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Unity Coupled Röhrenverstärker+A -A |
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Rolf_Meyer
Inventar |
#1
erstellt: 04. Dez 2025, 19:42
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Moin, Es geht um eine spezielle Variante von PP-Pentoden-Verstärkern mit besonders hoher Effizienz und geringen Verzerrungen im B-Betrieb der Endsufenröhren. Was bisher geschah... Kann man hier ab #368 nachlesenDie Simulation der EL84-Variante die DB verlinkt hatte erzielt recht außergewöhnliche Ergebnisse, so außergewöhnlich gute, daß es sich für mich lohnt, mich sehr eingehend damit zu befassen. Außergewöhnlich deshalb, weil es möglich ist, höhere Ausgangsleistungen, als im Datenblatt der EL84 für den B-Betrieb angegeben ist zu erreichen (mehr als 20 saubere Watt sind erzielbar), wobei der Ruhestrom sehr niedrig sein kann und gleichwohl sehr geringe Verzerrungen erreicht werden. Hierbei wird die Anoden- und Schirmgitterverlustleistung nicht überschritten. (Ich simuliere und errechne dabei zwar höhere Verlustleistungen als DB, aber es bleibt immernoch weit unter den angegebenen Grenzdaten.) Die maximale Anodenspannung wird dabei zwar gut ausgenutzt, aber auch bei Maximalaussteuerung nur geringfügig überschritten. Was sich bei näherer Betrachtung herausstellte, war daß die Ausgangsübertrager besser als gewöhnlich sein müssen. Die Schaltung lies sich nur bei einem Koppelungsfaktor von 1 schwingfrei simulieren. Wenn man sich näher mit AÜ's beschäftigt, weiß man jedoch, daß Koppelungsfaktoren > 0,9998 sehr schwer zu erreichen sind. da helfen dann auch Schachtelungen etc. nicht für bessere Ergebnisse. Der Trick bei diesem Übertrager ist das bifilare Wickeln von zwei Primärwickelungen, die dann tatsächlich auch in der Realität einen Koppelungsfaktor von 1 aufweisen können. Die Ankoppelung der Sekundärseite ist nicht sooo entscheidend, wichtiger sind geringe parasitäre Kapazitäten (die man durch Schachtelung vermehrt!). Also ist für so einen Ausgangsübertrager eine sehr geringe Verschachtelung eher zielführend. (Zwei bifilare Primärwickelungen zwischen denen die Sekundärwickelung angeordnet ist, ist völlig ausreichend.) Ich habe das mal in die Tat umgesetzt nachdem ich mir den Kopf zerbrochen hatte, wie man nun exakt bifilar wickelt. Hatte mich dann aber entschlossen, einfach mal zu machen und nicht mehr viel zu denken... Für die Praxis sollte es reichen, wenn man sehr exakt wickelt, nicht zwingend absolut exakt. So sieht das dann aus, nachdem ich die Geschichte nach dem ersten vielversprechendem Versuch auf die Verwendung von EL95 (davon habe ich noch etliche und habe bis jetzt nicht so richtig gewußt, was ich damit anfangen könnte...) umgwandelt habe... Das ist dabei entstanden: Das ist die erste Lage Primär: ![]() ![]() Nicht ganz perfekt, aber (laut Messungen) ausreichend. So dann nach der 4. Lage: ![]() ![]() Man kann die Knitter in den darunterliegenden Lagenisolierungen und auch nicht ganz perfekte Wickelei sehen... Dann die 66 Windungen Sekundär... von Hand gewickelt, da die Maschine gerade so schön bifilare Wickelungen macht... ![]() ![]() Danach noch die restlichen 8 Lagen der Primärwickelungen... Dann kontaktieren der Wickelungen und einschichten der Kernbleche ![]() ![]() Uff, fertig und es war gestern Mitternacht durch... Aber ein paar Messungen mußten schon noch sein: ![]() ![]() Gemessen wurde mit 10kOhm(!) Quellimpedanz und 8,2Ohm Lastwiderstand nachdem die primären Wickelungen alle im richtigen Wickelsinn in Reihe geschaltet waren. Natürlich habe ich auch noch die einzelnen Wickelungen ausgemessen und ein Spice-Modell erzeugt: ![]() ![]() Ein wirklich guter Übertrager... Die Simulation der Schaltung ist auch fertig ... Nach der Bestellerei von fehlenden Teilen werde ich also in die Tat umsetzen und schauen, ob das rauskommt, was ich ersonnen habe. Gruß, Matthias [Beitrag von Rolf_Meyer am 04. Dez 2025, 19:47 bearbeitet] |
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DB
Inventar |
#2
erstellt: 04. Dez 2025, 19:57
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Das hast Du fein gemacht. Ich hatte mir schon so etwas gedacht. |
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selbstbauen
Inventar |
#3
erstellt: 05. Dez 2025, 12:10
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Moin, die besten PP-Übertrager für die EL84 in meinen Verstärkern waren die von Radio-Rim aus 1965 im "Imperator". 18 Watt pro Kanal waren möglich und der Frequenzgang sehr gerade bei 0,5 dB bei 20 Hz. Sehr gut sind auch die vom Braun CSV 13, aber nur etwa bis 12 Watt. Klein&Hummel Telewatt 112 oder 120 schaffen auch 17 Watt. Aber die Fertigungsstreuung der Übertrager ist sehr hoch. Insbesondere im Hochtonbereich ab etwa 14kHz gehen einige schon in die Knie. Gruß sb |
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GüntherGünther
Inventar |
#4
erstellt: 05. Dez 2025, 13:09
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Hallo, vielen Dank für Deine Mühe! Das Thema ist sehr interessant, und ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Für die Zukunft könnte sowas (mit größeren Endröhren) auch für mich Sinn machen, um in der Leistungsregion von 50-70Weff rauszukommen - also mit EL34, 7027A oder 6550A. Auch die JJ EL509S könnte da ein spannender Kandidat sein, da niedrige Anodenspannung. Leider habe ich nach wie vor das Problem, dass nicht einmal meine LTSpice-Simulation sinnvoll läuft, weshalb ich keine simulativen Ergebnisse einfahren kann. Beste Grüße und schönen 2. Advent! |
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bachelag
Ist häufiger hier |
#5
erstellt: 05. Dez 2025, 13:56
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Hallo Rolf Noch einen Hiweis um den oberen Frequenzgang zu verbessern: Wenn man die Lagen nicht einfach hin un her wickelt, sondern immer nur z.B von links nach rechts (nach der ersten Lage direkt wieder zurück zu Anfang. dann die 2. Lage und so fort. Die Rückführungen müssen natürlich isoliert werden. Effekt: Die primäre Wicklungskapazität ist etwa noch 55% gegenüber der "hin und her" Wicklung. Viele Grüsse |
