In Rauch aufgegangen

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Buddelfrosch
Stammgast
#1 erstellt: 20. Jan 2006, 16:23
Verfluchte Sch...ße
Gerade hat sich unmittelbar nach dem Einschalten mein Bel Canto Orfeo 30.s in eine Rauchbombe verwandelt. Nach 5 Jahren unproblematischen Betrieb nun ohne Vorwarnung das. Gestern abend noch hab ich ohne erkennbare Probleme Musik gehört.

Ok. Beruhigen. Hat einer von euch eine Idee, wo man das Gerät reparieren lassen kann? Wegen der 40kg am besten in der Nähe von Dresden. Leider gibt es wohl zur Zeit keinen dt. Vertrieb mehr für Bel Canto. Muss dann mal mein spärliches englisch zusammenkramen und in den USA anfragen.
Aber vielleicht hat ja vorher schon einer von euch einen guten Einfall.

Betrrübter Gruß
BF
Tulpenknicker
Inventar
#2 erstellt: 20. Jan 2006, 16:53
Hallo BF,

hast Du schon einmal einen Blick ins Innere geworfen? Da müsste man eigentlich schon etwas sehen können was da geraucht hat...

Vielleicht hat sich ja auch eine Röhre verabschiedet und ein bisschen in der Schaltung herumgekockelt...

Gruß,

Nils
Buddelfrosch
Stammgast
#3 erstellt: 20. Jan 2006, 17:21
Natürlich war ich neugierig:







Allerdings hab ich halt keine Ahnung


[Beitrag von Buddelfrosch am 20. Jan 2006, 17:26 bearbeitet]
Amin65
Inventar
#4 erstellt: 20. Jan 2006, 17:53
Hallo Buddelfrosch,

oohhjee, da hast Du Dir aber einen Exoten ausgesucht. Wo hast Du denn das Teil gekauft? Und hast Du Dir denn nicht vorher überlegt was passiert, wenn das Ding mal seinen Geist aufgibt?

Ich hab mal auf deren Website geschaut. Die sind ja tatsächlich weder in Deutschland vertreten noch in einem deutschsprachigen Raum.

Da gibt's nur die Lösung bei einem größeren renomierten deutschen Händler mit Werkstatt höflich anzuklopfen, ob die sich vielleicht auch Dein Gerät mal anschauen könnten. Über den veranschlagten Preis will ich da lieber nicht nachdenken. Vermutlich ist auch die Garantie abgelaufen, nicht war? Alternativ gibt es auch ein paar wenige Freiberufliche die solche Geräte reparieren könnten.

Vielleicht könntest Du auch Dein Gerät zum Vertrieb nach Holland oder Dänemark fahren.


Grüße, Amin
Ultraschall
Inventar
#5 erstellt: 20. Jan 2006, 18:03
Gähn, wenn Du ihn nach Berlin bringst/schickst reparier ich ihn Dir. Wird auch nicht so teuer. Das schlimmste wird sein, wenn Du unbedingt die Originalteile haben willst, ansonsten sieht es überschaubar aus.(PM senden)

Ansonsten in Dresden, mal bei TIKI nachfragen. Oder bei ZUCKER, glaube ich in Apolda oder wars Köthen?


[Beitrag von Ultraschall am 20. Jan 2006, 18:04 bearbeitet]
Buddelfrosch
Stammgast
#6 erstellt: 20. Jan 2006, 18:09
Hallo Amin,

gekauft hab ich den vor ca. 5 Jahren als gebraucht Gerät bei einem Händler im Internet. Keine Ahnung mehr bei wem.
Garantie gab es damals schon nicht mehr.
Hab gerade auf der Platine entdeckt, dass das Gerät aus 1997 ist.

Holland und DK scheiden aus. Ohne Auto mit 40 kg Eisen unterm Arm im Zug... Außerdem kostet da die Reise...

Naja, ich versuchs mal per Mail in USA, ob ich vielleicht den Schaltplan bekommen kann. Dann findet man ja vielleicht jemanden vor Ort, der einem helfen kann.

