Wer hat (hört) Jecklin Float?

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lua6060c
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Feb 2007, 13:12
Hallo Leute,
wer außer mir hat denn noch so einen alten Elektrostaten im Besitz oder hört gar Musik damit?
Bei meinem alten Hörer hat sich der Schaumgummi aufgelöst, also zum Fachhändler von damals.
Jawohl, der kann in der Schweiz repariert werden, kostet ca. 200 bis 250 €, kann 4 Wochen dauern.
Das war im September 2006.

Weil mein Float bis jetzt noch nicht wieder zurück ist, habe ich einen komplett überarbeiteten beim Händler zum Trostpreis erstanden, wegen der Entzugserscheinungen.
Der Hörer hat sich dumpf angehört beim probieren im Laden aber ich war stark erkältet, da hört man eben manchmal keine Mitten und Höhen.

Dann habe ich noch einen (nicht überarbeiteten Float)dort gekauft.
Der klingt seltsamerweise ganz anders. Mitten und Höhen da, weniger Brummbass, leichtes scheppern im Mittenbereich, außerdem löst sich beim dritten Gebrauch der Schaumgummi auf. Was jetzt, überarbeiten lassen oder was? Und ich war der Meinung gleiche KH klingen auch gleich. Bin gespannt wie sich mein alter KH anhört falls ich den jemals wiederbekommen sollte.
Gibt es da so etwas wie eine Frequenzweiche im KH oder macht der andere Schaumgummi so viel aus oder wird beim aufarbeiten andere Folie oder eine andere Kondensatorplatte verwendet?
Wie kann ich den Klang anpassen, weiß jemand einen Trick?
Kennt jemand einen Reparatuer der den alten Klang wiederherstellen kann?
Mein Ziel: Drei gleichgut und gleich klingende Floats !!!
Und dann hole ich mir bei dem Händler einen .......
Bitte lasst mich nicht in dem Glauben ich hätte die einzigen Floats der Welt in meinem Besitz, dann wären sie so wertvol wie die blaue Mauritius und ich würde sogar einen davon verkaufen.
Nixals'nDraht
Stammgast
#2 erstellt: 27. Mai 2007, 10:38
hallo lua6060c,

habe diese Woche einen Float Electrostat aus der Bucht geholt. Bin gespannt, wie er klingt. Ist zur Zeit noch unterwegs zu mir. Definitiv sind die Schaumstoffe zu erneuern. Diese bekommt man in 56751 Gering bei Quad GmbH zu einem moderaten Preis von 22 Euronen inkl. Versand. Sie reparieren angeblich auch die Panels und das HV-Versorgungsteil.
Außerdem fand ich mit www.w-e-s-t-e-r-w-e-l-l-e.de eine weitere Adresse, die im Falle eines Falles weiter hilft.
Der Karl Purtscheller in Zuoz in der Schweiz als ehemaliger Mitstreiter vom Jürg Jecklin hat lt. Netz einen Teil der Werkzeuge und das knowhow um helfen zu können. Er tüftelt zur Zeit an einem eigenen Elektrostatischen Kopfhörer, der auf den Ursprüngen des Float aufbaut. Dazu habe ich einen Warenmusterschutz aus dem Jahr 2000 der Eidgenossen gefunden. Im Forum hier tauchen auch ab und an Einträge mit ähnlichem Inhalt zum Float auf.
Ich habe mir bei Quad die Schaumstoffteile bestellt. Der Internetauftritt der Quadianer erscheint seriös und auch kompetent. Alles weitere zu einem späteren Zeitpunkt.
christian_h
Stammgast
#3 erstellt: 29. Mai 2007, 08:11
Hallo lua,

anbei meine E-Mail Korrespondenz mit der Firma Quad aus der letzten Woche. Klingt seriös für mich. Vielleicht hilft es Dir weiter.

Gruß
Christian

Hallo,

schön, daß Ihr Kopfhörer so wieder funktioniert.

Eine optische Restauration können wir hier gerne durchführen. Die Kosten hierfür (Entfernen der alten Schaumstoffe, säubern und befestigen der neuen Schaumstoffe) liegen bei ca. 90,00 bis 100,00 Euro inkl. des Materials. Dabei überprüfen wir auf jeden Fall den Kopfhörer auf alle seine Funktionen und falls wir dort noch ein weiteres Problem feststellen sollten, werden wir dies einfach kurz mit Ihnen besprechen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und schöne Pfingsten und hoffe Ihnen mit den Informationen erst einmal weitergeholfen zu haben.

Liebe Grüße

--

Best Regards, Grüsse von QUAD aus GERING,

Iris Laures

QUAD MUSIKWIEDERGABE GmbH, Brunnenstraße 57, 56751 Gering, Germany
tel. +49(0)2654 987977 fax. +49(0)2654 987976 mail. QUAD-GmbH@t-online.de
www.QUAD-MUSIK.com




> Hallo Frau Laures,
>
> vielen Dank für das freundliche Angebot. Herr Dürrematt hatte mir den Tip gegeben, die Sicherungen des Speiseteils auszutauschen. Das habe ich gestern getan und siehe da: Der Fehler ist behoben. Aus technischer Sicht besteht daher vorerst kein Handlungsbedarf. Allerdings würde ich den Kopfhörer mittelfristig gern optisch (und technisch?) überholen lassen; die Schaumstoffpolster sehen doch inzwischen arg mitgenommen aus. Würden Sie soetwas auch machen und, wenn ja, zu welchem Preis?
>
> Nochmals herzlichen Dank und freundliche Grüße
>

>
>
>
> From: Quad-GmbH@T-Online.de [mailto:Quad-GmbH@T-Online.de]
>> Subject: Reparatur Jecklin Float
>
>
>
> Guten Tag,
>
> Herr Dürrenmatt von der Firma PRECIDE hat uns Ihre Anfrage hinsichtlich einer Reparatur für Ihren Jecklin Float Kopfhörer weitergeleitet.
>
> Gerne sind wir Ihnen bei der Problemlösung behilflich und können hier bei uns entsprechende Reparaturen durchführen. Sie können uns gerne den Kopfhörer direkt zuschicken oder Sie haben alternativ auch die Möglichkeit ihn einfach zu verpacken und wir können eine Abholung durch die Post bei Ihnen zuhause veranlassen.
>
> Für weitere Fragen erreichen Sie uns gerne direkt unter der Rufnummer 02654-987977.
>
> --
>
> Best Regards, Grüsse von QUAD aus GERING,
>
> Iris Laures
>
>>
lua6060c
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 31. Mai 2007, 17:19

