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Röhrenradio plötzlich gaaaaanz leise

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icetee
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Aug 2004, 15:43
hab ein altes röhrenradio (grundig hifi zauberklang - type 4090) am anfang lief es noch recht gut. etwas rauschen und ein leichter 50hz ton war zu hören aber das ging. und plötzlich nach dem einschalten ist kaum noch etwas zu hören. nur wenn man es ganz laut dreht und das ohr direkt an den lautsprecher hält. hoffe hier weiß einer rat was defekt sein könnte.
ps. alle röhren glühen noch.
baltasar
Stammgast
#2 erstellt: 16. Aug 2004, 15:54
hallo,
könnte sein,dass die röhren verschlissen sind.
micha_D.
Inventar
#3 erstellt: 16. Aug 2004, 15:57
Hi

Auf allen Wellenbereichen nur noch ein leiser Ton??

Mach das Ding mal auf und wackel im laufenden Betrieb mal an der Endröhre rum..und an der EABC 80..
Wenns nur auf UKW diesen Ärger macht..liegts an der ECC85..
Auch hier..erst mal dran rumrappeln...meistens sind nach einigen Jahrzehnten Betrieb die Kontakte nur Korrodiert..was diesen Effekt in den meisten Fällen auslöst..auch mal die Bereichstasten öfters betätigen...wenns nichts hilft kann man von einem defekt ausgehen..Ach ja..pass auf,das du dir die Finger nicht Verbrennst..die Endröhre ist besonders Heiss..

Micha


[Beitrag von micha_D. am 16. Aug 2004, 15:58 bearbeitet]
icetee
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 16. Aug 2004, 16:29
an allen röhren mit sandpapier vorsichtig etwas die kontakte gereinigt und im laufendem betrieb dran gewackelt. tut sich nix. auf allen bereichen. (ukw - mw....) ganz leise.
micha_D.
Inventar
#5 erstellt: 16. Aug 2004, 16:35
Endröhrendefekt(Gitter)..Oder die EABC80(ZF/Demodulator)

Oder ein Kondensator hat die Biege gemacht.. beim normalen Verschleiss wirds über einen sehr langen Zeitraum immer leiser...Also..kein normaler Verschleiss..

Micha


[Beitrag von micha_D. am 16. Aug 2004, 16:37 bearbeitet]
icetee
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 16. Aug 2004, 16:51
alle kondensatoren durchzuprüfen is aber ne ziemlich große aufgabe. hier steckt einiges an kondensatoren drin.
micha_D.
Inventar
#7 erstellt: 16. Aug 2004, 16:55
Nun..alle wohl nicht..die Üblichen verdächtigen halt..Koppelkondensatoren der Endstufe..z.B...

Ich würd aber zuerst einen Röhrentausch erwägen..EABC80 und was für ne Endröhre??Bestimmt die EL84..oder??

Ferndiagnosen sind aber immer ein wenig...ungenau..

Micha


[Beitrag von micha_D. am 16. Aug 2004, 16:57 bearbeitet]
icetee
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 16. Aug 2004, 17:09
was da jetzt genau die endrähre is weiß ich nicht, hab kein schaltplan und auch so nicht viel ahnung von röhrenradios. hier was alles für röhren verbaut sind.
em34/35 (magisches auge) - ecc85 (ukw) - ech81 - ec92 - ecc83 - ebf89 - eaa91 - und 2 mal el95.
hab aber auch keine lust nen haufen geld für nen satz neue röhren auszugeben.
micha_D.
Inventar
#9 erstellt: 16. Aug 2004, 17:14

was da jetzt genau die endrähre is weiß ich nicht, hab kein schaltplan und auch so nicht viel ahnung von röhrenradios. hier was alles für röhren verbaut sind.
em34/35 (magisches auge) - ecc85 (ukw) - ech81 - ec92 - ecc83 - ebf89 - eaa91 - und 2 mal el95.
hab aber auch keine lust nen haufen geld für nen satz neue röhren auszugeben.


Oha..ist ja noch älter,als ich dachte..Die Beiden EL95 sind übrigens die Endstufenröhren. EAA91 muss man schon suchen...Das "Magische Auge"(EM34) ist im brauchbaren zustand eher kaum noch zu bekommen.. über kurz oder lang ist immer ein Röhrenwechsel fällig..ist leider so,da Röhren dem Verschleiß unterliegen..