Kann es sein, dass es sich bei den mit D209 bezeichneten und angegogelten Teil um eine Diode handelt?
Philetta
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 20. Jan 2006, 18:26
Also,
hier mal eine vorsichtige Ferndiagnose:

Vermutlich Kurzschluss in der Heizspannungsversorgung für die von unten gesehen linke Röhre. Scheint eine Gleichspannungsheizung für eine Triode zu sein (4 ?Anschlüsse an der Röhrenfassung, Triode direkt geheizt ?), dem Aufbau und den sehr dicken Leiterbahnen zu folge.
Ich sehe da vom Trafo den Wechselspannungsanschluss, kann nur den Spannungsaufdruck ...,6 Volt sehen, von da geht es über die dicken Gleichrichterdioden weiter zu den Siebelkos. Durch den Kurzschluss auf dem Weg zur Röhrenheizung ( Elkos ?) ist wohl mindestens die rechte Gleichrichterdiode durchgeschlagen ( oder sie war schon der alleinige Grund für den "kurzen"). Da anscheinend der Trafo nur sehr träge (oder garnicht ?) abgesichert ist, hat die Leiterbahn als "Sicherung" gearbeitet.
Hier fehlt jetzt der Schaltplan.
Ich würde, ohne den Schaltplan zu kennen, als erstes die Röhre rausnehmen und erstmal auf Schlüsse zwischen Kathode und Gitter bzw Anode untersuchen (Röhrenprüfgerät ?) (Verbindung zw. Heizung und Kathode besteht ja, falls direkt geheizt).
Dann die Dioden durchmessen, garantiert ist mindestens 1 defekt und auswechseln. Élkos auf Durchgang prüfen, ev. 1 durchgeschossen ?, obwohl bei Niederspannung selten).Leiterbahn reparieren. Trafowiclung ablöten und externe, schwach abgesicherte oder am besten regelbare Wechselspannung entsprechender Höhe anlegen bzw. langsam hochregeln. Dabei die Heizspannung messen. (Sehr vorsichtige Methode !) Ich tippe mal auf die Gleichrichterdioden, ggf. Schluss in der Röhre.
Aber, wie gesagt, alles nur Spekulation. Wenn Du Nicht-Fachmann bist, hilft Dir mein Geschreibsel eh nicht weiter.
Also jeder ÄLTERE Rundfunkmechaniker (ich sage mal mind. 50 J.), der durch das Reparieren von modernen Plastik- TV und Hifi nicht meschugge geworden ist, sollte zumindest eine Fehlerdiagnose stellen und meine beschrieben Fehlermöglichkeiten erkennen können. Einfach mal nachfragen.
Buddelfrosch
Stammgast
#8 erstellt: 20. Jan 2006, 18:45
Danke für eure Tipps (auch wenn ich die von Philetta nicht wirklich im Detail durchdrungen habe )
Erstmal bin ich beruhigt, dass das wohl noch nicht das Ende war - weder für den Verstärker, noch für mich finanziell.

Ich hab mal eine Mail an Tiki geschrieben, immerhin wohnt der hier gleich um die Ecke. Vielleicht geht da ja was.
Philetta
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 20. Jan 2006, 19:04
Ja ich weiss,
es ist etwas mit mir durchgegangen...
aber ich denke, es ist wirklich kein Totalschaden, im günstigsten Fall nur einige Dioden für 2-3 Euro, im schlimmsten Fall die Röhre (glaub ich aber eher nicht).
Buddelfrosch
Stammgast
#10 erstellt: 20. Jan 2006, 19:20

im schlimmsten Fall die Röhre (glaub ich aber eher nicht).


