2-3 ohm boxen an 4ohm Endstufen?

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jack-carter
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Jun 2011, 00:21
hallo leute,

ich möchte mir gerne in nächster zeit boxen bauen, hab da auch schon was ansprechendes, aber leider auch lastkritisches gesehen.
wie finde ich heraus ob meine endstufen, arcam delta 120, auch unter 3ohm noch schön musik machen.
gibts dafür messgeräte? 2-3ohm boxen, habe ich bislang keine und kenne auch niemanden, der welche hat.
und selbst wenn, kann da was kaputtgehen?


grüße

uli
germi1982
Moderator
#2 erstellt: 19. Jun 2011, 18:27

jack-carter schrieb:
...kann da was kaputtgehen?


...



Ja, im schlimmsten Fall Totalschaden wenn keine Schutzschaltung vorhanden...

Und Boxen mit so niedriger Impedanz gibts eigentlich nicht.


[Beitrag von germi1982 am 19. Jun 2011, 18:28 bearbeitet]
flo42
Inventar
#3 erstellt: 19. Jun 2011, 18:29
2-3 Ohm-Tauglichkeit findet sich erst im höherpreisigen Hifi-Bereich, günstig mit einbußen im Pa-Sektor.

Erzähl aber lieber mal welche Lautsprecher du da hast
jack-carter
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 19. Jun 2011, 23:12
hallo leute,

die temperance III von newtronics ist im moment bei strassacker im angebot, knapp 700€/paar!!!

aber im zweifel, werde ich mich lieber anderswo umschauen, meine endstufen geb ich nicht mehr her.

grüße
uli
germi1982
Moderator
#5 erstellt: 20. Jun 2011, 00:32
Das müssten 4 Ohm Boxen (Nennimpedanz) sein laut dem Impedanzverlauf den die da angeben. Wobei es auch Hersteller gibt die da auch 8 Ohm-Boxen draus machen würden.

Ich muss sagen ich bin positiv überrascht, hätte nie gedacht dass ein Hersteller den Impedanzverlauf angibt.

Das die Boxen im niedrigen Frequenzbereich von der Impedanz her abschmieren ist normal, deswegen ist es ja eine Impedanz. Das ist der (Schein)Widerstand bei Wechselspannung, und ist abhängig von der Frequenz.

Die Unterschreitung ist bei den Verstärkern auch einkalkuliert, man weiß ja in etwa wie weit die Impedanz absinkt, also schreibt man die Nennimpedanz der Boxen vor.

Solange du nicht auf die Idee kommst vier Stück von den Boxen zusammen in Parallelschaltung an deiner Endstufe zu fahren, passiert da auch nichts...


[Beitrag von germi1982 am 20. Jun 2011, 00:35 bearbeitet]
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 20. Jun 2011, 12:05

germi1982 schrieb:

Und Boxen mit so niedriger Impedanz gibts eigentlich nicht.


Was ist das denn für eine Aussage, es gibt eine ganze Reihe von Modellen, die unter 3 oder gar 2 Ohm abfallen.

Die Arcam Endstufe, kenne ich nicht, aber wäre es doch einen Versuch Wert, so labil sieht das Teil jedenfalls nicht aus, aber die Temperance braucht Saft und Kontrolle.
Der Hersteller gibt zwar für die Arcam nur 4 Ohm an, das hat aber nicht unbedingt etwas zu sagen, entscheidend ist das Netzteil und die Auslegung der Schutzschaltung.
Falls der Amp nicht reichen sollte, kann man immer noch über einen Austausch nachdenken, die Temperance finde ich aber trotzdem ganz klar in der Aktivversion am besten.

Saludos
Glenn
flo42
Inventar
#7 erstellt: 20. Jun 2011, 15:07
Ich habe mich auch mal für sie interessiert und wie Glenn sagte, sie erwartet viel und erfreut sich an viel.

Probieren kann man das auf jeden fall.
boep
Inventar
#8 erstellt: 20. Jun 2011, 15:12

germi1982 schrieb:
Das müssten 4 Ohm Boxen (Nennimpedanz)


Nein, sie haben eine Nennimpedanz von 3 Ohm und gehen im Bassbereich bis auf knapp 2 Ohm runter.

