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welcher Vorverstärker klingt richtig röhrig

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MH
Inventar
#1 erstellt: 11. Okt 2005, 16:37
ich habe einen zweiten Versuch gewagt und mir nochmal einen Röhrenvorverstärker gekauft um in den Genuss des viel und begeistert bechriebenen Röhrensounds zu kommen. Gibt es besonders stark "röhrende" Geräte oder kann ein Röhrenvorverstärker an einer Transistorendstufe nicht richtig nach Röhre klingen?

Gruß
MH
pragmatiker
Administrator
#2 erstellt: 12. Okt 2005, 17:03

MH schrieb:
ich habe einen zweiten Versuch gewagt und mir nochmal einen Röhrenvorverstärker gekauft um in den Genuss des viel und begeistert bechriebenen Röhrensounds zu kommen. Gibt es besonders stark "röhrende" Geräte oder kann ein Röhrenvorverstärker an einer Transistorendstufe nicht richtig nach Röhre klingen?

Gruß
MH


Aus rein technischer Sicht würde ich mal vermuten, daß röhrentypische Eigenschaften (ob es nun gute oder schlechte sind, sei mal dahingestellt) bei Endstufen stärker zum Tragen kommen wie bei Vorverstärkern, z.B.:

- der Ausgangsübertrager (gibt es bei Vorstufen und Transistorverstärkern - in den allermeisten Fällen - nicht).
- ggf. Eintakt-Klasse-A-Betrieb (ich kenn' überhaupt keine Transistorendstufe, die so betrieben wird - vom NF-Endverstärker im KW-Empfänger Drake R-4C mal abgesehen...).
- ggf. Betrieb ohne über-alles-Gegenkopplung (sowas geht bei Transistorendstufen schon prinzipbedingt nicht).

Röhrenvorstufen rennen prinzipbedingt immer im Klasse-A-Betrieb - das ist aber bei Halbleitervorverstärkern (wenn man mal von IC-Gräbern absieht) häufig auch nicht anders. Hier ist es bei ordentlich gemachten Röhrenschaltungen also mehr oder weniger nur die andere Verteilung des Klirrspektrums, die vielleicht für einen gegenüber Transistorvorverstärkern "anderen" Klang sorgt.

Das ist, wie gesagt, eine rein technische Betrachtung und sagt nichts darüber aus, ob diese Dinger besser oder schlechter "klingen".

Grüße

Herbert
Hüb'
Moderator
#3 erstellt: 12. Okt 2005, 17:06

MH schrieb:
ich habe einen zweiten Versuch gewagt und mir nochmal einen Röhrenvorverstärker gekauft um in den Genuss des viel und begeistert bechriebenen Röhrensounds zu kommen.

Hast Du schon oder willst Du noch?
Ich denke übrigens auch, dass die Endtsufe klanglich prägender für den Röhrenklang ist.

Grüße

Hüb'
audiosix
Stammgast
#4 erstellt: 12. Okt 2005, 17:44
Es gibt einen ganzen Haufen Eintakt Transistor Verstärker,
professionelle als auch Do it yourself. Stelle selber einen her.

Reinhard
pragmatiker
Administrator
#5 erstellt: 12. Okt 2005, 18:12

audiosix schrieb:
Es gibt einen ganzen Haufen Eintakt Transistor Verstärker,
professionelle als auch Do it yourself. Stelle selber einen her.

Reinhard


Au weia...ich wollte niemandem auf die Füsse treten, nur mir selber war das unbekannt...entschuldige bitte.

Was hat denn Deine Eintaktendstufe so für technische Daten? Und wie groß ist der Kühlkörper? Und (falls Du es verraten willst): Wie sieht denn der Lastwiderstand aus? (Dicke Drossel? Konstantstromquelle? Hochlast-R? Ausgangsübertrager? Oder was anderes?). Und wie ist der Lautsprecher angekoppelt (muß ja wohl gleichstromfrei sein)? Würde mich mal interessieren....