PS:Wenn auf der ECC83 gut leserlich noch Telefunken draufsteht..gibts für diese einzelne Röhre mehr Geld als für die gesamte Kiste..

Micha


[Beitrag von micha_D. am 16. Aug 2004, 17:16 bearbeitet]
icetee
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 16. Aug 2004, 17:27
kann man denn irgendwie messen ob die röhren noch in ordnung sind? und auf der ecc83 kann man nix mehr erkennen, ausser oben steht 215 drauf. ansonnsten sehen alle röhren rein optisch fast aus wie neu.
micha_D.
Inventar
#11 erstellt: 16. Aug 2004, 17:31
Hi

Zum Testen gabs damals Röhrenprüfgeräte...Gibts heute nur noch für richtiges Geld..bringt also nix..

Ansonsten Schaltplan und Oszilloskop besorgen..

Micha
DB
Inventar
#12 erstellt: 16. Aug 2004, 20:28
Funktioniert denn der TA/TB-Eingang ordentlich? Reagiert das magische Auge?

MfG

DB
icetee
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 17. Aug 2004, 13:49
TA/TB funtioniert nich ordentlich, habe da ma sound vom computer reingegeben und es kam nur ein lautes knacksen und brummen heraus. das magische auge geht noch recht gut. also regiert auf senderwahl.


[Beitrag von icetee am 17. Aug 2004, 13:55 bearbeitet]
OneStone
Stammgast
#14 erstellt: 25. Aug 2004, 14:26
also das is ja dann wohl ein endstufen-problem...

also vergiss mal die ECC85, ECH81, EC92, EBF89 und diee EAA91,
da fehlts in der NF-Endstufe, also bei der ECC83 oder den EL95.

Ich vermute mal, dass das erste System der ECC83 einfach verstärkt (Katodenbasis) und das zweite macht die Phasenumkehr für die Endstufe (Katodynschaltung).
Miss mal die Spannung am Pin 1 und Pin 6 der Röhre. Achtung, hier können 100-300V anliegen, also nur mit einem guten Messgerät rangehen.
Pin 1 ich von unten gesehen neben der "Lücke" links.

Und die Spannung an Pin 3 und Pin 8 ist auch interessant.
Schreib mal, was da je an Spannung anliegt.

Röhren(Radio)Forum: http://www.f23.parsimony.net/forum45451
(sorry wegen crosspointing)

MfG OneStone
Krümelmonster
Inventar
#15 erstellt: 26. Aug 2004, 19:41
Hi
www.dbecker.de/service/schaltungen/schaltungen.htm
Vielleicht findest Du ja ein Schaltbild.
ganz oft defekt sind die Koppelkondensatoren, die an den Endröhren ans Steuergitter (Gitter 1) gehen. Da muss 0V gegen Masse zu messen sein, sonst stimmt der Arbeitspunkt nicht. Bei einem Arbeitskollegen von mir ist dabei die EL84 kaputt gegangen, weil ca. der doppelte Ruhestrom durch die Röhre floß, weil ca. 5V am G 1 standen wegen eines leicht leitfähigen Koppelkondensators. Prüf das mal.
ABER....
wenn es LAUT geknackst oder gebrummt hat, isses vielleicht nicht unbedingt die Endstufe!!!
.......... müsste ich selber sehen.
Schau halt mal die Kos an.
MfG
thomas

..Glüht nix, ist nix!!!
OneStone
Stammgast
#16 erstellt: 27. Aug 2004, 12:12
ja OK, die Koppel-Cs sind auch ein Problem, das hab ich jetzt übersehen.

Ein bekannter von mir hat sich mal 2 EL34 abgefackelt, weil der scheiss Koppel-C nen Fehler hatte, da hats ihm 200V aufs g1 geknallt.
sound_of_peace
Inventar
#17 erstellt: 05. Mai 2008, 22:41
Hallo,

ich habe genau das gleiche Problem mit einem Senator Stereo.

Von heute auf morgen wurde das Gerät auf einmal ganz leise.


Nur ganz selten ist das Gerät für eine Sekunde bereit, den Ton in richtiger Lautstärke zu spielen.



