Beyerdynamic Custom Studio wird zum Headset - Plan so umsetzbar?

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Berman
Inventar
#1 erstellt: 08. Apr 2018, 23:28
Liebes Hifi-Forum,

nach meinem sehr enttäuschenden Versuch mit einem Gaming Headset, welches neben einem miserablen Klang - ich hätte es besser wissen müssen - auch schmerzende Ohren (buchstäblich!) verursachte, möchte ich nun einen anderen Weg gehen.

Ziel ist: Guter Klang plus Voicechat-Möglichkeit am PC.

Ich möchte mir nun den Beyerdynamic Custom Studio mit abnehmbarem Kabel kaufen.
Dazu dann ein V-Moda Boom Pro Mikrofon, welches aus dem Kopfhörer ein Headset macht, da ein Mikrofon integriert ist.

So weit so gut.
Nun bin ich mir sicher, dass mein Mainboard nicht den gehörigen Wumms bietet, um einen großen Kopfhörer zu betreiben.

Was ich noch nicht weiss ist, ob es so funktioniert wie ich möchte.

1: Der Kopfhörer wird an der Kabelbuchse des Kopfhörers (Kabel ist ja abnehmbar) mit dem Mikrofon versehen.
2: Dieses führt dann beide Signale (Audio und Mikrofon) bis zum Splitterkabel. Das Splitterkabel wird dann audioseitig mit dem Kopfhörerausgang des Kopfhörerverstärkers verbunden, da muss ich dann einen Adapter von 3,5 auf 6,3 Klinke verwenden.
3: Dann muss ein Kabel vom Mainboard-Soundausgang (3,5 Klinke) zum Eingang des Kopfhörerverstärkers führen, ich werde wohl den Cincheingang benutzen, das wäre also wieder ein Splitterkabel 3,5 auf Stereo Cinch.
4: Das verbleibende Mikrofonsignalkabel wird einfach verlängert (logischerweise vorbei am Kopfhörerverstärker ) und direkt in den Mikroeingang des Mainboards gesteckt.

Ist das soweit richtig oder hab ich einen Denkfehler? Vielleicht gibt's ja Verbesserungsvorschläge. Nicht, dass ich umsonst viel Geld raushaue .

Viele Grüße
Berman
JackA$$
Stammgast
#2 erstellt: 09. Apr 2018, 13:03
1. Ja, das kannst du so machen. https://imgur.com/a/7KrJg
2. Nimmt ein Mikrofon an Onboard wegen Störgeräuschne und zu wenig Spannung (und dadurch benötigter Verstärkung) meistens sehr schlecht auf, dagegen hilft eine USB Soundkarte ~6€, die du dann, falls der Onboard auch bei der Ausgabe Probleme macht, auch dafür benutzen kannst.
Jens1066
Inventar
#3 erstellt: 09. Apr 2018, 22:30
Ich würde jetzt erst mal alles onboard probieren, bevor Du Dir eine Menge an zusätzlichen Geräten hinstellst.
Falls es für Dich nicht ausreichend ist, kannst Du ja immer noch zukaufen. Wenn´s passt, hast Du Geld gespart.

Warum ich das so empfehle? Mein Custom Studio spielt, direkt an der Laptop Soundkarte angeschlossen, sowohl mehr als ausreichend laut, als auch klanglich sehr ordentlich. Der Custom Studio benötigt nicht so viel Leistung. Mit seinen 80 Ohm spielt er deutlich lauter als mein AKG mit (nur) 62 Ohm, da er einen besseren Wirkungsgrad hat. Was ich wärmstens empfehlen kann ist Equalizer APO, ein systemübergreifender Equalizer, der auf jede Anwendung wirkt.

Über Mikrophone selbst kann ich eigentlich nichts sagen, da ich keines brauche/benutze. Ich weiß nur, dass es von Beyerdynamic eines als Zubehör für die Custom Serie gibt. Allerdings etwas teurer, aber qualitativ sollten die schon ein Gutes als Mikrophonhersteller hinbekommen.
Berman
Inventar
#4 erstellt: 10. Apr 2018, 19:08
Hallo ihr zwei,

danke für eure Tipps! Dann werd ich es erst einmal so probieren. Falls ich dann später noch ein paar Lautstärkeprozente mehr möchte: Ist dann eher ein purer Kopfhörerverstärker zu empfehlen, oder lohnt sich da eher ein DAC? Habe ein normales Board mit VIA Audio.