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 12. Okt 2005, 18:16 bearbeitet]
EL3010
Stammgast
#6 erstellt: 12. Okt 2005, 21:45
Hallo Herbert ,
in der Anfangszeit der Transistorradios wurden sehr viele Heimempfänger mit Eintaktern in Transistortechnik ausgestattet , teilweise mit Übertragern und alle in Class A . In alten Funkschauen sind diverse Schaltbeispiele zu finden .
MfG , Rudolf .
MH
Inventar
#7 erstellt: 13. Okt 2005, 10:08
von einer Röhre verspreche ich mir einen warmen, vollen Klang (Sound). Meine Lautsprecher sind ziemlich anspruchsvoll bezüglich des Däpfungsfaktors und schließen eine Röhrenendstufe damit aus. Ich hatte schon einmal eine Röhrenvorstufe die allerdings überhaupt nicht nach Röhre geklungen hat und jetzt nochmal einen zweiten Versuch gewagt (müsste heute oder morgen eintreffen).

Welche halbwegs bezahlbare Vorstufe bringt einen warmen vollen Klang in Kombination mit einere Transistorendstufe
(Dämpfungsfaktor 1500.

Gruß
MH
pragmatiker
Administrator
#8 erstellt: 13. Okt 2005, 10:29

EL3010 schrieb:
Hallo Herbert ,
in der Anfangszeit der Transistorradios wurden sehr viele Heimempfänger mit Eintaktern in Transistortechnik ausgestattet , teilweise mit Übertragern und alle in Class A . In alten Funkschauen sind diverse Schaltbeispiele zu finden .
MfG , Rudolf .


Servus Rudolf,

Ja, daran erinnere ich mich schon - auch an die dazugehörenden (Germanium)Transistoren (z.B. der "gute" alte TF80/30 von Siemens). Ich wußte nur nicht, daß auch heutzutage noch Audioverstärker mit Halbleitern in dieser Technik gebaut werden - ich komm' eben beruflich aus der Industrieelektronik und nicht aus dem Hifi-Bereich.

Zum Schmunzeln nachfolgend ein Schaltbild eines solchen Eintakt-Transistorverstärkers (entnommen aus der Applikationsschrift "Halbleiter-Bauelemente - Schaltbeispiele" vom 01. April 1958):



Grüße

Herbert
omulki
Stammgast
#9 erstellt: 14. Okt 2005, 02:47
Beinhart!
Die hatten schon Kursivschrift auf den Schablonen...

Wer das Ergebnis einer solchen Schaltung als "röhrenden" Sound geniessen kann, soll das doch bitte machen:-)
Aber nicht vergessen, dass es vor 50 Jahren wenig Besseres gab.
Heute gib es schon richtig gute Verzerrer aus der Gitarristenszene. Damit lässt sich das doch bestimmt gut simulieren oder?

Grüße,

Oliver.
pragmatiker
Administrator
#10 erstellt: 14. Okt 2005, 09:27

omulki schrieb:
Beinhart!
Die hatten schon Kursivschrift auf den Schablonen...

Wer das Ergebnis einer solchen Schaltung als "röhrenden" Sound geniessen kann, soll das doch bitte machen:-)
Aber nicht vergessen, dass es vor 50 Jahren wenig Besseres gab.
Heute gib es schon richtig gute Verzerrer aus der Gitarristenszene. Damit lässt sich das doch bestimmt gut simulieren oder?

Grüße,

Oliver.


Aus derselben Applikationsschrift könnte ich noch anbieten: Einen vierstufigen Gegentakt-Transistorverstärker mit 2 * TF80/60 in der Endstufe, die einen Ein- und Ausgangsübertrager hat. Das gute Teil macht immerhin 12[W] Leistung, und, das Beste: es besitzt in jeder(!) Stufe ein eigenes Trimmpoti zur Ruhestromeinstellung - das gäb' ne Einstellorgie für die Ruhestromfetischisten...

Grüße

Herbert
MH
Inventar
#11 erstellt: 14. Okt 2005, 12:24
besteht die Möglichkeit einen warmen, vollen Röhrenklang bei einem hohen Dämpfungsfaktor zu realisieren. (Ohne Effektgeräte und zu bezahlbaren Konditionen)

Gruß
MH
Mister_Two
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 14. Okt 2005, 12:29
Kauf dir ordentliche Röhrenendstufen...
MH
Inventar
#13 erstellt: 14. Okt 2005, 12:36
Dämpfungsfaktor!!!!!

