Audio-System Twister F4-600 geht direkt in PRT (Protect)

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MrMondi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 03. Aug 2015, 18:13
Hi,

habe mit viel Mühe meine alte Anlage (Audio-System Twister F4-600, HX 165 SQ und HX 12 SQ) in mein neues Auto gebaut. Diese lief auch ein paar Tage super, nur dann fing die Anlage an ab und zu beim Einschalten einmal aus Boxen zu krachen und ging in PRT. Nach weiteren Tagen geht sie jetzt direkt in PRT bzw. ca. halbe Sekunde grüne LED, dann auf rot (gestern im ganz kalten Zustand lief sie auch noch ein mal zwei Mintuen).

Am Strom kann es nicht liegen (50mm² mit Kondensator und guten Anschlusspunkten).

Verstärker war damals schon einmal defekt, da sind ein paar P60NF06 des Netzteils weggeflogen. Nachdem ich alle 8 inkl. dem 3525 getauscht hatte, lief diese wieder ein paar Jahre ohne Probleme.

Da ich von damals noch einige P60NF06 und 3525er hatte, habe ich diese jetzt einfach mal getauscht, leider ohne Erfolg. Hänge ich die Endstufe nur an +12V, GND und Remote ohne sonstige Anschlüsse, kommt es zum gleichen Fehlerbild. Jetzt habe ich gemerkt, dass direkt nach dem Dranhängen von Remote zwei nebeneinander liegende Mosfets FQP 22P10 innerhalb von Sekunden knallheiß werden (ohne dass ein Verbraucher dran hängt).

Rein optisch sieht man keine beschädigten oder defekten Bauteile. Kann mir eventuell jemand sagen, was für die direkte Überhitzung verantwortlich sein könnte? Die Mosfets selbst? Wenn ja, nur warum direkt 2 und direkt nebeneinanderliegende? Können diese rein theoretisch auch so ohne anhängenden Verbraucher angesteuert werden, dass sie so heiß werden?

Was überprüft die Protect-Schaltung eigentlich genau?

Hier ein paar Fotos:
f4600_1

f4600_2

f4600_3

Danke für Eure Mühe

Gruß
Marc
scauter2008
Inventar
#2 erstellt: 04. Aug 2015, 02:32
Die 2 Mosfets sind ein Kanal.
Tausch diese 2 mal aus.



Können diese rein theoretisch auch so ohne anhängenden Verbraucher angesteuert werden, dass sie so heiß werden?

Es ist eine reine AB Endstufe nur halt mit MosFet anstatt Transistoren.
Da fließt immer ein Ruhestrom sobald die Rail Spannung vom Netzteil anliegt.

Wen einer defekt ist fließt ein größerer Ruhestrom.
Der Defekte wird meistens weniger warm, da er keine widerstand mehr hat.
Der kann aber auch hochohmiger werden.

Es kann auch ein Defekt in er Vorstufe vorliegen.
Da könnte man Q30 mal tauschen, da der wahrscheinlich auch defekt ist.



Was überprüft die Protect-Schaltung eigentlich genau?

Je nach Endstufe
DC am Ausgang : eben wen ein Mosfet durch ist und die volle Rail Spannung gegen Masse anliegt.
Kleinspannungen : ist die Kleinspannung (+-15V) erreicht wird die Endstufe freigegeben, oder bei fehlen abgeschaltet.
Überstrom : Misst den Ausgangsstrom zum Schutz der Transistoren.(wird meist an den Emitter widerstand gemessen)
Übertemperatur : wen der Kühlkörper zu heiß wird.


[Beitrag von scauter2008 am 04. Aug 2015, 02:49 bearbeitet]
MrMondi
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 04. Aug 2015, 10:32
Hi,

danke für die schnelle Antwort. Ich werde dann mal die zwei mosfets und den Q30 tauschen, nur muss ich dafür wohl wieder erst in China bestellen oder findet man sowas doch irgendwo in einem deutschen Shop?

Gruß
Marc

EDIT: Habe jetzt zum Q30 (SMD Code W2D) den PMBTA92 gefunden. Ich hoffe, das ist richtig, da auf einer anderen Seite zum W2D ein PMSTA92 aufgelistet ist.


[Beitrag von MrMondi am 04. Aug 2015, 10:59 bearbeitet]
scauter2008
Inventar
#4 erstellt: 04. Aug 2015, 12:32
Ja, das mit dem Transistor PMBTA92 kommt hin.