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Ste_Pa
Stammgast |
#6
erstellt: 05. Dez 2025, 15:02
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Sehr schön, dass hier wieder simuliert und auch gewickelt wird. Bei mir ruhen die Arbeiten mit den Röhren leider schon seit ca. einem Jahr, aus verschiedenen weniger erfreulichen Gründen. Um so mehr freue ich mich, wieder spannende Röhrenthemen im Forum zu lesen. Beste Grüße Steffen |
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Rolf_Meyer
Inventar |
#7
erstellt: 06. Dez 2025, 23:22
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Moin, Schön, daß hier soviel positive Beiträge kommen. Ich hoffe, daß es so bleibt und nicht wieder der ganze Thread zerhckt wird. @DB Danke, dachte schon, daß Du als erstes an den EL95 rumnörgelst. Aber die Dinger schreien ja förmlich nach B-Betrieb und schonendem Umgang. EL84 habe ich ja auch noch genug, aber im Moment nicht die richtigen Kernbleche vorrätig...E78 ist sicher nicht ausreichend um zu erkunden, ob >20W bei 20Hz da rauszuholen sind. @SB Das mag schon alles richtig sein. Ich wollte ja auch nicht irgendwelche Super-Standard-Übertrager bauen. Eigentlich geht es um ganz was anderes. Der "Imperator" ist ja wohl ein klassisches Beispiel dafür, worauf es eigentlich nicht hinauslaufen soll. Da werden die armen Endstufenröhren gequält bis zum Abwinken... 350VUa und die Ruhestromeinstellungen über die maximal angegebenen Verlustleistung gelegt. Die Lampen verschleißen dabei doch recht schnell... schon ohne, daß da irgendwie Musik rauskommt. Die erzielten Klirrwerte sind auch nicht sooo berühmt. Bei Unity-Coupled geht es darum, die Röhren zu schonen (<3mA Ruhestrom sind da durchaus noch nicht schädlich für den Klang, da sich trotz B-Betrieb nicht all zu hohe Durchgangsverzerrungen bilden) und um möglichst geringe Verzerrungen zu erreichen. Daß man dabei auch eine höhere Ausgangsleistung erzielen kann, ist nur ein hübscher Nebeneffekt... denn ob aus solch einer Kiste nun 20 oder 10W rauskommen ist doch völlig Wurscht. Durch die spezielle Schaltungstopologie und Wickeltechnik der Übertrager vermindern sich auch die Probleme an den Frequenzgangenden drastisch... theoretisch. Hoffe, daß ich bald den meßtechnischen Nachweis erbringen kann. @GG Das mit der Simu wird schon... Größere Dinge aufziehen... warum nicht? Da war doch auch was mit EL12... KT88 habe ich vor nicht all zu langer Zeit gemacht. In UL unter Ausnutzung der Grenzwerte. Macht dann 50W mit erstaunlich wenig Verzerrungen und Intermodulationen. Gleichwohl weiß ich nicht, was ich mit soviel Leistung anfangen soll, bei 100dB/W/m... da ist bei 1W die Bude schon gut hell. Und ja, da verheize ich die Endstufenröhren auch noch (90mA Ruhestrom)... aber daß könnte man ja dann ändern. EI120 Bleche habe ich in erquicklicher Menge... aber erstmal klein anfangen. @bachelag Nanu, gehörst Du gar nicht zur Wickel-Mafia? Solch wertvolle Hinweise erhält man ja nicht oft. Danke dafür, werde ich bei meinen nächsten Wickeleien natürlich berücksichtigen! @Steffen Hoffe es geht soweit trotzdem gut. Werde mich demnächst mal per PM melden... Hier nun meine Schaltung für EL95: ![]() ![]() Ist in Anlehnung an Mr. Lockhart... jedoch kein Interstage, sondern eine Gegentakt-Anodendrossel. Sowas macht seehr geringen Klirr und ich habe so eine Schaltungsvariante schon seit längerem für STAX-Elektrostaten am Laufen... geht super. Elektrostaten treiben ist übrigens das gleiche, wie Endstufenröhren treiben. Die 1% Klirr Marke wird mit dem Dingens simuliert bei 10W/20Hz gerissen... auch bei 20kHz sieht es nicht so schlecht aus... sind dann ~3%... bie vollem Schub. In welcher Musik kommt sowas vor? Klirr jenseits der 7,5kHz oder gar irgendetwas >15kHz kann doch eh keiner hören. Heute schon Netzteil und mechanischen Aufbau realisiert: ![]() ![]() Und wenn es da gleich wieder Aufruhr wegen wirren Aufbaus gibt... Das Ding ist nur ein Testaufbau zum messen und vielleicht mal ein paar Mono-Platten hören. Wenn es nix taugt habe ich nicht sinnlos viel Zeit und Geld investiert. Gruß, Matthias |
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DB
Inventar |
#8
erstellt: 07. Dez 2025, 09:42
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Hallo Matthias, nein, ich habe wegen der EL95 nichts zu meckern, ganz im Gegenteil. Ich dachte mir "da setzt er das Messer genau an der richtigen Stelle an". Damit wäre endlich auch diesen kleinen Gesellen ein längeres Leben beschieden. |
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bachelag
Ist häufiger hier |
#9
erstellt: 07. Dez 2025, 10:49
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Hallo Rolf Wickelmafia ist doch das nicht ganz richtige Wort. Es ist richtig, ich habe eine kleinere Firma die Wickelgüter herstellt. Mache hier keine Werbung, da wir nur Industrie beliefern. Kerngeschäft sind kundenspezifische Ferrittransformatoren und Drosseln für Schaltnetzteile. Für meine GM70 (PP unSE) Endstufen hab ich natürlich die Trafos selbst hergestellt. Bei 6000 zu 155Wdg (9KOhm zu 6Ohm) beim SE und beim PP 6000 zu 130Wdg (12,8K zu 6Ohm) spielt die primäre Wickelkapazität schon eine Rolle. Bei beiden der gleiche Kern SU132B mit 0.1mm Band (Afe 27cm²). Lagenisolationen 0.2mm Mylar, Da bis etwa 3KV keine Teilentladungen pssieren dürfen. (Anodenspannung 1250V/PP // 1000V /SE). Gruss Heinz |
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Rolf_Meyer
Inventar |
#10
erstellt: 09. Dez 2025, 23:10