Ich wollte sie auch mal bauen, allerdings hat mir der Support meiner Endstufen (Vincent SP997) dringend davon abgeraten. Sehr schade.
germi1982
Moderator
#9 erstellt: 20. Jun 2011, 16:32

GlennFresh schrieb:

germi1982 schrieb:

Und Boxen mit so niedriger Impedanz gibts eigentlich nicht.


Was ist das denn für eine Aussage, es gibt eine ganze Reihe von Modellen, die unter 3 oder gar 2 Ohm abfallen.

...



Ich rede nicht vom Impedanzverlauf sondern von der NENNIMPEDANZ! Und da sind 4 und 8 Ohm die gängigsten, evt. noch 6 Ohm....dass die teilweise extremst in den Keller geht ist wieder eine andere Geschichte.


Ich wollte sie auch mal bauen, allerdings hat mir der Support meiner Endstufen (Vincent SP997) dringend davon abgeraten. Sehr schade.


Ist doch klar dass die abwiegeln. Die geben eine Mindestnennimpedanz von 4 Ohm vor. Du fragst an ob du 3 Ohm Boxen betreiben kannst, da kommt erst mal folgendes zusammen:

-meistens sind die Ansprechpartner für die Kunden keine Fachleute aus dem technischen Bereich, in der Regel sitzen da Kaufleute. Die schauen in den Unterlagen nach, aha, 4 Ohm Mindestimpedanz, also abraten von dem Unterfangen mit den drei Ohm.

-Wenn sie dir gesagt hätten es würde funktionieren und es würde aus welchen Gründen auch immer zu Schäden kommen, könntest du die daran festnageln. Und das wollen die vermeiden.


[Beitrag von germi1982 am 20. Jun 2011, 16:40 bearbeitet]
boep
Inventar
#10 erstellt: 20. Jun 2011, 17:34

Ich rede nicht vom Impedanzverlauf sondern von der NENNIMPEDANZ! Und da sind 4 und 8 Ohm die gängigsten, evt. noch 6 Ohm....dass die teilweise extremst in den Keller geht ist wieder eine andere Geschichte.




Zum zweiten Mal: Die Newtronics Temperance III haben eine NENN-Impedanz von 3 Ohm.


[Beitrag von boep am 20. Jun 2011, 17:35 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#11 erstellt: 20. Jun 2011, 18:33
Du warst mit dem Zitat auch nicht angesprochen, siehe Zitat wo das hingehen sollte...
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 20. Jun 2011, 20:26
Das ändert aber auch nichts daran, das deine Aussage so einfach nicht ganz richtig ist, zitieren hin oder her!

Saludos
Glenn
wasfro
Stammgast
#13 erstellt: 21. Jun 2011, 13:53
Wen ich das richtig sehe hast du 2x eine Stereo Endstufe die du wahrscheinlich gebrückt betreibst da sind dann nur 8ohm ratsam wenn du sie aber parallel betreibst sind sie 2ohm tauglich

die boxen sind damit ohne Gefahr zu betreiben
germi1982
Moderator
#14 erstellt: 21. Jun 2011, 20:15

GlennFresh schrieb:
Das ändert aber auch nichts daran, das deine Aussage so einfach nicht ganz richtig ist, zitieren hin oder her!

Saludos
Glenn



Achja? Boxen deren Nennimpedanz unter 4 Ohm liegt, sind nunmal Exoten. Ebenso wie es Boxen mit 16 Ohm sind....Standard sind nunmal 4 oder 8 Ohm...evt. noch 6 Ohm bei AV-Systemen.

Was ist an dieser Aussage nun falsch??? Nichts anderes habe ich in meinem Post gesagt!

Wie weit die Impedanz bei diesen Boxen abfällt ist da erstmal uninteressant, siehe Infinty, da fallen die mit 8 Ohm Nennimpedanz angegebenen Boxen auch gern mal auf unter 2 Ohm...

Aber das ist halt wie bei vielen anderen Sachen auch, die Hersteller machen bei den Angaben was sie wollen...früher war auch die Nennimpedanz genormt, also wie die Angabe zustande kommt.