Hier mal ein Foto der ELL 80, wie wohl wichtige Röhre in diesem Fall, nach ca. 20 min Betrieb:




Wie ihr sehen könnt, glüht bereits ein Blech.
def.Kondensatoren?


Würde mich auch ans Austauschen von Kondensatoren wagen, nur das elekt.Messen und die Geräte hierfür sind nicht so meines.
3rd_Ear
Inventar
#18 erstellt: 05. Mai 2008, 22:47
OK. Laß das Radio jetzt aber erstmal ausgeschaltet, das Glühen des Anodenblechs bekommt ihr nicht gut.
(Die ELL80 ist auch nicht gerade billig.)
sound_of_peace
Inventar
#19 erstellt: 05. Mai 2008, 22:50
Ist nach dem Foto wieder direkt ausgemacht worden.

Also, was steht nun an?
Was kann ich tun, um den Senator wieder zum Laufen zu bekommen?

Die ELL 80 ist wohl die Röhre der Endstufe, oder?

Zunächsteinmal werde ich mich nach nem Schaltplan umschaun!
3rd_Ear
Inventar
#20 erstellt: 05. Mai 2008, 23:14
Die ELL80 ist eine Endstufenröhre - d.h. eigentlich sind es sogar zwei Endstufen, die gemeinsam in einem Glaskolben sitzen.

Noch eins vorweg: Röhrengeräte arbeiten mit äusserst lebensgefährlichen Spannungen. Also bei eingeschaltetem Gerät nix da dran anfassen!
Bei Messungen am eingeschalteten Gerät äusserste Vorsicht! Ich selbst mache sowas nur mit einem Fehlerstrom-Personen-Schutzschalter in der Netzzuleitung des Röhrengerätes, auf den darf man sich aber auch nicht "blind" verlassen. Eine Hand ist deshalb immer in der Hosentasche, damit ich auf gar keine Fall Gefahr laufe, versehentlich beidhändig spannungsführende Teile anzufassen.

Zum Thema:

Auch ohne Schaltplan läßt sich einiges schon herausfinden, wenn die Pin-Belegung der Röhren bekannt ist. Die Darstellung der Pins geschieht aus der Sicht auf die Unterseite der Röhre. Bei den E...-Serie-Röhren ist eine "Lücke" in der kreisförmigen Anordnung der Pins. Wenn die Lücke "unten" ist, ist links unten Pin 1 und die Nummerierung der weiteren Pins geschieht im Uhrzeigersinn.

An dieser Stelle nochmal der Link zu einer freien Röhren-Datenblatt-Sammlung.

Die Röhren-Datenbank im Radiomuseum gefällt mir allerdings besser. Da muß man zwar zur Anmeldung einen Mitgliedsbeitrag entrichtet haben, bevor man die Datenblätter-Scans anschauen kann. Für eine Orientierung, wo welcher Anschluß-Pin am Sockel ist, geht's aber auch ganz ohne Anmeldung.

ELL80 im Radiomuseum

In diesem älteren Thread hat hf500 zum Blech-Glühen geschrieben:
(Ein paar Sachen hab ich fett markiert)

hf500 schrieb:

...
Spannung durch defekte Koppelkondensatoren ist sofort nach Einschalten des Geraetes vorhanden. Zur Messung nur hochohmige Instrumente mit Ri>= 10M Ohm verwenden.
Die Gleichspannung am Steuergitter muss 0V betragen oder kann auch (leicht) negativ gegen Chassis sein. Positive Werte sind fast immer Anzeichen fuer einen Fehler.
(Es gibt in normalen Rundfunkschaltungen so gut wie nie den Fall, dass das Gitter positiv sein muss, weil die Katode sehr hoch liegt.)

Bei gluehenden Endroehren muss auch der Katodenkreis untersucht werden. Ueblicherweise liegt in der Leitung von Katode nach Masse ein widerstand, ueber dem die Gittervorspannung erzeugt wird.
In der Regel liegt diesem Widerstand ein Elko parallel. Hat dieser Kondensator Kurzschluss, wird die Endroehre ueberlastet. Wenn man diesen Elko ersetzt, kann man auch den doppelten Kapazitaetswert nehmen.

