ganz mein Problem...
Ohne IL hat man einen fiesen Buckel im F.-Gang:



(Mit und ohne IL)

Ist zwar nur ne Simu, wie stark der in Realität ausgeprägt ist.... Gute Frage, nächste Frage!

Murray
Spatz
Inventar
#13 erstellt: 17. Jul 2005, 18:19
Zur Erklärung für alle:

Bei der hier benutzten IL handelt es sich nicht um eine Maßnahme, die den oberen Impedanz-Bereich (so ab 1 kHz) linearisiert, um mit einer Röhre zusammenarbeiten.

Die hier benutzte Maßnahme sorgt für ein einwandfreies Verhalten des Tiefpasses.
Wie wir alle wissen, gibt es bei allen Chassis im unteren Übertragungsbereich Impedanzspitzen, die oft einen Vielfach höheren Widerstandswert haben.
Filter (Hoch- und Tiefpässe) sind aber auf einen linearen Impedanzverlauf ausgelegt. Deswegen würden diese Impedanzspitzen bei einer Trennfrequenz in der Nähe der Resonanzfrequenz oder der BR-Abstimmfrequenz für einen ungeraden Filterverlauf mit vielen Überschwingern erzeugen.

Und da bei diesem FAST eine niedrige Trennfrequenz vorliegt, muss die Impedanz linearisiert werden...



@ Murray:

Soweit ich weiss, kann man als günstige IL auch einfach einen Parallelwiderstand einlöten. Probier das mal!
bolandi
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 17. Jul 2005, 18:24

Spatz schrieb:

@ Murray:

Soweit ich weiss, kann man als günstige IL auch einfach einen Parallelwiderstand einlöten. Probier das mal!


Das ist zwar richtig, allerdings sinkt dabei die Gesamtimpedanz sehr stark und der Verstärker wird entsprechend belastet. Da der Delta 12LF einen RDC von um die 6Ohm besitzt, dürfte der Parallelwiderstand kaum größer ausfallen, damit würde die Gesamtimpedanz im Tieftonzweig auf ca. 3Ohm fallen, verdächtig niedrig...
Ausserdem wird halt unnötig Energie verbraten, also ist das normale Entzerrglied schon angebrachter...
So teuer sind die Bauteile nun auch wieder nicht...

Ciao, günther


[Beitrag von bolandi am 17. Jul 2005, 18:25 bearbeitet]
Granuba
Inventar
#15 erstellt: 17. Jul 2005, 18:26

@ Murray:

Soweit ich weiss, kann man als günstige IL auch einfach einen Parallelwiderstand einlöten. Probier das mal!


Ich bin noch nicht in der Bauphase!
Aber soviel zum Parallelwiderstand: Theoretisch könnte das funktionieren, aber das senkt den Wirkungsgrad doch beträchtlich!

Murray
usul
Inventar
#16 erstellt: 17. Jul 2005, 18:27

Spatz schrieb:

@ Murray:
Soweit ich weiss, kann man als günstige IL auch einfach einen Parallelwiderstand einlöten. Probier das mal!

Hui, hab von solchen Sachen zwar nicht viel Ahnung, aber das klingt mir gefährlich. Damit das ganz etwas bringt, müsste der Widerstand in der Grössenordnung der Impedanz liegen. Und damit halbiert sich dann die Impedanz des Tieftonzweiges. Nicht nur, dass das für den Verstärker problematisch wird, sondern der Widerstand verbrät dann auch ordentlich Leistung, nämlich mehr als die eigentliche Box (da deren Impedanz im Mittel dann höher sein dürfte als der Parallelwiderstand).

Anders wäre es, wenn der Parallelwiderstad deutlich grösser wäre als die Impedanz, in diesem Fall dürfte die Impedanz dann aber immer noch stark schwanken und die Problematik mit der Frequenzweiche nicht gelöst sein.