Du kannst die 2 Mosfet auch mal Durchmessern
Widerstandsmessung G an + und S an -, sollte er niederohmig sein ist er Defekt.
Das gleiche mit D an + und S an - , da sollte auch ein sehr hoher widerstand raus kommen (G und S vorher zuschließen, damit er Sperrt)
MrMondi
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 04. Aug 2015, 13:08
Ich habe jetzt alle 8 FQP22P10 durchgemessen. Alle sind identisch, es hat auch keiner Durchgang bei G und S.

Jetzt habe ich aber mal die 4 Lautsprecheranschlüsse gemessen, drei Stück konstant ca. 2,5k Ohm, nur der 4. (der Kanal mit den heißen 22P10) fängt bei 0 Ohm an und geht mit dem günstigen Multimeter innerhalb von einer Minute langsam hoch auf knapp den gleichen Wert.

Jetzt habe ich mir die jeweils 2 pro Kanal neben den 22er liegenden 33N10 angeschaut, dort waren auch die 3 Stück der anderen Kanäle in Ordnung, nur die beiden anderen haben beide komplett Durchgang auf G und S. Leider ist das alles mit Transitoren etc. schon etwas her, so dass ich nicht direkt sehe, wie die 22P10 und die 33N10 miteinander laufen und ob dann jetzt eher die 33 oder die 22er defekt sind

Vielleicht kannst Du mir da ja noch einen kleinen Tipp/Lehrgang zu geben
scauter2008
Inventar
#6 erstellt: 04. Aug 2015, 13:20
Du musst die Mosfet auslöten zum messen.
Das der Wert steigt liegt daran das das Messgerät Spannung ausgibt und entweder ein Gate aufgeladen wird oder ein Kondensator.

Welche Bezeichnung haben die 33N10 auf der Platine ?
Haben die direkt 0-1 Ohm ?
Die sind dann defekt und müssen getauscht werden
MrMondi
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 04. Aug 2015, 13:48
So, habe die je zwei 22er und 33er des einen Kanals ausgelötet. Die beiden FQP22P10 scheinen in Ordnung zu sein, nur einer der beiden FQP33N10 hat kompletten Durchgang auf G und S, der andere scheint noch in Ordnung zu sein. Dann habe ich wohl den Übeltäter gefunden.

Q9 & Q10 sind die 33er und Q11 & Q12 die 22er.

Jetzt hatte ich ja vorher testweise die P60NF06 des Netzteils gegen neue getauscht, die ich noch hatte. Das waren aber P60NF06L. Außer der Gate-source voltage (ohne L +-20V und mit L +-15V) finde ich aber keinen Unterschied. Kann ich die L-Version drin lassen oder lieber noch mal die alten einlöten?
scauter2008
Inventar
#8 erstellt: 04. Aug 2015, 13:59
15V ist etwas knapp, kannst aber so lassen, normal liegen bei 14V Betriebsspannung ungefähr 12V an. (an den Treibertransistoren und Modulator fällt etwas Spannung ab)

Du kannst im Netzteil auch andere Mosfet einbauen wen du die originalen nicht bekommst.
z.b IRFZ44N IRFZ46N IRF3205 u.s.w


Tausch beide FQP33N10, da man nicht immer jeden Fehler messen kann.
MrMondi
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 04. Aug 2015, 16:26
Welche wäre denn die beste/haltbarste Alternative zum P60NF06 in der Twister F4-600?

Ich wollte mindestens die vier FQP33N10 der beiden Kanäle, über welche der Sub gebrückt läuft tauschen und eigentlich auch die FQP22P10 gleich mit, aber die scheint es nicht mehr zu geben, finde auch keine Infos über Alternativen. Fällt Dir da vielleicht was zu ein? Gibt es die Möglichkeit, die Twister in der Hinsicht eventuell etwas "haltbarer" zu gestalten, da wohl die gebrückten Kanäle des HX 12 SQ relativ nah an der Leistungsgrenze laufen.
scauter2008
Inventar
#10 erstellt: 04. Aug 2015, 17:54
Die P60NF06 sind schon gut, solange sie laufen drinnen lasen.
Wichtig ist ein niedriger RDSON und sollten mindestens 40V aushalten.