Bei Geraeten mit zwei ELL80 oder ECLL800 haben beide Endroehren nicht selten nur einen Katodenwiderstand nebst Kondensator. Nicht optimal, aber sparsam und es funktioniert, solange alle Endroehren einigermassen ihre Daten einhalten.

73
Peter


Also: Erstmal die verdächtigen Kondensatoren testen/austauschen.


[Beitrag von 3rd_Ear am 05. Mai 2008, 23:28 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 06. Mai 2008, 06:35
Moin,

also die Spannungen an der ELL8o sind ganz grob etwa:

Heizung 6,3V (hier vermutlich ca 7V wg. 220V Trafo)
Anode 250V (hier vermutl. 270V wg. 220V Trafo)
Gitter 2 ca 200-250V (hier vermutl. 230-270V)
Katode 5-8V (hier entweder 12-15V oder nahe 0V
Gitter 1 oV hier evtl. 12V.

Wichtig sind die beiden letzten Spannungen.

Gitter 1 muss 0V haben!
Ist das nicht der Fall, müssen die beiden Koppelkondensatoren erneuert werden.
(ca 10nF 250V)


Katode darf maximal ca 8V haben und muss mindestens ca5V haben.
Ist die Spannung höher, liegt das an den Koppelkondensatoren.
Ist die Spannung zu niedrig, ist der Katodenelko defekt.
(original vermutlich 47 oder 50µF 10V, sollte in 47-100µF 35V getauscht werden)

Viel mehr wird nicht sein, es sei denn, die Endröhre (ELL80) ist defekt.

Das könnte evtl. durch die zu hohe Netzspannung passieren.

Das Gerät ist nur für 110 oder 220V gedacht.

Das sollte aber nicht das Problem sein.

Versuche mal, die Spannungen zu messen.

Ich denke, es wird eines von den ersten beiden erwähnten Problemen sein.

Mach mal ein Foto von der Endstufensektion von oben.

Dann kann ich dir schreiben, welche Teile in Frage kommen.
(heute abend)

Oder jemand anders "erbarmt sich".

Wenn du am Elektronikladen vorbeikommst, besorge einfach 2x 10nF 250 oder 400Volt und 47µF 35V (25 oder 16V reichen zur Not auch)
Kostet fast nix (je 20Cent), und du hast schon mal Teile.

Gruss, Jens
Gelscht
Gelöscht
#22 erstellt: 06. Mai 2008, 08:23
Der Grundig hat einen Stereodekoder
(nach der Röhrenbestückung). Vielleicht da?

Der Senator hat feste Gitterspannung? Wird mit
einer Germaniumdiode erzeugt. Vielleicht die?
sound_of_peace
Inventar
#23 erstellt: 06. Mai 2008, 15:10
Hallöchen!

Erstmal danke für die vielen Beiträge und Antworten!

Da ich zZ schulich etwas eingespannt , nicht entspannt, bin, werde ich erst heute abend zum Foto von oben kommen!


Gruß und bis dahin vielen Dank!
rorenoren
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 06. Mai 2008, 18:54
Jo, passt schon.

Ganz gemütlich.

Gruss, Jens
hf500
Moderator
#25 erstellt: 06. Mai 2008, 21:20
>Katode 5-8V (hier entweder 12-15V oder nahe 0V
Gitter 1 oV hier evtl. 12V.<

(von rorenoren)

Moin,
ganz wichtig, die feste Gittervorspannung ist MINUS 12V (-12V).

Positive Spannungen an Gitter 1 sind nur bei Sonderschaltungen zulaessig und die findet
man bei diesen Geraeten eigentlich nie.

73
Peter
sound_of_peace
Inventar
#26 erstellt: 06. Mai 2008, 21:48
So, hier die Bilder,

ich hoffe das hilft weiter:












in größerer Version hier zu finden:

http://img116.imageshack.us/img116/825/senatorstereo038rk2.jpg
http://img392.imageshack.us/img392/2651/senatorstereo036zn0.jpg
Falls ihr Detailaufnahmen braucht, mache ich sie natürlich.

Muss dann morgen das Teil mal sauber machen!


[Beitrag von sound_of_peace am 06. Mai 2008, 21:53 bearbeitet]
3rd_Ear
Inventar
#27 erstellt: 06. Mai 2008, 22:14
Hust-Hüstel-Grobstaubmaske-aufsetz!!
(Hab schon schlimmeres gesehen..)

ein bisschen Frühjahrsputz da drin wird nicht schaden: Staub speichert Luftfeuchtigkeit und führt zu Kriechströmen.