Hoffe mal, dass ich nicht zu viel Mist erzählt habe, das waren jetzt nur meine Überlegungen mit dem Wissen des Physik-Unterrichts...
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#17 erstellt: 17. Jul 2005, 18:40
Hallo Murray,
wenn jetzt nicht allzu viele Dinge meinen Blick trüben, liegt der Buckel ganau an der Stelle der niedrigsten Impedanz. Die ist mit deutlich unter 4 Ohm für ein 8-Ohm-Chassis mehr als niedrig. Daher schließe ich eher auf ein nicht passendes Filter, das den Überschwinger erzeugt. Auch falsche Eingabedaten könnten verantwortlich sein, denn allein mit den Werten für L und C kann die niedrige Impedanz nicht erklärt werden. Schau dir die Impedanzkurve einmal ohne Filter an, vielleicht trennst du mit einer zu kleinen Spule und zu großem Kondensator für die Impedanz an der Trennfrequenz. Wenn du andererseits die Trennung ein wenig höher legst, bist du auch ohne Linearisierung der Impedanzspitze auf dem besseren Weg.

Gruß Udo
bolandi
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 17. Jul 2005, 18:52

Udo_Wohlgemuth schrieb:
Hallo Murray,
wenn jetzt nicht allzu viele Dinge meinen Blick trüben, liegt der Buckel ganau an der Stelle der niedrigsten Impedanz. Die ist mit deutlich unter 4 Ohm für ein 8-Ohm-Chassis mehr als niedrig. Daher schließe ich eher auf ein nicht passendes Filter, das den Überschwinger erzeugt.

Gruß Udo


Hallöchen, Udo,

sorry, aber das ist doch genau der immer festzustellende Effekt bei Wechselwirkung zwischen der Einbauresonanz und der Weiche, selbst bei einem 6dB/Okt.-Filter zeigt sich dann typischerweise ein Impedanzminimum am Ort der früher zur Einbauresonanz hin ansteigenden Flanke... Schau´dir das mal in irgendeiner Simu an...

ciao, günther


[Beitrag von bolandi am 17. Jul 2005, 18:53 bearbeitet]
V.I.B
Stammgast
#19 erstellt: 17. Jul 2005, 18:54
@Murray:

Nur als Simulationstipp:
In der Simulation hat Deine Spule 0Ohm und das kann das Ergebnis verfälschen. Vielleicht nicht gerade bei diesem Projekt aber es ist eine Abweichung vorhanden.
Im schlimmsten Fall simulierst du dir so den FG zurecht und setzt später 15mH Luftspulen ein die die Simulation dann überflüssig machen.
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#20 erstellt: 17. Jul 2005, 19:02
Hallo Günther,
deshelb gab ich den Tipp, die Trennfrequenz etwas höher zu legen, um aus dem "Impedanzloch" herauszukommen oder die Wert für L und C zu ändern. Dass beides einfacher zum Ziel führt, will ich keineswegs behaupten, ich habe es nicht mit dem Chassis ausprobiert *g*.

Gruß Udo
Granuba
Inventar
#21 erstellt: 17. Jul 2005, 19:32
Ok, folgendes:

http://www.audiodiskussion.de/foren/fullrange/msg.php?idx=11457

Das Vorbild, nur vermute ich einen Bassbuckel aufgrund der tiefen Trennung! Gleichzeitig will ich meinen FE206e so tief wie möglich betreiben und ungern direkt im Stimmbereich trennen! Es funktioniert definitiv mit der Weiche ohne IL, Die frage ist nur, wie gut das funktioniert....

Murray

Edit: Ich fand ein ähnliches Projekt im Netz, daß für den Eminence folgenden Filter nutzt mit seltsamen Werten:





[Beitrag von Granuba am 17. Jul 2005, 19:51 bearbeitet]
bolandi
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 17. Jul 2005, 20:27

Udo_Wohlgemuth schrieb:
Hallo Günther,
deshelb gab ich den Tipp, die Trennfrequenz etwas höher zu legen, um aus dem "Impedanzloch" herauszukommen oder die Wert für L und C zu ändern. Dass beides einfacher zum Ziel führt, will ich keineswegs behaupten, ich habe es nicht mit dem Chassis ausprobiert *g*.

Gruß Udo



Hi, Udo, schon richtig, aber er wollt´ ja nicht erst bei 800 Hertz trennen... (drunter werden die Wechselwirkungen zwar geringer, aber spürbar bleiben sie doch und einen 3dB-Boost finde ich an der Stelle kaum angenehmer als einen 6dB-Boost)
Was habt ihr bloß gegen ´ne ganz einfache Entzerrung...? Bauteile für vielleicht 15,-- Euronen und Murray hat´n leichtes Leben... Ich würd´s ihm ja gönnen...