Gruß
MH
Mister_Two
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 14. Okt 2005, 12:58
anhören !!!
pragmatiker
Administrator
#15 erstellt: 14. Okt 2005, 13:26

MH schrieb:
besteht die Möglichkeit einen warmen, vollen Röhrenklang bei einem hohen Dämpfungsfaktor zu realisieren. (Ohne Effektgeräte und zu bezahlbaren Konditionen)

Gruß
MH


Der Dämpfungsfaktor wird ausschließlich vom Endverstärker bestimmt - und da wiederum geht sehr wesentlich die Auslegung der "über-alles" Gegenkopplung des Endverstärkers mit ein (Stichwort: dynamischer Innenwiderstand).

Bei Röhrenendverstärkern ohne "über-alles" Gegenkopplung liegt der Dämpfungsfaktor immer in der Gegend von "1".

Da Du aber einen Röhrenvorverstärker (und keinen Endverstärker) suchst, hast Du mit diesem keinerlei Einfluß auf den Dämpfungsfaktor - insofern verstehe ich Deine Frage nicht ganz.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 14. Okt 2005, 13:27 bearbeitet]
Tulpenknicker
Inventar
#16 erstellt: 14. Okt 2005, 18:36

Mister_Two schrieb:
anhören !!! :D


...oder neue Boxen kaufen wenns nicht klingt!!
MH
Inventar
#17 erstellt: 14. Okt 2005, 18:46
Mit den Boxen bin ich sehr zufrieden und die Röhrenvorstufe ist nur ein Versuch. Wenn man mit einem nur Röhrenvorverstärker ohne Röhrenendstufe keinen Röhrenklang hinbekommt war das eben ein Flopp. Vielleicht gefällt mir der Röhrenklang ja auch nicht wenn ich mal einen hinkriegen sollte. Octave und Mal Valve haben jedoch nicht den gewünschten Effekt erzielt.

Gruß
MH
Tulpenknicker
Inventar
#18 erstellt: 14. Okt 2005, 19:07
Hallo MH,

(jetzt ernsthaft): Du hast natürlich recht, wenn Dir der Röhrenklang nicht zusagt wäre das ein Schuss in den Ofen gewesen. Was verstehst Du überhaupt unter "Röhrenklang"?

Manche Leute haben Röhrenverstärker\Boxen - Kombos die vom Klangbild her eher Opas altem Dampfradio ähneln als einem Hifiverstärker..... Klang ist ebenhalt Geschmacksache und über Geschmack lässt sich nicht streiten. Die von Dir getesteten Röhrenverstärker haben tatsächlich den Ruf für einen Röhrenverstärker ziemlich kalt (wenngleich auch sehr präzise und kraftvoll) zu spielen, Ich selber besitze einen Cayin A50T, dieser spielt im UL auch etwas "kühler" als so manch anderer Röhrenverstärker mir persönlich gefällt der Klang.

Doch wie sieht es mit deinen Boxen aus? Du sagst sie seien schwierig zu kontrollieren von welcher Marke sind sie denn? Könnte es sein, daß die Boxen etwas kühler dafür aber knackig abgestimmt sind?

Gruß,

Nils
MH
Inventar
#19 erstellt: 14. Okt 2005, 22:03
Momentan spielt ein Mal Valve Röhrenvorverstärker gegen einen Accuphase Pre. Wie lange braucht eine Röhre zum einspielen. Bisher gefällt mir der Accuphase deutlich besser. der Mal Valve sieht zwar schöner aus aber ich fürchte das reicht nicht. Montag und dienstag kommen noch zwei neue Transistor-Endstufen und dann geht das Gestöpsel richtig los. Vielleicht klingt die Röhre mit einer anderen Endstufe ja besser. Bisher (auch im zweiten Versuch) konnte mich die Kombination Röhre/Transistor nicht überzeugen. Accuphase und Mal Valve klingen in etwa gleich warm/kalt.

@Nils
die Lautsprecher sind die Diablo von Progressive Audio

Gruß
MH
pragmatiker
Administrator
#20 erstellt: 14. Okt 2005, 22:12

MH schrieb:
Wie lange braucht eine Röhre zum einspielen.


Bis eine Röhre ihre endgültigen Betriebsparameter erreicht hat, sind (bei fabrikneuen Exemplaren) ca. 50...100 Betriebsstunden zu veranschlagen....und ab dann geht's langsam, aber stetig bis ans Lebensdauerende bergab....