PS: Haben die "Senatoren" das Ding aus den Resten meines alten Philips-Experimentierkasten zusammengebaut?
sound_of_peace
Inventar
#28 erstellt: 06. Mai 2008, 22:18
Hoffentl., denn dann kann selbst ich das wieder zusammenflicken!
3rd_Ear
Inventar
#29 erstellt: 06. Mai 2008, 22:21
Hast Du ne Dose "Kontakt WL" zum Poti-Reinigen im Haus? - Wenn nicht, gleich mal beim Ersatzteilkauf eine mitnehmen.
sound_of_peace
Inventar
#30 erstellt: 06. Mai 2008, 22:34
Schaut auf dem Bild schlimmer aus als es ist.
Potis sind alle leichtgängig, knackfrei, ohne Kontaktspray.
Für den Dreck benutze ich meist ´´WD40´´.


...also soll ich dann schonmal vorab diese hier mir zulegen?

2x 10nF 250V
und 47µF 35V


[Beitrag von sound_of_peace am 06. Mai 2008, 22:35 bearbeitet]
3rd_Ear
Inventar
#31 erstellt: 06. Mai 2008, 22:41
Von "WD40" würde ich bei Elektronik abraten. WD40 bildet auf der Oberfläche einen Ölfilm, der bei anderen (mechanischen) Anwendungen erwünscht ist, im Haus aber eklig müffelt und staubbindend wirkt. Ausserdem weiss man nie, wie öl-beständig die Kunststoffe sind.

Der WD40-Hersteller schreibt hier dazu:

Welchen Einfluss hat WD-40 auf unterschiedliche Materialien? Allgemein: Fast alle Materialien reagieren auf WD-40 genauso wie auf hochwertige aliphatische Lösungsbenzine unter den gleichen Einwirkungsbedingungen wie z.B. besprühen, schnelles oder längeres Eintauchen.


[Beitrag von 3rd_Ear am 06. Mai 2008, 22:45 bearbeitet]
sound_of_peace
Inventar
#32 erstellt: 06. Mai 2008, 22:46
Benutze ich hauptsächlich zum Reinigen von wie zB. Blechgehäusen oder Lautsprecherabdeckungen, danach runterreiben ist klar, aber es löst viel Hartnäckiges.

Muss morgen mal schaun, was wir so an Messinstrumenen zu Hause haben...bin aber sehr unzuversichtlich dass es das richtige sein wird.


Bin dann wieder an meinem Referat zum Thema:
Durschnittssteuersatzfunktionen

schönen Abend euch allen!
rorenoren
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 06. Mai 2008, 22:50
Moin,

mit Flüssigkeit, egal welcher, immer sehr vorsichtig sein.

Es kann passieren, dass der Dreck in die Platine einzieht.

Dann war´s das.

Besser trockener Dreck, als defekte Platinen.

Sauberpinseln und gut ist.

Habe da schon übles erlebt.

@Peter:

das mit den 12V war auf den Fehlerfall gemünzt.

Natürlich dürfen die Gitter 1 nicht positiv sein.
(im Verhältnis zur Katode)


Ohne Endröhren, nur mir eingesteckter ECC83 darf an den Gitter 1 Kontakten in der Fassung der ELL80 keine Spannung zu messen sein.

An Anoden und Gitter2 Anschlüssen wird etwa die gleiche Spannung anliegen.
(vermutlich ca 270-280V)

Wenn an den Gitter 1 Anschlüssen der ELL80 Spannung anliegt (positiv) sind die Koppelkondensatoren defekt.

Liegt diese Spannung nur bei eingesteckter ELL80 an, ist die ELL80 defekt.
(Gitteremissionen)

Prüfe das mal nach.

Die Erofol Kondensatoren und auch die Kunststoff- vergossenen sind verdächtig, aber nicht unbedingt Schwachpunkte.

Kann aber immer mal sein, dass auch diese Feinschlüsse bekommen.

Die Koppelkondensatoren gehen von der ECC83 (evtl. auch irgendwo von der Klangregelstufe) zu den Gitter 1 Anschlüssen der ELL80.