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Moin, Ja, Heinz, dann bist Du wohl nicht bei der Wickel-Mafia, da ja Deine Bemühungen bezüglich AÜ nur hobbyistischen Charakter haben. Aber nochmals vielen Dank für den Hinweis. Ich nehme für die Lagenisolierung 0,05mm Polyimidband (auch Kapton) in mehreren Lagen, nicht wegen der Spannungsfestigkeit, sondern wegen des Abstandes. Das soll laut Dabla eine Durchschlagsfestigkeit von 6kV haben. Ansonsten wickele ich mit W210 Kupferlackdraht mit doppelter Kaptonbeschichtung... die hat laut Dabla auch noch mal 3kV Durchschlagsfestigkeit. Die fertigen Wickel "drücke" ich mit 2kVeff ab. Bis jetzt wurde ich von Durchschlägen verschont, auch bei 845'ern mit Ub 1280V. So, am Sonntag Schaltung fertig gestellt und am Montag optimiert. Heute dann Meßorgie mit Dokumentation... Ergebnisse: gemischt. Seht selbst... Messungen mit 8Ohm Last, Ruhestrom 5mA/Röhre Frequenzgang 1W ![]() ![]() Frequenzgang 3W ![]() ![]() Klirrgang 1W ![]() ![]() Klirrgang 3W ![]() ![]() Klirrgang 7W ![]() ![]() Der Frequenzgang ist ganz ok. Aber der Klirr ist nicht mehr so richtig zeitgemäß. Für 1956 sicher völlig i.O. und heute auch noch gut brauchbar. Im Tiefbaß steigt es ja immer an...ist auch ok so... Lautsprecher klirren da meist viel mehr. Und der exorbitante Anstieg im Hochton macht eigentlich auch nichts aus, da dort bei Musik nur seehr geringe Leistungen generiert werden und man dort sowieso nichts mehr hört, auch nicht als junger Mensch. Der Grundton von Musik ist eh < 8kHz (vielleicht mal von ein bischen "Geschäpper" von Becken abgesehen) und oberwellen jenseits der 8kHz (das wäre ja für k2 16kHz und K3 24kHz) können eh nur Fledermäuse hören... Von daher relativiert sich das Ganze mit der Leistung im Hochton und dessen Klirrerei. Ich kann jedem, der es nicht glaubt nur empfehlen, 20kHz mit vollem Schub von z.B. 5 oder gar 10W auf seine Lautsprecher loszulassen... Mal sehen, wie lange die Hochtöner das mitmachen, bevor sie sich mit Rauchentwicklung verabschieden... (Stichwort hierzu: "rosa Rauschen")... hören kann man dabei nix. Hier der Sinus bei 20Hz/1W ![]() ![]() 20Hz/3W ![]() ![]() und 20Hz/7W ![]() ![]() Uuups, da kommen die hochohmigen kleinen EL95 nicht mehr gegen den induktiven Blindwiderstand an und die Gegenkoppelung hat auch schon Feierabend gemacht. Aber die 30Hz/7W kommen noch recht anständig rüber ![]() ![]() Da sieht man dann auch Übernahmeverzerrungen... genau wie bei mehr als 7W und 1kHz... Hier etwas mehr als 8W ![]() ![]() Bei 7W sah es noch so aus: ![]() ![]() Hier der Klirr bei 3W/20Hz ![]() ![]() 3W 1kHz ![]() ![]() 3W/20kHz ![]() ![]() Ist aber nicht schlimm, entscheidend ist der Klirr bei 8kHz ![]() ![]() Insgesamt ist das ziemlich in Ordnung... für die kleinen Dingerchen... (Wie sagte mein Weib, "Och, die haben ja noch nicht mal Augen...") Das Prinzip scheint also wirkungsvoll zu funktionieren... mit dickeren etwas niederohmigeren Röhren wie z.B. KT88 wird das sicher ein Spaß. Da kann man dann wenigstens vernünftig gegenkoppeln, ohne das die Kiste anfängt zu schwingen. Leider habe ich nirgendwo Messungen zu den EL95 im Gegentakt gefunden... nur schöngefärbte Ausgangsleistungen von 10W, die man erreicht haben will. Wie ausnahmslos alle Leistungsangaben der damaligen Zeit völlig übertrieben. Ich merke mal an, daß ich da gute 7W erreiche... mit noch akzeptabelen Klirr... wenn Klirr egal und man die Sache übersteuert bis zum Rechteck, können da vielleicht 10W rauskommen... aber nee, nicht wirklich. Habe die Sache aber auf Triode umgelötet und die Gegenkoppelung verstärkt... dann wird es richtig gut, allerdings nur mit 3W und mit 25mA Ruhestrom/Röhre... also Verschleiß. Dazu gibt es auch Messungen... ist aber zuviel für heute Abend... Reiche ich bei Interesse nach. Habe das Dingens (als Pentode!) mal an Musik in Betrieb genommen... ![]() ![]() An diesen Lautsprechern: ![]() ![]() An den Breitband-Hörnern war diese Dame: ![]() ![]() völlig unerträglich... zu wenig Dämpfung. Diese ist der geringen Gegenkoppelung geschuldet, da der Amp sonst schwingfreudig ist. Ausgangswiderstand ~2Ohm... Es funktioniert jedoch mit meinen Cornwalls perfekt, kein Hauch von harschem Klang... die Callas kann mit zuviel Klirr oder zu wenig Dämpfung schon nach einer Minute mächtig nerven (Ich höre die auch nicht wirklich freiwillig... aber wenn man eine Platte komplett ertragen kann, ist am Verstärker alles richtig.) Das übrige Material wurde auch sehr musikalisch rüber gebracht... sollte man bei den miesen Messungen nicht vermuten, ist aber so. Das Dingens tut also... Bleibt trotzdem noch einiges zu tun. Die Wickelungen müssen nach Heinz's Vorschlag erstellt werden... und dann hatte ich Dummerchen... in Gewohnheit, die Wickelrichtung für die zweite Wickelungshälfte gewechselt (exakt gleiche Wickelungen für PP auf 2-Kammer Wickelkörper)... was natürlich Unsinn ist... und so habe ich eine schlechtere Ankoppelung und vermutlich auch größere Parasiten... Was bei der zweiten Wickelungshälfte innen ist, ist jetzt eben außen. Auch ist die Treiberei noch nicht optimal (obwohl es für Triodenbetrieb super hinhaut). Wenn jedoch die Gegenkoppelung versucht im Hochton auszugleichen, gerät bei höheren Pegeln die Treiberei in die Übersteuerung... niederohmige Treiberei wäre wünschenswert... aber welche Röhre, damit das am Ende nicht mehr verbrät, als die Endstufe... Bei KT88 würden ja sowohl leistungsmäßig, als auch optisch 6SN7 wieder gut passen... vor EL95 eher eine Slapstick-Einlage. Gruß, Matthias |
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Rolf_Meyer
Inventar |
#11
erstellt: 11. Dez 2025, 22:31
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Moin, Und trefflich bin ich wieder Alleinunterhalter... Von Marketing habe ich natürlich auch keine Ahnung (munkelt man zumindest hinter den Kulissen...), weil ich gemachte Fehler eingestehe und somit den Nimbus der Unfehlbarkeit zerstöre, aber sei's drum. Habe nach den Ursachen für den erhöhten Klirr an den Frequenzgangenden gesucht. Der Treiber war nicht optimal... 200Veff haben eben nicht gereicht... jetzt 300Veff... und siehe, viel besser. Klirrgang jetzt bei 1W: ![]() ![]() und bei 7W: ![]() ![]() Das ist, bis auf den Anstieg im Hochton, jetzt mehr als akzeptabel. Hier nun der aktuelle Schaltplan: ![]() ![]() Der geneigte Betrachter wird die Induktivitäten Lx1 bis Lx4 entdecken... diese sind die Ursache für den überbordenden Klirr im Hochton. War bei den synthetischen Messungen natürlich nichts von zu sehen, aber genau diese bringen die Gegenkoppelung durcheinander, sie verliert zu hohen Frequenzen an Wirkung, gleichzeitig verhindern sie eine gute Hochtonübertragung. Nun sind ja EI-Kerne bezüglich Streuinduktivitäten denkbar ungeeignet... weswegen da in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts schon C-Core Kerne verwendet wurden... Keine neue Erfindung von Wickel-Mafiosies... schon damals bekannt und aus gutem Grund verwendet. Streuinduktivitäten haben nach meiner Erfahrung wenig Einfluß bei Trioden... bei hochohmigen Pentoden sieht das ganz anders aus. Also werde ich auf diesen Kernen wickeln, bis demnächst aktuelle AMCC100 Kerne eintrudeln: ![]() ![]() Aber zunächst müssen Wickelkörper für diese komischen Kernformate erstellt werden... Hier noch der aktuelle Frequenzgang: ![]() ![]() Untenrum ein ganz klein wenig ausgebremst, damit die 20Hz auch noch bei vollem Schub sauber über den Übertrager kommen. Könnte jetzt auch obenrum auf -3dB/20kHz bremsen, was den Klirr sehr dezimieren würde... aber warum? Da wo es schlimm klirrt ist nix in der Musik und hören kann ich es sowieso nicht, es würde mir nur die Phase verhunzen... wo doch das Dingens so schön Musik macht... Gruß, Matthias |