Glaub ich irgendwie auch nicht. Ich glaub der Strom ist nicht so weit gekommen Jedenfalls hat sie keine Leuchtzeichen gegeben.
Frankynstone
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 21. Jan 2006, 15:13
Hi Buddelfrosch,

der Verstärker scheint sehr einfach gestrickt zu sein. wenn ich Zeit hätte, würde ich ihn gern reparieren. Tiki zu fragen, ist eine gute Idee, allerdings kennt er sich auch eher mit moderner Technik aus. Die einzige Lösung, die mir im Moment dafür einfällt, ist Purzel aus dem www.rft-hifi.de/forum2 zu fragen, ob er Zeit hat. Das ist jedoch momentan auch unwahrscheinlich, da er gerade umgezogen ist und erstmal mit seiner neuen Wohnung zu tun hat.

Sorry, eine schnelle Lösung gibt es in Dresden erstmal nicht. Aber im Laufe der Zeit wird sicher Tiki, Purzel oder ich mal die Zeit finden.

Beste Grüße.

Frank.
audiosix
Stammgast
#12 erstellt: 21. Jan 2006, 15:41
habe in der Zeit von 96 - 2000 als authorisierter Kundendienst für Bel Canto gearbeitet.

Kann meine Dienste anbieten, alle Unterlagen vorhanden.

Reinhard

PS: Wenn ein anderer daran geht: Vorsicht ! 1200 Volt Anodenspannung !
Buddelfrosch
Stammgast
#13 erstellt: 21. Jan 2006, 15:52
Danke Frank,

ich werde Purzel mal kontaktieren. Ich bin ja ganz erstaunt, dass es in Dresden doch noch Leute gibt, die sich mit so was befassen. Irgendwie hatte ich bisher den Eindruck, hier ist Hifi-Frei-Zone

@Audiosix: Klingt interessant. Schick mir mal bitte deine Tel.-Nr. per PM, damit ich mit dir Kontakt aufnehmen kann.
kampfkater
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 21. Jan 2006, 22:03

Hallo Hifi -Gemeinde

Ich bin Jürgen u. komme aus Dresden
Gelernter Funkmechaniker u. schon richtig alt ,für die heutigen Normen .

Werde mich morgen "Buddelfroschs" 845 SE-Amps annehmem und die Brandlöcher stopfen .

Beste WE-Wünsche von mir
audiosix
Stammgast
#15 erstellt: 22. Jan 2006, 11:26
Stopf doch einfach eine 6A Diode rein und restauriere mit dem Diodenbein die Leiterbahn.

Ob einer der 22000 uF oder die 845 defekt sind, kann man von hier leider nicht sagen.

Reinhard
Buddelfrosch
Stammgast
#16 erstellt: 24. Jan 2006, 23:43
Neuigkeiten von der Räucherfront. Kampfkater Jügen hat sich der Sache angenommen und die "Übeltöter" entlarvt. Wie hier schon richtig vermutet wurde, waren es die Dioden:



Die werden einfach richtig heiß und waren auch beim anderen Kanal schon kurz davor sich selber auszulöten. Daher wurden nun vernünftige Teile eingesetzt, die auch noch durch die Deckplatte gekühlt werden:



Alles ander hatte zum Glück nichts abbekommen (Elko und 845er waren unversehrt).
Allerdings wurden noch so einige andere Unzulänglichkeiten entdeckt. Leider kann ich das technisch nicht so erklären, aber ich stell mal die Bilder davon rein. Kampfkater wird das dann sicher noch erläutern:







Aber schon mal an dieser Stelle: Vielen Dank an euch alle, für eure Tipps und noch viel mehr Dank an Jürgen

BF
Frankynstone
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 26. Jan 2006, 20:39
Wie ich sehe, hat das hier ein gutes Ende gefunden. Hab auch schon mit Jürgen telefoniert, der Verstärker hat verblüffende technische Daten. Besonders die untere Grenzfrequenz von 8 Hz ist absolut erstaunlich für einen SE.

Na denn viel Spaß mit der restaurierten Heizung.
raly
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 31. Jan 2006, 20:03
Hallo Leute,

ist ja prima, daß sich das Problem so schnell beseitigen ließ!!!! Ich habe übrigens das gleiche Gerät.

Sollte ich eventuell Vorsichtsmaßnahmen treffen?

Hab' nämlich keine Lust, daß mir das Ding auch abraucht.