Bei den FQP33N10/FQP22P10 kann man nichts verbessern.
Da die im Linearen betrieb Arbeiten, bleibt die Verlustleistung (und somit die Hitze) immer gleich egal welche man da einbaut.


Den FQP22P10 gibt es wohl wirklich nicht mehr
Wen der in Ordnung ist drinnen lasen.
Notfalls kann man auch eine anderen P Chanel einbauen.
z.b IRF5210


[Beitrag von scauter2008 am 04. Aug 2015, 17:54 bearbeitet]
MrMondi
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 06. Aug 2015, 16:48
So, gibt Neuigkeiten:

Habe beide 33N10 gewechselt. Am Strom ging Stufe direkt in PRT, beim zweiten Versuch einige Zeit grün und dann einfach in PRT (ohne Verbraucher dran, nur Remote natürlich). Habe dann alle 8 33N10 getauscht (es war dann noch einer defekt). Dann Strom und Remote dran, Stufe OK und nach ca. 2 Minuten wieder PRT. Dann direkt immer in PRT. Noch mal bisschen gewartet, dann wurde sie wieder grün. Dann hab ich sie mal geärgert und zig mal ab-dran-ab-dran, davon wurden ein paar Mosfets relativ heiß bis auf einmal mit einem kleinen Knall eine Rauchwolke aufstieg Der eine Lüfter zuckte in dem Moment auch einmal.

Irgendwie kam es mir auch so vor je nach dem wie ich die Platine mal abgeklopft habe im OK-Modus, dass sie dadurch auch paar mal in PRT ging.

Was richtig verschmortes konnte ich nicht finden, außer den vier leicht zerstörten, dicken Widerständen des ersten Kanales:
DSC_0504
DSC_0503

Ich denke aber nicht, dass die Widerstände der Grund sind, sondern nur das Opfer oder? Kann ein anderes Bauteil vorher defekt sein, was einfach zu viel Strom auch ohne Verbraucher fließen lässt? Ich finde es nämlich doch merkwürdig, dass verschiedene 33N10 und 22P10 so heiß werden im OK-Modus obwohl gar nichts dran hängt?!?!?
scauter2008
Inventar
#12 erstellt: 06. Aug 2015, 17:11
Wo war die Rauschwolke, etwa an den Widerstand ?

Das müsste Kanal 1 oder 4 sein.
Der ging doch vorher ohne Probleme ?

Die großen sind die Emitter Widerstände.
Das heißt das einer von den Mosfets defekt ist oder die Vorstufe einen Fehler hat.

Die Mosfets werden heiß da ein Ruhestrom fließt.
Der fließt immer egal ob mit oder ohne last.


Nimm doch mal alle End Mosfet der Endstufe raus, und teste einen Kanal nach dem anderen.
MrMondi
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 06. Aug 2015, 17:35
Ja, der Kanal war eigentlich OK. Langsam denke ich auch an die Vorstufe, da ich glaube, dass wenn ich in dem Bereich der Cinch-Eingänge / Potis klopfe, die Endstufe am häufigsten in PRT wechselt. Nur wie prüfe ich da was? Nutze eigentlich keinerlei Einstellungen außer dem Pegel-Poti. Alles andere geht übers Radio.
scauter2008
Inventar
#14 erstellt: 06. Aug 2015, 17:53
Mit Vorstufe meine ich die Ansteuerung der Mosfets.

Kann aber sein das du irgendwo eine kalte Lötstelle hast.

Hast du mal die Railspannung und Kleinspannung (+-15V) gemessenen wen du auf der Platine klopfst ?
MrMondi
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 06. Aug 2015, 18:29
Also grade noch einmal geschaut, die Widerstände sind keine Emitter, sondern liegen in der Zuleitung der Mosfet-Zuflussspannung (S) und haben 0,1 Ohm. Da diese jetzt durchgebrannt sind, müssen die je beiden Mosfet-Paare ja ein flasches Signal bekommen haben womit sie gegeneinander einen "Kurzschluss" verursacht haben oder sehe ich das falsch?
scauter2008
Inventar
#16 erstellt: 06. Aug 2015, 21:39
Mosfet = Source
Transistor = Emitter

Normal müsste es so sein
Positiver Zweig
Rail + > M1 Drain > M1 Source > Widerstand 1 > Lautsprecher > GND

Negativer Zweig
Rail - > M2 Source > M2 Drain > Widerstand 2 > Lautsprecher > GND



Da diese jetzt durchgebrannt sind, müssen die je beiden Mosfet-Paare ja ein flasches Signal bekommen haben womit sie gegeneinander einen "Kurzschluss" verursacht haben oder sehe ich das falsch?