Nixals'nDraht schrieb:
hallo lua6060c,
Hi
gibst du Bescheid, wenn der Hörer da ist?
Welcher ist es denn, 0 oder 1 oder 2? Mit Speiseteil?
Bin gespannt.
LUA

habe diese Woche einen Float Electrostat aus der Bucht geholt. Bin gespannt, wie er klingt. Ist zur Zeit noch unterwegs zu mir. Definitiv sind die Schaumstoffe zu erneuern. Diese bekommt man in 56751 Gering bei Quad GmbH zu einem moderaten Preis von 22 Euronen inkl. Versand. Sie reparieren angeblich auch die Panels und das HV-Versorgungsteil.
Außerdem fand ich mit www.w-e-s-t-e-r-w-e-l-l-e.de eine weitere Adresse, die im Falle eines Falles weiter hilft.
Der Karl Purtscheller in Zuoz in der Schweiz als ehemaliger Mitstreiter vom Jürg Jecklin hat lt. Netz einen Teil der Werkzeuge und das knowhow um helfen zu können. Er tüftelt zur Zeit an einem eigenen Elektrostatischen Kopfhörer, der auf den Ursprüngen des Float aufbaut. Dazu habe ich einen Warenmusterschutz aus dem Jahr 2000 der Eidgenossen gefunden. Im Forum hier tauchen auch ab und an Einträge mit ähnlichem Inhalt zum Float auf.
Ich habe mir bei Quad die Schaumstoffteile bestellt. Der Internetauftritt der Quadianer erscheint seriös und auch kompetent. Alles weitere zu einem späteren Zeitpunkt.
lua6060c
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 31. Mai 2007, 17:25

christian_h schrieb:
Hallo lua,

anbei meine E-Mail Korrespondenz mit der Firma Quad aus der letzten Woche. Klingt seriös für mich. Vielleicht hilft es Dir weiter.

Gruß
Christian

Hallo,

schön, daß Ihr Kopfhörer so wieder funktioniert.

Eine optische Restauration können wir hier gerne durchführen. Die Kosten hierfür (Entfernen der alten Schaumstoffe, säubern und befestigen der neuen Schaumstoffe) liegen bei ca. 90,00 bis 100,00 Euro inkl. des Materials. Dabei überprüfen wir auf jeden Fall den Kopfhörer auf alle seine Funktionen und falls wir dort noch ein weiteres Problem feststellen sollten, werden wir dies einfach kurz mit Ihnen besprechen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und schöne Pfingsten und hoffe Ihnen mit den Informationen erst einmal weitergeholfen zu haben.

Liebe Grüße

--

Best Regards, Grüsse von QUAD aus GERING,

Iris Laures

QUAD MUSIKWIEDERGABE GmbH, Brunnenstraße 57, 56751 Gering, Germany
tel. +49(0)2654 987977 fax. +49(0)2654 987976 mail. QUAD-GmbH@t-online.de
www.QUAD-MUSIK.com




> Hallo Frau Laures,
>
> vielen Dank für das freundliche Angebot. Herr Dürrematt hatte mir den Tip gegeben, die Sicherungen des Speiseteils auszutauschen. Das habe ich gestern getan und siehe da: Der Fehler ist behoben. Aus technischer Sicht besteht daher vorerst kein Handlungsbedarf. Allerdings würde ich den Kopfhörer mittelfristig gern optisch (und technisch?) überholen lassen; die Schaumstoffpolster sehen doch inzwischen arg mitgenommen aus. Würden Sie soetwas auch machen und, wenn ja, zu welchem Preis?
>
> Nochmals herzlichen Dank und freundliche Grüße
>

>
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> From: Quad-GmbH@T-Online.de [mailto:Quad-GmbH@T-Online.de]
>> Subject: Reparatur Jecklin Float
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> Guten Tag,
>
> Herr Dürrenmatt von der Firma PRECIDE hat uns Ihre Anfrage hinsichtlich einer Reparatur für Ihren Jecklin Float Kopfhörer weitergeleitet.
>
> Gerne sind wir Ihnen bei der Problemlösung behilflich und können hier bei uns entsprechende Reparaturen durchführen. Sie können uns gerne den Kopfhörer direkt zuschicken oder Sie haben alternativ auch die Möglichkeit ihn einfach zu verpacken und wir können eine Abholung durch die Post bei Ihnen zuhause veranlassen.
>
> Für weitere Fragen erreichen Sie uns gerne direkt unter der Rufnummer 02654-987977.
>
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>
> Best Regards, Grüsse von QUAD aus GERING,
>
> Iris Laures
>
>>

Hallo Christian, danke für den Quad-Tip,
welchen Float hast du denn?
Wird dein Höer optisch überarbeitet?

Gruß LUA
christian_h
Stammgast
#6 erstellt: 01. Jun 2007, 12:52
Ich habe den PS/2 (oder so ähnlich). Leider habe ich keine Ahnung, wie ich hier ein Bild reinbringen kann. Mittelfristig will ich den Hörer aufarbeiten und technisch prüfen lassen. So ganz in Ordnung scheint er nämlich doch nicht zu sein (vereinzelte Aussetzer auf dem linken Kanal, kann aber auch an der Verkablung zum Verstärker liegen). Vorher will ich mir aber noch einen (dynamischen) Zweithörer zulegen. Habe bloß momentan keine Zeit zu ausgiebigen Streifzügen durch die einschlägigen Läden...
Gruß
Christian
Nixals'nDraht
Stammgast
#7 erstellt: 02. Jun 2007, 07:44
Hallo lua,

