MAM PA-120 Endstufe defekt?

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Jaykob
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Nov 2003, 00:55
Hi,
habe oben genannte Endstufe von meinem Vater bekommen. Das Problem ist folgendes: Wenn ich die Endstufe anschalte leuchtet die Power-LED und es brummt ein bisschen. Nach etwa 2 Sekunden geht sie aber wieder aus und die Sicherung (1,6A T) ist durchgebrannt. Habe es schon ohne angeschlossene Boxen und Input und mit probiert. Hört sich sehr nach Kurzschluss an, oder? Habe die Endstufe auch schon aufgeschraubt, habe aber nichts auffälliges gesehen.
Hat jemand von euch ne Idee?
der_graue
Stammgast
#2 erstellt: 23. Nov 2003, 01:27
Autsch, das kann viele Ursachen haben. Es könnte ein Kondensator kaputt sein, das Netzteil...
Es muss etwas Erhebliches sein, da ja die Sicherung durchbrennt - Kurzschluss liegt nahe.
Da hilft nur, das Teil durchzumessen, sonst wirst Du es nicht herausfinden.
Da hilft nur die Werkstatt oder ein Elektronikfreak in Deiner Nähe.

Viele Grüsse
Stephan
Jaykob
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Nov 2003, 01:38
Jo, hab ich mir fast schon gedacht... Trotzdem danke für deine Antwort!
Kann ich das vielleicht auch selber durchmessen? Sieht nämlich gar nicht soo kompliziert aus...
Kann ich wo nachlesen wie man da genau vorgeht?
Jaykob
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 23. Nov 2003, 15:23
Hab grad nochmal reingeschaut und folgendes gesehen: Die Endstufe hat am linken und rechten Rand je einen Chip (weiß nicht genau für was sie sind), an denen ein relativ großer Kühlkörper angebracht ist, welcher auch nach aussen führt. Diese Chips haben 10 (glaub ich) Pins, von denen etwa 3 sehr angegriffen aussehen, als ob da schonmal zuviel Strom geflossen ist. In der Nähe des Chips sind auch schwarze Pünktchen an der Gehäusewand zu sehen. Der Eine Chip (bzw. die Pins) sieht etwas mehr angegriffen aus als der andere. Kann es sein dass die Chips mal überhitzt haben und kaputt sind? Hat jemand ne Idee?
Jaykob
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 23. Nov 2003, 20:02
Vielleich helfen ja Fotos:

Endstufe von oben:


erwähnter Halbleiter (weiß nicht was seine Funktion ist):
zucker
Moderator
#6 erstellt: 23. Nov 2003, 20:11
@ jaykob

du mußt einen fachmann ranlassen. über das forum wird das nichts. die "chips" sind die leistungs IC. wenn die schwarze beinchen haben, hat es mit sicherheit einen kurzschluß gegeben. das brummen weißt darauf hin.

billig wird es nicht.
Jaykob
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 23. Nov 2003, 20:23
Ok, dann werd ich mir das nochmal überlegen müssen, denn wenn ich das selbst nicht schaffen kann lass ich's glaub ich ganz wenn das zu teuer wird...
Danke dir auf jeden Fall!
zucker
Moderator
#8 erstellt: 23. Nov 2003, 20:33
@ jaykob

wenn du versehentlich die ausgänge kurzgeschlossen hast, wird nur der IC gewechselt. das ist preislich zu vertreten.
wenn aber andere ursachen zu grunde liegen, kann es teuer werden.
Jaykob
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 23. Nov 2003, 20:54
Habe die Endstufe von meinem Vater. Der ist in ner kleinen Band, was die mit dem angestellt haben weiß ich nicht...
Jaykob
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 23. Nov 2003, 21:15
Hab mir grad nochmal die ICs angeschaut. Sind offensichtlich im Eimer, bei einem is sogar n Pin durch...
Werde mir jetzt erstmal ne Sicherung und neue ICs holen (sind Philips TDA 1514A) und die restlichen Bauteile überprüfen. Sind beide ICs gleich? Weil die haben in der 2. und 3. Zeile andere Nummern...
Jaykob
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 25. Nov 2003, 15:31
Falls es jemand interessiert: Habe mit MAM Kontakt aufgenommen und sie haben gesagt, dass es aufgrund des engen Pinabstands zum Kurzschluss gekommen sein kann, deswegen darauf beim einlöten achten. Außerdem empfehlen sie eine 800mA träge Sicherung anstatt der 1,6A. Habe auch einen Schaltplan bekommen, der allerdings fast nicht zu entziffern ist.
zucker
Moderator
#12 erstellt: 25. Nov 2003, 16:48
@ laykob,

na das ist doch prima. nun ab in den nächsten laden, ic kaufen und entlötlitze.