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 14. Okt 2005, 22:13 bearbeitet]
MH
Inventar
#21 erstellt: 14. Okt 2005, 22:16
shit, ich habe mal wieder ein altes Gebrauchtgerät ersteigert. Hoffentlich ist das nicht der erste Satz Röhren.

Gruß
MH
Dipak
Inventar
#22 erstellt: 14. Okt 2005, 23:17
hallo mh

habe damals meinen jungson unter anderem neben einem classic 16.0 röhren-amp gehört und die klangen sich sehr ähnlich, obwohl der jungson ein transistor ist. weiss aber nicht wies mit den jungson vorstufen aussieht..

gruss viktor
wolfman2
Stammgast
#23 erstellt: 15. Okt 2005, 06:00
Kennt denn jemand eine Röhrenvorstufe mit Klangregelung (bestens als Bausatz) für die ich keine Hypothek aufnehmen muss ?????

(URL ,Adresse oder Tel NR ,Schaltplan???)

greetings

wolf


[Beitrag von wolfman2 am 15. Okt 2005, 06:01 bearbeitet]
georg84
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 15. Okt 2005, 08:37
http://www.jogis-roe...82-Klangregelung.htm

Ich würde sagen, das ist fast so gut, wie ein Baustatz

Gruß
Mister_Two
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 15. Okt 2005, 09:36
http://www.behringer.com/T1954/index.cfm?lang=GER
oder
http://www.behringer.com/T1952/index.cfm?lang=GER

das Teil ist wirklich gut, komplett einstellbar
damit bekommt man jeden Röhrensound hin
und vor allem mit ~150€ auch mal als "Schuss in den Ofen" verkraftbar
Tulpenknicker
Inventar
#26 erstellt: 15. Okt 2005, 10:11

pragmatiker schrieb:

MH schrieb:
Wie lange braucht eine Röhre zum einspielen.


Bis eine Röhre ihre endgültigen Betriebsparameter erreicht hat, sind (bei fabrikneuen Exemplaren) ca. 50...100 Betriebsstunden zu veranschlagen....und ab dann geht's langsam, aber stetig bis ans Lebensdauerende bergab....

Grüße

Herbert



Also muß ich mir am Anfang des nächsten Jahres neue Röhren kaufen? Meine sind bestimmt schon 180 Stunden gelaufen....ach ja, dann darf ich auch wieder den Ruhrestrom neu einstell....aber das war glaube ich ein anderer Thread

Gruß,

Nils
Tulpenknicker
Inventar
#27 erstellt: 15. Okt 2005, 10:14

Mister_Two schrieb:
das Teil ist wirklich gut, komplett einstellbar damit bekommt man jeden Röhrensound hin
und vor allem mit ~150€ auch mal als "Schuss in den Ofen" verkraftbar ;)



150€? Hammer, soll das eine deutsche Firma sein? Die Geräte werden bestimmt in einer Hinterhofwerkstatt in China zusammengebrutzelt, oder?

Gruß,

Nils
pragmatiker
Administrator
#28 erstellt: 15. Okt 2005, 10:21

Tulpenknicker schrieb:

Mister_Two schrieb:
das Teil ist wirklich gut, komplett einstellbar damit bekommt man jeden Röhrensound hin
und vor allem mit ~150€ auch mal als "Schuss in den Ofen" verkraftbar ;)



150€? Hammer, soll das eine deutsche Firma sein? Die Geräte werden bestimmt in einer Hinterhofwerkstatt in China zusammengebrutzelt, oder?

Gruß,

Nils


Servus Nils,

Der Chef dieser Firma heißt Uli Behringer und hat in der PA-Szene einen recht guten Namen. Die Geräte werden samt und sonders auf recht hohem technischen Niveau hier in Deutschland entwickelt und dann in China in Riesenstückzahlen in einer Produktionsstätte gefertigt, die nach ISO9000 zertifiziert ist. Die Bedienungsanleitungen sind sehr umfangreich und liegen in einer unheimlichen Vielzahl von Sprachen vor. Ich hatte jedenfalls mit Behringer Geräten noch nie Probleme.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 15. Okt 2005, 10:22 bearbeitet]
DerDude_11
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 15. Okt 2005, 11:15
Moin die Herrn,

