Audioquest Dragonfly Cobalt mit Jitterbug kombinieren kontraproduktiv?

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scorp86
Stammgast
#1 erstellt: 13. Jul 2020, 12:39
Hallo,

wie im Titel erkennbar würde ich gerne wissen, ob es schaden kann, einen Jitterbug vor den Dragonfly Cobalt zu stecken. Ich bitte euch sehr, nicht in eine Diskussion zu verfallen, ob ein Jitterbug, ein teurer USB-DAC etc. nun sinnvoll oder "Vodoo" sind. Es muss ja mir gefallen. Beim Gegentest des Dragonfly mit dem Jitterbug hatte ich tatsächlich das Gefühl, der Sound wäre noch ein klein wenig akzentuierter, sauberer, luftiger. Zwei Freunde bemerkten ebenso einen Effekt, den sie auch als positiv bewertet haben. Nun habe ich aber gelesen, das Audioquest selbst von der Verwendung eines Jitterbug vor dem Dragonfly abrät, weil jener schon Technik gegen Jitter integriert hat. Wenn so eine Firma von etwas abrät, mit dem sie gut Geld verdienen könnte, macht mich das natürlich stutzig. Könnte der Effekt, den ich/wir als positiv empfinde objektiv gesehen gar negativ sein? Ich bin was mein Audiosetup im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten ein ziemlicher Perfektionist. Mit dem Jitterbug würde ich vermutlich denken "hmmm, aber wenn die davon abraten?" und ohne "hmm, aber es klang für mich schon noch einen Hauch besser". Auch wenn diese Veränderungen für euch vernachlässigbar oder nicht hörbar sind, ist mir eben wichtig ob das auch kontraproduktiv sein könnte oder ob es alles vielleicht noch einen Hauch besser machen kann. Ich würde mich über eure Hilfe sehr freuen
Pikrin
Stammgast
#2 erstellt: 13. Jul 2020, 15:14
Warum probierst du es nicht einfach aus? Wenn der Jitterbug am Cobalt nichts bringt oder sogar kontrproduktiv ist, kannst du den Jitterbug immer noch in einem anderen USB-Slot nutzen. Wenn du aber nicht am Computer/Laptop etc hörst, sondern am Smartphone, würde ich davon abraten.
scorp86
Stammgast
#3 erstellt: 13. Jul 2020, 15:27
Vielen Dank für deine Antwort. Ich speise den Dragonfly mit dem Smartphone (Huawei P30), weshalb mir der Jitterbug im PC nicht viel bringt, es seidenn ich würde meinen Lautsprecherverstärker per USB betreiben wollen (da ich über LS aber ohnehin nur leise und eher nebenbei höre und meistens über BT streame, sind mir dort solche Feinheiten weniger wichtig und fallen weniger auf).

In wiefern wäre es noch weniger sinnvoll, den Jitterbug zwischen Handy und Dragonfly zu stecken?

Ich habe beide Geräte hier und bin mir wie gesagt unsicher. Ein Audioquest Händler sagte, der Jitterbug ist nun ein analoges Gerät und kann somit auch nicht zwischen höchsten Höhen und Jitter unterscheiden. Laut ihm kann es also sein, dass jener den Klang etwas glattbügelt. Vielleicht empfinde ich das als Verbesserung. andererseits möchte ich natürlich nicht, dass Klanginformationen verloren gehen.

Hat der Händler recht und möglicherweise gehen gewisse Höheninformationen verloren? Könnte der Jitterbug auch Auflösung, Raum, Transparenz, Dynamik etc. verschlechtern? Mich interessiert dabei halt tatsächlich der objektive Aspekt, um meine Entscheidung zu erleichtern. Nicht, ob so ein Jitterbug überhaupt etwas bringt, sondern ob er in einigen/solchen Fällen tatsächlich kontraproduktiv sein kann.


[Beitrag von scorp86 am 13. Jul 2020, 15:38 bearbeitet]
Pikrin
Stammgast
#4 erstellt: 13. Jul 2020, 17:36
" Mich interessiert dabei halt tatsächlich der objektive Aspekt, um meine Entscheidung zu erleichtern. "

Es gibt keinen objektiven Aspekt; alles von der Aufnahme über das Mastering bis zum Audioformat modifiziert den Klang, der dir dann besser oder schlechter gefällt. Und wenn du deinen eigenen Ohren nicht traust -etwa anhand vo langjährigen Lieblingsaufnahmen- dann weiß ich auch nicht, was dich zufrieden stellen kann.

Lass es mich mal so sagen: audiophil wurde ich aufgrund langjähriger Hörerfahrung und häufig unbewusster Schulung, die mich auf einen bestimmten Weg, eine bestimmte Genußfähigkeit geführt hat, die sich durchaus von den Vorlieben anderer unterscheidet.