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selbstbauen
Inventar |
#12
erstellt: 12. Dez 2025, 00:54
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Moin, du könntest vielleicht auch R7 durch einen 100k-Trimmpoti ersetzen und auf Symmetrie ausregeln, die geht bei diesen Phasenumkehrstufen gerne bei den hohen Tönen auseinander. Gruß sb |
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GüntherGünther
Inventar |
#13
erstellt: 12. Dez 2025, 12:50
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Hallo zusammen, ich möchte nochmal kurz Bezug auf die EL84-Basisschaltung nehmen, bzw. den Stromlaufplan von Matthias dazu: https://ibb.co/JjSXjy5LMatthias, Du hast in diesem Stromlaufplan eine Primärinduktivität von jeweils 18H angenommen, das macht gesamt primär 72H. Bei 576mH Sekundärinduktivität komme ich auf einen Übersetzungsfaktor von 125:1. An 8 Ohm Sekundärimpedanz macht das einen Raa~ primär von gerade mal 1k (statt der Datenblattangabe von 8k). Wie kommst Du auf dieses Ergebnis, mit dem Raa~ von 1k zu rechnen? Habe ich da in dem Beitrag bei Jogis Röhrenbude irgendwas übersehen? Oder wird der Raa~ bei Unity-Coupled-Verstärkern irgendwie anders berechnet? |
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Rolf_Meyer
Inventar |
#14
erstellt: 12. Dez 2025, 21:57
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Moin, @Sb Danke für den Hinweis. Leider ist es das nicht. Meine Simu zeigt ja auch, was die Streuinduktivitäten treiben. Wenn es nur der Phasensplitter wäre, hätte man lediglich nur etwas mehr K2... hier entstehen aber ganz andere komische Dinge. @GG Die einzelnen Windungen sind auf einem gemeinsamen Kern. Da kannst Du nicht einfach die Induktivitäten addieren. Vereinfacht, die Induktivität wächst mit der Windungszahl ja quadratisch. Wenn Du z.B. für 1000Wdg 18H erhältst, wieviele Heinriche sind das dann bei 4x1000Wdg, also 4000Wdg??? Hier ganz vereinfacht... 4(gleiche!)Wickelungen zum Quadrat macht 16 mal 18H... sind 288H... durch 0,576... sind 500 mal 8Ohm gleich 4kOhm. Das wäre dann Raa. Durch die komische Schalterei (teilweise werden Wickelungen wechselstrommäßig parallel betrieben) ergibt sich dabei die Hälfte des üblichen Raa. In der Simulation ergeben sich auch immer schlechtere Klirr- und Leistungswerte, wenn man Raa größer oder kleiner angibt. Habe das auch praktisch mit verschiedenen Lastwiderständen überprüft (muß man eben etwas rechnen)... ist tatsächlich so... zumindest bei der EL95...da habe ich ja ~5,6kOhm statt 10kOhm. Gruß, Matthias |
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GüntherGünther
Inventar |
#15
erstellt: 12. Dez 2025, 22:46
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Hallo Matthias, Danke für die Erklärung - das leuchtet ein. Für einen normalen AÜ mit 2 Primärwicklungen muss ich ja die Hauptinduktivität durch 4 teilen, um auf die beiden Einzelinduktivitäten zu kommen, also faktisch 2^2. Bei 4 Wicklungen dann entsprechend 4^2. Da lag mein Fehler, weshalb die Simulation nur ein paar Watt gebracht hat. Nun funktioniert alles und ich komme auf etwa 18W Ausgangsleistung. Gilt die Regel des halben Raa~ in jedem Fall? Ich habe nämlich auch gelesen, dass es ein Endstufenkonzept namens "Super Pentode" gibt, bei dem das Unity-Coupled-Konzept mit UL-Betrieb gekoppelt wird. Das wäre in gewisser Weise schon interessant, zumindest um es mal zu simulieren. Beste Grüße Thomas |
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DB
Inventar |
#16
erstellt: 13. Dez 2025, 08:27
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@Matthias: alle Achtung, Du treibst ja ordentlich Aufwand. Wegen der maximalen Ausnutzung der Endröhren kann man ja schrittweise den Lastwiderstand verändern und dabei die Grenzdaten beobachten. Es ist durchaus bemerkswert, was man da aus kleinen Röhren zaubern kann. Wobei mit EL95 weniger die Steigerung der Leistung, sondern die Senkung des Verschleißes interessant ist. Aber, ja, man braucht eine Treiberstufe, die ordentlich Spannung kann. McIntosh verwendet da eine ECC83, die spannungsmäßig kurz unterhalb der Anodenkaltspannung betrieben wird. |
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Rolf_Meyer
Inventar |
#17
erstellt: 14. Dez 2025, 23:13
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Moin, @GG
Keine Ahnung noch nicht... aber wahrscheinlich. "Super-Pentode", "Best Pentode"... alles so komisches Pentoden-Übel. "Super" und "Best" ist dabei gar nichts, außer vielleicht, daß Pentoden-Verstärker effizienter sind als solche mit Trioden... ansonsten haben die einfach nur zu viele Gitter, sind krumm und haben riesige Innenwiderstände Gleichwohl geht es mir gerade hierbei um höchste Effizienz, verbunden mit anständigem Klang. Und diese Unity-Sache scheint dafür sehr brauchbar. Effizienz deshalb, weil in meiner Männerbude im Dachgeschoß trotz 20cm Holzfaserplatten-Dämmung, im Sommer doch irgendwann die 30° durchschlagen ... und da will dann auch ich nicht hunderte Watt an Wärme mit dicken Trioden erzeugen... Bei UL ist die Berechnung der Primärinduktivität eine Mischung aus Addition und Multiplikation. Bei Interesse kann ich dazu mal zeigen, wie das geht... @DB Ja, ich gehe den Dingen gern wirklich auf den Grund und scheue dabei auch keinen Aufwand. Es