verzögerungsschaltung elv rvv-100

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oggi
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 06. Apr 2009, 18:19
hi,

ich möchte den ELV rvv-100 an eine Transistor-Endstufe anschließen. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte ich dazu eine Verzögerungsschaltung bauen. Hat jemand Ahnung, oder einen hilfreichen Link? Ich brauche einen Schaltplan und Formeln für die Dimensionierung. Den Schaltplan des Vorverstärkers gibt es hier:link


[Beitrag von oggi am 06. Apr 2009, 18:20 bearbeitet]
Ingor
Inventar
#2 erstellt: 06. Apr 2009, 20:21
Ich sehe keinen Grund für eien Verzögerungsschaltung. Durch die Auskoppelung an der Kathode ist keine hohe Spannung am Ausgang des Verstärkers im Einschaltmoment zu erwarten, ebenso nicht im Ausschaltmoment.
oggi
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 06. Apr 2009, 20:57
Beim Ausschalten schaltet die Endstufe dennoch Sicherheits-Aus. Worann kann es denn sonst noch liegen? Was meinst du mit abgekoppelt?
Ingor
Inventar
#4 erstellt: 07. Apr 2009, 08:38
Dann schalte doch erst den Vorverstärker ein, dann die Endstufe. Beim Ausschalten verfährst du umgekehrt. Wenn du einen Oszi hast miss doch mal die Spannung am Vorverstärkerausgang beim Ein und Ausschalten.
Macdieter
Stammgast
#5 erstellt: 07. Apr 2009, 11:27
ich wüsst keinen Grund wozu die Kanäle
verzögert durch geschaltet werden sollten.
Reinfolge beim ein und ausschalten wie schon besprochen einhalten und gut ist...

Dieter
oggi
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 07. Apr 2009, 15:20
Also trenne ich beim Ausschalten der Endstufe die Eingänge von dem, was auch immer da kaputt gehen kann? Was wird da eigentlich genau beschädigt beim Ausschalten?
sidolf
Inventar
#7 erstellt: 07. Apr 2009, 16:15

oggi schrieb:
Beim Ausschalten schaltet die Endstufe dennoch Sicherheits-Aus. Worann kann es denn sonst noch liegen? Was meinst du mit abgekoppelt?


Hallo Oggi,

ich habe selbst einen VV von ELV, aber was Du da beschreibst ist mir vollkommen fremd! Warum soll es da beim Ausschalten knallen oder die PA ausschalten? Ist der VV evtl. defekt? Diesen Effekt kenne ich weder an Trainsistor-, noch an Röhrenendstufen!

Beste Grüße


[Beitrag von sidolf am 07. Apr 2009, 16:17 bearbeitet]
oggi
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 07. Apr 2009, 20:03
In einem anderen thread wurde mir das so ans Herz gelegt. Wenn ich die such zu "Verzögerungsschaltung" befrage, bekomme ich auch einige Ergebnisse. Da steht dann aber immer nur: "... na da muß du dann ne Verzögerungsschaltung bauen bei Röhren-Vor und Transistor-Endstufe, is doch klar..." aber leider keine Beschreibung, wie ich diese Baue. Diese Vorschläge werden ja nicht aus dem Nichts gegriffen sein?

@sidolf: Kann ja an unterschiedlichen Ansprechwerten der Sicherungsschaltung liegen. Mein Vollverstärker, von dem ich die Endstufe nutze ist von Denon.
Ingor
Inventar
#9 erstellt: 08. Apr 2009, 16:59
Ich kenne bei Schutzschaltungen für Endstufen nur eine Überlastsicherung und eine Gleichstromsicherung, die greift, wenn sich auf der Lautsprecherleitung Gleichstrom befindet, weil z.B. ein Transistor einen Kurzschluss hat. Gleichstrom kann aber an der Endstuf nicht ankommen, da die Kondensatoren diese ausfiltern. Maximal kann es zu einem hochfrequenten Schwingen kommen. Letzlich hilft nur messen. Nur weil irgendjemand im Netz schreibt, dass er Probleme mit der Koppelung von Röhre und Transistor hat, dass dies generell gilt. Es gibt doch auch Röhrenbuffer und Effektgeräte, die gar keine Problem machen.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 08. Apr 2009, 17:52
Moin,

das Problem gibt es mehr oder weniger bei allen Röhrenstufen.