Ciao, günther
bolandi
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 17. Jul 2005, 20:35
Hallöchen, Murray,

den Sinn der angegebenen Schaltung für den Delta kann ich nicht erfassen. Die sorgt (jedenfalls bei einem deinem ähnlichen Gehäuse) nach meinem Ansehen für einen gut 6dB-Buckel bei 100 Hertz mit hoher Güte... Der Bereich zwischen 60 und 80 Hertz wird eher abgesenkt... Für was für ein Gehäuse soll das denn sein, könnte jemand so versucht haben ein TML-Loch zu füllen...?

Ciao, Günther
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#24 erstellt: 17. Jul 2005, 20:39
Hallo Günther,
du hast ja recht, aber wenn er schon probiert, kann er auch mal eine Trennung bei 3-400 Hz durchrechnen ohne weitere Kosten zu haben *g*. 15 Euro nur so zum Test ausgegeben sind für manchen nicht viel, doch wer mit seinen Penunsen gut haushalten muss, spart bei einer höheren Trennung sogar noch Geld durch die dann kleineren Bauteile. Noch einmal sei es gesagt: Ob es zum Ziel führt, weiß ich nicht.
Nachdem ich mir die Ausführungen von kme im audiotreff durchgelesen habe, bin ich nicht davon überzeugt, dass der 6 dB-Buckel bei ihm aufgetreten ist. Er wäre ihm auch ohne Messung aufgefallen und er hätte ihn erwähnt.

Gruß Udo
Granuba
Inventar
#25 erstellt: 17. Jul 2005, 20:40
Einfaches Bassreflex um 100 Liter? Deswegen ja auch meine Frage!
Kurze Frage: Wie sinnvoll ist es, den fostex in einem größerem Volumen laufen zu lassen? Bisher ging ich von 3-5 Liter aus, habe jetzt mal mit 15 Liter simuliert, dazu ein einfacher 6dB-Hochpass, was sich viel besser an den Eminence anpassen lassen würde....? HÜLFE!

Murray
Granuba
Inventar
#26 erstellt: 17. Jul 2005, 20:44

Er wäre ihm auch ohne Messung aufgefallen und er hätte ihn erwähnt.


Das beste wäre, ich baus einfach mal auf... Ich vertraue KME da mal!

Murray
bolandi
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 17. Jul 2005, 20:51

Udo_Wohlgemuth schrieb:

Nachdem ich mir die Ausführungen von kme im audiotreff durchgelesen habe, bin ich nicht davon überzeugt, dass der 6 dB-Buckel bei ihm aufgetreten ist. Er wäre ihm auch ohne Messung aufgefallen und er hätte ihn erwähnt.

Gruß Udo


Hallöchen,

wenn meine Analyse stimmt, löschen sich der Eminence und der fostex bei 100 Hertz gegenseitig aus, dadurch werden die 6dB-Überhöhung einfach wegradiert...

Kann man dann also nicht ganz so leicht hören, man müßte die Chassis mal anders herumpolen, dann gäb´s aber ´ne Auslöshung weiter oben, oder den emi mal solo hören, dann müßte es eigentlich auch gut auffallen...

ciao, G.
Granuba
Inventar
#28 erstellt: 17. Jul 2005, 20:54
Der Fostex ist schon verpolt!
bolandi
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 17. Jul 2005, 21:00
Ja, eben...!! Die Verpolung sorgt, jedenfalls in meiner Schnellanalyse, für die Auslöschung... Wirklich wohlklingend kann ich mir das dann aber nicht vorstellen, selbst wenn´s erstmal relativ linear läuft... Gleichgepolt gäb´s die volle Dröhnung auf der 100 und eine Auslöschung darüber, auch nicht besser...