Hallo Buddelfrosch,

klanglich ist unser 30.s ja top, aber meiner brummt ein wenig und zwar sowohl mechanisch als auch über die Lautpsprecher - manchmal kaum hörbar, manchmal auch lauter. Hast Du mal irgendwelche Netzfilter o.ä. probiert? Übrigens zieht der Orfeo im Leerlauf mal so eben 430 Watt (sofern der "Leistungsmesser" von Tchibo richtige Werte anzeigt), mit lauter Musik wird's dann aber nicht mehr.

Übrigens habe ich auch GE JAN 5751 montiert; Telefunken ECC83 sind mir ehrlich gesagt auf Ebay zu teuer. Die Endröhren sind 845M von Golden Dragon/Shuguang. Du hast nicht zufällig mal 845er von Kron oder eine unbezahlbare NOS, z.B. RCA, eingesetzt?

Viele Grüße

Ralf
Ultraschall
Inventar
#19 erstellt: 31. Jan 2006, 20:13
Darf ich mal vorsichtig fragen, wieviel der reguläre Neupreis eines solchen Gerätes beträgt ? Diese Frage stellt sich mir nach Ansehen der Fotos. (Einfach nicht gerade sehr sauber gearbeitet.)
raly
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 31. Jan 2006, 20:33
Hmm...

hier zuletzt etwa 14000 DM, in den USA 4500 USD (ja, der deutsche Vertrieb hat ganz schön zugelangt).

In meinem Fall: 1750 EURO gebraucht. Für mich ist er das, klanglich gesehen, auch wirklich wert.

Zum Thema Preise: Noch schöner ist die Geschichte bei meinem Red Rose 3a Vorverstärker. Hier zuletzt schlappe 7500 EURO, in USA 5000 USD, aber erst nachdem Mark Levinson die Firma Audio Prism übernommen hatte. Zuvor hat das praktisch identische Gerät als Audio Prism Mantissa nur knapp über 2000 USD gekostet. In meinem Fall: Neugerät für 1600 EURO (inkl. Versand, Steuer, Zoll - beim zugegeben guten Wechselkurs von damals 1,32 Dollar pro Euro). Der 3a ist innen übrigens perfekt gearbeitet und ist ein super Vorverstärker; jedenfalls hat er meinem Restek Consens keine Chance gelassen.

Natürlich müssen Vertriebe Geld verdienen, ist klar und auch völlig ok. Die Aufschläge schwanken jedoch je nach Marke sehr stark.

Ralf
uherby
Inventar
#21 erstellt: 31. Jan 2006, 20:41
@raly,


Zum Thema Preise: Noch schöner ist die Geschichte bei meinem Red Rose 3a Vorverstärker. Hier zuletzt schlappe 7500 EURO, in USA 5000 USD, aber erst nachdem Mark Levinson die Firma Audio Prism übernommen hatte. Zuvor hat das praktisch identische Gerät als Audio Prism Mantissa nur knapp über 2000 USD gekostet. In meinem Fall: Neugerät für 1600 EURO (inkl. Versand, Steuer, Zoll - beim zugegeben guten Wechselkurs von damals 1,32 Dollar pro Euro). Der 3a ist innen übrigens perfekt gearbeitet und ist ein super Vorverstärker; jedenfalls hat er meinem Restek Consens keine Chance gelassen.


Zeigt mal wieder, daß man nur mit Namen richtig Kohle machen kann. Gibt ja noch mehr Beispiele - siehe Autoindustrie. Hier steht der Markenname absolut im Vordergrund. Und der Kunde zahlt auch noch kräftig dafür.

Freut mich aber, daß der Rauchmelder wieder funzt. Bin zwar kein Röhrenfan, ist aber immer wieder spannend, was die Glühabteilung sich nicht alles einfallen läßt, um den Klang zu beeinflussen.

uherby


[Beitrag von uherby am 31. Jan 2006, 20:42 bearbeitet]
Tulpenknicker
Inventar
#22 erstellt: 31. Jan 2006, 21:08

raly schrieb:
Hmm...

hier zuletzt etwa 14000 DM, in den USA 4500 USD (ja, der deutsche Vertrieb hat ganz schön zugelangt).