Float ist da, und- abgesehen von den Polstern- in einem suuuper Zustand. Ein Nichtraucher-Vorbesitzer und wenig benutzt. Das Gehäuse ist frei von Gebrauchsspuren wie Kratzer oder Stoßdeformationen. Es ist einer der letzten Generation (S/N oder ähnliches habe ich leider nicht entdecken können) mit 'nem PS2 Speiseteil, welches auf der Rückseite stabile Lautsprecher-Federklemmen (keine Schraubklemmen) hat.
Bei der ersten Hörsession sind plötzlich die Sicherungen des Speiseteils durchgebrannt. Nach dem ersten Schreck und Fehlersuche erinnerte ich mich an ein Posting hier im Forum, daß die Sicherungen (1,6 A / T) gerne durchbrennen und habe gezielt das PS2 aufgeschraubt. Ich habe gleichwertige Sicherungen eingesetzt, allerdings mit Quarzsandfüllung (dieser kühlt ein wenig den Schmelzdraht und das Ansprechverhalten der Sicherung ist in einem engeren Toleranzbereich). Hab im Forum auch gelesen, dass ein Besitzer die Sicherungen durch 'nen Draht ersetzt hat... wovon ich Abstand nehme. Besser auf guten Kontakt der Sicherung achten (Haltefedern mit Alkohol reinigen und durch Zusammendrücken der Federn für gute Kontaktkraft sorgen). Der Float ist sowieso nix für hohe Lautstärken. Falls die Sicherungen trotzdem auf Grund entsprechender Musikvorliebe (und nicht eines sonstigen Defekts) doch mal durchbrennen, würde ich eher auf einen höheren Wert der Absicherung gehen (1,8 bis 2,0 A, ebenfalls mit Quarzsandkühlung), höher aber nicht.

Nun weiter zum Float: Habe bei Quad die Polster bestellt, und bin dabei den Float zu restaurieren. Hilfreich ist hier zunächst folgender thread gewesen
www.head-fi.org/forums/showthread.php?t=236434

Was mir bei meinem Float auffiel war die Tatsache, daß die beiden Moosgummistückchen, welche als Distanzstücke zwischen Panel und äußerer Abdeckung fungieren, auf beiden Seiten (L+R) an der Unterseite eigentlich zu groß sind, denn sie reichten über den Rand des Panelrahmens bis ca. 3mm in die Membranfläche und haben diese an der Berührungsstelle eingedrückt. Der Hörer klingt trotzdem noch gut, aber wenn das noch länger so geblieben wäre, könnte die Membrane durchgedrückt werden. Leider Pfusch bei Jecklin, muß ich sagen. Da hat die Endkontrolle versagt.

Für die Restauration (Lösen der Metallabdeckungen, Reinigen von Kofhörer, Panels (Vorsicht!) und sorgfältiges Verkleben der Metallgitter mit dem Schaumstoff) veranschlage ich ca. 4 Stunden konzentriertes Arbeiten in mehreren Sessions für die Aushärtezeit des Klebers. Dies ohne Beschaffung der notwendigen Werkstoffe (Aceton zum Reinigen der ausgebauten Metallgitter und geeigneter! Klebstoff für Gitter mit Schaumstoff an Kopfhörerrahmen - hierzu mein Tip: Orthopädietechniker fragen; Diese haben Erfahrung im Verkleben von Schaumstoffen). Von daher ist das Quad-Angebot von ca. 100€ incl. Schaumstoff mehr als fair.
Klebstoff usw. habe ich mir besorgt, warte nun auf Regenwetter in Göttingen...


[Beitrag von Nixals'nDraht am 02. Jun 2007, 07:52 bearbeitet]
lua6060c
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 04. Jun 2007, 11:49

christian_h schrieb:
Ich habe den PS/2 (oder so ähnlich). Leider habe ich keine Ahnung, wie ich hier ein Bild reinbringen kann. Mittelfristig will ich den Hörer aufarbeiten und technisch prüfen lassen. So ganz in Ordnung scheint er nämlich doch nicht zu sein (vereinzelte Aussetzer auf dem linken Kanal, kann aber auch an der Verkablung zum Verstärker liegen). Vorher will ich mir aber noch einen (dynamischen) Zweithörer zulegen. Habe bloß momentan keine Zeit zu ausgiebigen Streifzügen durch die einschlägigen Läden...
Gruß
Christian


@Christian,
mir sind folgende Hörer-Ausführungen bekannt:

silberfarben ohne Aufkleber: PS0: 1500 Volt Bias !; 120 Volt Signalspannung?
schwarz mit silbern.Aufkleber: PS1: 1200 Volt Bias !; 170 Volt Signalspannung?
schwarz mit rotem Aufkleber: PS2: 1200 Volt Bias !; 220 Volt Signalspannung?

LUA
lua6060c
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 04. Jun 2007, 11:56

Nixals'nDraht schrieb:
Hallo lua,

Float ist da, und- abgesehen von den Polstern- in einem suuuper Zustand. Ein Nichtraucher-Vorbesitzer und wenig benutzt. Das Gehäuse ist frei von Gebrauchsspuren wie Kratzer oder Stoßdeformationen. Es ist einer der letzten Generation (S/N oder ähnliches habe ich leider nicht entdecken können) mit 'nem PS2 Speiseteil, welches auf der Rückseite stabile Lautsprecher-Federklemmen (keine Schraubklemmen) hat.
Bei der ersten Hörsession sind plötzlich die Sicherungen des Speiseteils durchgebrannt. Nach dem ersten Schreck und Fehlersuche erinnerte ich mich an ein Posting hier im Forum, daß die Sicherungen (1,6 A / T) gerne durchbrennen und habe gezielt das PS2 aufgeschraubt. Ich habe gleichwertige Sicherungen eingesetzt, allerdings mit Quarzsandfüllung (dieser kühlt ein wenig den Schmelzdraht und das Ansprechverhalten der Sicherung ist in einem engeren Toleranzbereich). Hab im Forum auch gelesen, dass ein Besitzer die Sicherungen durch 'nen Draht ersetzt hat...
wovon ich Abstand nehme. Besser auf guten Kontakt der Sicherung achten (Haltefedern mit Alkohol reinigen und durch Zusammendrücken der Federn für gute Kontaktkraft sorgen). Der Float ist sowieso nix für hohe Lautstärken. Falls die Sicherungen trotzdem auf Grund entsprechender Musikvorliebe (und nicht eines sonstigen Defekts) doch mal durchbrennen, würde ich eher auf einen höheren Wert der Absicherung gehen (1,8 bis 2,0 A, ebenfalls mit Quarzsandkühlung), höher aber nicht.