[Beitrag von germi1982 am 21. Jun 2011, 20:20 bearbeitet]
boep
Inventar
#15 erstellt: 21. Jun 2011, 21:10

germi1982 schrieb:
siehe Infinty, da fallen die mit 8 Ohm Nennimpedanz angegebenen Boxen auch gern mal auf unter 2 Ohm...


Jo, das machen manche LS.

Nur, wenn die Nennimpedanz schon 3 Ohm ist, kannst du dir denken wo die Reise hingeht (Impedanzverlauf).

Sind eben leider sehr kritisch die "temperamentvollen" Temperance...
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 21. Jun 2011, 21:41
Ich erinnere mal, wie die Diskussion und meine Aussagen entstanden sind!


jack-carter schrieb:

hallo leute,

ich möchte mir gerne in nächster zeit boxen bauen, hab da auch schon was ansprechendes, aber leider auch lastkritisches gesehen.
wie finde ich heraus ob meine endstufen, arcam delta 120, auch unter 3ohm noch schön musik machen.
gibts dafür messgeräte? 2-3ohm boxen, habe ich bislang keine und kenne auch niemanden, der welche hat.
und selbst wenn, kann da was kaputtgehen?


grüße

uli


Daruf hin kam die Antwort:


germi1982 schrieb:

Ja, im schlimmsten Fall Totalschaden wenn keine Schutzschaltung vorhanden...

Und Boxen mit so niedriger Impedanz gibts eigentlich nicht.


...und genau das ist so nicht richtig!

Ob die Temperance nun ein Exot ist oder nicht, ist dabei vollkommen unrelevant!

Saludos
Glenn
boep
Inventar
#17 erstellt: 21. Jun 2011, 21:58
Beleuchten wirs mal von der technischen Seite.

Angenommen der zu verwendene Amp liefert 30V und 225W am Ausgang bei einer 4 Ohm Last (Lautsprecher).

Schließt man nun eine Lautsprecher mit niedrigerer Nennimpedanz an, sagen wir mal einfach 2 Ohm. So muss der Verstärker plötzlich 450W Leistung zur Verfügung stellen. Ist der Amp nicht dafür ausgelegt ist das sein Ende.

2 Ohm weniger als vom Hersteller spezifiziert mögen sich wenig anhören, bewirken aber in diesem Falle eine Menge.

Ich denke damit ist der Thread auch abschließend beantwortet.
jack-carter
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 21. Jun 2011, 22:35
hallo leute,

danke für die antworten, ich werde mich nochmal weiter umschauen, da ein verstärkerwechsel definitiv nicht in frage kommt.
ich werde warscheinlich mal zum herrn wohlgemuth düsen müssen.

grüße

uli
boep
Inventar
#19 erstellt: 21. Jun 2011, 22:45
Du könntest auch 4 Temperance bauen und jeweils ein Paar in Reihe schalten.
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 21. Jun 2011, 23:08
Was ist an dem Verstärker so besonderes, am Klang kann es ja wohl nicht liegen und wenn er keine 2 Ohm ab können sollte, wäre das mMn ein Armutszeugnis.
Vernünftige Endstufen im Preisbereich so um die 600€ (neu) vertragen 2 Ohm Lasten ohne mit der Wimper zu zucken und das ist sogar vom Hersteller autorisiert.

Saludos
Glenn
boep
Inventar
#21 erstellt: 21. Jun 2011, 23:38

GlennFresh schrieb:
[...]
Vernünftige Endstufen im Preisbereich so um die 600€ (neu) vertragen 2 Ohm Lasten ohne mit der Wimper zu zucken
[...]


Nicht unbedingt, weil 2 Ohm Lasten eher unüblich sind, trimmen viele Hersteller ihre Amps auf Maximalleistung an 4 Ohm. Dadurch bringen sie optimale Performance an 4 Ohm, verlieren aber gleichzeitig leider die Fähigkeit niederohmigere (2 Ohm) Lasten anzutreiben, da die benötigte Leistung zu groß werden würde.

Für 2 Ohm Stabilität muss man beim Endstufen-Entwurf leider ne Menge Reserven mit einplanen, wenn die dann nur 2% der Benutzer wirklich braucht, lässt man als Ingenieur solche Späße sein. Würde das Endprodukt nur unnötig teuer machen.