Ciao, g.
Granuba
Inventar
#30 erstellt: 17. Jul 2005, 21:03
Jetzt bin ich endgültig verwirrt... Wieso kann das nicht gut klingen, wenns linear läuft?
bolandi
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 17. Jul 2005, 22:00
Naja, weil sich die Schallanteile der beiden chassis halt nicht sauber addieren, sondern gegenseitig auslöschen, was zwar die Überhöhung durch die Wechselwirkung zwischen Weiche und TT übertüncht, aber das schlechte Ausschwingverhalten an diese Stelle beläßt und sogenanntes Phasing ergibt, einen eher seltsamen schwebenden Klang, zwar "regional" begrenzt auf den Bereich der Auslöschung, aber eben trotzdem vorhanden...

Ciao, Günther
Christoph_Gebhard
Inventar
#32 erstellt: 02. Sep 2005, 18:00
Hi Murray,

hier die gewünschte Simu. TSP sind von der Eminence-Homepage.
Deine vorgeschlagene Impedanzlinearisierung musste ich noch etwas tiefer abstimmen, dann passte sie.
Werte stehen in der Grafik.
Schwarz: Nur die Impedanzlinearisierung (Impedanzverlauf!)
Grün: Nur mit 12dB-Weiche
Rot: Mit Impedanzlinearisierung und Weiche



Gruß, Christoph
Spatz
Inventar
#33 erstellt: 02. Sep 2005, 19:59
Woher kommt denn der Peak bei ca. 25 Hz. Wäre das nicht vll ein Ansatz für eine tiefere BR-Abstimmung? Reale 20 hz sollten dann drin sein...
lens2310
Inventar
#34 erstellt: 02. Sep 2005, 21:11
Wenn Du als Moderator die Bauteile einer Weiche nicht weißt ist das aber schon traurig und Du solltest nicht Moderator sein. Ein Mindestverständnis der Materie sollte man als Moderator schon wissen, oder ?
Was kannst Du denn sonst noch beitragen ? Da wissen ja andere Forumteilnehmer noch mehr.
UglyUdo
Inventar
#35 erstellt: 02. Sep 2005, 21:29

Wenn Du als Moderator die Bauteile einer Weiche nicht weißt ist das aber schon traurig und Du solltest nicht Moderator sein. Ein Mindestverständnis der Materie sollte man als Moderator schon wissen, oder ?...


Das sehe ich anders.
Die eigendliche Aufgabe liegt wohl im moderieren der Forumsteilnehmer und kicken von Schummelwerbung etc. Ob er elektroakusich doof, halbdoof oder superschlau ist, tut nix zur Sache, das ist nicht die Aufgabe.
Sollte er im Laufe der Zeit neben der Ausübung seines Jobs auch noch zum Gott des Lautsprecherbaus mutieren, mag das vielleicht erfreulich + sein gutes Recht sein, ist aber nicht Bedingung.
lens2310
Inventar
#36 erstellt: 02. Sep 2005, 21:34
Ach so, war dann wohl eine Fehlinformation.
Bitte um Entschuldigung.
Wie wird mann den Moderator ?? Liegt das nur an der Anzahl der Threads ??
UglyUdo
Inventar
#37 erstellt: 02. Sep 2005, 21:43
Normal bekommt man wohl nach einer Empfehlung eines anderen Mods die Einladung des Admins. Oder fängt was mit dessen Schwester an oder auch besser nicht.
Wer weiß?
lens2310
Inventar
#38 erstellt: 02. Sep 2005, 21:47
So ein Sch.... Also kann ich davon ausgehen, das Moderatoren keine ( oder wenig )Ahnung von der Materie haben. Das habe ich falsch verstanden.
Wie kann ein Moderator dann Threads verschieben, wenn er keine Ahnung von der Materie hat ??, das kann doch nicht sein ?


[Beitrag von lens2310 am 02. Sep 2005, 21:49 bearbeitet]
Granuba
Inventar
#39 erstellt: 03. Sep 2005, 04:10

lens2310 schrieb:
Wenn Du als Moderator die Bauteile einer Weiche nicht weißt ist das aber schon traurig und Du solltest nicht Moderator sein. Ein Mindestverständnis der Materie sollte man als Moderator schon wissen, oder ?
Was kannst Du denn sonst noch beitragen ? Da wissen ja andere Forumteilnehmer noch mehr.