Nun weiter zum Float: Habe bei Quad die Polster bestellt, und bin dabei den Float zu restaurieren. Hilfreich ist hier zunächst folgender thread gewesen
www.head-fi.org/forums/showthread.php?t=236434

Was mir bei meinem Float auffiel war die Tatsache, daß die beiden Moosgummistückchen, welche als Distanzstücke zwischen Panel und äußerer Abdeckung fungieren, auf beiden Seiten (L+R) an der Unterseite eigentlich zu groß sind, denn sie reichten über den Rand des Panelrahmens bis ca. 3mm in die Membranfläche und haben diese an der Berührungsstelle eingedrückt. Der Hörer klingt trotzdem noch gut, aber wenn das noch länger so geblieben wäre, könnte die Membrane durchgedrückt werden. Leider Pfusch bei Jecklin, muß ich sagen. Da hat die Endkontrolle versagt.

Für die Restauration (Lösen der Metallabdeckungen, Reinigen von Kofhörer, Panels (Vorsicht!) und sorgfältiges Verkleben der Metallgitter mit dem Schaumstoff) veranschlage ich ca. 4 Stunden konzentriertes Arbeiten in mehreren Sessions für die Aushärtezeit des Klebers. Dies ohne Beschaffung der notwendigen Werkstoffe (Aceton zum Reinigen der ausgebauten Metallgitter und geeigneter! Klebstoff für Gitter mit Schaumstoff an Kopfhörerrahmen - hierzu mein Tip: Orthopädietechniker fragen; Diese haben Erfahrung im Verkleben von Schaumstoffen). Von daher ist das Quad-Angebot von ca. 100€ incl. Schaumstoff mehr als fair.
Klebstoff usw. habe ich mir besorgt, warte nun auf Regenwetter in Göttingen...
:*


@Nixals'nDraht,
berichte bitte über deine Restauration, ich habe zwar den englischen Thread dazu gelesen, aber mit deutsch komme ich doch wesentlich besser zurecht.

LUA
Nixals'nDraht
Stammgast
#10 erstellt: 04. Jun 2007, 18:41
Oh My God!

Auf was habe ich mich da bloß eingelassen! Der Jecklin mag ja gut klingen, aber konstruktiv ist er zunächst einmal eine einzige K A T A S T R O P H E ! Ich gehe mal davon aus, dass dies alles vom Jürg Jecklin richtig gedacht und gezeichnet war, als er u. a. den Auftrag für die Schalenerstellung wegschickte. Dass dann die Italiener (lt. Einpreßkennzeichen in der Schale Fa. TECNO STAM SpA) beim Erstellen der Maße für die Gußform schlichtweg besoffen waren, dafür kann er ja nichts. So bekam er die Schalen aus Kulanzgründen für die Hälfte, montieren lassen hat er den Kopfhörer sowieso wo anders (Precide? Diese armen Schw...), die Enthusiasten haben trotzdem gekauft. So ungefähr muß das gewesen sein. Damals. Deshalb wird der Jecklin vielleicht auch nicht mehr produziert. Heute. Punkt. Aus. Wenn ich damals genügend Kohle gehabt hätte, dann hätte ein neuer JJ auch den Weg zu mir gefunden. So nahm der Kleine halt einen Umweg und musste erst mal älter und reifer werden. Trotzdem, es passt bei diesem Teil nichts zueinander! Wie bitteschön, sollen denn die Elektrostatenpanels gegen Gehäuse und Abdeckrahmen abgestützt werden, wenn der Rahmen mit dem Fensterausschnitt gar nicht über dem Panel liegt, sondern mit seitlichem Versatz? Und dass der Akustikschaumstoff schließlich mit dem Fenstergitter verklebt wird??? Wie bitte? Ja, haben da manche nix gedacht? Selbst bei meinem ersten Sennheiser gabs Wechselpolster. Denn damit kann man Geld verdienen. Ja. Der Jürg hatte wohl genug davon. Vom Polster, ähh, vom Geld, oder, ähh, doch vom Polster. Nee, wirklich!
Armer JJ (den Kopfhörer mein' ich), du hast eigentlich besseres verdient.

Nun gut, ich kanns nicht ändern, da muss man durch...

Hier meine Vorgehensweise. Ohne Gewähr, das bitte ich zu beachten.
Und bitte erst lesen, dann denken, dann seine eigenen Fähigkeiten einschätzen und entscheiden ob selbst restaurieren oder nicht. Grundsätzlich sollte der Jecklin in einem, von den Kunststoffpolstern einmal abgesehen, guten Zustand sein. Sollten sich Risse im Kabel vom Kopfhörer oder PS zeigen, oder sonst unklare technische Fragen vorhanden sein, rate ich den Weg zum Fachmann (QUAD) zu gehen. Quad deshalb, weil Precide offenbar Reparaturanfragen auch an Quad in Düütschland weiterleitet. Quad macht die Reparatur sicherlich auch ganz ungern, aber sie verdienen sich einen guten Ruf und auch Geld damit und haben hoffentlich im Laufe der Zeit sich für den JJ einige Tricks einfallen lassen. Desweiteren wollen sie bestimmt nicht das eine und auch nicht das andere verlieren (den Ruf- den guten und das ebensolche Geld).

Wenn man sich selbst daran wagt, benötigt man Muße. Und für die Dauer von Arbeitspausen einen Platz, an dem der JJ mit seinen frei dranhängenden Panels, ohne gestört zu werden, bleiben kann.
Man braucht an Material:
-Neoprenband,4-5mm dick, selbstklebend, 15 oder 20mm breit
-100 ml Aceton
-Kleber für Schaumstoff
(diese drei Dinge sind die wichtigsten, wie gesagt, beim Orthopädiemechaniker...), dann
-Tesa Papierklebeband 12 mm breit
-Teroson Karosseriekitt, schwarz (Übrigens der geniale Kitt für alles was irgendwie wieder ablösbar zu befestigen ist. Sollte in keinem Haushalt fehlen, schon gar nicht bei Haifai-Hobbyisten).
-ein rasiermesserscharfes Messer
-ein Schweizer Offiziersmesser (hat Mann sowieso)
-Geo-Dreieck
-Schere
-Papier und Bleistift für Notizen
-Geduld und eine ruhige Hand