Liefe über eine USB-Soundkarte denn auch das Mikro?

Viele Grüße
Berman


[Beitrag von Berman am 10. Apr 2018, 19:09 bearbeitet]
Jens1066
Inventar
#5 erstellt: 10. Apr 2018, 20:36
Ja, die haben einen Mikroeingang und "Sound" Ausgang. Auch wenn ich sowas noch nie probiert habe, glaube ich aber, dass die Soundqualität/Kraft bei so günstigen USB Soundkarten, nicht wirklich besser sein wird, als eine normale Onboard. Die USB Soundkarte hat JackA$$ ja speziell wegen dem Mikro empfohlen.

Wie gesagt, ich würde erst mal das vorhandene ausprobieren und ggf. nachrüsten. Höre gerade testweise für Dich mit dem Custom Pro übers Laptop. Mit eingeschaltetem Clippingschutz bei Equalizer APO und max. erreichbarer Lautstärke (ohne Clipping!), wirds mir je nach Aufnahme schon zu laut. Lautstärke wird aber natürlich von jedem anders wahrgenommen

Vielleicht als Anhaltspunkt..... wenn ich mit für mich gediegener Lautstärke höre und meiner Frau den KH so reiche, um mal in was reinzuhören, kriegt sie ne Krise, wie laut ich da höre.


[Beitrag von Jens1066 am 10. Apr 2018, 20:40 bearbeitet]
Berman
Inventar
#6 erstellt: 16. Apr 2018, 17:54
Hallo,

nun habe ich mal ein wenig herumgetestet. Ich bin nun Custom-Studio-Besitzer und habe mir auch dazu besagtes Mikrofon gekauft. Der Klang trifft genau meinen Geschmack. Alles klappt bis auf eine Ausnahme recht reibungslos.

Den Kopfhöreramp könnte ich mir sparen, WENN da nicht das Problem mit zu leiser Klassik wäre. Das ist ja auch kein neues Problem: Während mir bei elektronischer Musik fast der Kopf wegfliegt, kommt wenn ich eine Symphonie höre beim Kopfhörer selbst in den forte-fortissimo-Passagen kaum etwas an. Das kenne ich ja auch von meiner Anlage, nur die kann ich einfach lauter stellen.

Hatte mir nun testweise schon einen kleinen günstigen Amp "Auna HA-CH", gut bewertet, beim Versandhaus mit dem großen A bestellt, leider ist dieser für meine Zwecke nicht zu gebrauchen und musste zurückgehen.

Ich habe keinen Schimmer an welcher Stelle da etwas mit der Signalübertragung verpfuscht wird, aber sobald ich das Mikro in den PC stecke wird auch der Sound verzerrt und auch leiser, obwohl das Mikro ja "eigentlich" nicht durch den Amp durchläuft, sondern direkt am PC hängt. Ohne den Amp, also wenn auch der Klinkenstecker für den Sound direkt am PC hängt, ist alles in Butter. Nun ja. Ich bin für diesen Kopfhöreramp wohl auch eine seltene Zielgruppe, da ich ja auch Voicechat betreiben möchte.

Habe mir nun überlegt den FiiO E10K (da KHV & DAC in einem und per USB vielleicht 'ne ganz andere Art der Übertragung?) testweise zu bestellen, möchte aber auch nicht in solch einen Bestellmarathon geraten. Denn wer kann mir sagen, dass es da nicht genauso verläuft?

Hat jemand schon einmal davon gehört, dass der Sound gestört wird sobald man ein Mikro einsteckt?

Viele Grüße


[Beitrag von Berman am 16. Apr 2018, 17:55 bearbeitet]
Jens1066
Inventar
#7 erstellt: 16. Apr 2018, 20:20
Da der KHV ja eigentlich nur bei Klassik gebraucht wird, könntest Du bei Bedarf einfach den Mikrostecker ziehen.

Falls das zu nervig bzw. zu umständlich ist, würde ICH mir etwas in Richtung Umschalter/Bypass basteln, oder einen Ein/Aus-Schalter in die Mikrofonleitung packen. Wahrscheinlich sollten dann aber beide Leitungen getrennt werden.

Vielleicht gibt es da ja auch eine günstige Fertiglösung.
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