14.000 DM??? Nun ja, also ich hätte den Vestärker so auf 650 € geschätzt, freie Verdrahtung mit Lötleisten und Wachsband hätte man für den Preis schon erwarten können...sicher, die Octave Röhrenverstärker baut teilweise auch Platinen auf, allerdings sind dort meistens die verwendeten Bauteile hochwertiger und die Schaltung aufwendiger.

Gruß,

Nils
Ultraschall
Inventar
#23 erstellt: 31. Jan 2006, 21:17
Für 1750 muß man sich nicht ärgern, für ca. 7000€ schon.

Die Dioden übrigens immer alle 4 wechseln. Ist so eine Erfahrung von mir. Sonst teilt sich der Strom oft nicht gleichmäßig auf (Andere Produktionsreihe oft doch minimal anderes Verhalten und das schaukelt sich dann thermisch hoch) und es raucht wieder.

Schönen Abend noch
kampfkater
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 31. Jan 2006, 21:32
Hallo Nils
Wo lebst du denn ...? 650,- € ,da gibts noch nicht mal die Trafos von normalen Herstellern.

Die Messwerte und der Klang sind besser als die Verarbeitung .

Bei mir werden bald SE 15W mit 6s33s fertig als Monoblöcke .
Und für die ganz Verrückten 100W mit GU81 M als Triode .

Alles handverdrahtet mit poliertem V4a Gehäuse .

Eine fernbedienbare Vorstufe ist angedacht mit RIAA MM/MC Entzerrer .


Gibt bald davon Fotos hier .

Gruß Jürgen
Buddelfrosch
Stammgast
#25 erstellt: 31. Jan 2006, 21:48

Sollte ich eventuell Vorsichtsmaßnahmen treffen?


@raly: Ich denke du sollest die 4 Dioden je Kanal auch austauschen lassen, gegen etwas höher belastbare, Die originalen haben 6 Ampere und werden richtig schön heiß. Wie schon geschrieben, auch beim anderen Kanal waren die Lötstellen schon grau geworden. Die jetzigen (ich glaube 25 Ampere?) hat Jürgen mit Wärmeleitpaste von unten an das V2A Blech montiert und dass wird jetzt richtig heiß. Heißer als die Trafoabdeckung. Das zeigt, was sich dort für eine ungeheuere Wärme entwickelt. Die Dioden kosten übrigens nur ein paar Euro.


klanglich ist unser 30.s ja top, aber meiner brummt ein wenig und zwar sowohl mechanisch als auch über die Lautpsprecher - manchmal kaum hörbar, manchmal auch lauter.


Stimmt so Klanglich top, aber leichtes Trafobrummen (ca. ab 20cm Abstand zu hören) und leichtes brummen im LS. Allerdings bei 98db Empfindlichkeit bei mir erst ab ca. 10cm Abstand zu hören. Daher störts mich nicht wirklich


Du hast nicht zufällig mal 845er von Kron oder eine unbezahlbare NOS, z.B. RCA, eingesetzt?


Nein, dafür bin ich zu venünftig Nicht das ich nicht neugierig wäre, aber nee... nicht für den Preis. Im Moment laufen 845er unbekannten Herstellers, aber von Rödter gematcht. Die sind ganz ok. Auf jeden Fall mechanisch stabiler als die vorher getesteten Golden Dragon. Da fing schon bald eine Röhre an zu knistern und sprazeln. Im übrigen fand ich die klangl. Veränderung beim Austausch der Vorstufenröhren aber immer als größer. Die GE sind nicht schlecht. Ich bevorzuge aber die Telefunken bzw. die Tesla E83CC (alte Produktion) ist auch sehr gut.
Dieser starke Einfluss liegt wohl an der SRPP-Schaltung. Jürgen meinte aber, dass ECC81 oder ECC82 eigentlich besser geeignet wären als die ECC83. Aufgrund der doppellagigen Platine lässt sich die Schaltung aber nicht so ohne weiteres auf diese Röhren verändern.