Du kannst die Leiterbahnen verfolgen.

Einmal von den Anoden der ECC und einmal von den Gitter 1 Anschlüssen der ELL.

Dazwischen liegen die Kondensatoren irgendwo.

Ist etwas blöd beschrieben, aber ich schaue mir das morgen Abend nochmal an, wenn´s bis dahin nicht klappt.

Muss in die Heia.

Gruss, Jens
3rd_Ear
Inventar
#34 erstellt: 06. Mai 2008, 23:14
Beim Sauberpinseln wird es stauben. Damit die Umgebung nicht mit dem abgepinseltem Staub verdreckt wird, liegt es nahe, gleich mit einem Staubsaugerrohr den Staub abzusaugen. Man muß beim Staubwegpinseln damit rechnen, daß sich bei aller Vorsicht doch mal ein lockeres Bauteil ablöst. Ein vorsorglich über das offene Staubsaugerrohrende gezogenes feinmaschiges Gewebe (z.B. Nylon-Strumpf) verhindert dann, daß das wertvolle Kleinteil auf Nimmerwiedersehen im Staubsauger verschwindet.
sound_of_peace
Inventar
#35 erstellt: 06. Mai 2008, 23:24
Erstmal Fehlerquelle suchen, dann säubern.
Beim Aussaugen vergewaltige ich immer den Staubsaugeraufsatz mit Klebeband und einem Strohhälmchen

´´Ohne Endröhren, nur mir eingesteckter ECC83 darf an den Gitter 1 Kontakten in der Fassung der ELL80 keine Spannung zu messen sein.´´

Wie genau gehe ich da bei der Messung vor?

Wo muss ich da ansetzen und wie genau messen?

Welche Röhren müssen hier raus, und welche drinnen bleiben beim Messen?

Hier mal noch ein Bild der Bestückung:

http://img170.imageshack.us/img170/5346/senatorstereo043hq6.jpg

Bin dann auch in der Heia.

Gut Nacht und bis morgen!


[Beitrag von sound_of_peace am 06. Mai 2008, 23:26 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 07. Mai 2008, 06:56
Moin,

es scheint so, als sei dein Senator schon einer der letzten mit Röhren ist.

Der hier hat schon einige Transistoren mehr, als die die ich bisher hatte.

Die ECC83 wird hier durch 2 Transistoren ersetzt, wenn der Bestückungsplan komplett auf dem Bild ist.

Grundsätzlich bleibt das Vorgehen aber gleich.

Die Endröhre ELL80 wird herausgezogen.

Alles andere bleibt wie es ist.

An der Fassung der ELL80 wird gemessen.

Mit dem Digitalvoltmeter, zunächst im Bereich 2000Volt.

Male dir einfach mal die 9 Kontakte auf und schreibe dran, welche Spannungen anliegen.

An den Punkten, an denen keine Spannung festzustellen ist, nochmal im Bereich 2V messen.

Von oben auf die Fassung geshen müssten etwa folgende Spannungen anliegen, im Uhrzeigersinn an der Unterbrechung der Kontakte angefangen:

270V
270V
0V
0V!
0V
0V (beides Heizung, im Messbereich 20V AC ca 7V zu messen)
270V
0V!
270V

Die beiden 0V mit Ausrufezeichen sind die Gitter1 Anschlüsse der ELL80.

Da darf keine Spannung zu messen sein.

Wenn doch, von dort die Leiterbahnenverfolgen.

Wenn nicht, mit eingesteckter Röhre die Messungen wiederholen. (nach ca 20sek Anheizzeit)

Die Spannungen misst du dann besser von unten, also spiegelverkehrt.
Die müssten dann, wieder im Uhrzeigersinn und an der Unterbrechung der Kontakte begonnen etwa folgende sein:

270V
0V!
270V
0V
0V(beides Heizung AC 7V)
0V!
7V
270V
270V

Die Spannung an der Katode der Röhre ist die, die von der vorherigen Messung abweicht.
(fett gedruckt)
Diese muss mit Röhre etwa 7 Volt betragen.
(Toleranz ca 5-8Volt)

Ansonsten bleibt alles ungefähr gleich.