Zunächst von aussen die Kunststoffreste entfernen und die alten Klebestellen für die Ohrabdeckungen und das Kopfpolster für Neuverklebungen vorbereiten. Dazu die Schallöffnungen ggf. mit einer vorbereiteten Abdeckung (Kartonzuschnitt) mittels Tesa Papierklebeband (das glatte, gelbliche)verschließen (dieses Papierklebeband brauchen wir später evt. nochmals). Danach die Seitenabdeckungen entfernen und die Panels herauslösen. Dann die Gitter auf beiden Ohrseiten entfernen, die jeweils 4 Moosgummistückchen je Seite aufbewahren (notieren, wo sie hingehören) und mit feinem Pinsel und Staubsauger die Schaumstoffreste in den Panelschalen entfernen. Ggf. mit einem Mikrofasertuch und Spülmittel die Schalen von den klebrigen Schaumstoffkröseln befreien. Dann die Metallgitter mit Aceton von den Klebstoffrückständen befreien, und zum guten Schluss diese mit VISS Küchenreiniger oder FROSCH Scheuermilch und einer harten Fingerbürste auf einer ebenen Fläche gründlich abbürsten (sie werden tatsächlich wieder blank). Dann die Gitter mit Wasser abspülen. Beim Hantieren mit Aceton einen ganz großen Abstand zu dem JJ und seinen Panels halten. Eigentlich dürfen diese das Aceton nicht einmal riechen. Und jetzt steht die Entscheidung an, wie das alles wieder zusammengebaut werden soll!
Nach einigen Überlegungen, ob ich das alles wieder zusammenkleben soll wie im Original, habe ich mich doch dagegen entschieden. Denn in 10 Jahren- oder früher- müssen wieder neue Akustikpolster rein. Dann soll der Polstertausch einfacher sein. Deshalb habe ich die Metallgitter mit den Akustikschaumstoffplatten am äußeren Rahmen mit dem Papierklebeband von Tesa festgeklebt. Für die vier Schraubenlöcher eine passende Öffnung an den Ecken gelassen, und auch einen für den Kontaktstreifen, welcher vom Panel unten rechts gegen das äußere Metallgitter im Rahmen drückt.
Für das Metallgitter mit Schaumstoff auf der Ohrenseite die gleiche Lösung: Tesa Papierklebeband. Dann die vier Moosgummistückchen (besser sind neue, diese möglichst genau einpassen, d.h. bis etwas über Mitte des Panelrandes reichend, damit sie nicht die Membranbewegung behindern) wieder an ihren alten Platz, und der JJ ist fast fertig. Evt. hilft zum Abkleben in den Ecken noch etwas Teroson Karosseriekitt (der gute schwarze). Zum Schluß noch jeweils ein Stückchen Mossgummi mittig oben und unten zum Abstützen des Panels gegenüber dem Außenrahmen anbringen, dann den Aussenrahmen aufschrauben. Fehlen jetzt noch die beiden Ohrpolsterstreifen links und rechts und das Kopfpolster. Während die Ohrpolsterstreifen tatsächlich geklebt werden müssen, reicht es aus, das Kopfpolster gleichmäßig verspannt dem Kurvenverlauf folgend einzulegen.
In Anbetracht der Tatsache, daß der Jecklin sowieso ein Filigranteil ist und bleibt, ist meines Erachtens die Verklebung mit Papierklebestreifen ein eleganter Weg für die Zukunft.

Wie bitte? Ob es hier geregnet hat? Nö! Aber ich bin seit letzter Woche vom Elektrostatenvirus befallen!
Hoppla, jetzt isses leider 'n Roman geworden.
Aber hat jemand für die Schaumstofferneuerung eine bessere Idee?

Anm.:
Auf den Panels L+R habe ich eine Art S/N entdeckt: 86 09 -5 was so viel heißt wie: September 1986 fünf Bier im Rückstand.


[Beitrag von Nixals'nDraht am 06. Jun 2007, 17:29 bearbeitet]
lua6060c
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 09. Jun 2007, 22:05

Nixals'nDraht schrieb:
Oh My God!
.....
Wie bitte? Ob es hier geregnet hat? Nö! Aber ich bin seit letzter Woche vom Elektrostatenvirus befallen!
Hoppla, jetzt isses leider 'n Roman geworden.
Aber hat jemand für die Schaumstofferneuerung eine bessere Idee?

Anm.:
Auf den Panels L+R habe ich eine Art S/N entdeckt: 86 09 -5 was so viel heißt wie: September 1986 fünf Bier im Rückstand. :L


@ Nixals'nDraht,

danke für deine Bschreibung, hörst du jetzt auch Musik mit dem JJ?
Wie bist du mit dem Klang mit der Übertragerbox zufrieden?

Ich habe jetzt übrigens meinen Hörer aus der Schweiz wieder, selbstverständlich unrepariert aber dafür mit einem Inventurzettel dran, interessant oder?

Bin jetzt übrigens Besitzer und Eigentümer von fünf JJ-Elektrostaten und drei Anschaltboxen.
Muss ich mich jetzt im Guinnesbuch..... eintragen lassen?

Die Übertagerkästchen reizen den Float aber noch nicht richtig aus, deshalb spielt er jetzt zusammen mit einem Stax Lambda Signature an einem richtigen Verstärker und das macht er richtig gut.

Lass mal wieder von dir lesen.
Nixals'nDraht
Stammgast
#12 erstellt: 10. Jun 2007, 14:00
Hoi lua,

bin mit dem Klang so zufrieden, daß ich meinen bisherigen Ersthörer in den Schrank weggesperrt habe. Ein Beyerdynamic DT 990pro. Den biete ich hiermit zum Verkauf an. Ist knapp zwei Jahre alt (Aug. 05), hat also noch Restgarantie.

Was kann man an Stelle des PS 2 anderes nehmen? Passt das dann in Bezug zur Speisespannung und Vorspannung zusammen?

Bisher bin ich zufrieden, hängt mit meinen Hörgewohnheiten und (auch?) mit dem Amp zusammen. T+A 820. Hat genügend Power, denke ich. Vergleicht man DT 990(pro) und JJ, so ist beim JJ ein Vorhang weggezogen. Gefällt mir gut so. Stimmen sind Klasse. So muss es sein.
Suche noch einen zweiten JJ für meine Liebste. Dafür hat der Jürg Jecklin doch auch den zweiten Anschluß am Versorgungsteil gedacht, oder?

lua6060c
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 13. Jun 2007, 14:47

Nixals'nDraht schrieb:
Hoi lua,

bin mit dem Klang so zufrieden, daß ich meinen bisherigen Ersthörer in den Schrank weggesperrt habe. Ein Beyerdynamic DT 990pro. Den biete ich hiermit zum Verkauf an. Ist knapp zwei Jahre alt (Aug. 05), hat also noch Restgarantie.