lötauge mit dem lötkolben erwärmen, die lötlitze dranhalten und flupp ist der pin entlötet. wenn du zu lange mit dem kolben hantierst, kann sich die leiterbahn vom trägermaterial lösen - das ist nicht gut.
schraub vorher den ic vom kühler ab, dann rutsch er beim auslöten von alleine zu boden.

grüße henry
Jaykob
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 25. Nov 2003, 23:36
Jo danke für die Tipps.
Habe schon Chips in Playstation und Xbox eingelötet und da gibt's n paar verdammt kleine Lötaugen, deswegen sollte das eigentlich schon klappen.
Wenn das so einfach wär mit dem nächsten Laden... Der IC ist mittlerweile eh ziemlich rar und bei mir in der Nähe ist es sogar verdammt schwer Sicherungen zu bekommen.
Gibt's aber bei Reichelt nur sollte ich vor der Bestellung wissen ob noch andere Teile kaputt sind weil sonst müsst ich nochmal bestellen. Werd also so bald es geht die Teile mal auslöten und schauen ob der Rest noch geht.
Jaykob
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 26. Nov 2003, 19:09
So, habe die ICs jetzt ausgelötet und die Sicherung brennt jetzt nicht mehr durch. Am Netzteil habe ich 20,3V und 41V gemessen. Jetzt aber das erstaunliche: An Pin 4 und 6 liegt ja die Versorgungsspannung des TDA 1514A an. Dort kommen 55,6V raus, im Datenblatt ist aber 30V die Maximalspannung. Liegt hier der Fehler? An den ICs sehen auch Pin 4 bis 6 besonders mitgenommen aus. Bei einem IC ist Pin 4 sogar ganz aus dem IC rausgegangen.
Über diesen Pins ist auch ein sichtbarer Riß mit Schmelzspuren im IC. Beim Einschalten geht kurz die Protect-LED an, vermute aber dass das normal ist, oder?
Jaykob
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 28. Nov 2003, 13:37
Sorry, im Datenblatt steht +-30V. Zwischen Masse und Pin 4 messe ich jetzt -28,0V und zwischen Masse und Pin 6 sind es 27,4V, dürfte also passen, oder?
Jaykob
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 02. Dez 2003, 15:23
Nochmal was,
Ich messe ja wie gesagt einmal 20V und einmal 41V am Trafo. Hab ihn aber nicht von der Platine abgelötet, sind die Messungen so überhaupt verwertbar? MAM hat auf meine Anfrage geantwortet, dass der Trafo 2 mal 18V Leerlaufspannung hat.
Als IC Stromversorgungsspannung messe ich 27,4V und -28,0V, liegt also im Rahmen der maximalen +-30V (Datenblatt). Kann ich die Endstufe mit dem Trafo weiter benutzen oder zerfetzt es mir dann womöglich wieder die neuen ICs?
Jaykob
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 03. Dez 2003, 17:47
Ich messe zwischen Pin 4 und Pin 6 120V Wechselstrom, ist das normal? Zwischen Pin 4 und Masse nichts und zwischen Pin 6 und Masse 60V Wechselstrom. Die Gleichstrommessungen betragen aber die richtigen Werte (wie bereits genannt). Hab nämlich jetzt die ICs und will sie nicht gleich wieder zerlegen...
Jaykob
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 03. Dez 2003, 21:53
So, hab jetzt die ICs eingebaut und alle Transistoren (waren eh nur 4) gewechselt und er läuft!
Kann euch gar nich sagen wie froh ich bin.
Danke für all eure Hilfe!
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