wenn ich gerade zu viel geld haette würde ich mir eine MC-3R oder 7R von meixing kaufen.das ding aufschrauben.soweit möglich alle austauschbaren bauteile durch höherwertige ersetzen.natürlich ein bischen arbeit meine kiste an nos röhren aus dem keller holen noch 5z3 nos aus den staaten besorgen und fertig haetten wir ein gerät welches auf relativ hohem niveau spielen sollte.plus klangcharakter durch diverse nos typen absolut abstimmbar auf die jeweilige kette.setzt natürlich voraus man hat etwas zeit geld und lust am basteln

Gruss

Gerd
wolfman2
Stammgast
#30 erstellt: 15. Okt 2005, 14:24
Hi

Vielen Dank an gerog84 und Mister_Two für die pläne-adressen.
Was mich iritiert -

auf dem bild ist der T1954
http://www.behringer.com/T1954/index.cfm?lang=GER


aber bei den Preisen nur der T1952
http://www.behringer....cfm?lang=GER&cid=FR

Den t1954 finde ich bei den Preisen nicht

greetings

wolf
bebop
Stammgast
#31 erstellt: 15. Okt 2005, 15:05
@ Mister_Two and Mister Tulpenknicker

den Tube Ultrafex benutze ich auch.
er macht den Sound ein wenig weicher, die tiefen Töne satt.
da ich auch einen sub habe, ist das dann doch meistens viel zuviel. Ist der Hochtonanteil in der Musik schon präsent, dann wirds mit dem Ultrafex eher zu spitz.
Wenn ich meine beiden Speaker alleine laufen lasse geht es meistens, aber je nach Musik ist es auch dann zuviel mit den tiefen Tönen.
der Tube Ultrafex kann natürlich eingestellt werden, wie stark er sich ins Spiel bringen soll, dann kann er auch angenehm sein.
Obwohl ich das Teil habe und immer mal wieder ausgeschaltet stehenlasse, lese ich hier auch ständig mit und träume von einem billigen Röhrenamp.
Zunächst wollte ich mir den billigen vr 70e besorgen.
Seit gestern lese ich von AntiqueSoundLab, da gibts es auch Monos die preiswert sind und eventuell besser geeignet wie der Vr70e. Aber am Ende ist alles Quatsch? Der Tube Ultrafex ersetzt den Sound aller anderen TubeAmps?

Oh mann, vielleicht sollte ich doch bei meiner bestehenden
Konfiguration bleiben?

ingo
pragmatiker
Administrator
#32 erstellt: 15. Okt 2005, 15:16

bebop schrieb:
träume von einem billigen Röhrenamp.


Wenn Du einen billigen Röhrenamp möchtest, wirst Du auch einen billigen bekommen - ob Dir das dann gefällt, steht auf einem anderen Blatt und hängt von Deinen Ansprüchen ab. Wenn Du dagegen von Haus aus nach einem preiswerten Röhrenverstärker Ausschau hältst (was natürlich in absoluten Euros immer mehr kostet als ein "billiger" Amp), dann ist das Enttäuschungspotential vielleicht geringer. Und Tatsache ist nun mal, daß gut gemachte und ausreichend dimensionierte Ausgangsübertrager (mit vernünftigem Kernmaterial und Wicklungsaufbau), Netztrafos, Qualitätsröhren, Qualitätsröhrenfassungen, ordentliche Siebdrosseln und Elkos, anständige Folienkondensatoren, vernünftige Schalter, Potis und Steckverbinder etc. nunmal ihr Geld kosten - auch in China. Und ein Verstärker, der bei diesen Komponenten die Optimierung eines Finanzcontrollers über sich ergehen lassen mußte, ist dann zwar billig, aber ob man damit glücklich wird....