[Beitrag von boep am 21. Jun 2011, 23:38 bearbeitet]
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 21. Jun 2011, 23:48
Das sehe ich anders, wenn ein Netzteil vernünftig dimensioniert ist, hat der Amp keine Probleme mit 2 Ohm Lasten.
Viele Amps schaffen 2 Ohm, obwohl die Hersteller eine solche Last nicht freigeben, man kennt das auch bei vielen AVR´s.
Ich würde jedenfalls keine Endstufe kaufen die nicht mindestens 2 Ohm ab kann und genügend Strom für alle Fälle liefert.

Saludos
Glenn
boep
Inventar
#23 erstellt: 21. Jun 2011, 23:53
Du hast nicht verstanden was ich meine.

Sagen wir der Hersteller will eine Endstufe bauen, er sieht dafür ein auf 1000W ausgelegtes Netzteil/Endstufentransistoren etc vor.

Jetzt hat er 2 Möglichkeiten:

A) Er baut eine Endstufe, die 1000W an 2 Ohm und 500W an 4 Ohm macht

oder

B) Er baut eine Enstufe, die 1000W an 4 Ohm macht, dafür aber keine 2 Ohm Lasten antreiben kann

Da kaum jemand zuhause 2 Ohm LS hat, werden sich die meisten Hersteller für (B) entscheiden.

LG


[Beitrag von boep am 21. Jun 2011, 23:53 bearbeitet]
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 22. Jun 2011, 00:04
Du hast mich auch nicht verstanden, aber belassen wir es dabei, es führt sowieso zu nichts....
...und welche Endstufe im Hifi-Konsumerbereich hat schon 1000Watt und wer braucht das schon?

Saludos
Glenn
Jeck-G
Inventar
#25 erstellt: 22. Jun 2011, 03:58

GlennFresh schrieb:
... und wenn er keine 2 Ohm ab können sollte, wäre das mMn ein Armutszeugnis.
Vernünftige Endstufen im Preisbereich so um die 600€ (neu) vertragen 2 Ohm Lasten ohne mit der Wimper zu zucken und das ist sogar vom Hersteller autorisiert.
Welche denn, die auch offiziell vom Hersteller 2Ohm auf Dauer (z.B. HardRock in angemessener Lautstärke) unterstützen? Dürften nicht viele sein. Bei PA sieht es anders aus, da ist das in dem Preisbereich schon gängig.


...und welche Endstufe im Hifi-Konsumerbereich hat schon 1000Watt und wer braucht das schon?
Spontan fallen mir da Eisenschweine mit Asbach-Uralt-Mentalität (schon Mitte der 90er bekam man >1000W aus einer 8kg-Endstufe anstatt 60kg und das mit Class-AB) von Krell, MBL, McIntosh usw. ein. Und ja, das ist Consumer, auch wenn die Geräte teurer sind als die "Mainstreamgeräte" vom Blödiamarkt und die Ecke.
Aber ob man die Leistung braucht, ist weiterhin fraglich. Wobei man diese oder eine ähnliche Frage bei jedem Hobby oder Luxusgut stellen kann...


flo42 schrieb:
2-3 Ohm-Tauglichkeit findet sich erst im höherpreisigen Hifi-Bereich, günstig mit einbußen im Pa-Sektor.
Welche Einbußen sollte man da (bis auf die Optik) haben?

Später wurden auch die gewissen Infinitys (Kappa irgendwas) erwähnt, die im Extended-Mode auf 0,8Ohm runtergehen, nach der -20%-Regel hätten die dann 1Ohm Nennimpedanz. Dass da kaum ein Verstärker mit klarkommt, ist logisch. Wer auf Nummer sicher gehen will, holt sich 2 Camco Tecton und schaltet die Ausgänge pro Endstufe parallel (das Gegenteil von Brücken), die Endstufen sind dafür ausgelegt. Können dann 1Ohm Nennimpedanz (Mono) schieben, da würden eher die Kappas Probleme mit den Endstufen kriegen anstatt die Endstufen Probleme mit den Kappas.


