Stromverbrauch von Amps

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Illuminate
Stammgast
#1 erstellt: 25. Okt 2003, 12:53
Hiho ...

da ich gerade heftigst mit einem Hifi-Puristen über den Stromverbrauch von Amps diskutiere, möchte ich mal zur Themenklärung eure Meinung herbeiziehen ...

also ... ich behaupte, dass mein Pioneer A858 unter Volllast die angegebenen 1000W Stromverbrauch benötigt!

Mein Kumpel ist der Meinung, dass seine Denon Endstufe (POA2200) nur nen Stromverbrauch von max. 320W hat ... obwohl die eine Ausgangsleistung von 2x300W RMS @ 4 Ohm hat! Laut Denon-Datenblatt braucht die Endstufe wirklich nur 320W! Hmm ...

Wer hat nun recht?

cya Illu

PS: Mein Pioneer is ein Class AB und die Denon-Endstufe Class B!
Knarf
Stammgast
#2 erstellt: 25. Okt 2003, 13:30
Hallo!

Genau kann ich es auch nicht sagen. Aber ich weiß, dass eine analoge (ist glaub ich Class B) Car-Hifi-Endstufe einen Wirkungsgrad von ca 50% (an 4 Ohm). Da wird aber auch eine Menge Spannung hin- und hertransformiert und die Ströme, die da fließen sind enorm. Das ist zu Hause nicht ganz so tragisch, also denke ich, sollte der Wirkungsgrad etwas höher liegen. Aber ich denke ein Wrikungsgrad von 70% (Schätzung) ist schon ziemlich hoch. Sonst würden die Dinger ja nicht so viel Wärme produzieren.

Beim Denon deines Kumpels würde das ja heißen, dass er mehr Leistung an die Lautsprecher abgiebt, als er aufnimmt. Und das ist schon unmöglich.
OneStone
Stammgast
#3 erstellt: 25. Okt 2003, 13:38
dann sind die 2x300W aber nicht RMS!
Aus den Elkos raus geht das, aber sonst sicher net....

Generell kann man sagen, dass man bei Class A auf einen Wirkungsgrad von ca. 25-35% kommt, bei Class AB auf maximal 70%. Wie das bei Class B ist, das weiß ich net (das is sowieso )
Außerdem gibts noch Class T (Digital), da kommt man auf >80% Wirkungsgrad.

Aber dass Input<Output ist (320W rein, 600W raus) das geht definitiv nicht.

@Illuminate: Du siehst, ich bin jetzt auch da.....
Cisco
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 25. Okt 2003, 14:40
wenn da mehr Watt rauskommt als wie reingeht - hätten wir dann nicht eine wundersame Energievermehrung?

Mal angenommen ich hätte einen Verstärker der bei 300Watt Input einen Output von 600Watt hat. Dann könnte man ja 300Watt wieder zurück in den Input schicken und hätte somit ein Gerät, wo man den Stecker aus der Steckdose ziehen könnte und es würde trotzdem unendlich weiter Musik spielen


[Beitrag von Cisco am 25. Okt 2003, 14:44 bearbeitet]
Illuminate
Stammgast
#5 erstellt: 25. Okt 2003, 15:09
Hehe ... alles was ihr da oben gepostet habt, wusste ich schon ... nur das ist jetzt die Bestätigung dafür! thx schonmal ...

@OneStone

OneStone
Stammgast
#6 erstellt: 25. Okt 2003, 18:49
@Illuminate:

Hab noch was vergessen: Bei Röhren-Amps ist der Wirkungsgrad noch geringer , aber das interessiert ja keinen...
martinwag
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 27. Okt 2003, 16:37
Mach den Praxistest: lass die zwei mal laufen und miss mit einer Stromzange nach.

Ansonsten kann ich mich anschließen, wäre super 300 W reinstecken, 600 rausbekommen :-)
cr
Inventar
#8 erstellt: 27. Okt 2003, 17:12
Ein Verstärker braucht mindestens das Doppelte der Sinus-Dauerton-Leistung (2*100 W Sinus => 400 W). Beim Leisespielen braucht ein Class A/B-Verstärker wenig Leistung (zB 50W)
Oliver67
Inventar
#9 erstellt: 27. Okt 2003, 20:45
Bei Conrad gibt es einen "Energy Checker 3000". Das Ding ist nicht nur für Verstärker interessant.

Laut Test in ct'ausreichend genau. Funkttioniet bei mir bestens.

Oliver
Supper's_Ready
Stammgast
#10 erstellt: 27. Okt 2003, 21:38
Kleiner Tip, vielleicht funktioniert es:

Unser ortsansässiger Energieversorger (NVV AG) verleiht kostenfrei digitale Leistungsmesser; vielleicht tun andere Unternehmen das auch.