Die Werte können durchaus um 20% abweichen, nur die Tendenz inst wichtig, und dass die mit ! gekennzeichenten Punkte Null Volt haben.

Je nach Ergebnis geht´s dann weiter.

Fehlt die Katodenspannung (die 7V) oderr ist sie deutlich zu gering, ist der 47µF 10V (ersetzen durch 47µF35V) vermutlich defekt.

Liegt an den Gitter 1 Anschlüssen (!) eine Spannung an, sind die Koppelkondensatoren davor defekt.

Schreib mal alle Spannungen auf, heute abend geht´s weiter.
(oder jemand anders macht nacher noch weiter)

Es gibt noch eine andere Möglichkeit, nämlich dass an den mit ! gekennzeichneten Punkten eine negative Spannung anliegen muss.(ca Minus 7Volt)
Dann liegt die Katode immer auf 0V.


Gruss, Jens
sound_of_peace
Inventar
#37 erstellt: 07. Mai 2008, 14:24
Hallöchen, heute habe ich endlich mal ein bisschen Zeit für den Senatoren.

Die ECC83 ist in dem Gerät nicht verbaut, sondern eben die Transistoren, wie bereits du schon geschrieben hast.

Das einzige, wohl aber hierfür ungeeignete Messgerät was ich hier habe, schaut wie folgt aus:




Werde mir bei meinem Nachbarn wohl mal ein geeignetes Gerät ausleihen müssen.

http://img392.imageshack.us/img392/4713/senatorstereo044qn2.jpg

http://img507.imageshack.us/img507/3922/senatorstereo045pj5.jpg

Noch ne weitere Frage:

Die Röhre, die des Magischen Bandes, hat sie eine Auswirkung auf die Funktionalität des Gerätes?
Da ich am Senator nur einen MP3Player betreiben wollte, aber das Band ´´inaktiv´´ weiterglüht, würde ich die Röhre gerne eintüten und beisetelegen...
sound_of_peace
Inventar
#38 erstellt: 07. Mai 2008, 15:42
Bin gerade am Saubermachen bis mein Nachbar von der Arbeit zurück ist.
Gelscht
Gelöscht
#39 erstellt: 07. Mai 2008, 16:14
dieser Trimmer, ist für die Einstellung der Gitterspannung, eventeull Wackler?

Wird die Gitterspannung über ein kleines Netzteil erzeugt?

Oder Kriechstrom über die verrußte Platine (weniger wahrschleinlich)

Deine Kondensatoren sind mkt, die haben das ewige Leben (sind unverwüstlich.)

Gruß Andree
hf500
Moderator
#40 erstellt: 07. Mai 2008, 16:59
Moin,
der Trimmer ist eher fuer Kanalgleichheit oder andere Zwecke.
Unterhaltungsgeraete wie diese haben sehr selten feste Gittervorspannung, fast immer automatische Gitterspannungserzeugung.

73
Peter
Gelscht
Gelöscht
#41 erstellt: 07. Mai 2008, 17:22
hm, ich hatte schon mehrere "Imperial" oder "Senator" mit fester Vorspannung. Auf dem Foto ist ja auch kein Kathoden-Elko&Widerstand zu sehen...
rorenoren
Hat sich gelöscht
#42 erstellt: 07. Mai 2008, 18:11
Moin,

da die Vorstufe transistorisiert ist und die Transistoren damals mit negativer Betriebsspannung gearbeitet haben, könnte eine feste Gittervorspannung durchaus möglich sein.

Dieses Teil hatte ich nun doch noch nicht in Händen.
(nur die Vorgänger mit ECC83)

Aufschluss ergeben die vorgeschlagenen Messungen.

Das Magische Band wird nicht grossartig altern, wenn es nicht leuchtet.

Ausserdem gibt´s die Dinger (EM84) zuhauf, also nichts, was man schonen müsste.

Ausbauen kannst du sie ohne Probleme, wenn du das unbedingt möchtest.

Gruss, Jens
pragmatiker
Administrator
#43 erstellt: 07. Mai 2008, 20:27

rorenoren schrieb:
da die Vorstufe transistorisiert ist und die Transistoren damals mit negativer Betriebsspannung gearbeitet haben, könnte eine feste Gittervorspannung durchaus möglich sein.