[Beitrag von Jeck-G am 22. Jun 2011, 04:00 bearbeitet]
boep
Inventar
#26 erstellt: 22. Jun 2011, 07:40

GlennFresh schrieb:

...und welche Endstufe im Hifi-Konsumerbereich hat schon 1000Watt und wer braucht das schon?

Saludos
Glenn


Du hast wirklich rein garnichts von dem verstanden was ich gesagt habe. Denn sonst hättest du gemerkt, dass die Zahl in dem Beispiel völlig egal ist, es ging rein um die Beziehung det beiden Zahlen zu einander.
wasfro
Stammgast
#27 erstellt: 22. Jun 2011, 07:57
Hi Leute der TN hat 2x eine Stereo Endstufe laut seinen Profile den ich finde keine reine mono Version von denen.
Und 2x eine 4ohm taugliche Endstufe in Parallel müsste doch die boxen Schafen.
Wuhduh
Inventar
#28 erstellt: 22. Jun 2011, 08:22
Moin !

Diejenigen, die sich hier schon wieder so entzückend mit Daten und Referenzangaben bewerfen, haben wohl nicht geistig verinnerlichen können, daß Uli seine

Arcam Endstufe(n) behalten

will !

Ergo braucht er nicht bequatscht werden, sich neue Elektronik anzuschaffen. Wenn ich diese Wattangaben lese, denke ich immer sofort an die Billigst-Staubsauger für < 50 Euro mit 1.200 Watt oder auch an all diese Krüppel-Endstufen mit PMPO-Angaben.

So mancher LSP-Hersteller ist mit einigen Produkten nicht erfolgreich gewesen, weil die Anforderungen an die Elektronik zu hoch bzw. zu kompliziert waren.

@ Uli:

Sofern Du nicht Deine Arcam irgendwo vorsichtig an niederohmigen Tröten ( mutig-optimistisch ) testen kannst, empfehle ich Dir, etwas unkompliziertes zu suchen.

MfG,
Erik
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 22. Jun 2011, 09:51
Moin

@boep

...und Du hast meine leicht ironisch gemeinte Anspielung nicht verstanden.
Aber mal ehrlich, mit 100/200Watt hättest Du eine realistischere Beziehung herstellen können!


Er kann ja seine Endstufen behalten und ich bin auch der Ansicht, das die Arcam bei 2 Ohm keine Probleme machen, sofern nicht brachiale Pegel gefragt sind.
Nur mal ein Beispiel weil die Infinity Kappa 9 A zur Sprache kam, eine Nakamichi PA7E II ist auch nicht für Lasten von weniger als 1 Ohm vom Hersteller freigegeben.
Trotzdem hat mir die Kombination viel Freude bereitet, auch bei sehr hohen Pegeln kam die Endstufe nie in Bedrängnis, die Hersteller gehen nun mal auf Sicherheit.
Das gleiche gilt für meine jetzige Endstufe, lt. Hersteller gibt es nur die Angaben im Datenblatt von 4-16 Ohm, dennoch ist sie sogar kurzschlußstabil, selbst unter Volllast.
Mein Beispiel mit den AVR´s sollte das verdeutlichen, hier sind viele nicht mal für 4 Ohm Boxen zugelassen, haben aber letztendlich beim Betrieb kein echtes Problem damit.
Also, nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird, 2 Ohm ist mMn nach für eine vernünftig konstruierte Endstufe kein Problem und dazu zähle ich auch mal die Arcam.

Es würde mich aber trotzdem mal interessieren, was an den Arcam so besonderes ist, wenn sich der TE auf keinen Fall davon trennen will?