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 15. Okt 2005, 15:17 bearbeitet]
bebop
Stammgast
#33 erstellt: 15. Okt 2005, 17:20
@pragmatiker


Wenn Du einen billigen Röhrenamp möchtest, wirst Du auch einen billigen bekommen - ob Dir das dann gefällt, steht auf einem anderen Blatt.... Und Tatsache ist nun mal, daß gut gemachte und ausreichend dimensionierte Ausgangsübertrager (mit vernünftigem Kernmaterial und Wicklungsaufbau), ..........nunmal ihr Geld kosten


ich will dir überhaupt nicht wiedersprechen, das sehe ich auch so.
Meine Anlage klingt ja auch gut. Audionet Pre und Amp1 an JmLab Electra936. Die Electras haben einen Wirkungsgrad von 92db. Ich interessiere mich einfach für Röhren und je mehr ich hier lese umso neugieriger bin ich.
Jetzt, seit gestern ist es halt AntiqueSoundLab
http://www.preference-audio.de/AntiqueSoundLab.html und davor wars Cayin ( wollte erst mal was preiswerteres ausprobieren) und diese Dynafox VR 70e.

Heute lese ich hier von diesem Behringer TubeUltrafex, den habe ich ja.
O.K. wenn das der ganze Röhrensound sein soll, dann könnte ich es auch damit gut sein lassen.
Die AntiqueSoundLab haben auch MonoRöhrenAmpEndstufen,die preiswert sind und im Grunde meine 92db Elektra antreiben könnten.


Eine Besonderheit vieler Antique Sound Lab Verstärker stellt die Verwendung der hauseigenen Übertrager nicht nur als Ausgangsstufe, sondern auch als Eingangs- oder Zwischenstufe dar. Durch ihre impedanzsenkende Wirkung wird sowohl ein höherer Fremdspannungsabstand, als auch eine bessere Kontrolle des Musiksignals erreicht. Dies führte schließlich zur Entwicklung des T2 Passiv-Vorverstärkers, der damit die üblichen Probleme der sehr hohen Ausgangsimpedanz dieser Gerätegattung elegant löst.

so steht auf http://www.preferenc...html#Anchor-Da-40454zu lesen.

Gruss
Ingo
speedhinrich
Inventar
#34 erstellt: 15. Okt 2005, 17:35
Hallo MH,
Du warst länger weg. Auf Bewährung wieder raus???:D


MH schrieb:
von einer Röhre verspreche ich mir einen warmen, vollen Klang (Sound).


2 Tips:
1. Bill Beard CA 506.
Betreibt ein Freund seit Jahren an unterschiedlichen Transistorenstufen. Tolles Teil, deutlich in Richtung "warm" soundend.

2. Audiovalve Eklipse.
Weniger als die Beard, aber doch vernehmbar "warm" coloriert. In der amerikanischen Presse wurde lobend erwähnt, dass sie nicht typisch "deutsch" klänge. (damit meint man, nicht hell, technisch..)
bajasport
Stammgast
#35 erstellt: 15. Okt 2005, 18:10
also die variante röhrenpre und trnsistorend ist gar nicht so weltfremd. zumal richtig gute transistorpres kaum zu bezahlen sind. ich habe mal die kombination bryton bp25 mm/mc & 4BSt aufgebrochen, den bp25 (der in testberichten wahrlich nie schlecht davongekommen ist) rausgeschmissen und stattdessen einen oktave 500 mkIII vorgehängt. die kombi hat eine cme 50.1 betrieben. also da lagen klanglich welten dazwischen. ob das "röhrig" war, kann ich nicht beantworten. aber wichtiger als "der" röhrenklang ist doch vielleicht eher die klang-vision, die man grundsätzlich hat und die einen stetig ruhelos antreibt.
alles andere siedelt dann mehr im bereich der philosophie (und des sparkontos). gleichwohl ich jetzt eine reine röhrenkette betreibe, "klingt" sie vielleicht transistoriger als die zuvor beschriebene vor-/endkombi!?
pragmatiker
Administrator
#36 erstellt: 15. Okt 2005, 19:08

bebop schrieb:


Eine Besonderheit vieler Antique Sound Lab Verstärker stellt die Verwendung der hauseigenen Übertrager nicht nur als Ausgangsstufe, sondern auch als Eingangs- oder Zwischenstufe dar. Durch ihre impedanzsenkende Wirkung wird sowohl ein höherer Fremdspannungsabstand, als auch eine bessere Kontrolle des Musiksignals erreicht. Dies führte schließlich zur Entwicklung des T2 Passiv-Vorverstärkers, der damit die üblichen Probleme der sehr hohen Ausgangsimpedanz dieser Gerätegattung elegant löst.