Was kann man an Stelle des PS 2 anderes nehmen? Passt das dann in Bezug zur Speisespannung und Vorspannung zusammen?

Bisher bin ich zufrieden, hängt mit meinen Hörgewohnheiten und (auch?) mit dem Amp zusammen. T+A 820. Hat genügend Power, denke ich. Vergleicht man DT 990(pro) und JJ, so ist beim JJ ein Vorhang weggezogen. Gefällt mir gut so. Stimmen sind Klasse. So muss es sein.
Suche noch einen zweiten JJ für meine Liebste. Dafür hat der Jürg Jecklin doch auch den zweiten Anschluß am Versorgungsteil gedacht, oder?

:prost


Hi, da gibt es einen Link der dich vielleicht interessiert:
http://www.high-amp.de/html/frame.html
Seit ein paar Wochen habe ich meine JJ's an den T-Amplifier von H. Rauenbühler angeschlossen. An dem Amp kann ich gleichzeitig einen Stax und zusätzlich einen beliebigen JJ betreiben weil die JJ-Bias-Spannung umschaltbar ausgeführt worden ist. Schau doch mal dort auf die Jecklin Float-Seite.

Grüße
Nixals'nDraht
Stammgast
#14 erstellt: 23. Jun 2007, 23:54
Hi JJs,

habe mich mal zu Rauenbühler über luas Link verknüpft. Und (weil Regenwetter) den JJ mit meinem Radio Shack Schallpegelmessgerät gemessen. Danach auch meinen Beyer 990pro. Huiiiih, sag I! Der JJ hat 'nen Kurvenverlauf, da wird einem schwindelig. Unter 60 Hz tut sich fast nix, eine "Matterhornspitze" zwischen 100 und 200 Hz, ein "Marianengraben" zwischen 600 und 1100 Hz mit Minimum von ca. -8! dB bei 900 Hz, bezogen auf den mittleren Pegel. Dann gehts mit einem leichten Höcker bei 2 kHz recht linear weiter bis ca. 4 kHz (das erklärt die gute Sprach / Gesangswiedergabe), um dann den Pitz Palu bei 6,5 kHz zu erklimmen (Diffusfeldentzerrungspeak, +10 dB ca.), bleibt bis 12 bis 15 kHz so um +5 dB lauter als der mittlere Pegel um danach in Richtung 20 kHz abzufallen.
Beim Beyer 990pro ist der Bass unterhalb 50 Hz etwas zurückgenommen, möglicherweise ist die 600 Ohm Variante in diesem Bereich lauter. Oberhalb 80 Hz verläuft der Frequenzgang beim Beyer dann fast wie ein Linealstrich bis 1000 Hz. Danach kommt auch ein kleiner Buckel und der Frequenzgang ähnelt dem JJ oberhalb 1,2 kHz fast wie ein Zwilling, nur daß der Diffusfeldpeak ca. 1,5 kHz tiefer bei 5 kHz liegt. Auch fällt der Frequenzgang ab 10 kHz steiler ab als beim JJ.
Fazit, welches auch vom Höreindruck bestätigt wird:
Beyer ist "untenrum" knackiger. Beide haben eine sehr gute Stimmwiedergabe, der JJ hat mehr Strahlkraft wenn es hart wird (Becken, alle mechanischen Anschläge, Obertöne).
Dies kommt über alles betrachtet meinen alten Ohren entgegen. Sind diese doch im oberen Frequenzbereich weniger empfindlich als bei einem "Youngster".
Das bringt mich zum Fazit des Tages: Ich bin sehr skeptisch, ob mit einem "linearen" Verstärker nach Rauenbühler die Diffusfeldentzerrung des JJ noch vorhanden ist. Denn gerade deshalb ist die räumliche Wiedergabe über den JJ (und andere Diffusfeldentzerrte KH) so frappierend gut (wenn die Software stimmt- leider!). Durch die offene Bauweise sticht der JJ hier zusätzlich alle Konkurrenten aus. Aber, vielleicht komme ich mal in den Genuss eines Hörvergleiches mit 'nem Rauenbühler.
Das schönste ist aber die Erkenntnis, dass ich mit meiner Entscheidung damals für die "Nubies" 35 mit "Chaschteli" richtig gehandelt habe. Die sind dem JJ tonal sehr ähnlich und genau so entlarvend. Respekt! Da ich zu faul bin, beim Umschalten auf Kopfhörer am "Nubie Chaschteli" den Boost für den Bass zurückzudrehen, kriegt der JJ dadurch auch den Tiefbass besser hin. Muss nur aufpassen, dass es nicht zu laut wird, sonst kracht die Folie des JJ mit Kurzschluss an die Statorplatte. Aber es ist dann auch wirklich so laut, dass sich mein "Ich wohne auch hier!" wegen der Lautstärke beschwert.
Schönes Wochenende und darüber hinaus
m00hk00h
Inventar
#15 erstellt: 24. Jun 2007, 11:28
Ich hoffe dass bei der Messung der Beyerdynamic ein geschlossenen Volumen in den Hörpolstern hatte, sonst stimmt deine Bassmessung nicht mal ansatzweise.
Ich vermute, dass das nicht der Fall war, denn deine Messungen stimmen nicht mit meiner Erfahrung überein.

Der DT990Pro müsste um die 6-7dB "Bassboost" um 120Hz haben (bis etwa 600Hz). Auch Tiefbass ist ihm keineswegs fremd, ganz im Gegenteil!

Und was verstehst du unter einem "Diffusfeldpeak"?

m00h
Nixals'nDraht
Stammgast
#16 erstellt: 25. Jun 2007, 11:09

m00hk00h schrieb:
Ich hoffe dass bei der Messung der Beyerdynamic ein geschlossenen Volumen in den Hörpolstern hatte, sonst stimmt deine Bassmessung nicht mal ansatzweise.
Ich vermute, dass das nicht der Fall war, denn deine Messungen stimmen nicht mit meiner Erfahrung überein.

Der DT990Pro müsste um die 6-7dB "Bassboost" um 120Hz haben (bis etwa 600Hz). Auch Tiefbass ist ihm keineswegs fremd, ganz im Gegenteil!