In meinem Fall: 1750 EURO gebraucht.


in meinem 2.500,- € gebraucht. Halt ich auch noch für angemessen, vor allem klanglich.


Nun ja, also ich hätte den Vestärker so auf 650 € geschätzt, freie Verdrahtung mit Lötleisten und Wachsband hätte man für den Preis schon erwarten können...sicher, die Octave Röhrenverstärker baut teilweise auch Platinen auf, allerdings sind dort meistens die verwendeten Bauteile hochwertiger und die Schaltung aufwendiger.


Sorry, damit liegst du leider deutlich daneben. Allein die Ausgangsübertrager bzw. der Eingangstrafo liegen doch deutlich über dem, was heute so in der 700 € üblich ist. Irgendwo kommen die 40 kg Kampfgewicht ja auch her. Allerdings ist es richtig, dass dem ganzen eine doch sehr einfache Schaltung zugrunde liegt und einige konstruktive Mängel in dieser Preisklasse einfach nicht vorkommen sollten. Jürgen hatte auf meine dahingehende Frage, was das ganze Teil so an reinen Materialkosten wert wäre, glaub ich was von 1.500 € gemeint (weiß ich aber nicht mehr 100%). Dahingehend sind zumindest die Gebrauchtmarkt Preise vollkommen in Ordnung. Tja, und klanglich ist er eigentlich viel mehr Wert. Glaub mir, ich hab schon einiges teures Zeug dagegen gehört.

Gruß
BF
raly
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 01. Feb 2006, 11:52
Ich habe gerade im Netz folgende Nachricht (von 2002) im Audioasylum gefunden:

I've been in touch with BCD and they've told me that it's now possible for any owner of the SET 40/SETi 40 to buy an upgrading kit(150USD) for these amps. This kit will make the amp run cooler, and reduce the power output to just 24w(from 37w) as well. BCD claims better sound as well as increasing in reliability.

Offensichtlich hat Bel Canto wohl bemerkt, daß die Verstärker ein wenig zu heiß laufen. Der SET40 ist der Nachfolger vom Orfeo 30s - sieht nicht so schön aus, soll auch etwas schlechter klingen, war dafür billiger.

Ralf

PS: Leistung ist kein Thema. Obwohl meine Lautsprecher nur 92 dB Wirkungsgrad haben, kann ich prima "richtig laut" hören.
Justfun
Inventar
#27 erstellt: 01. Feb 2006, 23:39

Und für die ganz Verrückten 100W mit GU81 M als Triode

Autsch, das ist ein Trumm, da sieht die 6c33c wie eine Vorstufenröhre dagegen aus.
Da bin ich mächtig auf die Bilder gespannt.

Gruß
Manfred
kampfkater
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 11. Feb 2006, 04:08
Ein Lob der Tesla E83CC -Verdammt nah an der ECC803S von TFK,selbst in Vergewaltigungsstufen der BelCanto-Orfeo,wurde mir gestern bestätigt ,ich hab dort mal eine ECC 813 reingestöpselt u. die Dynamik war besser ,nebenbei mal schnell die Heizung haltbar gemacht u.Exemplare der 845 getestet.Eine nagelneue ,deren Hersteller ich nicht nenne ,ging im inneren Funkenregen bei Dreieckspannungsmessung auf .Netzsicherung zeigte keine Regung ,nur der NTr . hat sich kurz lautstark darüber beschwert

Beste WE-Grüße vom Kater
audiosix
Stammgast
#29 erstellt: 12. Feb 2006, 18:56
Was ist denn eine ECC 813? VEB RFT?

Was ist denn in der Orfeo eine Vergewaltigungsschaltung?

Und wie macht man eine Heizung haltbar? Vaccumverschweißen?