Servus Ingo,

also ich hab' mir die Homepage des von Dir oben erwähnten Links mal angesehen. Das, was ich da zu lesen bekommen, klingt für MICH schon a bisserl nach Vodoo....Sakuma läßt grüßen....bei den Konzepten, die da durchschimmern (sehr ins technische Detail mit Meßwerten etc. wird ja leider nicht gegangen - zumindest hab' ich nichts gefunden) ist wahrscheinlich ein "Übertragerklang" zu erwarten (aber das ist ja vielleicht das "Eigentliche" am Röhrenklang, wer weiß)...."Drossel" ist ja auch ein zu deutsches Wort für eine Drossel, deswegen nennen wir sie lieber "Choke" - das klingt doch gleich viel high-endiger....und wie eine Regelung mit einer Drossel (pardon: Choke) aussehen könnte, würde mich auch mal interessieren (wird da vielleicht das Transduktor-Prinzip neu belebt?)...."no negative feedback" klingt ja auch viel besser als das popelige deutsche Pendant "keine Gegenkopplung"....und dann: passiver Vor"verstärker" - ja, wie soll denn das gehen? Entweder verstärkt etwas, dann ist es aktiv, oder eben nicht, dann ist es passiv. Und eine reine Änderung der Signalspannung durch einen Übertrager ist noch keine Verstärkung - schließlich kommt da hinten nicht mehr Leistung raus als vorne reingeht.

Insgesamt, so scheint es mir, ist da ein Induktivitätspapst am Werk, der dieses Wissen in marketingmäßiger Manier in seine Produkte reinstrickt, damit sie sich für die zahlungswillige Kundschaft deutlich von der uniformen Konkurrenz mit der ewig ähnlichen (aber meistens durchaus bewährten) Schaltungstechnik abheben - schließlich will ja jeder nichts mehr, als ein Individualist sein.

Das ist alles, wie gesagt, mein erster Eindruck nach Betrachtung dieser Homepage und ohne daß ich so einen Verstärker je gehört habe - vielleicht liege ich auch ganz falsch.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 15. Okt 2005, 19:11 bearbeitet]
MH
Inventar
#37 erstellt: 15. Okt 2005, 19:19
@bajasport
den Octave HP 500 hatte ich auch schon (mein erster Röhrenversuch). Ein schönes Gerät aber er entspricht nicht meiner Vorstellung des "schmelzigen, warmen" Röhrenklangs.

Warm und trotzdem präzise. Klingt hoffentlich nicht widersprüchlich.

@speedhinrich
zwischendurch war ich Hifivirus befreit und habe die halbe Anlage verkauft und mir dafür zwei Rennräder hingestellt. Nachdem die seuche jetzt auch abgeklungen ist versuche ich beides in gesundem Maße nebeneinander zu betreiben.

Gruß
MH
Tulpenknicker
Inventar
#38 erstellt: 15. Okt 2005, 20:59

MH schrieb:
Warm und trotzdem präzise. Klingt hoffentlich nicht widersprüchlich?

Gruß
MH


Diese Frage kann man mit "JEIN" beantworten, die Frage laute: wie warm ist Dir warm genug? Wenn es sehr warm sein muss leidet immer die Präzision darunter.....

Gruß,

Nils
bebop
Stammgast
#39 erstellt: 16. Okt 2005, 09:04
hallo, servus
Pragmatiker

Klar, ich lese und lasse mich durch Worte in gewisser Weise dazu verführen, in eine bestimmte Richtung zu hoffen.

Auch wenn ich MH lese,
Ein schönes Gerät aber er entspricht nicht meiner Vorstellung des "schmelzigen, warmen" Röhrenklangs.
dann verbinde ich damit immer wieder die Frage: mhm, schmelz, hmm, dass könnte mir auch gefallen, obwohl ich glaube auch zu verstehen, was
Tulpenknicker ( übrigens ein Wunderbarer Name) meint, wenn er schreibt:
Wenn es sehr warm sein muss leidet immer die Präzision darunter.....
.

Vielleicht habe ich Glück, in der Nähe(in Köln) ist ein Händler, der diese Geräte von ASL im Angebot haben soll.
Wenn ich zeit habe, fahre ich mal hin.


