LYNGDORF TDAI-2210

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steve_01
Stammgast
#1 erstellt: 27. Dez 2025, 09:56
Hallo zusammen,
Wollte euer Schwarmwissen fragen in wieweit ihr Erfahrungen und
Vergleiche mit anderen wie zb. NAD mit Dirac zu Room Perfect ist.
Danke!

VG. Steve
flyingscot
Inventar
#2 erstellt: 31. Dez 2025, 17:32
Hallo Steve,

ich bin gerade dabei, die ersten Erfahrungen mit RoomPerfect zu machen. Mein TDAI-2210 kam gestern und klingt auch pur schon etwas anders als mein bisheriger Marantz Cinema 40. Etwas heller würde ich grob sagen, was ich sehr positiv empfinde, ist aber auch nicht so relevant, da man ja über die Voicings es ganz nach Gusto einstellen kann.

Zurück zu den Einmesssystemen:
Ich habe von YPAO auf meinem alten Yamaha A1010 über Audyssey XT32 auf dem Marantz hin zu Dirac inkl. BC einiges durchprobiert.

Das einfache YPAO hat in meinem Raum nie überzeugende Ergebnisse erzielt, das habe ich dann weitgehend manuell eingestellt.

Audyssey hat wirklich brauchbar funktioniert. Werde ich wahrscheinlich für Filmbetrieb demnächst wieder nutzen, da es dort eine Dynamikkompression gibt, bei Dirac nicht.

Mit Dirac kam eine deutliche Steigerung in der Basspräzision. Seit einiger Zeit habe ich das Ergebnis mal mit völlig fehlender Einmessung verglichen und dabei ist mir aufgefallen, dass sich die Bühnendarstellung bei Musik recht deutlich ändert: Der Sänger in der Mitte ist deutlich näher, die Bühne breiter, die Bühnendarstellung allerdings unschärfer. Aktuell gefällt mir die pure Wiedergabe besser. Dirac ART hatte ich zwar in der Black Week Aktion gekauft, dann aber zurückgegeben (und auch nicht ausprobiert), das geht vermutlich in die falsche Richtung.

Nun zu RoomPerfect: Das System arbeitet ja anders als die obigen Systeme. Aber ich konnte zwischen Pure bzw. Bypass und RoomPerfect lediglich einen etwas angehobenen Bass feststellen. Da muss ich vielleicht noch etwas experimentieren, aber die Wiedergabe ist ja pur auch sehr gut...vielleicht konnte RoomPerfect hier kaum was verbessern

Lyngdorf empfiehlt die Lautsprecher für RoomPerfect eher wandnah aufzustellen, genau das Gegenteil was sonst empfohlen wird. Und bei mir ist genau das aktuell schwierig... die Lautsprecher haben einen Wandabstand von ca. 95cm zur Schallwand.

Gruß, Immo!


[Beitrag von flyingscot am 31. Dez 2025, 17:41 bearbeitet]
steve_01
Stammgast
#3 erstellt: 01. Jan 2026, 15:50
Hallo Immo,
Ich bin am überlegen mal den Lyngdorf evtl. NAD in 2.1 in betracht zu ziehen. Höre nur 4.1 und die Lautsprecher
stehen relativ wandnah.
Wie machst du die Einmessung mit SW in Roomperfect, funktioniert das gut. Hat der 2210 eARC Probleme.
Wenn ich erlich bin schreckt mich DIRAC etwas ab bzgl. Bedingung.
Danke für die Info's

Gruß Steve
flyingscot
Inventar
#4 erstellt: 01. Jan 2026, 17:59
Ich betreibe hier ein 5.1.4 System. Für Musik früher 2.1, seit kurzem 2.0 da meine neuen Fronts deutlich tiefer spielen.

Aktuelles Setup ist, dass das 5.1.4 am Marantz Cinema 40 hängt, lediglich die Fronts werden per PreOuts an den Lyngdorf TDAI-2210 angeschlossen. Im Filmbetrieb agiert der dann "nur" als Endstufe, die in diesem Fall nicht eingemessen wird.
Das Filmsetup wird dann über den Marantz eingemessen, in der letzten Zeit habe ich da Dirac+BC verwendet.

Das Einmessen mache ich hier mit einem Windows PC, an den das UMIK-1 Einmessmikrofon angeschlossen wird. Die Einmesssoftware funktioniert schon gut, ist optisch relativ einfach gehalten. Manchmal ist dann nicht ganz klar, was man eigentlich tun soll, so ganz offensichtlich ist die Bedienung nicht. Aber dafür gibt es auf Youtube Tutorials.

Natürlich ist die ganze Sache relativ aufwändig: Es müssen mindestens 9 Mikrofonpositionen (Mikrofonstativ ist notwendig) eingemessen werden, d.h. für jede Position wird für jeden Lautsprecher einzeln ein relativ lauter Frequenz-Sweep durchgeführt.

Das macht Dirac natürlich weitgehend automatisch, aber es dauert bei meinen 10 Lautsprechern schon 30-40 Minuten.

Für Musikbetrieb in Stereo läuft alles aktuell nur über den Lyngdorf, der dann nur die beiden Fronts betreibt. Die Einmessung kann man direkt am Display oder über das Web-Frontend des Gerätes durchführen. Die einzelnen Schritte sind da recht gut beschrieben, etwas klarer als bei Dirac. Das Lyngdorf-Mikro wird an das mitgelieferte Stativ und dem beiliegenden Kabel direkt am TDAI angeschlossen.

Auch hier müssen verschiede Mikrofonpositionen eingemessen werden, es ist aber etwas flexibler, bei mir reichten 6 Positionen. Statt eines Frequenz-Sweep werden verschiedene, laute Frequenzgemische einzeln auf die Lautsprecher gegeben. Dauert auch 15-20 Minuten. Insgesamt schon deutlich einfacher als bei Dirac (weniger Positionen, bis auf die erste ist die genaue Mikrofonposition nicht wichtig, keine Mikrofonkalibrierung, keine Zielkurvenbearbeitung). Die Zielkurven ist bei Lyngdorf sinngemäß das Voicing, ist also nicht Bestandteil der Einmessung.

eARC benutze ich hier nicht direkt und kann ich aktuell auch nicht ohne weiteres testen.


[Beitrag von flyingscot am 01. Jan 2026, 18:01 bearbeitet]
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