Und was verstehst du unter einem "Diffusfeldpeak"?

m00h


Da muss ich Dir recht geben. Ein geschlossenes Volumen war bei der Messung nicht vorhanden, allerdings auch nicht beim JJ. Am Bass vom Beyer habe ich allerdings auch nichts auszusetzen. Werde die Messung evt. wiederholen. Oder führen meine laienhaften Messungen hier immer zu falschen Ergebnissen? Für den Diffusfeldpeak meine ich, daß alle diffusfeldentzerrten Kopfhörer eine Frequenzgangüberhöhung in diesem Bereich haben. Oder interpretiere ich die theoretischen Beschreibungen vom IRF falsch?

Gruß
m00hk00h
Inventar
#17 erstellt: 25. Jun 2007, 16:40

Nixals'nDraht schrieb:
Da muss ich Dir recht geben. Ein geschlossenes Volumen war bei der Messung nicht vorhanden, allerdings auch nicht beim JJ.


Nun, so weit ich das beurteilen kann, ist der JJ ganz offensichtlich auch nicht dafür gebaut worden, mit einem geschlossenen Volumen zu laufen.


Nixals'nDraht schrieb:
Am Bass vom Beyer habe ich allerdings auch nichts auszusetzen.


Hast du denn die PRO-Version?
Denn erst bei der hat beyerdynamic den "Bassboost" eingebaut, die normale Version der 80er Jahre klang etwa wie ein DT880 heute, von der Tonalität.

Ansonsten kannst du es ja ausprobieren, heb den DT990 doch mal ein klein wenig vom Kopf ab, wenn du damit hörst und du wirst merken, dass der Bass verschwindet. Dein Trommelfell ist dabei nichts anderes als die Membran des Messmikros.


Nixals'nDraht schrieb:
Werde die Messung evt. wiederholen. Oder führen meine laienhaften Messungen hier immer zu falschen Ergebnissen?


Mein Vor schlag wäre eine einfach Holzplatte, in denen Mitte du ein Loch bohrst, dass exakt so groß ist wie das Mikro. Dann kannst du Hörer, wenn du ihn dranhälst, mit gekoppeltem Volumen messen.
Natürlich können dann nur Werte miteinander verglichen werden, die mit diesem System gemacht wurden.


Nixals'nDraht schrieb:
Für den Diffusfeldpeak meine ich, daß alle diffusfeldentzerrten Kopfhörer eine Frequenzgangüberhöhung in diesem Bereich haben. Oder interpretiere ich die theoretischen Beschreibungen vom IRF falsch?


Ich hab keine Ahnung. Mein Intesse war durchaus ernst, ich kann mit zwar was unter "Diffusfeldpeak" vorstellen, aber ich kann es nicht in Einklang mit der Hörphysiologie des Menschen bringen...
Hast du mehr Infos? Was ist der/die/das IRF?

m00h
Nixals'nDraht
Stammgast
#18 erstellt: 25. Jun 2007, 18:53

m00hk00h schrieb:

Ich hab keine Ahnung. Mein Intesse war durchaus ernst, ich kann mit zwar was unter "Diffusfeldpeak" vorstellen, aber ich kann es nicht in Einklang mit der Hörphysiologie des Menschen bringen...
Hast du mehr Infos? Was ist der/die/das IRF?

m00h


Uups, sorry, habe danebengehackt. Muss IRT heissen. Institut für Rundfunktechnik. Ich bin gerade selbst dabei, mir zum Diffusfeldfrequenzgang, Freifeldfrequenzgang und zur Akustik allgemein einiges anzulesen. Firma Georg Neumann (Mikrofone) in Berlin hat auf der Homepage auch einiges zum Download.
Diffusfeldfrequenzgang hat was mit der Filterwirkung der Ohrmuscheln zu tun. Darüber erkennt das Gehirn den Richtungseinfall von Geräuschen und Schall (vorne / hinten). Da Mikrofone Schallereignisse anders bewerten, geht die Richtungsinformation zunächst verloren. Anders bei einem Kunstkopfmikro. Hört man eine Kunstkopfaufnahme mit einem Kopfhörer ab so muss...

Genau hier stecke ich ein bisschen fest. Muss noch weiterlesen und weiter mit google suchen.
m00hk00h
Inventar
#19 erstellt: 25. Jun 2007, 19:11

Nixals'nDraht schrieb:

m00hk00h schrieb:

Ich hab keine Ahnung. Mein Intesse war durchaus ernst, ich kann mit zwar was unter "Diffusfeldpeak" vorstellen, aber ich kann es nicht in Einklang mit der Hörphysiologie des Menschen bringen...
Hast du mehr Infos? Was ist der/die/das IRF?

m00h


Uups, sorry, habe danebengehackt. Muss IRT heissen. Institut für Rundfunktechnik. Ich bin gerade selbst dabei, mir zum Diffusfeldfrequenzgang, Freifeldfrequenzgang und zur Akustik allgemein einiges anzulesen. Firma Georg Neumann (Mikrofone) in Berlin hat auf der Homepage auch einiges zum Download.
Diffusfeldfrequenzgang hat was mit der Filterwirkung der Ohrmuscheln zu tun. Darüber erkennt das Gehirn den Richtungseinfall von Geräuschen und Schall (vorne / hinten). Da Mikrofone Schallereignisse anders bewerten, geht die Richtungsinformation zunächst verloren. Anders bei einem Kunstkopfmikro. Hört man eine Kunstkopfaufnahme mit einem Kopfhörer ab so muss...

Genau hier stecke ich ein bisschen fest. Muss noch weiterlesen und weiter mit google suchen. :.


Das ist mir alles nicht neu, ich dachte du kannst mir spiezeill sagen, WIE, also konkret, ein Kopfhörer diffusfeldentzerrt wird.

Egal. Ich habs bisher nicht gewusst und werde auch nicht dran sterben, wenns ich nicht weiß.

m00h
Nixals'nDraht
Stammgast
#20 erstellt: 25. Jun 2007, 20:06

m00hk00h schrieb:

Das ist mir alles nicht neu, ich dachte du kannst mir spiezeill sagen, WIE, also konkret, ein Kopfhörer diffusfeldentzerrt wird.

Egal. Ich habs bisher nicht gewusst und werde auch nicht dran sterben, wenns ich nicht weiß.

m00h


Die Entzerrung funktioniert über geschickte Materialauswahl zur Fertigung der Hörerkapsel(n). Zum einen das Material und die Übertragungseigenschaft der Hörkapsel selbst, zum anderen das Material vor, auf und / oder hinter der Hörerkapsel zur gezielten Schwingungsdämpfung. So soll sich ein gleichmäßiger Frequenzgang einstellen, so als ob der Schall diffus von allen Seiten eintrifft. Hohe Frequenzen haben eine starke Richtwirkung (das ist das was ich als Frequenzgangüberhöhung gemessen habe, verursacht durch Beugungseffekte von meiner Messmikrofonkapsel usw.). Diese Richtwirkung ist bei Kopfhörern durch die direkte Ankopplung des Lautsprechers (Hörkapsel) an das Ohr noch ausgeprägter. Diese müssen gedämpft werden.