Gruss
Ingo
sound67-again
Gesperrt
#40 erstellt: 16. Okt 2005, 09:17

bebop schrieb:
den Tube Ultrafex benutze ich auch.
er macht den Sound ein wenig weicher, die tiefen Töne satt.


Den habe ich auch, ruiht jetzt im Keller. Bei all den schönen Drehreglern und zig Optionen fand ich nur eine Einstellung, die wirklich am besten klingt: "AUS".

Gruß, Thomas
bebop
Stammgast
#41 erstellt: 16. Okt 2005, 11:31
@sound67-again

in seine Kiste hatte ich ihn auch wieder zurück verpackt und abgestellt.
Nach Monaten dann doch nochmal angeschlossen.
wenn ich gut aufgenommene Musik höre bleibt er "offLine". Wenn ich französiche Jazz Sendungen via Astra-digital höre, muss er auch "offline" bleiben. Wenn ich via digital-Sat ältere Jazzmusik eines anderen Senders höre und in Wortbeiträgen im Tv, dann schalte ich ihn schonmal zu.


ingo
speedhinrich
Inventar
#42 erstellt: 16. Okt 2005, 14:52

MH schrieb:
den Octave HP 500 hatte ich auch schon (mein erster Röhrenversuch). Ein schönes Gerät aber er entspricht nicht meiner Vorstellung des "schmelzigen, warmen" Röhrenklangs.

Hatte ich auch. In einem Test wurde damals geschrieben, sie wäre klanglich kaum vom Burmester 808 zu unterscheiden. Was als grosse Anerkennung gemeint war, zeigt doch die klanglche Ausrichtung von Octave: alles andere, als "röhrig";)
speedhinrich
Inventar
#43 erstellt: 16. Okt 2005, 15:24
Hier noch 2 links:

http://www.beardaudio.com/ca506broc.pdf

http://audiovalve.info/

Die Beard CA 506 ist 53 cm breit!!! "Schön" ist anders:D
wolfman2
Stammgast
#44 erstellt: 16. Okt 2005, 15:29
Audiovalve - zu geil
Es gibt doch leute die einen amp in eine bierkiste einbauen
MH
Inventar
#45 erstellt: 18. Okt 2005, 16:59
sowohl die Beard als auch die Audiovalve fallen durch meinoptisches Raster. ich werde den Gebrauchtmarkt weiter verfolgen und noch einen dritten Röhrenversuch starten. Vielleich sogar mal etwas hochreisiger um das Thema dann so oder so zu beenden.

Gruß
MH
bajasport
Stammgast
#46 erstellt: 18. Okt 2005, 19:03
also wenn du es "höherpreisiger" versuchen möchtest, kann ich dir meine kombination empfehlen: silvaweld swc 1000r bfa + swh 550 bfa (phonopre), optisch dezent und klanglich überragend.


wobei meine geräte noch aufgrund von modifizierungen etwas anders aussehen.
die kleine vorstufe wird derzeit gebraucht hier http://www.highendmarkt.de/selectcard.asp?ID=445366
angeboten - zu einem fairen preis wie ich finde ...
MH
Inventar
#47 erstellt: 18. Okt 2005, 19:57
höherpreisig sieht bei Dir sehr viel höherpreisig aus aber sehr ansprechend.

Gruß
MH
I.Q
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 23. Okt 2005, 16:24
Hallo MH

Wie wäre es mit einer Xindak XA 3200 MKII. Ich bin sehr damit zufrieden. Eher ein Feingeist was den Klang angeht. Die Verarbeitung ist TOP und die Optik vornehm zurückhaltend.

.audiocostruzioni.com/r_s/ampli/pre-xindak-xa3200mkii/xindak.htm

.stereotimes.com/amp020504.shtm


Gruss Frank
MH
Inventar
#49 erstellt: 31. Okt 2005, 17:38
nachdem ich jetzt ein paar wirklich überzeugende Transen gehört habe belasse ich es bei meinen 2 Röhrenfehlversuchen und bleibe im Transistorlager.

Gruß
MH
speedhinrich
Inventar
#50 erstellt: 31. Okt 2005, 20:58
Hallo,
wie hiessen denn die Transen?;)
MH
Inventar
#51 erstellt: 31. Okt 2005, 22:29
ML 32 und 33H

ohhh Gott


Gruß
MH
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