Ja

Der Ruhestrom ist nicht groß, selbst wen nur einer der beiden Vollen Durchgang hat wäre es zu wenig um den Widerstand zu sprängen.
Entweder es sind alle 2 Defekt, oder werden von der Vorstufe voll durchgeschaltet.


[Beitrag von scauter2008 am 06. Aug 2015, 21:51 bearbeitet]
MrMondi
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 07. Aug 2015, 10:19
Ich blick nicht mehr durch Habe jetzt alle 16 Mosfets und 16 Widerstände ausgelötet. Alle 4 Mosfets und 4 Widerstände des ersten Kanals (links außen) sind durchgebrand. Die beiden 33N10 davon waren neu. Gibt es noch eine Möglichkeit jetzt was zu messen? Wenn ich jetzt Strom drauf mache, leuchtet die grüne und rote LED dauerhaft und das Netzteil liefert Strom.
MrMondi
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 07. Aug 2015, 18:20
So, wollte jetzt Kanal für Kanal wieder einlöten und schauen, wann der Fehler kommt. Nach dem ersten Kanal an Strom angeschlossen und bekam direkt wieder PRT. Dann habe ich begonnen die Platine abzuklopfen / leicht zu biegen und verwinden und habe festgestellt, dass in manchen Positionen sie nicht in PRT ging (wegen fehlenden Mosfets der anderen Kanälen leuchteten rot und grün zusammen). Nun habe ich versucht, den Bereich einzugrenzen, was auch eingermaßen ging. Dann habe ich begonnen die einzelnen Bauteile in diesem Bereich nachzulöten. Als ich dann an den markierten Widerständen ankam und das eine Ende nachlötete, blieb dieser am Lötkolben hängen, da die Lötverbindung der anderen Seite gebrochen war. Direkt den anderen getestet mit gleichem Fehler.

Beide nachgelötet, Endstufe an Strom und Remote und beide LEDs blieben an. Ich konnte so viel klopfen und biegen wie ich wollte. Mal vorsichtig Finger auf Widerstände gelegt und gemerkt, dass diese doch nicht grade unwesentlich heiß wurden, was wohl auf Dauer zum Verbindungsbruch führte.

Jetzt stellt sich mir einmal die Frage, warum werden diese heiß? Sind sie zu schwach dimensioniert oder nur Opfer eines davor liegenden Fehlers? Kannst Du (natürlich auch gerne jemand anderes ) mir sagen, was die genaue Funktion dieser Widerstände ist und ob diese in Zusammenhang mit den defekten Mosfets stehen können?

Ich würde jetzt gerne alles zusammenbauen, leider mangelt es mir jetzt an den FQP22P10 (sind ja zwei durchgebrannt. Bestellen geht auch nur aus China, da sie nicht mehr produziert werden und ich sie bei keinem deutschen Händler mehr bekomme (habe nur fälschlicher Weise FQPF22P10 mitbestellt, aber diese sind ja schwächer). Kann ich da eine Alternative nehmen? Die dicken 0,5 Ohm Widerstände brauche ich auch noch. Wie bekomm ich da die Watt-Stärke raus? Sind das 5W?

Macht es überhaupt Sinn alles zusammen zu bauen oder muss ich mich erst um die beiden zu heißen Widerstände kümmern?

Hier zwei Fotos:
20150807_175915

20150807_175929
scauter2008
Inventar
#19 erstellt: 07. Aug 2015, 20:44
Hast du den die Spannung gemessen ?

Die Widerstände gehören sicher zur Ansteuerung der LEDs

Die Emitter Widerstände dürften 3-4W sein.
Sicher das der 0,5Ohm sind und nicht 0,05 Ohm ?

Bei 0,5Ohm und z.b 7A (sind 200W/4Ohm)
3,5W die an den Widerstand verheizt werden.
Das wäre schon etwas viel.


Du kannst auch andere P/N Mosfets Verbauen.
Sollten halt diese 100V aushalten und ungefähr den gleichen Strom aushalten.
RDSON ist egal.