Reinhard
kampfkater
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 13. Feb 2006, 18:50
Hallo Reinhard
Ja es ist eine "grottenschlechte" DDR-RFT-Röhre ,deshalb haben auch fast alle BRD-Hersteller (auch TFK)ihre Röhren mit ihrem Label dort herstellen lassen ...!!!Nachdem sie die Produktion aus wirtschaftlichen Gründen eingstellt haben .Vorwiegend EL 34 mit dem unverkennbaren Grübchen oben auf dem Kolben .
Die ECC813 ist ähnlich der ECC 82 ,jedoch mit 4W Pa !
S= 5,2 mA/V ,µ von 20 , Ri 3,2 Kohm (siehe auch Google) ,wird auch als Treiber für WE 300b verwendet .
In der Bel Canto arbeitet die ECC 83 in den Grenzdaten ,was nicht gesund sein kann,auf Dauer .

Die Heizstromversorgung ist thermisch unterdimensioniert .
Auf den Fotos ist die Änderung auf verlustarme Brückengleichrichter mit 50V /25 A zu sehen .
Die Anodenspannugssiebelkos sollte man auch durch standfeste 105 Grad Typen mit 470µF ersetzen,denn 3x 220µ ,gibt effektiv nur reichlich 70 µF und das bei dem Strombedarf ...gespart an der falschen Stelle in dem schweren Teil .

Beste Grüße von Jürgen


[Beitrag von kampfkater am 13. Feb 2006, 18:53 bearbeitet]
GoodMusic2
Neuling
#31 erstellt: 13. Okt 2007, 16:14
Hallo Leute,

ich grabe diesen alten Thread nochmals aus, weil eine meiner Orfeo 30 Monos das Handtuch geworfen hat. Gleicher Effekt wie bei Buddelfrosch, Dioden und Leiterbahn verschmort.
Habe das Gerät dann vom ortsansässigen Röhrenprofi reparieren lassen und habe leider immer noch Ärger. Er hat einen Brückengleichrichter eingebaut und der produziert scheinbar zu viel Spannung (???). Die reparierte Röhre leuchtet jetzt etwas heller als beim nicht reparierten Monoblock und hin und wieder hört man ein Relais klacken, manchmal schaltet sich die Röhre auch einfach aus. Nach Aus- und Einschalten ist dann wieder alles OK.
Jetzt die Frage an die Profis. Ist es möglich, dass ich mit meiner Annahme recht habe, das dieser Gleichrichter mehr Spannung abgibt wie die Dioden ?
Und eine Frage an Buddelfrosch. Könntest Du mir die Typenbezeichnung der bei Dir eingesetzten Dioden nennen ?

Schon mal vielen Dank für eure Antworten.

Wer noch GoodMusic kennt, das bin ich. Bin mit meinem alten Account nicht mehr reingekommen und meine EMail-Adresse kennt das System auch nicht mehr. Deshalb Neuanmeldung als GoodMusic2.
GoodMusic2
Neuling
#32 erstellt: 18. Okt 2007, 12:33
Haaaallooooo,

ist da noch jemand ? Nach 5 Tagen hat keiner eine Meinung.

Buddelfrosch lebst Du noch ?

Offensichtlich ist auch dieses Forum tot.
DB
Inventar
#33 erstellt: 18. Okt 2007, 17:42

GoodMusic2 schrieb:
Hallo Leute,

ich grabe diesen alten Thread nochmals aus, weil eine meiner Orfeo 30 Monos das Handtuch geworfen hat. Gleicher Effekt wie bei Buddelfrosch, Dioden und Leiterbahn verschmort.

Hm, könnte ein Serienfehler sein?


GoodMusic2 schrieb:
Er hat einen Brückengleichrichter eingebaut und der produziert scheinbar zu viel Spannung (???). Die reparierte Röhre leuchtet jetzt etwas heller als beim nicht reparierten Monoblock und hin und wieder hört man ein Relais klacken, manchmal schaltet sich die Röhre auch einfach aus. Nach Aus- und Einschalten ist dann wieder alles OK.

Schaff beide Verstärker in die Werkstatt. Von "Reparatur" kann man wohl nicht reden, wenn die Kiste vor sich hin klickert und ausgeht. Um kostenlose Nachbesserung ersuchen.

MfG

DB
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