hilft ja nichts, irgendwo nachzulesen, da immer gewisse Details nicht auffindbar sind. Daß AÜ immer ein Kompromiß aus verschiedenen Größen sind, war mir ja soweit bekannt. Aber bei dieser Schaltungstechnik ist das echt schon grenzwertig. Gerade bei diesen kleinen EL95 ist das scheinbar schwierig... riesig hohe Steuerspannungen und das Problem, daß die scheinbar nicht gegen irgendwelche parasitären Kapazitäten oder Induktivitäten ankommen. Man ist schneller im Clipping der Endstufe, als man Quidditch sagen kann. Vielleicht ist das dem Mr. Lockhart besser gelungen, als mir, aber das eine veröffentlichte Meßprotokoll sagt eigentlich nichts, oder das Gegenteil. Riesige Leistungen bei 1kHz kann jeder... aber bei 20Hz und 20kHz sieht das ganz anders aus. Ich bin jedenfalls soweit schon ganz zufrieden mit meinen bisherigen Ergebnissen... aber da geht sicher noch was... deshalb... Neuer Anlauf... Hier schon mal ein neuer Wickelkörper und Mitnehmer für die Wickelmaschine. Hatte glatt verdrängt, was für einen Aufwand diese Wickelkörper machen... ![]() ![]() ![]() ![]() Hier sieht man, was das dann werden soll... ![]() ![]() Zwei ähnlich dicke Brocken (zumindest im Verhältnis zu EL95), jedoch hat der EI-Trafo nur schlappe 9cm² Querschnitt und der Double-C-Core satte 20cm²... Das sollte im Baß für mehr als 20Hz/20W reichen... Schon angefangen zu wickeln... ![]() ![]() Immer schön von links nach rechts... Überkreuzungen auf den Seiten, die nachher aus dem Kern herausragen...der Wickelraum ist seeehr begrenzt. Das Bild ist übrigens nach der 5.Lage... also nicht mehr wirklich perfekt. aber nach der 8.Lage kommt ja dann dicke Lagenisolierung und die Sekundärwickelung...danach wieder dicke Trennlage... dann sollte es für die zweite Primärwickelungshälfte wieder schön sauber losgehen. Mal sehen, ob das außer viel Arbeit auch was bringt... Gruß, Matthias Edit: Das letzte Bild steht mal wieder auf dem Kopf... ist wirklich von links nach rechts gewickelt... [Beitrag von Rolf_Meyer am 14. Dez 2025, 23:17 bearbeitet] |
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GüntherGünther
Inventar |
#18
erstellt: 17. Dez 2025, 09:45
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Hallo,
in meiner Lektüre finde ich folgende Aussagen: Standard-Gegentaktübertrager bzw. allgemein Wicklung mit Anzapfung:
UL-Gegentaktübertrager:
Quelle: Potchinkov, A.: Simulation von Röhrenverstärkern mit SPICE, 2. Auflage. Springer Verlag, 2009, 2015 - S. 248 ff. Wobei LA1S1 die Wicklung zwischen Anode und G2 ist, LS1Ub die Wicklung zwischen G2 und Betriebsspannung. p ist das prozentuale Anzapfungsverhältnis. Nach diesen Gleichungen habe ich meine LTSpice-Simulationen mit UL-Endstufen bisher modelliert. Nutzt Du andere Formeln? [Beitrag von GüntherGünther am 17. Dez 2025, 21:15 bearbeitet] |
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Rolf_Meyer
Inventar |
#19
erstellt: 17. Dez 2025, 23:41
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Moin,
Ja, schon seit Langem. Ich bevorzuge Formeln, mit denen ich per Kopfrechnung klar komme. Wenn nur die Gesamtprimärinduktivität berechnet werden soll, geht das auch so: ![]() ![]() Damit kann man sich realen Übertragern hinlänglich nähern. Übrigens ermesse ich L1 und L2... Nach der Potchinkovschen Formel kann man aber rückwärts die Induktivitäten von L1 und L2 aus einer erdachten Primärinduktivität errechnen... praxisfremd aber für reine Simulationsspiele recht interessant. Ich muß mir wohl dieses Standadwerk des Herrn Potchinkov mal zulegen... Gibt da sicher noch viel zu lernen für mich... siehe die Sache mit den Koppelungen, hat etwas gedauert, aber ich habe es dann doch verstanden. Übrigens, warum fragst Du immer, wo Du doch die besseren Antworten schon parat hast? Hier nun das Ergebnis meiner bisherigen Bemühungen... ![]() ![]() Ein fetter Brocken... Bitte nicht so sehr auf die Lötstellen schauen... ist teilweise grenzwertig... aber nach dem (gefühlt) 15. Mal Umlöten... Bin jetzt durchaus zufrieden, auch wenn es noch ein paar Haken und Ösen gibt. Komme nunmehr auf saubere 4-5W Leistung aus diesen kleinen Dingerchen... Klirrgang bei 5W: ![]() ![]() Und der dazugehörige Frequenzgang: ![]() ![]() bei 1W sieht das viel besser aus... übrigens, die Leistung, die mich wirklich interessiert: ![]() ![]() ![]() ![]() Ins Clipping geht es bei >5W ... aber schön sauber: ![]() ![]() bis dahin schön: ![]() ![]() Habe dann mal verglichen... mit einer vollmundig mit 2 x 4W Endstufe aus einem Grundig TK46 Tonbandgerät, welches zu jener Zeit (Anfang 60er) als absolutes Spitzenprodukt angepriesen wurde: ![]() ![]() Alles Original, bis auf das Netzteil... Hier dann die wirklich maximal erzielbaren 1,25W... ![]() ![]() ![]() ![]() Naja... wenn's schön macht... Aber, welch Kuriosum, mankann damit tatsächlich prima Musik hören... zumindest an richtigen Lautsprechern. Im Moment hadere ich noch an dem Problem, daß das Netzteil, in seiner Einfachheit, keine stabil stehende Anodenspannung liefert. Wenn effizient, habe ich ein wunderschönes 2,5-Sekunden-Ticken: ![]() ![]() Abhilfe... neben dem totalen Ausbremsen im Tiefstton: ![]() ![]() Ein 11W Zementbunker parallel zur Ub... weil ja wegen mangelnden Ruhestromes, die Ub sonst wackelt wie blöde... aber das Verbraten von 9W auf einem Widerstand ist wohl alles, nur nicht effizient... Ergebnis dann (auch ohne Eingangssignal): ![]() ![]() Brauche also einen Regler (diesmal ohne Röhren), der aus 310 bis 350V glatte 300V macht. Kann das jemand für max 150mA so aus dem Ärmel schütteln? Gruß, Matthias |
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GüntherGünther
Inventar |
#20
erstellt: 18. Dez 2025, 08:00
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Guten Morgen,
bitte keinesfalls auf den Schlips getreten fühlen, ich will wirklich absolut nicht irgendwie besserwisserisch sein. Ich möchte nur meine eigenen Simulationen verbessern und praxisnaher gestalten und Deine Simulationen machen auf mich einen sehr praxisgerechten Eindruck. Deshalb hätte ich quasi die Formeln, die ich nutze mit den Formeln, die Du nutzt, verglichen, inwiefern das bei der Simulation einen Unterschied macht.