Das ich noch mitkomme
Kanal 3 ist defekt und jetzt auch noch Kanal 1 ?
Gehen den die anderen 2 Kanäle ?
Bleibt die jetzt grün wen nichts verbaut ist ?


[Beitrag von scauter2008 am 07. Aug 2015, 20:46 bearbeitet]
MrMondi
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 08. Aug 2015, 10:00
Guten Morgen,

habe noch mal nachgeschaut: Die Widerstände haben die Farbringe braun, schwarz, silber, gold, violett. Für 5-Farbcode unlogisch, nehme ich nur die ersten vier komme ich auf 0,1 Ohm, mein Messgerät (wie schon erwähnt eins der günstigeren Sorte) hatte mir 0,5 Ohm gesagt.

Habe die heiß werdenden SMD-Widerstände verfolgt. zu den LEDs gehören die nicht, die Leiterbahnen kommen von rechts. Die Widerstände greifen direkt + und - ab und gehen jeweils auf die Transistoren Q81 und Q82 (und auf die anderen, umliegenden Widerstände / Dioden). Von den Q81 und Q82 gehts direkt an die vier Controller (U6-U9, 15532 7G00 steht drauf) der Vorstufe. Es scheint also das Netzteil der Vorstufe zu sein.

Mit dem Nachmessen tue ich mich etwas schwer, da ich nicht weiß, welche Spannung wo anliegen muss

Wenn gar keine Mosfets verbaut sind, leuchten immer beide LEDs, was jetzt auch der Fall ist, wenn ich welche einlöte.
scauter2008
Inventar
#21 erstellt: 08. Aug 2015, 13:55
+ und - von wo ?
Wen das die Versorgung der Kleinspannung ist müsste + und - von den Railspannung kommen.

U6-U9 sind Operationsverstärker der Eingangstufe/Aktive Trennung
Ist also die Kleinspannung.
Was liegt den an der an ?
Da müssten +-12-15V gegen Masse kommen.
MrMondi
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 10. Aug 2015, 14:15
So, bei 12,4V Versorgungsspannung gemessen:

An den beiden Leiterbahnen, aus welchen sich die beiden heißen 220 Ohm Widerstände den Strom holen, liegen 68V an. An den U6-U9 sind's noch ca. 28V.

Eingangsspannung der Mosfets der einzelnen Kanäle liegt bei +34 und -34V.

Die 34 Volt kommen mir realistisch vor, aber die 68V?


[Beitrag von MrMondi am 10. Aug 2015, 14:16 bearbeitet]
scauter2008
Inventar
#23 erstellt: 10. Aug 2015, 14:22
Musst gegen Masse Messen.
+-34V = 68V


An den U6-U9 sind's noch ca. 28V.

Nach der Regelung müssten normalerweise +-15V anliegen.
Gegen Masse muss es dann +-14V sein, was in Ordnung wäre.
MrMondi
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 10. Aug 2015, 15:08
Bitte hab etwas Nachsicht. Habe nur hobbymäßig damit zu tun, bzw. noch nie so ins Detail gegangen. Finde das Thema Audio-Verstärker aber sehr interessant und lese mich auch parallel etwas in die Materie ein

Hab jetzt noch mal gegen Masse gemessen. Am einen 220 Ohm sind's dann 34V und am anderen -34V. An den U6-U9 dann +14,3 und -14,3V. Das wäre also in Ordnung?

Also hätten wir das eine Problem mit den heißen 220 Ohm Widerständen, die beide eine kalte Lötstelle hatten. Wäre es also möglich, dass die etwas zu schwach dimensioniert sind und durch die jahrelange Überhitzung dann die Lötverbindung gelitten hat und gebrochen ist? Und durch diese schlechte Verbindung die Kanal-Mosfets Fehlsignale bekommen haben was zu deren Zerstörung (Kurzschluss gegeneinander) geführt hat?