Meßgerät in die Steckdose, zu messendes Gerät ins Meßgerät und man bekommt in einem Digitaldisplay die momentane Leistungsaufnahme angezeigt. Meines Wissens kann man solche Geräte auch kaufen, z.B. bei Conrad.

Über die Meßgenausigkeit kann ich allerdings nicht sagen.


[Beitrag von Supper's_Ready am 27. Okt 2003, 21:39 bearbeitet]
büsser
Stammgast
#11 erstellt: 27. Okt 2003, 22:05
Ein Verstärker braucht mindestens das Doppelte der Sinus-Dauerton-Leistung (2*100 W Sinus => 400 W). Beim Leisespielen braucht ein Class A/B-Verstärker wenig Leistung (zB 50W)

Dann ist aber der Yamaha Amp. AX-1090 mit angeblich 2x145 Watt an 8 Ohm mit einer Leistungsaufnahme von nur 370 Watt sehr knapp bemessen...
Ich bezweifle nähmlich bei den Yamaha Amps schon lange, ob sie die angegebene Leistung auch bringen.
Viel Leistung bei knapp bemessenem Netzteil, wie geht das?
Vergleich dazu:
Meine Parasound HCA-2200 Endstufe - 2x220 Watt RMS an 8 Ohm, Leistungsaufnahme 1000 Watt!

gruss büsser


[Beitrag von büsser am 27. Okt 2003, 22:08 bearbeitet]
cr
Inventar
#12 erstellt: 27. Okt 2003, 23:36
Heutzutage sind die Verstärker knapp bemessen.
Anders war es in den 70ern.
zB mein Pioneer SA9500: 2*95W Sinus lt Hersteller; Leistungsaufnahme aus dem Netz bis zu 590 Watt (laut alten Testberichten schafft er auch deutlich mehr als 2*95W Sinus).
Gewicht: irgendwas bei 16 kg
büsser
Stammgast
#13 erstellt: 27. Okt 2003, 23:45
Ich hatte 1980 einen Technics Vollverstärker SU-8099 mit 2x115 Watt an 8 Ohm bei 1160 Watt Leistungsaufnahme.
Der Amp war ca. 20 kg schwer. Das waren noch Geräte damals...
Hier fand ich ein Bild davon:



gruss büsser


[Beitrag von büsser am 27. Okt 2003, 23:52 bearbeitet]
jruhe
Inventar
#14 erstellt: 28. Okt 2003, 09:06
@büsser
In jedem Fall gibt mindestens Yamaha in den aktuelleren Datenblättern nur die mittlere Leistungsaufnahme an, die mit 50% der Maximalaufnahme kalkuliert wird.

Ein AX-900 (2x130W am 8Ohm) hatte laut Datenblatt eine maximale Leistungsaufnahme von 550W, daher klingt es plausibel, dass eine Ax-1090 wohl maximal 2*370W=740W verschlingen kann (In den alten Datenblättern wurde noch die maximale Aufnahme angegeben)

MfG
J.Ruhe
OneStone
Stammgast
#15 erstellt: 28. Okt 2003, 11:00

Ein Verstärker braucht mindestens das Doppelte der Sinus-Dauerton-Leistung (2*100 W Sinus => 400 W). Beim Leisespielen braucht ein Class A/B-Verstärker wenig Leistung (zB 50W)


Warum?
Das mit dem Leisespielen kapier ich ja noch, aber den Rest? Dann wäre ja Pout=Ptot und das wäre µ=0,5
Bezieht sich das auf Class A oder allgemein?
cr
Inventar
#16 erstellt: 28. Okt 2003, 12:00
Ein Wirkungsgrad von 50% ist doch eh gut.
10% verlierst du im Netzteil und 40% im Verstärker (deshalb haben Verstärker soviele Kühlbrippen, die auch ganz ordentlich heiß werden können).
Bei ClassA schauts anders aus. Hier steigt der Wirkungsgrad mit der abgegebenen Leistung. Beim Leisehören liegt er bei Null, weil der hohe Ruhestrom auch dann unverändert fließt.
orpheus63
Stammgast
#17 erstellt: 28. Okt 2003, 14:02
Tag zusammen !
Ich sag immer :"Papier ist geduldig" !!
Meine Endstufen ( 2 Denon POA 6600A ) leisten laut Datenblatt bei 4 Ohm 450 und bei 1 Ohm 1100 Watt ! Auf der Rückseite steht Power Consumption 350W !? Also wie soll das denn gehen ?!?! Ist schon klar , daß man diese Grenzen kaum mal antastet , aber das nur zu den diversen Angaben am Papier. Ich meine , daß man nie genug Leistung haben kann , denn starke Amps klingen dank der reichlichen Reserven bei kleinen Lautstärken besser , außerdem ist der unter Umständen schlechte Wirkungsgrad von Boxen dann auch kein Thema !