Ich habe sowas vor einem Monat entworfen und schon bei JLCPCB in Auftrag gegeben, siehe hier: KLICK MICHLaut Simulation liegt die Dropout-Spannung bei etwa 7V, sollte also hinkommen. Ich kann Dir alle Files für das Layout zukommen lassen. Was mich noch zum Thema geteilte Last interessiert: Wie kommt man an passende AÜs ran, wenn man nicht selbst wickeln kann? Reinhöfer macht ja vermutlich kaum noch was für die Röhrentechnik, ganz zu Schweigen von Sonderanfertigungen.. Ritter gibt es schon seit 10 Jahren nicht mehr, Experience macht m.W.n. auch keine AÜs mehr. Wer würde Euch einfallen? [Beitrag von GüntherGünther am 18. Dez 2025, 15:15 bearbeitet] |
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selbstbauen
Inventar |
#21
erstellt: 18. Dez 2025, 15:35
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Welter hat für mich eine Sonderanfertigung gewickelt. |
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DB
Inventar |
#22
erstellt: 18. Dez 2025, 21:21
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Roland Pechan in Machern. Die haben für mich vor Jahren einen Ausgangsübertrager gewickelt. |
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Rolf_Meyer
Inventar |
#23
erstellt: 18. Dez 2025, 23:38
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Moin, @GG Danke für Dein Angebot bezüglich des Reglers. Habe mir das mal genauer angeschaut. Wäre eigentlich genau das, was ich brauche. Aber... wieso dieser dusselige LT3080 und das ganze SMD-Geraffel? Auch der TK17N65 ist, genau wie der LT3080 schwer für privat beschaffbar oder teuer. Als ich mich noch beruflich mit solchem Gedöns befasst habe, war das wegen diverser Accounts bei Farnell, DigiKey, Mouser, RS-Components etc. nicht schwierig... heute bis 12 bestellt morgen da. So hilft mir das erstmal nicht wirklich weiter... werde das dann also auf Bauelemente umfrickeln müssen, die auch für einen Privatmann überall erhältlich sind... und mit MELFs, 1216 und Konsorten werde ich mich auf meine alten Tage bestimmt auch nicht mehr rumärgern. Eigentlich wollte ich mir das Ganze ersparen... Fühle mich übrigens nicht belästigt wegen Besserwisserei. Alles gut. Nur wenn jemand nachfragt und die Antworten kennt, komme ich mir etwas examiniert vor. Trafos und Übertrager... Nun, Welter gibbet wohl auch nicht mehr. Und ob da überhaupt noch jemand in D Übertrager wickeln will? Wenn man da in einer Trafo-Bude mit einem kompletten Wickelschema vorspricht und die dann auch noch Bleche und Wickelkörper zum Thema zufällig rumzuliegen haben... vielleicht. Aber selbiges für Einzelstücke zu besorgen... ich glaube, das willst Du nicht bezahlen. Ich stehe ja genau vor dem gleichen Problem... Mindestmengen. Da geht es dann schnell nach kg oder tausenden. Für die letzte Eisenbestellung habe ich einige hundert Euro gelassen... für EI-Kerne für EI54, EI78 und EI120... kaum wissend, ob ich das Zeug jemals brauchen werde. Lagenisolierungen oder dünnster Silikonschlauch zum Isolieren von Überkreuzungen und zum Herausführen aus dem Wickelkörper... das Gleiche in grün... und schweineteuer. Wickelkörper... zwar billig, aber immer in tausender Stückzaghlen. Werde also irgendwann einen 3D-Drucker anschaffen... Das mit dem Sperrholz ist zwar ganz nett, aber sehr zeitaufwändig, wenn es genau werden soll Von den Lohnkosten wollen wir da mal schweigen. Ich habe nicht umsonst die letzte Wickelmachine vom Herrn Schäfer (ehemals TBT) gekauft. Und als Zugabe gab es einen ganzen Leiz-Ordner voll mit Wickelanleitungen für sein ganzes ehemaliges Programm (und noch einiges mehr). Als Hobby kann man da eigentlich nur noch auf (teure) Stangenware von den üblichen Verdächtigen setzen oder es dann eben selbst machen... erst recht für solche Projekte hier. Eine Wickelmaschine ist dabei eigentlich nicht wichtig... habe selbst schon etliche Eisen von Hand gewickelt... kostet nur Zeit, ist aber eigentlich bei Hobby egal... Gruß, Matthias |
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GüntherGünther
Inventar |
#24
erstellt: 19. Dez 2025, 08:45
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Guten Morgen,
die Bauteilwahl ist etwas speziell, das sehe ich absolut ein und das ist auch noch einer der Knackpunkte des Designs. Der LT3080 hat aber eine angenehm niedrige Dropout-Spannung und sehr gute PSRR- und Regelwerte. Den TK17N65 hatte ich wegen der für diese Uds relativ geringen Ugs(th) genommen, um auch hier Spannungsdifferenz zwischen Ein- & Ausgang zu sparen. Den kann man bei 300V problemlos gegen einen anderen MOSFET austauschen, eventuell sogar im TO220-Gehäuse - es fällt ja nicht viel Abwärme an bei so einer EL95-Endstufe. Mir würde da z.B. der IRF820 oder IRFPC50 einfallen, die gibt es beide bei Reichelt. Bei Mouser, Bürklin und RS-Components kann man mittlerweile auch als Privatperson bestellen, bei Mouser fällt unterhalb von 50€ Bestellwert leider noch eine Gebühr an. Mit einfacheren Standardteilen ausgestattet ist dieser Regler, der auch schon in meinem ECC99-Verstärker (ebenfalls 300V Ub) seit Jahren sehr gut funktioniert: KLICK MICH
Werde ich für die Zukunft beachten, entschuldige bitte |
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RoA
Inventar |
#25
erstellt: 19. Dez 2025, 09:10
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Einen Längsregler mit MOSFET. Z.B. sowas (mit Schaltplan und Beschreibung) https://www.tubeland.de/product_info.php?products_id=5 Die Spannung wird über die Zener-Dioden-Strecke eingestellt. Da die Dinger Temperatur-Gang haben, muß man das entsprechend berücksichtigen. Je nach Anwendung ist der Kühlkörper zu dimensionieren, der MOSFET sollte zwingend gegen den Kühlkörper isoliert sein, sonst könnte man das irgendwann mal bereuen. Die Teile kosten fast nichts und sind gut erhältlich (z.B. bei Reichelt). Wenn du die Anodenspannung Kanal-getrennt regelst, kommst du mit zwei kleineren Kühlkörpern aus, die auch nicht besonders warm werden, und das Ganze bleibt kompakt. Ich habe ähnliche Schaltungen in verschiedenen Varianten mehrmals verwendet und kann nur Gutes berichten. Das gleiche in Regelbar: http://www.roehrenkramladen.de/hboexp4/hboexp4.htmIst bei mir seit Jahren in Verwendung. Macht locker 200mA mit, ohne daß der bei mir ziemlich große Kühlkörper warm wird. |
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Rolf_Meyer
Inventar |
#26
erstellt: 02. Jan 2026, 23:17