Habe mal noch jemanden wegen der großen Widerstände gefragt, er meinte auch, dass das 0,1 Ohm wären, er meint mit 1W, aber das wäre doch zu wenig oder? Bei 230W @ 2 Ohm : 2 (sind ja immer paarweise) = 5,35A (RMS 4*145W@4Ohm, 4*230W@2Ohm, 2*460W@4Ohm Brücke)
5,35A bei 0,1Ohm wären kapp 3W

Außerdem habe ich mir mal die Werte der Mosfets rausgeschrieben und Alternativen gesucht. Ich hoffe, ich habe alle Daten berücksichtigt, welche wichtig sind:
FQP22P10
-100V
-22A
RDSon 96mOhm
Gate 30V
125W

Alternative IRF5210:
-100V
-40A
RDSon 60mOhm
Gate 10V
200W

FQP33N10:
100V
332A
RDSon 40mOhm
Gate 25V
127W

Alternative IRF3710:
100V
57A
RDSon 23mOhm
Gate 4V
200W

Kann man das so einfach machen oder hat die höhere Ampereleistung, andere RDSon und Gate-Werte irgendeinen Einfluss? Das würde ich gerne noch verstehen Kann das zur Überlastung der Netzteil-Mosfets führen?
scauter2008
Inventar
#25 erstellt: 10. Aug 2015, 15:23

Hab jetzt noch mal gegen Masse gemessen. Am einen 220 Ohm sind's dann 34V und am anderen -34V. An den U6-U9 dann +14,3 und -14,3V. Das wäre also in Ordnung?

Ja.


Also hätten wir das eine Problem mit den heißen 220 Ohm Widerständen, die beide eine kalte Lötstelle hatten. Wäre es also möglich, dass die etwas zu schwach dimensioniert sind und durch die jahrelange Überhitzung dann die Lötverbindung gelitten hat und gebrochen ist? Und durch diese schlechte Verbindung die Kanal-Mosfets Fehlsignale bekommen haben was zu deren Zerstörung (Kurzschluss gegeneinander) geführt hat?

Je nach Schaltung kann das sein.


230W an 2Ohm ergeben 10,7A bei 0,1Ohm 1,07W

IRF3710 darf 20V am Gate haben
4V ist die Spannung ab wann er leitend wird.

RDSON ist relativ egal. (Niedriger RDSON dann kann der Mosfet mehr Strom, Hoher Strom dann hat er einen kleinen RDSON)
Nimm den Billigsten der die 100V aushält und den Strom von mindestens 20A (Reserve und Spitzenstrom)
MrMondi
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 10. Aug 2015, 15:33
Ok, super, dann bestell ich jetzt mal. Bei Rei**elt hab' ich alles gefunden, da sind die IRFs recht günstig. Du hast Recht, IRF3710 hat +-20V. Welche Funktion haben die 0,1 Ohm genau? Aber nicht als "Sicherung"? Denn ich würde da jetzt 2W Draht-Widerstände für nehmen.

Die 220 OHM SMD-Widerstände kann ich doch auch ohne weiteres durch normale Metalloxidschicht-Widerstände 2W, 5% 220 Ohm ersetzen oder? Platz zum Einlöten ist genug.

EDIT: Für die IRF3710 hätte ich noch die IRF540N als günstigere Alternative gefunden!


[Beitrag von MrMondi am 10. Aug 2015, 15:35 bearbeitet]
scauter2008
Inventar
#27 erstellt: 10. Aug 2015, 15:48
Die Emitter Widerstände sind eine Gegenkopplung.
Damit der Mosfet oder Transistor Leitet muss das Gate 10V mehr haben als Source.
Ein Transistor leitet Besser wen er warm ist.
Hat man Mehrere Transistoren kann es sein das der eine besser leitet als der andere.
Der wo besser leitet bekommt auch mehr Strom (ist wie mit einen Kabel)
Da er aber Durchgangsverluste hat, wird er noch wärmer und leitet noch besser.
Über ihn würde dann die Ganze last abfallen.
Der Widerstand Leitet schlechter wen er warm wird.
Somit sinkt auch die Spannung B-E oder G-S und der Transistor schaltet weniger durch



Die 220 OHM SMD-Widerstände kann ich doch auch ohne weiteres durch normale Metalloxidschicht-Widerstände 2W, 5% 220 Ohm ersetzen oder?