Gruß aus Wien Orpheus
OneStone
Stammgast
#18 erstellt: 28. Okt 2003, 17:11

Tag zusammen !
Ich sag immer :"Papier ist geduldig" !!
Meine Endstufen ( 2 Denon POA 6600A ) leisten laut Datenblatt bei 4 Ohm 450 und bei 1 Ohm 1100 Watt ! Auf der Rückseite steht Power Consumption 350W !? Also wie soll das denn gehen ?!?! Ist schon klar , daß man diese Grenzen kaum mal antastet , aber das nur zu den diversen Angaben am Papier. Ich meine , daß man nie genug Leistung haben kann , denn starke Amps klingen dank der reichlichen Reserven bei kleinen Lautstärken besser , außerdem ist der unter Umständen schlechte Wirkungsgrad von Boxen dann auch kein Thema !

Gruß aus Wien Orpheus


ich hab 2x3W +Subwoofer und das REICHT mir! und du wirst net behaupten können, dass dein 1100W-Dingsda besser klingt als ein Class A Röhren-Amp mit wenig Leistung.

Ach ja: Gut Klingende Boxen haben meiner Erfahrung nach fast immer einen hohen Wirkungsgrad (z.B. Manger-Wandler)
++Stefan++
Stammgast
#19 erstellt: 28. Okt 2003, 19:07
Die Angaben von heute finde ich auch seltsam!

Mein Freund hat auch einen Sony verstärker an dem 230Watt hinein und 240Watt hinaus kommen sollen!

Gibt es eigentlich noch "echte" Angaben, also für beide Kanäle gleichzeitig?

Mein Rovox B 251 verbraucht 650Watt
hat 2x100Watt Sinus beide Kanäle ausgesteuert!

Das ergibt dann 150W pro Kanal, was wohl nur noch von heutigen herstellern erwähnt wird!

Ist eigentlich totaler Quatsch!

Bei Stereo geht das ja noch, aber bei Sourround.....

Klar, bei einem Markengerät für nicht 2000€ 5x200Watt Sinus, kommt bestimmt hin!!!

Am nächsten kommt man wohl an die Gesamtleistung rechnerisch heran, wenn man den einen angegebenen Kanal durch 5 teilt!!!

PMPO ist auch so ne Erfindung...
Sinus Leistung hoch das Alter meiner OMA???

So, jetzt hab ich mir meine meinung vom Herzen geschrieben
orpheus63
Stammgast
#20 erstellt: 28. Okt 2003, 19:27
Abend zusammen !
OneStone : Ich hab ja nicht gesagt , daß meine "1100W Dingsda" BESSER klingen als "schwache" Class A Amps !!
Ist natürlich auch eine Frage der Zusammenstellung !! Ich hab momentan eben Boxen , die etwas mehr Saft brauchen , damit sie "auftauen" !
Grundsätzlich denke ich aber , daß gewisse Reserven einfach gut sind , da es auch im höheren Preisbereich Boxen gibt , die recht laststabile Amps benötigen.
Nix für ungut , dieses Forum ist eben ein Treffpunkt aller Varianten von Hifi-Equipment und außerdem geht es in diesem Thread ja um "Stromverbrauch" und nicht um besseren oder schlechteren Klang !

Gruß aus Wien Orpheus
DaVinci
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 29. Okt 2003, 09:49
Hi,

der Stromverbrauch hängt nicht etwa nur von der abgegebenen Sinusleistung ab, sondern auch davon, wie die Schaltkreise der Endstufe aufgebaut sind. Ich hatte bis vor kurzem einen ClassAA Verstärker von Technics mit 2x100W an 4 Ohm Sinusleistung, der mit nem Stromverbrauch von 530W angegeben war. Ich erinnere mich, hier im Forum gelesen zu haben, das ClassAA Verstärker schaltungsbedingt einen hohen Ruhestrom benötigen. Mein Panasonic SA-HE 90 mit 5x100W an 6 Ohm nimmt nur 230W Leistung auf. Ich kann allerdings nicht behaupten, das er etwa schwachbrüstiger wäre. Gefühlsmäßig hat er eher mehr Power, vor allem im Bassbereich.


[Beitrag von DaVinci am 29. Okt 2003, 09:50 bearbeitet]
büsser
Stammgast
#22 erstellt: 29. Okt 2003, 11:23
Wichtig bei einem Amp ist aber auch noch, dass er genügend Strom liefern kann.
Meine Parasound Endstufe liefert 50 Ampere dauernd, und 90 Ampere Peak!
Entscheidend vor allem beim lauthören. Mein Yamaha AX-1090 liefert sicher drei mal weniger Strom...

gruss büsser
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