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Moin, Zunächst erst mal vielen Dank für die vorgeschlagenen Anodenspannungsregelungen. Momentan komme ich doch ohne aus, weiß aber, wo ich sie finde, sollte ein künftiges leistungsstärkeres Projekt sowas erfordern. Ich denke, daß ich die Geschichte mit den unity-coupled EL95 Endstufen jetzt komplett habe. So sieht der Versuchsaufbau jetzt aus: ![]() ![]() Der aktuelle Schaltplan: ![]() ![]() Wichtige Änderungen... - Anodendrossel wieder enthalten, kapazitätsärmer auf größerem Zweikammer-Wickelkörper... - Ausgangsübertrager mit drastisch reduzierter Primärinduktivität. In der praktischen Ausführung zunächst durch einen kleinen Luftspalt per Kaptonband zwischen den Kernhälften... vermindert das Motorboating wegen wackelnder Ub - Bessere Entkoppelung der Treiberei durch größeren Siebwiderstand und vergrößerte Kapazität... siehe Motorboating - geringere Koppelkapazitäten zwischen Spannungsverstärker/Phasendreher und Endstufe... Siehe Motorboating Diese Maßnahmen ändern weder den Pegel, noch die Phasenlage im Tiefton... erstaunlich. - Bedämpfung der neuen Anodendrossel mit seriellen Widerständen und Kapazitäten - Zusätzliche Gegenkoppelungswickelung auf dem AÜ... Praktisch einfach 9 Windungen außen aufgewickelt. Damit kann die Sekundärwickelung erdfrei betrieben werden was zu einer höheren, aber dennoch stabileren Gegenkoppelung führt (Die Kapazität zwischen Primär- und Sekundärwickelungen ist wirkungslos und die Gegenkoppelung wird wegen der schlechten Hochtonankoppelung der Gegenkoppelungswickelung auch ohne Kapazität im Gegenkoppelungszweig geringer.) - Kapazität von 10nF über den Kathodenwiderstand der Eingangsstufe vermindert die Gegenkoppelung im Hochton nochmals... damit kann man den Hochton sowohl pegel- als auch phasenmäßig auf Null-Line bringen. Bei den folgenden Messungen ist diese Kapazität nicht enthalten, weil die Endstufen sonst im Hochton (>15kHz) schneller in die Übersteuerung gehen, als in Bandmitte. Es hat sich also schon einiges verändert... Hier die Ergebnisse: Frequenzgang: ![]() ![]() Klirrgang 1W: ![]() ![]() Klirrspektrum 1W: ![]() ![]() Zweitonmessung 60Hz/7kHz 4:1 1W Tiefton: ![]() ![]() Zweitonmessung 60Hz/7kHz 4:1 1W Hochton: ![]() ![]() Klirrgang 7W: ![]() ![]() Klirrspektrum 7W: ![]() ![]() Zweitonmessung 60Hz/7kHz 4:1 4W Tiefton: ![]() ![]() Zweitonmessung 60Hz/7kHz 4:1 4W Hochton: ![]() ![]() Hier sieht man, warum die Zweitonmessung nur bei 4W erfolgt: ![]() ![]() Die Spannungen der beiden Frequenzen addieren sich teilweise, was bei höherer Leistung zum Clipping führen würde. Ich denke, saubere 7W Sinusleistung: ![]() ![]() aus diesen kleinen Röhren sind recht anständig. Sicher wäre mehr möglich, wenn man so einen Bootstrap-Kathodenfolger-Treiber aufbauen würde, weil man damit die Endstufen in den B2-Betrieb treiben könnte... Aber das ist weder für den Klirr, noch für die Effizienz wirklich gut. Dann doch einfach potentere Endstufenröhren... meine Meinung. Zum Thema Effizienz... In Ruhe benötigt die Mono-Endstufe laut Lügometer 23W aus der Steckdose: ![]() ![]() Bei 1W sind es dann schlappe 28W und bei 7W rund 43W. Das sind die Leistungsaufnahmen laut Billig-Baumarkt-Lügometer. In wieweit dieses Blindleistungen mit abbildet weiß ich nicht... est eben nur die nackte Anzeige... 20W für 7W... scheint nicht wirklich effizient. Meine 300B Endstufe in der gleichen Liga benötigt für Stereo allerdings 125W Strichleistung, egal ob in Ruhe oder Vollaussteuerung. Ich denke, ich habe das Ziel, die Geschichte mit dem Unity-Coupled zu verstehen und nachzuvollziehen erreicht. Klanglich ist diese (noch) Mono-Endstufe durchaus beachtenswert. Für ihre geringe Leistungsaufnahme kann sie mit gewaltigem (ich kann es für meine Lautsprecher nicht anders sagen) Punch zuschlagen und leistet sich weder im Tief, noch im Hochton Schwächen. Im Gegenteil... dieser Verstärker ist durchaus langzeittauglich und klanglich keinesfalls langweilig oder nervig, wie ich es oft mit Gegentaktern erlebt habe. Schade, daß sich dieses Schaltungskonzept nicht durchgesetzt hat... Gruß, Matthias |
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RoA
Inventar |
#27
erstellt: 03. Jan 2026, 06:38
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Chapeau. |
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DB
Inventar |
#28
erstellt: 03. Jan 2026, 10:13
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Das hast Du wirklich sehr, sehr gut gemacht. Wegen der geringeren Primärinduktivität hatte ich vor einiger Zeit gelesen, daß auf den originalen Übertragern von McIntosh tatsächlich keine sehr hohen Windungszahlen untergebracht waren. Da war wohl durchaus noch Wickelraum frei. Wenn man sich die Schaltungen von McIntosh ansieht, wird man feststellen, daß die vor den Endröhren sitzende ECC83 spannungsmäßig enorm strapaziert wird. Uak liegt bei etwa 500V, mithin deutlich über Uamax. Bei den kleinen Novalröhren liegt die zulässige Anodenkaltspannung bei 550V, mir fällt aber auf Anhieb keine Röhre ein, die man hier besser einsetzen könnte. edit: eine Beschreibung des Prinzips von 1949: https://www.worldrad...s/Audio-1949-Dec.pdf [Beitrag von DB am 03. Jan 2026, 13:26 bearbeitet] |
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GüntherGünther
Inventar |
#29
erstellt: 05. Jan 2026, 07:06
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Hallo Matthias, vielen Dank für die Untersuchungen und die immense Mühe! Äußerst interessant, die Daten überzeugen meiner Meinung nach absolut. Welche Anodenspannung sehen die ECC88-Systeme? Wie sieht denn Deine Erfahrung mit dem Überschreiten der maximal zulässigen Datenblattangaben für Ua aus? Wirst Du den Verstärker in eine endgültige Form bringen oder bleibt es bei einer Studie? @DB: dass die ECC83 bei McIntosh so hohe Spannungen sieht, hat mich auch ein wenig irritiert. Die einzige "kleine" Novalröhre mit höherer zulässiger Anodenspannung, die mir einfallen würde, wäre die ECC99 mit 450V, die hat aber deutlich weniger µ als die ECC83. Das war bei meinen Simulationen auch ein wenig der Knackpunkt, sowohl bei ECC81, als auch bei 82 und 83 - bei maximal zulässiger Anodenspannung von 300V liefen die Röhren in den Gitterstrombereich, bevor der maximal mögliche Spannungshub für die Endröhren erzeugt werden konnte. |
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DB
Inventar |
#30
erstellt: 05. Jan 2026, 19:38