Während des Aufwärmens steigt die Spannung an der Katode zuerst langsam, dann schlagartig an.

Dieser Vorgang ergibt eine kurzzeitige sehr niederfreuente Schwingung, bzw. eine Halbwelle.

Diese lädt den Kondensator am Ausgang auf.

Da der Kondensator nur über einen hochohmigen Widerstand mit Masse verbunden ist, dauert dieser Aufladevorgang länger und die Schwingung, bzw. Halbwelle wird grösstenteils an die Endstufe weitergegeben.

Diese niedrige Frequenz, bzw. die Halbwelle erkennt die Schutzschaltung als Gleichstrom und schaltet ab.

Völlig normal und bei all meine Kreationen, sowie anderen mir bekannten Vorstufen ohne Verzögerungsschaltung vorhanden.

Der Transistorverstärker ist ja schneller" da" als die Röhre.

Die Taktik mit dem Einschalten in der Reihenfolge Vorstufe, 20s warten, Endstufe einschalten, sollte klappen.

Ich weiss aber nicht, ob diese kurze, recht hohe Spannung während des Einschaltens/Aufwärmens der Röhrenvorstufe,
der Eingangsstufe des Transistoramps auf Dauer bekommt.
(je nach Eingangswiderstand können das durchaus kurz mal 150V oder mehr werden)

Eine Verzögerungsschaltung habe ich auch nicht parat.

Es gibt solche aber als Bausatz.

Evtl. muss die Schaltung erweitert werden, da meist ein Durchschalten während des Betriebes vorliegt.

Mit einem Umschaltrelais kann man aber auch diese Schaltung für einen Kurzschliesser am Ausgang der RöVst. verwenden.
(halte ich für sinnvoller, als das Signal zu unterbrechen)

Das Relais ist dann im ausgeschalteten Zustand immer geschlossen.
(es gibt also keine Brummstörungen bei ausgeschalteter Vorstufe)

Ich hatte in meiner Vorstufe eine einfache Schaltung mit 1x Transistor, 2x Widerstand und 1x Elko.
(irgendwie so)

Das war hinreichend funktionsfähig.

Nur beim schnellen Wiedereinschalten war die Verzögerung zu kurz.

Deshalb hatte ich dann um weitere Relais erweitert.
(eines das den Elko entladen hat....)

Jetzt benutze ich soetwas nicht mehr, da ich nur noch mit Röhren höre.

Da werden alle Stufen etwa gleichzeitig warm.

Die genaue Schaltung erinnere ich aber nicht mehr.
(vor allem nicht die Werte)

Wie gesagt, es sollte im Netz welche geben, oder eben einen Bausatz.

Gruss, Jens
Claus-Michael
Inventar
#11 erstellt: 22. Apr 2009, 20:21
Moin,

da wie schon erwähnt Röhrenschaltungen etwas länger als Transen brauchen, um sich zu stabilisieren, ist eine Verzögerungschaltung durchaus sinnvoll.

Ich habe Dergleichen fast immer eingesetzt, wobei da mehrstufige Abläufe waren: zunächst wurde das langsame Hochlaufen der Heizspannung abgewartet - dann erst die Anodenspannung per Relais zugeschaltet und danach das Relais am Ausgang geöffnet, das den Ausgang zuvor an Masse legt (Vorteil: kein Relaiskontakt im Signalweg - unterbrechen ist wie erwähnt nicht so gut, da dann die Zuleitung zur Endstufe "in der Luft hängt"). Das Ganze dauerte ca 2 Minuten.
Die Schaltung dazu habe ich irgendwo im Archiv - es gibt aber auch im Netz genügend Quellen

Das Kurzschließen am Ausgang gegen Masse ist auch zu-Fuß mit einem Schalter zu realisieren.

Ansonsten der preiswerte Weg: Pre ein - warten - Endstufe ein - Hören - Endstufe aus - Pre aus.

Gruß
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