Das sich mein Geschmack -in der Regel ohne mein bewusstes Zutun- mit der Zeit und mit dem Alter verändert, ist mir nicht unangenehm. Ich kann ein Musikstück heute ohne Probleme auf verschiedensten Widergabemöglichkeiten/Lautsprechern/Kopfhörern/In-Ears hören und mich daran erfreuen. Sicher gibt es immer Unterschiede in der Qualität, aber so richtig schlechte, scheppernde oder verzerrte Boxen gibt es eigentlich neu eigentlich nicht mehr.

Also kauf dir den Jitterbug (obwohl der das Smartphone-Dragonfly-Gespann noch unhandlicher macht) und finde durch längeres Einhören heraus, ob es etwas bringt. Ganz im Ernst: das macht doch Spass! Warum sonst audiophil? Und wenn du heute keinen Unterschied hörst, dann vielleicht morgen, oder übermorgen....
scorp86
Stammgast
#5 erstellt: 13. Jul 2020, 18:14
Ja, du hast natürlich völlig Recht und ich muss da meinen Ohren vertrauen. Ich habe ja auch schon getestet und habe eben den Eindruck, alles klingt noch etwas klarer und differenzierter.

Nur würde es mich auch stören wenn der Händler Recht hat und möglicherweise ein paar Informationen im höchsten Hochton verloren gehen.

Ich werde gleich noch mal ausgiebig gegentesten und klar, mir macht das viel Spaß. Die unterschiedlichen Aussagen verunsichern mich nur und ich wollte einfach ausschließen, dass ich aus irgendeinem Grund den eigentlich ja negativen Effekt beschnittener Höhen besser fände.

Das das Gespann unhandlicher wird macht übrigens gar nix. Ein Nightowl ist m.E. für unterwegs sowieso viel zu unhandlich. Dafür nutze ich meinen Audio Technica, für unterwegs reicht mir das. Ich habe den Cobalt gewählt weil der Klang m.E. perfekt zum Nightowl passt und er sehr sauber, neutral und doch auch plastisch, musikalisch klingt. Zudem muss ich in meiner Wohnung nicht vor dem PC sitzen und habe die simple Bedienung mit dem Handy. Denn die meisten DAP`s sind dahingehend eine Katastrophe. Ob Fiio, Ibasso, Astel & Kern etc. Die Benutzeroberfläche ist für mich unzumutbar, gerade im hochpreisigen Segment.


[Beitrag von scorp86 am 13. Jul 2020, 18:17 bearbeitet]
scorp86
Stammgast
#6 erstellt: 13. Jul 2020, 21:16
So, falls es interessiert: Ich habe nochmal ausgiebig gegen getestet. Ich finde da ist schon ein Unterschied. Das macht nun weniger aus als ein anderer DAC, aber es ist doch hörbar. Immerhin hat ein Freund der sich selbst damit befasst trotz Skepsis einen Unterschied bemerkt und ein anderer Freund, der sich gar nicht groß mit sowas befasst ebenso.Beide fanden es mit doch hörbar besser. Ich war mir aufgrund der Empfehlung von Audioquest unsicher und bin es immer noch etwas. Ich finde mit Jitterbug klingt alles noch etwas akzentuierter, genauer, ätherischer und spielt auf nem etwas schwärzeren Grund. Allerdings habe ich teilweise echt das Gefühl, der Sound wäre auch etwas weniger spritzig - aber eben exakter im Hochton.

Ich werde wohl die nächste Zeit viel mit Testen beschäftigt sein. Es ist übrigens grundsätzlich erstaunlich, was der Nightowl an dem Cobalt abfeuert. Er klang ja schon am X5 wirklich gut, aber das ist ne andere Welt. Viel knackiger, auflösender, luftiger... als wäre eine Decke genommen wurden. Dieser Effekt verstärkt sich durch den Jitterbug noch etwas. Ich konnte es immer irgendwo verstehen wenn jemand sagte, der Nightowl wäre etwas bedeckt. Nun kann ich das nicht mehr, denn falls es so ist, wird der Kopfhörer einfach nicht vernünftig betrieben. So ist das absolutes Referenzniveau. Zumindest wenn man wie ich diese eigene Abstimmung sehr liebt.


[Beitrag von scorp86 am 14. Jul 2020, 01:35 bearbeitet]
fr.jazbec
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 26. Nov 2020, 22:59
Ich habe den Audioquest Dragonfly Cobalt auch mit einem Jitterbug kombiniert. Der Jitterbug war noch vom Dragonfly Red vorhanden und so habe ich ein wenig rumprobiert. Ich bin immer wieder zum Jitterbug vor dem Cobalt zurückgekommen. Klang auch besser im Sinne von homogener im Vergleich zum Jitterbug an einem anderen Ausgang des MacBooks.
Was noch etwas bringt ist eine Aqvox Stromversorgung vor Jitterbug und Cobalt. Damit bin ich in Kombination mit MacBook mit Audirvana und Tidal extrem zufrieden.
Rest der Anlage sind Audionet Pre1G3+EPS und ATC SCM100ASLT.
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