Servus Jens,

auf den Bildern sind TO92 Plastiktransistorgehäuse zu sehen - Germanium gab's in solchen Schachteln meines Wissens nach nicht (obwohl ich die Kombination Silizium und Röhre für die damalige Zeit schon ziemlich schräg finde). Könnten also durchaus auch npn-Transistoren sein - und die bräuchten dann irgendwie eine positive Betriebsspannung (oder, bei Betrieb aus negativer Quelle, eine unorthodoxe Schaltungstechnik).

[EDIT]: BF241: Silizium npn, 2N3662 Silizium npn, 2N3417 Silizium npn - zusammen mit Röhren eine wilde Kombination....da waren wohl noch viele Röhren, Netztrafos und Übertrager auf Lager, die weg mußten....

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 07. Mai 2008, 20:32 bearbeitet]
pragmatiker
Administrator
#44 erstellt: 07. Mai 2008, 20:35

sound_of_peace schrieb:
Werde mir bei meinem Nachbarn wohl mal ein geeignetes Gerät ausleihen müssen.

http://img392.imageshack.us/img392/4713/senatorstereo044qn2.jpg

http://img507.imageshack.us/img507/3922/senatorstereo045pj5.jpg

Mit dem auf dem Bild zu sehenden Multimeter würde ich im Interesse Deiner Gesundheit, der Gesundheit des Prüflings und der Gesundheit des Multimeters in Röhrenschaltungen eher keine Messungen machen....ein größter DC-Meßbereich von 200[V] läßt hier keine großen Reserven vermuten.....

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 07. Mai 2008, 20:36 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 07. Mai 2008, 20:35
Moin Herbert,

du hast Recht, die 2N3417 sind tatsächlich NPN Transistoren.
(nachgeschaut, bevor ich dein Edit gesehen habe, war noch in der Vorschau zugange))

Also Koppelkondensatoren und Katodenwiderstand.

Gut.

Bin mit Transistoren nicht mehr so recht vertraut, dank der viiieeel moderneren Röhrentechnik.

Gruss, Jens

Edith:
Mensch Herbert, zu schnell für mich.....


[Beitrag von rorenoren am 07. Mai 2008, 20:37 bearbeitet]
sound_of_peace
Inventar
#46 erstellt: 07. Mai 2008, 20:56
Hatte auch nicht vor mit dem Teil zu messen, da ich genau das selbe dachte.

Habe das Gerät zieml. auseinandergenommen und auch soweit es geht gereinigt (auf den alten Staubsaugeraufsatz einen Strohhalm mit Klebeband fixiert und anschliesend mit Wattestäbchen und Zewa weitesgehend gesäubert.

Mein Nachbar hilft mir in den nächsten Tagen beim Messen, wie oben beschrieben, dann berichte ich euch die gemessenen Werte!



[Beitrag von sound_of_peace am 07. Mai 2008, 20:58 bearbeitet]
sound_of_peace
Inventar
#47 erstellt: 07. Mai 2008, 21:46





PS:
Das ist kein Dreck auf dem zweiten Foto, das ist mal wieder ein Bild ohne Licht mit viel Taschenlampe


[Beitrag von sound_of_peace am 07. Mai 2008, 21:47 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 07. Mai 2008, 21:48
Na, glänzt doch wieder, der Trasistorröhrling!



Gruss, Jens
Gelscht
Gelöscht
#49 erstellt: 07. Mai 2008, 22:20

Na, glänzt doch wieder, der Transistorröhrling!
Haha, neuer Speisepilz?
sound_of_peace
Inventar
#50 erstellt: 07. Mai 2008, 22:23
Hoffentlich spielt er auch bald wieder

Kanns kaum abwarten, die Messungen durchzuführen.
Gelscht
Gelöscht
#51 erstellt: 07. Mai 2008, 22:39
Also ich vermuuuuuut mal:
der große blaue Elko ist der Ladekondensator für die
Transistoren-Spannungsversorgung. Da sollten so 10-20 Volt
drauf sein. Plus liegt an Masse?
Mit dem Trimmer wird diese Spannung runtergeregelt auf
minus Ug1 ca 10 Volt. Da der Trimmer hin ist, fehlt diese
Spannung. Trimmer tauschen und geht?
Zusätzlich aktiviere ich mal meine Fernheilkräfte...
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