Saludos
Glenn
DasOrti
Stammgast
#30 erstellt: 22. Jun 2011, 11:13
Mein verstärker zb ist für 4Ohm pro kanal ausgelegt und ich habe 8Ohm Kompaktlautsprecher und parallel dazu einen 4Ohm passiv sub
da komme ich auf 2.66Ohm und hatte bisher auch keine probleme damit
das die zusammenstellung nicht ideal ist weiß ich und der sub wird bald durch einen aktiven ersetzt
Jeck-G
Inventar
#31 erstellt: 22. Jun 2011, 12:07
Dass die Arcam vernünftig konstruiert ist, wage ich in Sachen Kühlung (nur die ist gemeint, um Missverständnisse zu vermeiden!) mal zu bezweifeln. Laut den Bildern, die man findet, sind an der Rückseite nur mickrige Kühlkörper vorhanden, es sind auch herkömmliche Class-AB-Endstufen. Ein 2Ohm-Betrieb stellt aber hohe Anforderungen an die Kühlung der Endstufe, insbesonders, wenn es mal mehr als gehobene Zimmerlautstärke wird.
Die Boxen glänzen nicht gerade mit Wirkungsgrad. Die 88dB@2,83V/1m sind als Angabe irreführend (außer man macht einen Frequenzverlauf mit fester Spannung), da die Leistung bei der Impedanz höher ist (3,3W@2,4Ohm, immerhin 5dB mehr als bei 1W).

Man könnte die Arcam schon mit Hausmitteln testen, einfach 2 4Ohm-Boxen, wo man weiß, dass die nicht nennenswert unter 4Ohm gehen, parallelschalten und gib ihm. Da die Arcam Dual-Mono-Aufbau hat, gibt es keinen Unterschied, wenn man nur einen Kanal testet. Wäre zumindest mal eine Alternative, als sich die Temperance zusammenzubauen und dann festzustellen, dass sich die Arcam ständig abschaltet bei Rockmusik in angemessener Lautstärke.


wasfro schrieb:
Hi Leute der TN hat 2x eine Stereo Endstufe laut seinen Profile den ich finde keine reine mono Version von denen.
Und 2x eine 4ohm taugliche Endstufe in Parallel müsste doch die boxen Schafen. ;)
Die Endstufe muss das Parallelschalten von Ausgängen unterstützen (wie z.B. die erwähnte Camco), ansonsten kann man sich die Endstufe himmeln.
Mit Mono steht bei ihm im Profil eher, weil er pro Box eine Endstufe hat, ich denke an BiAmping.


[Beitrag von Jeck-G am 22. Jun 2011, 12:14 bearbeitet]
wasfro
Stammgast
#32 erstellt: 22. Jun 2011, 13:15
Wau die Hersteller Seite ist ja mega aktuell von 2005

http://www.newtronics.net/html/produkte/angebote/index.html
flo42
Inventar
#33 erstellt: 22. Jun 2011, 14:17

flo42 schrieb:
2-3 Ohm-Tauglichkeit findet sich erst im höherpreisigen Hifi-Bereich, günstig mit einbußen im Pa-Sektor.

Welche Einbußen sollte man da (bis auf die Optik) haben?

Später wurden auch die gewissen Infinitys (Kappa irgendwas) erwähnt, die im Extended-Mode auf 0,8Ohm runtergehen, nach der -20%-Regel hätten die dann 1Ohm Nennimpedanz. Dass da kaum ein Verstärker mit klarkommt, ist logisch. Wer auf Nummer sicher gehen will, holt sich 2 Camco Tecton und schaltet die Ausgänge pro Endstufe parallel (das Gegenteil von Brücken), die Endstufen sind dafür ausgelegt. Können dann 1Ohm Nennimpedanz (Mono) schieben, da würden eher die Kappas Probleme mit den Endstufen kriegen anstatt die Endstufen Probleme mit den Kappas.


PA-Trimmung auf Leistung. Möchte hier aber keine Grundsatzdisskusion zu Verstärkerklang entfachen !
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 22. Jun 2011, 14:22
Die Endstufentransistoren sitzen aber direkt an den Kühlrippen, die noch dazu außen liegen, was ist daran schlecht?

Das ist soweit ich weiss die aktuelle Webseite des Herstellers:

http://www.newtronics.de/

http://www.newtronic...her/TEMP_AKTIVE.html

Saludos
Glenn
germi1982
Moderator
#35 erstellt: 22. Jun 2011, 17:35

GlennFresh schrieb:
...
germi1982 schrieb:

Ja, im schlimmsten Fall Totalschaden wenn keine Schutzschaltung vorhanden...

Und Boxen mit so niedriger Impedanz gibts eigentlich nicht.


...und genau das ist so nicht richtig!

Ob die Temperance nun ein Exot ist oder nicht, ist dabei vollkommen unrelevant!