Ob da nicht 1W schon ausreichen.
Wen du Platz hast kann man auch 2W nehmen.
Die Steuern nur das Gate oder die Basis an die dann die Spannung regeln.
MrMondi
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 10. Aug 2015, 15:51
Alles klar. Danke, Du hast mir echt unglaublich geholfen Hoffen wir mal, dass dann alles wieder läuft.
MrMondi
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 17. Aug 2015, 15:43
So, habe nun mit viel Mühe (und etwas Geld) alle Mosfets und Widerstände ersetzt, leider springt die Endstufe nun direkt wieder in PRT. Wenn ich sie jetzt wieder ein bisschen ärgere mit Remote dran - ab - dran - ab werden die beiden P-Mosfets Q3 und Q4 des ersten Kanals warm, alle anderen bleiben kalt. Scheibar ist dort noch was im argen. Wollte jetzt den ersten Kanal noch mal rauslöten und schauen ob sie dann läuft, aber dann geht sie wohl wieder in den Modus mit beiden LEDs an
scauter2008
Inventar
#30 erstellt: 17. Aug 2015, 15:51
Hast du die Fets im ersten Kanal getauscht ?
Dann ist im erste Kanal noch ein Fehler in er Vorstufe.
Was liegt den da am Ausgang gegen Masse an ?
Was liegt am Gate(Pin1 gegen GND) des P und N Fets für eine Spannung an ?


[Beitrag von scauter2008 am 17. Aug 2015, 15:52 bearbeitet]
MrMondi
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 19. Aug 2015, 17:06
Puhhh, zwei Stunden Löt-Marathon hinter mir!

Ja, ich hatte komplett alle 16 Fets gegen neue getauscht. Mit am 1. Kanal eingelöteten Fets konnte ich nicht messen, da Endstufe immer direkt abschaltete (PRT).

Habe jetzt alles nach einander raus und rein gelötet. Wenn ich von Kanal 1 beide N- & P-Fets raus lasse, leuchteten erst beide LEDs konstant, nach paar mal versuchen ging sie sogar in den OK-Modus (nur grüne LED). So konnte ich auch noch mal die Eingänge und einen Lautsprecher dran hängen, es kam sogar Musik raus, nur sehr klirrend. Dabei stellte ich wieder fest, dass die beiden Widerstände der Vorstufen, welche ich ja schon gegen stärkere getauscht habe, immer noch heiß wurden. Also keine N- und P-Fets an Kanal 1, die anderen Kanäle voll bestückt und Endstufe im OK-Modus.

In diesem Zustand habe ich nun die Pins der Fets von Kanal 1 gegen Masse gemessen:

G-Pins der N-Fets: -33V während der Einschaltprüfung und -31V im darauf folgenden OK-Modus
S-Pins der N-Fets: -33V konstant

G-Pins der P-Fets: +30V während der Einschaltprüfung und fällt auf ca. 2,5-3V ab im darauf folgenden OK-Modus
S-Pins der P-Fets: +33V konstant

Die N-Fets der anderen Kanäle verhalten sich genau so, nur die G-Pins der anderen P-Fets bleiben im OK-Modus auf +31V

Mal noch ein Foto von dem Bereich. Was könnte ich da jetzt nachmessen?

f4600_4
scauter2008
Inventar
#32 erstellt: 19. Aug 2015, 17:50

Dabei stellte ich wieder fest, dass die beiden Widerstände der Vorstufen, welche ich ja schon gegen stärkere getauscht habe, immer noch heiß wurden.

Du meinst die SMD Widerstände ?


In diesem Zustand habe ich nun die Pins der Fets von Kanal 1 gegen Masse gemessen:

G-Pins der N-Fets: -33V während der Einschaltprüfung und -31V im darauf folgenden OK-Modus
S-Pins der N-Fets: -33V konstant

G-Pins der P-Fets: +30V während der Einschaltprüfung und fällt auf ca. 2,5-3V ab im darauf folgenden OK-Modus
S-Pins der P-Fets: +33V konstant


Waren dabei die Mosfets eingebaut ?

Miss mal G gegen S mit und ohne MosFets.

Der N schaltet durch wen die G Spannung ungefähr 5V über S liegt
Der P wen G ungefähr 5V unter S ist.



So konnte ich auch noch mal die Eingänge und einen Lautsprecher dran hängen, es kam sogar Musik raus, nur sehr klirrend.

Alle Kanäle oder nur Kanal 1 Ohne Bestückung ?
MrMondi
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 19. Aug 2015, 19:14
Ja ich meine die SMD-Widerstände, die ich jetzt, wie auf dem Foto rechts zu sehen, testweise durch normale, stärkere ersetzt habe.

Die Werte sind mit ausgebauten FETs. Mit eingebauten kann ich ja leider nicht messen da die Endstufe direkt in PRT geht und somit die Versorgungsspannung kappt.