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Es kann auch am Modell liegen, aber ich habe keine Probleme mit Gitterstrom. Kann sein, daß die Katodenwiderstände zu niederohmig sind. Ich würde ja die Schaltung einstellen. Aber ich habe absolut keine Lust auf Kopfstände mit externen Bilderhostern, weil ich mich schon auf der Arbeit den ganzen Tag mit Umgehungslösungen für irgendwelchen Schrott beschäftigen muß. Wenn die Forenbetreiber meinen, daß das nicht mehr zu gehen braucht, bittesehr. Dann brauchen sie sich aber auch nicht wundern, wenn die Leute hier weglaufen. MfG DB |
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Rolf_Meyer
Inventar |
#31
erstellt: 05. Jan 2026, 23:20
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Moin, Daß die sich bei McIntosh recht wenig um Grenzdaten in Röhrendatenblättern Gedanken gemacht haben, ist mir auch schon aufgefallen. Aber ich denke, daß man sich da sicherlich auch mit den Herstellern ausgetauscht hat, was da geht und was nicht. Nach meiner Erfahrung bilden Röhrendatenblätter nicht immer genau ab, wo die Grenzen der Röhren wirklich liegen. Viel mehr wurde eher auch das spezifiziert, was der jeweilige Mitbewerber angab, oder was im täglichen Einsatz vom Kunden benötigt wurde. Z.B. wäre da der maximale Kathodenstrom einer ECC83 zu nennen... warum sollte der so viel geringer sein, als der einer ECC81 oder einer ECC82? Oder die Anodenverlustleistung der 83 gegenüber der 81? Bei RFT waren die Anodenkästen der drei Röhrengeschwisterlein gleich... bei anderen Herstellern hatten die drei Typen unterschiedliche Anodenkästen aber die 81 war mit wesentlich mehr Verlustleistung spezifiziert, als die ECC83, deren Anoden wesentlich größer waren... Die 82 ist mit noch höherer Anodenverlustleistung spezifiziert, hat aber z.B. die gleichen Anoden z.B. bei Tfk. Hier wurde scheinbar tatsächlich nicht immer das Maximum spezifiziert. Ua und Ua0 sind auch so beliebte Parameter, die wohl eher von den Röhrenfassungen als von den Röhren selbst abhängen, wobei Ua immer mit den Ua0 Werten korrespondiert... dem maximalen Wert, der als Anodenspannung irgendwie in einer Schaltung auftreten kann, wenn Ua maximal gewählt wird. Ich hatte darüber hin und wieder Gespräche mit meinem alten Mentor, der auch mal Produktmanager bei Tfk in Ulm war. Die Durchschlagsfestigkeit im Vakuum ist beispielsweise immer wesentlich höher, als Ua oder gar Ua0. Allerdings sind die Abstände der Röhrenpins teilweise sehr klein. Ein längerer Betrieb kann schon zu Verschmutzungen führen und Überschläge an Fassungen begünstigen. Auch das evtl. verwendete Material an den Röhrensockeln z.B. bei Oktal-Röhren begrenzt die maximale Anodenspannung. Sicher ist man aber immer dann, wenn man die Grenzdaten laut Datenblatt einhält... Ich tue das auch immer so, außer ich weiß ganz genau, was ich tue. Z.B. sind 211 mit nur 65W Anodenverlustleistung spezifiziert, gegenüber der 845 mit ihren 100W. Die beiden Röhren haben exakt den gleichen Aufbau und unterscheiden sich nur in der Steigung der Gitterwickelung... 2,2mm bei der 845 und 1,4mm bei der 211. Warum sollte also die 211 nicht auch die 100W Anodenverlustleistung verkraften? Tut sie...klaglos. Die 6922 laufen in meiner Schaltung mit nur 190V Anodenspannung und ~3mA Anodenstrom. Jedoch erreichen sie, wegen der Verwendung von Anodendrosseln, mühelos den geforderten Spannungshub. Finde den Unterschied: ![]() ![]() Höhere Verstärkung, weniger Klirr und eine wesentlich geringere Betriebsspannung... Ich liebe Anodendrosseln... Hier mal, was damit möglich ist: ![]() ![]() Da liegt Vss weit über Ua... ![]() Das Simulieren mit Gitterstrom ist wirklich von den verwendeten Modellen abhängig. Ich vermeide jedoch den Gitterstromeinsatz prinzipiell... stört mich also auch nicht, wenn ich das nicht simulieren kann. Gute Modelle sind die vom Adrian Immler... damit kann man wirklich sauber simulieren, weil der Gitterstrom richtig abgebildet wird, nicht nur grob über eine Widerstandsangabe. Natürlich wird dieser Testaufbau noch einmal sauber in Stereo aufgebaut... er ist es wert. Gruß, Matthias [Beitrag von Rolf_Meyer am 05. Jan 2026, 23:49 bearbeitet] |
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RoA
Inventar |
#32
erstellt: 06. Jan 2026, 05:51
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Hier mal zum Vergleich Aufnahmen der ECC83 verschiedener Hersteller. Bei den anderen Röhrengeschwisterlein sieht es nicht anders aus, und es gibt noch viele andere mehr, die es nicht auf das Bild geschafft haben. Je nach Hersteller kann das Datenblatt (Welches? Manche Hersteller geben keines raus...) eigentlich nur eine grobe Richtschnurr sein, zumal bereits die Exemplare einzelner Hersteller untereinander z.T. erheblich streuen. ![]() |
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GüntherGünther
Inventar |
#33
erstellt: 06. Jan 2026, 10:02
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Guten Morgen zusammen,
Es fällt mir schwer, diesbezüglich das richtige Maß zu finden. Beispiel: Die 6SN7 von JJ ist mit max. 450V Ua angegeben, das entspricht den originalen Datenblattwerten der 6SN7GTB. Die 6SN7 von EHX hat kein eigenes Datenblatt, weshalb ich von max. 300V Ua ausgehen muss (dem Wert der originalen 6SN7). In meinem Fall brauche ich eigentlich "nur" 340V Anodenspannung, also 13% mehr als die Datenblattangabe. Weil diese Anodenspannung aber lt. Datenblatt außer der ECC99 keine andere Noval-Doppeltriode kann, bin ich letztendlich bei dieser (eigentlich für eine Vorstufenröhre zu potente) ECC99 gelandet. Wenn das aber gar nicht so kritisch ist, würde auch eine ECC82 oder ECC81 funktionieren, die weniger Heizstrom und mehr Auswahl am Markt haben. Lediglich bei der ECC88 mit max. 130V Ua lt. Datenblatt hätte ich bei >300V vielleicht etwas Bauchweh, das entspräche über dem Doppelten des zulässigen Wertes.
Wo finde ich denn diese Modelle? Es wäre super, mal zu schauen, ab wann wirklich Gitterstrom fließt. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass oberhalb -1V bei Vorröhren und -1,3V bei Endröhren Gitterstrom fließt, bis dahin habe ich simuliert und ausgelegt. Was sind da Eure Erfahrungen?
ich bin sehr gespannt, bitte berichte dann! |
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DB
Inventar |
#34
erstellt: 06. Jan 2026, 16:06
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Der Server für die Nutzerprofile ist auch wieder mal weg. Eigentlich können die hier den Stecker ziehen. |
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