Saludos
Glenn



Wieso ist das nicht richtig? Dann schau dir mal die Datenblätter an für Endstufen-Transistoren bzw. auch für Endstufen-ICs. Hier wird eine minimale Lastimpedanz vorgeschrieben bzw. auch der maximale Strom der da durchfließen darf. Wenn der Stromfluss zu hoch wird, schaltet die Schutzschaltung eigentlich ab. Macht sie auch im Falle eines Kurzschlusses z.B. bei den Boxenkabeln.

Und das Prinzip ist doch einfach: Geht die Last runter, steigt der Stromfluss und die Spannung fällt ab...

Die Transistoren meiner Endstufe sind angegeben mit maximal 10A. Sind BD 311 bzw. BD 312 als Komplementärtyp, Hersteller ist Motorola. Laut Datenblatt der Transistoren ausgelegt für 60W an 4Ohm.

Preislich sind die mit 45 USD/Stück (sind 8 Stück drin bei mir) auch nicht gerade billig, zumindest nicht für Halbleiter...

Mich würde übrigens mal interessieren wie die Endstufe der Temperance aufgebaut ist, die gibts nämlich auch als aktive Boxen. So wie früher z.B. bei Braun auch...


[Beitrag von germi1982 am 22. Jun 2011, 18:17 bearbeitet]
Jeck-G
Inventar
#36 erstellt: 22. Jun 2011, 17:48

Die Endstufentransistoren sitzen aber direkt an den Kühlrippen, die noch dazu außen liegen, was ist daran schlecht?

Die kleinen Kühlkörper. Bilder (Edit: Für 4Ohm reichen die aber!)
(Die Arcam ist 2HE/88mm hoch)

Die Lab.Gruppen iP450 (amtliche Studioendstufe) hat fast die gleichen Leistungsangaben (5% weniger), aber deutlich größere Kühlkörper (40x300x35mm und das an beiden Seiten), für 2Ohm-Betrieb auf hoher Leistung ist das schon grenzwertig (laut Datenblatt kann dann schonmal der Temperaturschalter greifen). Die iP450 ist im Gegensatz zur Arcam Class-H (weniger Abwärme als Class-AB), ist moderner (1990 <> 2002) und hat offizielle 2Ohm-Freigabe mit 1,5Ohm Mindestimpedanz (mit der einen Einschränkung, aber wer so viel Leistung an 2Ohm braucht, nimmt eh eine größere Endstufe).


[Beitrag von Jeck-G am 22. Jun 2011, 18:08 bearbeitet]
boep
Inventar
#37 erstellt: 22. Jun 2011, 17:50
Soweit ich weiss wird die aktive Temperance auch wirklich aktiviert angesteuert.
wasfro
Stammgast
#38 erstellt: 22. Jun 2011, 18:14
Ne der meint den Bausatz ohne aktive Modul
germi1982
Moderator
#39 erstellt: 22. Jun 2011, 18:15

Jeck-G schrieb:
..Die iP450 ist im Gegensatz zur Arcam Class-H (weniger Abwärme als Class-AB), ist moderner (1990 <> 2002) und hat offizielle 2Ohm-Freigabe mit 1,5Ohm Mindestimpedanz (mit der einen Einschränkung, aber wer so viel Leistung an 2Ohm braucht, nimmt eh eine größere Endstufe).



Eben, die Schaltung hat da auch einen Einfluss drauf. Mit einem Verstärker im BTL-Betrieb kann man solche Sachen z.B. erst recht vergessen. Da kann das Netzteil so fett sein wie es will. Wenn ich meinen Verstärker in den BTL-Betrieb schalte, dann will der auch nur Boxen sehen mit einer Nennimpedanz von 8 Ohm. Steht nicht nur fett in der Anleitung drin, sondern auch am separat ausgeführten BTL-Lautsprecheranschluss (8 Ohm Only).


Du hast mich auch nicht verstanden, aber belassen wir es dabei, es führt sowieso zu nichts....
...und welche Endstufe im Hifi-Konsumerbereich hat schon 1000Watt und wer braucht das schon?


Was er schreibt ist aber korrekt, die Zahlen jetzt mal außen vor.