Musik konnte ich so ja nur mit einem der anderen drei Kanäle hören da sich Kanal 1 ja nicht bestücken lässt ohne dass sie in PRT geht

Angesteuert werden die FETs ja von Q41, Q42, Q51 & Q52, können die einen Defekt haben oder liegt es eher noch davor?
scauter2008
Inventar
#34 erstellt: 19. Aug 2015, 19:22
Die anderen Kanäle verzehren ?

Es muss einer von den Treibertransistoren defekt sein.
Die mal alle ausgebaut mit eine Diodentest Durchmessern.
MrMondi
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 20. Aug 2015, 10:58
Mit Treibertransistoren meinst du einen der 8 P60NF06 oder 4 FEP16DTD? Die 8 P60 sind neu.

Ich dachte mir jetzt wenn ein BCX53 oder BCX56 (Q41, 42, 51, 52) defekt ist und einen Kurzschluss verursacht, so für die Störungen zuständig da sie alle von der gleicher Leiterbahn den Strom beziehen. Die kann man bestimmt auch durch messen kontrollieren oder? Aber bestimmt wieder nur mit auslöten oder?
scauter2008
Inventar
#36 erstellt: 20. Aug 2015, 14:07

Mit Treibertransistoren meinst du einen der 8 P60NF06 oder 4 FEP16DTD? Die 8 P60 sind neu.

Nein, die Ganzen kleinen sind die Vorstufe.
Q25 (eventuell auch Q26) dürften die Treiber Transistoren sein, die das Gate der 4 ansteuern.
Und der Rest bildet die Vorstufe Q41, 42, 51, 52 usw.

Würde die alle nacheinander auslöten und durch messen.
MrMondi
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 20. Aug 2015, 17:35
Sorry, jetzt steh ich auf'm Schlauch Bin die Leiterbahnen durch. Die Q25, 26 usw. hängen überall mit dran, z.B. auch am Drain der Fets und auch am Bereich, an dem auch die LEDs hängen. Denke also, dass diese auch für die Fehlerkontrolle sind oder?

Das Steuersignal der FETs (G) hängt aber bis auf zwei Widerständen direkt an den Ausgängen (emitter) der Q41, 42, 51, 52 usw.
scauter2008
Inventar
#38 erstellt: 20. Aug 2015, 17:47
Ich sehe leider nur auf dem Bild das Q25 an den 4 Gate Widerständen dran ist.
Mehr sehe ich nicht, kann also nur vermuten wo was hin läuft.

Die meisten der Transistoren müssen +-15V bekommen.
Eventuell kannst man einen Schaltplan erstellen.
MrMondi
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 03. Sep 2015, 16:03
Also ich geb' auf. Wollte noch mal alles durchmessen und dann gib sie auf einmal wieder direkt in PRT. Beim Rauslöten der kleinen Transistoren ist dann auch noch einer zerbröselt. Hab' jetzt alles in eine Kiste gepackt Schade um die ganzen neuen Mosfets...

Jetzt heißt's wohl neue Endstufe kaufen. Hab eine SOUNDSTREAM REF 800.4 für günstiges Geld gefunden und die RMS-Leistung passt ziemlich genau zum HX 165 SQ Frontsystem und HX12SQ Subwoofer oder muss eine Endstufe nicht ganz der Sinusleistung der Lautsprecher entsprechen oder sollte diese sogar noch stärker sein damit mir die neue Stufe nicht auch direkt hops geht?
LexusIS300
Inventar
#40 erstellt: 03. Sep 2015, 16:08
Hallo,

die REF kannst Du ohne bedenken kaufen - echt schönes und zuverlässiges Ding.
Leistungsangaben von Lautsprecher sind Richtwerte, kein Gesetz.

Mehrleistung vom Verstärker wirkt sich immer positiv aus, man kommt aber auch wunderbar mit "weniger" Leistung zurecht.
scauter2008
Inventar
#41 erstellt: 03. Sep 2015, 16:43
Endstufen sind nicht immer leicht zu reparieren.
Das schaut einfacher aus als es ist
MrMondi
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 03. Sep 2015, 17:08
Das stimmt. Damals war es einfach: Knall, Rauch, kein Mucks mehr, aufgeschraubt, geplatzte Fets getauscht und fertig
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