Höh? Ich habe den lieben Thanner nur gebeten, mal eine IL zu simulieren für meinen konkreten Fall und netterweise war er so freundlich... Meine Demo erlaubt diese genaue Simu nicht! Aber wirklich perfekt sieht die Sache immer noch nicht aus, zudem wird auch die Impedanz mit IL etwas gering, wenn meine Augen mich nicht täuschen, ist das um 3 Ohm. Hmmm, ich denke, es ist Zeit für Messequipment!


So ein Sch.... Also kann ich davon ausgehen, das Moderatoren keine ( oder wenig )Ahnung von der Materie haben. Das habe ich falsch verstanden.
Wie kann ein Moderator dann Threads verschieben, wenn er keine Ahnung von der Materie hat ??, das kann doch nicht sein ?


Wo bitte zeigte ich, daß ich keine Ahnung habe? Sicherlich, wirklich groß ist mein Wissen noch nicht, aber grundlegendes weiß ich dann doch schon! Irgendwann fängt jeder mal klein an... Ehrlich gesagt fühle ich mich gerade auf den Schlips getreten....


Oder fängt was mit dessen Schwester an oder auch besser nicht.


WESENTLICH schlimmer...

Murray


[Beitrag von Granuba am 03. Sep 2005, 04:23 bearbeitet]
Christoph_Gebhard
Inventar
#40 erstellt: 03. Sep 2005, 04:54
Hi,

der Peak bei 25Hz kommt zum einen von der Wechselwirkung mit der Weiche auf die tiefere Impedanzspitze (die ja nicht entzerrt wurde) und zum anderen daher, weil der große Q des Eminence und das etwas zu große Gehäuse, ihn diesen Überschwinger schon ohne Weiche produzieren lässt.
In der Praxis hast du in dem Bereich eh mit viel mechanischen Verlusten zu kämpfen, so dass die Spitze so krass wohl nicht auftritt.
Außerdem prägt in diesem Bereich sowieso der Raum die Auf und Ab`s, da dürfte die Spitze nicht raushörbar sein.

Gruß, Christoph

P.S. Murray hier als Ahnungslosen (was er bestimmt nicht ist) hinzustellen, lag mir fern. Ich dachte nur, die Simu würde evtl auch andere User interessieren und habe sie deswegen nicht als PN verschickt und öffentlich gemacht.
Spatz
Inventar
#41 erstellt: 03. Sep 2005, 05:41
Kann man nix gegen den Peak tun?


Auch wenns jetzt endgültig OT wird:

Die Funktion eines Mods liegt nicht darin, ein allwissender Superboxenbauer zu sein.
Er hat eher dafür zu sorgen, dass die Threads zivilisiert ablaufen, und ins jeweilige Topic passen, selbst er kann dafür Hilfe anfordern. Und Murray ist weiß Gott nicht unwissend...
Ich zumindest schätze seine Beiträge immer sehr, da sie zumindest ein fundiertes Fachwissen oder meistens eine gute Portioen Humor in sich haben. (42)
Christoph_Gebhard
Inventar
#42 erstellt: 03. Sep 2005, 12:38

Spatz schrieb:
Kann man nix gegen den Peak tun?


Doch,

1) Gehäuse kleiner machen, dann entsteht ein minimaler (1dB), aber breitbandiger Buckel um 40Hz. Das hängt damit zusammen, weil der Eminence für Bassreflex einen zu schwachen Antrieb hat, deswegen muss man
2) den Antrieb des Eminence durch einen Doppelmagnet stärken (also Q unter 0,45 drücken) und
3) die Trennfrequenz etwas höher legen, um dessen Einfluß auf die zweite Impedanzspitze zu verringern.

Alles ein ziemlich großer Aufwand, der andere Nachteile mit sich zieht. Am praktikabelsten empfinde ich, das Gehäuse etwas kleiner zu machen und die Abstimmfrequenz etwas höher zu legen, z.B. 80 Liter mit fb um 40Hz und f3 um 35Hz, dann fällt der Frequenzgang in diesem Bereich sanft ab und wird durch die Weichenwechselwirkung ohne Überschwinger nach unten erweitert.

Trotzdem halte ich die Spitze für vernachlässigbar, schon Serienschwankungen des Emimence könnte zu ganz anderen, glatten Ergebnissen führen.

Gruß, Christoph
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