Wenn du einen Verstärker hast der angegeben ist mit 100W an 8 Ohm. Es gibt auch Verstärker die laut Herstellerangaben mindestens 8 Ohm als Last sehen wollen. Wenn du da jetzt 4 Ohm Boxen dranhängst, dann muss der bei Vollaussteuerung nicht mehr 100W leisten, sondern dann sind das 130W (Leistungsdifferenz zwischen 4 und 8 Ohm sind etwa 30%). Ergo eine Überlastung der Endstufe. Manche können es mehr ab, andere weniger. Das kommt dann sowohl auf das Endstufenkonzept an, auf die Kühlung etc. Das Netzteil ist auch ein Faktor. Dazu kommt dann noch wie stark man aufdreht, je höher man den Lautstärkeregler aufdreht, desto eher besteht die Möglichkeit dass die Endstufe aussteigt. Entweder wird die dann durch Schutzmechanismen geschützt, oder sie löst sich in Rauch auf. Sowohl billige Verstärker als auch teure Modelle aus dem sogenannten HiEnd-Segment verfügen über keine Schutzschaltungen. Bei den ersteren ist es den Herstellern wohl zu teuer, bei zweiterem wohl auch, aber da wird es mit dem Klangaspekt erklärt dass die Schaltung einen negativen Einfluss auf den Klang hätte. Und das mit dem Rauch ist wörtlich gemeint, da steigt dann echt weißer Rauch aus dem Gehäuse auf. Und das wird recht teuer weil die Transistoren gematcht sind, man muss also immer ein komplettes Paar kaufen, selbst wenn nur einer kaputt sein sollte.


[Beitrag von germi1982 am 22. Jun 2011, 18:37 bearbeitet]
jack-carter
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 22. Jun 2011, 19:50
hallo leute,

ich wollte hier jetzt keinen streit vom zaun brechen.
hier mal die herstellerangaben zu den endstufen:

Technical Specifications
Continuous Power Output
Both channels, 8 ohms, 20Hz-20kHz, 105W
Single channel, 8 ohms, 1kHz, 280W
Single channel, 4 ohms, 1kHz, 355W
THD, 1kHz, 80% max, output, 0.01%
Peak Current Rating 25A
wobei pro endstufe zwei 500w trafos verbaut sind.
die deltas haben sowohl eingänge mit als auch ohne schutzschaltung

warum ich die dinger so toll finde?
ich hab halt auch noch den pre und das radio,die optik halt, dann das geschlossene voll- alu gehäuse, was dazu führt, das der staub innen, der originalstaub von arcam ist und natürlich die leistung, die ich bis jetzt noch nie auch nur annähernd augeschöpft hab, und laute rockmusik ist mir absolut nicht fremd.
zu den kühlkörpern kann ich nur sagen, das die bei mir noch nie heißgelaufen sind, sind eher überdimensioniert, für meinen stromverbrauch, außerdem fungiert das gesamte gehäuse als kühlkörper.
jeder laptop hat höhere oberflächentemperaturen als meine endstufen.


grüße uli

p.s: das mit dem parallelbetrieb hört sich gut an, da ich im bi- amping, mit jeweils einer endstufe für höhen und tiefen sowieso keinen sinn sehe könnte ich die kleinen auch einfach parallel schalten.
übrigens ist die schaltungsvielfalt auch ein argument für die dinger, man kann alles mal probieren, und das zu einem recht günstigen preis.


[Beitrag von jack-carter am 23. Jun 2011, 19:13 bearbeitet]
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cssblackpearl am 06.07.2007  –  Letzte Antwort am 10.07.2007  –  27 Beiträge
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King-Dyeon am 03.03.2010  –  Letzte Antwort am 05.03.2010  –  17 Beiträge
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Asgardsrei am 14.02.2005  –  Letzte Antwort am 07.06.2005  –  24 Beiträge
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mejulie am 22.10.2007  –  Letzte Antwort am 23.10.2007  –  7 Beiträge
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*Technics-Fan* am 30.11.2010  –  Letzte Antwort am 04.12.2010  –  9 Beiträge
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Calle18005 am 17.09.2008  –  Letzte Antwort am 21.09.2008  –  7 Beiträge
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