Ich lass das jetzt lieber mit dem Messen. Dieser Boden ist mir zu glatt.
Ich höre lieber Mukke.


[Beitrag von Nixals'nDraht am 26. Jun 2007, 19:59 bearbeitet]
jecklin_freak
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 26. Jul 2008, 11:37
Liebe Jecklin Freunde,
ich möchte hiermit meine Erfahrung mit der Restauration meines alten Jecklin Elektrostaten (Baujahr ca 1975) weitergeben:
Nachdem die Dynamik im Klang immer mehr nachliess und auch die Schaumstoffpolster sich völlig gelöst hatten, war es Zeit, den Hörer zur Restauration zu geben.
Gesagt getan, Fa. Quad angemailt, sehr schnell Antwort bekommen (analog s.o.) und den Hörer eingeschickt.
Es stellte sich heraus, dass die Elektrostaten noch in Ordnung waren, die Kaskaden im Speiseteil jedoch völlig neu aufgebaut werden mussten. Nach mehreren Telefonaten mit Herrn Stein verblieben wir dabei, die Reparatur so durchzuführen. Jedoch wollte ich mir den Hörer in Gering selber abholen und bei der Gelegenheit gleich meinen nun restaurierten Float mit dem ERGO A.M.T am Amp 2 vergleichen. Dieser liegt im Preis in dieser Ausführung bei 2.300.-- Euro. Nach einigen Terminabgleichungen war es dann endlich so weit.
Obwohl ich schon lange genug Kopfhörerliebhaber bin, schlug mein Herz schon schneller, als die "Heiligen Hallen" des Quad Hauses betrat. Dann kam der erwartete Moment: Herr Stein hatte meinen Float über Verstärker und den ERGO direkt am CD-Player verkabelt. Das Klangergebnis war frappierend: Ich konnte meinen guten alten Jecklin gar nicht mehr wiedererkennen, ein Klangbild, nun ja eben Jecklin. In Sachen Dynamik und gerade im Bassbereich nicht zu vergleichen wie vorher. Nun der Vergleich mit dem ERGO, der ja kein Elektrostat ist. Meine Meinung: Ernüchternd. Ich möchte nicht tauschen. Er klingt zwar bedingt durch seine Konstruktion auch sehr offen und frei, hat aber lange nicht die Brillianz und -einfach gesagt- puristische Reinheit meines Floats. Der steht im Bassbereich dem ERGO in nichts nach, gibt die Musik einfach so wieder, wie die Aufnahme ist. Mit allen Stärken, aber auch eben allen Schwächen. Der Vorteil des ERGO ist eigentlich nur, dass er mit gösserer Lautstärke gehört werden kann, was für Tonmeister wohl ein wichtiges Kriterium ist.
Fazit: Die 350.-- Euro, die ich in die Restauration meines Floats investiert habe, sind die Sache allemal wert, der Suchteffekt ist enorm. Was ich jetzt noch suche ist ein Speiseteil der letzten Generation, das wohl auf Grund des extra grossen getrennt angebrachten Transformators den Bassbereich noch verbessern soll. Die Stratoren selber sind in allen Modellen gleich.
Zum Schluss möchte ich allerdings noch anmerken, dass der Float in gewissem Sinne eine Diva ist, eine hochwertige Verstärkerleistung für das Speiseteil muss schon vorhanden sein, sie hat massgeblichen Einfluss auf die Dynamikwiedergabe.
bevergerner
Stammgast
#22 erstellt: 03. Jun 2012, 23:13
Hallo,

bei mir stehen mittlerweilen der silberne und die beiden one and two.

Der silberfarbene ist bei mir jedoch kein Elektrostat. Dort sind runde Treiber eingebaut.

Werde aber meinen one mal überholen lassen - dann klingts wohl wieder besser.

Also - freuen wir uns auf den neuen, der im Herbst raus kommt.
Bernhad
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 05. Aug 2012, 23:06

bevergerner schrieb:
Hallo,
bei mir stehen mittlerweilen der silberne und die beiden one and two.
Der silberfarbene ist bei mir jedoch kein Elektrostat. Dort sind runde Treiber eingebaut.
Werde aber meinen one mal überholen lassen - dann klingts wohl wieder besser.
Also - freuen wir uns auf den neuen, der im Herbst raus kommt. :prost


Salut "bevergerner" - Guten Morgen, Jecklin Float Freunde
endlich habe ich mir einen Jugendtraum aus Studententagen erfüllt und habe das Set eines gebrauchten JF Elektrostaten PS2 mit Versorgungsteil bei Ebay erworben.
Das ganze Set soll vor 2 Jahren bei Quad überholt worden sein. Jeder JF Fan kann verstehen, wie gespannt ich bin, wie er denn klingt. Das gute Teil ist noch nicht eingetroffen und probe-gehoert, da lese und recherchiere ich bereits schon, mit welchen Massnahmen die Performance des Systems verbessert werden kann, angefangen vom Tausch des OEM Kabels gegen ein Verlaengerungskabel von STAX bis hin zu einem Hybrid Amp nach der Blaupause von Andreas Rauenbühler.

Wenn "bevergerner" sich "auf den Neuen freut, der im Herbst raus kommt", meint er dann die Creation des AMT Heil ERGO Kopfhoerers von Karl Purtscheller in Zuoz, ehemaliger Mitstreiter von Jürg Jecklin, in Kooperation mit Herrn Dürrenmat von Precide/TI, Schweiz ?

Audiophile Gruesse,
Bernhad
rhinoz91
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 06. Aug 2012, 03:24
Mit dem "neuen" ist der Jecklin Float QA gemeint.

Hier findest du etwas:
http://www.hifi-foru...ead=319&postID=41#41

Hier ist der in anderen Thread erwähnte Sammler. Da findest du ein paar Bilder von Prototypen und viel heisse Luft.
http://www.open-end-music.de/vb3/showthread.php?t=4455
Suche:
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